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ce-we 348

Wie wurde ich Ferrarista?

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ce-we 348
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Eben diese Mc Burnie Replika aus Miami Vice war leider sehr weit weg vom Original, weshalb ich kaum glauben konnte, dass das von BWQ gepostete Bild ein Mc Burnie sein soll.

 

Nur am Rande: Miami Vice hat bei mir die Infektion mit dem Ferrari-Virus ausgelöst und ist bis heute nicht geheilt ?

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BWQ
Geschrieben

Ich glaube, das ging vielen aus unserer Generation so. Dazu noch Magnum und die Infektion war da... Heilung mit heutigen Mitteln nicht machbar.?

Da der Daytona kaum bezahlbar ist blieb es bei mir beim 512 TR.

PoxiPower
Geschrieben

Völlig OT und nur am Rande: Ich ziehe mir gerade alle Staffeln von Miami Vice auf Amazon Prime rein. In der allerersten Folge "Heisses Pflaster Miami Teil I" entsteigt Sonny Crockett einem echten schwarzen Daytona, erkennbar am Türgriff und nur ganz kurz zu sehen. Dem Vernehmen nach war das ein Privatwagen, der für die Serie offenbar angemietet werden sollte, aber man konnte sich mit dem Eigentümer wohl nicht einigen. Zum Glück für den Wagen, wenn man manche spätere Stunts so sieht.

 

Unabhängig davon: Irgendwie war Miami Vice im Alter von 15 Jahren schon cooler. Haarsträubende Plots, schlechte Schauspieler, unfassbare Mode und regelmäßig Szenen zum Fremdschämen. Aber teilweise geile 80er Jahre-Karren; ich warte schon sehnsüchtig auf die Folge mit Phil Collins im weißen Jalpa...

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herbstblues
Geschrieben

guten abend,das thema wie kam ich zu meinem ferrarivirus hört sich intressant an.

 

vielleicht ist es ja einen eigenen "TITEL" hier bei cd wert.

 

gruss

F40org
Geschrieben

Bei mir kam der Virus wirklich auf dem klassischen Weg.

Im Vorschulalter besuchte ich mit meinen Eltern ein F1-Rennen und schenkt man den Aussagen meiner Mutter Glauben, wurde ich an dem Tag "versaut". 

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rato65
Geschrieben

Cooles Thema!

Bei mir kam der "Ausbruch" erst dieses Jahr mit dem Kauf und dem anschließenden Erlebnis. "Infiziert" war ich seit ich das erste Mal Magnum gesehen habe, muß ich wohl zugeben. Aber nicht (nur) wegen der Serie, sondern weil ich mich in die Form des 308 verguckt hatte. Etliche Kritzeleien dieser Form sind seitdem auf sehr verschiedenen Untergründen entstanden. Und das einmal "Verguckte" ist seitdem nicht wieder "verheilt" ?

PoxiPower
Geschrieben

Bei mir wie auch vermutlich bei vielen anderen hier war es schlicht und ergreifend Mami.

 

Magnum und Miami Vice 8-)

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Jamarico
Geschrieben

...bei mir trägt mein eigener Grossvater die Schuld, welcher damals einen 328 GTS und einen 400 GT fuhr. Ich kann mich noch immer an den Geruch dieser Fahrzeuge erinnern ?

dragstar1106
Geschrieben

Nun, da ich ja noch aus der „Dallas“- und Magnumgeneration stamme, kann ich sagen, dass ich bei Thomas Magnum’s Ferrari schon sehr angetan war, das war aber nichts weiter als Schwärmerei, Welten von der Realität des Möglichen entfernt.

Ähnlich wie die Poster von Samantha Fox oder Nena an der Wand ein paar Jahre zuvor.

 

Geprägt hat mich die M. Schumacher Zeit in der F1. Der immer wieder herunter gebetete Mythos Ferrari der RTL Moderatoren, die Tifosi am Parco di Monza oder Imola... So kam ich emotional immer näher an Ferrari, dabei immer weiter entfernend von Zuffenhausen. 
Initial war dann bei mir der Beitritt bei CP, zunächst stiller Mitleser, dann meinen Senf hinzu gebend, dies mündete dann im Kauf eines 348TS...

Von da an war’s mit anderen Marken vorbei 

Wayne Schlegel
Geschrieben

Mein Großvater war mit einem Kuhfuhrwerk unterwegs - grosser Leiterwagen mit Kuh vorne dran - und mein Vater fuhr Opel und später Peugeot und Nissan. Von daher war eine frühkindliche Prägung nicht zu erwarten. Andererseits führte uns, also meine Eltern und mich - damals noch Einzelkind mit wirren automobilen Visionen (angeblich konnte ich schon als Kleinkind vorbeifahrende Autos an ihrem Motorklang erkennen, was ich heute nicht mehr kann -ausser bei AMG ? - ) ein Sommerurlaub in die Dolomiten. Am Pragser Wildsee angekommen, stand ich ich plötzlich auf dem Parkplatz des ebenda befindlichen Hotels vor einem für meine Verhältnisse - ich war vermutlich fünf oder sechs Jahre alt - wunderschönen silbernen Auto mit riiiiiesigen chromblitzenden Speichenrädern. Ich war hin und weg und wollte unbedingt mein künftiges Leben auf den Erwerb eines solchen wunderbaren Automobils hin ausrichten. Mein Vater begegnete der Verbalisation meines Herzenswunsches mit den Worten: " Das ist ein Ferrari. Als Lokführer - mein damaliger Berufswunsch (welcher kleine Junge hatte den damals nicht?) - kannst Du Dir sowas nicht leisten."  Lang ist´s her... schätzungsweise 1967/68. Aus meiner Erinnerung würde ich den Ferrari damals als einen 275 Berlinetta identifizieren. Inzwischen hats immerhin zu einem 355 gereicht. Allerdings nicht nicht im Dienst der deutschen Bahn.

herbstblues
Geschrieben

guten morgen zur frühen stunde,

 

einmal ferraristi immer ferraristi.

mir hat der testarossa schon immer gefallen alleine wegen seiner formgebung mit den finnen seitlich in tür und seitenwand.

 

habe meinen bereits 14jahre und möchte keinen tag missen mit ihm.

auch wenn andere spielsachen hinzukamen mein traumwagen ist der testa.

 

gruss

Pit348
Geschrieben

 

Klugscheißermodus an:  

 

eine Person = Ferrarista

viele Personen = Ferraristi

 

Klugscheißermodus aus. ?

 

Ich war schon immer fasziniert von allem was stinkt und qualmt und vor allem schnell ist. Obwohl ich auf dem Gymnasium war und meine Eltern mich gern als Arzt, Rechtsanwalt, o.Ä. gesehen hätten, wollte ich immer Automechaniker werden und alles zu frisieren was geht.

Mit 18 Jahren und frischem Führerschein war ich im Elsaß um einen BMW 3.0 SI zu holen, da sah ich bei dem Verkäufer in der 2. Garage einen 365 GT4 2+2 stehen und durfte ihn genauer ansehen.

Als er die Motorhaube aufgemacht hat und ich diesen traumhaft schönen 12 Zylinder mit 6 Doppelvergasern gesehen habe war der Virus im Blut.

Mit 24 Jahren habe ich bei einem renommierten Ferrari Vertragshändler als Mechaniker angefangen ?

 

Kein Automobilhersteller der Welt darf sich anmaßen sich mit Ferrari zu vergleichen. Niemand außer Ferrari ist ununterbrochen in der Formel 1.

Niemand in der F1 außer Ferrari baut Chassis, Motor und Getriebe selbst.

Kein Automobilhersteller baut mit so wenig Menschen erfolgreich so hochwertige und zuverlässige Sportwagen.

 

Ich bin sehr dankbar, dass ich jeden Tag diese einzigartigen Fahrzeuge um mich herum habe ?

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Cavallo_F355
Geschrieben

Guten Abend ,

 

Bei mir ging der Ferrari Virus mit 15 Jahren los unser dänischer Freund hatte gleich 2 Ferraris f355 gtb und 360 Spider ich war sofort verliebt und sagte zu meinem Vater egal was im Leben komme einmal müssen wir einen Ferrari haben. Ich hatte einige m Modelle und mit 21 Jahren kaufte ich einen f355 Gts mit Motorschaden und ab da dachte ich nur von morgens bis abends an Ferrari . Eigentlich dachte ich immer der erste muss rot sein , war er leider nicht er war blau ? Das erstmal Ferrari fahren war unbeschreiblich , eine andere Welt man fühlte alles so direkt , das Auto fährt so leichtfüßig ,direkt der Wahnsinn noch heute bekomm ich ein Dauer grinsen wenn ich einsteige. Ich hatte schon viele andere Autos ob BMW m3, Maserati Gran Turismo , Lamborghini Gallardo , Audi r8 etc. ein Ferrari spielt für mich in einer anderen Liga .

 

Only Cavalllo Forza Ferrari 

 

 

 

dragstar1106
Geschrieben (bearbeitet)
vor 2 Stunden schrieb Pit348:

von allem was stinkt und qualmt und vor allem schnell ist.

Das könnte auch auf Usain Bolt passen.... sing: no woman, no cry

bearbeitet von dragstar1106
EnzoF398T
Geschrieben (bearbeitet)
Am 9.1.2020 um 19:08 schrieb PoxiPower:

Bei mir wie auch vermutlich bei vielen anderen hier war es schlicht und ergreifend Mami.

 

Magnum und Miami Vice 8-)

Das war bei mir ähnlich, es ging aber schon vorher los. Meine absolute Lieblingsfarbe ist nämlich ... ROT

Ich habe dann mit ca. 8-9 Jahren einen Ferrari auf öffentlicher Straße gesehen, natürlich in ROT. Und von da ab war es um mich geschehen. In der Formel 1 war ich natürlich für die "Roten" und als Magnum in seinen 308er stieg, war mir klar: So etwas möchte ich auch!

Den 328er habe ich dann bei unserem lokalen Händler gesehen und habe mich sofort in ihn verliebt, also in den 328er, nicht in den Händler!.

Na ja, und seit gut 2 Jahren steht der "Rote" in meiner Garage.

 

bearbeitet von EnzoF398T
au0n0m
Geschrieben

Ursprünglich wollten die bei Magnum einen 928 Porsche als Fahrzeug haben mit der Vorgabe „offenes Dach“. Porsche wollte aber das Dach nicht umbauen und so kam es zum Ferrari. Gelegenheit verpasst. 

herbstblues
Geschrieben

...wie dem auch sei,denke der" SCHECK" aus maranello tat sein übriges,und der rest ist geschichte und legende !

 

es mag sein sein das mann/frau einen luftgekühlten 911er  stundenlang über die autobahn "vollgastesten" kann,

oder gar über die  ital./französch.- seealpen entlang in vollgasmanier  heizen kann....!

 

der luftgekühlte 911er bis baujahr 1989 kann das und danach kam der herr wiedeking und alles wurde eben anders.

 

gruss

BWQ
Geschrieben

Bis 993 war noch alles gut aber dann kam das Wasser in den Motor...

Und sooo vollgasfest waren die G-Modelle 3,2ltr ab Kat dann auch nicht mehr.

matelko
Geschrieben
vor 13 Stunden schrieb herbstblues:

der luftgekühlte 911er bis baujahr 1989 kann das und danach kam der herr wiedeking und alles wurde eben anders.

Ist zwar völlig OT, aber das bedarf einer Ergänzung:

Die luftgekühlten Motoren hatten aufgrund gesetzlicher Regelungen ein Problem mit dem Schadstoff-Ausstoß und der Lärm-Emission. Ersteres hätte mit der Vierventiltechnik gelöst werden können. Die Schallemission konnte aber nur durch Geräuschdämmung eingeschränkt werden, besonders durch Kapselung des Unterbodens. Das wiederum ging nur auf Kosten der Kühlung und die Motoren gingen im Versuch reihenweise über die Wupper. Selbst wassergekühlte Zylinderköpfe, wie Porsche sie bei den Boxermotoren bereits seit den 1970er Jahren durchgehend im Rennsport einsetzte, halfen nicht. Um also sowohl den Schadstoff-Ausstoß als auch die Lärm-Emission in den Griff zu bekommen, blieb der Wechsel auf vollständige Wasserkühlung (Zylinder und Zylinderköpfe) unausweichlich. Das sind aber Erkenntnisse, die bereits unter Ulrich Bez als Technik-Vorstand zwischen 1989 und 1993 heranreiften und anschließend zur Entwicklung einer vollkommen neuen Boxer-Generation führten, da war von einem Herrn Wiedeking noch weit und breit nichts zu sehen und zu hören.

 

OT off.

F40org
Geschrieben

Jetzt ist aber wieder gut mit den Porsches. Der Thread-Titel ist doch eigentlich selbsterklärend. :danke:

kkswiss
Geschrieben

Und wie wurde Ich Bentleyrista??

 

 

Ups, bevor @F40org wieder böse wird....?

Magnum habe ich auch immer angesehen, und der Ferrari hat mir sehr gefallen.

Nur habe ich mich nicht dafür so richtig interessiert, da ich zu der Zeit all mein Geld in den Motorsport investiert habe.

 

Dann lud mich ein Freund zu einem Trackday vom FCD ein (Hockenheim). Er hatte einen gemachten  308GT/4. Ich stand den ganzen Vormittag an der Boxenmauer und habe mir die Nase plattgedrückt.

Die ganzen 308ter, Dinos, 348 und die 12 Zylinder, einfach ein Traum.

Am Nachmittag sagte mein Freund, „ach, komm fahr du mal, du fährst so viel Rallys, du lässt das Auto schon heil“.

Nach der ersten langen Geraden, damals noch hoch in den Wald, war es um mich geschehen.

Es war klar, so ein Auto muss ich haben. 

Zwei Jahre später habe ich dann „den“ 308ter vom HHR dem Freund abgekauft.

Blöderweise habe ich den 308GT/4 ein paar Jahre später für einen 355GTB Inzahlung gegeben.

Heute würde ich ihn zurück kaufen, mir gefällt die Bertone Karosse immer noch sehr gut.

buschi
Geschrieben (bearbeitet)
Am ‎09‎.‎01‎.‎2020 um 15:04 schrieb PoxiPower:

Völlig OT und nur am Rande: Ich ziehe mir gerade alle Staffeln von Miami Vice auf Amazon Prime rein. In der allerersten Folge "Heisses Pflaster Miami Teil I" entsteigt Sonny Crockett einem echten schwarzen Daytona, erkennbar am Türgriff und nur ganz kurz zu sehen. Dem Vernehmen nach war das ein Privatwagen, der für die Serie offenbar angemietet werden sollte, aber man konnte sich mit dem Eigentümer wohl nicht einigen. Zum Glück für den Wagen, wenn man manche spätere Stunts so sieht.

 

Unabhängig davon: Irgendwie war Miami Vice im Alter von 15 Jahren schon cooler. Haarsträubende Plots, schlechte Schauspieler, unfassbare Mode und regelmäßig Szenen zum Fremdschämen. Aber teilweise geile 80er Jahre-Karren; ich warte schon sehnsüchtig auf die Folge mit Phil Collins im weißen Jalpa...

Lustiger weise machen Frau und ich das auch gerade...

 

Aber der Daytona(Replica) hat mich damals nicht gereizt.

 

Es war - wie bei vielen hier - Magnum, p.i.

Und zwar in der Form, dass ich als damals 11 Jähriger dieses Auto, was der da fuhr, einfach nur wunderschön fand.

Irgendwann habe ich dann im Vorspann erspäht, dass es ein 308 ist (wo er vom Grünstreifen aus los fährt sieht man kurz die Typenschilder). Dann war es um mich geschehen und es setzte sich der Gedanke fest: wenn ich 35 bin (warum auch immer dieses Alter?!?), will ich solch ein Auto haben! Zudem kann noch, dass ein Typ aus meinen 3000-Seelen-Dorf in diesem Zeitraum ebenfalls einen 308er hatte und ich somit auch in den realen optischen und akustischen Genuss kam, solch ein Fzg. mal live zu sehen.

Fortan wurde immer wieder berechnet, wie viel Taschengeld ich monatlich sparen muss, um mit 35 die damals gut 50-55.000 Mark zusammen zu sparen, die ein Gebrauchter kostete...

Die Jahre gingen ins Land, auch die Lieblingsautos wechselten (alle möglichen 60er Jahre Ami-Schlitten kamen in Fokus), aber in unregelmäßiger Regelmäßigkeit kam immer wieder der 308er hoch und es wurde Marktlage und Preise eruiert.

Angezündet wurde ich dann im Frühjahr 2006, als mein Alltagsauto immer mehr zu Schwächeln begann und der Gedanke in mir reifte, ein "ordentliches Auto" müsse her. Kategorie (MB E320, BMW 525i oder AUDI A6). Da ich zu diesem Zeitpunkt das Auto aber eigentlich nicht wirklich benötigte (Jährliche Fahrleistung <5000km) fand ich es absurd, so viel Geld für ein 08-15 Steh-Zeug auszugeben...

Ein Arbeitskollege brachte mich dann schließlich drauf: "was ist Dein absolutes Traumauto?"

Ich: "Chevy-Bla, Dodge-Blub….aber ganz im Herzen wäre es - ich weiß, ist bescheuert: ein Ferrari 308 - *rotwerd*…"

Er: " Dann kauf Dir den 308!"

STILLE

Dann kam ich ins Grübeln. Tags darauf wurde das Internet leer gelesen, was die derzeitige Marktsituation zum 308er her gab, mit dem Ergebnis: scheiße - das ist ja tatsächlich machbar....

Sofort kam aber die Angst bzgl. Versicherung, Teile, Reparaturen. Ich wusste aber von einem weiteren Arbeitskollegen, der einen weißen 308 GTB (Vergaser) hat, und löcherte den sogleich, was die offenen Fragen anging. Auch hier war dann der Tenor, dass es tatsächlich machbar ist.

Und durch einen glücklichen Zufall wurde mir dann im September 2006 dann ein wunderschöner 308GTS-QV angeboten, der seit November desselben Jahres in meiner Garage steht!

Jugendtraum: CHECK!

Eine Sache hat sich bei dem Jugendtraum allerdings nicht erfüllt: ich war nicht 35, sondern 31 Jahre alt:D

 

 

bearbeitet von buschi
PoxiPower
Geschrieben
vor 22 Minuten schrieb buschi:

Irgendwann habe ich dann im Vorspann erspäht, dass es ein 308 ist (wo er vom Grünstreifen aus los fährt sieht man kurz die Typenschilder).

Dann hast Du beim Vorspann sicher auch erspäht, dass Magnum ein Sondermodell des 308 gehabt haben muss. Zumindest eines, dessen Targadach sich beim Nach-Hinten-Schmeißen in Luft auflöst :-o

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buschi
Geschrieben

Das ist ja ein alter Hut...?

slotter
Geschrieben

bei mir fing es damit an, dass ich Mitte der 80er Jahre ein Bburago Modell des Testarossa in 1:18 geschenkt bekam.

Die Form dieses Autos faszinierte mich total. Die bereits mehrfach hier erwähnten Fernsehserien trugen natürlich nicht gerade dazu bei das es ruhiger wurde.

Richtig Feuer fing meine Begeisterung dann, als ich zu meinem 25 Geburtstag überrascht wurde. Ein sehr sehr netter Bewohner eines kleinen Dorfes in unserer Nähestand mit seinem Testarossa vor der Tür stand und wir fuhren den Tag eine kleine Spritztour. Später durfte ich den Testarossa noch viele Male selbst fahren und mir wurde es auch ermöglicht nach Maranello ins Werk zu fahren und auch in Mugello meine Runden zu drehen.

Es ist auch heute noch mein schönstes Erlebnis, an das ich gern zurück denke.

Es wäre ein Traum noch einmal einen Ferrari selbst fahren zu dürfen

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      Ich fand ich es viel aufregender in so einer Sardinenschale unterwegs zu sein als im 911 . Allerdings war ich damals der felsenfesten Überzeugung, dass so etwas eben nur Superreichen oder Filmstars vorbehalten war. Damit war das Thema Ferrari für die nächsten 10 Jahre wieder passe….
      Kurze Zeit später habe ich den Führerschein gemacht und daraufhin durfte ich bei einem Bekannten in einem 911 Targa mitfahren. Dieses war auch gut (ich werde es nie vergessen, es roch immer nach Vanille im Auto, da er Pfeifenraucher war) und es hatte mich überzeugt, dass ein offenes Auto die bessere Wahl war, egal ob als Wunsch oder in der Wirklichkeit. Also hatte ich mir 911 Carrera Targa als Fernziel ausgesucht, auch weil es für einen deutschen Schüler mit 50 Mark Taschengeld schon ohnehin hirnrissig war, bei einem arbeitslosen Vater und gerade vollzogener Trennung der Eltern an so etwas wie einen Ferrari zu denken…. !
       
      Es kam der Schulabschluss, dann die Bundeswehr und sofort darauf war ich Azubi. Ich verdiente mein erstes Geld, es war so ca. 480 Mark im Monat.
      Im zweiten Ausbildungsjahr gründete ich bereits eine GbR und das ersparte Geld wurde in das kleine Geschäft gesteckt. Fahrrad fahren war angesagt, das gesparte Geld war wieder investiert, ein Auto im allgemeinen und ein Sportwagen im besonderen war in weite Ferne gerückt.
       
      Zu der Zeit war mein erstes Auto vom Vater, das ich am Wochenende ausführen durfte. Ein silberner Kadett D 1,2 S mit 60 PS, der mich zuverlässig von A nach B brachte. Von 18 bis 25 Jahre hatte ich kein eigenes Auto, steckte alles Geld lieber aufs Sparbuch.
       
      Ich knüpfte also viel Kontakt zu Porschefahrern und habe viele Bilder gemacht. Das war damals ein nich ganz billiges Vergnügen, jeder Abzug kostete Geld……
       
      Eine Abends war ich mit meiner Freundin unterwegs und an einer Disco stand ein Porsche Turbo mit Doppelflügel (dp 935, 345 er Reifen). Dem habe ich einen Zettel unter die Windschutzscheibe geklemmt mit der Aufschrfit „Porsche Fan grüßt Porsche Fahrer“ und meine Telefonnummer. Abends klingelte tatsächlich unser Telefon und so habe ich einen freien Autohändler kennengelernt welcher privat Porsche Turbo fuhr. Für ihn habe ich jeden Samstag kostenlos die Autos gewaschen damit ich irgendwann eine Probefahrt mitmachen konnte. Diese kam dann auch, nach endlosen Monaten war das Auto technisch strassenfertig, rollout finally, Platz nehmen in Recaros, einer Pioneer Stereoanlage, der letzte Schrei der 80er (wie bei den B&B Autos), Samstags mittags, auf einer einsamen Landstrasse, ich sass auf dem Beifahrersutz, dann: anfahren im ersten Gang bis 80 – das war eine Ansage….was ein krasser Unterschied zum braven 60 PS Kadett ……es war klar so ein Ding, doch, ja, klar, einmal im Leben, möchte ich sowas haben, dann würd ich lieber auf etwas anderes dafür verzichten. Das ist bis heute die Lebensmaxime.
       
      1992:
      Ich wurde 25 und verdiente; kaufte mir mein erstes eigenes Auto, einen VW Scirocco 16V in anthrazit. Toller Motor, tolle Sitze, tolle Optik.
      Von dem Auto bin ich heute noch begeistert. Geringer Verbrauch und viel Fahrspass. Lange Fahrten ohne Rückenschmerzen dank Sportsitzen möglich. Damit hatte ich mein erstes „flaches“ Auto. Ein Jahr später, 1993, kam richtig gutes Geld rein, der Betrag war vorhanden für „meinen 911er“, ich wollte unbedingt endlich den 911 und habe den 16V dann leider verkauft – ich Blödmann. Zu der Zeit war ich 26 Jahre alt. Ich hab geheult als der Scirocco abgeholt wurde. Das war wohl schon eine Vorahnung.
       
      Dann kam die Suche nach einem offenen 911, es gab 1993 noch kein Internet. Ich fuhr nach Düsseldorf zu Auto Becker wo man mich von oben herab behandelte. Ich fragte ob neben Ferrari auch Porsche 911 da wäre und die lapidare Antwort war „da oben steht einer“. Das war die erste und einzige Begegnung mit dem Händler…
       
      Ich betrachtete natürlich auch die Ferrari welche ebenerdig in einem Showroom rechts von einer Einfahrt standen. Wenn ich mich recht erinnere, 308 oder 328, Testarossa, F40. Autos, die ich nur von Postern oder Zeitschriften kannte.
       
      Aber da ja alle Bekannten Porsche fuhren und ich nicht das Geld für den Unterhalt hatte (jedesmal nach Düsseldorf tausende DM in dem versnobten Laden lassenm dachte ich, nee kein Bock) schied Ferrari aus, der 308 war zu klein, ich wollte ein Cabrio und der Mondial war nicht unbedingt mein Ding, auch damals eine andere Preisklasse. Den Mondial kannte ich aus dem Madonna Video „Material Girl“. Heute finde ich den Mondi viel viel besser als damals….
       
      Ich wollte einen 911 Turbo 3,3, für mich der Inbegriff von Porsche, angefixt durch die Probefahrt. Der Turbofahrer hat mir mehrmals strikt abgeraten, „nein nein Michael“, sagte er, „mit dem Auto fährst Du dich tot (!), wenn Du noch nie einen Heckmotorwagen hattest, keinen Turbo.“ Ich aber wollte unbedingt den schwarzen Turbo von Sigi, einem Mechaniker. Sigi habe ich dann angerufen. „Verkaufst Du Deinen Turbo? Aber auch er hat nein gesagt, nee verkauf ich nicht. Nun denn. Außerdem wollte ich ja auch lieber offen, also ein Carrera Targa stand auf dem Wunschzettel.
       
      Nach 2 Monaten Suche bei PZ und Zeitungsannoncen (wie gesagt, es gab 1993 kein Internet) fand ich einen 911 durch eine Anzeige in der Rheinischen Post. Er stand in Mülheim a.d.Ruhr. Hingefahren, mit 50000 DM in bar versteckt am Körper und den Kadett natürlich zwei Strassen weiter geparkt – es war mir zu peinlich :-). Nach einer Probefahrt habe ich das Auto gekauft. Dach runter, Julisonne, auf die Autobahn, schmunzeln, stolz sein. Ich hab Porsche, ich hab fertig, am Ziel der Wünsche, dachte ich. Fast zuhause angekommen, in den spiegelnden Scheiben des Möbelhauses nebenan sah ich mich im Porsche sitzen. In meinem Porsche, mit 26 Jahren. Ziel erreicht !
       
      Auf der Fahrt nach Hause herrschte eine Mischung aus Stolz und Desillusion: Endlich ein offenes Auto aber der Unterschied zum Scirocco 16V war nicht so viel wie ich es mir vorgestellt habe. Dafür waren meine Eltern ziemlich stolz. Mein Vater sagte zu meiner Mutter (als er das Auto hörte):“ Da kommt der Porsche!“ und war stolz wie Oskar. Ich fragte ihn "Weisst Du noch wie Du damals sagtest, Porsche sei nur was für Fabrikanten?"
       
      Schnell ein Radio eingebaut, denn ich hatte abends noch ein Date mit einer Dame, bin dann mit dem 911 hingefahren, Reaktion von ihr war “ist das Ding so etwas besonderes?“ Na gut, sagte ich, hole ich mein anderes Auto. Wir dann zu mir, Autos getauscht, mit dem Kadett dann zur Düsseldorfer Kirmes, die Dame war dann recht enttäuscht, wie ich sie so beim Wort nehmen konnte. Ich habe Sie nie wiedergesehen. Man kann durch einfache Dinge auch Menschen kennenlernen.
       
      In einem 12000 Seelen „Kaff“ wie dem unseren mit 26 einen 911 fahren, ergab Neid von einigen Menschen die dachten, ich sei abgehoben oder würde irre verdienen. War mir aber reacht egal.
       
      Das ich, seitdem ich 18 war, 7 Jahre nur ein Fahrrad hatte, nie in Urlaub fuhr, nicht rauchte, nicht trinkte und sparsam lebte, interessierte niemanden außer ein paar Freunde, welche sich mit mir freuten. Ich war zunächst zufrieden, aber der Porsche Motor (217 PS) war nicht so drehfreudig, was also tun?
       
      Zwei Wochen später war ich bei der Firma RUF Automobile in Süddeutschland um etwas mehr Dampf zu haben. Es wurde für 2000 DM etwas lauter und etwas besser von der Gasannahme, aber immer noch nicht gut. Es beschlich mich das Gefühl „never meet your heroes“. Wie mich ein Vector enttäuscht hätte, ich will es lieber nicht wissen.
       
      Es vergingen die Jahre…Porsche fahren hat auch Nachteile, z. B. einer Freundin hatte ich 4000 DM geliehen, nachdem wir Schluss gemacht hatten meinte Sie „warum soll ich das zurückzahlen, Du fährst doch einen Porsche..“…es waren viele interessante Erlebnisse die man rund um ein Auto haben kann, da man immer in eine Schublade gesteckt wird. Nach und nach verschwand der Porsche in der Garage, ich fuhr lieber brave VW’s.
       
      Die Jahre vergingen, wechselnde Einkünfte, und automobil immer noch nicht zufrieden. Eines Tages, so 1998/99 schliesslich hat ein Bekannter einen Ferrari Testarossa leihweise gehabt und mich nach Bitten und Betteln mitgenommen auf eine Probefahrt. Ich wollte mit, ich musste mit ! Nicht etwa wegen Miami Vice, oder so nein, ich wollte einfach wissen, „ist es das?, „wie ist so ein 12 Zylinder?“
       
      Was soll ich sagen, ja ich war begeistert, der Sound, das Leder, die Optik, heftig. Eine Gewalt, egal bei welcher Drehzahl, immer gierig am Gas, neverending atmosphere….ein Druck, ein Gebrüll. Seitdem ist ein Ferrari 12 Zylinder für mich das ultimativ begehrenswerteste das ich mir motorenmässig vorstellen kann. Ergo wäre der F50 mein Kandidat (mhm, obwohl hab ja noch 20 Jahre Zeit ).
       
      Als ich nach der Fahrt wieder in meinem 911er sass, kam ich mir vor wie ein Spiesser in einem Käfer, der zwei Zylinder mehr hat. Ich wurde immer unzufriedener und wusste, der 11er muss weg, er macht mir kein Spass und kostet nur Geld.
       
      Weitere 5-6 Jahre später, trotz Clubtreffen und wohlwollender Worte aus dem Freundes und Bekanntenkreis etc., hab ich ihn dann verkauft und war froh als er weg war. Alle Bekannten und Eltern waren enttäuscht „wieso verkaufst Du das schöne Auto?“ Ich habe es gemacht da ich wusste dass eine finanzielle Durststrecke kam und ich es nicht mehr brauchte. 2005-2006 war zum Abhaken.
       
      Aber einer der kleinen Highlights im Leben kam: Ich durfte mal in einem Vector W 8 sitzen. Das dürfte ein recht exklusives Vergnügen gewesen sein, ich kam mir vor wie der König von Saudi Arabien als ich drinsaß.
       
      2007, 2008, ging es bergauf, kämpfen, nicht aufgeben. Kurz vor knapp riß ich mich zusammen und erinnerte mich an das Motto des ehemaligen Chrysler Chef Lee Iacocca der da sagte "Ein erfolgreicher Mensch hat die Gabe sich selbst zu motivieren".
       
      2009 war wieder Spielraum da und es wurde überlegt. Die Karten wurden neu gemischt. Erst dachte in an Lotus, dann aber war wieder klar, ist zu klein, Ergonomie fehlt usw. Lieber warten und weiter sparen.
       
      Es begann im September 2009; der Gedanke, sich selber zu belohnen, stand im Vordergrund.
      Was aber kann man machen wenn man wenig Zeit hat – was macht Spass, Sinn und behält seinen Wert? Meinen Porsche 911 hatte ich zum selben Kurs verkauft wie ich ihn gekauft hatte – 11 Jahre später.. und ein Auto – mhm gar keine schlechte Idee, einen 1-Tages Urlaub das wäre was…
      Gemäß meiner finanziellen Mittel wurde die Auswahl langsam größer. Anfangs dachte ich an irgendetwas wert beständiges und gleichzeitig bezahlbares. Man landet zwangsläufig bei Porsche. Ok, ein 944 Turbo S könnte es werden. Es kam ein S2 auf den Parkplatz gefahren, welcher einem Bekannten gehörte. „Darf ich mich mal reinsetzen“? fragte ich höflich. Einmal Platz genommen, stieg ich direkt wieder aus. Kein Raumgefühl, kein Flair. Ich ging um den Wagen rum. Von vorne gut, von hinten hat er mir nie gefallen. Ich verspürte null Begeisterung für ein anerkanntes gutes Auto. Der Porsche 944 Turbo, er sprach mich einfach nicht an.
       
      Da ich elf Jahre einen 911 3,2 Carrera gehabt hatte, wollte ich den nie wieder haben. Er strahlte für mich keine Faszination oder Freude mehr aus. Laut und doch nicht souverän klingend, optisch wenig aufregend, nein, nicht mehr in diesem Leben. Aber was war mit 964? Der hat mir früher nie gefallen, schaute bei seiner Präsentation aus wie ein gedoptes 911 G Modell, in letzter Zeit allerdings gefällt er mir immer besser. Die Preise für gute Exemplare sind doppelt so hoch wie bei 944 Turbos, aber wollte ich wieder 911? Ja, der 964 RS, mein Lieblingsporsche, den hätte ich haben wollen, aber der war leider zum Spekulationsobjekt geworden. Was war mit 928S4/GT? Den fand ich reisemäßig erste Sahne, aber das Auto ist so gross – und so alt bin ich nicht. In Holland durfte ich in einem 928GTS Platz nehmen, ich fühlte mich in dem Auto sofort wohl, Raumgrösse, Ergonomie, toll. Aber - Der 928, den ich immer noch mag, fiel schließlich aus dem Raster – ich hatte beschlossen trotz Deutschem Wetter wieder ein offenes Auto zu kaufen.
       
      Das 993 Cabrio – den Gedanken verwarf ich sofort wieder. Ich finde den 993 sehr gelungen, erinnere mich noch an dessen Präsentation im PZ Willich, aber das Cabrio hat diesen komischen Buckel mit dem Verdeckkasten hinten, sah wieder zu sehr nach Beetle aus. Nein, kein 993.
      Wenn Spassauto, dann fährt man es sowieso nur bei schönem Wetter.
       
      Samstags drauf stand ich in Dinslaken bei einem sehr freundlichen Autohändler. Ein blauer Esprit Turbo V8, der einem bekannten Fussballspieler gehörte. Das war für mich sekundär – Fussball war mir egal. Ich bin Leichtathletikfan. Wenn Sport, dann selber machen.
       
      Also Lotus Esprit in Kurzform: Reingesetzt, gestaunt, ausgestiegen. Was war das denn? Ein Patchworkauto? Die Karosserie sah italienisch aus, das Interieur zusammengewürfelt, die Sitzposition für 1,84m ungeeignet, „Sitz“ trifft es nicht, „Auflage“ schon. Ich saß eher auf einer Schaumstoff-Auflage als in einem Sitz. Der rechte Arm ruht angewinkelt auf der Mittelkonsole, man ist fast bemüht zu sagen „ins Auto reingepresst“, mit Spass hatte das nichts zu tun. Es war enttäuschend.
       
      Das Wurzelholzlenkrad fand ich völlig deplaziert. Sorry Lotus, das Auto passt einem Durchschnittseuropäer nicht. Es machte auch keinen hochwertigen Eindruck auf mich.
       
      Der letzte, extrem folgenschwere Satz des Lotus-Verkäufers war
      „der ist getunt, der hängt jeden Ferrari ab“.
      Da hat es klick gemacht: Ferrari ?
       
      Das war immer meine optische Präferenz, die schönsten Autos der Welt, aber doch so teuer-oder?
       
      Ferrari? Was für ein Irrsinn! Was für Superreiche, für Filmstars, horrende Unterhaltskosten! Service für zigtausende Euros?? Das war doch Quatsch, oder? Ich bin doch sonst bescheiden, sparsam, eher introvertiert. Aber das Interesse war entbrannt, und wie. FERRARI FEERRRRAARRRRIII !!! Die bekannteste Sportwagenmarke der Welt!
       
      Also erst einmal in Foren gestöbert, Ferrari Werkstätten abgeklappert, Kontakte geknüpft, Erfahrungen von Besitzern gesammelt. Versicherungsangebote eingeholt, alle möglichen Youtube Videos, US-Webpages, Onlineshops, etc etc abgeklappert um zu umreissen was es bedeutet, kostet und wie aufwendig es ist einen Exoten zu unterhalten.
       
      Da ich in den 308 oder 328 sowieso nicht passe dachte ich an einen 355. Ferrari, ja das hat Stil, das hat Sound, das passt. Ich meldete mich im Carpassion Forum an.
      Seit Oktober 2009 war ich auf der Suche nach einem 348 oder 355.
      Was als Idee begann, war nun denkbar, sowohl finanziell als auch im sozialen Umfeld.
       
      Warum der 348 ? Nun es war ein "Zuhause sein" Gefühl als ich im 348 Platz genommen habe ich wusste, egal was wie und wann der 348 der ist so schön Oldschool wie ich (Bj 1966).
       
      Diese F40 Spiegel, diese Front, dieses Cockpit und vor allem: Die Türen.
      Bei Mobile habe ich dann den Suchbegriff Ferrari / Cabrio eingegeben.
      Da war doch der 355, der kostet ab 50k. Halt stopp was ist das denn, der 348 der sieht ja noch cooler aus und ist etwas preisgünstiger. Kann das was sein? So’n altes Auto? Boah, der hat ja die Testarossa-Türen, Hammer. Was für ein wunderschönes Auto. Den gibt es auch als Cabrio und Targa – geil. Früher hatte ich mich zwischen 308 und 911 für den Porsche entschieden, diesmal waren die Karten neu gemischt. Keine Kompromisse – ich lebe nur einmal.
       
      Bei Youtube fand ich das folgenschwere Video mit einem Test des 348 von Top Gear mit Jeremy Clarkson namens „Old Top Gear Ferrari 348“. In diesem fragt er bei 0:38 Minuten einige Passanten: „If i would give you unlimited amount of money, which car would you buy?“
       
      Die Antwort werde ich nie vergessen:
      -“FERRARI, no doubt about it”
       
      Ich war elektrisiert in dem Moment als ich das Video sah. Die Leute hatten ja Recht.
      Am besten bilde ich mir mal eine eigene Meinung über die Autos. Also frisch drauflos, wir suchen einen 348 oder 355 – wenn es geht offen.
      Fleissig mitlesen bei Carpassion, auf englischen Seiten, Testberichte und und und…..
       
      Alleine bei Carpassion ist man beim Thema 348 Technik ja abendfüllend…
      Worauf muss man achten, womit muss man leben?
       
      Die Welt des Internets ist gross...
      Viele Kontakte wurden nun geknüpft, zu Ferrari Werkstätten, Foren, Ferrarifahrern. Worauf zu achten ist, viel gelesen zb. AStrauß Lobeshymne an den 348 hier bei Carpassion.
      Ein Jahr lang dauerte die Suche, 11 Autos angeschaut. Tausende km gefahren. Eines Tages kam ich durch einen Tip zu einem 348 der in einem Forum inseriert war.
       
      Meinen Freund, auch Mechaniker, angerufen : Ich habe einen 348 in Wesel, den möchte ich mir angucken, hast am Mittwoch Abend Zeit? Er hatte. Zu zweit fühlte ich mich sicherer. Es passte beängstigend perfekt zusammen. Ich musste mich entscheiden; wenn der Wagen gut war, wovon auszugehen war, wollte ich tatsächlich einen Ferrari kaufen?
       
      Danach habe ich auf den Mittwoch gewartet. Bei Youtube war ich, wie so oft abends, 348 Videos schauen. Da fällt mir „mein“ Auto bei youtube über die Füße. Das Kennzeichen, das kenne ich doch – das glaube ich jetzt nicht ! ! Da fährt mein evtl. zukünftiges Auto durchs Bild, ich sehe den Fahrer und seine Frau auf meinem Bildschirm bevor ich das Auto zwecks Probefahrt sehe. Das gibt es doch nicht !!! Das kann jetzt nicht sein? Deja vu?
      Es stellte sich heraus das der Besitzer mitbekommen hatte, das ein ferraribegeisterter Radfahrer sein Auto filmte als er mit seiner Frau Essen fuhr. Das Video sah er dann zum ersten Mal, als wir nach der Probefahrt bei Ihm im Büro saßen...
       
      Wir fuhren hin, das Auto stand auch real wirklich gut da, zudem in einer trockenen Halle, es sprang sofort an, die anschließende Probefahrt war der Hammer. Leistung-top. Gasannahme-sehr gut. Kupplung-sehr gut. Bremse-gut bis sehr gut. Schaltung: der beste 348 den ich gefahren habe. Lenkung: super, die beste Lenkung die ich an einem 348 gesehen habe. Ich hatte ein Kribbeln in den Fingern, ich wusste, die Entscheidung die ich in 25 Jahren nie treffen musste, sie stand bevor.
       
      Mein Mechaniker durfte auch fahren; auch er meinte „wirklich gut, wenig Spielraum zum Verhandeln.“
      Der Gedanke schoss mir durchs Gehirn:
      *Michael, wenn Du den nicht nimmst, brauchst Du nie mehr nach einem 348 zu suchen*.
       
      Will ich mir wirklich einen Ferrari kaufen? Ich habe mir dann alle Unterlagen angesehen, es war so wie man es sich wünscht. Ich bat mir 24h Bedenkzeit aus. Ich schlief lediglich 3 Stunden. Ich war völlig durcheinander und aufgedreht. Ich wusste nicht, was ich machen sollte.
      Ich habe zig Freunde angerufen, habe gefragt, was meint ihr?
       
      Alle, auch die Frau meines Ex Chefs meinten…….:“ wenn Du Spass dran hast und Dir es leisten kannst, kauf ihn.“
      Schliesslich habe ich den Verkäufer spät abends angerufen (wörtlich zitiert!):
      „Hallo Herr B., ich hatte ja versprochen, das ich mich heute bei Ihnen melde. Ich hab‘s mir überlegt, das Auto ist völliger Schwachsinn, man kann damit nichts machen, so was braucht niemand, ……..aber ich möchte ihn trotzdem haben 🙂.“
       
      Wir haben uns dann geeinigt und ich bekam den Wagen dann gebracht, geputzt und vollgetankt.
      Das Auto wurde natürlich bar bezahlt.
      Nachdem der Ferrari am 30. September 2010 in der Garage stand, habe ich erstmal ein paar Tage gebraucht mich zu freuen, zu neu war das Gefühl, das ist jetzt deiner !! Unfassbar. Nach 3 Wochen war zunächst das gute Wetter vorbei und dieses Jahr ist nun die erste richtige Saison für mich. Nun ist er eigentlich nicht mehr wegzudenken aus meinem Leben, der 348. Ich hab endlich Spass mit einem Auto. Ich brauch ihn nicht mal zu fahren, kann mich an dem Design nicht sattsehen. Putzen, gucken, reinsetzen, riechen. Ich frage mich warum nicht mehr Menschen einen kaufen, er ist auf jeden Fall mein Antidepressiva :-).
       
      Wenn das noch Jahre so weiter geht, kauf ich noch einen oder zwei oder drei.
      Ich kann mir eins nicht vorstellen: Das ich nochmal eine andere Marke finde die mir optisch und akustisch so gefällt, wie Ferrari.
      Auch wenn ich 25 Jahre gebraucht hab - Ich hab (m)einen Ferrari.
       
      Ich bin zwar erst 1000km mit ihm gefahren, aber die Begeisterung ist schon da wenn ich dran denke, das ich einen hab – bescheuert aber egal.
      Am liebsten fahre ich übrigens Fahrrad. Das war schon immer so. Das habe ich beim schönen Wetter heute wieder gemacht.
      Autos gibt es viele. Schöne, schnelle, gute, teure, exclusive. Aber es gibt nur eine Marke die passt. Es gibt für mich keinen schöneren Sound und kein ästhetischeres Auto.
       
      Danke, Enzo Ferrari.
    • Künftig werde ich von meinen Erfahrungen und Erkenntnissen bei der Hege & Pflege des sich neuerdings in meiner Obhut befindlichen Ferrari 400GT erzählen.
      Nach Rücksprache mit Roland wird dieser Fortsetzungsroman in Form eines CP-Blogs veröffentlicht.
      Zur Einleitung des Blogs geht es hier entlang:
       
        Und der erste Blogbeitrag ist direkt hier zu finden:
        Dieser Thread hier soll dagegen für Kommentare, Rückfragen und allfällige Debatten genutzt werden, ich werde hier auch immer auf neue Blogbeiträge hinweisen.
      So bliebe einerseits die "zusammenhängende Story" im Blog ohne Unterbrechung gewahrt, andererseits steht ein Ort für Kommentare etc. zur Verfügung, auf die ich mich sehr freue!
    • Hallo zusammen
       
      Ich bin mit dem Navi im 458 eigentlich sehr zufrieden, ABER, es muss ein Update des Kartenmaterials her!!!
      Ohne den Weg über den Kauf eines 488.  
       
      Welche Infos habt Ihr dazu von euren Händlern?
      Was kann man machen? Gibt es Alternativen (Ausser den Einbau weiterer Navigationsgeräte)?
      Und ja, es darf auch etwas kosten!
       
      Bin ich der Einzige mit diesem Bedürfnis?
    • Hallo zusammen,

      Ich habe neue, originalle F40 Embleme (rechts im Bild) vererbt bekommen.
      Ich weiß nun leider nichts mit Ihnen anzufangen und würde Sie gerne verkaufen.
      Hat jemand Interesse? Oder hat jemand einen Tipp für mich, wo ich diese verkaufen könnte?
      Kenne mich leider nicht aus und bin für jeden Hinweis sehr dankbar!

      Liebe Grüße

    • Für ein richtiges Shooting war keine Zeit bei diesem spontanen Treffen, aber als Bildschirmhintergrund macht es schon was her finde ich. Was meint ihr?

       

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