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CRothe

Restaurations-Geschichte der #006

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CRothe CO   
CRothe

Guten Abend,

liebe Leser und Freunde der groben Arbeit, am feinen Wiesel!

Heute habe ich hauptsächlich die zwei Stopfen der unteren Schwellerrohre mit Sikaflex 252 eingeklebt und dann alle Rohre mit Hohlrauwachs versiegelt. Das habe ich auch bei den Rohren gemacht, die oberhalb des Motorhauben-Drehpunktes vorne sitzen.

Dann folgte das Entfernen der Dichtbandreste auf den Rahmenrohren, auf welchen der Innenraumteil des Hecks aufsitzt.

Hier ein Tip, auch für den Alltag: Die Klebereste lassen sich am zuverlässigsten durch ein Gemisch aus Waschbenzin und Spiritus (1:1) entfernen. Gibt es auch fertig gemischt, zum 10fachen Preis und nennt sich dann Aufkleberentferner8-)! Ich nehme einen Lappen und mache aus beiden Flaschen immer wieder was drauf.

Bei der Aktion entdeckte ich auch kleine Roststellen, die ich mit Rostumwandler (wieder BRUNOX) behandel habe. Morgen kommt da, nach einem leichten Anschliff, schwarze Rostschutzfarbe drauf.

Das Verdeckgestänge hat auch so seine Macken im Lack, die ich mit neuem, schwarzen Lack gestrichen habe..........

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H-1 CO   
H-1

Hallo Christof,

Deine Äusserung zum Verdeckgestänge macht mich doch nachdenklich, da dieses bei Deiner 006 ja noch nicht lange drauf ist......

Was war an dem Gestänge denn genau zu beanstanden?

Cu, 624

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CRothe CO   
CRothe

Guten Abend Olaf,

am Gestänge ist nicht viel, aber der Lack hält nicht besonders gut. Es gibt doch eine Reihe von Kanten an denen der Lack richtig abgegriffen ist und das Haupttraegerteil (welches aus Aluguss zu sein scheint) verliehrt komplett die Farbe. Und ein formgebender Spriegel zeigt, da wo er nicht mit Verdeckstoff beklebt ist, auch etwas Flugrost. Das Alles macht halt einen gammeligen Eindruck. Ev. werde ich das Gestänge irgend wann mal zerlegen, soweit das möglich ist und es nach einer Sandtstrahl-Behandlung wieder lackieren, oder pulverbeschichten lassen.

Gruß: Christof

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planktom VIP   
planktom

...Wenn Du eh alle Stopfen heraus hast, dann würde ich die Rohre komplett mit einem Konservierungsfett (Mike Sanders, Wollfett von Fluid Film) oder einer Konservierung der Oldtimerei (Owatrol) aussprühen. Ist der Schichtauftrag ausreichend mächtig, wird der vorhandene Rost vom Sauerstoff abgekapselt, das Zeug ist dauerelastisch und dann ist "Ruhe" für die nächsten Jahrzehnte....

Hallo,

ein paar Details zu dem Rostumwandler:

@Claus: Mit Absicht sprach ich von Epoxyd-Basis......NICHT FERTAN!!!! Ich will bestimmt nicht die Rohre mit Wasser spülen.

Material heißt "epoxy BRUNOX"!

@Markus: Ich hatte es ja schon angekündigt. Alle Hohlräume werden mit BRUNOX 2 Mal versiegelt und dann mit Hohlraumversiegelung auf Harz/Wachs-Basis (extrem kriechfähig) behandelt. Nach längerer Trocknungszeit (denke so 2 Tage) klebe ich die Stopfen mit Sikaflex 252 ein, da weiß ich aus Erfahrung, das das Zeug nahc 10 Jahren so dicht ist, wie am nächsten Tag.....

Oldtimer Markt Rostschutztest Teil 1 aus 2009

Oldtimer Markt Rostschutz Test Teil 2 aus 2010

grobes Fazit : Fette belegen die vorderen plätze :wink:

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CRothe CO   
CRothe

Hallo,

der Test zeigt, das ich alles richtig gemacht habe!

Die Rohre der #006 wurden von mir mit meterlangen Schläuchen komplett von losem Rost befreit! Ist ja bei geraden Baustahlrohren nicht wirklich ein Kunststück. Der guten Dyson-Staubsauger war oft rot glühend!

Auf den Rostumwandler kam ja dann eine SEHR dicke Schicht Wachs, die ev. auftretende Risse im Rostumwandler bedeckt hält.

Nach der Endtrocknung werden die Öffnungen zu geschweißt und von Außen mit Rostumwandler und Lack gestrichen!

Wo ich die Rohrenden nicht verschweißt bekomme, werden sie verklebt.

Also alles hermetisch abgeschlossen....Kein Salzwasser, kein Laub, kein Dreck......Nix kommt mehr da rein.

Gitterrohrrahmen sind halt was Spezielles und nicht mit dem Test zu vergleichen.

Bei einem Rohr 25x25mm, glaubt mir, bin ich sicher, keine Stelle ausgelassen zu haben........Ich liebe Gitterrohrrahmen:)) !

Und dann noch eine Anmerkung.....Das BRUNOX des Test gibt es so nicht mehr, zumindest sind die Anwendungshinweise ganz anders!

Ich bin gaaanz gelassen!

Gruß :Christof

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CRothe CO   
CRothe

So,

Sonntag Abend und ich habe einen 3,5 Stündigen Wieseleinsatz hinter mir:???:

Die Metallpuzzelteile sind an Ort und Stelle und außen mit BRUNOX gestrichen. Auf der anderen Seite habe ich das Cameraloch zu geschweißt und auch das Rohrende verschlossen........Morgen kann überall Farbe drauf..........

Wünsche Allen einen frohen Wochenstart! :D

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rehfra74 CO   
rehfra74

Wahnsinn, eine riesige Restauration. Ich hoffe nur das bei den neueren modellen der rahmen nicht so rostanfällig ist.

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AronCanario CO   
AronCanario
Wahnsinn, eine riesige Restauration. Ich hoffe nur das bei den neueren modellen der rahmen nicht so rostanfällig ist.

Bei den verzinkten Rahmen hast du Korrossiosschutz für über 80 Jahre.

Wenn du diese 80 Jahre körperlich gut überstehst und dich fit hältst stell dich ca. für das Jahr 2090 einer Restauration ein...

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rehfra74 CO   
rehfra74

na dann bin ich beruhigt

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CRothe CO   
CRothe

Ja, aber mit dem Verzinken ist es auch so eine Sache. Wenn die beiden Löcher, die in JEDEM auch noch so kleinem Rohr sein müssen, nicht alle an der richtigen Stelle sitzen und das ist bei 94m Hohlraum eine echte Sache, dann kann man sich in falscher Sicherheit wiegen. Leider wurden die Rahmen im Verzinkungsbad nicht in der Neigung verändert, soweit ich weiß. Dann können sich gerade in den Ecken (und da sind immer Schweißnähte, Luftblasen bilden. Dann ist da kein Zink................

Viel besser wäre es gewesen, die Rahmen hätten absolut keine Öffnungen und wären sehr dick pulverbeschichtet worden.

Nun aber zur #006! Ich habe heute alle Rahmenteile schwarz gestrichen (Rostschutzfarbe)! Was man auf dem einen Foto noch nicht sieht, sind die eingeklebten Stopfen.

Morgen kommt noch das vorkomprimierte Dichtband von Würth auf die Rahmenrohre hinter den Sitzen, die auch behandelt und frisch gestrichen sind. Danach darf ich nicht vergessen, das überarbeitete Versteifungs-Dreieck hinter das Differential zu schrauben und schon kann das Heck wieder drauf.

Dann geht es vorne weiter:

Neue Querlenker und ..........Rohre überprüfen und sanieren!8-)

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AronCanario CO   
AronCanario
Leider wurden die Rahmen im Verzinkungsbad nicht in der Neigung verändert, soweit ich weiß. Dann können sich gerade in den Ecken (und da sind immer Schweißnähte, Luftblasen bilden. Dann ist da kein Zink.............

Das stimmt,

die Bohrungen damit die Rahmenrohre beim verzinken nicht platzen haben sie aber an bestimmten Stellen gesetzt, und der Firma die den Rahmen in das Zinkbad taucht haben sie genau die Halterung des Rahmens und den Neigungswinkel beim eintauchen vorgeschrieben,

ich hoffe dass sie sich dabei was gedacht haben...

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Wiesel 43 CO   
Wiesel 43

Hallo Christof,

erst einmal großen Respekt vor deinem Bestreben und Durchhaltevermögen die 006 wieder zu neuem leben zu erwecken, bzw. zu erhalten, Hut ab.

Das Wieselchen kann wirklich froh sein, in deine Hände geraten zu sein.

Ich habe seit ca. 3 Monaten die Nr. 43 und habe bis jetzt noch keinen Rost bzw. andere Mängel feststellen können, nur der Heizungskühler war defekt. ausgetauscht und gut (zum Glück :lol:).

Ich wäre bei den festgestellten Baustellen der 006 auch wirklich überfordert.

Es macht großen Spaß an deiner Restaurierung teil zu haben, nur weiter so.

Freue mich schon, wenn man sich mal persönlich kennenlernt, zum Frühlingsfest kann ich leider nicht kommen, aber vieleicht klappt es ja mal an anderer Stelle :-))!.

Es ist schön zu sehen, dass es noch mehr Verückte gibt, die dem Wiesel die Treue halten und dafür sorgen das es noch lange diese Schätzchen gibt.

Herzliche Grüße aus dem Raum Frankfurt,

Bernd

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CRothe CO   
CRothe

Hallo Bernd,

danke für Deine Anerkennung.....sowas versüßt die Schweißperlen, die mir ins Ohr gefallen sind:D! Raum Frankfurt...........na das ist ja nicht weit von mir! Gestern Abend war ich in Unsingen mit meiner Frau. In Schwalbach sind wir auch gelegentlich........

@AronCanario: Freut mich, wenn die Wiesmänner, zusammen mir der Verzinkerei, an alles gedacht haben.........Rostprobleme sind wieselunwürdig:wink:!

Ja und meine Heckrestauration geht dem Ende entgegen. Heute haben wir mit 4 Mann das Heck wieder aufgesetzt, nachdem ich die Verstärkung hinter das Diff geschraubt hatte. Zur Sicherheit habe ich noch alle Rohre zusätzlich mir Unterbodenwachs eingesprüht. Vor dem Aufsetzen des Hecks habe ich das gestern besorgte, vorkompremierte Dichtband auf die Rohre geklebt.

Morgen sind die Innenkotflügel dran. Ja die #006 hat sowas und ich finde das gut.

In dem Beich, in welchem das Heckteil auf die GfK-Schweller trifft, habe ich von der Radseite aus ein elastisch bleibendes Dichtmitte aufgetragen. Die Kabel des Verstärkers, der bei der #006 noch in Kofferraum is,t sind auch wieder durchgefädelt und abgedichtet.

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Wiesel546 CO   
Wiesel546

Hervorragend - ich ziehe meinen Hut vor dir Christof.

Eine spannende Geschichte mit der du mir jeweils den Frühstückskaffee bereichert hast.

Ich kann leider auch nicht ans Frühlingsfest kommen aber vielleicht trifft man sich ja sonst mal bei anderer Gelegenheit. Das wäre wahrscheinlich ein ausserordentliches Wiesel Ereignis wenn zwei gelbe MF3 zusammen treffen...:-))!O:-)

Ich wünsche dir auf jeden Fall noch viel Freude mit deiner #006.

Hüte sie wie deinen Augapfel und gönn ihr den artgerechten Auslauf; dann herrscht allseits eitel Freude und Sonnenschein.

Herzlichen Gruss vom Zürichsee

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CRothe CO   
CRothe

Hallo Marcel,

ja die Gelben müßten mal zusammen kommen:-))!!

Heute habe ich die Innenkotflügel montiert und der #006 die Mütze wieder aufgezogen.

Jetzt gibt es eine kurze 4 Tage-Pause...........es geht nach Sölden zum Carvingboard knechten! Sonne und Schnee...........:D

Grüße: Christof

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H-1 CO   
H-1

Treffen der Gelben:

Deine gelbe 006 (hinten) hat im September 2002 die 094 (vorne) getroffen :-)

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CRothe CO   
CRothe

sieht schick aus.....Wieviele Gelbe bekommen wir zusammen?

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Wiesel546 CO   
Wiesel546

Also ich wäre sofort dabei - für ein Farbklecks-Treffen bin ich eigentlich immer zu haben.

lässt sich irgendwie ausfindig machen wieviele 3er es in dieser Farbe gibt? Wäre ja schon cool mal so eine gelbe Armada zu sehen.

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CRothe CO   
CRothe

Also, nach dem Austoben mit erhöhter Schräglage auf Schnee und leider der Aufnahme liegen gelassener Arbeiten, ging es heute wieder etwas weiter..........

Erstmal hochbocken, Räder ab und Innenkotflügel abschrauben. Zum Teil mußte ich auch Kleber weg schneiden. Dann habe ich mit der Camera den Hohlraum hinter den GfK-Schwellern begutachtet. Da das Abschlußblech so gut verklebt war, habe ich kurzerhand ein 16mm-Loch rein gebohrt und nichts gefunden...Alles OK! Da konnte ich mit einem kleinen Stück Alublech das Loch gleich wieder zu kleben. Einen weiteren Verschlußstopfen (vorne rechts unter der Heizungskiste) hab ich dann auch noch entfernt und auch nichts gefunden. Dann war das Querrohr, welches die Lenkung trägt, dran. Dort gab es das alte Spiel......Dreck und Rostplättchen. Der Dyson mit einem 12mm Schlauch hat auch hier wieder ganze Arbeit geleistet........Morgen können alle Rohre wieder 2 Mal mit BRUNOX behandelt werden und übermorgen mit Hohlraumversiegelung. Das beidseitig offene Querrohr werde ich auch wieder zuschweißen. Eine Seite schon morgen, dann kann ich bei der Rostbehandlung wieder spendabel sein und nichts läuft auf der 2.Seite raus.....

Übrigens, die Farbe des Motorblocks gefällt mir auch nicht wirklich!

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CRothe CO   
CRothe

Erstens kommt es anders und zweitens, als man denkt!:-(((°

Zu Anfang war noch alles gut. Habe den Stabi ausgebaut, dann die Querlenker. Davon war einer wirklich elend krumm. Ich habe auch ein Bild von den Avuslagern gemacht. Man kann sie deutlich an der außermittigen Aufhängung des Querlenkers erkennen! Die Bremssättel trennte ich nun von den Radträder und diese schraubte ich auch noch raus. Zuletzt die Federbeine. Beim Zuschweißen des Lenkungsträgers entdeckte ich Beulen im Rohr...............Rumstochern ergaben die Löcher auf dem Foto!:cry:

Nach kurzer Überlegung stand fest: Das Rohr muß komplett raus. Deswegen habe ich noch die Lenkung raus gebaut und eine Strategie ausgedacht, wie ich ein neues Rohr mit den Haltepunkten für die Lenkung, ausgerichtet bekomme........Feierabend für heute.

Morgen besorge ich noch ein frisches 25x25mm Rohr mit einer Länge von 790mm und trenne das modrige Teil raus........

Nach dem ersten Schreck, ist alles halb so schlimm, nur der Zeitplan wird um gute 2-3 Tage verlängert..........

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Wiesel 43 CO   
Wiesel 43

Hallo Christof,

unglaublich was du alles auf dich nimmst und vor allem dir auch zutraust.

Ich hoffe du hast für deine 006 nicht zu alzu viel bezahlt?

Für die Arbeiten die hier fällig sind, wärst du nach einem Werkstattbesuch arm :(.

Wie gesagt ich besitze die Nr. 43, augenscheinlich ist hier alles ok, kein Rost zu sehen, aber ich glaube ich schaue auch besser nicht so genau hin, ich hätte an deiner Stelle schon lange aufgegeben.

Trotz allem, ich finde es weiterhin sehr spannend an deiner Restauration teil zu haben, weiter so.

Ich drücke dir mal die Daumen, dass es bald ein gutes Ende nimmt :-))!.

PS:

Vor meinem Wiesel hatte ich einen Porsche 964 Cabrio in Bestzustand, Träumte aber schon immer von einem MF3, hoffentlich bereue ich mal nicht den Umstieg :-(((°.

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Herzliche Grüße, Bernd

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Toni_F355 CO   
Toni_F355

Ich bin sehr überrascht in welch total vergammelten Zustand der Rahmen ist.

Entweder wurde hier kein Tropfen Grundierung, Rostschutz oder Hohlraumversiegelung verwendet, oder bei dem Tauchbad / Vorbehandlung wurden massive Fehler gemacht. :???:

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quax   
quax

Hallo Bernd,

so dramatisch finde ich das nicht. Wie man an der Klasse-Restauration sieht, lässt sich der Gitterohrrahmen ja ohne grosse Biegekünste durch Einschweißen von neuen Vierkantrohren wieder auf Vordermann bringen. Vierkant-Rohre kosten ja nicht die Welt.

Ich denke eine Porsche-Restauration ist da deutlich teurer.

Dennoch muss man da handwerklich sicher einiges drauf haben, da es sich ja auch um tragende Teile handelt.

Viele Grüße

Claus

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Toni_F355 CO   
Toni_F355

Dennoch muss man da handwerklich sicher einiges drauf haben, da es sich ja auch um tragende Teile handelt.

So isses.

Das ist schon deutlich mehr als ein bischen Rohre schweißen!

Wir reden vom Rahmen, also "dem" tragenden Bauteil.

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CRothe CO   
CRothe

Ein "Hallo" an alle Mitleser8-)!

Ich finde es gerade extrem Schade, dieses Superwetter unterm Wiesel zu verbringen! Aber wenigstens unter einem Wiesel.......könnte ja schlimmer kommen!

Heute war der Tag des chirurgischen Eingriffs......Der Patient lebt:D!

Habe alles heraus getrennt, was zerfressen war. Dabei hat sich heraus gestellt, das die rechte Seite noch recht gut ist und ich somit das Querrohr dort nicht ganz heraus schneiden mußte. Nach der Begutachtung des Gammelrohres habe ich den Halter der Lenkung herausgeschnitten, zurecht geschliffen und vom Lack befreit. Der Zustand des Rohres ist beachtenswert schlecht. Den Lenkungshalter kann ich wieder verwenden. Das neue Querrohr ist auch schon fertig, so daß morgen das Verschweißen auf dem Plan steht...es ging doch recht zügig! Knapp 3 Stunden.

Ich werde nach der Innenbehandlung des neuen Rohres, dieses wieder komplett zu schweißen. Wie man sehen kann ist das der einzigste Weg (abgesehen vom Verzinken) dem Rost keine Gelegenheit zu geben.......

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    • awek
      Hallo zusammen,
      wie in meinem Vorstellungstext schon angekündigt, ist der F456 GT jetzt auf der Bühne und ich habe die erste Bestandsaufnahme durchgeführt.
      Hier also dann die ersten Bilder:

      Stoßdämpfer Motorhaube defekt und wie erwartet, überall Staub und Dreck
       

      Überall lose und schlampig verlegte Kabel.
      Elektrisch wird das eine ziemliche Aufgabe...
       

      Das Interieur ist in erstaunlich gutem Zustand, verglichen mit dem Rest ;-)
      Hinten dreckig, aber sonst ok... (die Farbe ist im Original eher wie in Bild 1)
       

      Das ist dann wohl ein Fall für "Stickynomore"
       

      Beim Lackiern über alles drüber, incl. Schlösser :-(
      Die Farbe ist nicht die ursprüngliche, wie hier sehen kann...
       

      Die Schweller sind auf beiden Seiten gespachtelt und haben wohl öfter aufgesetzt...?
       

      Der Motor ist trocken.
       

      Das Getriebe nicht ganz.
       
       

      Die Stoßdämpfer hinten undicht und mit einer dicken Öl-Sand Schicht überzogen.
       

      Die Fahrwerkgummis sind alle defekt.
       
       

      Der Spoiler hinten ist mit Kabelbinder befestigt...
       
       
       
       

      Das die Fenster nicht schließen, versteht sich von selbst... ;-)
       
       

      Der Auspuff ist dicht und bis auf ein paar "Kleinigkeiten" ganz ok.
       
      Außerdem sind die Reifen pörös, ebenso wie die Dichtungen an der Frontscheibe, den Heckleuchten, den Türen und dem Kofferraum.
      Die Schläuche im Motorraum sind erstaunlich gut. Ebenso die Bremsen. Hier fehlen allerdings auch ein paar Kabel für die Verschleißanzeige.
      Sämtlich Belüftungsschläuche zu Bremsen etc. sind defekt oder unvollständig.
       
      Der rund und ich konnte den Wagen in die Garage fahren ;-))
      Geiler Sound :-)))))
       
      Da mein Budget für das nächste halbe Jahr nur gut 10TSD Euro beträgt, ist mein Plan ist nun zunächst folgender:
      1. Motor
      - Kompression messen
      - Flüssigkeiten wechseln
      - Zahnriemen wechseln
      2. Elektrik
      - Alle Elektrischen Funktionen wieder herstellen und die Kabel korrekt verlegen
      - defekte Kabel ersetzen oder Reparieren
      3. Fahrwerk
      - neue Reifen
      - Fahrwerkgummis rundum ersetzten
      - Stoßdämpfer hinten ersetzen
      - Elektrische Fahrwerkkomponenten instandsetzen (Stoßdämpfer, Spoiler, ??)
        (siehe Elektrik)
       
      Eventuell wäre danach bereits eine TÜV-Abnahme möglich, um eine deutsche Zulassung zu bekommen.
      Wenn diese Hürde genommen ist, würde ich gerne in Ruhe überlegen, wie es weitergehen kann.
      Ich denke, dass ich eigentlich gerne wieder die Originalfarbe haben würde, da das Blau Metallic mit den Hellen Sitzen sowie die schönste Farbkombi ist ;-)
       
      Nun werde ich also mal meine Budgetplanung mit den fälligen Teilen ergänzen und dann auf die Werkstatthandbücher warten. Die sollen in der ersten Januarwoche kommen...
      Kann mir jemend einen Tip geben, wo man Zahnriemen, Ölfilter, Stoßdämpfer?, etc. in ordentlicher Qulität bekommen kann?
      Habe bereits Händler in UK gefunden, aber vieleicht gibt es ja auch jemanden in Deutschland?
       
      Ich freue mich über eure, gerne auch kritischen Kommentare zu meinem Projekt.
      Es ist mein erster Ferrari und sicher habe ich jede Menge Enthusiasmus und technisches Know How, aber leider bisher keine Markenkenntnisse...
      Also bitte frei von der Leber weg kommentieren, was euch zu meinem Projekt so einfällt ;-))
      Ich freue mich über jeden Hiweis und jede Anregung!!!
       
      Danke, herzliche Grüße und frohe Weihnachten :-)
       


    • 806
      Heute mal wieder was Technisches. Unangenehm, aufwendig zu reparieren und leider auch noch TÜV-relevant. Die Lenkung ist es. Genauer: die Lenkungsölleitungen. Sowohl die Hochdruckleitungen von der Pumpe an die Lenkung wie die „Kühlleitung“.
       
      Ist per se eine merkwürdig gebastelte Lösung, die allerdings nicht (nur) auf dem Mist der Wiesmänner gewachsen ist, sondern mindestens für BMWs typisch. Nur haben die Dülmener sich da bei der Adaption an den MF3 mit vielem aber sicher nicht Ruhm bekleckert! Was ist schon bei der Konstruktion das Problem? Die BMW-Teile passen nicht ohne weiteres in den MF3. Man muß also basteln. Und genau so wird es dann auch - gebastelt, nicht gewußt.
       
      1. Fehler:
       
      Die Servopumpe und der zugehörige Ausgleichsbehälter werden komplett vom Ansaugstrang überdeckt. Der muß also zur simplen Niveaukontrolle ausgebaut werden. Macht keiner, also guckt auch nie einer. Ungeschickt und dauerhaft sträflich.
       
      2. Fehler:
       
      Man frickelt eine Leitungslösung zusammen, die sowohl BMW-Teile wie „selbstgedengelte“ Teile verbindet. An sich geht das - nicht schön, aber grundsätzlich nicht verkehrt. Nur wenn man ständig das Kaliber wechselt, also „dünner“ und dann wieder „dicker“ wird, ist das Mist.
       
       

       
       
      3. Fehler:
       
      Die Lenkungsölkühlschlange (liegt im druckloseren Rücklauf des Öls aus der Lenkung zur Pumpe) wie sie BMW verbaut, paßt nicht in den MF3. Also wird das BMW-Werkszeug einfach gequetscht, bis es paßt. Damit werden aber die Querschnitte in den 180°-Bögen dermaßen verengt, daß da schier gar nichts fließt. Lenkungsölkühlung also faktisch schon dadurch sinnlos.
       
       

       
       
      4. Fehler:
       
      Das Gewürge der Kühlschlange wird an der Lenkung mit zwei Haltern befestigt. Nur: Da, wo sie nun mal im MF3 sitzt, kommt schlicht keine Luft hin: Hinter dem unteren Rahmenträger, abgedeckt von der Unterkante der Motorhaube. Dafür „weht“ es aber allen Dreck dorthin. Das geht ein paar Jahre gut. Dann nicht mehr.
       
      5. Fehler:
       
      Die Lenkungsölleitungen sind hochdruckfeste Schläuche, aber die haben Anschlüsse und die Kühlschlange ist generell aus Metall. Keinerlei Schutz drauf. Knappe 100tkm und neun Jahre später ist das zusammengerosteter Kernschrott.
       
       

       
       
      Abhilfe: Da sowieso nix wirklich gekühlt hat - fliegt das ganze sinnlose Gewürm raus. Die Hochdruckleitungen werden ersetzt, das Gefrickel mit Ansatzstücken und -stückchen ist sinnfrei und wird ersetzt. Stattdessen gescheite Anschlüsse mit schicken Rennsportteilen und bestens geschützte Hochdruckleitungen (Betriebsdruck der Lenkung ca. 30 bar) mit Berstdruck erst bei 400bar.
       
       
       

       
       

       
       

       
       
      Paßt, sitzt, wackelt und hat Luft. gleichmäßig durchströmt, weil gleiche Durchmesser allerorten. Somit viel bessere Zirkulation und per se schon „Kühlung“. Apropos: Das Lenkungsöl ist rot, wenn es frisch ist (genauer: Automatikgetriebeöl ATF II). Bei der 806 war es schwarz. Mithin: Egal, ob das technisch fragwürdige Gebastel schon zusammengerostet ist oder nicht: Wechselt das Lenkungsöl beizeiten (Vorschlag: nach sieben Jahren spätestens), sonst wird’s teuer, wenn die Komponenten hinüber sind.

      Markus

       
       
       

      Das letzte Bild ist ungewollt - mit "ausschneiden" ist's am Bildschirm weg, sonst aber permanent ...
       
    • 806
      
Wiesmänner sind keine Briefmarken, die man ins Album steckt und nicht verwendet. Sie sind Autos und Autos wollen gefahren werden. Manchmal schnell, manchmal weit.


       
      Hier geht’s um’s „weit“ - nämlich an das Westende Kontinentaleuropas, genauer „Cabo Sao Roche“ in Portugal nahe Sintra.


       
      Hinbolzen und zurück ist langweilig, also machen wir daraus lieber eine Reise von 17 Tagen und vermeiden Autobahnen, sondern gondeln über Land. Runde 6.500 km waren’s am Ende. Eindrücke, die bleibend sind und Fahrerlebnisse, die in einem MF3 noch anders empfunden werden als in einem „moderneren“ Auto. Europa unmittelbar erlebt, sozusagen.


       
      Und es ist schön, dieses Europa!
       
      

Die grobe Richtung war im Uhrzeigersinn von Speyer aus südwärts durch Zentralfrankreich ans Mittelmeer, entlang der spanischen Küste über Granada  und oberhalb des Alentejo quer durch Portugal und an seiner Küste hoch ans Westende Europas. Über das Douro-Tal weiter nach Nordspanien, an dessen Küste und übers Baskenland nach Frankreich zurück, durch den Südwesten und mit einem Abstecher ins Perigord wieder über Burgund Richtung Heimat.


       
       

       
       
      Tagesetappen nicht länger als 500 km, eher um die 250 bis 300. Sonst sitzt man nur im Auto und hat keine Zeit für Land und Leute. Spätestens um 17.00 in den vorgebuchten Unterkünften eintreffen, keinen Streß mit „unterwegs noch Bett für die Nacht suchen“. Lecker essen - nicht „Sterne sammeln“, sondern regionaltypisch aussuchen. booking.com hilft und die Streckenplanung am Eßtisch ist alleine schon ein Erlebnis: Straßenkarte hier, Satellitenbilder auf dem iPad da und Reiseführer verstreut.
       
      

Motto außerdem: Bleib’ den Städten fern - die sehen wir uns ggf. gesondert an, aber das machte den Charakter der Reise sonst unharmonisch. „Landpartie“ in Ruhe (soweit das der Auspuff eines MF3 zuläßt) statt Hektik.
       
      

Die Anfahrt nach Burgund als erster Etappe ist durch bestens bekanntes Geläuf, da geht’s nur um „Strecke machen“. Einfaches aber sauberes kleines Hotel mit leckerer Küche reicht uns.
       
      

Ab jetzt kommt Neues, nämlich die Cevennen. Wunderschön, kaum erschlossen und traumhafte Straßen. Ein bißchen viele, wir kommen nur mühsam voran. Einfacher Grund: Ich habe der Handynavi (sehr empfehlenswert: Navigon-App) vorgegeben, „schön“ für einen „PKW“ zu führen. Das tut sie mit Inbrunst. Wir gurken auf kleinen und kleinsten Sträßchen, bis uns die Lust am ewigen Gekurbel etwas schwindet. Tip aus der Praxis: „Motorrad“ wählen, dann fallen sehr unebene Strecken weg und langwierige Ortsdurchfahrten mit Ampeln werden tunlichst vermieden.
       
       

       
       

       
      

„AEG“ - Aus Erfahrung Gluch!
       
      

Im katalanischen Frankreich (die mit Erstaunen auf Ihre Geschwister in Spanien und deren politische Bemühungen blicken) erreichen wir das Mittelmeer. Es ist noch keine rechte Badesaison, um es mal so zu sagen. Regen ist international gleich lästig für Aktivitäten wie diese.


       
      Kaum über die Grenze nach Spanien lichtet sich alles und uns empfängt eine völlig andere Landschaft mit völlig anderem Wetter. Alles gut und schön, aber ohne Klimaanlage kann auch sogenanntes „schönes Wetter“ nerven!


       
       

       
       
      Die Monokulturen entlang der Strecke sind genauso erschreckend wie sie interessant anzusehen sind. Erst sind’s Orangen, dann werden’s Oliven. Daß das Land ein Wasserversorgungsproblem hat, ist nachvollziehbar. Geisterstädte haben wir nur gestreift, Senasationstourismus stand nicht auf dem Programm. Da stehen ernsthaft Siedlungen mit allem Pipapo - Straßen, Plätze, Häuser, Beleuchtung, Schilder - und KEINER wohnt da. Abartig.
       
       

       
       
      

Bauruinen hat’s da mehrfach, und je weiter wir nach Süden kommen desto mehr britische „Expats“. Das sind sonnengegerbte Briten im Rentneralter, die sich dauerhaft ein „home away under the sun“ in Spanien eingerichtet haben. Naja. Tut der Sache nicht unbedingt gut, zumal sie dann eher untereinander bleiben und manche es in Jahren nicht schaffen, wenigstens gebrochen Spanisch zu sprechen. Gut zu Fuß sind sie aber alle, denn in Spanien - anders als im NHS - kosten Hüften und Knie nichts und werden auch über 75 noch eingebaut. Was daheim im wahrsten Sinne des Wortes „am Stock geht“, springt hier mit faltiger Haut am Knie munter herum.


       
       

       
       

       
      Die Landschaft wird in der Region Murcia eintönig und wüstenartig, so daß wir uns wirklich auf Granada freuen. Sehr sehenswert, Weltkulturerbe völlig zu recht. Mit dem Wiesmann durch die Altstadt zur Hotelgarage löst allerdings ähnliches Aufsehen aus …
       
       

       
       

       
      

Südspanien haben wir passiert und kommen nach Portugal. Erstaunlich, daß die Landesgrenze auch sonst eine ist: Die Landschaft ändert sich binnen weniger Kilometer komplett! Korkeichen über Korkeichen säumen den Weg, nicht selten werden die Wälder von Kühen oder Schweinen durchforstet. Ronda ist unser nächstes Etappenziel, ein wirklich bezauberndes Städtchen in perfekter Lage auf einem Felsen, wunderschön! 
       
       

       
       
      Quartier beziehen wir in Beja, das wir von früheren Reisen schon kennen. Die Pousada liegt sehr nett (ein aufgegebenes Kloster, das Hotel wurde) und die Innenstadt ist immer einen Abendspaziergang wert. Essengehen ist schwer - wir landen ernsthaft in einer italienischen Pizzeria. Hat dem Geschmack keinen Abbruch getan!


       
      Auf dem Weg nach Sintra liegt Estoril. Ein Sportwagen muß zur Rennstrecke (wenn auch „darauf“, das wäre für mich zu infizierend und für das Auto möglicherweise nicht gesund. „Gesperrt“ und ein grimmiger Sicherheitsdienst an der Schranke. Tja - ein schnuckeliges kleines Auto mit lautem Motor erweicht weltweit die Herzen. Mit dem Versprechen, nur kurz zum Fahrerlager vorzufahren, dort ein Foto zu machen und dann zurückzukommen, dürfen wir passieren! Ich entschuldige mich hiermit bei Peugeot, daß wir die Vorstellung der „SUV-Flotte“ auf dem Racetrack boykottiert haben und alle Presseleute und Gäste sich dem kleinen weißen zuwandten ….
       
       

       
       
      

Im Großraum Lissabon sind wir schon, in Sintra werden wir in einem ausgezeichneten Bed & Breakfast übernachten und uns zum Wendepunkt der Reise aufmachen. Zur rechten Zeit, denn normal ist es dort proppenvoll. Bei uns ging’s und für Fotos und Urkunde hat’s gereicht.
       
       

       
       
      

Auf dem weiteren Weg ins Douro-Tal passieren wir auf Empfehlung Einheimischer Viseu. Die Menschen hatten recht, das ist ein lebhaftes bezauberndes Städtchen abseits der Tourihauptrouten.


       
       

       
       
      Das Douro-Tal sollte uns nach der Anfahrt etwas Entspannung geben. Autofrei zum Probieren der Portweine mit der Bahn - unser einfaches aber sehr sauberes Hotel liegt direkt am Bahnhof in einem gottverlassenen Nest und näher als mit dem Zug kann man dem Fluß nicht kommen. Eine herrliche Gegend - da kann sich die Mosel mal ein Scheibchen von abschneiden!


       
       

       
       

       
       

       
      Nordspanien empfängt uns mit Einöde. So was von Einöde auf dem Weg nach Leon habe ich noch selten erlebt. Die sinnfreie völlig neue und völlig leere Autobahn führt schnurgerade durch unbewohnte Landschaft mit Feldern im Format „unter 100 Hektar ist Kleingarten“.
       
       

       
       
      

Die Küstenregion dagegen erinnert fatal an Südtirol - nur anders arrangiert. Es geht immer von der Küste weg in ein Tal, Querverbindungen sind selten. Man klappert also in den „Picos d’Europa“ quasi Tal um Tal ab auf dem weg Richtung Bilbao.


       
       

       
       
      Bei Irun geht’s zurück nach Frankreich, wo wir beim Durchqueren Aquitaniens die Errungenschaft moderner Forstwirtschaft bewundern können: Bäume wie die Soldaten aufgereiht, durchschnitten von kerzengeraden Straßen. Bewohner? Kaum. Wenn aber: „lecker Essen auf’m Land“!


       
       

       
       
      Auf dem Weg zurück in die Pfalz ein letzter kulinarischer Stop in Pontaubert - und die Heimat hat uns ohne eine einzige Schramme wohlbehalten wieder.


       
       

       
       
      Quintessenz aus dieser Marathontour:


       
      Wer geschickt packt, kriegt alles lässig im Wiesmann unter. Herumrasen ist dem Fahrspaß abträglich, gepflegtes Abroadstern mit offenen Augen und wachen Sinnen ein einziges Vergnügen.  Ein kurioses Auto (ich glaube, wir waren der erste Wiesmann in Portugal, zumindest dort, wo wir unterwegs waren) ist ein Türöffner und mit etwas gutem Willen kann man sich immer verständlich machen. Was „laß’ mal unter die Haube gucken“ heißt, erschließt sich schnell.


       
      Auf einer solchen Tour lernt man außerdem, daß Spanien viel bessere Hotels und Betten hat als Frankreich, man dort aber viel besser ißt - die Rezepte sind halt vielfältiger und die Zubereitungen abwechslungsreicher. Auf dem Land wird nicht gerast, weder in Spanien noch in Frankreich, aber Portugiesen lieben es, dicht aufzufahren. Man klebt am Vordermann, beachtet aber das Tempolimit strikt. Muß sehr teuer sein, das nicht zu tun!
       
      

Und eine ganz wichtige Lehre am Schluß: RECHTS fahren, so weit wie eben möglich! (Steht übrigens auch in § 7 Absatz 2 der StVO). Das heißt nicht nur, bei mehreren Spuren die rechteste freie zu nehmen, sondern auch, innerhalb der Fahrspur so weit wie möglich rechts zu bleiben. Quasi am Randstreifen entlang. Das hat uns in den Cevennen einen schweren Unfall erspart.


       
      Mitten im Nirgendwo donnert ein Milchlaster auf seiner Routinetour. So schnell wie’s geht, also auch manchmal Kurven schneidend. Uns kommt er entgegen. Ziemlich in der Mitte aus einer Kurve heraus, wir waren für ihn durch einen Hain nicht sichtbar. Wäre ich auch „optimiert schnell“ unterwegs gewesen, hätte es granatenmäßig geknallt. Getreu dem Motto: „Montags ist da noch nie einer gekommen, was macht Ihr denn da??“ So hat er Platz genug, um mit einem scharfen Lenkmanöver auszuweichen. Ein paar Verkehrsschilder räumt er ab - das ist aber wohl Routine, er hält nämlich vorsichtshalber gar nicht erst an, sondern braust ungebremst weiter!


       
       

       
       
       
      Wie dem auch sei: Diese andere Art des Reisens ist anstrengend (wir haben trotz ausgiebigen Testens der Landesküche nicht zugenommen), aber selbst in einem knappen Roadster sehr gut machbar. Die nächsten Touren hätte ich schon „im Koppe“ …. 




      Markus
       
    • Ulla
      Die englische Patientin.
      Hallo Zusammen,
       
      anbetracht des schlechten Wetters möchte ich die Wartezeit etwas überbrücken mit einem Beitrag wie ich zu meiner Diva gekommen bin.
      Gekauft wurde sie als totale Bauchentscheidung. Zwischen sehen, verlieben und Entscheidung verging kaum eine Stunde (wesentlich kürzer als meine Freundin zum Kauf eines Paar Schuhe benötigt:D).
       
      Gemacht habe ich es so wie alle abraten: unbesichtigt ohne weiter darüber nach zu denken in der Bucht . Was soll man machen wenn der Mann nicht erreichbar ist . Ich war einfach shoppen. Der Preis war allerdings unschlagbar und der Verkäufer versicherte glaubhaft, dass das Auto keine Kühlprobleme hat und gut läuft. So konnte ich hoffen auf eine Saison zum Ausprobieren und dann sieht man weiter.
       
      Das hatte sich auch bewahrheitet. Ich konnte einen Sommer fahren, genug um total dem Ferrari Virus zu verfallen und um der Diva eine komplette Revision in Eingeregie mit Konvertierung auf Linkslenker zukommen zu lassen.
       
      Der Rechtslenker hat sich vor allem bei Überholmanövern auf Landstraßen als sehr störend erwiesen. Ich werde allerdings die Momente vermissen wenn jemand sehr dicht auffuhr und mein Sohn (auf dem Beifahrersitz) sich als vermeintlicher Fahrer vollständig umgedreht und zurück geblickt hat . Die Gesichter waren teilweise filmreif.
       
      Hier ein paar Bilder aus der Zerlegungsphase:















       
      Bei Interesse kommen noch mehr Bilder. In der Zwischenzeit habe ich die H-Hürde geschafft und 3 500 km gefahren.
      Viele Grüße
      Ulla

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