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Isdera Imperator 108i

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isderaimperator
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So Ihr Lieben,

nachdem ich mich ja schon vorgestellt habe, möchte ich Euch nun in unregelmässigen Abständen über den Wiederaufbau meines Isdera Imperators informieren und teilhaben lassen.

Sicherlich nicht ganz ohne Hintergedanken, denn Fragen habe ich auch hier und da. - Und wo wäre ich besser aufgehoben als in diesem Forum.

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isderaimperator
Geschrieben

Zur Zeit wird gerade die Kliamanlage auf FCKW-frei umgerüstet. Leider kein sehr günstiges Vergnügen. Die grobe Kostenschätzung beläuft sich auf 2.000,00 EUR. Leider sind beim damaligen Unfall einige Leitungen abgerissen worden, welche nun erneuert bzw. angefertigt werden müssen. Dadurch war das System auch geöffnet, was wohl ebenfalls zu der teuren Instandsetzung führt. Die Klimaanlage stammt aus dem Porsche 928.

Danach werden wir die Elektrik überprüfen. Falls nötig diese erneuern oder erweitern, da wir einige Extras eingebaut haben, welche es ab "Werk" nie gab. (ZV, Parkboy, AutoLight, Head-up-display etc..)

Paralell dazu wird eine Motorinspektion durchgeführt.

Vor 2 Wochen hat der Wagen das erste mal eine kurze Ausfahrt mitgemacht. Einmal zur Tanke und zurück. Dabei ruckelte der Motor ein wenig und ging leider auch 1mal aus. Allerdings haben wir die (Steinzeit-)Steuerung noch nicht auf bleifrei eingestellt und die Zündkerzen nur gereinigt. Ansonsten war ich sehr überrascht, dass der Motor nach über 10 Jahren Standzeit so problemlos anspringt und einigermassen sauber läuft.

========

Was raten mir die Schrauber dieses Forums? Was sollen wir alles ersetzen, bzw. kontrollieren, wenn der Motor so lange gestanden hat? (Hab mal gehöhrt, dass man gewisse Dinge nicht anpacken soll, wenn sie noch laufen, bzw. funktionieren)

Querdenker
Geschrieben

Ich fänds sehr toll wenn nach der Restaurierung ein Fahrvideo Einzug ins Forum erhielt :wink:

isderaimperator
Geschrieben

Hallo Querdenker,

auf jeden Fall werden wir ein paar Videos drehen. Ich habe sogar schon eine Anfrage von einer TV-Produktionsgesellschaft, welche den Wagen im Vergleich mit einen Hubschrauber filmen wollen.

isderaimperator
Geschrieben

Ich habe folgende Rad-Reifen-Dimensionen:

Reifen / Felgen vorn: 285 /40 ZR15 Pirelli P7R

Reifen / Felgen hinten: 345 /35 VR15 Pirelli P7R

Leider finde ich nirgends einen Anbieter, welcher mir solche Dimensionen anbieten kann. Zwar gibt es die Vorderräder

bei Yokohama und die Hinterreifen von Pirelli,

aber ich fahre ungern 2 verschiedene Fabrikate.

Ich denke doch, dass die Countachs aus meinem Baujahr ähnliche, wenn nicht sogar die selben Dimensionen fahren.

Bin für jeden Tip dankbar.

saugmotor
Geschrieben

Könntest du bitte etwas zur Geschichte und den Fahrleistungen des Wagens erzählen? Die Rückfront erinnert an den W126.

Sieht unglaublich gut aus, dein Auto. :-))!

isderaimperator
Geschrieben

Nachdem Mercedes Benz 1968 den Wankelmotorprototypen C111 präsentierte, fing der Designer Eberhard Schulz (Isdera, bb), damals bei Porsche beschäftigt, damit an

(s)einen Mercedes Sportwagen zu bauen, welcher die Reihe Silberpfeil, 300 SL, C111 fortführen sollte.

1978 stellte er ihn der Öffentlichkeit vor. Es war die einzige Mercedes Studie, welche nicht im Werk entstand, aber trotzdem den Stern tragen durfte. Zur damaligen Zeitpunkt wurden bei Mercedes keine Sportwagen gebaut und auch diese Studie durfte nicht in Produktion gehen. Das fand Herr Schulz gar nicht gut und gründete daher einfach seine eigene Automanufaktur. 1983 fertigte er seinen flachen Spyder und ab 84 den Imperator 108 i, den optisch etwas gereifteren CW 311. Man kann den immer noch kaufen, allerdings mit Facelift, was ihm die Mercedes Optik nimmt. Kostet dann mal eben 232.000 EUR

http://www.leonberg.com/isdera

Meiner ist die Nr 14 von insgesamt zZ. 30 weltweit

z.Z. im Wiederaufbau (90%)

Mercedes-Benz V8 5,6 l mit 300 PS

Getriebe: (ZF -5-Gang)

Gewicht: ca 1.250 Kg

0-100: 4,8 - 5,4 Sec. (je nach Übersetzung)

Topspeed: 282 - ca.300 Km/h (je nach Übersetzung)

CW-Wert: 0,3815

L/B/H: 4220 / 1835 / 1135 (inkl. Dachspiegel)

Reifen / Felgen vorn: 285 /40 ZR15 Pirelli P7R

Reifen / Felgen hinten: 345 /35 VR15 Pirelli P7R

Tank: 110 Liter inkl. Catchtank

Kofferaum: Hinten: ca. 330 Liter,

Vorne: Stillgelegt, jetzt nur noch Wasserkühler etc.

Klima

sponsored by in.pro & Canorum entertainment

in-pro.de........&........canorum.de

Wer will, kann sich mein komplettes Album bei Arcor.de anschauen: Sport&Freizeit, Motorsport, Name des Albums Isdera_imperator.

Oder unten auf den Link Garage klicken

HOLZ
Geschrieben

Hallo,

möchte dich hiermit auch erstmal begrüßen. Ich findes es absolut faszienierend, dass du uns an deinem Traum teilhaben lässt und die Wiederbelebung deines Isdera für die Fans dokumentierts. Das ist wirklich ein außergewöhnlicher Wagen.

Es ist erstaunlich und irgendwie tragisch wie solche Exoten eliminiert werden, wie bei deinem - schon mehrere Unfälle oder ich mich noch an ein Foto in der Auto Bild erinnere, wo ein Imperator, ich glaube in GB ausgebrannt ist. Auch ist es verwunderlich wie man einen solchen Sportwagen irgendwo auf einem Hof unter einer Plane vergammeln lassen kann. Zum Glück hast du dem Elend eine Ende bereitet.

So wie ich mitbekommen habe, hast du an deinem Wagen diverse Änderungen vorgenommen. War es für dich nicht Thema die Originalität beizubehalten oder war es für dich eine leichte Entscheidung den Wagen zu individualisieren?

Hast du denn wirklich vor den Wagen auf der Nordschleife zu bewegen und auszureizen? Ich meine, dass ist ja kein Seriensportwagen, wie ein GT3, Turbo, 360 oder ähnliches sondern meiner Ansicht nach ein automobiles Denkmal welches nie und nimmer zu ersetzen ist.

Autopista
Geschrieben

Hallo Imperator,

Tolles Auto :-))!

Viele Informationen rund um den alten Mercedes V8 kannst du in diesem Forum finden:

 

Es ist nicht zu empfehlen, die alten Motoren mit bleifreiem Benzin zu betreiben. Auch eine Umrüstung wurde seinerzeit von Mercedes-Benz nicht empfohlen. Besser einen Bleizusatz verwenden.

Nach so einer langen Standzeit solltest du vielleicht mal die Gummidichtungen überprüfen. Ölverlust ist immer ein wichtiger Punkt. Kommt eine Ölfahne aus dem Auspuff? Steigt der Ölstand nach einer bestimmten Zeit an? Falls ja sind die Kolbenringe verschlissen, der Sprit versetzt die Schmierung, auf Dauer --> Motorschaden.

Ansonsten dürfte der Motor keine Probleme machen.

Karl
Geschrieben
saugmotor schrieb:
Könntest du bitte etwas zur Geschichte und den Fahrleistungen des Wagens erzählen? Die Rückfront erinnert an den W126.

Zur Geschichte:

Der Veredler b+b (Rainer Buchmann) war in den späten 70er und frühen 80er Jahren ähnlich erfolgreich wie Styling Garage, Sbarro, Rinspeed und Gemballa. Man baute regenbogenfarbene Porsche und Mercedes-Benz für die Königshäuser dieser Welt. Gold, HiFi, innovative digitale Anzeigen und opulentes Spoilerwerk zeichneten jedes Auto aus.

1979 präsentierte man in Frankfurt auf der IAA den CW 311, einen Prototyp mit Mercedes-Benz-V8 und Flügeltüren. Gebaut hatte ihn Eberhard Schulz, der seinerzeit bei b+b arbeitete. Der Wagen war ein Ereignis, Mercedes-Benz erlaubte es b+b sogar offiziell, den Stern auf den Wagen zu platzieren.

 

Der Wagen ging durch die Weltpresse, sogar Niki Lauda fuhr ihn und berichtete gutes. Doch b+b wollte nicht verkaufen, obwohl man die Blankoschecks vor allem aus dem Nahen Osten nur so hereinschaufelte.

Eberhard Schulz und Rainer Buchmann trennten sich Anfang der 80er, die Interessen waren zu verschieden. Schulz gründete Isdera (Ingenieurbüro für Styling, Design, Racing) und baute den CW 311 selber, den er Imperator nannte. Von dem Wagen wurden dann über die Jahre unter 30 gebaut.

1991 gab es ein "Facelift", was vor allem den Zulassungsbestimmungen der Schweiz zu verdanken war. Diese 2. Serie kam auf weniger als 5 Exemplare.

In meiner Signatur hast Du unten rechts den Imperator der 1. Serie neben dem Isdera Spyder 036i. Rechts oben die 2. Serie, das Auto war mal dunkelblau und steht jetzt in Belgien. Links ist der bekannte Isdera Commendatore 112i 6.0, leider ein Einzelstück.

Christian besitzt einen Imperator der 1. Serie, den er in Richtung CW 311 stylen will. Unbedarfte Zeitgenossen werden seinen Isdera daher für einen (neuen) Sportwagen von Mercedes-Benz halten, er - Christian - wird noch die eine oder andere Frage an den Tankstellen dieser Republik beantworten dürfen 8) ...

isderaimperator
Geschrieben

Hallo "Holz", danke für die Begrüssung.

Ja, die Nr. 14 hat schon viel mitgemacht und ging durch viele Hände. Aber damit soll jetzt Schluss sein. Unter der Plane stand er auch nur so lange, weil der damalige Käufer keine Chance auf Teile hatte. Dann gab es wohl auch finanzielle Probleme und ich habe ihn erst dann kaufen können.

Sicherlich ist das mit der Originalität so eine Sache. Allerdings waren alle Isderas quasi Einzelanfertigungen. Meine Heckhaube passt nur auf meinen Typen und umgekehrt. Beim Probesitzen in anderen 108er stellte ich sogar unterschiedlich grosse Innenräume fest. Dann gab es z.B. auch einen Zwitter zwischen 1. Serie und dem Nachfolgermodell ab 91, genannt 108 i EVO, welcher ebenfalls dem Herrn Klöti aus der CH gehört (der hat auch noch den Commendatore und einen 108er der Serie 2. Alle drei waren kürzlich wieder auf RTL zu sehen (Menschen und Ihr Sammlertick o.ä.))

Alle Teile der Karosserie sind Originalteile, entweder neu, bzw. wieder reparierte. Mein Frontdeckel lässt sich ohne weiteres wieder mit dem Originaldeckel austauschen, ebenfalls der Lüftungsgittereinsatz über dem Motor. Einzig die Türschlösser und Griffe würden mehr Aufwand machen. Auch die Heckschürtze könnte man wieder dem Original angleichen, da von innen die originalen Schlitze sichtbar sind und nur von aussen die Radien aufgesetzt wurden. Hier müsste man dann aber wieder spachteln und lackieren. Der Auspuffanbau kann demontiert werden. Der ist eine Anspielung an den ersten Isdera, dem Erator, welchen ebenfalls ein Mittelauspuff schmückt.

In erster Linie habe ich nur die Bereiche umgeändert, welche mir nun gar nicht gefielen. Die Fahrzeugfront ziert ein nachgebildeter CW 311 Grill und ist ein Wechselgrill, der mit dem Originalgrill getauscht werden kann. Diese Front finde ich viel besser als die Originale von Isdera mit Golfblinkern.

Einige Teile haben wir aus Aluminium hergestellt ("Crashbox", Seitenschweller, Front und Kofferraumdeckel) da wir das Material besser fanden (Gewicht), bzw. die Oberflächenqualität besser ist.

Ich finde den Wagen geradezu predestiniert für die Nordschleife. Sicherlich wird er sich nicht so einfach und schnell über die NS bewegenlassen wie ein GT3, aber letztentlich ist er ja wie ein Gruppe C Rennwagen gebaut, was noch viel Spielraum bzgl. des Fahrwerkes zulässt. Auch im unschönen Fall eines Unfalles lässt sich der Wagen für mich einfacher und billiger reparieren als ein kaltverformter Porsche. Der Gitterrohrrahmen ist sehr stabil und sehr geschützt . Und selbst wenn er sich mal verziehen sollte, braucht man ihm einfach nur ein neues Stück einsetzen. Die Karosserie, bricht und kann (wie in den letzten Jahren bewiesen) einfach repariert werden. Aber so weit will ich es auch nicht treiben. Aber eine Runde unter 8:45 sollte schon drin sein O:-)

@ Autopista

vielen Dank für den Link. Habe da sofort eine Anfrage gestartet. Allerdings sollte Bleifrei kein Thema sein, zumal es den Motor ja auch mit KAT gab und vorher schon in die USA exportiert wurde. Da gibt es wohl so eine Art Stecker, den man wohl nur umdrehen muss, dann verträgt er auch Bleifrei.

Mal sehen, was das dortige Forum so an Infos bietet

@ Karl

Leider kann man Dein eingefügtes Bild nicht sehen (CW 311?). Mit der Verwechslungsgefahr hast Du natürlich recht. Aber auch im Benz-look werden Isdera Zeichen deutlich erkennbar sein. Alle Sterne lassen sich umstecken zu Isdra Adler und Emblemen.

Der originale CW 311 fährt oder steht in Hong Kong, soll mittlerweile sogar einen Ford Motor implantiert bekommen haben. :cry: Die Familie Schulz versucht schon lange den CW 311 wieder in die eigenen Hände zu bekommen.

post-30511-14435305344622_thumb.jpg

isderaimperator
Geschrieben

Nachtrag:

@Autopista

"Hier die ersten Antworten bzgl. Motor vom DB Forum:

Du kannst den Wagen ohne Umbauten bleifrei fahren, dafür ist er seit jeher gedacht. Den Stecker im Motorraum drehst du nur, wenn du z.b. in Ostblockländern nur normal Benzin, bzw. schlechte Spritqualität hast. Verändert dann die Zündung.

Tja was musst/solltest du machen. Wenn er läuft ist schon mal gut. Auf jeden Fall sämtliche Betriebsstoffe wechseln. Motoröl mit Filter, Zündkerzen, Luftfilter, Kraftstofffilter. Ich würde dann erst mal richtig laufen lassen und dann weiterschauen. Nach so langer Zeit

sind gerne die Einspritzdüsen etwas zu und einige Gummidichtungen/Simmerringe hart geworden.

Der Eintrag mit dem Hubraum müsste passen, Mercedes gibt zwar 5547 an, aber ich habe im Schein auch 5491 stehen (mit Kat, ist aber glaube ich egal). Entweder haben die Zulassungsstellen andere Daten, oder die Zahl wird bei denen anders berechnet. "

@ Karl

sehr schönes Avantar. Ich sehe, Du hast verstanden O:-)

Autopista
Geschrieben

Wenn dein Motor auch BJ.88 ist, dann hast du von vornherein bereits die hochverdichtete Variante. Insofern ist diese Info bzgl. bleifreiem Benzin richtig.

Ansonsten solltest du die genannten Dinge beherzigen. Achte mal besonders drauf ob der Motor Fehlluft ansaugt. Meistens stimmt dann etwas mit dem bereits erwähnten Simmeringen nicht.

isderaimperator
Geschrieben

Ich hoffe, dass der Motor auch Bj 88 ist. Erklär mir mal bitte den Begriff Simmerringe. Den höre ich tatsächlich immer als Erstes. Was sind das und was machen die genau?

Autopista
Geschrieben

Ein Simmerring ist nichts anderes als eine Wellendichtung.

Die wird in jedem Auto verwendet, an mehreren Stellen, sei es an der Kurbelwelle, Nockenwelle, Getriebe, Differential, etc....

Bei den W126 Motoren wird oftmals der Simmerring am vorderen Getriebeausgang undicht, weil das Öl nach längerem Stehen dort etwas drückt. Das dürfte bei dir aber nicht der Fall sein. Beim Isdera kenn ich mich da nicht wirklich aus. Hatte bisher noch keinen....... O:-)

Es ist auch möglich, daß ein Simmerring / Dichtung im Ansaugtrakt undicht wird, der Motor saugt dann (dreckige) Fehlluft an. Nicht so toll.

Wie gesagt, sind aber alles ungewöhnliche Mängel, taucht normalerweise nicht auf.

isderaimperator
Geschrieben

@ Autopista:

Danke für die Erklärungen. Ich werds kontrollieren lassen.

Karl
Geschrieben
isderaimperator schrieb:
@ Karl

Leider kann man Dein eingefügtes Bild nicht sehen (CW 311?).

Hab' jetzt zwei andere Fotos verlinkt.

Schaut euch das mal an:

 

Angeblich ein 190 E 5.0 V8 von Eberhard Schulz für Roland Affolter...

isderaimperator
Geschrieben

Hab' jetzt zwei andere Fotos verlinkt.

Sehe nur eins :-?

Ich glaube nicht, dass das ein Wagen von Schulz ist. 1984 hieß die Firma ja schon Isdera. Auf dem Tacho steht Schulztuning. Ich meine mich aber erinnern zu können, dass es mal eine Firma Schulz gab. Die bauten 190 Cabrios, Kombis und Pickups. Die standen auch immer alle hochbeinig wie der gezeigte 190 er rum. Ich habe mal bei dem Sohn nachgefragt (@). Info kommt sicherlich bis morgen.

Karl
Geschrieben
[ich glaube nicht, dass das ein Wagen von Schulz ist. 1984 hieß die Firma ja schon Isdera. Auf dem Tacho steht Schulztuning. Ich meine mich aber erinnern zu können, dass es mal eine Firma Schulz gab. Die bauten 190 Cabrios, Kombis und Pickups. Die standen auch immer alle hochbeinig wie der gezeigte 190 er rum. Ich habe mal bei dem Sohn nachgefragt (@). Info kommt sicherlich bis morgen.

Daher auch:

Angeblich...

Kenne Schulz als Veredler aus den 80er auch, die haben mit Isdera nichts zu tun...

isderaimperator
Geschrieben

... und hier die Antwort von Isdera

"Hallo Christian,

da hat wohl sich einer mit dem Namen in Verbindung bringen wollen.

Der 190er hat mit Paps oder dem CW 311 nichts zu tun. Würde mich nur

interesieren wo das Bild vom CW 311 herkommt. Aber Paps hatte nichts mit Schulztuning am Hut, wobei wenn der V8 mit richtig viel Leistung wäre,

könnte man damit nette Kreise ziehen....

Viele Grüße

Mit freundlichen Grüßen

Olaf Schulz

MB-technology GmbH"

@ Karl : Das "angbelich" hatte ich schon verstanden. Wie Du siehst versuchen sich schon andere mit dem Namen Schulz einen Vorteil zu verschaffen. Wird wohl mehr werden...

O:-)

Karl
Geschrieben
@ Karl : Das "angbelich" hatte ich schon verstanden. Wie Du siehst versuchen sich schon andere mit dem Namen Schulz einen Vorteil zu verschaffen. Wird wohl mehr werden...

O:-)

Um die Sache mal ein bisschen aufzudröseln: Eberhard Schulz ist Isdera, Erich Schulz ist Schulz Tuning.

Die Firma Schulz machte sich in den 80er vor allem aufgrund ihrer bemerkenswerten Umbauten zum Thema 190 E einen Namen. Man baute beispielsweise mit ABC Tuning das einzige Cabriolet – zweitürig – , man baute als einzige Firma ein Coupé auf Basis des 190 E, welches dem SEC (C126) nachempfunden war (keine B-Säule, SEC-Haube usw.), man baute die Motoren der S-Klasse (W126) in den 190 E, und dabei sowohl die Sechszylinder als auch – wie angesprochen – den großen 5.0L-V8 mit 231 PS und 405 Nm bei 3000/min.

Übertroffen wurde man diesbezüglich nur noch von Turbo-Umbauten von zum Beispiel Turbo Motors oder LOTEC. Letztere stellten einen 190 E 2.3 – 16 Turbo mit 300 PS und einem maximalen Drehmoment von 380 Nm bei 4500/min auf die Räder. Man sagte dem Wagen eine Höchstgeschwindigkeit von über 260 km/h und die Fähigkeit, in unter 6 s auf 100 km/h zu sprinten nach..., in einem 190 E!

Des weiteren veredelte Schulz natürlich die E-Klasse (W124) und vor allem die S-Klasse. Hierbei tat er sich durch die seinerzeit längste Pullman-Version und durch ein elegantes viertüriges Cabriolet auf Basis der S-Klasse hervor, welches sogar eine elegantere Linienführung aufwies als jenes von Caruna aus der Schweiz, denn der Knick in der Seitenlinie in Höhe der imaginären B-Säule fehlte.

Ach ja: Einen Umbau mit einem Verdeck ähnlich dem BMW 3er Topcabriolet (E36) von Baur stellte man vom 190 E ebenfalls auf die Räder...

Was den blauen 190er angeht: Da hat jemand aus Unwissenheit die beiden Schulz'es zusammengepackt. Obwohl Eberhard Schulz unter dem Namen Isdera seinerzeit auch einen schnöden optischen Umbausatz für ein Fremdfabrikat anbot. Allerdings für den Porsche 928...

Autopista
Geschrieben
Man baute beispielsweise mit ABC Tuning das einzige Cabriolet – zweitürig – , man baute als einzige Firma ein Coupé auf Basis des 190 E, welches dem SEC (C126) nachempfunden war (keine B-Säule, SEC-Haube usw.), man baute die Motoren der S-Klasse (W126) in den 190 E, und dabei sowohl die Sechszylinder als auch – wie angesprochen – den großen 5.0L-V8 mit 231 PS und 405 Nm bei 3000/min.

Übertroffen wurde man diesbezüglich nur noch von Turbo-Umbauten von zum Beispiel Turbo Motors oder LOTEC. Letztere stellten einen 190 E 2.3 – 16 Turbo mit 300 PS und einem maximalen Drehmoment von 380 Nm bei 4500/min auf die Räder. Man sagte dem Wagen eine Höchstgeschwindigkeit von über 260 km/h und die Fähigkeit, in unter 6 s auf 100 km/h zu sprinten nach..., in einem 190 E!

Etwas offtopic:

Es gab viele interessante Umbauten für den 190er. Der interessanteste Motor war meiner Ansicht nach dieser:

http://www.hagmann.com/mbproduktlinie/34litersportmotor.html

Was viele nicht wissen. Man konnte damals schon beim Mercedes Händler einen 190 E 3.2 AMG bestellen mit Werksgarantie! (neben den sehr seltenen Evo Exemplaren......)

Der angesprochene 190 E 2.3-16 Turbo stammte übrigends ürsprünglich von der Firma Albert in Österreich. Lotec und Turbo Systems kauften dieses System dort ein. Der Wagen wurde in der AMS getestet und ging in 5,5s von 0-100 bei 255km/h Topspeed. Albert entwickelte auch Turboumauten für die V8-Motoren............ O:-)

Karl
Geschrieben
Der angesprochene 190 E 2.3-16 Turbo stammte übrigends ürsprünglich von der Firma Albert in Österreich. Lotec und Turbo Systems kauften dieses System dort ein.

Koenig Specials gehörte soweit ich weiß auch zu den Kunden. Zumindest für einige Vorführwagen 8) ...

isderaimperator
Geschrieben

Hey Ihr Banausen,

dieser Thread ist ein Isdera Thread. Sonst bestehe ich auf eine eigene Rubrik unter "Auto Diskussionen". (Wäre eigentlich angebracht, wenn ich schon mal hier bin.)

@ Karl. Immer wieder bemerkenswert, was Du so alles über die alte Garde der Tuner etc. berichten kannst. Ich erinnere mich allerdings auch noch gut, nur nicht mehr so genau wie Du. :-))!

Wenn Schulzi (mein Meister) dass hört, was Du über seine 928 Anbauten so schreibst. Er hat bei Porsche viel an der Entwicklung des 928 gearbeitet. Sein Aerokit verbesserte den Cw Wert des 28ers um über 10 % ( Laut Seiner Aussage brachte alleine der Frontspoiler 10% Verbesserung, ohne Tieferlegung) Kannst ja mal in seinem Buch nachschlagen.

Ebenso hat er für 944 und 911 Anbauteile entworfen. Die konnte man dann bei Porsche Exklusiv kaufen.

bzgl. LOTEC: Meint Ihr Lotec unter der Regie von Lotterschmied oder unter der Regie von Pietz, heute TTP. Unter Pietz kauften Köenig und Gemballa dort Ihre Leistungskits ein, mogelten allerdings ein Paar PS dazu, damit man es nicht sofort bemerkte. Lotec wird heute wieder von Lotterschmied geführt, weil der Pietz die Lizenz nicht zahlen mochte oder konnte.

@ all

nachfolgend ein paar Bilder vom 1. Isdera, dem Erator, welcher 1969 entstand, dann aber immer wieder umgebaut und weiterentwickelt wurde. Mit dem Auto fuhr der junge Schulz, zwecks Jobsuche, damals bei Mercedes und Porsche vor. Antoine Lapine, der damalige Porsche Chefdesigner, hat Ihn dann sofort eingestellt, obwohl er vorher schon bei den MB und Porsche Ingenieuren ein Job hätte haben können.

Motobasis. 5,6 Liter MB V8

Tockensumpfschmierung, offene Tröten, 6 Liter 2 Ventiler, standfeste 450 PS bei 6.800 U/min. Sprittverbrauch dann so in der Stunde bei ca. 55 Liter, (Zitat Schulz: Aber egal...Spaß muss sein!!)

post-30511-14435305348155_thumb.jpg

post-30511-14435305349546_thumb.jpg

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Karl
Geschrieben
Hey Ihr Banausen,

dieser Thread ist ein Isdera Thread. Sonst bestehe ich auf eine eigene Rubrik unter "Auto Diskussionen". (Wäre eigentlich angebracht, wenn ich schon mal hier bin.)

Ist ja gut, Du Mimose ;-) ...

Nur für Dich daher hier der Link zu einem netten Film mit dem Isdera Commendatore 112i..., Text und Sprecher „Dosenbaron“ Albert Klöti...:

http://www.frizzey.com/C112.htm

Wer da nicht schwach wird...

Ich werfe jetzt einfach mal in den Raum, dass der Isdera Commendatore 112i zumindest für mich der schönste Sportwagen der 90er Jahre ist...

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      8. Fahrwerk: Da ich vornehmlich im Corsa Modus fahre, befindet sich das Fahrwerk immer im sportlichsten Modus. Ja, es ist schon sehr hart aber ich liebe es. Genau so. Es dürfte weder härter noch weicher sein, meiner Ansicht nach ist die Härte perfekt, da auch auf schlechten Straßen das Auto in der Regel nicht springt bzw. aus der Spur gerät. Der Performante fährt sich wie auf den sprichwörtlichen Schienen, es ist einfach nur ein Vergnügen dieses Fahrzeug zu fahren, vor allem auf Landstraßen oder auf engen Passstraßen. Auf der Autobahn kann es schon mal mitunter vorkommen, dass das Fahrzeug bei einer größeren Bodenwelle "springt" aber die Lenkung fängt das ab, man spürt es kaum und es kommt auch nicht zum Versetzen oder irgendwelchen anderen unangenehmen Fahrreaktionen. Bei Tacho 290 fuhr ich mal über eine Bodenwelle und das Fahrzeug sprang richtig aber in der Lenkung spürte ich faktisch nichts, das Fahrzeug setzte wieder problemlos auf und folgte weiter brav der Straße. Kein Stress, wirklich gutmütiges Fahrverhalten. Nur mit dem Reifendruck muss man aufpassen, ist er zu niedrig kann man nicht zu schnell fahren (die Angaben im Bordbuch zum Vmax Luftdruck sind leider etwas schwammig) und ist er zu hoch, dann ist das Kurvenverhalten nicht so der Hit und die Reifentemperatur steigt deutlich über 70°C an, vor allem bei hohen Außentemperaturen. 
       
      9. Lenkung: Im Corsa Modus sehr direkt, angenehm schwergängig und mit einer messerscharfen Präzision. Da ich vornehmlich im Corsa Modus fahre, stört mich die dynamische Lenkung überhaupt nicht. Stöße von schlechten Straßen werden kaum in die Lenkung übertragen, was erstaunlich ist. Sehr gute Abstimmung.
       
      10. Reifen: Die serienmäßigen Pirelli PZero Corsa sind wirklich nicht übel, sie bieten vor allem bereits ab 30°C Reifentemperatur einen guten Grip. Ab 50°C legt der Grip nochmals deutlich zu, allerdings muss man auf öffentlichen Straßen immer bedenken, dass die Reifen nicht viel wert sind, wenn die Asphaltqualität nicht passt. Bei hohen Asphalttemperaturen kann es schon mal sein, dass der Asphalt etwas schmierig wird und die Reifen trotz hoher Temperaturen leichter Grip verlieren. Hier ist Vorsicht angebracht! Auch bei Nässe sind die Corsa nicht immer vertrauenswürdig. Wenn die Straße nass ist aber sich noch kein richtiger Wasserfilm gebildet hat, dann leisten die Corsa Reifen eigentlich eine ordentliche Arbeit bei Nässe. Wehe aber, wenn das Wasser steht. Dann fühlen sich die Corsa Reifen bereits bei 110-120 km/h schon unsicher an. In dieser Hinsicht sollte man auch mit dem Strada Automatikmodus und dem Kickdown aufpassen: Ich habe bei Nässe und etwa 100 km/h mal Vollgas (Kickdown) gegeben, auf gerader(!) Strecke und das Heck wollte partout ausbrechen, konnte es gerade noch einfangen. Wohlgemerkt: Im Strada Automatikmodus auf gerader(!) Strecke. Das ist mir bisher noch mit keinem Allradler passiert. Die optionalen Trofeo R Reifen wären, meiner Ansicht nach, für den öffentlichen Straßenbetrieb viel zu gefährlich und auch unsinnig.
       
      11. Navigations- und Unterhaltungssystem: Mittelprächtig. Das Navi funktioniert gut, besser als erwartet (auch im Vergleich zu dem modernen System im E63 S). Allerdings kann man keine eigenen POIs setzen (beim Audi R8 ist das möglich), leider. Die Bedienung ist mittelprächtig und wenn man im Corsa Modus einen Anruf bekommt oder auch nur mal kurz die Modi im System umschalten will, dann geht das leider nicht. Man muss hierzu immer auf den Sport oder Strada Modus umschalten, was ein wenig unverständlich ist. Das serienmäßige Soundsystem klingt gut und somit besser als gedacht aber selbst im Strada Modus ist das Geräuschniveau so hoch (Reifen, Wind), dass ein angenehmer Musikgenuss fast unmöglich ist. Wenn man die Anlage laut genug dreht, ist der Klang jedoch akzeptabel. Ich denke aber mal, dass man sich Sensonum ruhig sparen kann, da ich nicht sehe, wie der Sound aufgrund der Geräuschkulisse wirklich deutlich verbessert werden kann. Oder um es kurz zu machen: Das Navi macht Sinn, alles andere (bis vielleicht auf den Verkehrsfunk) eher nicht. Hätte ich nochmals die Wahl hätte ich allerdings sowohl auf Navi wie auch auf alles andere verzichtet. Man kann ein mobiles Navi installieren, das oft auch moderner ist und selbst Blitzerdaten bietet.
       
      12. "Neuralgische Punkte" am Fahrzeug: Die niedrige Fahrzeughöhe ist definitiv ein Problem. Wer sein Fahrzeug liebt, der sollte es auf keinen Fall tieferlegen. Der Lift ist ein Muss, ein Huracan Performante ohne Lift ist meiner Ansicht nach im öffentlichen Straßenverkehr nicht zu fahren. In Italien musste ich mehrmals während der Fahrt(!) den Lift aktivieren, da auf vielen Straßen künstliche "Bodenwellen" installiert worden waren. Ohne Lift hätte ich ein sehr großes Problem gehabt. Der Lift ist ein absolutes Muss!!! Auch bei Tankstellenausfahrten ist die Ausfahrt oft abgesenkt, so dass ich ohne Lift aufsetzen würde. Mir ist das ein einziges Mal passiert, es war kaum absehbar und dabei habe ich mir wohl die Gummilippe vorne etwas zusammengestaucht. Keine Ahnung was das Ding kostet und keine Ahnung, ob man das überhaupt wechseln muss aber es ist ärgerlich. Ein weiteres Problem sind die Felgen und der niedrige Querschnitt der Reifen. Man muss bei Bordsteinen aber auch bei kleinen Straßenschäden oder auch etwas abgesetzten Kanaldeckeln höllisch aufpassen. Eine Beschädigung kann teuer werden. Ansonsten ist der Performante wirklich alltagstauglich, die Übersicht ist gut und im Strada Automatikmodus kann man entspannt mit dem übrigen Verkehr mitschwimmen, wenn man denn mag.
       
      13. Öffentliche Wahrnehmung: Wesentlich positiver als ich dachte. Überall sehe ich nur Daumen hoch oder lächelnde Gesichter. Bisher habe ich in Deutschland(!) keine negative Erfahrungen gemacht, selbst nicht mit der lieben Polizei, die mich bereits zwei Mal angehalten hat (angeblich Lautstärke, beide Male). Dagegen war meine Erfahrung in Italien eher durchwachsen, entweder sind alle Italiener Ferrari Fans oder sie sind zu stolz. Einige Italiener taten ihre Begeisterung durch "Bella Macchina" und "Lamborghini" kund, andere fühlten sich offenbar eher provoziert und reagierten mit teilweise abenteuerlichen Fahrmanövern um mich zu überholen. Was ich in dieser Hinsicht erlebt habe, würde man in Deutschland wohl als kriminell bezeichnen aber egal, so ist das nun mal. Die größte Begeisterung kam von Touristen in Italien, vornehmlich Deutsche oder Skandinavier. Kleiner Tipp: Als Single kann man schnell sehr viele weibliche Freundschaften mit so einem Auto schliessen, meine Frau war da nicht so begeistert, meine Tochter schrie sogar einmal aus dem Fenster "er ist verheiratet", nachdem eine junge Blondine, die mit ihren Freundinnen über einen Zebrastreifen lief, die Bluse hoch nahm. 😂 Man hat auf jeden Fall viel (positiven) Spaß in diesem Auto, solange man kein Arsch ist und andere Leute provoziert. Wer natürlich an der Ampel mit dem Gas spielt oder mit 100 Sachen durch kleine Ortschaften rast, der darf keine Begeisterung erwarten. Ich habe auch absichtlich immer sehr viel Rücksicht auf Radfahrer und Fussgänger genommen, was offenbar gut angekommen ist. Irgendeiner muss ja Markenbotschafter spielen. 😉
       
      14. Kritikpunkte: Mir fallen eigentlich nur die Blinker sowie die Fensterheber ein. Keine Ahnung, wie man das Problem mit den Blinkern (am Lenkrad) lösen könnte, vor allem bei der Ausfahrt aus dem Kreisverkehr nerven die Dinger ungemein. Bei den Fensterhebern wäre das Problem leicht lösbar aber offenbar ist es Tradition, dass die Fenster beim Runterdrücken(!) hochfahren. Auch wäre ein digitaler Ölstandanzeiger wünschenswert, wie beim R8. Man muss beim Performante ja fast schon raten, wann aufgefüllt werden muss. 
      Die schwarz glänzenden Aussenspiegel lenken ein wenig beim Fahren ab, weil sich die Fahrtbewegung in ihren glänzenden schwarzen Rahmen spiegelt, so dass man aus den Augenwinkeln heraus manchmal den Eindruck hat, es würde sich etwas im Spiegel bewegen. Nicht wirklich ein Problem und ich habe mich daran gewöhnt aber vielleicht doch interessant.
       
      Fazit: Der Huracan Performante ist ein Traum. Ohne Wenn und Aber. Wer Sportwagen liebt, der wird dieses Auto vergöttern. Man kann es kaum besser machen. Selbst im Leistungsbereich würde ich mir nicht mehr wünschen, weil so eine Mehrleistung vermutlich nicht wirklich im Alltagsbetrieb besser fahrbar wäre. Der V10 Saugmotor ist einfach nur fantastisch, die Gasannahme perfekt und die Drehfreude jenseits von Gut und Böse. Vom Klang will ich erst gar nicht anfangen, hier fehlen einem die passenden Worte. Erneut muss ich das Wort infernalisch benutzen, mehr braucht man nicht sagen. Das ESP im Corsa Modus ist perfekt abgestimmt, bisher habe ich keinen Moment erlebt, in dem mich das ESP zurückhalten wollte. Wunderbare Abstimmung!
       
      Falls ihr irgendwelche Fragen zum Performante habt, meldet euch. Inzwischen, so glaube ich, kenne ich dieses Fahrzeug ganz gut. 





    • Stefan Hummelberger
      guten morgen an alle,

      sichtlich finden sich hier die fachleute zum thema isdera.

      besteht eine konkrete nachfrage nach den modellen commendatore 112I sowie imperator?

      mfg aus wien
      stefan hummelberger
    • Kai360
      Letztens fiel mir wieder ein Foto in die Hände, welches mir meine Mutter einmal geschickt hatte, Erinnerungen wurden wach und diese ganz persönliche Geschichte entsteht nun auf dem Laptop in der Sonne auf der Terrasse so ein wenig auch als meine Art der Vorstellung hier.
      Apropos Laptop welch Unterschied zu damals… der Zeit, den Autos und Geschichten über die ich ganz persönlich schreiben möchte.
      Ich hatte nicht, nein ich wusste nicht einmal was das sein sollte: Handy, Playstation, Nintendo 64, X-Box, Videospiele, 64 Fernsehkanäle, Filme auf Video, Surround - Sound, eigener Fernseher, Computer, Internet, Internet – Chat – Rooms, ABS, ESP, Airbag. (welch Wunder war ja noch nicht erfunden).
      Ich hatte Freunde. Ich ging einfach raus und traf sie auf der Straße. Oder ich marschierte einfach zu deren Heim und klingelte. Manchmal klingelte ich gar nicht und ging einfach hinein. Ohne Termin per Handy und ohne Wissen unserer gegenseitigen Eltern. Keiner brachte uns und keiner holte uns ... Wie war das nur möglich?
      Als Kind saß ich mit meinem Bruder in Autos ohne Sicherheitsgurte und ohne Airbags mit sage und schreibe 34 PS. Auf dem Fahrrad trugen wir beide nie einen Helm. Wir bauten Wagen aus Seifenkisten und entdeckten während der ersten Fahrt den Hang hinunter, dass wir die Bremsen vergessen hatten. Damit kamen wir nach einigen Unfällen klar. Ich verließ mittags das Haus zum Spielen, blieb den ganzen Tag weg. Niemand wusste, wo wir waren, und wir hatten nicht mal ein Handy (achso, war ja noch gar nicht erfunden) dabei, damit wir immer erreichbar seien (wollten wir auch gar nicht, und will ich heute immer noch nicht!!)
      Und in den Garagen unserer Väter tunten wir, wenn diese zur Arbeit waren, unerlaubterweise unsere Mofas und Mopeds.
      Und wenn wir mal wieder Mist gebaut hatte, war klar, dass die Eltern uns nicht aus dem Schlamassel heraushauen. Im Gegenteil: Sie waren der gleichen Meinung wie die Polizei! So etwas!
      Achso, wir sind hier ja bei Carpassion, und die Autos und die zugehörige Geschichten….
      Ja, es geht los....
      Es war Sommer und ich hatte kein Bett im Kornfeld, dafür sollte ich im Winter ENDLICH 18 Lenze zählen. Mein alter Herr kam zu mir und eröffnete mir, dass seiner Meinung nach der Führerschein zur Ausbildung seiner Kinder gehören würde, leider kam dann die Einschränkung, aber nur Klasse III (damals PKW).
      Oha, wie bring ich ihm das nur mit dem Motorrad bei? Lange Verhandlungen folgten, er würde den 3er zahlen und die Steuer und Versicherung für ein Jahr für ein Auto, wenn ich kein Motorrad kaufen würde. Ok, damit konnte ich leben, vor allem, da ich ja gar kein Motorrad kaufen wollte, (wegen der Mädels, ins Auto gehen mehr rein), und das ich den Motorradführerschein (damals 1er) dann halt selber zahlen würde hab ich wohl vergessen zu erwähnen, der 1er fand ja in der Abmachung auch keine Erwähnung…..
      Endlich hin (mit dem Fahrrad) zur Fahrschule.
      Frage des Fahrlehrers, ein älterer lockerer Typ (die gab es auch damals):
      Jung, kannste schon fahren? Klar, die Antwort von mir, wenn auch nicht so ganz wahrheitsgemäß, aber immerhin hatte ich schon mehrfach Vaters Audi 55 in und aus der Garage gefahren.
      4 (vier!!!) Fahrstunden weiter hat er dann gesagt, nicht dass es nicht so wäre, dass er mir nichts mehr beibringen könnte, aber er wäre mich ganz gerne wieder los und hätte mich zur nächsten Prüfung angemeldet. Und außerdem würde man richtig Fahren nur in der freien Wildbahn lernen.
      Vorsichtiger Einspruch von mir: Und Motorrad?
      Dein Vater hat dich nur für Klasse 3 angemeldet!
      Ja, aber es ist doch billiger beides zusammen?
      Breites Grinsen: Zwei Rechnungen?
      Mmmmmm, ja?
      Kannste Motorradfahren?
      Klar!!!!!!! (was auch sonst), nicht so ganz wahrheitsgemäß, aber auf meinem Mofa (natürlich frisiert bis zum Anschlag), den Mokicks der Freunde mit satten 50 ccm, hatte ich immerhin schon gesessen, natürlich ohne Führerschein.
      Ok, Jung, hab noch ne Stunde Zeit, dann nimm man gleich die da!
      Und zeigt anstatt auf die olle 125er Fahrschulmaschine auf seine private Yamaha 750er, 3 Zylinder.
      Zurück ging nicht mehr, war sowieso noch nie wirklich meine Stärke…
      Er vorweg, erst etwas durch die Stadt, mindestens 3-mal die Maschine an der Ampel abgewürgt, er biegt ab auf die Schnellstraße, oh Shit! und geht voll aufs Gas.
      Hmmmm, muss ich ja irgendwie dranbleiben, schließlich stehen die Kosten für den Führerschein in direktem Verhältnis zu der Anzahl der Fahrstunden, also guten Eindruck abliefern…. Das erste Mal im Leben im 2ten Gang voll aufgemacht, wow ging das ab, von wegen er weg, haha, ich sofort wieder an der Stoßstange…glücklicherweise nicht in selbiger…
      Nachher: Bist ja gut drangeblieben Jung, du zahlst Motorrad aus eigener Tasche? Ich meld dich mal für beides an. Spach`s und tat`s.
      Kurz später, auf dem Schleswiger Stadtfeld (ein schöner großer Platz), dort wo alle Fahrprüfungen in unser kleinen Stadt im hohen Norden stattfanden. Die Autoprüfung war für mich schon geschafft, und Spaß hat`s auch gemacht.
      Jung, ich hab dir ein paar Pylonen hingestellt, fahr dich mal warm solange wir noch die anderen mit dem Auto prüfen!
      Da ließ ich mich nicht zweimal bitten, vor allem, genau, er hatte die 750er mitgebracht. Also Bremsübungen, Slalomfahren, Beschleunigungsorgien.
      Ab und an kamen die dann mit dem Auto vorbei zum Prüflingswechsel und irgendwann kam der Prüfer bei mir vorbei und meine nur ganz kurz.
      Ich hab schon genug gesehen, dass war deine Prüfungsfahrt, und außerdem muss ich nun weg!
      Wie sollte ich das verstehen?
      Das war also meine Prüfungsfahrt? War das gut oder schlecht?
      Ja, sie war es!
      Ja, so war das früher, 4 Fahrstunden PKW, eine Motorrad, den begehrten Schein, für mich die Freiheit überhaupt, erhalten. Summa Summarum keine 500 DM (heute 250 EUR)
      Leider hat er dann ganz zum Schluss bemerkt, dass ich erst 17 war und den Schein behalten.
      Den kannst Du dir dann an deinem Geburtstag auf dem Amt abholen, und mit einem breiten Grinsen: Da darfst du dann auch schon mit dem Auto hinfahren!!
      Damit war das nächste Ziel definiert. Ein Auto musste noch vor dem Geburtstag her. Ich wusste genau was nicht: Keine Ente (nur für Ökotanten, die mag ich immer noch nicht); Käfer (oberpeinlich), Opel, Ford….
      Irgendwas aus Italien (damals wusste ich noch nicht, dass sich die an sich nur in warmen Gefilden wohlfühlen).
      Da mein Budget etwas beschränkt war kamen die tollen Italiener nicht in Betracht.
      Es wurde dann ein Unfallwagen, an den Baum gefahren (oder wohl eher die Parklücke nicht getroffen) von einer jungen Frau, die wohl mit den zerrenden Kräften der unheimlichen 44 PS an der Vorderachse nicht zurechtkam.
      MEIN ERSTER:
      Ein Autobianchi A112 für 400 DM
      stand im Garten zur Reparatur und Lackierung (fand auch im Garten statt)
       
      Er war völlig frei von solch schnöden Dingen wie Servolenkung, elektrischen Fensterhebern, Zentralverriegelung, ABS. An sich war er frei von allem…. Überflüssigem.
      Er hatte 4 Räder, ein Lenkrad, Motor und Getriebe; und das war es im Wesentlichen auch. Und wenn man auf einen kleinen Gummiball im Fußraum trat kam Wasser auf die Windschutzscheibe getröpfelt, oder in den Fußraum, wo es allerdings nicht so erwünscht war, sich aber flugs mit dem eingedrungenen Regenwasser vermischte…
      Aber es war ein Auto, noch dazu MEINS von meinem Geld, und es war kein Käfer oder eine Ente…..oberpeinlich, Gründe s. oben….und dann noch aus Italien und mit munteren 44 PS verteilt auf 650 kg ausgestattet.
      Die nächsten Wochen wurde der Unfallschaden repariert, und diverse wichtige Verschönerungen vorgenommen, wie ein Heckscheibenwischer aus einem Renault (wieso weiß ich bis heute nicht), eine Zierline aufgeklebt (die ich vorher aus Kostengründen längs geteilt hatte, wohlgemerkt die war 4 mm breit!!) die Kette für den Nockenwellenantrieb erneuert, die Chromzierringe um die Scheinwerfer durch obercoooole Mafiosi schwarze ersetzt. Weitere Verschönerungen erwähne ich hier lieber nicht, das wäre dann doch zu peinlich, ich war schließlich immer noch 17 Jahre….
      Der große Tag des Führerscheins rückte näher. Das Auto stand fix und fertig da, repariert, geputzt, angemeldet.
      Der 29. Dezember (wie können Eltern nur so einen Tag wählen auch wenn der Grundstein 9 Monate vorher gelegt worden ist. Hab ich ihnen nie verziehen, man kann ja schließlich rechnen) war da, ich weiß es immer noch genau, ein grauer, trüber, eben typisch Norddeutscher Wintertag begann mit einem traumatischen Erlebnis.
       
      Er sprang nicht an, nicht mit bitten, nicht mit betteln.
      Kurz vor 12 stieg ich aufs Fahrrad, raste zum Amt und holte den Schein ab, ganz anders als ich es mir über Wochen in meinen kühnen Träumen immer vorgestellt hatte….
      Als ich zurückkam war die Sonne etwas hervorgekommen, ich unternahm einen letzten Versuch, er sprang an und ich vermeinte ein schwarz-gelacktes Mafiosigrinsen im Kühlergrill entdecken zu können.
      Über die Zeit entdeckte ich dann die Geheimnisse automobiler Unwilligkeit. Immer wenn es neblig, feucht, nass war -- und das war es verdammt oft (an sich immer) in Norddeutschland -- mochte er nicht. Verteilerkappe (das ist das meist rötliche Ding welches man bei modernen Autos gar nicht mehr findet) runter, Caramba rein, starten, alles ok.
      Später dann hab ich die Sprühdose in den Innenraum verlegt, einen dünnen Schlauch durch eines der unzähligen sowieso vorhandenen Löcher in den Motorraum verlegt, ein Loch in die Verteilerkappe gebohrt, Schlauch angeschlossen.
      Blick in den Himmel, feucht? ein Druck auf die Sprühdose, Motor starten….haha, dich krieg ich.
      Er wurde dann sehr schnell süchtig, ohne Dope ging so gut wie gar nichts mehr.
      Eines Tages fuhr er nicht mehr los, gar nicht mehr, Motor läuft, wohl irgendwas mit der Kupplung?
      Die muss doch irgendwo zwischen Motor und Getriebe sein….
      In Ermangelung einer Bedienungsanleitung (Auto war auch aufgrund nicht vorhandener Bedienmöglichkeiten ohne zu fahren. Versuch das einmal einer heute??) und Reparaturanleitung (zu teuer) Kiste Bölkstoff (Norddeutsch für Bier) gekauft und Freund eingeladen.
      Flasch Bölkstoff getrunken.
      Versucht zusammen mit Freund Motor und Getriebe im Motorraum zu trennen, es fehlen ein paar Millimeter.
      Flasch Bölkstoff getrunken.
      Mit großer Schraubzwinge Motor ganz zur Seite gezogen, ja, das bringst….Getriebe fällt runter, Kupplung in vielen (zu vielen) Teilen daneben.
      Flasch Bölkstoff getrunken.
      Auto drüber gehoben. Ja, wir waren stark damals.
      Flasch Bölkstoff getrunken.
      Mit Fahrrad (hatte damals immerhin schon 3 Gänge) zum Großhändler geflitzt. Aus Kostengründen nur Kupplungsscheibe selbst neu gekauft.
      Flasch Bölkstoff getrunken.
      Alles wieder eingebaut.
      Flasch Bölkstoff getrunken.
      Kühler montiert, Kühlwasser eingefüllt.
      Flasch Bölkstoff getrunken.
      Eine Schelle muss noch nachgezogen werden, zum Schraubenzieher gegriffen, was liegt da in der Werkzeugkiste, das Ausrücklager. Kann nicht sein, haben wir ja gar nicht neu gekauft….
      Keine Flasch Bölkstoff getrunken.
      Mucker (Synonym für schönen ca. 1000g Hammer), in die Hand genommen, allerdings verweilt er nicht lange in dieser, sondern trat geschleudert von den Befehlen eines kochenden Großhirns eine schöne parabelförmige Flugbahn an.
      Aber wie sagte schon mein damaliger Physiklehrer. Die Physik und insbesondere die Erdanziehung und die Fliehkräfte sind gerecht und fair, sie gelten immer, überall und für jeden, außer vielleicht für Walter Röhrl.
      In diesem Falle schlug Einfallswinkel gleich Ausfallswinkel erbarmungslos zu, und nachdem urplötzlich eine Garagenwand in der Flugbahn des Muckers (immer noch Hammer) auftauchte, entschloss sich dieser abrupt die Richtung zu wechseln und seine Energie vollständig in den Kotflügel meines geliebten Autos (Namen habe meine Autos nie, das ist nur etwas für, genau, Ökotanten und ihre Enten) einzuhauchen.
      Wer kennt noch das HB Männchen aus der gleichnamigen Zigarettenwerbung?
      Das war nichts gegen mich.
      Viel Flasch Bölkstoff getrunken.
      Arbeit für den Tag beendet.
      Nächsten Tag das Ganze noch einmal, ging ziemlich schnell, waren ja geübt, diesmal mit Ausrücklager, nur das Kotflügelausbeulen hat den Schnitt total versaut.
      Flasch Bölkstoff erst nach der Arbeit getrunken.
      Danach mit dem A112 in den Sommerurlaub gefahren, nach Spanien ins Baskenland, war toll da, keine anderen Touristen, lag vielleicht doch an der seinerzeit sehr aktiven ETA.
      Megamäßig viel Spaß gehabt, die Mädels mochten mein Auto, fanden ihn süß (das fand ich gar nicht süß, ich fand ihn geil ,sportlich, Megatoll, aber auf gar keinen Fall süß), und uns auch (Freund rothaarig, ich blond…..). Damit konnten wir leben, gut leben...
      Hab allerdings feststellen müssen, dass der Innenraum für jedwede sportliche Betätigungen doch etwas beengt war…Das absolute Muss für den Nächsten war damit gelegt.
      Die Rückfahrt führte über diverse Pyrenäenpässe immer an der Grenze zu Frankreich entlang, hoch, runter, hoch, runter, ein Reifen kaputt. Reserverad aufgezogen.
      Ja auch so etwas hatten damals alle Autos.
      Warum sollte ein zweiter kaputtgehen? Sehr unwahrscheinlich!
      Fast oben auf einem Pass –genau- ein Zweiter entlüftet sich trotz Verstoßes gegen die Wahrscheinlichkeitsrechnung ohne jeden Kommentar.
      Es ist Abend, wir übernachten in einer Schafshütte.
      Viel Flasch Vino Rosso getrunken.
      Nächsten Morgen mit dem Reifen unterm Arm an die Straße, runtergetrampt, Werkstatt gefunden, geschlossen.
      Meister in Dorfkneipe gefunden. Mit viel Vino Rosso überzeugt, in Reifen Schlauch eingezogen. Weinvorrat ergänzt, herzlich mit viel … verabschiedet…
      Hochgetrampt.
      Auto wiedergefunden, Freund auch, hatte zwischenzeitlich aus Langeweile unseren Weinvorrat vernichtet, kein Problem hatte ich ja ergänzt.
      Flasch Vino Rosso getrunken.
      Noch eine Nacht in Schafshütte zugebracht.
      Am nächsten Tag mit 2 Simca`s Rennen geliefert, gewonnen.
      Reifen danach gar nicht mehr gut, guckt schon so weißliche Leinwand durch. In Andorra 2 neue Reifen gekauft. Für 4 reichte es nicht mehr, wegen unplanmäßigem Vino Rosso Verbrauch.
      Nach 6 Wochen wieder Zuhause aufgetaucht, kein Handy, kein Anruf, wir waren halt einfach wieder da, immerhin mit 2 neuen Reifen, ist doch auch was.
      Das Getriebe schaltete nicht mehr richtig, lang wohl an dem Rennen mit den Simca`s. Hä, gewonnen….
      Getriebe raus, ging nun schon echt schnell.
      Flasch Bölkstoff getrunken.
      Wie demontiert man ein Getriebe, kein Problem, einfach alle Schrauben lösen und mit Gewalt auseinanderziehen….
      Einige Federn sprangen in der Gegend herum, was soll`s.
      Flasch Bölkstoff getrunken.
      Aha, die Synchronisationsringe und auch ein paar Lager sind nicht mehr so richtig gut.
      Kein Flasch Bölkstoff mehr getrunken, schließlich dazugelernt….
      Teile ausgewechselt, Getriebe mit Hilfe von selbstgebauten Spezialwerkzeugen (Radbolzen und große Nuss als Gegenlager) montiert, Federn nach bestem Gewissen einsortiert.
      Schalthebel steht komisch, aha, das waren die Federn, Federn wohl vertauscht.
      Deckel auf Getriebe abgenommen, große Feder mit noch größerer Zange abgekniffen. Passt schon halbwegs, noch eine Windung abgekniffen, passt, zugeschraubt, schaltet einwandfrei.
      Jetzt viel Flasch Bölkstoff getrunken.
      A112 fährt und fährt, die Freunde kaufen sich so langsam den nächsten, die Leistungsexplosion ist nicht aufzuhalten, die sind ja schon bei 55 PS. Da komme ich auch trotz Zylinderkopfmodifikationen nicht mehr ran.
      Freund R. muss nach dem letzten Wochenende auch einen neuen kaufen. Irgendwie lag sein Mazda 323 plötzlich auf dem Dach, vielleicht lag es auch daran, dass wir von hinten an der Handbremse spielten, auf jeden Fall ließ er sich wohl ablenken. Der Elchtest war zwar noch nicht erfunden, aber auf dem Dach landete er trotzdem.
      Stille, nur das Radio spielte „Born to be wild“ weiter. Naja, schnell wieder auf die Räder geschmissen und gleich bei unserem Stammschrottplatz vor die Tür gestellt.
      Wie gesagt alle kriegten einen neuen BMW 1302, Fiat 128 oder ähnliches.
      Also auch bei mir muss ein Neuer her, A112 verkauft für 1600 DM, aha so funktioniert das mit Buy low – Sell high.
      Audi 80 mit 55 PS Motor (allerdings ziemlich am Ende) gekauft für 1400 DM. Auto mit schwarzen Rallyestreifen versehen. In Ermangelung von jungfräulichen, südpazifischen Jungfrauen selber gemacht (siehe anderen Fred in Ferrari 🙂 )
      (waren ja nur 200 DM übrig)
      Wurde dadurch aber nicht wirklich schneller, hilft wohl nur bei Ferrari….
      Motor brauchte 5 Liter Öl auf 1000 km, Altöl von den Freunden gefahren, irgendwann wohl zu wenig nachgefüllt, Motor gehimmelt (der erste, aber nicht letzte in meiner Autofahrerkarriere)
      Endlich……….
      Hatte ich doch schon lange eine 75 PS Maschine im Auge. Rumpfmotor für 200 DM dem Audi Händler mit Hinweis, dass mein Vater seinen Audi 100 ersetzten wolle, abgeluchst. Vater sprach mich kurz darauf an, hatte einen Anruf vom Händler erhalten, wusste damit gar nichts anzufangen. Upps.
      Junge ging die Maschine ab an dem kurz untersetzen Getriebe vom 55 PSler.
      Und dann noch die 175/70 er Breitreifen, heute Trennscheiben genannt.
      Was mich dann auch kurz danach……..
      Wie war das mit der Physik und den Fliehkräften. Ja, die sind fair zu allen.
      Der Meinung war ich allerdings seinerzeit gar nicht als diese Kurve plötzlich vor mir auf die Straße sprang und auch noch viel enger war wie jemals zuvor und mein Autochen (hatte auch keinen Namen) ohne ESP, ABS und sonstiges unaussprechliches Zeugs meinte ein Eigenleben mit dem Hinterteil vollführen zu müssen.
      Links Seitensteifen, überreagiert (weiß ich heute), rechts Seitenstreifen (soweit war noch alles ok), überreagiert, links Graben (da war es nicht mehr so ok)
      Ein paar Beulen mehr, ein paar Leitpfähle weniger, ein Hinterrad stand aus dem Kotflügel heraus, - das sah geil aus - auf der gegenüberliegenden Seite war der Reifen dafür nicht mehr zu sehen, - das sah völlig ungeil aus -, eine Diagonalstrebe die verbogen am Boden schliff (welch ein unterdimensioniertes Teil, einfach mit der Hand zurückgebogen).
      Naja, ich war ja sowieso auf dem Weg zu unserem Stammschrottplatz, da hab ich dann statt Tuning- schnöde Ersatzteile eingekauft.
      Und wenn es Euch gefallen hat dann könnte es unregelmäßig noch mehr geben, immerhin sind wir erst durch die allerersten 2 Autos von immerhin über 40 von besagtem A112 über Alfa Spider, Jaguar 12 Zylinder bis zum Mercedes Unimog mit dem es durch Afrika ging, in meiner Autofahrerkarriere gekommen. Oder auch der 38-Tonner, der sich plötzlich so gut abschmieren ließ. Wobei, den meisten Spaß hatte ich wohl wirklich mit meinen Ersten, da gab es noch Verteiler, Zündkontakte (weiß die Jugend noch was das ist?), Vergaser, Motoren und Getriebe, die man verstanden, mit ein wenig Geschick selbst repariert hat, und sogar auch noch tunen konnte, oder zumindest der festen Überzeugung war ihn getunt zu haben.
      Benzingrüße an Alle
      Kai360
    • FutureBreeze
      Höre auf die Engel!
      oder
      Ein spontaner Tag auf der Nordschleife

      Relativ spontan machte ich mich am Sonntag Abend auf den kurzen Weg nach Nürburg, um einige der Leute wieder zu treffen, mit denen ich Anfang September das Vergnügen hatte, ein unvergessliches Wochenende im Allgäu zu verleben.
      Normalerweise brauche ich für die Strecke knapp unter einer Stunde, an diesem Tag war daran aber nicht zu denken! Irgendwie schien alles auf dem Weg in die Eifel zu sein, sodass ich meinem kleinen “Brenner“ nicht wirklich die Sporen geben konnte.
      Meine Stimmung wurde schlagartig besser, als ich um 17 Uhr am Hotel ankam. Ein kleiner Teil der süddeutschen Abordnung war bereits eingetroffen.
      Meine Augen fielen auf:
      CGT, Erator, Imperator, Speedster, Renault Spider, 911 Turbo, 911 Carrera, Boxster…
      …und natürlich Tinas sagenumwobenes neues Spielzeug, den stärksten Mini Deutschlands ohne Dach! Ein Traum in Azur Mint – ähh ich meine natürlich Cool Blue ;-)
      Bisher wusste ich bloß, dass der Wagen Tina und ihren Nachbarn schlaflose Nächte bereitet, da sie schlafwandlerisch mitten in der Nacht zum Mini schleicht, um das „leise“ Pfeifen des Axial-Motorsportkompressors zu hören.
      Dass dieses Pfeifen natürlich von einem infernalen Bollern der Edelstahlabgasanlage begleitet wird, welches halb München weckt, nimmt man mit einem leichten Schmunzeln hin.
      Nun durfte ich diese “Rakete“ live, in Farbe und Stereo erleben!
      Die Jungs von RMS-Tuning in Österreich haben ganze Arbeit geleistet!
      Größere Bremsen passen nicht in die Räder! Größere Räder passen nicht in die Radhäuser!
      Man sieht dem Wagen an, dass er verdammt schnell ist!
      Also schnell parken und „Hallo“ sagen!
      Woher kommt denn dieses Strahlen in den Gesichtern? Alle wirkten so fröhlich, aber doch irgendwie erschöpft. Ich war leicht irritiert, bis Michael mich aufklärte warum die Fahrzeuge alle samt etwas schmutzig waren. Alle hatten bereits einen ganzen Tag Fahrsicherheitstraining im Hunsrück hinter sich. So sieht also ein Siegerlächeln nach einem Tag im Grenzbereich und darüber hinaus aus! Welch eine Augenweide! All diese Sportwagen, belegt mit diesem goldenen Bremsstaub, der nur bei vollem Bremseneinsatz entsteht.

      Kaum angekommen ging es schon wieder los – als Beifahrer im Mini ging es, natürlich offen, zum Pflanzgarten, um noch ein wenig bei den Touristenfahrten zuzusehen. Wir stellten den Mini direkt neben einem CGT ab – insgesamt standen 3 CGT auf diesem Parklatz – welch inflationäres Auftreten dieser prachtvollen Schöpfungen Zuffenhausener Automobilkunst!
      Gehören die CGT’s etwa auch zu unserer Gruppe? Natürlich!
      Zuschauen ist ja schön und gut, aber Fahren ist viel besser. Die Eifel ruft!
      Endlich den Mini mal ein wenig unter Feuer erleben. Der Mini hält was er von außen verspricht! Die Straßenlage ist natürlich hart, aber nicht zu hart – auf den etwas welligen Strassen rund um den Nürburgring fühlte sich der Wagen auf Anhieb in seinem Element – Tina steuerte den Wagen souverän durch die nur selten feuchten Waldgebiete, immer begleitet von diesem Sound der einem die Nackenhaare aufrichtet. Dank der gut abgestimmten Differentialsperre bringt der Wagen seine 270 PS besser auf die Strasse als man es von einem Fronttriebler erwarten würde! Leider bekamen wir die Semislicks wegen der niedrigen Temperaturen auf der öffentlichen Strasse nicht auf Temperatur, sodass wir nicht das volle Potential des Wagens nutzen konnten.
      Zurück im Hotel trafen wir uns alle in der Pistenklause – grade noch pünktlich um den Start des Formel 1 Rennens zu sehen. Der Parkplatz war mittlerweile mit ca. 50 Sportwagen sehr gut gefüllt. Fast jeder von uns hatte zu diesem Zeitpunkt den Autoschlüssel für diesen Abend in die Hosentasche verbannt, und im Restaurant Platz genommen.
      Nach einem sehr guten Abendessen ging es zum Einschreiben für den nächsten Tag. Eigentlich wollte ich mich grade verabschieden, da ich nur den Sonntagabend eingeplant hatte, als Klaus mich fragte ob ich nicht doch mitfahren möchte – zuerst verneinte ich dankend mit Blick auf den Schlüssel meines 65 PS Corsa. Irgendwie konnte mich Tina doch überzeugen, das Angebot anzunehmen, mich von meiner Vorlesung auszuschreiben und für einen Tag Nordschleife einzuschreiben. Ein wenig mulmig war mir schon! Aber ich hatte mich eingeschrieben und da musste ich jetzt durch. Also ab nach Hause – ich hatte ja weder ein Bett, noch einen Helm am Ring. Ich liebe das Ahrtal bei Nacht!

      Montagmorgen – gut geschlafen – gut geträumt – mulmiges Gefühl? Ja!
      Heute sollte ich also meine Feuertaufe auf dem Ring haben!
      Die Nordschleife ringt mir einiges an Respekt ab! Werde ich heile ankommen?
      Werde ich den Wagen beherrschen? Werde ich den anderen immer rechtzeitig Platz machen?
      Die Fahrt zum Ring fing ganz gemütlich mit dem obligatorischen Berufsverkehr rund um Bonn an und ging mit der schlechtesten Nachricht, für einen Tag auf einer Rennstrecke, weiter – Regen! Nun gut – weiter ging’s – das Ahrtal kenne ich auch im Regen.
      An der Nordschleife angekommen legte ich für mich fest, nur 2 geführte Runden selber zu fahren, um die anderen nicht aufzuhalten, oder zu viel zu riskieren, nur um die fehlende Leistung in den Kurven wieder wett zu machen.
      Um 10 Uhr ging es nach einem weiteren Briefing dann endlich auf die Strecke!
      Schon in der ersten Kurve konnte ich das Gripniveau der Strecke erahnen.
      Alles in allem scheint Grip extrem Mangelware zu sein!
      Mein Corsa untersteuerte in den engen Ecken gnadenlos! Gut, dass der CGT vor mir auch nicht wirklich schnell fährt! Hinter Hatzenbach hatte ich mich ein wenig auf den Untergrund eingestellt und hatte wieder vertrauen in mein Auto, und konnte mich ein wenig auf die Linie konzentrieren. Hinauf zum Kesselchen durfte ich dann direkt hinter dem Instruktor fahren. Hier machte sich mein Leistungsmangel eklatant bemerkbar – Wolfgang Kaufmann sagte liebevoll: „Jetzt habe ich unserem “Brenner“ leider den Schwung genommen, den er gerade bergauf wirklich braucht.“ Also ging es im 3. Gang kurz vorm Begrenzer Richtung Klostertal.
      Irgendwie gelang es uns dann doch 3 Fahrzeuge der Gruppe abzuhängen. Hm, es lag wohl an der Kombination Mittelmotorzicken und Semislicks auf nasser Fahrbahn. Alle wieder eingesammelt ging es direkt auf die 2. Runde.
      Kenne ich die Strecke jetzt? Nein! 20,8 Kilometer lernt man nicht in einer Runde, nicht in 10 Runden und auch nicht in 20 Runden! Also weiter mit absoluter Konzentration hinter dem CGT her. Welch eine Strecke! Welch ein Erlebnis!
      Auch die 2. Runde beendet mein kleiner “Brenner“ ohne Schaden, daher hat er sich seine Pause wirklich verdient!
      Leider wurde das Wetter nicht besser, sodass die meisten Autos nicht auf der Strecke fuhren, sondern auf dem Parkplatz warteten.
      Tina hatte mittlerweile beschlossen den Mini für diesen Tag stehen zu lassen, da die Semislicks auf der nassen Strasse wirklich unfahrbar waren.
      Beim zweiten geführten Fahren am frühen Nachmittag, hatte ich das Vergnügen bei IronMichl im Boxster mit zu fahren.
      Das erste Mal Nordschleife mit einem richtigen Sportwagen und einem Fahrer der die Ideallinie annähernd findet, war schon Klasse – der Boxster zog gelassen seine Kreise und es machte wirklich Spaß. Zum ersten Mal fielen mir die Markierungen der Einlenk- und Scheitelpunkte auf der Strecke auf. IronMichel traf diese wirklich sehr gut.
      Der Sound des Boxsters war etwas ganz besonderes – irgendwie nahm ich ihm nicht ab, dass es sich bei der Abgasanlage um die serienmäßige handelt.


      Als nächstes durfte ich bei Olli im gelben Mini mitfahren. Wieder eines dieser kleinen aber sehr feinen Fahrgeräte von RMS-Tuning. In weiser Voraussicht hatte man diesem Wagen aber Renn-Regenreifen verpasst, sodass der Mini zu dem Schnellsten gehörte was an diesem Tag auf der Nordschleife unterwegs war. Welch ein Erlebnis! Noch nie war ich auf nasser Strasse so schnell unterwegs. Olli hatte den Wagen perfekt im Griff.
      Mittlerweile wurde die Strecke an einigen Stellen trockener und das Gripniveau stieg weiter, sodass wir uns auf der Döttinger Höhe kurzfristig zu einer weiteren Runde entschlossen.
      Meine letzte Mitfahrgelegenheit war zugleich das Highlight des Tages – Ich hatte einen Platz neben Michael Düchting im Donkervoort D8 ergattert! Mein Gott – Welch eine Fahrzeugbeherrschung – es ging direkt los – keinen Zentimeter über dem Asphalt sitzend, fuhren wir durch die mittlerweile fast trockene Grüne Hölle. Bis zu diesem Tag hatte ich noch nie annähernd solche Querbeschleunigungen erlebt! Michael Düchting hatte immer den richtigen Blick für die trockene Spur, und so konnte den Donkey nichts aufhalten.
      Doch halt – was war das? Ein Streckenposten schwenkt die rote Flagge – Was war passiert?
      Nach einer halben Runde Schleichfahrt sahen wir die Ursache – ein Fahrer hatte die Kontrolle über sein Fahrzeug verloren und war mit der Leitplanke kollidiert. Als wir sahen, dass die Fahrzeuginsassen wohlbehalten neben dem Fahrzeug standen, fiel uns ein riesen Stein vom Herzen! Mit diesem Unfall war die Strecke für diesen Tag dann allerdings geschlossen! Insgesamt sind an diesem Tag 3 Fahrzeuge leicht beschädigt worden! Zum Glück gab es keine Verletzten! Diese 3 Unfälle sollten uns ein warnendes Zeichen sein, die Nordschleife nie zu unterschätzen, selbst routinierten Fahrern passieren auf dieser Strecke Fehler!
      Nach einer herzlichen Verabschiedung machte ich mich dann wieder auf den Weg durch mein geliebtes Ahrtal gen Bonn.
      Bleibt mir eigentlich nur noch eines zu sagen:
      Vielen Dank an Klaus für diesen Tag, an dem ich mich mehrfach kneifen musste, um sicher zu gehen dass ich nicht Träume! Vielen Dank an alle mit denen ich einen so tollen Tag verlebt habe!
      Viele Grüsse an:
      KLM, Tina, MikeMuc, Spideristi, Olli, Ironmichl, Harry, Flugelch, Mater, Botzelmann, Erator und an alle anderen die dabei waren!

      P.s.:
      Wenn jemand von euch Fotos gemacht hat kann er diese gerne hier Posten:wink:
    • JK
      Tag 0 – Donnerstag, 11. September 2008
      Wir haben den 11. September. Jahrestag der Terroranschläge auf das World Trade Center und das Pentagon. Ein Tag den wir alle niemals vergessen werden. An diesem Tag starten wir eine Reise, eine Reise in die USA. Unser Flug führt uns von Stuttgart über Atlanta nach Las Vegas, von wo aus wir eine Rundreise mit dem Wohnmobil starten werden um den Westen der Staaten zu erkunden.
      Eine fast identische Tour haben wir bereits 1993 unternommen, da war ich 6 Jahre alt und an allzu viel kann ich mich nicht mehr erinnern. Aber eines blieb mir bestens in Erinnerung: mein Papa hat mir versprochen dass wir noch einmal nach Las Vegas gehen, sobald ich 21 bin. Ich bin nun in den USA volljährig und darf somit in LV spielen J.
      Dies ist nicht nur mein zweiter Trip nach Las Vegas, sondern insgesamt bereits mein 11. Aufenthalt in den USA. Ich bin also schon ziemlich erprobt und fühle mich irgendwie schon etwas heimisch dort.
      Es ist 7 Uhr morgens in dem vernebelten Neckartenzlingen als der Wecker klingelt. Wir, also meine Eltern und ich, richten unsere letzten Sachen zusammen und werden zum Flughafen gefahren.
       
      Blick von unserem Balkon in den Garten: nass, kalt und nebelig
      Abflug ist um 11 Uhr, die Maschine des Typ Boing 767 ist nur zu einem Drittel gefüllt. Der 11. September zeigt seine Nachwirkungen. Der Flug verläuft entspannt mit viel Platz zum Schlafen. Die Flugzeit nach Atlanta beträgt 9 Stunden 40 Minuten.
       
      Über den Wolken
      Viel Zeit bleibt uns hier nicht, ein kurzer Stop in einer Budweiser-Sport-Raucher-Bar und schon geht es weiter zum Anschlussflug nach LV. Auf dem Weg zum Gate entdecke ich etwas total unbekanntes. Eine Art Colaautomat jedoch gefüllt mit Ipods.
       
      iPod Automat
      Check in, Platz nehmen und der zweite Teil der Anreise beginnt. Diese 767 verfügt über ein Entertainment System auf jedem Platz. Ich beginne den Flug mit einer Runde „Texas Hold’em Poker“. So langsam überkommt mich die Müdigkeit, schnell noch ein Film und dann 2 Stunden schlafen. Ich klicke mich durch das Menu und entdecke den vierten Teil der Indiana Jones Reihe. PLAY. Leider dauert der Film etwas länger als angenommen. Somit fällt schlafen für diesen Flug aus. Die Flugzeit beträgt 3 Stunden 50 Minuten.
       
      Rollbahn des "McCarran Airport" in Las Vegas
       
      Bereits im Flughafen von Las Vegas kann man seinem Spieltrieb nachgehen und Videopoker oder Slots spielen.
       
      Slotmachines im Flughafen
      Wir verlassen den Flughafen um uns ein Taxi zu nehmen. Es ist alles Top organisiert, es gibt eine Wartschlange mit einem Einweiser der einem die Haltestelle des Taxi zuordnet bei dem man einsteigen soll. In Deutschland wäre so etwas undenkbar. Für uns wurde per kurzem Funkspruch ein Van organisiert. Für 3 Personen, 4 Koffer uns einiges an Handgepäck auf alle Fälle die bequemere Variante.
      Unser Hotel für die erste Nacht ist das Tuscany Hotel and Casino, nicht weit vom Flughafen entfernt. Um 4.45 Uhr deutscher Zeit beziehen wir unser Zimmer, es ist geräumig und nett, für die eine Nacht reicht das vollkommen. Las Vegas time: 19.45 Uhr.
       
      Das Zimmer im Tuscany
      Wir gehen noch ins Casino und trinken dort etwas. Meine Mama überkommt die Müdigkeit, während Papa und ich noch einige Slots unsicher machen. Gewonnen haben wir natürlich nichts J. Das Casino scheint eher eines für die Einheimischen zu sein, es hängen viele Amis hier ab, viele sind ziemlich Kaputt und sehen aus, als gamblen sie schon Tage lang.
      Auch Papa und mich zieht es so langsam ins Bett, morgen werden wir unser Wohnmobil abholen. Die erste Route führt uns in das Death Valley. Ich werde nun täglich berichten und hoffe ihr habt genau so viel Spaß am Lesen wie ich am Schreiben (und natürlich am ganzen Urlaub).
      See you tomorrow!

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