Lamborghini Gallardo – 14.022 und Schluss

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Nach 14.022 Exemplaren und über 10 Jahren endete gestern die Produktion des Lamborghini Gallardo. Als letztes Fahrzeug rollte ein LP570-4 Performante Spyder in rot vom Band. Damit sind fast 50% der gesamten Fahrzeugproduktion, die Lamborghini in den vergangenen 50 Jahren gefertigt hat, den Gallardo-Varianten zuzuschreiben.

Lamborghini Gallardo

Lamborghini Gallardo
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Die gesamte Mannschaft rund um CEO Stefan Winkelmann nimmt Abschied vom Lamborghini Gallardo, von dem 14.022 Exemplare gefertigt wurden.

Die gesamte Mannschaft versammelte sich am Montag zu einem Gruppenbild mit Auto. Dieses Auto trägt die Chassisnummer 14.022 und ist damit der letzte produzierte Lamborghini Gallardo. Genau genommen handelt es sich um einen LP570-4 Performante Spyder, also die leistungsstärkste, offene Variante. Ursprünglich waren lediglich rund 250 Exemplare pro Jahr vorgesehen, was sich durch die hohe weltweite Nachfrage jedoch schnell fast verzehnfachte. Beim Blick auf die Gesamtproduktionszahl, die in Sant’Agata Bolognese bislang in 50 Jahren Firmengeschichte aus den heiligen Hallen von Lamborghini gerollt sind, ist die Anzahl der Gallardo umso beeindruckender: In diesem halben Jahrhundert entstanden lediglich rund 30.000 Fahrzeuge insgesamt, die den Kampfstier im Logo tragen.

Der Lamborghini Gallardo rollte 2003 erstmals zu den Händlern. In seiner Urform wurde er von einem 5 Liter großen V10-Triebwerk mit 368 kW/500 PS angetrieben, der seine Kraft permanent auf alle vier Räder abgab. Nachdem Mitte 2005 im zweifarbigen Sondermodell Gallardo SE eine auf 382 kW/520 PS leistungsgesteigerte Version des V10-Motors verbaut wurde, hielt dieser Motor mit der Einführung der Spyder-Variante im Frühjahr 2006 auch Einzug in die normalen Gallardo-Ableger. Darüber rangierte ab 2007 der Superleggera, dessen Coupé-Karosserie um 100 Kilogramm abgespeckt und auf Wunsch mit einem großen Heckflügel versehen wurde, während gleichzeitig die Leistung um weitere 10 auf 530 PS (390 kW) anstieg.

Zum Genfer Automobilsalon 2008 gab es ein umfangreiches Facelift, aus dem der Gallardo als LP560-4 mit nun 5,2 Litern Hubraum und 412 kW/560 PS hervorging. Front- und Heckpartie wurden neu gestaltet. Die Spyder-Variante folgte ein Jahr nach Markteinführung des LP560-4 Coupés. Ein weiteres Jahr später stellte Lamborghini auch die Neuinterpretation des Superleggera vor, der nun zusätzlich das Kürzel LP570-4 trug, welches auf die Positionierung des Motors (“Longitudinale Posteriore“ = längs hinter den Passagieren), die PS-Anzahl und den Allradantrieb hinweist. Als im Sommer 2009 der wohl berühmteste Lamborghini-Mitarbeiter, Valentino Balboni, in den wohlverdienten Ruhestand ging, würdigte die italienische Sportwagenmarke ihn mit einem exklusiven Sondermodell des Gallardo, bei dem erstmals seit den 1990er Jahren ein reiner Heckantrieb zum Einsatz kam. Aus diesem Sondermodell gingen später das LP550-2 Coupé und der LP550-2 Spyder hervor. Am anderen Ende der Spyder-Kette zog der LP570-4 Performante, der die offene Version des Superleggera darstellt. Mit einem letzten Facelift, das 2012 auf dem Pariser Autosalon vorgestellt wurde, rollte der Gallardo in Richtung Produktionsende.

Insgesamt hat Lamborghini je nach Zählweise zwischen acht und 17 verschiedene Sondermodelle auf Basis des Gallardo aufgelegt, wobei einige Variationen in niedrigster homöopathischer Dosis für die jeweiligen Importeure in Ländern wie Singapur oder Indien gefertigt wurden, während andere wie der 185-mal gebaute Nera oder der zuletzt auf der IAA 2013 gezeigte Squadra Corse weltweit erhältlich waren. Eines steht fest: Bei über 14.000 gebauten Exemplaren dürfte wohl jeder Gallardo-Interessent das für ihn passende Fahrzeug finden.

Voraussichtlich auf dem Genfer Salon 2014 wird unter dem vorläufigen Projektnamen “Cabrera“ der Nachfolger des beliebten Zehnzylinder-Modells stehen. Sobald dazu nähere Daten vorliegen, werden wir berichten.

Quelle: Lamborghini

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Kategorie: Magazin

Kommentare (5)

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  1. Robert Geheim sagt:

    Wurd auch langsam Zeit, dass die mal aufhören zu produzieren…
    Gibt schon viel zu viele.
    Da lobe ich mir die Zeiten von früher, als es nur ne Hand voll Countachs oder andere hab.

  2. Manuel S. sagt:

    Ja, wurde auch Zeit und jetzt können die weitere 10 Neue Lambos kommen.

  3. Philipp sagt:

    „Ursprünglich waren lediglich rund 250 Exemplare pro Jahr vorgesehen, was sich durch die hohe weltweite Nachfrage jedoch schnell fast verzehnfachte.“
    Dann wären es wohl eher 25.000 Exemplare geworden… Trotzdem ein tolles Auto, an den Erfolg muss der zukünftige Nachfolger erst mal rankommen.

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