Dodge Charger SRT Hellcat – Schwester der Furie

Amerikas am schlechtesten gehütetes Automobilgeheimnis ist gelüftet: Dodge bringt neben dem Challenger auch den Charger SRT in der Hellcat-Variante auf den Markt. Damit ist dieses Fahrzeug mit seinem 717 PS starken V8-Kompressormotor die stärkste Serienlimousine der Welt. Zudem weist der Wagen weitere beeindruckende Werte auf: Aus dem Stand auf 100 mph und zurück zum Stillstand vergehen weniger als 13 Sekunden.

Dodge Charger SRT Hellcat

Dodge Charger SRT Hellcat
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Als größeres und geräumigeres Familienmitglied zum kürzlich vorgestellten Challenger SRT Hellcat bringt Dodge nun den Charger SRT Hellcat auf den Markt.

Schon als Anfang Juli der Dodge Challenger SRT Hellcat präsentiert wurde pfiffen es die Spatzen von den Dächern: Das bleibt nicht die einzige Furie (deutsche Übersetzung für Hellcat) im Modellprogramm. Und in der Tat, nur etwas über einen Monat später zeigen die Amerikaner nun, wie man aus der jüngst modellgepflegten Charger Limousine ein dämonisches Fahrzeug entwickeln kann.

Dabei spielt erneut der 6,2 Liter große Hemi-V8-Motor mit Kompressoraufladung eine wichtige Rolle, der es wie im Challenger auf 527 kW/717 PS (707 bhp) bringt. An dieser Stelle wäre eventuell ein wenig Mitleid für die beiden Hinterreifen angebracht, über die bei durchgetretenem Gaspedal das maximale Drehmoment von 880 Newtonmetern hereinbricht – den nächstgelegenen Reifenhändler mag es freuen. Während die Spurtzeit auf Tempo 100 noch nicht genannt wurde, gibt Dodge die für Amerikaner so wichtige Viertelmeilenzeit mit 11 Sekunden an. Zudem ist der Charger SRT Hellcat in der Lage, in weniger als 13 Sekunden aus dem Stand auf 100 Meilen pro Stunde (rund 161 km/h) zu beschleunigen und wieder auf null abzubremsen. Als Höchstgeschwindigkeit nennen die Amerikaner 328 km/h. Die Kraftübertragung übernimmt eine Achtgang-Automatik mit Schaltwippen am Lenkrad.

Auch die Karosserie erhielt ein Update. Neben den zur Modellpflege gehörenden schmalen Scheinwerfern mit umlaufenden LED-Tagfahrlichtern sowie dem schmalen Kühlschlund dazwischen gibt es neu gestaltete Schürzen mit größeren Lufteinlässen vorn und einem Diffusoreinsatz mit integrierten Auspuffendrohren am Heck. Zudem erhielt die Motorhaube einen zentralen Lufteinlass und jeweils rechts und links davon eine Entlüftungsmöglichkeit für die Motorabwärme. Eine Spoilerlippe auf dem Kofferraumdeckel und 20 Zoll große Leichtmetallfelgen mit Pirelli PZero-Bereifung runden die Optik ab.

Im Interieur finden sich beheiz- und belüftbare Sportsitze in der ersten Reihe, die ebenso wie die Rückbank mit schwarzem Nappaleder und rotem Alcantara bezogen sind. Neben der Harman-Kardon-Audioanlage mit 18 Lautsprechern fällt vor allem das zentrale 8,4 Zoll große Display auf. Hier kann man, wie schon im Challenger SRT Hellcat, neben diversen Komfort- und Audio-Optionen auch das Fahrzeug feintunen. So lassen sich die Feder- und Dämpfer-Raten justieren, die Kennlinie des Gaspedals oder auch die Drehzahlgrenze der Launch Control. Auch diese Hellcat wird mit zwei verschiedenen Schlüsseln ausgeliefert, von denen der schwarze lediglich 500 PS freigibt und auch einige weitere Funktionen einschränkt, während mit dem roten Schlüssel die volle Motorkraft freigegeben wird.

Die ersten Exemplare des Dodge Charger SRT Hellcat werden ab Anfang 2015 gefertigt. Leider ist ein offizieller Export nach Deutschland wie beim Challenger SRT Hellcat nicht vorgesehen.

Quelle: Dodge

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Kategorie: Magazin

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