Jump to content
EUROPAS GROßE
SPORTWAGEN COMMUNITY

Bayern vs. Norddeutschland


Empfohlene Beiträge

Jetzt registrieren, um Themenwerbung zu deaktivieren »
  • Antworten 382
  • Erstellt
  • Letzte Antwort

Aktivste Mitglieder

  • RABBIT911

    64

  • F40org

    31

  • 3NZ0_660

    22

  • Toni_F355

    17

Geschrieben
Mal angenommen man hätte in jeder Stadt Arbeit und verdiene überall gleich. Was wären den z.B. in NRW die interessantesten Regionen? Also Lebensqualität hoch und Lebenshaltungskosten eher gering. Mein VWL-Prof. würde fragen: "Wo ist der Real-Lohn am höchsten?"

Münster und Bonn sind lt. Umfragen die Städte mit der höchsten Lebensqualität. Ansonsten würde ich sagen, dass kommt auf individuelle Präferenzen an.

Geschrieben

@ F40org:

Wie halten es denn die Oberbayern mit den Niederbayern und den Franken? Gibt es da ein eindeutige Hackordnung? O:-)

Ich kenne nämlich Leute aus Nürnberg, die sich immer von den Oberbayern benachteiligt fühlen. O:-)

Ein wenig so, wie die Badener gegenüber den Schwaben. Früher zumindest.

@ Felix:

Ac ist ganz gut. Ich habe aber keine wirkliche Vergleichsmöglichkeit zum Rest von NRW. Willst Du Deinen zukünftigen Standort optimieren?

Geschrieben
@ F40org:

Wie halten es denn die Oberbayern mit den Niederbayern und den Franken? Gibt es da ein eindeutige Hackordnung? O:-)

Laut unserer Definition gehören die Niederbayern und die Oberpfälzer dazu. Die Grenze ist die Donau sowie die daran grenzenden oder gelegenen Städte. Beantwortet?

Ich kenne nämlich Leute aus Nürnberg, die sich immer von den Oberbayern benachteiligt fühlen. O:-)

An was das wohl liegen mag??? :-o

Übrigens waren es vergangenes Wochenende auch wieder in erster Linie die Menschen aus der Region die mal kurzzeitig einen Ministerpräsidenten stellten, die allgemein negativ aufgefallen sind. Wobei ich hier klar sagen will, dass ich persönlich ein oder zwei Franken kenne auf das nicht zutrifft. Ausnahmen bestätigen eben die Regel.

Geschrieben

Das war v.a. noch zu Stoibers Zeiten und die meinten halt immer er würde sich nur um die Oberbayern kümmern, was mich ehrlich gesagt etwas gewundert hatte. Hab mich aber bisher auch nicht sonderlich mit bayrischer Innenpolitik beschäftigt.

Wir haben schließlich selber genug Zoff mit unserem Bahnhof zur Zeit. O:-)

Geschrieben

Der Ärger der protestantischen Franken gegenüber den katholischen Bayern herrscht doch schon seit 1806/1810, als Napoleon die fränkischen Gebiete den bayerischen Verbündeten übergab.

Wenn man etwas in dieser 200-jährigen Geschichte liest, sind heutzutage kaum noch Spannungen da, da gab es zeitweise regelrechte Feindschaften (z.B. im Deutschen Krieg 1866).

Geschrieben

Ich kann mich über den praktizierten Lokalpatriotismus hier nur amüsieren.

Klar ist München eine schöne kleine Stadt mit sehr guten Geschäften und einer beneidenswerten Nähe zu Italien, Österreich und der Schweiz.

Aber die Attraktivität einer Stadt an den Immobilienpreisen festzumachen, finde ich abwegig, spielen neben der vermeintlichen Beliebtheit der Stadt und der Region eine Menge anderer Faktoren wie Wohnungsbaupolitik, Stadtplanung und Gewerbeansiedlung eine erhebliche Rolle.

Allgemein finde ich, daß Lokalpatriotismus ein Zeichen für Engstirnigkeit ist.

Reisen bildet.

Als Hamburger liebe ich meine Heimatstadt auch, sehe aber ihre Nachteile sehr deutlich, vor allem aus der Entfernung. Hamburg ist im erweiterten Zentrum sicher die schönste Stadt Deutschlands, hat den Hafen und eine wirkliche Weltläufigkeit, ist aber andererseits sicher einer der unangenehmsten Orte der Republik, wenn man neu dort ist, niemanden kennt, keinen berühmten Namen trägt und bei Krawatten- oder Autowahl nicht ganz stilsicher ist. Und in den Süden fährt man verdammt lang.

Und der Lokalpatriotismus ist auch nicht ohne.

Allerdings nicht halb so schlimm wie in Köln, die Kölner glauben ja ernsthaft, ihre Stadt sei schön und eine Großstadt. Und der FC könne Fußball spielen.

In Berlin wiederum gibt es einen Radiosender, in dem sagen sie regelmäßig den Spruch "Der beste Sender für die beste Stadt!".

Stimmt auch beides nicht.

Dafür ist Berlin die einzige wirklich große Stadt in Deutschland, daran, wieder Großstadt zu werden, arbeiten wir noch.

Und richtig aufregen tue ich mich an allen Orten über blöde Sprüche gegenüber Menschen aus anderen Regionen und die oben zitierten "preußenfeindlichen" Sprüche bestimmter Bayern befördern schon den Gedanken, daß hohe Berge die Sichtweise begrenzen, ohne die gerne beschimpften Besucher ginge es dieser Region auch ein wenig schlechter.

Deshalb:

Mehr Gedankenfreiheit, 'mal wo anders hin fahren, weniger von sich und seinem Wohnort selbst begeistert sein.

Beste Grüße aus Preußen, Hugo.

Geschrieben
Und richtig aufregen tue ich mich an allen Orten über blöde Sprüche gegenüber Menschen aus anderen Regionen und die oben zitierten "preußenfeindlichen" Sprüche bestimmter Bayern befördern schon den Gedanken, daß hohe Berge die Sichtweise begrenzen, ohne die gerne beschimpften Besucher ginge es dieser Region auch ein wenig schlechter.

Es gibt auch genug Vorbehalte gegenüber Bayern. Vor allem in Berlin ist die Bevölkerung oft verwundert, warum ich keinen Sepperlhut und Lederhose trage, bzw. die Frauen nicht wie "Heidi" aussehen ...

Geschrieben

Haha... der ewige Kampf :D

Mehr Gedankenfreiheit, 'mal wo anders hin fahren, weniger von sich und seinem Wohnort selbst begeistert sein.

Da hast du wirklich Recht Hugo. Berufsbedingt bin ich in ganz EU unterwegs und durfte sehr viele Ecken Europas bestaunen. Aber bisher war ich am Ende immer froh wieder in Bayern zu sein. O:-)

Anzeige eBay
Geschrieben
Geschrieben

Hallo BMW-7er,

 

schau doch mal hier zum Thema Zubehör für Aus dem Alltag (Anzeige)? Eventuell gibt es dort etwas Passendes.

  • Gefällt Carpassion.com 1
Jetzt registrieren, um Themenwerbung zu deaktivieren »
Geschrieben

Hier noch einmal die Grafik zum Wohn-Index 2010: http://www.spiegel.de/flash/flash-25143.html

Vielleicht auch ganz interessant, Bevölkerungsprognose bis 2025:

bevoelkerungsentwicklung_deutschland_2006-2025.png

Im Nachbar Kreis (Höxter) kann man dabei zusehen wie manche Orte veröden und quasi aussterben. Für Leute die dort auf den Dörfern gebunden sind, wird es immer schwieriger wenn Geschäfte, Arztpraxen und Buslinien aufgegeben werden (müssen).

@Assman und CP: Danke erstmal für die Vorschläge. Aktuell muss ich noch nichts verändern, aber der Tag kommt bald. So muss ich mich nach dem 1.Staatsexamen schon für eine Region entscheiden bzw. mehrere Präferenzen angeben. Das möchte ich halt nicht willkürlich machen.

Aber das Thema "demographischer Wandel" wäre evtl. einen Extra-Thread wert.

Gruß,

Felix

Geschrieben

@ C6 Baby:

Bayern oder Amiland???

USA als Reiseland geb ich dir absolut Recht, das wars dann aber auch. Hast du dort

mal gelebt bzw. gearbeitet? ....

@ Hugo:

ich finde, du hast einen sehr guten, sachlichen Beitrag geschrieben:-))!

Als Stadt gefällt mir als "Südlander" Hamburg am besten, die Menschen dort

habe ich entgegen der Volksmeinung als sehr freundlich und offen erlebt, von

der "Hamburger Arroganz" habe ich nie was gespürt.

München ist geographisch gesehen definitiv top, ansonsten m.M. nach überbewertet.

Bayern insgesamt gefällt mir landschaftlich mit Abstand am besten!

Als Stuttgarter darf ich natürlich meine Heimatstadt nicht unerwähnt lassen:

tolle Stadt zum arbeiten, den Rest kann man getrost vergessen:(

Grüße Thomas

Geschrieben
Im Nachbar Kreis (Höxter) kann man dabei zusehen wie manche Orte veröden und quasi aussterben. Für Leute die dort auf den Dörfern gebunden sind, wird es immer schwieriger wenn Geschäfte, Arztpraxen und Buslinien aufgegeben werden (müssen).

Ja, eine sehr traurige Entwicklung, dass die Jungen abhauen (Frauen machen wohl einen großen Teil der Wegziehenden aus).

Lokalpatriotismus ist in der Not einfach nicht drin. Allerdings gebe ich auch zu das man sich hier im Süden den Lokalpatriotismus auch einfacher erlauben kann (Ich beziehe meine Aussage jetzt mal rein auf's Allgäu). Die Sorgen der Anwohner aus MVP oder Frankfurt Oder (Ich war geschockt bei meinem letzten Termin dort) möchte ich nicht haben. :(

Geschrieben

In Ba-Wü finde ich Städte wie Tübingen, Heidelberg, Freiburg deutlich reizvoller als Stuttgart. Man hat gerade in Tübingen den Flughafen ebenso nah wie in der Hauptstadt, die schönere Umgebung und Natur deutlich näher, auch eine tolle Uni und im Zweifel alles was man wirklich nicht bekommt in Stuttgart in ner halben Stunde vor der Nase. Leider sind die Wohnungspreise dort auch entsprechend hoch, aber das wäre vor der Landeshauptstadt meine Präferenz. Oder Freiburg, ist halt traumhaft die Lage da unten!

München ist preislich aktuell überbewertet. Aber warum? Es gibt hier einfach zu wenig Wohnraum und das wird auch noch eine Weile so bleiben, es wird auch noch etliche Jahre andauern bis niemand mehr nach München will (wenn es überhaupt soweit kommt) einfach aus wirtschaftlichen Gesichtspunkten (Jobs) und aufgrund der Lage in Europa (sowohl für Firmen sehr gut, aber auch als Privatperson für Reisen etc.). Deshalb werden auch die Preise halbwegs stabil bleiben und sind vielleicht doch gar nicht wirklich überbewertet? Klar bekomme ich ähnlich hohen Lebensstandard in vielen anderen Städten auch. Aber bekomme ich da wirklich München? Die bayerische Landeshauptstadt und seine Umgebung hat für mich eine eigene Lebenseinstellung, so wie der Pott, Berlin oder auch die Hansestädte eben ganz eigene Philosophien haben. Und ich kenne einige Menschen die bereit sind genau dafür einen Haufen Geld zu bezahlen.

Innerhalb von Deutschland sehe ich mich langfristig klar im Süden. Die Nähe zur Schweiz, zu Italien, zu Österreich und zu Frankreich bekomme ich nirgendwo so einfach und ich mag die Menschen und die Leute hier. In Berlin bin ich immer wieder gerne und nach einer Woche will ich wieder in die Heimat. Man will Großstadt sein ist aber, Hugo hat es treffend formuliert, nur eine große Stadt. Paris und London sind Großstädte, und beide haben ihren Reiz auf mich. Da würde ich noch eher hinwollen, als nach Berlin. Und irgendwann vielleicht doch in die Berge. Graubünden lockt...

Geschrieben
Allgemein finde ich, daß Lokalpatriotismus ein Zeichen für Engstirnigkeit ist.

Reisen bildet.

Das hat damit herzlich wenig zu tun und zeigt natürlich auch wieder die übliche - durchaus immer sehr nette und unterhaltsame - Provokation in Deinen Ausführungen. :wink:

Lokalpatriotismus (sowas ist den Hanseaten aber auch nicht fremd) ist auch einen Sache der Erziehung und der Einstellung. Diese kann sich durch Reisen ändern oder eben festigen. Klar, München hat nicht das Tor zur großen weiten Welt wie etwa Hamburg mit dem für mich immer wieder faszinierenden Hafen und es fehlt auch das Feeling und Flair wie man es etwa noch zu Englands Zeiten in Hong Kong erleben durfte. Dies zeigt sich auch bei den im internationalen Vergleich z.B. mit Paris, London, Mailand, Tokio moderaten Lebenshaltungskosten oder Hotelpreisen. Hier ist es beschaulicher, ruhiger, entspannter. Ideal wenn man von langen Reisen zurück kommt.

Hamburg ist im erweiterten Zentrum sicher die schönste Stadt Deutschlands, hat den Hafen und eine wirkliche Weltläufigkeit,

"Jeder lobt seine Ware"

ist aber andererseits sicher einer der unangenehmsten Orte der Republik, wenn man neu dort ist, niemanden kennt, keinen berühmten Namen trägt und bei Krawatten- oder Autowahl nicht ganz stilsicher ist.

Ähnliches muss man sich von Zugereisten auch dauernd in München anhören. :evil:

Hamburg wäre sicherlich die einzige - theoretische - Alternative zu München.

Und in den Süden fährt man verdammt lang.

...dann wohl eher doch keine Alternative....:-(((°

Dafür ist Berlin die einzige wirklich große Stadt in Deutschland, daran, wieder Großstadt zu werden, arbeiten wir noch.

Wie sagt ein großer Berliner Kunde von mir. "Wir sind zwar Hauptstadt, aber keiner auf der Welt akzeptiert das."

Und richtig aufregen tue ich mich an allen Orten über blöde Sprüche gegenüber Menschen aus anderen Regionen und die oben zitierten "preußenfeindlichen" Sprüche bestimmter Bayern befördern schon den Gedanken, daß hohe Berge die Sichtweise begrenzen, ohne die gerne beschimpften Besucher ginge es dieser Region auch ein wenig schlechter.

Deshalb:

Mehr Gedankenfreiheit, 'mal wo anders hin fahren, weniger von sich und seinem Wohnort selbst begeistert sein.

Beste Grüße aus Preußen, Hugo.

Ein böser Mensch würde jetzt in Deinen Zeilen wieder unterschwellige Provokationen lesen - auch sei Dir gesagt, hohe Berge sehen anders aus als die die wir in Bayern haben, was man aber einem Weitgereisten sicherlich nicht sagen muss) - und wenn Dich die blöden Sprüche (welche in der Regel auf Erfahrungswerten basieren) aufregen, dann hör nicht hin oder meide Ort wo Du Gefahr läufst solche zu hören.

Beste Grüße in den tristen Norden von einem Hiergeborenen dessen Ausführungen Du vermutlich genau richtig interpretierst. :cry:

Geschrieben

...Allgemein finde ich, daß Lokalpatriotismus ein Zeichen für Engstirnigkeit ist.

Reisen bildet...

Schöne, blumige Worte! :-))!

Du forderst von anderen Toleranz, und das sogar zurecht.

Leider hört diese Toleranz bei dir selbst bei schwarzen Rückleuchten schlagartig auf. :-o

Wie war das nochmal mit diesem komischen Glashaus??

Geschrieben

Du forderst von anderen Toleranz, und das sogar zurecht.

Leider hört diese Toleranz bei dir selbst bei schwarzen Rückleuchten schlagartig auf. :-o

Schwarze Rückleuchten, egal an welchem Auto, erlauben keine Toleranz!!! :evil::???:8)O:-)

Geschrieben

Den Zusammenhang versteh ich nicht ganz, was hat eine Abneigung gegen schwarze

Rücklichter mit Intoleranz zu tun? Das ist eine Frage der Ästhetik:wink:

Geschrieben

Wer ernsthaft behauptet, dass diese oder jene (seine) Stadt die beste Deutschlands wäre leidet eindeutig an Realitätsverlust m.M.

Meine Meinung hat sich diesbzgl. sehr in den letzten Jahren geändert. Habe den Südteil damals noch "vergöttert". Natürlich hat jede Region egal ob Süd oder Nord seine Vorteile aber auch und das wird hier doch oft vergessen IMMER auch Nachteile.

Bzgl. der Regierungsbezirke in Bayern möchte ich mich jetzt nicht über irgendwenn auslassen. Es gibt überall Leute, mit denen man niemals freiwillig zusammen 1-2 Bier trinken gehen würde.

Was ich aber dennoch zu den Allgäuern sagen muss, auch wenn ich als Ex-Berliner darüber vllt auch nicht urteilen sollte (mache es aber trotzdem, gilt hier doch schließlich die Meinungsfreiheit) ist, dass ich es schade finde, dass sie kaum bis garnicht dazu stehen, dass sie Schwaben sind und eben keine Oberbayern. Es wird vor allem in touristischen Zentren (wie eben Füssen mit Umgebung / Schloss Neuschwanstein etcpp) argumentiert, dass sich eben dieses altbayrische "Getue" besser verkaufen lassen würde, als das wahre Schwäbische. Entschuldigung, aber wer meint, er müsse seine Identität verleugnen, dem kann man doch nicht wirklich trauen. :-o

Schade ist es allemal. Wer das "typische" Bayern erleben möchte, kann dies woanders finden.

Wenn ich mir meine "Traumstadt" basteln könnte, dann wäre es "Salzburg" (von der Einwohnerzahl), von der Lage her etwas mehr in Richtung Westen gerückt bzw. im Ostallgäu, perfekt. Die Einwohner sollten im Schnitt so gut gekleideit sein, wie es die Züricher (dennoch nicht so unbeliebt in ihrem eigenen Land) und die Berliner-Schnauze sollte auch vorhanden sein. Das wäre es auch schon. O:-)

Geschrieben
Den Zusammenhang versteh ich nicht ganz, was hat eine Abneigung gegen schwarze

Rücklichter mit Intoleranz zu tun? Das ist eine Frage der Ästhetik:wink:

Eben!

Und gruseliger Ästhetik ist mit Toleranz nicht beizukommen... O:-)

Da bedarf es klarer, harter Entscheidungen! 8)

Geschrieben
Das hat damit herzlich wenig zu tun und zeigt natürlich auch wieder die übliche - durchaus immer sehr nette und unterhaltsame - Provokation in Deinen Ausführungen. :wink:

(...)

Lokalpatriotismus (sowas ist den Hanseaten aber auch nicht fremd) ist auch einen Sache der Erziehung und der Einstellung.

(...)

Ein böser Mensch würde jetzt in Deinen Zeilen wieder unterschwellige Provokationen lesen -

(...)

Beste Grüße in den tristen Norden von einem Hiergeborenen dessen Ausführungen Du vermutlich genau richtig interpretierst. :cry:

Ich provokant?!?

Kann nicht sein!!! O:-)

Den Lokalpatriotismus der Hanseaten fand ich auch immer anstrengend.

Bis ich eine Kölnerin geheiratet habe, seither weiß ich erst, was das Wort "Lokalpatriotismus" wirklich bedeuten kann! :-o

Und die Bayernliebe ist in Deinen Beiträgen nicht zu überlesen - wogegen nichts spricht, außer der Tatsache, daß es manchmal etwas missionarisch, manchmal aber auch etwas überheblich daherkommt; wenn ein Hanseat so über Hamburg schreiben würde, würde man ihm die "Hamburger Arroganz" vorwerfen... O:-)

Und das mit dem "tristen Norden" stimmt so auch nicht ganz, Hamburg hat im Schnitt mehr Sonnentage als München, was aber meterologisch auch ganz klar ist, dort weht halt immer ein frischer Wind und die Berge verstellen nix! :wink:

Beste Grüße aus dem heute ziemlich grauen Osten, Hugo.

Geschrieben
Und das mit dem "tristen Norden" stimmt so auch nicht ganz, Hamburg hat im Schnitt mehr Sonnentage als München, was aber meterologisch auch ganz klar ist, dort weht halt immer ein frischer Wind und die Berge verstellen nix! :wink:

Sonnentage interessieren doch nicht... 1h Sonne pro Tag macht auch nur 365. :wink:

München: 1681 Sonnenstunden

Hamburg: 1557 Sonnenstunden

:DO:-)

Geschrieben

Ich bin sozusagen ein "Eingeborener" und als solcher kann ich mitteilen, dass ein großer Teil der "Ureinwohner" dieses listigen, räuberischen Bergvolks der Meinung ist, dass der prozentuale Anteil der Bayern in ihrer Landeshauptstadt mittlerweile verschwindend gering ist.

Daher sollte man Bayern nicht einfach mit München gleichsetzen.

Die Bayern haben in der Regel einen zurückhaltenden in sich ruhenden Charakter. Sie versuchen immer erst sich ein möglichst umfassendes Bild von ihrem Gegenüber zu machen. Während dieser Phase hören sie meist nur zu, denken ihren Teil und beteiligen sich nur sporadisch am Gespräch.

Dadurch wirken sie anfangs zumeist etwas einsilbig.

Menschen aus anderen schönen Gegenden fühlen sich durch diese Zurückhaltung oft dazu animiert, ihrem oft genetisch bedingten exzessives Mitteilungsdrang freien Lauf zu lassen.

Dieses Verhalten wirkt jedoch auf den Bayern befremdlich.

Er kann den Sinn dieser massiven Wortaneinanderreihung nicht verstehen, da er selbst das Gesagte mit einem Bruchteil der Worte ausgedrückt hätte. Er deutet diesen Redeschwall falsch und stuft sein Gegenüber in die Kategorie "Schmatzer" ein. Mit einem Schmatzer unterhält sich ein Bayer grundsätzlich nicht gerne.

Er geht ihm aus dem Weg weil er sich nicht gerne "vollschmatzen" läßt.

Der Bayer versucht nämlich in der Regel mit der geringst möglichen Anzahl von Worten (oder Lauten) das maximal Mögliche auszudrücken.

Diese Kunst ist teilweise so ausgeprägt, dass es für einen Nichtbayern zwangsläufig den Anschein haben muss, als würden die Bayern am Stammtisch schweigend ihr Bier trinken und nur hin und wieder kurz bellen.

In Wahrheit findet hier ein angeregtes Gespräch und ein reger Gedanken- und Informationsaustausch statt.

Ich hoffe ich konnte etwas helfen beim Verständnis der Bayern.

Diese Erläuterung hat mich, aufgrund der vielen Worte, die ich schreiben musste um diese Situation auch den Menschen aus den anderen schönen Gegenden in verständlicher Form nahezubringen, sehr erschöpft.

Ich hol mir jetzt ein Bier.

Für die "Eingeborenen" kann ich den Beitrag auch so zusammenfassen: "Passt scho!"

:wink2:Franz

Geschrieben

@Franz: Guter Beitrag, auch als Ostwestfale (ist ja ebenfalls schwer verrufen) kann ich mir jetzt ein recht gutes Bild des bayrischen Gemüts machen.

Gruß & Prost

Felix

Erstelle ein Benutzerkonto oder melde dich an

Du musst ein Benutzerkonto haben, um einen Kommentar verfassen zu können

Benutzerkonto erstellen

Erstelle ein neues kostenloses Benutzerkonto.

Jetzt registrieren

Anmelden

Bereits Mitglied? Melde dich hier an.

Jetzt anmelden


×
×
  • Neu erstellen...