Ferrari California – Mehr und weniger

Die Modellpflegemaßnahme am Ferrari California lässt sich bestens mit den Worten „mehr und weniger“ zusammenfassen. 30 PS Mehrleistung trifft auf ein um 30 Kilogramm reduziertes Gewicht. Zusätzlich rückt das Handling Speciale Paket in die Optionsliste, mit dem sportlich-orientierte Kunden ein elektronisches Sportfahrwerk für mehr Kurvenspaß erhalten. Durch neue Farboptionen lässt sich der California noch mehr individualisieren als bisher.

Ferrari California

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Mit dem Frontmittelmotor-Roadster California hat Ferrari 2009 ein Ausrufezeichen auf dem Markt der V8-Gran Turismos gesetzt. Weltweit fanden sich auf Anhieb viele Liebhaber, die den Wagen nicht nur bei Schönwetter, sondern durchaus auch als Alltagsfahrzeug nutzen. Kein Wunder, bietet der Roadster doch durch sein Metallfaltdach einen hohen Nutzwert bei gleichzeitig süchtigmachenden Fahrleistungen, die dem Antriebsaggregat in Verbindung mit einem Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe geschuldet sind.

Für das Modelljahr 2012 überarbeitete Ferrari den California nun anhand von Erkenntnissen, die man aus Kundenbefragungen gewonnen hat. Als erstes erhielt dabei der Motor eine Überarbeitung, die sich auf ein neu gestaltetes Abgassystem und eine überarbeitete Motorsteuerungssoftware beschränkt. Heraus kommt dennoch ein Leistungsplus von 30 PS, wodurch nun 360 kW/490 PS zur Verfügung stehen. Auch das maximale Drehmoment wurde um 30 auf nun 505 Newtonmeter angehoben, während gleichzeitig die Drehmomentskurve auf ein breiteres Drehzahlband ausgedehnt wurde, um dem California in jeder Lebenslage genug Leistung zur Verfügung zu stellen.

Durch neue Fertigungsverfahren im Scaglietti Centre of Excellence sinkt das Leergewicht um 30 auf 1.600 Kilogramm. Was nach nicht viel klingt ist dennoch beachtlich, immerhin besteht die Karosserie des Ferrari California aus Aluminium, wurde also bereits von Anfang an auf Leichtbau getrimmt. Gleichzeitig dürfen solche Gewichtsreduktionen natürlich auch nicht dazu führen, dass der Roadster nun instabil wird oder sich im Grenzbereich verwindet. Also sind 30 Kilogramm Gewichtsverlust durchaus beachtlich. Dank geringerem Gewicht und höherer Motorleistung sinkt die Beschleunigungszeit von 0 auf 100 km/h auf 3,8 Sekunden.

Optional steht für den überarbeiteten California ab sofort das Handling Speciale Paket in der Ausstattungsliste bereit. Es enthält magnet-rheologische Dämpfer, in denen durch elektrische Ladung eine Verdickung der Dämpfungsflüssigkeit stattfindet, wodurch die Dämpfer härter oder weicher werden – je nach Fahrbahnzustand und Fahrweise. Die hierfür notwendige Kontrollsteuerung ist im 2012er California um 50% schneller als bisher, was sich Ferrari patentieren ließ. Steifere Federn sorgen zusätzlich für mehr Fahrspaß in Kurven, ohne dabei die Langstreckentauglichkeit des California zu verlieren. Eine Lenkung mit geringerem Lenkwinkel trägt zur höheren Agilität des Handling Speciale Pakets bei.

Zusätzlich gibt es für den 2012er California eine noch breitere Auswahl im Farbenprospekt. Diese können zusätzlich miteinander kombiniert werden, indem A-Säulen und Dach in Kontrastfarbe bestellt werden. Wie schon bei 458 und FF kommen nun auch beim California auf Wunsch Dreischicht-Metalliclacke ins Angebot. Darüber hinaus wird die Palette der Vintage-Farben noch einmal erweitert. Wer dabei seinen Wunschfarbton immer noch nicht findet, wird wohl erst mit einem eigenen wirklich glücklich, was bei Ferrari natürlich ebenfalls möglich ist.

Quelle: Ferrari

Autor: Matthias Kierse

18. Februar 2012|Categories: Magazin|Tags: , |