Jump to content
EUROPAS GROßE
SPORTWAGEN COMMUNITY
Anmelden, um Inhalt zu folgen  
MVThomas

Ferrari und Alpenpässe

Empfohlene Beiträge

MVThomas
Erster Beitrag:
Letzter Beitrag:

Moin, moin,

ja, ja die Winterzeit... :oops: Da reifen die Gedanken für die nächsten Touren und Urlaubsfahrten. Im letzten Jahr waren wir mit einigen Ferris am Gardasee und sind sind zum Teil über Pässe gefahren.

 

Als leidenschaftlicher Motorradfahrer kenne ich mittlerweile einige Pässe und habe immer - entsprechendes Wetter vorausgesetzt - viel Spaß und Freude bei deren Bewältigung :-))!. Mit meinem Tourenmotorrd habe ich noch keinen Pass kennengelernt, bei dem ich ernsthafte Probleme mit der Fahrbahnbeschaffenheit oder der Streckenführung hatte, natürlich nur öffentliche Pässe, keine Feld/Waldwege o.ä..

 

Mit dem Ferrari bzw. relativ tiefen Sportwagen kann das schon anders aussehen. Ich hatte letztes Jahr keine Probleme mit Hahntennjoch, Timmelsjoch, Jaufenpass und Penser Joch. Am spannendsten waren noch die Touren am und um den Gardasee zur "Schauderschlucht" und vom Idrosee Richtung Gargnano am Gardasee. Mein 348er ist aber auch im O-Zustand und nicht tiefergelegt. Die 355er sind wohl etas tiefer und eher gefährdet mal aufzusetzen.

 

Können mir erfahrene Sportwagenalpinisten Tipps geben, welche Pässe in D, A, CH und I eher kritisch und von daher zu vermeiden sind. Besteht vlt. Interesse an einer Liste mit gut und weniger gut befahrbaren Pässe bzw. Passstraßen ? Gerne auch Infos zu besonders reizvollen Strecken (Aussicht, Lokale etc.), aber auch Hinweise z.B. zur Mautpflicht usw. Ich fände es für Streckenplanungen hilfreich und freue mich auf Eure Tipps.

Grüße

Thomas

Jetzt registrieren, um Themenwerbung zu deaktivieren »
Chris_ST220
Geschrieben

Für die Planung kann ich dir den Grossen Alpenstrassenführer von Denzel empfehlen, jede Menge Infos, Tipps auch über die Streckenbeschaffenheit.

Wie weit sich diese Empfehlungen aber für einen Ferrari, wegen der langen Front, ummünzen lassen, kann ich dir aber leider nicht sagen.

Ciao

Chris

michi0536
Geschrieben

Die "Schauderschlucht" nach Pieve am Gardasee ist meine Hausstrecke und mit allen Ferraris problemlos befahrbar, auch für sehr tiefe Rennfahrzeuge. Sicher kennst Du auch die schöne Strecke von Riva zum Ledrosee, besonders der sehr lange Tunnel macht bei geeigneter Auspuffanlage bergauf unheimlich Freude. Auf dem Hinweg zum Lago kann ich die Strecke vom Jaufenpass über Madonna di Campiglio sehr empfehlen, problematisch sind nur an den Wochenenden sich überschätzende italienische übermotorisierte Zweiradfahrer, die einem zügigen Vorwärtskommen doch sehr im Wege stehen können.

Wenn Du im Valvestino am Idrosee bist solltest Du unbedingt die Strecke auf den Tremalzo nehmen, die finde ich immer wieder erfreulich, zumindest bis beim 360er die Bremse ihren Dienst versagt.

michi

MVThomas
Geschrieben

Hallo,

ich habe mir schon etwas mehr Resonanz erhofft :(

Seid Ihr schreibfaul, fahrt Ihr alle lieber Autobahn oder sind doch alle Pässe problemlos mit Sportwagen befahrbar ? Letzteres wäre ja in meinem Sinne, ich muss nur immer die Mitstreiter überreden bzw. überzeugen :D

Grüße

Thomas

cinquevalvole
Geschrieben

Gavia Pass geht auch. Zwar eng, aber immerhin inzwischen geteert.

Leute, dreht die Autos nicht zu tief runter. :wink:

me308
Geschrieben

Ich denke, dass die geringe Resonanz eher daran liegt, dass diesbezüglich schon unendlich viele Informationen im Netz verfügbar sind...

egal ob auf Seiten von Oldtimer-Touren, Rallyes, Veranstaltern, Motorradclubs,...

die meisten Alpenpässe dürften bis ins kleinste Detail beschrieben sein...inkl. Empfehlungen für Restaurants, Hotels mit Garagen, Trips in die Umgebung etc...etc...

die beschriebenen Strecken kann man alle nachfahren sobald man die Gegend für seinen Urlaub mal festgelegt hat...und diese Touren sind größtenteils von sehr reizvoller Qualität

an dieser Stelle ohne Länder- und Gebietsunterteilungen und damit relativ strukturlos irgendwelche Pässe zwischen den französischen Seealpen bis zu den Karawanken zu erwähnen, macht da vielleicht weniger Sinn

und ja,... alle Alpenpässe sind mit Sportwagen problemlos zu befahren -

sofern sie geteert sind, keine Wintersperren herrschen bzw. die Befahrbarkeit nicht anderweitig ausgeschlossen wird (Info bei Fremdenverkehrsämtern)

das gilt selbst für ausgewiesene Motorradpässe (wie z.B. den Gavia Pass) - diese sind eben nur etwas abenteuerlicher...möglicherweise wird man mal irgendwo aufsetzen und GTs müssen in Kehren auch mal den Rückwärtsgang bemühen...so what ? :wink:

aber vielleicht werden hier ja noch Tourenvorschläge und Routen gepostet, evtl. sogar mit Bildern ....das wäre dann natürlich etwas Arbeit...O:-)

Gruß aus MUC

Michael

spider68
Geschrieben

Hallo zusammen

Ihr könnt in der Schweiz die meisten Pässe ohne Probleme fahren! Ich liebe am meisten eine kleine Tour über Klausen dann Susten, Grimsel und zurück übern den Furka und den Sattel. auch die Pässe ins Engadin sind nett wobei der Albula spanndere und enger und sehr wellig ist. Hier müsst Ihr aufpassen.

Gruss Spider68

Kai360
Geschrieben

Zustimmung, an sich sind alle Pässe fahrbar und befahrbar, die Abenteuer von früher gibt es (leider) nicht mehr!

Und ein Ferri ohne Kratzer im Unterboden wird nicht artgerecht bewegt, muss er abkönnen!

Aber gerne mal 1 Route: (rot = die Pässe)

1. Allgäu - Salzburg - - 8 Pässe in einem halben Tag möglich!

Mein TIPP: Früh losfahren so gegen 5 Uhr! Dann hat man bis Sterzing Null Verkehr

Kempten - Oberjoch - Tannheimertal - Gaichtpass - das Lechtal hoch -

Hanntennjoch (ein Highlight) - Imst - Ötztal hoch - Timmelsjoch (2te Highlight) öffnet um 6:45 wenn ich nicht irre!? -

Passeiertal runter - Jaufenpass (3te Highlight) - am Fuße des Jaufenpasses kurz vor Sterzing Cappuccinotime O:-)O:-)- ein paar Kilometer Autobahn - links ab ins Pustertal - Bruneck - kurz hinter Bruneck links ab - Staller Sattel - Defereggental (sehr hübsch) - Huben rechts ab Richtung Lienz - B108 Lienz -Iselsberg - Großglockner Bundesstraße - Großglockner (4te Highlight) - Bruck - rechts ab Richtung Autobahn - ein kurzes Stück Autobahn A10 Richtung Salzburg - Scheffau am Tennengebirge - in Pichl links ab über wunderschöne Almen (Alpenrose / Einkehr!?) zum Wolfgangsee - Baden - Essen - Schlemmen - Salzburgring X-)

Ferrari-V8
Geschrieben

@MVThomas

Wenn Du sagst, welche Pässe du fahren willst, dann kann möglicherweise auch eine Antwort erfolgen.

Wir haben in der Schweiz alleine rund 90 Pässe....

Man kann auch nicht generell sagen, ob ein Fahrt mit dem Ferrari möglich ist. Meine Kollegen kommen an Orten noch durch, wo ich schon anstehe. Bahnübergänge können auch zur Umkehr zwingen. Das Wetter natürlich auch zuweilen. Auf einem hohen Pass kann auch mal im Juli Schnee liegen.

Wie me308 schon sagte, schau am besten im Internet nach. Es gibt so viele gute Seiten darüber.

Oder wenn du eine Tour hast, sag einfach mit welchem Modell du welche Pässe fahren möchtest. Dann kann man schon Tipps geben. Oft sind nur die langweiligen Pässe wirklich Ferraritauglich! Das sind dann die Pässe, die wir hier als "Autobahnen" bezeichnen. :wink:

Meine Lieblingspässe sind eigentlich nur in aller hergottsfrühe mit dem Ferrari befahrbar. Sobald Gegenverkehr droht ist es aus. Ein kreuzen mit Tempo 50 wird dann nicht mehr möglich sein. Du verstehst? Es ist nicht so einfach...

MVThomas
Geschrieben

Hallo und guten Morgen,

Ihr habt ja so Recht :oops:

Wie gesagt, Winterzeit ...

Im Prinzip bereitete mir bis jetzt fast jeder gefahrene Pass viel Spaß. Mit dem Mopped ist es halt etwas anderes. Da fährt man (ich) etwas schneller, kann leichter und besser überholen und genießt dabei etwas weniger die tolle Landschaft.

Auf meiner "Negativliste" habe ich aus eigener Erafhrung und da hpts. wegen dem starken Verkehr den Fernpass und den Reschenpass. Interessant mit dem F wäre wohl einer meiner Lieblingspässe in den Dolomiten: der Manghenpass.

Wie Ihr tw. schon geschrieben habt ist es hauptsächlich auch eine Frage des Verkehrs und damit wohl auch der Tages- und Reisezeit.

Wenn ich südlicher wohnen würde, hätte ich wohl weniger Fragen und würde eher einen "Führer" herausgeben O:-)

Ich nehme jedenfalls mit, dass es - meine Annahme bestätigend - kaum bis keine "geteerten" Pässe gibt, die mit einem Ferri im Serienzustand unbefahrbar sind.

Danke nochmal für den Tipp mit z.B. Oldi-Touren bzw. Veranstalter; da gibt es bestimmt tolle Tourenanregungen.

Grüße

Thomas

Ferrari-V8
Geschrieben
Ich nehme jedenfalls mit, dass es - meine Annahme bestätigend - kaum bis keine "geteerten" Pässe gibt, die mit einem Ferri im Serienzustand unbefahrbar sind.

hmm, Maloyapass vor etwa 2 Jahren. Vor mir ein F355, Bahnüberführung einer Zahnradbahn fast quer zur Strasse, die Fahrerin passt nicht auf und fährt mit etwa 60 km/h drüber, der F355 hebt ab und fliegt in einer Höhe von etwa 50 cm mit allen 4 Rädern durch die Luft. Landet aber wieder schön auf allen 4 Rädern. Allerdings auf der Gegenfahrbahn. Zum Glück kam da gerade niemand. Hinter mir ein F40, der nur mit vielen Brettchen vor den Rädern über den Bahnübergang kam. Der F50 im Schlepptau hatte aber keine Probleme. Mein 348 stand auch ein wenig an, aber alles im grünen Bereich.

Der Maloya ist eigentlich extrem gut ausgebaut. Schön breit und geteert. Trotzdem tückisch, vor allem beim "zügigen" fahren.

Die grossen Nord-Süd Verbindungen sind aber tatsächlich alle problemlos.

F40org
Geschrieben
Gavia Pass geht auch. Zwar eng, aber immerhin inzwischen geteert.

Leute, dreht die Autos nicht zu tief runter. :wink:

Ist der Gavia wirklich schon komplett geteert? War schon länger nicht mehr dort - früher mit dem Moped öfter, da war aber fast nur Teer in den Kurven. Der See oben ist ein Genuss und Gott sei Dank nicht so überlaufen - hoffe, das ist dort immer noch so.

cinquevalvole
Geschrieben

jojo, seit ca 10 Jahren komplett Teer. Kannst fahren.

Ein paar Irre mit Wohnmobil waren zuletzt auch schon drauf. Is aber an vielen Kehren zu eng mit solchen Oschis.

me308
Geschrieben
... Der See oben ist ein Genuss und Gott sei Dank nicht so überlaufen - hoffe, das ist dort immer noch so.

ja :wink:

bilderkw35032.jpg

diddl
Geschrieben

Nach meiner Erinnerung (zwei Jahre her) ist der passo di gavia an machen Stellen ungefähr so breit, wie ein(!) Auto. Und die Straße ist in keinem besonders guten Zustand. Da gibt es meiner Meinung nach schon wirklich schönere, "fahrenswertere" Pässe in den Alpen, als gerade diesen Pass...

Allerdings hab ich diese Etappe unserer damaligen Tour auch in schlechter Erinnerung, wir haben nämlich besagten Pass bei Hagel, Nebel und ca. 10 Meter Sichweite überquert:D

Kai360
Geschrieben

Passo di Gavia:

Die Nordseite ist breit genug, der Belag ok mit Wellen, aber kein Problem.

Die Südseite ist z.T. schmal, der Belag zum Großteil neu gemacht (2008 ).

Wer es etwas fliegen lassen möchte (welches zweifelsfrei geht, wenn auch etwas anspruchsvoll) dem empfehle ich entweder früh morgends (und damit meine ich nicht 10 Uhr), oder wieder ab frühestens 17 Uhr. Dazwischen ist der Pass Wohnmobil, Motorrad und Fahrrad "verseucht".

Und Essen bei Mama auf der Passhöhe sit auch ein tipp (Übernachtung - Basic - gibt es da auch)

http://www.passogavia.it

Ultimatum
Geschrieben

bin kein ausgemächter passspezialist, hatte aber keine probleme auf malojapass, ofenpass, timmelsjoch (und fernpass :D )

Ultimatum
Geschrieben

auch schön:

Penser Joch

Das Penser Joch, Passo di Pennes, Verbindung zwischen Bozen und Sterzing führt vorbei am Schloss Runkelstein durch das Sarntal und Pensertal.

www.alpentourer.de/alpenpaesse/.../penserjoch.html

Sverigenils
Geschrieben

Wenn ich mich kurz zu Wort melden darf, der Julierpass ist derzeit nicht gerade zu empfehlen meiner Meinung nach, dort wird gebaut, das Ganze ist eine reine Schotterpiste die sich schon mit einem Toyota nicht gut fahren lässt.. Ich versteh nicht ganz, wie die von den St. Moritz Supercars da am Samstag drübergekommen sind.. :???:

R-U-F
Geschrieben

Jaufenpass kann ich auch nicht empfehlen, der ist auch teilweise in sehr schlechtem Zustand.

Boemi
Geschrieben

Bin am Wochenende den Sustenpass und den Flüelapass gefahren, beide Pässe sind nur sehr zu empfehlen, gut ausgebaut und nicht übermäßig viel Verkehr. Es waren auch einige Sportwagen unterwegs und die Polizia hat gelasert.

basti21
Geschrieben

Das Penser Joch kann ich auch sehr empfehlen, in diesem

http://www.carpassion.com/carpassion-com-events/47324-spontane-gardasee-tour-triumph-tr6.html Thread habe ich ein paar Bilder davon gepostet. Als wir dort vor 2 Wochen gefahren sind gab es eine Baustelle am Pass die nur einspurig befahrbar war mit Ampelregelung, allerdings dürfte die auch mit etwas tieferen Sportwägen kein Hindernis darstellen.

Beim ADAC gibt es auch spezielle Karten mit Tourenvorschlägen für Motorräder bzw. Oldtimer, die dürften generell auch für Sportwagenfahrer interessant sein.

R-U-F
Geschrieben
Bin am Wochenende den Sustenpass und den Flüelapass gefahren, beide Pässe sind nur sehr zu empfehlen, gut ausgebaut und nicht übermäßig viel Verkehr. Es waren auch einige Sportwagen unterwegs und die Polizia hat gelasert.

Wo haben die denn dort bitte gelasert ?

Boemi
Geschrieben

Wenn man von der Davoser Seite aus hochfährt ca. auf der Hälfte Richtung Flüelahospiz, dort gibt es eine lange Gerade, wo man sehr gut überholen kann, die Polizei stand etwas oberhalb, sehr schlecht sichtbar.

Schreibe eine Antwort

Du kannst jetzt einen Beitrag schreiben und dich dann später anmelden. Wenn du bereits einen Account hast, kannst du dich hier anmelden, um einen Beitrag zu schreiben.

Gast
Auf dieses Thema antworten...

×   Du hast formatierten Text eingefügt.   Restore formatting

  Only 75 emoji are allowed.

×   Dein Link wurde automatisch eingebettet.   Einbetten rückgängig machen und als Link darstellen

×   Dein vorhergehender Inhalt wurde wiederhergestellt.   Editor leeren

×   You cannot paste images directly. Upload or insert images from URL.

Anmelden, um Inhalt zu folgen  

  • Ähnliche Themen

    • Startet Ferrari mit dem freigewordenen Geld das aus der neuen F1-Budget-Grenze über ist evtl. in der Indy-Serie.
       
      https://www.roadandtrack.com/motorsports/a32479468/ferrari-considering-indycar-entry/?utm_medium=social-media&utm_campaign=socialflowR%26T&utm_source=facebook
    • Thema aus anderem Thread generiert 
       
      Sorry grad entdeckt. https://www.ferrarichat.com/forum/news/ferrari-portofino-facelift-spied-for-the-first-time.1548/
    • Prolog
      <<<Mein vom Leben arg gebeutelter Vater meinte immer zu mir „Michael, Porsche fahren nur Fabrikanten“…aber er hat mir auch, als ich klein war gesagt, der Osterhase war da und das der Storch die Kinder bringt…. <<<
      "Ich weiss genau was Sie denken, und Sie haben Recht!" - wer hat nicht durch die Serie Magnum Ferrari kennengelernt?
      Als ich klein war spielte ich mit Siku Autos, die fand ich detailgetreuer als Matchbox, meine Lieblingsspielzeuge waren immer die flachen Autos, und der flachste war damals ein Maserati Boomerang.
      Es war 1983, ich war 16 Jahre alt, als ich in Holland das Poster eines Vector W2 Twinturbo –werde ich nie vergessen- 600-1500 PS kaufte. Ein Auto wie von einem anderen Stern.
      Das Auto, ja das wollte ich haben, damit dann einmal 300km/h auf der Autobahn, ein für damalige Verhältnisse irrwitziger Speed und sowieso ein unbeschreibliches Fahrzeug. Es kam zwar nicht zum Vector, aber schliesslich hing noch ein anderes Poster überm Bett nämlich ein weisses 911 SC Cabriolet. Etwas realistischer, vielleicht sogar typisch deutsch…
      Einer meiner Berufswünsche war Fotograf da ich es als sehr kreativ ansah, Dinge aus der mir angenehmsten optischen Perspektive zu betrachten. Ich war 17 und hatte die Wahl, entweder eine teure Kamera oder den Führerschein zu bezahlen. Ich entschied mich für die Fotokamera, es wurde eine gebrauchte Canon AE1 Programm, 1984 durchaus begehrenswert. Jahre später hatte ich dann meine Traumkamera, eine Canon A 1, ein wirklich tolles Teil.
      Da ich ohnehin noch Schüler war und mir kein Auto leisten konnte, fiel mir diese Wahl nicht sonderlich schwer, dann würde ich eben erst mit 18 ½ den Führerschein machen. Nach der Schule machte ich mich oft auf die Pirsch nach Porsche 911, meinen Wunschwagen, den ich irgendwann fahren wollte. Selbstgemachte Visitenkarten auf der klapprigen Schreibmaschine als „Porsche Fotos“ –Fotograf lösen heute noch Schmunzeln aus….
      Innerhalb einiger Monate kannte ich durch meinen immer schon vorhandenen Ehrgeiz viele Porschefahrer aus der Umgebung und es gab sogar eine Chance auf eine Mitfahrgelegenheit, das war schon was!
      Meine Fahrstunden absolvierte ich dagegen auf einem roten VW Golf 2 mit 75 PS und Kamei Spoilersatz. Mein Fahrlehrer, mit dem ich gut auskam, wusste von meiner Fotoleidenschaft und erzählte mir, dass der Besitzer des Kastells im Nachbarort einen Ferrari hätte. Nun war ich angefixt, es war 1985 schon etwas sehr exclusives, so ein Fahrzeug zu besitzen. Im öffentlichen Strassenverkehr, zudem in einem derart kleinen Ort wie dem unseren, gab es so etwas nie zu sehen. Das änderte sich bei uns erst ein wenig Anfang der 90er.
      Aber zurück zu 1985: Eines Tages fuhr ich abends mit meinem klapprigen Fahrrad zu eben diesem Kastell und wartete, wer rein und rausfuhr. Tatsächlich kam der Besitzer, oder vielmehr derjenige, den ich dafür hielt, mit seiner Frau ebenfalls ins Kastell geradelt. Ich fragte ihn schüchtern, ob es stimme mit dem Ferrari, und ob ich den mal fotografieren dürfte, er bekäm dann natürlich auch Bilder oder Poster von mir umsonst.
      Er sagte zu meiner Freude zu und meinte ich solle am Samstag morgen vorbeischauen. Ich fieberte dem Tag entgegen. Ich hatte noch nie einen live gesehen. Es kam also der spezielle Samstag im April 1985 wo ich auf dem Hof des Kastells stand und er eine Scheune aufmachte. War ich aufgeregt ! Da stand ein silberner 308 GTB Quattrovalvole. Vier Auspuffrohre, tief, breit, flach.
      Beim Starten des Motors fand ich das Geräusch viel spannender als bei den heiseren 911ern, die ich ja schon kannte. Er fuhr das Auto auf den Hof und ich hab geknipst und mich gefreut als ich den Schalter für die ausfahrbaren Scheinwerfer gefunden hab, weil ich das (bis heute) so cool fand. Dass er so viel tiefer und flacher war als die Porsche fand ich auch Wahnsinn. Wie zum Henker passt man da rein?
      Dieser Wahnsinn war dadurch steigerbar das ich mich nicht nur schliesslich reinsetzen durfte, um die Klappscheinwerfer auf und zuzumachen, sondern auch eine Probefahrt versprochen wurde. Ich war recht nervös und freute mir einen Ast ab!
      Ich fummelte mich irgendwie auf den Beifahrersitz und als ich schliesslich drin sass, konnte ich vorne nix sehen, rechts nix, und hinten auch nichts….
      Ich fühlte mich so eingequetscht und habe ich mich recht unwohl gefühlt weil ich im Falle eines Unfalles keine Chancen ausrechnete, da heil herauszukommen. Die Fahrt selber war recht unspektakulär über ein paar Landstrassen und wir bogen dann in einen Wirtschaftsweg ab, „Anlieger frei“…..
      Ich verstand nicht ganz den Sinn dieser Aktion mit so einem Auto, aber das nachfolgende Bild habe ich heute noch im Kopf: Ein Traktor kam direkt auf uns zu, der zudem auch keine Anstalten machte, Platz zu machen. Wir mussten rückwärts fahren.
      Wenn man in einem Ferrari zum ersten Mal Platz genommen hat und ein Trecker vor einem auftaucht, holla, da hatte ich ein komisches Bauchgefühl. Das ist ungefähr so, als wenn man als Mensch in der Steinzeit einem Brontosaurus gegenübersteht. Ich war heilfroh, als wir endlich wieder auf einer normalen Straße waren. Ich kam mir in dem Auto irgendwie vor wie ein Filmstar und hatte nur den Wunsch, meine Eltern würden mich darin sehen können um zu begreifen dass ich den richtigen Weg einschlage und das mein Wunsch ernst gemeint war...
      Ich fand ich es viel aufregender in so einer Sardinenschale unterwegs zu sein als im 911 . Allerdings war ich damals der felsenfesten Überzeugung, dass so etwas eben nur Superreichen oder Filmstars vorbehalten war. Damit war das Thema Ferrari für die nächsten 10 Jahre wieder passe….
      Kurze Zeit später habe ich den Führerschein gemacht und daraufhin durfte ich bei einem Bekannten in einem 911 Targa mitfahren. Dieses war auch gut (ich werde es nie vergessen, es roch immer nach Vanille im Auto, da er Pfeifenraucher war) und es hatte mich überzeugt, dass ein offenes Auto die bessere Wahl war, egal ob als Wunsch oder in der Wirklichkeit. Also hatte ich mir 911 Carrera Targa als Fernziel ausgesucht, auch weil es für einen deutschen Schüler mit 50 Mark Taschengeld schon ohnehin hirnrissig war, bei einem arbeitslosen Vater und gerade vollzogener Trennung der Eltern an so etwas wie einen Ferrari zu denken…. !
      Es kam der Schulabschluss, dann die Bundeswehr und sofort darauf war ich Azubi. Ich verdiente mein erstes Geld, es war so ca. 480 Mark im Monat.
      Im zweiten Ausbildungsjahr gründete ich bereits eine GbR und das ersparte Geld wurde in das kleine Geschäft gesteckt. Fahrrad fahren war angesagt, das gesparte Geld war wieder investiert, ein Auto im allgemeinen und ein Sportwagen im besonderen war in weite Ferne gerückt.
      Zu der Zeit war mein erstes Auto vom Vater, das ich am Wochenende ausführen durfte. Ein silberner Kadett D 1,2 S mit 60 PS, der mich zuverlässig von A nach B brachte. Von 18 bis 25 Jahre hatte ich kein eigenes Auto, steckte alles Geld lieber aufs Sparbuch.
      Ich knüpfte also viel Kontakt zu Porschefahrern und habe viele Bilder gemacht. Das war damals ein nich ganz billiges Vergnügen, jeder Abzug kostete Geld……
      Eine Abends war ich mit meiner Freundin unterwegs und an einer Disco stand ein Porsche Turbo mit Doppelflügel (dp 935, 345 er Reifen). Dem habe ich einen Zettel unter die Windschutzscheibe geklemmt mit der Aufschrfit „Porsche Fan grüßt Porsche Fahrer“ und meine Telefonnummer. Abends klingelte tatsächlich unser Telefon und so habe ich einen freien Autohändler kennengelernt welcher privat Porsche Turbo fuhr. Für ihn habe ich jeden Samstag kostenlos die Autos gewaschen damit ich irgendwann eine Probefahrt mitmachen konnte. Diese kam dann auch, nach endlosen Monaten war das Auto technisch strassenfertig, rollout finally, Platz nehmen in Recaros, einer Pioneer Stereoanlage, der letzte Schrei der 80er (wie bei den B&B Autos), Samstags mittags, auf einer einsamen Landstrasse, ich sass auf dem Beifahrersutz, dann: anfahren im ersten Gang bis 80 – das war eine Ansage….was ein krasser Unterschied zum braven 60 PS Kadett ……es war klar so ein Ding, doch, ja, klar, einmal im Leben, möchte ich sowas haben, dann würd ich lieber auf etwas anderes dafür verzichten. Das ist bis heute die Lebensmaxime.
      1992:
      Ich wurde 25 und verdiente; kaufte mir mein erstes eigenes Auto, einen VW Scirocco 16V in anthrazit. Toller Motor, tolle Sitze, tolle Optik.
      Von dem Auto bin ich heute noch begeistert. Geringer Verbrauch und viel Fahrspass. Lange Fahrten ohne Rückenschmerzen dank Sportsitzen möglich. Damit hatte ich mein erstes „flaches“ Auto. Ein Jahr später, 1993, kam richtig gutes Geld rein, der Betrag war vorhanden für „meinen 911er“, ich wollte unbedingt endlich den 911 und habe den 16V dann leider verkauft – ich Blödmann. Zu der Zeit war ich 26 Jahre alt. Ich hab geheult als der Scirocco abgeholt wurde. Das war wohl schon eine Vorahnung.
      Dann kam die Suche nach einem offenen 911, es gab 1993 noch kein Internet.
      Ich fuhr nach Düsseldorf zu Auto Becker wo man mich von oben herab behandelte. Ich fragte ob neben Ferrari auch Porsche 911 da wäre und die lapidare Antwort war „da oben steht einer“. Das war die erste und einzige Begegnung mit dem Händler…
      Ich betrachtete natürlich auch die Ferrari welche ebenerdig in einem Showroom rechts von einer Einfahrt standen. Wenn ich mich recht erinnere, 308 oder 328, Testarossa, F40. Autos, die ich nur von Postern oder Zeitschriften kannte.
      Aber da ja alle Bekannten Porsche fuhren und ich nicht das Geld für den Unterhalt hatte (jedesmal nach Düsseldorf tausende DM in dem versnobten Laden lassenm dachte ich, nee kein Bock) schied Ferrari aus, der 308 war zu klein, ich wollte ein Cabrio und der Mondial war nicht unbedingt mein Ding, auch damals eine andere Preisklasse. Den Mondial kannte ich aus dem Madonna Video „Material Girl“. Heute finde ich den Mondi viel viel besser als damals….
      Ich wollte einen 911 Turbo 3,3, für mich der Inbegriff von Porsche, angefixt durch die Probefahrt. Der Turbofahrer hat mir mehrmals strikt abgeraten, „nein nein Michael“, sagte er, „mit dem Auto fährst Du dich tot (!), wenn Du noch nie einen Heckmotorwagen hattest, keinen Turbo.“ Ich aber wollte unbedingt den schwarzen Turbo von Sigi, einem Mechaniker. Sigi habe ich dann angerufen. „Verkaufst Du Deinen Turbo? Aber auch er hat nein gesagt, nee verkauf ich nicht. Nun denn. Außerdem wollte ich ja auch lieber offen, also ein Carrera Targa stand auf dem Wunschzettel.
      Nach 2 Monaten Suche bei PZ und Zeitungsannoncen (wie gesagt, es gab 1993 kein Internet) fand ich einen 911 durch eine Anzeige in der Rheinischen Post. Er stand in Mülheim a.d.Ruhr. Hingefahren, mit 50000 DM in bar versteckt am Körper und den Kadett natürlich zwei Strassen weiter geparkt – es war mir zu peinlich :-). Nach einer Probefahrt habe ich das Auto gekauft. Dach runter, Julisonne, auf die Autobahn, schmunzeln, stolz sein. Ich hab Porsche, ich hab fertig, am Ziel der Wünsche, dachte ich. Fast zuhause angekommen, in den spiegelnden Scheiben des Möbelhauses nebenan sah ich mich im Porsche sitzen. In meinem Porsche, mit 26 Jahren. Ziel erreicht !
      Auf der Fahrt nach Hause herrschte eine Mischung aus Stolz und Desillusion: Endlich ein offenes Auto aber der Unterschied zum Scirocco 16V war nicht so viel wie ich es mir vorgestellt habe. Dafür waren meine Eltern ziemlich stolz. Mein Vater sagte zu meiner Mutter (als er das Auto hörte):“ Da kommt der Porsche!“ und war stolz wie Oskar. Ich fragte ihn "Weisst Du noch wie Du damals sagtest, Porsche sei nur was für Fabrikanten?"
      Schnell ein Radio eingebaut, denn ich hatte abends noch ein Date mit einer Dame, bin dann mit dem 911 hingefahren, Reaktion von ihr war “ist das Ding so etwas besonderes?“ Na gut, sagte ich, hole ich mein anderes Auto. Wir dann zu mir, Autos getauscht, mit dem Kadett dann zur Düsseldorfer Kirmes, die Dame war dann recht enttäuscht, wie ich sie so beim Wort nehmen konnte. Ich habe Sie nie wiedergesehen. Man kann durch einfache Dinge auch Menschen kennenlernen.
      In einem 12000 Seelen „Kaff“ wie dem unseren mit 26 einen 911 fahren, ergab Neid von einigen Menschen die dachten, ich sei abgehoben oder würde irre verdienen. War mir aber reacht egal.
      Das ich, seitdem ich 18 war, 7 Jahre nur ein Fahrrad hatte, nie in Urlaub fuhr, nicht rauchte, nicht trinkte und sparsam lebte, interessierte niemanden außer ein paar Freunde, welche sich mit mir freuten. Ich war zunächst zufrieden, aber der Porsche Motor (217 PS) war nicht so drehfreudig, was also tun?
      Zwei Wochen später war ich bei der Firma RUF Automobile in Süddeutschland um etwas mehr Dampf zu haben. Es wurde für 2000 DM etwas lauter und etwas besser von der Gasannahme, aber immer noch nicht gut. Es beschlich mich das Gefühl „never meet your heroes“. Wie mich ein Vector enttäuscht hätte, ich will es lieber nicht wissen.
      Es vergingen die Jahre…Porsche fahren hat auch Nachteile, z. B. einer Freundin hatte ich 4000 DM geliehen, nachdem wir Schluss gemacht hatten meinte Sie „warum soll ich das zurückzahlen, Du fährst doch einen Porsche..“…es waren viele interessante Erlebnisse die man rund um ein Auto haben kann, da man immer in eine Schublade gesteckt wird. Nach und nach verschwand der Porsche in der Garage, ich fuhr lieber brave VW’s.
      Die Jahre vergingen, wechselnde Einkünfte, und automobil immer noch nicht zufrieden. Eines Tages, so 1998/99 schliesslich hat ein Bekannter einen Ferrari Testarossa leihweise gehabt und mich nach Bitten und Betteln mitgenommen auf eine Probefahrt. Ich wollte mit, ich musste mit ! Nicht etwa wegen Miami Vice, oder so nein, ich wollte einfach wissen, „ist es das?, „wie ist so ein 12 Zylinder?“
      Was soll ich sagen, ja ich war begeistert, der Sound, das Leder, die Optik, heftig. Eine Gewalt, egal bei welcher Drehzahl, immer gierig am Gas, neverending atmosphere….ein Druck, ein Gebrüll. Seitdem ist ein Ferrari 12 Zylinder für mich das ultimativ begehrenswerteste das ich mir motorenmässig vorstellen kann. Ergo wäre der F50 mein Kandidat (mhm, obwohl hab ja noch 20 Jahre Zeit :-p).
      Als ich nach der Fahrt wieder in meinem 911er sass, kam ich mir vor wie ein Spiesser in einem Käfer, der zwei Zylinder mehr hat. Ich wurde immer unzufriedener und wusste, der 11er muss weg, er macht mir kein Spass und kostet nur Geld.
      Weitere 5-6 Jahre später, trotz Clubtreffen und wohlwollender Worte aus dem Freundes und Bekanntenkreis etc., hab ich ihn dann verkauft und war froh als er weg war. Alle Bekannten und Eltern waren enttäuscht „wieso verkaufst Du das schöne Auto?“ Ich habe es gemacht da ich wusste dass eine finanzielle Durststrecke kam und ich es nicht mehr brauchte. 2005-2006 war zum Abhaken.
      Aber einer der kleinen Highlights im Leben kam: Ich durfte mal in einem Vector W 8 sitzen. Das dürfte ein recht exklusives Vergnügen gewesen sein, ich kam mir vor wie der König von Saudi Arabien als ich drinsaß.
      2007, 2008, ging es bergauf, kämpfen, nicht aufgeben.
      Kurz vor knapp riß ich mich zusammen und erinnerte mich an das Motto des ehemaligen Chrysler Chef Lee Iacocca der da sagte "Ein erfolgreicher Mensch hat die Gabe sich selbst zu motivieren".
      2009 war wieder Spielraum da und es wurde überlegt. Die Karten wurden neu gemischt. Erst dachte in an Lotus, dann aber war wieder klar, ist zu klein, Ergonomie fehlt usw. Lieber warten und weiter sparen.
      Es begann im September 2009; der Gedanke, sich selber zu belohnen, stand im Vordergrund.
      Was aber kann man machen wenn man wenig Zeit hat – was macht Spass, Sinn und behält seinen Wert? Meinen Porsche 911 hatte ich zum selben Kurs verkauft wie ich ihn gekauft hatte – 11 Jahre später.. und ein Auto – mhm gar keine schlechte Idee, einen 1-Tages Urlaub das wäre was…
      Gemäß meiner finanziellen Mittel wurde die Auswahl langsam größer. Anfangs dachte ich an irgendetwas wert beständiges und gleichzeitig bezahlbares. Man landet zwangsläufig bei Porsche. Ok, ein 944 Turbo S könnte es werden. Es kam ein S2 auf den Parkplatz gefahren, welcher einem Bekannten gehörte. „Darf ich mich mal reinsetzen“? fragte ich höflich. Einmal Platz genommen, stieg ich direkt wieder aus. Kein Raumgefühl, kein Flair. Ich ging um den Wagen rum. Von vorne gut, von hinten hat er mir nie gefallen. Ich verspürte null Begeisterung für ein anerkanntes gutes Auto. Der Porsche 944 Turbo, er sprach mich einfach nicht an.
      Da ich elf Jahre einen 911 3,2 Carrera gehabt hatte, wollte ich den nie wieder haben. Er strahlte für mich keine Faszination oder Freude mehr aus. Laut und doch nicht souverän klingend, optisch wenig aufregend, nein, nicht mehr in diesem Leben. Aber was war mit 964? Der hat mir früher nie gefallen, schaute bei seiner Präsentation aus wie ein gedoptes 911 G Modell, in letzter Zeit allerdings gefällt er mir immer besser. Die Preise für gute Exemplare sind doppelt so hoch wie bei 944 Turbos, aber wollte ich wieder 911? Ja, der 964 RS, mein Lieblingsporsche, den hätte ich haben wollen, aber der war leider zum Spekulationsobjekt geworden. Was war mit 928S4/GT? Den fand ich reisemäßig erste Sahne, aber das Auto ist so gross – und so alt bin ich nicht. In Holland durfte ich in einem 928GTS Platz nehmen, ich fühlte mich in dem Auto sofort wohl, Raumgrösse, Ergonomie, toll. Aber - Der 928, den ich immer noch mag, fiel schließlich aus dem Raster – ich hatte beschlossen trotz Deutschem Wetter wieder ein offenes Auto zu kaufen.
      Das 993 Cabrio – den Gedanken verwarf ich sofort wieder. Ich finde den 993 sehr gelungen, erinnere mich noch an dessen Präsentation im PZ Willich, aber das Cabrio hat diesen komischen Buckel mit dem Verdeckkasten hinten, sah wieder zu sehr nach Beetle aus. Nein, kein 993.
      Wenn Spassauto, dann fährt man es sowieso nur bei schönem Wetter.
      Samstags drauf stand ich in Dinslaken bei einem sehr freundlichen Autohändler. Ein blauer Esprit Turbo V8, der einem bekannten Fussballspieler gehörte. Das war für mich sekundär – Fussball war mir egal. Ich bin Leichtathletikfan. Wenn Sport, dann selber machen.
      Also Lotus Esprit in Kurzform: Reingesetzt, gestaunt, ausgestiegen. Was war das denn? Ein Patchworkauto? Die Karosserie sah italienisch aus, das Interieur zusammengewürfelt, die Sitzposition für 1,84m ungeeignet, „Sitz“ trifft es nicht, „Auflage“ schon. Ich saß eher auf einer Schaumstoff-Auflage als in einem Sitz. Der rechte Arm ruht angewinkelt auf der Mittelkonsole, man ist fast bemüht zu sagen „ins Auto reingepresst“, mit Spass hatte das nichts zu tun. Es war enttäuschend.
      Das Wurzelholzlenkrad fand ich völlig deplaziert. Sorry Lotus, das Auto passt einem Durchschnittseuropäer nicht. Es machte auch keinen hochwertigen Eindruck auf mich.
      Der letzte, extrem folgenschwere Satz des Lotus-Verkäufers war
      „der ist getunt, der hängt jeden Ferrari ab“.
      Da hat es klick gemacht: Ferrari ?
      Das war immer meine optische Präferenz, die schönsten Autos der Welt, aber doch so teuer-oder?
      Ferrari? Was für ein Irrsinn! Was für Superreiche, für Filmstars, horrende Unterhaltskosten! Service für zigtausende Euros?? Das war doch Quatsch, oder? Ich bin doch sonst bescheiden, sparsam, eher introvertiert. Aber das Interesse war entbrannt, und wie. FERRARI FEERRRRAARRRRIII !!! Die bekannteste Sportwagenmarke der Welt!
      Also erst einmal in Foren gestöbert, Ferrari Werkstätten abgeklappert, Kontakte geknüpft, Erfahrungen von Besitzern gesammelt. Versicherungsangebote eingeholt, alle möglichen Youtube Videos, US-Webpages, Onlineshops, etc etc abgeklappert um zu umreissen was es bedeutet, kostet und wie aufwendig es ist einen Exoten zu unterhalten.
      Da ich in den 308 oder 328 sowieso nicht passe dachte ich an einen 355.
      Ferrari, ja das hat Stil, das hat Sound, das passt. Ich meldete mich im Carpassion Forum an.
      Seit Oktober 2009 war ich auf der Suche nach einem 348 oder 355.
      Was als Idee began, war nun denkbar, sowohl finanziell als auch im sozialen Umfeld.
      Warum der 348 ? Nun es war ein "Zuhause sein" Gefühl als ich im 348 Platz genommen habe ich wusste, egal was wie und wann der 348 der ist so schön Oldschool wie ich (Bj 1966).
      Diese F40 Spiegel, diese Front, dieses Cockpit und vor allem: Die Türen.
      Bei Mobile habe ich dann den Suchbegriff Ferrari / Cabrio eingegeben.
      Da war doch der 355, der kostet ab 50k. Halt stopp was ist das denn, der 348 der sieht ja noch cooler aus und ist etwas preisgünstiger. Kann das was sein? So’n altes Auto? Boah, der hat ja die Testarossa-Türen, Hammer. Was für ein wunderschönes Auto. Den gibt es auch als Cabrio und Targa – geil. Früher hatte ich mich zwischen 308 und 911 für den Porsche entschieden, diesmal waren die Karten neu gemischt. Keine Kompromisse – ich lebe nur einmal.
      .
      Bei Youtube fand ich das folgenschwere Video mit einem Test des 348 von Top Gear mit Jeremy Clarkson namens „Old Top Gear Ferrari 348“. In diesem fragt er bei 0:38 Minuten einige Passanten: „If i would give you unlimited amount of money, which car would you buy?“
      Die Antwort werde ich nie vergessen:
      -“FERRARI, no doubt about it”
      Ich war elektrisiert in dem Moment als ich das Video sah. Die Leute hatten ja Recht.
      Am besten bilde ich mir mal eine eigene Meinung über die Autos. Also frisch drauflos, wir suchen einen 348 oder 355 – wenn es geht offen.
      Fleissig mitlesen bei Carpassion, auf englischen Seiten, Testberichte und und und…..
      Alleine bei Carpassion ist man beim Thema 348 Technik ja abendfüllend…
      Worauf muss man achten, womit muss man leben?
      Die Welt des Internets ist gross...
      Viele Kontakte wurden nun geknüpft, zu Ferrari Werkstätten, Foren, Ferrarifahrern. Worauf zu achten ist, viel gelesen zb. AStrauß Lobeshymne an den 348 hier bei Carpassion.
      Ein Jahr lang dauerte die Suche, 11 Autos angeschaut. Tausende km gefahren. Eines Tages kam ich durch einen Tip zu einem 348 der in einem Forum inseriert war.
      Meinen Freund, auch Mechaniker, angerufen : Ich habe einen 348 in Wesel, den möchte ich mir angucken, hast am Mittwoch Abend Zeit? Er hatte. Zu zweit fühlte ich mich sicherer.
      Es passte beängstigend perfekt zusammen. Ich musste mich entscheiden; wenn der Wagen gut war, wovon auszugehen war, wollte ich tatsächlich einen Ferrari kaufen?
      Danach habe ich auf den Mittwoch gewartet. Bei Youtube war ich, wie so oft abends, 348 Videos schauen. Da fällt mir „mein“ Auto bei youtube über die Füße. Das Kennzeichen, das kenne ich doch – das glaube ich jetzt nicht ! ! Da fährt mein evtl. zukünftiges Auto durchs Bild, ich sehe den Fahrer und seine Frau auf meinem Bildschirm bevor ich das Auto zwecks Probefahrt sehe. Das gibt es doch nicht !!! Das kann jetzt nicht sein? Deja vu?
      Es stellte sich heraus das der Besitzer mitbekommen hatte, das ein ferraribegeisterter Radfahrer sein Auto filmte als er mit seiner Frau Essen fuhr. Das Video sah er dann zum ersten Mal, als wir nach der Probefahrt bei Ihm im Büro saßen...
      Wir fuhren hin, das Auto stand auch real wirklich gut da, zudem in einer trockenen Halle, es sprang sofort an, die anschließende Probefahrt war der Hammer. Leistung-top. Gasannahme-sehr gut. Kupplung-sehr gut. Bremse-gut bis sehr gut. Schaltung: der beste 348 den ich gefahren habe. Lenkung: super, die beste Lenkung die ich an einem 348 gesehen habe. Ich hatte ein Kribbeln in den Fingern, ich wusste, die Entscheidung die ich in 25 Jahren nie treffen musste, sie stand bevor.
      Mein Mechaniker durfte auch fahren; auch er meinte „wirklich gut, wenig Spielraum zum Verhandeln.“
      Der Gedanke schoss mir durchs Gehirn:
      *Michael, wenn Du den nicht nimmst, brauchst Du nie mehr nach einem 348 zu suchen*.
      Will ich mir wirklich einen Ferrari kaufen? Ich habe mir dann alle Unterlagen angesehen, es war so wie man es sich wünscht. Ich bat mir 24h Bedenkzeit aus. Ich schlief lediglich 3 Stunden. Ich war völlig durcheinander und aufgedreht. Ich wusste nicht, was ich machen sollte.
      Ich habe zig Freunde angerufen, habe gefragt, was meint ihr?
      Alle, auch die Frau meines Ex Chefs meinten…….:“ wenn Du Spass dran hast und Dir es leisten kannst, kauf ihn.“
      Schliesslich habe ich den Verkäufer spät abends angerufen (wörtlich zitiert!):
      „Hallo Herr B., ich hatte ja versprochen, das ich mich heute bei Ihnen melde. Ich hab‘s mir überlegt, das Auto ist völliger Schwachsinn, man kann damit nichts machen, so was braucht niemand, ……..aber ich möchte ihn trotzdem haben :-).“
      Wir haben uns dann geeinigt und ich bekam den Wagen dann gebracht, geputzt und vollgetankt.
      Das Auto wurde natürlich bar bezahlt.
      Nachdem der Ferrari am 30. September 2010 in der Garage stand, habe ich erstmal ein paar Tage gebraucht mich zu freuen, zu neu war das Gefühl, das ist jetzt deiner !! Unfassbar. Nach 3 Wochen war zunächst das gute Wetter vorbei und dieses Jahr ist nun die erste richtige Saison für mich. Nun ist er eigentlich nicht mehr wegzudenken aus meinem Leben, der 348. Ich hab endlich Spass mit einem Auto. Ich brauch ihn nicht mal zu fahren, kann mich an dem Design nicht sattsehen. Putzen, gucken, reinsetzen, riechen. Ich frage mich warum nicht mehr Menschen einen kaufen, er ist auf jeden Fall mein Antidepressiva :-).
      Wenn das noch Jahre so weiter geht, kauf ich noch einen oder zwei oder drei.
      Ich kann mir eins nicht vorstellen: Das ich nochmal eine andere Marke finde die mir optisch und akustisch so gefällt, wie Ferrari.
      Auch wenn ich 25 Jahre gebraucht hab - Ich hab (m)einen Ferrari.
      Ich bin zwar erst 1000km mit ihm gefahren, aber die Begeisterung ist schon da wenn ich dran denke, das ich einen hab – bescheuert aber egal.
      Am liebsten fahre ich übrigens Fahrrad. Das war schon immer so. Das habe ich beim schönen Wetter heute wieder gemacht.
      Autos gibt es viele. Schöne, schnelle, gute, teure, exclusive. Aber es gibt nur eine Marke die passt. Es gibt für mich keinen schöneren Sound und kein ästhetischeres Auto.
      Danke, Enzo Ferrari.
    • Liebe Freunde,
      liebe CP'ler,
       
      wir können es - wie viele von euch - kaum mehr erwarten daß die Sportwagensaison wieder beginnt.......
       
      Deshalb laden wir auch dieses Jahr wieder zum traditionellen Weißwurstfrühstück zum Saisonanfang bei der Luimex ein.
       
      Wir feiern ein kleines Jubiläum.....  es ist nun schon das 15. mal Weißwurstfrühstück.....
       
      Die Adresse ist:
       
      Luimex
      Ledererstraße 7
      85276 Pfaffenhofen an der Ilm
       
      Beginn ist wie immer gegen 11 Uhr.
       
      Wir würden uns freuen, wenn ihr auch diesmal so zahlreich wie bei den letzten WWFs erscheint........
       
      Den Link zum Thread findet ihr hier:
       
       
       
      Mit denenigen, die schon am Samstag anreisen, würden wir am Samstagabend gerne wieder zu Italiener essen gehen........
      Als Hotel für die Übernachtungsgäste empfehlen wir wieder den Straßhof: 
       
      https://www.hotel-strasshof.de/
       
      Es freuen sich auf Euch
      Werner und das Team der Luimex
    • Da ich diese Diskussion schon in einem anderen Thread angefangen habe und dort leider vom eigentlichen Topic abgewichen bin eröffene ich mal einen neuen Thread um über dieses Thema zu diskutieren.

      Ich selbst finde Rot einfach nur langweilig (bitte nicht falsch verstehen, finde die Farbe nicht hässlich sondern einfach nur langweilig) an den Ferraris, weil es einfach zu viele davon gibt.
      Daher würden mich mal eure Meinungen intressieren.
      Auch die Fragen wieso eigentlich Rot die Hauptfarbe von Ferrari ist und wie es dazu kam würde mich sehr interessieren.

      Freue mich auf eure Anregungen,
      EngJa056

×
×
  • Neu erstellen...