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Astra_GT

Ideen an Unternehmen verkaufen

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Astra_GT
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Ich habe mal wieder eine etwas anspruchsvolle Frage.

Wie kann man Ideen an Unternehmen verkaufen? Beispielsweise jemandem fällt eine tolle Idee ein, wie man einen beispielsweise 3er BMW, Navigationsgerät oder iPod besser oder innovativer machen könnte oder hat eine völlig neue Idee, wobei es wahrscheinlich ist, dass der Kundennutzen durch die Idee steigt, die Kosten jedoch für das Unternehmen überschaubar blieben.

Solche Konzepte wurden - so weit ich selbst mitbekommen habe - schon häufiger von einfachen Leuten erfolgreich an Unternehmen verkauft.

Nur wie macht man das am besten? Und wie kann man fair bleiben und Fairness beurteilen?

Sicherlich wird es am häufigsten vorkommen, dass jemand ein Unternehmen mit einer Idee nervt, das Unternehmen daran aber selbst längst gedacht hat oder kein Interesse daran hat. Auf der anderen Seite könnte es passieren, dass jemand ein Unternehmen belehrt, dass Unternehmen jedoch behauptet, es vorher schon gewusst zu haben und es einfach so umsetzt. Der echte Ideen-Urheber geht leer aus.

Es geht also um Strategien, wie man Unternehmen Ideen verkaufen kann, natürlich nur gute Ideen mit Potenzial, die einen gewissen Wert haben dürften und auch im Rahmen eines kleinen Businessplans dokumentiert werden.

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master_p
Geschrieben

Also wenn's um Hardware geht, dann patentieren lassen und das Patent verkaufen. Wenn es um eine Businessidee geht, dann entweder über eine Consulting-Firma versuchen in die "große" Firma zu kommen. Alles andere wird vermutlich irgendwo in den Unternehmen versacken. Businessideen sind halt schwierig zu schützen. Schon viele haben eben solche in großen Unternehmen vorgestellt, wo man abgetan wurde, dass es Mumpitz ist und ein paar Monate später ist genau sowas auf den Markt gekommen von genau diesem Unternehmen. Ist halt schwierig gegen eine Armada an Anwälten gegen sowas vorzugehen. Alternativ wird man mit einer lächerlichen Summe abgespeist, die man tunlichst annehmen sollte, weil sonst gibt's nichts mehr.

StepAhead
Geschrieben

Nachdem ich bereits einige Zeit stiller Mitleser war, möchte ich mich gerne bezüglich dieser Thematik mal zu Wort melden.

Einfach etwas (richtig) patentieren zu lassen, ist nicht so einfach wie es sich manche Leute vielleicht vorstellen. Ein Patent sollte möglichst sehr allgemein gehalten sein, damit die Konkurrenz nicht einfach ein paar Kleinigkeiten wie z.B. Abmaße, Zusammensetzung des Materials etc. ändert und nicht mehr in das Patent fällt. Wer sich bereits etwas mit der Materie beschäftigt hat und ein paar Patente gelesen hat, wird mir sicherlich zustimmen, dass es für jemanden ohne Erfahrung nicht ohne weiteres möglich ist, ein Patent passend bzw. sinnvoll zu formulieren.

Des Weiteren ist ein Patent mit gewissen Kosten verbunden, die abhängig davon ob das Patent deutschlandweit, europaweit oder weltweit gelten soll, schnell im fünfstelligen Bereich liegen.

Aus dem Bereich der Medizintechnik weiß ich, dass häufig bspw. Ärzte Ideen haben und diese den entsprechenden Firmen anbieten. Nachdem diese Idee vorgetragen wurde und das Unternehmen Interesse hat, wird verhandelt. Meist einigt man sich auf einen gewissen Betrag. Am besten ist es für einen jedoch, wenn man eine prozentuale Beteiligung an den verkauften Produkten erhandeln kann. Somit bekommt man nicht einmal einen festen Betrag überwiesen, sondern kann jeden Monat freudig auf sein Konto gucken.

Im Verhältnis zur Automobilindustrie, handelt es sich bei Medizinprodukteherstellern in der Regel um deutlich kleinere Unternehmen. Daher wird es vermutlich schwieriger sein, seine Idee den richtigen Leuten vortragen zu können und auch bei Verhandlungen hat man es schwieriger. Trotzdem hoffe ich etwas geholfen zu haben.

Baluba
Geschrieben

naja wenn ich den Entwurf für meine Idee auf dem Computer dokumentiere und diese Dokumente auch einem Anwalt zukommen lassen sobald ich die Idee präsentiere, dann wird das schon irgendwie als geistiges Eigentum geschützt sein. Oder irre ich mich?

Natürlich wird man auch belegen müssen dass man sein Projekt genau so bei Firma XYZ vorgestellt hat, vielleicht wenn man nen Notar o.ä. mitnimmt?

master_p
Geschrieben

Es gibt halt "normale" Firmen, die sich die Idee anhören und vielleicht vermarkten wollen mit Deinem prozentualen Anteil. Aber genauso gibt es Firmen, die schon bei der Ankündigung einen Anwalt oder Notar zur Präsentation mitzuschicken ablehnen würden. Teilweise hat man wirklich den Eindruck einige Firmen hören sich alles an, ohne auch nur eine Minute darüber nachzudenken, das "Produkt" zu kaufen, sondern immer nur mit dem Hintergedanken, das selbst zu machen. Bei einem richtigen Produkt, welches hergestellt wurde, ist das sicherlich schwierig. Wenn man aber Software oder aber Geschäftsmodelle oder Export- und Verkaufsstrategien an die Unternehmen verkaufen will, dann ist man ganz schnell an eine solche Firma geraten. Und dann nachzuweisen, dass das Unternehmen die Idee von Dir geklaut hat? Nahezu unmöglich und wenn man's drauf anlegt, dann kannst Du schonmal für die nächsten 10 Jahre Dein Gehalt direkt an Deinen Anwalt überweisen, denn so einen Rechtsstreit gewinnt man nicht in ein paar Monaten.

Wenn man nicht gerade ein fertiges, richtiges Produkt hat, dann ist es eine Gradwanderung, an "gute" Firmen heranzukommen, die sich auch wirklich für die Idee interessieren. Leider kann man das nicht wirklich an etwas festmachen, wie man solche Unternehmen erkennt. Aus Erfahrung eines sehr guten Freundes, der sowas hauptberuflich macht weiß ich, dass es sowohl sehr große Unternehmen gibt, wo sowas passiert als auch kleinere. Man kann nur versuchen mit möglichst vielen Firmen zur selben Zeit zu arbeiten. Dann kann man in der Präsentation sagen "Unternehmen XY hat dies ebenfalls vorgestellt bekommen und war sehr interessiert an einer Zusammenarbeit/am Produkt. Allerdings verkaufe ich nur exklusiv. Sollte also Unternehmen XY sich zeitnah entscheiden, muss ich mein Angebot leider hier zurückziehen. Unternehmen XY hat vor damit bis >möglichst nicht zu langen Zeitraum< an den Markt zu gehen.". Das setzt Unternehmen schon eher unter Druck vor dem Konkurrent damit auf den Markt zu kommen. Aber sollte es um eine (Geschäfts-)Idee gehen, dann wird die Quote zwischen Idee und Verkauf und "Klau" eher so bei 20:1:1 liegen - spricht von 20 (Deiner Meinung nach) guten Ideen wirst Du für eine wirklich Geld sehen und 1 davon werden ohne Dich umgesetzt.

chip
Geschrieben

Ich denke, dass Thema kannst Du fast vergessen weil es doch sehr schwer zu packen und umzusetzen ist. Selbst wenn die Idee genial ist, wie willst Du sicherstellen, dass Deine Idee im besten Fall auch honoriert wird? Es wäre doch ein leichtes zu sagen wir haben kein Interesse und dann später intern doch die Idee aufzugreifen und (leicht abgeändert) umzusetzen.

Dann ist noch die Frage was für ein Unternehmen meinst Du denn? Dienstleistung oder verarbeitendes Gewerbe? Bei letzterem müßte man schon fundierte Kentnisse der internas haben um wirklich eine praktikable Idee anzubieten. Häufig gibt es aber hierzu grade in größeren Unternehmen schon ein betriebliches Vorschlagswesen. Viele Ideen oder Vorschläge werden hier heute gemacht um Kosten zu senken oder Arbeitsprozesse zu optimieren und nicht unbedingt um das Rad neu zu erfinden.

Ich sehe noch die beste Chance darin etwas selbst zu praktizieren und das dann an eine größere Firma zu verkaufen bzw. von dieser aufkaufen zu lassen. Hierzu müßtest Du aber erstmal in Vorlage treten und selbst beweisen, dass es klappt oder das das Produkt bzw. die Idee erfolgreich ist.

Daniel J.
Geschrieben

Mal eine andere Frage. Angenommen ich habe eine gute Geschäftsidee und möchte diese umsetzten. Aus Kapitalmangel wende ich mich noch bevor ich die Firma gründe an einen Investor, wie vermeide ich bzw. ist es überhaupt möglich es zu unterbinden das meine Idee geklaut wird?

TB!
Geschrieben
Mal eine andere Frage. Angenommen ich habe eine gute Geschäftsidee und möchte diese umsetzten. Aus Kapitalmangel wende ich mich noch bevor ich die Firma gründe an einen Investor, wie vermeide ich bzw. ist es überhaupt möglich es zu unterbinden das meine Idee geklaut wird?

Die ganzen Fragen in diesem Thread kommen mir ziemlich ... vorsichtig formuliert ... uninformiert vor. Ähem .. wenn jemand schon meint, in einem AUTO-Forum solche Fragen stellen zu müssen, lässt das auf gewisse Defizite schließen. Als Startpunkt: Jede vernünftige Uni bietet einen Existenzgründer-Service an, der auch Zugang zu Venture-Kapital-Gebern vermittelt.

@StepAhead: Guter Beitrag ... :-)

Daniel J.
Geschrieben

Ich habe nicht gefragt wie man an VC´s ran kommt sondern wie man sich davor schützt das man über den Tisch gezogen wird. Geheimhaltungsvereinbarung ist mir schon ein Begriff aber ich müsste wohl dann hinterher nachweißen das man mir die Idee geklaut hat?

Ist das ein Risiko um das man nicht herum kommt??!

Astra_GT
Geschrieben
Die ganzen Fragen in diesem Thread kommen mir ziemlich ... vorsichtig formuliert ... uninformiert vor. Ähem .. wenn jemand schon meint, in einem AUTO-Forum solche Fragen stellen zu müssen, lässt das auf gewisse Defizite schließen. Als Startpunkt: Jede vernünftige Uni bietet einen Existenzgründer-Service an, der auch Zugang zu Venture-Kapital-Gebern vermittelt.

Bei diesen Existenzgründer-Beratern, die Existenzgründung oft nur aus der Theorie kennen, findet sich so viel Inkompetenz, dass ich denen keinen Vertrauen schenke und davon abgesehen lohnt es sich nicht, diese Leute ein zweites Mal zu konsultieren.

Wenn man einen Klamottenladen oder ein Blumengeschäft aufmachen möchte, können die einem vielleicht etwas weiterhelfen, aber mit Innovation sind auch viele Existenzgründer an Universitäten (obwohl es ja nicht so sein sollte) überfordert.

Da frage ich lieber in einem Autoforum etwas naiv. Nicht im Opelforum, nein, sondern hier bei carpassion.com, wo es vor erfolgreichen Unternehmern nur so wimmelt.

Danke für Eure Antworten, einige waren schon hilfreich. Weitere Anregungen zum Thema immer willkommen.

K-L-M
Geschrieben

Ich frage mich immer warum ein Existenzgründer-Berater nicht selber ein erfolgreicher Unternehmer ist ?

Beratung sollte man nur von jemandem annehmen der es auch tatsächlich erfolgreich vorgemacht hat.

Jonny
Geschrieben
Die ganzen Fragen in diesem Thread kommen mir ziemlich ... vorsichtig formuliert ... uninformiert vor. Ähem .. wenn jemand schon meint, in einem AUTO-Forum solche Fragen stellen zu müssen, lässt das auf gewisse Defizite schließen. Als Startpunkt: Jede vernünftige Uni bietet einen Existenzgründer-Service an, der auch Zugang zu Venture-Kapital-Gebern vermittelt.

@StepAhead: Guter Beitrag ... :-)

Sehe ich genau anders rum. Ein Forum in dem sich viele Ferrari, Lamborghini, Porsche etc. Besitzer tummeln ist auch ein Forum mit vielen erfolgreichen Unternehmern (könnte man schließen). Insofern, warum nicht dort Informationen einholen.

Edit: @Astra: Sorry, hattest du auch schon gepostet...

chip
Geschrieben

Ich denke KLM hat es auf den Punkt gebracht. :-))!

Das Thema ist ganz nebenbei so wie es sich hier darstellt einfach zu abstrakt

und viel zu sehr auf den möglichen Einzelfall bezogen als das man hier pauschal fundierte

Tips geben könnte.

trice
Geschrieben
Ich frage mich immer warum ein Existenzgründer-Berater nicht selber ein erfolgreicher Unternehmer ist ?

Beratung sollte man nur von jemandem annehmen der es auch tatsächlich erfolgreich vorgemacht hat.

Das frage ich mich bei Unternehmensberatern auch immer ;-)...

Turbonet!c
Geschrieben

Das ist doch klar, sie sind so selbstlos und fühlen sich dazu berufen anderen bei der Existenzgründung zu unterstützen :D sorry für OT

Gast
Geschrieben
Das frage ich mich bei Unternehmensberatern auch immer ;-)...

Die haben doch ein sehr erfolgreiches und lukratives eigenes Unternehmen (zumindest die Partner)...wo ist dein Problem? *grin*

tomekkk
Geschrieben
Ich frage mich immer warum ein Existenzgründer-Berater nicht selber ein erfolgreicher Unternehmer ist ?

Beratung sollte man nur von jemandem annehmen der es auch tatsächlich erfolgreich vorgemacht hat.

Weil er das Risiko, und die damit verbundenen zwingend langen Arbeitszeiten gescheut hat?

M. Raines
Geschrieben
Weil er das Risiko, und die damit verbundenen zwingend langen Arbeitszeiten gescheut hat?

Das ist doch der Knackpunkt! Hin und wieder muss man Risiken eingehen um erfolgreich zu sein.

Unternehmensberater finde ich überdies gar nicht so verkehrt. Durch sie bekommt man das Feedback eines Aussenstehenden. Bei Betriebsblindheit ist das nicht zu unterschätzen.

trice
Geschrieben
Das ist doch der Knackpunkt! Hin und wieder muss man Risiken eingehen um erfolgreich zu sein.

Unternehmensberater finde ich überdies gar nicht so verkehrt. Durch sie bekommt man das Feedback eines Aussenstehenden. Bei Betriebsblindheit ist das nicht zu unterschätzen.

Wenn es denn weiterführende Feedbacks gibt...

Meine Erfahrungen decken sich eher mit folgender Anekdote:

Es war einmal ein Schäfer, der in einer einsamen Gegend seine Schafe hütete. Plötzlich tauchte in einer großen Staubwolke ein nagelneuer Jeep Cherokee auf und hielt direkt neben ihm.

Der Fahrer des Jeeps, ein junger Mann im Armani Anzug, Cerruti Schuhen, Ray Ban Sonnenbrille und einer YSL Krawatte stieg aus und fragte ihn:

"Wenn ich errate, wie viele Schafe Sie haben, bekomme ich dann eins?"

Der Schäfer schaute den jungen Mann an, dann seine friedlich grasenden Schafe, und sagte ruhig "In Ordnung". Der junge Mann parkte den Jeep, verband sein Notebook mit dem Handy, ging im Internet auf eine NASA-Seite, scannte die Gegend mit Hilfe seines GPS Satellitennavigationssystems, öffnete eine Datenbank und 60 Excel-Tabellen mit einer Unmenge Formeln. Schliesslich druckte er einen 150-seitigen Bericht auf seinem Hi-Tech Minidrucker, drehte sich zu dem Schäfer um und sagte:

"Sie haben hier exakt 1586 Schafe."

Der Schäfer sagte: "Das ist richtig, suchen Sie sich ein Schaf aus."

Der junge Mann nahm ein Tier und lud es in den Jeep ein. Der Schäfer schaute ihm dabei zu und sagte schließlich: "Wenn ich Ihren Beruf errate, geben Sie mir das Tier dann zurück?"

Der junge Mann antwortete: "Klar, warum nicht."

Der Schäfer sagte daraufhin: "Sie sind ein Unternehmensberater."

"Das ist richtig, woher wissen Sie das?" wollte der junge Mann verblüfft wissen.

"Sehr einfach" sagte der Schäfer,

"Erstens kommen Sie hierher, obwohl Sie niemand hergerufen hat, zweitens wollen Sie Bezahlung dafür haben, dass Sie mir etwas sagen, was ich ohnehin schon weiß, und drittens haben Sie keine Ahnung von dem, was ich mache.

Und jetzt geben Sie mir den Schäferhund zurück."

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