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Isdera Imperator 108i

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isderaimperator VIP CO   
isderaimperator

So Ihr Lieben,

nachdem ich mich ja schon vorgestellt habe, möchte ich Euch nun in unregelmässigen Abständen über den Wiederaufbau meines Isdera Imperators informieren und teilhaben lassen.

Sicherlich nicht ganz ohne Hintergedanken, denn Fragen habe ich auch hier und da. - Und wo wäre ich besser aufgehoben als in diesem Forum.

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isderaimperator VIP CO   
isderaimperator

Zur Zeit wird gerade die Kliamanlage auf FCKW-frei umgerüstet. Leider kein sehr günstiges Vergnügen. Die grobe Kostenschätzung beläuft sich auf 2.000,00 EUR. Leider sind beim damaligen Unfall einige Leitungen abgerissen worden, welche nun erneuert bzw. angefertigt werden müssen. Dadurch war das System auch geöffnet, was wohl ebenfalls zu der teuren Instandsetzung führt. Die Klimaanlage stammt aus dem Porsche 928.

Danach werden wir die Elektrik überprüfen. Falls nötig diese erneuern oder erweitern, da wir einige Extras eingebaut haben, welche es ab "Werk" nie gab. (ZV, Parkboy, AutoLight, Head-up-display etc..)

Paralell dazu wird eine Motorinspektion durchgeführt.

Vor 2 Wochen hat der Wagen das erste mal eine kurze Ausfahrt mitgemacht. Einmal zur Tanke und zurück. Dabei ruckelte der Motor ein wenig und ging leider auch 1mal aus. Allerdings haben wir die (Steinzeit-)Steuerung noch nicht auf bleifrei eingestellt und die Zündkerzen nur gereinigt. Ansonsten war ich sehr überrascht, dass der Motor nach über 10 Jahren Standzeit so problemlos anspringt und einigermassen sauber läuft.

========

Was raten mir die Schrauber dieses Forums? Was sollen wir alles ersetzen, bzw. kontrollieren, wenn der Motor so lange gestanden hat? (Hab mal gehöhrt, dass man gewisse Dinge nicht anpacken soll, wenn sie noch laufen, bzw. funktionieren)

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Querdenker   
Querdenker

Ich fänds sehr toll wenn nach der Restaurierung ein Fahrvideo Einzug ins Forum erhielt :wink:

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isderaimperator VIP CO   
isderaimperator

Hallo Querdenker,

auf jeden Fall werden wir ein paar Videos drehen. Ich habe sogar schon eine Anfrage von einer TV-Produktionsgesellschaft, welche den Wagen im Vergleich mit einen Hubschrauber filmen wollen.

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isderaimperator VIP CO   
isderaimperator

Ich habe folgende Rad-Reifen-Dimensionen:

Reifen / Felgen vorn: 285 /40 ZR15 Pirelli P7R

Reifen / Felgen hinten: 345 /35 VR15 Pirelli P7R

Leider finde ich nirgends einen Anbieter, welcher mir solche Dimensionen anbieten kann. Zwar gibt es die Vorderräder

bei Yokohama und die Hinterreifen von Pirelli,

aber ich fahre ungern 2 verschiedene Fabrikate.

Ich denke doch, dass die Countachs aus meinem Baujahr ähnliche, wenn nicht sogar die selben Dimensionen fahren.

Bin für jeden Tip dankbar.

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saugmotor   
saugmotor

Könntest du bitte etwas zur Geschichte und den Fahrleistungen des Wagens erzählen? Die Rückfront erinnert an den W126.

Sieht unglaublich gut aus, dein Auto. :-))!

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isderaimperator VIP CO   
isderaimperator

Nachdem Mercedes Benz 1968 den Wankelmotorprototypen C111 präsentierte, fing der Designer Eberhard Schulz (Isdera, bb), damals bei Porsche beschäftigt, damit an

(s)einen Mercedes Sportwagen zu bauen, welcher die Reihe Silberpfeil, 300 SL, C111 fortführen sollte.

1978 stellte er ihn der Öffentlichkeit vor. Es war die einzige Mercedes Studie, welche nicht im Werk entstand, aber trotzdem den Stern tragen durfte. Zur damaligen Zeitpunkt wurden bei Mercedes keine Sportwagen gebaut und auch diese Studie durfte nicht in Produktion gehen. Das fand Herr Schulz gar nicht gut und gründete daher einfach seine eigene Automanufaktur. 1983 fertigte er seinen flachen Spyder und ab 84 den Imperator 108 i, den optisch etwas gereifteren CW 311. Man kann den immer noch kaufen, allerdings mit Facelift, was ihm die Mercedes Optik nimmt. Kostet dann mal eben 232.000 EUR

http://www.leonberg.com/isdera

Meiner ist die Nr 14 von insgesamt zZ. 30 weltweit

z.Z. im Wiederaufbau (90%)

Mercedes-Benz V8 5,6 l mit 300 PS

Getriebe: (ZF -5-Gang)

Gewicht: ca 1.250 Kg

0-100: 4,8 - 5,4 Sec. (je nach Übersetzung)

Topspeed: 282 - ca.300 Km/h (je nach Übersetzung)

CW-Wert: 0,3815

L/B/H: 4220 / 1835 / 1135 (inkl. Dachspiegel)

Reifen / Felgen vorn: 285 /40 ZR15 Pirelli P7R

Reifen / Felgen hinten: 345 /35 VR15 Pirelli P7R

Tank: 110 Liter inkl. Catchtank

Kofferaum: Hinten: ca. 330 Liter,

Vorne: Stillgelegt, jetzt nur noch Wasserkühler etc.

Klima

sponsored by in.pro & Canorum entertainment

in-pro.de........&........canorum.de

Wer will, kann sich mein komplettes Album bei Arcor.de anschauen: Sport&Freizeit, Motorsport, Name des Albums Isdera_imperator.

Oder unten auf den Link Garage klicken

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HOLZ   
HOLZ

Hallo,

möchte dich hiermit auch erstmal begrüßen. Ich findes es absolut faszienierend, dass du uns an deinem Traum teilhaben lässt und die Wiederbelebung deines Isdera für die Fans dokumentierts. Das ist wirklich ein außergewöhnlicher Wagen.

Es ist erstaunlich und irgendwie tragisch wie solche Exoten eliminiert werden, wie bei deinem - schon mehrere Unfälle oder ich mich noch an ein Foto in der Auto Bild erinnere, wo ein Imperator, ich glaube in GB ausgebrannt ist. Auch ist es verwunderlich wie man einen solchen Sportwagen irgendwo auf einem Hof unter einer Plane vergammeln lassen kann. Zum Glück hast du dem Elend eine Ende bereitet.

So wie ich mitbekommen habe, hast du an deinem Wagen diverse Änderungen vorgenommen. War es für dich nicht Thema die Originalität beizubehalten oder war es für dich eine leichte Entscheidung den Wagen zu individualisieren?

Hast du denn wirklich vor den Wagen auf der Nordschleife zu bewegen und auszureizen? Ich meine, dass ist ja kein Seriensportwagen, wie ein GT3, Turbo, 360 oder ähnliches sondern meiner Ansicht nach ein automobiles Denkmal welches nie und nimmer zu ersetzen ist.

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Autopista   
Autopista

Hallo Imperator,

Tolles Auto :-))!

Viele Informationen rund um den alten Mercedes V8 kannst du in diesem Forum finden:

 

Es ist nicht zu empfehlen, die alten Motoren mit bleifreiem Benzin zu betreiben. Auch eine Umrüstung wurde seinerzeit von Mercedes-Benz nicht empfohlen. Besser einen Bleizusatz verwenden.

Nach so einer langen Standzeit solltest du vielleicht mal die Gummidichtungen überprüfen. Ölverlust ist immer ein wichtiger Punkt. Kommt eine Ölfahne aus dem Auspuff? Steigt der Ölstand nach einer bestimmten Zeit an? Falls ja sind die Kolbenringe verschlissen, der Sprit versetzt die Schmierung, auf Dauer --> Motorschaden.

Ansonsten dürfte der Motor keine Probleme machen.

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Karl VIP CO   
Karl
saugmotor schrieb:
Könntest du bitte etwas zur Geschichte und den Fahrleistungen des Wagens erzählen? Die Rückfront erinnert an den W126.

Zur Geschichte:

Der Veredler b+b (Rainer Buchmann) war in den späten 70er und frühen 80er Jahren ähnlich erfolgreich wie Styling Garage, Sbarro, Rinspeed und Gemballa. Man baute regenbogenfarbene Porsche und Mercedes-Benz für die Königshäuser dieser Welt. Gold, HiFi, innovative digitale Anzeigen und opulentes Spoilerwerk zeichneten jedes Auto aus.

1979 präsentierte man in Frankfurt auf der IAA den CW 311, einen Prototyp mit Mercedes-Benz-V8 und Flügeltüren. Gebaut hatte ihn Eberhard Schulz, der seinerzeit bei b+b arbeitete. Der Wagen war ein Ereignis, Mercedes-Benz erlaubte es b+b sogar offiziell, den Stern auf den Wagen zu platzieren.

 

Der Wagen ging durch die Weltpresse, sogar Niki Lauda fuhr ihn und berichtete gutes. Doch b+b wollte nicht verkaufen, obwohl man die Blankoschecks vor allem aus dem Nahen Osten nur so hereinschaufelte.

Eberhard Schulz und Rainer Buchmann trennten sich Anfang der 80er, die Interessen waren zu verschieden. Schulz gründete Isdera (Ingenieurbüro für Styling, Design, Racing) und baute den CW 311 selber, den er Imperator nannte. Von dem Wagen wurden dann über die Jahre unter 30 gebaut.

1991 gab es ein "Facelift", was vor allem den Zulassungsbestimmungen der Schweiz zu verdanken war. Diese 2. Serie kam auf weniger als 5 Exemplare.

In meiner Signatur hast Du unten rechts den Imperator der 1. Serie neben dem Isdera Spyder 036i. Rechts oben die 2. Serie, das Auto war mal dunkelblau und steht jetzt in Belgien. Links ist der bekannte Isdera Commendatore 112i 6.0, leider ein Einzelstück.

Christian besitzt einen Imperator der 1. Serie, den er in Richtung CW 311 stylen will. Unbedarfte Zeitgenossen werden seinen Isdera daher für einen (neuen) Sportwagen von Mercedes-Benz halten, er - Christian - wird noch die eine oder andere Frage an den Tankstellen dieser Republik beantworten dürfen 8) ...

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isderaimperator VIP CO   
isderaimperator

Hallo "Holz", danke für die Begrüssung.

Ja, die Nr. 14 hat schon viel mitgemacht und ging durch viele Hände. Aber damit soll jetzt Schluss sein. Unter der Plane stand er auch nur so lange, weil der damalige Käufer keine Chance auf Teile hatte. Dann gab es wohl auch finanzielle Probleme und ich habe ihn erst dann kaufen können.

Sicherlich ist das mit der Originalität so eine Sache. Allerdings waren alle Isderas quasi Einzelanfertigungen. Meine Heckhaube passt nur auf meinen Typen und umgekehrt. Beim Probesitzen in anderen 108er stellte ich sogar unterschiedlich grosse Innenräume fest. Dann gab es z.B. auch einen Zwitter zwischen 1. Serie und dem Nachfolgermodell ab 91, genannt 108 i EVO, welcher ebenfalls dem Herrn Klöti aus der CH gehört (der hat auch noch den Commendatore und einen 108er der Serie 2. Alle drei waren kürzlich wieder auf RTL zu sehen (Menschen und Ihr Sammlertick o.ä.))

Alle Teile der Karosserie sind Originalteile, entweder neu, bzw. wieder reparierte. Mein Frontdeckel lässt sich ohne weiteres wieder mit dem Originaldeckel austauschen, ebenfalls der Lüftungsgittereinsatz über dem Motor. Einzig die Türschlösser und Griffe würden mehr Aufwand machen. Auch die Heckschürtze könnte man wieder dem Original angleichen, da von innen die originalen Schlitze sichtbar sind und nur von aussen die Radien aufgesetzt wurden. Hier müsste man dann aber wieder spachteln und lackieren. Der Auspuffanbau kann demontiert werden. Der ist eine Anspielung an den ersten Isdera, dem Erator, welchen ebenfalls ein Mittelauspuff schmückt.

In erster Linie habe ich nur die Bereiche umgeändert, welche mir nun gar nicht gefielen. Die Fahrzeugfront ziert ein nachgebildeter CW 311 Grill und ist ein Wechselgrill, der mit dem Originalgrill getauscht werden kann. Diese Front finde ich viel besser als die Originale von Isdera mit Golfblinkern.

Einige Teile haben wir aus Aluminium hergestellt ("Crashbox", Seitenschweller, Front und Kofferraumdeckel) da wir das Material besser fanden (Gewicht), bzw. die Oberflächenqualität besser ist.

Ich finde den Wagen geradezu predestiniert für die Nordschleife. Sicherlich wird er sich nicht so einfach und schnell über die NS bewegenlassen wie ein GT3, aber letztentlich ist er ja wie ein Gruppe C Rennwagen gebaut, was noch viel Spielraum bzgl. des Fahrwerkes zulässt. Auch im unschönen Fall eines Unfalles lässt sich der Wagen für mich einfacher und billiger reparieren als ein kaltverformter Porsche. Der Gitterrohrrahmen ist sehr stabil und sehr geschützt . Und selbst wenn er sich mal verziehen sollte, braucht man ihm einfach nur ein neues Stück einsetzen. Die Karosserie, bricht und kann (wie in den letzten Jahren bewiesen) einfach repariert werden. Aber so weit will ich es auch nicht treiben. Aber eine Runde unter 8:45 sollte schon drin sein O:-)

@ Autopista

vielen Dank für den Link. Habe da sofort eine Anfrage gestartet. Allerdings sollte Bleifrei kein Thema sein, zumal es den Motor ja auch mit KAT gab und vorher schon in die USA exportiert wurde. Da gibt es wohl so eine Art Stecker, den man wohl nur umdrehen muss, dann verträgt er auch Bleifrei.

Mal sehen, was das dortige Forum so an Infos bietet

@ Karl

Leider kann man Dein eingefügtes Bild nicht sehen (CW 311?). Mit der Verwechslungsgefahr hast Du natürlich recht. Aber auch im Benz-look werden Isdera Zeichen deutlich erkennbar sein. Alle Sterne lassen sich umstecken zu Isdra Adler und Emblemen.

Der originale CW 311 fährt oder steht in Hong Kong, soll mittlerweile sogar einen Ford Motor implantiert bekommen haben. :cry: Die Familie Schulz versucht schon lange den CW 311 wieder in die eigenen Hände zu bekommen.

post-30511-14435305344622_thumb.jpg

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isderaimperator VIP CO   
isderaimperator

Nachtrag:

@Autopista

"Hier die ersten Antworten bzgl. Motor vom DB Forum:

Du kannst den Wagen ohne Umbauten bleifrei fahren, dafür ist er seit jeher gedacht. Den Stecker im Motorraum drehst du nur, wenn du z.b. in Ostblockländern nur normal Benzin, bzw. schlechte Spritqualität hast. Verändert dann die Zündung.

Tja was musst/solltest du machen. Wenn er läuft ist schon mal gut. Auf jeden Fall sämtliche Betriebsstoffe wechseln. Motoröl mit Filter, Zündkerzen, Luftfilter, Kraftstofffilter. Ich würde dann erst mal richtig laufen lassen und dann weiterschauen. Nach so langer Zeit

sind gerne die Einspritzdüsen etwas zu und einige Gummidichtungen/Simmerringe hart geworden.

Der Eintrag mit dem Hubraum müsste passen, Mercedes gibt zwar 5547 an, aber ich habe im Schein auch 5491 stehen (mit Kat, ist aber glaube ich egal). Entweder haben die Zulassungsstellen andere Daten, oder die Zahl wird bei denen anders berechnet. "

@ Karl

sehr schönes Avantar. Ich sehe, Du hast verstanden O:-)

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Autopista   
Autopista

Wenn dein Motor auch BJ.88 ist, dann hast du von vornherein bereits die hochverdichtete Variante. Insofern ist diese Info bzgl. bleifreiem Benzin richtig.

Ansonsten solltest du die genannten Dinge beherzigen. Achte mal besonders drauf ob der Motor Fehlluft ansaugt. Meistens stimmt dann etwas mit dem bereits erwähnten Simmeringen nicht.

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isderaimperator

Ich hoffe, dass der Motor auch Bj 88 ist. Erklär mir mal bitte den Begriff Simmerringe. Den höre ich tatsächlich immer als Erstes. Was sind das und was machen die genau?

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Autopista   
Autopista

Ein Simmerring ist nichts anderes als eine Wellendichtung.

Die wird in jedem Auto verwendet, an mehreren Stellen, sei es an der Kurbelwelle, Nockenwelle, Getriebe, Differential, etc....

Bei den W126 Motoren wird oftmals der Simmerring am vorderen Getriebeausgang undicht, weil das Öl nach längerem Stehen dort etwas drückt. Das dürfte bei dir aber nicht der Fall sein. Beim Isdera kenn ich mich da nicht wirklich aus. Hatte bisher noch keinen....... O:-)

Es ist auch möglich, daß ein Simmerring / Dichtung im Ansaugtrakt undicht wird, der Motor saugt dann (dreckige) Fehlluft an. Nicht so toll.

Wie gesagt, sind aber alles ungewöhnliche Mängel, taucht normalerweise nicht auf.

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isderaimperator VIP CO   
isderaimperator

@ Autopista:

Danke für die Erklärungen. Ich werds kontrollieren lassen.

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Karl VIP CO   
Karl
isderaimperator schrieb:
@ Karl

Leider kann man Dein eingefügtes Bild nicht sehen (CW 311?).

Hab' jetzt zwei andere Fotos verlinkt.

Schaut euch das mal an:

 

Angeblich ein 190 E 5.0 V8 von Eberhard Schulz für Roland Affolter...

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isderaimperator

Hab' jetzt zwei andere Fotos verlinkt.

Sehe nur eins :-?

Ich glaube nicht, dass das ein Wagen von Schulz ist. 1984 hieß die Firma ja schon Isdera. Auf dem Tacho steht Schulztuning. Ich meine mich aber erinnern zu können, dass es mal eine Firma Schulz gab. Die bauten 190 Cabrios, Kombis und Pickups. Die standen auch immer alle hochbeinig wie der gezeigte 190 er rum. Ich habe mal bei dem Sohn nachgefragt (@). Info kommt sicherlich bis morgen.

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Karl
[ich glaube nicht, dass das ein Wagen von Schulz ist. 1984 hieß die Firma ja schon Isdera. Auf dem Tacho steht Schulztuning. Ich meine mich aber erinnern zu können, dass es mal eine Firma Schulz gab. Die bauten 190 Cabrios, Kombis und Pickups. Die standen auch immer alle hochbeinig wie der gezeigte 190 er rum. Ich habe mal bei dem Sohn nachgefragt (@). Info kommt sicherlich bis morgen.

Daher auch:

Angeblich...

Kenne Schulz als Veredler aus den 80er auch, die haben mit Isdera nichts zu tun...

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isderaimperator VIP CO   
isderaimperator

... und hier die Antwort von Isdera

"Hallo Christian,

da hat wohl sich einer mit dem Namen in Verbindung bringen wollen.

Der 190er hat mit Paps oder dem CW 311 nichts zu tun. Würde mich nur

interesieren wo das Bild vom CW 311 herkommt. Aber Paps hatte nichts mit Schulztuning am Hut, wobei wenn der V8 mit richtig viel Leistung wäre,

könnte man damit nette Kreise ziehen....

Viele Grüße

Mit freundlichen Grüßen

Olaf Schulz

MB-technology GmbH"

@ Karl : Das "angbelich" hatte ich schon verstanden. Wie Du siehst versuchen sich schon andere mit dem Namen Schulz einen Vorteil zu verschaffen. Wird wohl mehr werden...

O:-)

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Karl
@ Karl : Das "angbelich" hatte ich schon verstanden. Wie Du siehst versuchen sich schon andere mit dem Namen Schulz einen Vorteil zu verschaffen. Wird wohl mehr werden...

O:-)

Um die Sache mal ein bisschen aufzudröseln: Eberhard Schulz ist Isdera, Erich Schulz ist Schulz Tuning.

Die Firma Schulz machte sich in den 80er vor allem aufgrund ihrer bemerkenswerten Umbauten zum Thema 190 E einen Namen. Man baute beispielsweise mit ABC Tuning das einzige Cabriolet – zweitürig – , man baute als einzige Firma ein Coupé auf Basis des 190 E, welches dem SEC (C126) nachempfunden war (keine B-Säule, SEC-Haube usw.), man baute die Motoren der S-Klasse (W126) in den 190 E, und dabei sowohl die Sechszylinder als auch – wie angesprochen – den großen 5.0L-V8 mit 231 PS und 405 Nm bei 3000/min.

Übertroffen wurde man diesbezüglich nur noch von Turbo-Umbauten von zum Beispiel Turbo Motors oder LOTEC. Letztere stellten einen 190 E 2.3 – 16 Turbo mit 300 PS und einem maximalen Drehmoment von 380 Nm bei 4500/min auf die Räder. Man sagte dem Wagen eine Höchstgeschwindigkeit von über 260 km/h und die Fähigkeit, in unter 6 s auf 100 km/h zu sprinten nach..., in einem 190 E!

Des weiteren veredelte Schulz natürlich die E-Klasse (W124) und vor allem die S-Klasse. Hierbei tat er sich durch die seinerzeit längste Pullman-Version und durch ein elegantes viertüriges Cabriolet auf Basis der S-Klasse hervor, welches sogar eine elegantere Linienführung aufwies als jenes von Caruna aus der Schweiz, denn der Knick in der Seitenlinie in Höhe der imaginären B-Säule fehlte.

Ach ja: Einen Umbau mit einem Verdeck ähnlich dem BMW 3er Topcabriolet (E36) von Baur stellte man vom 190 E ebenfalls auf die Räder...

Was den blauen 190er angeht: Da hat jemand aus Unwissenheit die beiden Schulz'es zusammengepackt. Obwohl Eberhard Schulz unter dem Namen Isdera seinerzeit auch einen schnöden optischen Umbausatz für ein Fremdfabrikat anbot. Allerdings für den Porsche 928...

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Autopista   
Autopista
Man baute beispielsweise mit ABC Tuning das einzige Cabriolet – zweitürig – , man baute als einzige Firma ein Coupé auf Basis des 190 E, welches dem SEC (C126) nachempfunden war (keine B-Säule, SEC-Haube usw.), man baute die Motoren der S-Klasse (W126) in den 190 E, und dabei sowohl die Sechszylinder als auch – wie angesprochen – den großen 5.0L-V8 mit 231 PS und 405 Nm bei 3000/min.

Übertroffen wurde man diesbezüglich nur noch von Turbo-Umbauten von zum Beispiel Turbo Motors oder LOTEC. Letztere stellten einen 190 E 2.3 – 16 Turbo mit 300 PS und einem maximalen Drehmoment von 380 Nm bei 4500/min auf die Räder. Man sagte dem Wagen eine Höchstgeschwindigkeit von über 260 km/h und die Fähigkeit, in unter 6 s auf 100 km/h zu sprinten nach..., in einem 190 E!

Etwas offtopic:

Es gab viele interessante Umbauten für den 190er. Der interessanteste Motor war meiner Ansicht nach dieser:

http://www.hagmann.com/mbproduktlinie/34litersportmotor.html

Was viele nicht wissen. Man konnte damals schon beim Mercedes Händler einen 190 E 3.2 AMG bestellen mit Werksgarantie! (neben den sehr seltenen Evo Exemplaren......)

Der angesprochene 190 E 2.3-16 Turbo stammte übrigends ürsprünglich von der Firma Albert in Österreich. Lotec und Turbo Systems kauften dieses System dort ein. Der Wagen wurde in der AMS getestet und ging in 5,5s von 0-100 bei 255km/h Topspeed. Albert entwickelte auch Turboumauten für die V8-Motoren............ O:-)

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Karl
Der angesprochene 190 E 2.3-16 Turbo stammte übrigends ürsprünglich von der Firma Albert in Österreich. Lotec und Turbo Systems kauften dieses System dort ein.

Koenig Specials gehörte soweit ich weiß auch zu den Kunden. Zumindest für einige Vorführwagen 8) ...

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isderaimperator

Hey Ihr Banausen,

dieser Thread ist ein Isdera Thread. Sonst bestehe ich auf eine eigene Rubrik unter "Auto Diskussionen". (Wäre eigentlich angebracht, wenn ich schon mal hier bin.)

@ Karl. Immer wieder bemerkenswert, was Du so alles über die alte Garde der Tuner etc. berichten kannst. Ich erinnere mich allerdings auch noch gut, nur nicht mehr so genau wie Du. :-))!

Wenn Schulzi (mein Meister) dass hört, was Du über seine 928 Anbauten so schreibst. Er hat bei Porsche viel an der Entwicklung des 928 gearbeitet. Sein Aerokit verbesserte den Cw Wert des 28ers um über 10 % ( Laut Seiner Aussage brachte alleine der Frontspoiler 10% Verbesserung, ohne Tieferlegung) Kannst ja mal in seinem Buch nachschlagen.

Ebenso hat er für 944 und 911 Anbauteile entworfen. Die konnte man dann bei Porsche Exklusiv kaufen.

bzgl. LOTEC: Meint Ihr Lotec unter der Regie von Lotterschmied oder unter der Regie von Pietz, heute TTP. Unter Pietz kauften Köenig und Gemballa dort Ihre Leistungskits ein, mogelten allerdings ein Paar PS dazu, damit man es nicht sofort bemerkte. Lotec wird heute wieder von Lotterschmied geführt, weil der Pietz die Lizenz nicht zahlen mochte oder konnte.

@ all

nachfolgend ein paar Bilder vom 1. Isdera, dem Erator, welcher 1969 entstand, dann aber immer wieder umgebaut und weiterentwickelt wurde. Mit dem Auto fuhr der junge Schulz, zwecks Jobsuche, damals bei Mercedes und Porsche vor. Antoine Lapine, der damalige Porsche Chefdesigner, hat Ihn dann sofort eingestellt, obwohl er vorher schon bei den MB und Porsche Ingenieuren ein Job hätte haben können.

Motobasis. 5,6 Liter MB V8

Tockensumpfschmierung, offene Tröten, 6 Liter 2 Ventiler, standfeste 450 PS bei 6.800 U/min. Sprittverbrauch dann so in der Stunde bei ca. 55 Liter, (Zitat Schulz: Aber egal...Spaß muss sein!!)

post-30511-14435305348155_thumb.jpg

post-30511-14435305349546_thumb.jpg

post-30511-14435305351048_thumb.jpg

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Karl
Hey Ihr Banausen,

dieser Thread ist ein Isdera Thread. Sonst bestehe ich auf eine eigene Rubrik unter "Auto Diskussionen". (Wäre eigentlich angebracht, wenn ich schon mal hier bin.)

Ist ja gut, Du Mimose ;-) ...

Nur für Dich daher hier der Link zu einem netten Film mit dem Isdera Commendatore 112i..., Text und Sprecher „Dosenbaron“ Albert Klöti...:

http://www.frizzey.com/C112.htm

Wer da nicht schwach wird...

Ich werfe jetzt einfach mal in den Raum, dass der Isdera Commendatore 112i zumindest für mich der schönste Sportwagen der 90er Jahre ist...

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      Vorab möchte ich noch zwei Anmerkungen machen:

      1. Dieser Bericht ist hoffentlich komplett fehlerfrei, dennoch kann es sicherlich einige individuelle Abweichungen geben.

      2. Durch gesetzliche Veränderungen (Steuer/Zoll/TÜV/Zulassung) hat sich in den letzten Monaten einiges geändert. Mein Bericht dürfte momentan (Mai 2007) aktuell sein. Dennoch wäre es schön, wenn dieser Thread immer wieder mit neuen Erfahrungen gefüttert wird, damit er auch immer auf dem jeweils aktuellen Stand bleibt.

      Nun gehts los:

      1. Vorbereitung:

      Am 01. Mai 2007 habe ich hier über das Forum einen Kontakt in die Schweiz vermittelt bekommen. Nach kurzem Kontakt stellte sich heraus, daß das Auto für mich hoch interessant ist. Darauf hin habe ich mit dem Verkäufer per Fax eine Vereinbahrung getroffen, die folgenden Inhalt hatte:

      1. Unfallfreiheit
      2. Kilometerstand
      3. glaubhaftes Serviceheft
      4. event. Mängel
      5. Ausstattungsmerkmale
      6. Preis inkl. 7,6%-MwSt. als Verhandlungsbasis und Akzeptanz von Zahlung in EUR
      7. kein Zwischenverkauf bis 15:00 des Folgetages

      2. Bargeld in die Schweiz:

      Als gelernter Steuerfachangestellter bin ich mir der Problematik sehr bewußt. Ursprünglich war meine Vorstellung, daß ich bei der Einreise in die Schweiz beim deutschen Zoll das Bargeld deklariere. Falls ich das Auto also nicht kaufen sollte, hätte ich damit den Nachweis, daß ich am selben Tag mit dem Bargeld in die Schweiz eingereist bin. Leider geht meine Idee aber nicht, weil es dafür keinen Paragraphen gibt und somit ein deutscher Beamter auch niemals etwas macht, was nicht schriftlich vorgesehen ist.
      Der Weg war dann viel banaler, die Service-Hotline hat mir empfohlen, Nachweis zu führen, wo das Geld herkommt (Abhebung bei der Bank) und wofür es benötigt wird (Autokauf, Korrespondenz mit dem Verkäufer). Außerdem muß man es logischer Weise deklarieren, wenn man am Zoll darauf angesprochen wird. Sprich, wenn ich ohne Autokauf mit dem Bargeld wieder nach Deutschland einreise, kann ich belegen, daß ich es am Tag zuvor in Deutschland abgehoben habe und das ich es zum Zweck eines Autokaufs mit in der Schweiz hatte.

      3. Kauf und Fahrzeugübernahme in der Schweiz:

      Wenn man sich nach der Besichtigung, einer Probefahrt und eventueller Nachverhandlung handelseinig wurde, kann man nun das Auto kaufen. Ähnlich wie in Deutschland beinhalten in der Schweiz nur Neuwagen und Firmenfahrzeuge die Mehrwertsteuer (7,6%), Privatfahrzeuge sind somit brutto=netto.
      In meinem Fall war es zum Glück ein Firmenfahrzeug mit ausweisbarer Mehrwertsteuer, entsprechend hatte ich die Möglichkeit - gemäß dem Doppelbesteuerungsabkommen zwischen der Schweiz und Deutschland - das Auto ohne die schweizer MwSt. netto zu kaufen!
      Wichtig ist, daß man den schweizer Fahrzeugausweis vom Verkäufer mitbekommt, diesen benötigt man für die Vollabnahme in Deutschalnd.
      In meinem Fall hatte ich deutsche, rote Nummern dabei. Damit bewegt man sich in der Schweiz im Graubereich, bis jetzt habe ich noch keine offiziellen Informationen gefunden, ob man damit in der Schweiz fahren darf, oder nicht. Auf Anfrage bei der schweizer Polizei wurde mir allerdings mündlich gesagt, daß es tolleriert wird, wenn man auf dem kürzesten Weg ausreist.

      4. Vorbereitung Export/Import:

      Hierfür benötigt man doch so einige Dokumente. Meine Empfehlung ist, sich hier auf Profis zu verlassen, die soetwas regelmäßig vorbereiten. In meinem Fall war das die Spedition Frederick & Stähli direkt am Grenzübergang in Kreuzlingen/Konstanz. Diese hat folgende Dokumente vorbereitet:

      1. Ausfuhrbescheinigung
      2. Einfuhrbescheinigung
      3. Warenverkehrsbescheinigung EUR 1
      4. Unbedenklichkeitsbescheinigung

      Für diese Vorbereitung sollte man ca. 1 Stunde einkalkulieren. Die Dienstleistung kostet EUR 90. Ein Doppel der Ausfuhrbescheinigung hat die Spedition direkt dem Verkäufer zugeschickt, damit er bei seinem schweizer Finanzamt einen Nachweis hat, warum er das Auto netto verkauft hat.

      Ein besonders Augenmerk gilt hier der Warenverkehrsbescheinigung, dies dient als Nachweis, daß der Ursprungsstaat auch gleich dem Bestimmungsstaat ist (in diesem Fall Deutschland). Nur mit dieser Bescheinigung und dem Nachweis, daß man ein deutsches Produkt wieder nach Deutschland einführt braucht man keinen Zoll (10%) bezahlen. Früher mußte man sich die Warenverkehrsbescheinigung von dem jeweiligen Hersteller besorgen (dauerte teilweise Wochen), inzwischen konnte die Spedition dies auch online und augenblicklich abfragen. Eine böse Falle ist z.B., wenn man sich einen Mercedes ML in der Schweiz kauft. Der ML ist zwar von einem deutschen Hersteller, wird aber in den USA produziert, ergo muß man 10% Zoll zahlen, weil man eben keine Warenverkehrsbescheinigung EUR 1 für dieses Auto bekommt.

      4. Export aus der Schweiz:

      Wenn man nun alle Dokumente zusammen hat, geht man in das Zoll-Abfertigungsgebäude. Dort gibt es schweizer Export-Schalter und Deutsche-Importschalter. Als erstes muß man das Auto logischer Weise exportieren. Das geht sehr schnell, dauert ca. 5 Minuten und ist unkompliziert.

      5. Import nach Deutschland:

      Hier sieht es noch mal ein bißchen anders aus. Wartezeit 30 Minuten, dann beim ersten Blick vom Zöllner festgestellt, das die Trackingnummer von der Spedition fehlt, also noch mal zur Spedition und noch mal 40 Minuten anstehen. Das Arbeitstempo - naja, möchte ich öffentlich kein Wort drüber verlieren. Für so Sonderfälle, wie den Import eines Porsches kam dann der Abteilungsleiter, um den Vorgang zu bearbeiten. Dieser hatte sich zuvor schon mit Hilfe des Internets informiert, ob der Kaufpreis einigermaßen dem Marktwert entspricht, damit man gar nicht in Versuchung kommt den Staat um einen Teil der EUSt. zu beschei...
      Der Abteilungsleiter hat dann auch höchstpersönlich die Fahrgestellnummer kontrolliert, noch ein paar Fragen gestellt und dann die Papiere fertig gemacht. Wichtig dabei ist, daß er ein Siegel auf die Unbedenklichkeitsbescheinigung setzt. Vergißt er dieses Siegel, kann man das nie mehr nachbessern und somit das Auto auch nie mehr zulassen! Sind die Papiere fertig, darf man zur Kasse gehen und vor Ort die 19% Einfuhrumsatzsteuer (= MwSt.) in bar entrichten, zzgl. einer Bearbeitungsgebühr von EUR 25. Neben dem oben genannten Siegel ist außerdem wichtig, daß man genügend Zeit mitbringt. Die Zollschalter haben nur bis 17:30 geöffnet, egal wie viele Leute noch vor dem Schalter stehen!!!

      Herzlich willkommen in Deutschland!

      6. Vorbereitungen für die Vollabnahme beim TÜV:

      Ein gebrauchtes Auto, welches noch nie in Deutschland zugelassen war, muß zur Vollabnahme, ein Neuwagen hat dafür sogenannte COC-Papiere, dann benötigt man keine Vollabnahme. War das Auto in den letzten 7 Jahren schon mal nachweislich in Deutschalnd zugelassen, reicht auch eine normale TÜV-Abnahme.
      In meinem Fall mußte es die Vollabnahme gem. §21 sein, hierfür sollte man sich vorbereiten und z.B. alle Gutachten für Besonderheiten (z.B. Abgasanlage) zur Hand haben, hatte ich aber auch nur in Kopie. Eigentlich gilt am besten, immer alle Unterlagen mit nehmen, die sich bislang gesammelt haben!

      7. Vollabnahme beim deutschen TÜV:

      Dies entspricht eigentlich einer normalen TÜV-Prüfung, mit dem Unterschied, daß ein besonderes Augenmerk auf die Fahrgestellnummer gelegt wird und der TÜV-Ing. ein Gutachten anfertigt, was wie in den Fahrzeugpapieren zu stehen hat. Wenn man gerade beim TÜV ist, sollte man auch gleich eine Abgas-Untersuchung (AU) machen lassen, die benötigt man nämlich logischer Wiese auch für die deutsche Zulassung.

      8. Zulassung bei der Zulassungsstelle:

      Auch hier gilt wieder, alles mit nehmen, was man inzwischen an Dokumenten gesammelt hat. Die Zulassungsstelle hat so ziemlich alles eingescannt, den schweizer Fahrzeugausweis, die Exportbescheinigung, die Importbescheinigung, die Quittung über die gezahlte EUSt., die Unbedenklichkeitsbescheinigung inkl. Siegel, das Gutachten des TÜVs und die AU-Bescheinigung.
      Früher mußte man für eine solche Zulassung beim Kraftfahrtbundesamt noch eine zweite Unbedenklichkeitsbescheinigung anfordern, die dazu dient, nachzuweisen, daß das Auto nicht als gestohlen gemeldet ist. Alleine dies hat teilweise Wochen gedauert. Seit 01. März 2007 kann zumindest unsere Zulassungsstelle dies online abfragen! Noch ein kleines Detail, ab dem 01. Mai 2007 kann man nur noch ein Auto zulassen, wenn man in das Lastschrifteinzugsverfahren für die Kfz-Steuer einwilligt!


      DAS WARS!!! Herzlichen Glückwunsch zum schweizer Porsche mit deutscher Zulassung!
    • collaudatore
      Hallo,
      ich interessiere mich für einen Isdera Imperator 108i.
      Kennt jemand ein Fahrzeug das zum Verkauf steht?
      Beste Grüße
      Martin

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