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Formel 1 und die Frage nach dem GOAT


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Geschrieben

Ich finde Nico Rosberg sympatisch, aber überbewertet. In seiner letzten Saison hat er endlich aufdrehen können, davor hat er sich stets seinen Stallkollegen geschlagen geben müssen. Korrigiert mich, wenn ich falsch liege.

 

Ich war ganz erstaunt, dass er nach seinem Titel zurücktrat, wo er sich doch endlich freigeschwommen zu haben schien. Aber ich interpretiere das so, dass er in der Saison eigentlich oberhalb seiner Möglichkeiten gefahren ist und sich gedacht hat: "Das halte ich nicht weiter durch. 1 Titel reicht mir. Mit Papa habe ich ja jetzt gleichgezogen."

 

Grüße aus dem Kaffeesatz

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Geschrieben
vor 18 Minuten schrieb Il Grigio:

davor hat er sich stets seinen Stallkollegen geschlagen geben müssen. Korrigiert mich, wenn ich falsch liege.

 

Ja, liegst Du 😉

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Geschrieben

Irgendwo bewundere ich Nico Rosberg aber auch. Sein großes Ziel war es F1-Weltmeister zu werden. Nachdem er das erreichte, hörte er glücklich und zufrieden auf. Er verzichtete laut eigenen Angaben auf knapp EUR 100 Mio., welche er als amtierender Weltmeister bei Mercedes sowie durch Werbeverträge bezogen hätte. Ihm waren die Reiserei und die Rumreißerei einfach zu viel geworden. Er wollte mehr bei seiner Familie sein. Das ist nachvollziehbar für mich und ist eine sehr bewusste Entscheidung gewesen. Allerdings, so vermute ich, wusste Rosberg auch das er keine zweite WM mehr gegen Hamilton im selben Auto gewinnen würde. Ich denke das könnte sogar der Ursprung all seiner Rücktrittgedankens gewesen sein. Aber so what? Er kann einen grünen Haken hinter die Sache machen und lebt nun ein schönes Leben mit Frau + Kindern. Im Profisport ist es manchmal besser zu früh den Absprung zu schaffen als zu spät.

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Geschrieben
vor 23 Minuten schrieb Sarah-Timo:

Allerdings, so vermute ich, wusste Rosberg auch das er keine zweite WM mehr gegen Hamilton im selben Auto gewinnen würde.

So pauschal vermute ich das nicht. Warum sollte es ihm kein zweites Mal gelingen? Ich meine mich jedoch zu erinnern, dass Nico meinte, das mentale und zeitliche Opfer, das er dafür bringen müsse, sei ihm zu gross. 

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vor 6 Stunden schrieb MaxF:

Warum sollte es ihm kein zweites Mal gelingen?

 

Weil er einfach kein Siegfahrer wie Schumacher usw war. 

Lieber mitfahren als siegen um jeden Preis. 

Er saß nur durch Beziehungen im besten Auto und konnte nur durch Glück in

diesem Jahr gegen einen LH gewinnen, der eigentlich auch nur im besten Auto gewinnen konnte...

Geschrieben
vor 9 Minuten schrieb 322 kmh:

konnte nur durch Glück in

diesem Jahr gegen einen LH gewinnen, der eigentlich auch nur im besten Auto gewinnen konnte...

Und warum sollte er dieses Glück kein zweites Mal haben?

Geschrieben
vor 12 Stunden schrieb MaxF:

Und warum sollte er dieses Glück kein zweites Mal haben?

Klar hätte er dies theoretisch haben können, aber eine Saison, in welcher er das Momentum derart auf seiner Seite hatte, wäre wohl erst in 1 Million Jahren wieder gekommen (siehe Lotto). Ich halte von Rosberg fahrerisch rein gar nichts und es gibt wohl nur die eine Saison im Leben, wo man trotz diesem Defizit WM wird. Normalerweise muss auch durch Talent nachgeholfen werden, dazu reicht(e) es bei Rosberg nie.

Das wusste auch er, deshalb trat er auch unmittelbar danach zurück. Die Eintagsfliege lässt grüssen.

 

Harte Worte, ich weiss.

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Geschrieben

Ich sehe das ähnlich, wenn auch nicht ganz so hart. Im Grunde genommen könnte man diese Worte aber auch auf Lando Norris umlegen. In meinen Augen hat auch er sich 2025 fahrerisch nicht mit Ruhm bekleckert und war m.E. nicht der beste Fahrer der Saison. Dennoch konnte er am Schluss Weltmeister werden.

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Geschrieben

Klasse - nun ist F1 WM schon eine LameDuck … herrlich, dieses Internet :D 

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Geschrieben
vor 2 Minuten schrieb Andreas.:

Klasse - nun ist F1 WM schon eine LameDuck … herrlich, dieses Internet :D 

Falls dies auf meinen Post bezogen ist:

Dass ich fahrerisch nichts von Rosberg halte ist im Kontext zu den F1-Fahrern zu verstehen. Dass jeder einzelne mir und wahrscheinlich praktisch jedem anderen (ausser Walter und seinesgleichen) um die Ohren fährt, ist unbestritten.

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Geschrieben
Geschrieben

Hallo Sarah-Timo,

 

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Geschrieben
vor 8 Minuten schrieb Sarah-Timo:

Dennoch konnte er am Schluss Weltmeister werden.

 

Wie LH oder Rosberg.

Einfach das beste Auto und der Teamkollege hat viele Punkte liegen lassen...

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Jenson Button im Brawn-GP ist ein weiteres gutes Beispiel. Ohne den Doppeldiffusor wäre Button 2009 wohl nie Weltmeister geworden. Für mich ist er die „WM-Eintagsfliege“ schlechthin. In Rankings oder Rennen von historischer Bedeutung taucht sein Name nie auf.

Geschrieben
vor 1 Stunde schrieb Sarah-Timo:

Jenson Button im Brawn-GP ist ein weiteres gutes Beispiel. Ohne den Doppeldiffusor wäre Button 2009 wohl nie Weltmeister geworden. Für mich ist er die „WM-Eintagsfliege“ schlechthin. In Rankings oder Rennen von historischer Bedeutung taucht sein Name nie auf.

... und trotzdem hat er Lewis Hamilton während ihrer gemeinsamen Zeit bei McLaren "outperformed". 

 

Man könnte geneigt sein, dies als Indikator für das Leistungsniveau von Lewis Hamilton zu interpretieren 🙊 

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Geschrieben

@Forex Nicht explizit auf deinen Post bezogen, jedoch meine Meinung zu dem Thema. Objektiv GOAT zu definieren ist schlichtweg unmöglich, also nimmt jeder „Juror“ seine Schablone und sucht sich das Ranking aus, das Ihm passt. Perfekt, so soll es sein.

 

Schwierig wird es, einen WM als „Eintagsfliege“ oder als „Glückstreffer“ zu bewerten. Sowas klappt nur, wenn man a) selber noch nie Leistungsträger war oder b) Emotionales vor Rationales stellt, c) eine Mischung aus Beidem. Keine Negativkritik, mehr mein „RealityCheck“ für mich selbst.

 

Nico hat in einem Interview sehr deutlich gemacht, welche Entbehrungen und Kraftaufwand er in Kauf genommen hat und nehmen musste, um EINMAL ganz ganz oben zu stehen in seiner Sportart. Er ist never ever ein GOAT, aber „Glückspilz“ bzw. „Eintagsfliege“ ist schon arg abwertend. Sowas kann man gerne bei einer einmaligen Pole oder Rennsieg nach 10 Jahren im F1 Cockpit anbringen, aber um Weltmeister über die ganze Saiso zu werden musst du über 300 Tage am Stück mit 100% Einsatz antreten. Tag und Nacht, mit Jetlag, Witterungseinflüssen und was sonst so um dich herum passiert.

Ich bezweifle einfach, dass es dem „Keyboardwarrior“ im Internet wahrhaftig bewusst ist - nicht mehr, nicht weniger ;)  Passt ja auch, alles gut, kein Stress. Habe mich zu einem flapsigen Kommentar hinreißen lassen. Sorry, falls sich jemand angegriffen fühlt.

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Geschrieben
vor 3 Stunden schrieb Forex:

Ich halte von Rosberg fahrerisch rein gar nichts und es gibt wohl nur die eine Saison im Leben, wo man trotz diesem Defizit WM wird.

Zugegeben war Michael Schumacher während seiner Mercedes-Jahre fahrerisch nicht mehr in der Blüte seiner Karriere. Trotzdem halte ich es für unwahrscheinlich, dass ein Fahrer, der "rein gar nichts" taugt, ihn jedes Jahr geschlagen hätte.

 

Ich bin wahrlich kein Rosberg-Apologet, aber mindestens "gut" wird er schon gewesen sein.    

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Geschrieben

Mir gefiel wie Rosberg sich 2016 endlich gegen Hamilton zur Wehr setzte und die Ellenbogen ausfuhr. Ohne diesen Mindchanger hätte er Hamilton wahrscheinlich nie besiegen können. Ich erinnere mich da noch an den "Cap-Gate"-Vorfall 2015 nach dem USA GP. Das war für mein Dafürhalten seitens LH44 die Spitze an Respektlosigkeit. Und -so meine eigene Interpretation- der Wendepunkt in Rosbergs Fairplay-Einstellung und seiner Rivalität gegenüber Hamilton. Hier die besagte Szene:

 

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Geschrieben

Damals schon ein A*schloch. Sorry.

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Geschrieben

Wie man sich als Sieger gegenüber den Unterlegenen verhält, sagt viel über den Charakter aus.

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Geschrieben

@Andreas. Angegriffen fühle ich mich nicht, es war eher präzisierend gemeint.

 

Es gibt natürlich schon gewisse Faktoren, welche helfen, jemanden als GOAT zu bezeichnen. Ob diese dann abschliessend sind? Ich weiss es nicht. Insofern verstehe ich Deinen Beitrag und bin da schon auch bei Dir.

 

Die Fähigkeit, sich und sein Umfeld dazu zu konditionieren und motivieren, Höchstleistungen über einen langen Zeitraum zu liefern und diese auch in Erfolge umzusetzen, können allerdings nur sehr wenige, deshalb halte ich diesen Massstab als recht aussagekräftig. Es gibt nur wenige F1-Fahrer, welche dies derart beherrschten wie Schumacher. Viele andere sind daran gescheitert, haben selbst gewonnen aber mit dem Team verloren. Diese Arroganz steht jedem im Weg, der sein Team zu Höchstleistungen bringen will.

Viele, auch mehrfache WM, hatten einfach ein überlegenes Auto. Sobald aber dieser Vorteil vorbei war, verschwanden sie im Mittelfeld oder dahinter. Was nicht heisst, dass sie nicht trotzdem vernünftige Rennen abliefern können. Ein gutes Beispiel ist LH, wenn auch letztlich im vorderen Mittelfeld.

Fahren können sie alle, aber bei einem liegt es an der fehlenden Rennintelligenz, beim anderen an der Unfähigkeit, seine Reifen im entscheidenden Moment zu schonen, bei wieder einem anderen an der Fähigkeit, seine Leistung im richtigen Moment (oder über eine Renndistanz) abzurufen usw.

Es gibt also sehr wenig komplette Fahrer, welche alle Eigenschaften in sich vereinen und auch höchste Fahrzeugbeherrschung haben. Ein Schumacher war komplett. Man denke nur an Spanien 1994, als er mehr als das halbe Rennen aufgrund Hydraulikproblemen nur mit dem 5. Gang fahren konnte und trotzdem Zweiter wurde. Wer würde so etwas aus dem heutigen Fahrerpool schaffen?

Ein Rosberg ist eine komplett andere Liga, nicht eine Stufe tiefer. Welten davon entfernt. Er hatte das beste Auto, sehr viel Glück und hat sicher auch viel Energie in diese eine Saison reingesteckt. Ich korrigiere mich: er war eine Saisonfliege.

Geschrieben

Ich glaube vom Talent her sind Max Verstappen und Kimi Raikkönen mit einem Schuhmacher ganz vorne dabei. Ein LH ist nie so gut gewesen wie die beiden aber durch seine absolute Rücksichtslosigkeit einen Schritt weiter gewesen.

Wenns um Fairness geht ist Schumi aber nicht ganz vorne dabei.

Geschrieben
vor 23 Minuten schrieb Forex:

Ein Rosberg ist eine komplett andere Liga, nicht eine Stufe tiefer. Welten davon entfernt.

Da stimme ich Dir zu. Jedoch war ebenso Welten davon entfernt, "rein gar nichts" zu taugen. 

Geschrieben

Wir sollten auch noch etwas anderes berücksichtigen, zum guten Fahrer gehört auch das Auto mit den Ingenieuren weiter zu bringen, daraus kann dann resultieren dass man in der oder nächsten Saison das Beste hat - da wäre es auch vermessen alles nur aufs Auto zu schieben. Wo ich 100% übereinstimme ist mit Brawn, nur mit dem Lochdiffusor und des nicht nachbauen können bzw dürfen der Anderen wurden sie WM, Punkt.

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Geschrieben

Das ist in einer so technisch anspruchsvollen Kulisse wie der F1 der wichtigste Punkt überhaupt.

 

Allerdings scheint mir der Faktor Fahrer in diesem Teilbereich deutlich überbewertet zu sein. Der Fahrer entwickelt kein Auto! Der Fahrer fährt und sagt dem Ingenieur was ihm nicht passt. Was der Ingenieur dann mit dieser Information daraus macht und wie gut der dann das Auto verbessert, ist Sache des Ingenieurteams.

Es gibt natürlich Fahrer die besser spüren und erklären können, was das Auto in welchen Situationen wie macht. Andere können das weniger gut. Wobei die Telemetriedaten heutzutage auch manche vom Fahrer gefühlte Reaktion eines Autos widerlegen können.

 

Erst vor kurzem habe ich irgendwo eine kleine Anekdote zu Vettel gelesen. Der soll angeblich auch dem Ingenieurteam wöchentlich Berichte geschrieben haben, was sie wie am Auto besser machen sollen. Hinter vorgehaltener Hand heißt es, sind seine „Eingaben“ wenig beachtet worden.

 

Alexander Wurz galt zu seiner Zeit als von allen anerkannt bester Testfahrer. Trotzdem haben seine Aussagen nicht dazu geführt, dass sein Benetton wirklich schneller wurde.

 

MS hat es allerdings geschafft bei Ferrari ein Technikteam um sich herum zu scharen, was konsequent für ihn arbeitete und es ihm dann ermöglichte schnell fahren zu können. Das ist auch eine Fähigkeit in der er Nr. 1 war, aber man

darf nicht den Fehler machen zu glauben er selber habe das Auto weiterentwickelt.

 

Ergo: Hier kommt es wirklich fast nur auf den Technikstab an, nicht auf den Fahrer.

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