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Gast amc

Wie innovativ ist BMW?

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Gast amc
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Am 6.8.2019 um 13:31 schrieb biturbo i:

Leider ja, aber da befinden sie sich mit BMW und Mercedes ja in guter Gesellschaft, die auch noch nur ein Schatten Ihrer selbst sind. Die letzten innovativen Fahrzeuge von Audi waren der erste TT sowie der A2

Nanana, da muss man schon unterscheiden. In Bezug auf das Design kann man das stehen lassen, ja.

 

In Bezug auf die Technik - und vor allem dort ist Audi ja seit 10 Jahren ein Totalausfall - stimmt der Vergleich aber kein Stück. Bei BMW muss ich da noch nichtmal zum i3 greifen der ohne Zweifel soviel Innovation in einem Serienfahrzeug auf einmal gebracht hat wie das letzte Mal vielleicht bei einem Citroen DS. Bedauerlicherweise nicht beim Design.

 

P.S.: Der TT war nur gestalterisch sehr schön, technisch aber nichts anderes als ein Golf-Derivat, an Belanglosigkeit kaum zu überbieten. Technisch Innovation war da keine.

 

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biturbo i
Geschrieben

Ist doch traurig, wenn man bei BMW zuerst an den i3 denken muss, der sicherlich kein schlechtes Auto ist.

Gast amc
Geschrieben (bearbeitet)

Ich muss bei BMW nicht zuerst an den i3 denken, dafür sorgt schon das Angebot für einen Kundensportrennwagen das ich heute bekam (irritierenderweise). Wenn es um Innovation und BMW geht, dann muss ich zuerst an den i3 denken. Und das finde ich nicht traurig, sondern eigentlich gut - wenn der Hauptinnovationsträger mal nicht Reichenspielzeug oder eine Kleinserie für Sammlergaragen, sondern ein Großserien-Alltagsfahrzeug das zumindest für den Mittelstand bezahlbar ist. 

 

Klar finde ich es ganz nett wenn in meinem gut 6 Jahre alten M5 ein Motor steckt der die Vorlage für die Hot-V V8 bildete den heute fast alle bauen. Schöne Geschichte wenn man mal einen stolzen Panamera- oder AMG Fahrer ein wenig pieksen will. Aber so rundrum alles neu bis hin zu den Fertigungsverfahren und Materialien, das hat man wirklich alle paar Jahrzehnte einmal. 

 

Um den Bogen zum Thema zurück zu schlagen: Ab und zu muß ein Autohersteller mal etwas wirklich Besonderes bauen. Damit er das kann muss er in der Basis Material dafür haben. Wer da seit Jahren lediglich "Me-too"-Produkte auf den Markt wirft tut sich damit schwer. Etwas ähnlich Ikonisches wie ein Sport Quattro oder auch ein A2 wird man von Audi auch weiterhin nicht so schnell sehen, aber vielleicht mit dünner Tünche über Porsche-Komponenten. Es sind auch die einzigen Audis die ich mir in einem potentiellen Fuhrpark vorstellen könnte. Nicht unbedingt um damit zu fahren, sondern für das was sie repräsentieren.

 

bearbeitet von amc
biturbo i
Geschrieben (bearbeitet)

@amc Jetzt setze doch mal Deine BMW-Brille ab, so wie ich meine Audi-Brille. Die drei Premiumhersteller Mercedes, BMW und Audi bieten doch mittlerweile alle denselben Einheitsbrei an und am Ende bestimmt doch nur die entsprechende familiäre Prägung, für welches Produkt man sich entscheidet. Hier kupfert doch jeder nur noch vom anderen ab. Bringt der eine einen pfurzenden Auspuff und verchromte Auspuffblenden heraus, muss der andere dies auf seine Art natürlich auch tun. Es ist einfach alles bis hoch zur Konzernspitze austauschbar geworden. Da wechselt ein Herbert Diess von einem Tag auf den anderen von BMW zu VW und wird auf einmal zum glühenden Verfechter der VW-Ideologie und redet der Politik nach dem Mund um nicht negativ anzuecken, statt eine eigene Meinung zu vertreten. Bei einem Kaufmann könnte ich dies ja noch verstehen, aber bei einem Ingenieur stellen sich da bei mir die Nackenhaare auf. 

 

Und das mit dem Panamera- oder AMG-Fahrer pieksen, passt vermutlich besser in ein entsprechendes Markenforum. 

bearbeitet von biturbo i
Gast amc
Geschrieben

@biturbo i: Nein, das sehe ich anders. Was die Vorstände betrifft kann das schon sein, bei den Produkten ist das was Du beschreibst nur auf einer so hohen Flughöhe wahr daß es dann auch nicht mehr relevant ist. Die Unterschiede sind dann doch gravierend, ein Audi fährt und bedient sich ganz anders als ein BMW oder Mercedes, auch die Motorenangebote sind doch sehr unterschiedlich. Jedenfalls wenn man die Wagen fährt. Ganz zu zu schweigen von der Abgasreinigung die bei Audi scheinbar viele Jahre ehr aus- als eingeschaltet war. Und es fällt auf daß bei Audi seit mindestens einem Jahrzehnt technisch nichts mehr passiert was der Wettbewerb nicht früher gehabt hätte. Sie leben vom Image und davon daß die Klientel für die 3 Dienstwagenleasingjahre zufrieden ihre Kilometer abspult. Und in den letzten Jahren im Flottengeschäft gern auch mit Extremrabatten. 

 

hugoservatius
Geschrieben (bearbeitet)

amc, laß es doch einfach.

Vom Mythos BMW ist nichts mehr übrig, die Autos sind weder besser, noch schlechter, noch schöner als jeder Audi oder Mercedes.

Massenware, komplett uninteressant.

 

Früher gab es M635 csi, M5, Z1, den ersten 750 iL, alles aus und vorbei.

Jeder Insignia hat ein besseres Design.

 

Ernüchternde Grüße, Hugo.

bearbeitet von hugoservatius
erictrav
Geschrieben

BMW stand früher für Freude am Fahren, jetzt werben sie mit selbst öffnenden Kofferräumen. 😭

Die Eleganz ist mit dem E38 gegangen, technisch haben sie jetzt sogar Vorderradantrieb und französische Motoren. Da fahr ich lieber gleich Golf.

Jamarico
Geschrieben

Ich bin beileibe kein Freund der Marke BMW. Aber dennoch muss ich anerkennen, dass BMW bezüglich technischer Innovationskraft doch eine Nasenlänge vor den Deutschen Hauptkontrahenten liegt.

BMW hat beispielsweise schon früh in die seriennahe Produktion von kohlefaserverstärkten Verbundmaterialien investiert und bereits vor Jahren mit dem i8 (i3) ein zukunftsweisendes Fahrzeug auf den Markt gebracht, welches die anderen Hersteller unter gleichen ökonomischen Bedingungen nicht zu bauen imstande wären.

 

Auch in punkto autonomes Fahren sehe ich BMW in einer führenden Position.

 

...sich wieder zurückziehende und vom XJ-SC träumende Grüsse 

Jamarico

planktom
Geschrieben
vor 11 Stunden schrieb amc:

Und es fällt auf daß bei Audi seit mindestens einem Jahrzehnt technisch nichts mehr passiert was der Wettbewerb nicht früher gehabt hätte.

 

vor 2 Stunden schrieb Jamarico:

Ich bin beileibe kein Freund der Marke BMW. Aber dennoch muss ich anerkennen, dass BMW bezüglich technischer Innovationskraft doch eine Nasenlänge vor den Deutschen Hauptkontrahenten liegt.

jepp Abgasmanipulationstechnisch war BMW ja wohl der Vorreiter.... die hatten das schon im jahr 2000 drauf.:-o ... wurden erwischt,haben nachgebessert und keine sau hats mehr interessiert...

eigentlich ist es ja kein wunder wenn die Hersteller selbst alle auf die gleichen Zulieferer zurückgreifen,dass sich die Autos immer ähnlicher werden was Innovationen ,Ausstattungen etc. betrifft . auch gehäuft auftredende mängel sind aktuell doch über alle marken weg die gleichen

erictrav
Geschrieben

Es sind bei den Zulieferern vor allem auch die Entwicklungsdienstleister.

Was wird denn noch groß inhouse entwickelt? Da wird doch nur der Rahmen fixiert. 

JazP
Geschrieben (bearbeitet)

Der Abgasskandal hat sehr gut gezeigt, wie viel Individualität wert ist. Stellt Euch einen Moment lang vor, es gäbe tatsächlich einen deutschen Hersteller, der keine illegale Manipulation an seinen Dieselmotoren vorgenommen hat. Der seine Abgasnachbehandlung nicht nur auf dem Prüfstand eingeschaltet hat, sondern damit auch auf der Straße reinigt. Was sollte Eurer Meinung nach passieren, wenn mit einem Mal zutage tritt, dass er damit der Einzige ist? Dass alle anderen Hersteller lieber betrügen? Und zwar nicht, weil ihnen das KnowHow fehlt oder sie es nicht besser wüssten. Sondern einfach aus Profitsucht!

 

Man sollte erwarten, dass der fair spielende Hersteller einen massiven Imagegewinn einfahren müsste. Aber weit gefehlt! Stattdessen wird er mit allen anderen über einen Kamm geschert! Es kommen Aussagen wie: "Ach, die Schummeln doch eh alle!" Meist wird dann nachgeschoben, jeder wisse doch, dass die Verbrauchswerte(!) aus dem Katalog nicht stimmen! (Beim Abgasskandal ging es bekanntlich nicht um Verbrauchswerte (CO2), sondern um Emissionen (hier NOx)). Auf kritische Nachfrage werden dann gerne noch Ermittlungen wegen Kartellverstöße o.ä. angeführt und auf magische Weise verschwimmt alles irgendwie zu einer riesigen Masse. Und das selbst hier im Forum, wo offenkundig autoaffine Menschen diskutieren!

 

Das Groteske ist: BMW hatte kaum eine Möglichkeit, einen positiven Nutzen aus der Situation zu ziehen! Es wäre immer auf Kosten der Wettbewerber gegangen. Und dort sowie bei deren Kunden hätte man sich keine Freunde gemacht. Am Ende wäre es ökonomisch vielleicht sogar besser gewesen, wenn sie beim Betrug mitgemacht hätten. Womit wir wieder beim Einheitsbrei wären, der hier ja angeprangert wird.

 

 

Und wenn ich dann noch lese, man solle bitte nicht mit dem i3 als Beispiel ankommen... Da ist ein Konzept mutig und innovativ, geradezu ein Paradebeispiel! Aber trotzdem soll man in einer Diskussion, die genau diesen Schwerpunkt hat, dieses bitte nicht nennen. Ach so.

bearbeitet von JazP
Gast amc
Geschrieben
vor 19 Stunden schrieb hugoservatius:

Vom Mythos BMW ist nichts mehr übrig, die Autos sind weder besser, noch schlechter, noch schöner als jeder Audi oder Mercedes.

In Bezug auf die Technik ist das reine Unkenntnis Deinerseits. Was das "schöner" angeht, nein in der Tat leider nicht.

hugoservatius
Geschrieben
vor 12 Stunden schrieb amc:

In Bezug auf die Technik ist das reine Unkenntnis Deinerseits.

s-l300.jpg.daf119d7522fc75e48b2ea6a4d4012ac.jpg

 

Grüße aus dem Brillenladen, Hugo Fielmann.

 

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hugoservatius
Geschrieben
Am 7.8.2019 um 00:19 schrieb hugoservatius:

Vom Mythos BMW ist nichts mehr übrig, die Autos sind weder besser, noch schlechter, noch schöner als jeder Audi oder Mercedes.

 

Ich muß Abbitte tun, ganz in Ehrlickkeit!

 

Gestern Vormittag hatte ich einen car2Go, ein offensichtlich ganz neues Modell der Mecedes A-Klasse, das Armaturenbrett war ein Bildschirm in der Dimension einer Schiffsplanke, auf dem das statt fand, was man beim Urquattro noch zärtlich Mäusekino nannte, hier in der Computerspielvariante für Vierzehnjährige, bunt, scheußlich und völlig unübersichtlich.

Auch die Bedienung der Aircondition war eine Katastrophe.

Dazu überall auf Carbon gequältes Plastik und ein "Leder", gegen das das alte "MB-Tex" aus dem W123-Taxi hochwetig, geschmeidig und atmungsaktiv war...

Dazu ein unharmonisch aufjaulender Dieselmotor und der unsägliche Automatic-Bedienhebel am Lenkrad, wie im Opel Kapitän früher!

 

Nachmittags dann ein 1er-BMW von Drive Now, Kunststoff, der wie Aluminium aussah, ein normales Armaturenbrett mit richtigen Zeigern wie bei meiner Wanduhr, sinnvolle Bedienung, ein feiner, geschmeidiger Vierzylinder?-Benziner, das Auto fuhr bestens und sah auch nicht ganz so bildungsfern gestaltet aus wie der Mercedes. Nur das "Leder" war genauso schrecklich und der wenigstens auf der Mittelkonsole positionierte Automaticwählhebel erinnerte mich an ein hochtechnisiertes Sexspielzeug...

 

Also, ganz im Ernst, zwischen dem Mercedes und dem BMW lagen Welten, auch wenn beide weiß waren...

 

Sich korrigierende Grüße, Hugo.

Nick83
Geschrieben

So eine A-Klasse ist eben etwas für Leute die mit der Zeit gehen. Diejenigen die aber immer noch den Zeiten von W123 und Co hinterher trauern, haben die Entwicklung verschlafen ( wurde in einem anderen Thread nicht darüber diskutiert, dass MB technisch hinterher hinkt?) und werden von technischen Neuerungen wohl niemals überzeugt werden können. 

 

Der neue 1er, welcher demnächst auf den Markt kommt, wird sich auch gänzlich vom jetzigen Modell unterscheiden und demnach auch erstmal überzeugen müssen. 

 

Übrigens die Mittelkonsole im 1er ist billigstes Hartplastik und eines Fahrzeugs in dieser Preisregion absolut nicht gerecht.

Sailor
Geschrieben
Am 7.8.2019 um 06:52 schrieb Jamarico:

I

 

Auch in punkto autonomes Fahren sehe ich BMW in einer führenden Position.

 

...sich wieder zurückziehende und vom XJ-SC träumende Grüsse 

Jamarico

 

 

BMW - aus Freude am Mitfahren

 

Ich habe gelernt, daß jetzt beim Dreier die hintere Sitzlehne elektrisch umgelegt werden.

Ich hoffe doch, daß mir als Raucher der Aschenbecher gereicht wird, oder muß man das extra abonnieren?

Jamarico
Geschrieben
vor 54 Minuten schrieb Sailor:

Ich hoffe doch, daß mir als Raucher der Aschenbecher gereicht wird, oder muß man das extra abonnieren?

...ich würde ganz einfach mit dem Rauchen aufhören. So gehen derartige Hoffnungen am Ende nicht in Rauch auf 😉

Gast amc
Geschrieben
vor 7 Stunden schrieb hugoservatius:

Nachmittags dann ein 1er-BMW von Drive Now, Kunststoff, der wie Aluminium aussah, ein normales Armaturenbrett mit richtigen Zeigern wie bei meiner Wanduhr, sinnvolle Bedienung, ein feiner, geschmeidiger Vierzylinder?-Benziner, das Auto fuhr bestens und sah auch nicht ganz so bildungsfern gestaltet aus wie der Mercedes.

Vermutlich der Dreizylinder, ein inzwischen sehr gelungener Motor. Drehfreudig, angenehmes Laufgeräusch und ohne künstliche Turbopupse.

 

Was das Thema angeht:

 

Ich habe regelmäßig den Vergleich (fahren, aber auch Teile oder mal einen Rohbau anschauen), die Unterschiede zwischen den Marken sind deutlich - egal wie man das wertet. Nicht bei allen Modellvarianten so ausgeprägt wie bei 1er vs. A-Klasse, aber doch deutlich. Die A-Klasse Derivate finde ich übrigens noch schlimmer.

 

Das aktuelle E Klasse Coupé (!) ist - z.B. in Dunkelgrün - aber ein ansehnliches Auto. Innen für meinen Geschmack etwas zu viel Schminke, aber sei's drum.

 

Ein M2 Competition ist sicher nicht "your cup of tea", aber - in anderer Weise als der i3 - ein echtes Unikat auf dem Markt. Uneingeschränkt tracktauglich ohne Keramikbremsen-Chichi. Handschaltung wenn man will, keine besonderen Mätzchen, pur auf Fahren ausgelegt und - inzwischen - auch ohne pubertäres Herumgetröte in der Innenstadt. 4 echte Sitzplätze, ein Kofferraum. Und in weniger extremer Weise gilt das auch für die normaleren 2er Coupés. Soll ich mich über die Existenz eines Megagrill X5 und eines besonders fiesen 2er Active Tourer ärgern oder über die Existenz eines 2er Coupés freuen? Ich entscheide mich da für Letzteres. 

 

hugoservatius
Geschrieben
vor 17 Stunden schrieb Nick83:

So eine A-Klasse ist eben etwas für Leute die mit der Zeit gehen. Diejenigen die aber immer noch den Zeiten von W123 und Co hinterher trauern, haben die Entwicklung verschlafen.

(...)

 

Übrigens die Mittelkonsole im 1er ist billigstes Hartplastik und eines Fahrzeugs in dieser Preisregion absolut nicht gerecht.

 

Wenn dieses Gefährt mit der Frontgestaltung, die, wie Niklas Maak in der FAZ so treffend schrieb, stets an einen depressiven Tapir erinnert und dessen Gesamtgestaltung vor allem die Rezeption der Form durch bildungsferne Schichten im Sinn hat, „etwas ist für Leute, die mit der Zeit gehen“, dann bleibe ich auf der Stelle stehen!

Da will ich nicht mitkommen!

 

Ich habe noch nie von einem Mercedes geträumt, wenn ich Mercedes fahren möchte, dann lasse ich mir ein Taxi rufen, aber man muß konzedieren, daß gerade der W124 und der zugehörige „Baby-Benz“ damals wie heute Meisterwerke der Formgestaltung waren, an deren gestalterische Qualität nur ganz wenige Mercedesse davor und keiner danach heran kam.

 

Ja, und daß in beiden Autos alles aus Plastik ist, habe ich durchaus registriert, aber mir ist Plastik, was so tut, als wäre es Aluminium, dann lieber als solches, was so tut, als wäre es Sichtcarbon...

 

in in diesem Fall tatsächlich blauweiße Grüße, Hugo.

Nick83
Geschrieben (bearbeitet)

Lieber Hugo dann muss ich mich jetzt wohl outen. Ich war jahrelanger BMW Fahrer und habe auf die Marke geschworen. Die seidenweichen Reihensechszylinder, der sehr fahraktive Heckantrieb, diese knackigen Schaltgetriebe. All diese Attribute ließen bei mir die viel beworbene ‚Freude am Fahren‘ aufkommen.

 

Aber wo ging die Reise hin...

 

Dreizylinder haben Einzug gehalten, genau wie der Frontantrieb. Dinge, die früher in einem BMW unvorstellbar waren. Eines der Markenzeichen, der Sechszylinder Sauger, wurde schon lange aus dem Programm gestrichen. 

 

Mittlerweile haben die Modelle fast durchweg digitale Cockpits mit einer, meiner Meinung nach, sehr merkwürdigen Gestaltung.

 

Die Dinge, für die ich die Marke mal geliebt habe, sind nicht mehr existent.

 

 

Auf der Suche nach einem kompakten Alltagsauto bin ich letztes Jahr auf die neue A Klasse gestoßen. Ich fahre zu 95% alleine in diesem Auto, daher reicht mir das Fahrzeug völlig. Und ich muss sagen, dass ich mit dem Auto sehr zufrieden bin. Platz und Komfort ist ausreichend vorhanden. Der kleine (Renault) Diesel macht einen sehr guten Job. Ist akustisch nie besonders im Vordergrund und generiert, auf seine Größe bezogen, ausreichend Leistung. Am glücklichsten macht mich die Verbrauchsanzeige. Diese steht bei sehr ruhiger Fahrweise unter 4 Liter.

 

Auch mit dem Digitalcockpit konnte ich mich binnen kürzester Zeit anfreuden. Ist es für mich doch sehr innovativ und ich kenne mittlerweile alle...

für mich wichtigen Funktionen. Klar ist da auch eine Menge Spielerei dabei. Aber das weckt halt das Kind in mir😊😊.

 

Ob ich nun, aufgrund des Designs, zu einer bildungsfernen Schicht gehöre, kannst du ja vielleicht mal bei persönlichen Treffen herausfinden. Ich selbst würde mich wohl eher nicht dazu zählen. Aber da denkt wohl jeder Mensch anders.

 

von der neuen A Klasse Mittlerweile begeisterte Grüße Nick 😉

bearbeitet von Nick83
RMousavian
Geschrieben

Bei mir ist es umgekehrt - extrem bildungsfern, aber mit ner A Klasse kann ich nichts anfangen. Megadichotomie!

Gast amc
Geschrieben
vor 5 Stunden schrieb Nick83:

Lieber Hugo dann muss ich mich jetzt wohl outen. Ich war jahrelanger BMW Fahrer und habe auf die Marke geschworen. Die seidenweichen Reihensechszylinder, der sehr fahraktive Heckantrieb, diese knackigen Schaltgetriebe. All diese Attribute ließen bei mir die viel beworbene ‚Freude am Fahren‘ aufkommen.

 

Aber wo ging die Reise hin...

 

Dreizylinder haben Einzug gehalten, genau wie der Frontantrieb. Dinge, die früher in einem BMW unvorstellbar waren. Eines der Markenzeichen, der Sechszylinder Sauger, wurde schon lange aus dem Programm gestrichen. 

 

Wenn Du nicht gerade darauf bestehst einen neuen 1er zu bestellen, bekommst Du doch Heckantrieb. Wenn Du etwas relativ Kleines möchtest, nimmst Du einfach ein 2er Coupé. Den Sechszylinder Sauger bekommst Du nirgends mehr, außer bei 2-3 Fahrzeugen bei Porsche im sechsstelligen Bereich, und mit viel Strippenziehen um einen kaufen zu dürfen. Du bekommst aber immer noch einen tollen Reihensechser. Und auch eine Handschaltung. Ja, mit Sechszylinder nur im M2. 60.000 mit Navi und allem was man braucht, das hat man auch für eine Tröten-A-Klasse schnell hingelegt wenn man mit dem Blingbling nicht aufpasst.

 

Jedenfalls alles kein Grund komplett zu kapitulieren und eine A-Klasse mit Frontantrieb und Mini-Diesel zu wählen. Du kannst das ja machen, aber nicht mit dem Argument daß BMW Dir ja Deine geliebten Features nicht mehr verkauft. Tatsächlich bekommst Du im 2er auch unterhalb des M2 optional wieder eine Differentialsperre, wie zu E36 Zeiten.

 

Und auf den Dreizylinder lasse ich nichts kommen. Hast Du ihn denn mal ausprobiert? Ich fand den bisher schon nicht schlecht und hätte ihn vielen Vierzylindern vorgezogen. Die neuste Fassung (die M1-Variante) hat mich ziemlich beeindruckt, dreht bis 7000, maximale Leistung bei 4500-6500 Touren, das macht Spaß handgeschaltet zu fahren.

 

 

 

806
Geschrieben

Welche Felder der Innovation interessieren?

DESIGN

Komplettausfall bei BMW. Natürlich findet es statt, aber das Ergebnis ist grauenvoll bis unerträglich. X7 und 7er auf der nach oben offenen Häßlichkeitsskala bei 12+. Alles andere: einfallslose Zitatsammlungen aus vermeintlich glorreicher Vergangenheit. Selbst der Z4 kommt in natura merkwürdig verkantet/angeschrägt/versprungen rüber - da sind viel zu viele Linien, die einem kleinen Roadster nicht gut stehen. Dazu der Nierenwahn .... mich stößt das alles nur ab.

Innen: schreckliche Armaturen, dagegen ist ja Peugeot noch Gold. Sonstige Ausstattung: früher gab's mal den Reim "Chrom und Holz, Opels Stolz". Reimt sich nicht auf "BMW" ist aber wahr. Phantasieloses Geprotze mit Rähmchen, Rippchen, Leistchen und Lämpchen. Beeindruckt sicher neureiche Chinesen ...

TECHNIK

NULL Innovation. Elektro komplett verpennt, alles "i" ist singulär geblieben und verschwindet in der Versenkung. Bis was Brauchbares kommt, dauert's noch mindestens zwei lange Jahre. Erschütterndes Video von "Bloch erklärt": Der Tesla Model 3 ist bis auf die warme Bremse besser als ein vergleichbar teurer 330i. Ein Faustschlag aufs Kinn in München. Mühsam wird was von "noch kommunikativerer Lenkung" herbeigeredet, um wenigstens den Hauch einer "Chance" vorzutäuschen. Kompletter FAIL.

Desaster in der Motorenzuverlässigkeit. Die V8-Turbos kochen ihr Zündgeschirr mit dem Turbo im "heißen V", die Vierzylinder sind mußten mühsam nach Kettenproblemen  laufen lernen und die Diesel halten kaum 100tkm, bevor die Saug/Druck-Seite völlig verkokt und die Motoren Reparaturen für mehrere tausend € erfordern. Titel wie "BMW-Fahren macht mich arm" oder Berichte z.B. bei Redhead-Zylinderkopftechnik sind ein Desaster für die Entwickler bei BMW.

Nach wie vor leben die Getriebe nicht lang (genug), um die 200-250tkm ist Feuerabend für die ach so tollen ZF-Automaten.

Fahrwerke sind zunehmend eher "hart" abgestimmt, damit wenigstens die tollen Meßwerte der ams noch etwas vor der Konkurrenz liegen. Im Alltag irrelvant, nur die Komforteinbuße bleibt. Nimmt man komfortable Abstimmungen (die es auch gibt), hat BMW keinerlei Dynamik-Vorteil (mehr).

Außer "Webanbindung" auch keine neue Idee in der "Connectivity" (wer's braucht ...). 

Ergo: ständig alter Wein in immer schlechteren neuen Schläuchen.

SERVICE/VERTRIEB

Gähn. Nix, aber auch gar nichts "Innovatives" zu erkennen. Nicht einmal Traditionspflege können sie richtig, da sind VW und Benz weit voraus. Dazu sehr teures Leasing vor allem im Vergleich zu Benzens. Abhilfe: Rabatt ohne NEde für die sonst nicht absetzbaren Modelle. Ein 7er mit weniger als 30 % ist überbezahlt, den will sonst schlicht niemand haben.

Tja, das ist zappenduster, der alte Chef wußte, warum er lieber geht, bevor er fliegt.

 

Markus

Nick83
Geschrieben

@amc mit Kapitulation hat das in keinster Weise zu tun.  Die BMW Welt hat sich ( wie viele andere Hersteller auch ) nunmal stark verändert. Ich sehe das mit einem traurigen Auge, war ich doch viele Jahre ein großer Fan dieser Marke. Dies bin ich nach wie vor, mit dem Unterschied dass ich viele Dinge nicht nachvollziehen kann und mir derzeit mehr Modelle einfallen, welche mir nicht so zusagen, wie eben früher.

 

Dass die Zeit der Saugmotoren vorbei ist, ist ja nicht nur ein Problem von BMW, sondern ein generelles. Wenn ich allerdings einen 7er BMW sehe dessen Niere so groß ist, wie ein Scheunentor, dann dreht sich mir der Magen um. Gerade dann wenn ich an den wunderschönen, sportlich-eleganten E38 denke. Daher ist meine Sichtweise zu BMW heute eine andere wie noch vor 10 Jahren.

 

Den 3 Zylinder bin ich übrigens gefahren und ja du hast Recht. Er macht einen guten Job.

 

Genauso wie das kleine Motörchen in der A Klasse. Ich habe ein kompaktes Auto gesucht, welches mich sehr sparsam ( und nicht unbedingt schnell) von A nach B bringt. Und das macht er ganz hervorragend. Vielleicht testest du ihn ja mal🤔.

 

P.S. Wenn ich einen M2 mit seinen dicken Backen sehe, geht mir immer noch das Herz auf.

 

Nicht ganz hoffnungslose Grüße, Nick😊

Thorsten0815
Geschrieben

Auch in diesem Thread fing es spannend und innovativ an. In den Werbetexten und ersten Bildern und endete in der belanglosen Durchschnittlichkeit des oberen Preissegment:

 

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