Zitat:
Zitat von Autopista Naja, die Meldung von Merrill hat für mich einen äusserst faden Beigeschmack.
Die mögliche Pleite von GM ist ja im Prinzip ein alter Hut. Das weiss jeder, der sich die Bilanz anschaut. Dort steht ein Schuldenberg von weit über 100 Milliarden Dollar bei einem Kreditrating auf Ramschstatus. Das bedeutet, GM muss seine Schulden mit extrem hohen Zinsen finanzieren. Die Firma geht am Stock. Aber das schon seit Jahren.
Interessant aber ist, daß von allen verfügbaren GM Aktien momentan über 25% des gesamten Umlaufs in den Händen von Short-Sellern sind. Dies sind eben Brokerhäuser wie Merrill, Goldman Sachs oder JP Morgan. Die profitieren folglich direkt von fallenden Kursen. Letzte Woche hat Goldman GM herabgestuft und einen Kurssturz verursacht gestern wars eben Merrill. Die panikartigen Ausverkäufe im Autosektor ermöglichen Anlegern momentan, wie ich meine, sehr attraktive Einstiegskurse. So kostet z.b. BMW aktuell 29,25Euro, ein Abschlag gegenüber dem Buchwert um 10%. Ähnliche Kurse hatten wir das letzte Mal 2004.
Ich glaube auch nicht, daß es bei GM und Ford wirklich zu eine Pleite kommt. Im Notfall werden beide Firmen indirekt Geld von der amerikanischen Zentralbank erhalten. Von den Aktien sollte man aber lieber die Finger lassen. |
Immerhin hat sich der Wert der Daimler-Aktie in den letzten 10 Monaten halbiert.
Hier wird sich zeigen, wie schnelle die Hersteller auf das neue Umfeld (Öl- und Benzinpreise) und die politischen Forderungen (Co2-Steuer) reagieren können, ohne dabei die von den Anlegern geforderte Rendite (wollte Zetsche nicht mind. 10% Umsatzrendite?) zu vernachlässigen.
Sicherlich werden hier, wie auch in den USA weitere Arbeitsplätze wegfallen.
Wobei eben die Werksschließungen in den USA durchaus dramatische Ausmaße annehmen kann.
Falsche Automobile, hoher Benzinpreis und eine erlahmende Konjunktur - drei Szenarien auf die GM, Ford und Chrysler jetzt realtiv schnell eine Antwort finden müssen. Hier kann es sich eben Toyota eher "leisten" dieses Tal durchzustehen.
Adios