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Amstaff

McLaren 720S Supertest

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Amstaff
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Hallo,

heute erschien in der Sport Auto 2/2019 der Supertest des McLaren 720S. Die Analyse des Tests ergibt eine nicht perfekte Track-Fahrdynamik, insbesondere im Vergleich zum GT2RS. Hauptsächlich wird auf die schlechte Performance mit dem Pirelli Trofeo im Vergleich zum Corsa hingewiesen. Leider wurde nicht eruiert, wieso hier eine "Unverträglichkeit" des 720S mit den Trofeos existiert, obwohl diese Semi- Slicks normalerweise auf dem Track immer schneller als die Straßen-Corsas sind, worauf auch hingewiesen wurde. Es wäre wirklich interessant gewesen, hier die Gründe zu erfahren. Sehr seltsam ist in diesem Zusammenhang, daß andere Tests zu vollkommen anderen Ergebnissen kamen. Aus dem gleichen Verlag erschien in der AMS Nr. 11/2018 ein Vergleichstest zwischen dem McL 720 und einem Porsche GT2 RS, den der McL klar, auch gerade bei der Fahrdynamik gewann. Auch die Rundenzeiten des McL waren gegenüber dem GT2RS fast 1 Sek. auf dem GP Kurs Hockenheim besser. Interessant ist auch, daß es sich offensichtlich um das gleiche Testfahrzeug handelte, zumindest war das Kennzeichen identisch.

Hat hier jemand eine Erklärung für diese Unterschiede in den Resultaten und den Reifenproblemen oder was meint Ihr?

 

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Andreas.
Geschrieben (bearbeitet)

Steht im Bericht drin, ein Problem mit der Charge & wird von McLaren untersucht.

Das IMHO Wichtigste hast du unterschlagen: Trotz der Auslegung auch für längere Touren und Nutzbarkeit, ist der 720S sauschnell. Die RS-Derivate sind strassenzugelassene Rennfahrzeuge, der 720S ein Straßenfahrzeug, welches auch auf Track funktioniert 😎

bearbeitet von Andreas.
Amstaff
Geschrieben

Da hast Du natürlich Recht, wir reden hier von einem insgesamt hohen Niveau der Fahrzeuge. Mich wunderte sehr, daß wahrscheinlich das gleiche Fahrzeug vollkommen unterschiedlich in den Tests bewertet wurde.

Caremotion
Geschrieben

Ich hab die Tests zwar auch gelesen, aber ich laube ehrlich gesagt irgendwie nicht so daran das der Mcl schneller auf dem Track ist als der GT2RS. Einfach weil der Reifen auf dem Porsche enorm gut Harmoniert und bei optimalen Temperaturen ist ein Grip Level vorhanden das ich so auf jeden Fall noch nie gesehen habe. Kann aber natürlich auch täuschen weil ich keine Erfahrung mit dem 720s habe.

GT_MF5_026
Geschrieben (bearbeitet)

Kürzlich konnte ich einen 600 LT mit dem Trofeo auf dem Track fahren. Das Gripniveau war unglaublich. Zum ersten Mal wurde mir selber schlecht beim Fahren...

 

Übrigens kann man in allen 600 LT Tests nachlesen, wie toll der Wagen mit dem Trofeo harmoniert.

 

Ich kann mir nicht vorstellen, dass - wenn die Charge ok ist - der Trofeo am 720s schlechter funktioniert als am 600 LT (es sind übrigens unterschiedliche Dimensionen).

 

Einen 720s besitze ich selber. Ab Werk liess ich den Wagen mit den Corsa ausrüsten. Zwar habe ich den 720s noch nie auf dem Track bewegt, aber die Traktion ist selbst auf unebenen Landstrassen einfach unglaublich. Ich kann deshalb die Aussagen im Supertest nur so erklären, dass die Charge fehlerhaft war.

 

Wie schon geschrieben sind GT2 RS und GT3 RS strassenzugelassene Rennwagen mit grossem Flügelwerk. Der 720s dagegen ein extrem potentes Strassenfahrzeug mit einem überraschend guten Komfort. Wenn man am 720s das Fahrwerk etwas "nachschärft" werden Kundenzeiten möglich, die die Zuffenhausener alt aussehen lassen.

 

Allein schon die Tatsache, dass der mit allen Schikanen ausgerüstete 720s keine 10 kg schwerer ist als ein ausgeräumter GT2 muss einem doch zu denken geben. Kommt noch hinzu, dass der Porsche mindesten kEUR 50 teurer ist als ein topausgestatteter McLaren.

 

Wie auch immer: Auf diesem Leistungsniveau spielt es eigentlich keine Rolle mehr, welcher Wagen nun 5 Sekunden schneller um die Nordschleife fährt. Ich jedenfalls habe keine Chance, solche Kundenzeiten zu "erfahren". Jedenfalls habe ich meinen Umstieg von Porsche auf McLaren nie bereut und freue mich auf meinen 600 LT, der in knapp 8 Wochen (mit P Zero, da der Wagen vorerst hauptsächlich auf Landstrassen bewegt wird - für den Track bekommt er dann die Trofeo) vom Band läuft...

bearbeitet von GT_MF5_026
Thorsten0815
Geschrieben (bearbeitet)
vor 8 Stunden schrieb GT_MF5_026:

Wenn man am 720s das Fahrwerk etwas "nachschärft" werden Kundenzeiten möglich, die die Zuffenhausener alt aussehen lassen.

Da dachte ich noch es geht um die Zeiten, die normale Privatleute, also Kunden von McLaren.......... 

vor 8 Stunden schrieb GT_MF5_026:

Auf diesem Leistungsniveau spielt es eigentlich keine Rolle mehr, welcher Wagen nun 5 Sekunden schneller um die Nordschleife fährt. Ich jedenfalls habe keine Chance, solche Kundenzeiten zu "erfahren". 

Definition Kundenzeiten? :D 

 

bearbeitet von Thorsten0815
GT_MF5_026
Geschrieben
vor 1 Stunde schrieb Thorsten0815:

Kundenzeiten

Frag' die doofe "Auto"-Korrektur, die von Autos offensichtlich keine Ahnung hat.

GT 40 101
Geschrieben
vor 14 Stunden schrieb GT_MF5_026:

Ich kann deshalb die Aussagen im Supertest nur so erklären, dass die Charge fehlerhaft war.

 

vor 15 Stunden schrieb Andreas.:

Steht im Bericht drin, ein Problem mit der Charge & wird von McLaren untersucht.

Genau!

dieser Wert war mit dem Corsa unmöglich, zumindest auf dem C Stradale ist der Trofeo hoch überlegen.

box 001.JPG

Ferrarinarr
Geschrieben

Ich bin schon mal sehr gespannt. Und was ich mich seit langem frage: kann es sein, daß McLaren aller Konkurrenz derzeit voraus ist? Wenn ja, woher kommt das? Ist die Ingenieursleistung in der Wokinger Firma einfach so viel besser als bei Porsche, Ferrari etc.?

 

Ach, meine armen lieben alten Maranellesen, es bricht mir schier das Herz...:cry:

 

Mit neugierigen Grüßen

Euer Ferrarinarr

 

P. S.:das soll jetzt keinesfalls eine Schmähung einer grandiosen Firma mit wahnsinnig tollen Produkten sein, die auch bei einem technophilen Menschen wie mir Kribbeln auslösen :lol:Ich bin einfach nur neugierig, weil ich mir diese Vormachtstellung der McLarens einfach nicht schlüssig erklären kann :)

 

GT_MF5_026
Geschrieben (bearbeitet)
vor 50 Minuten schrieb Ferrarinarr:

Und was ich mich seit langem frage: kann es sein, daß McLaren aller Konkurrenz derzeit voraus ist? Wenn ja, woher kommt das? Ist die Ingenieursleistung in der Wokinger Firma einfach so viel besser als bei Porsche, Ferrari etc.?

 

 

Es fängt da an, dass die McLaren einfach deutlich leichter sind als die Konkurrenz. Zudem ist das Heckmotor-Konzept des Porsche technisch längst überholt und ausgereizt. Sportwagen, die eine Hinterachslenkung brauchen, um auf der Landstrasse agil zu sein, haben aufgehört, Sportwagen zu sein.

 

Ob sie in Woking besser sind, weiss ich nicht. Aber sie sind bestimmt hungriger und beschreiten neue Wege wie z.B. mit dem Carbon-Monocoque. Ferrari und Porsche sind seit Jahrzehnten am Markt - McLaren dagegen montiert seit noch nicht einmal 10 Jahren eigene (Strassen-)Autos.  So muss McLaren gegenüber Porsche und Ferrari BEWEISEN, dass sie auf demselben Niveau (oder höher)  sind.

 

Und: Was ist auf diesem Niveau wirklich "besser"? 3 Zehntel auf der Nordschleife? Wohl kaum. Man kann McLaren mögen (wie ich), oder aber Ferrari, Porsche, Lamborghini bevorzugen. Am Ende sind es Sportwagen und Sportwagen folgen nicht objektiven Kriterien sondern Emotionen. Mir ist völlig egal, ob der 720s State of the Art ist oder einfach nur ein sehr schnelles Auto. Er kann ohnehin viel mehr, als ich je werde abrufen können.

bearbeitet von GT_MF5_026
Ferrarinarr
Geschrieben (bearbeitet)

Vielen Dank Dir für Deine ausführliche Antwort :)

 

Ja, und was mich betrifft, bin ich eigentlich auf gar keine Marke sooo sehr festgelegt. So viele Mütter haben so schöne Töchter, wie der Volksmund sagt.

Nur ein Beispiel: auf die mir vor ein paar Jahren gestellte Frage, von welchem der sog. Heiligen Dreifaltigkeit der Hybrid-Supersportwagen (McLaren P1, Ferrari LaFerrari und Porsche 918 Spyder ich denn träume, sagte ich ganz offen: von allen dreien :lol: Ich denke mir, daß beim Fahren jeder seinen eigenen Charakter hat, genauso wie in den technischen Details.

 

 

 

bearbeitet von Ferrarinarr
GT_MF5_026
Geschrieben
Gerade eben schrieb Ferrarinarr:

Auf die mir vor ein paar Jahren gestellte Frage, von welchem der sog. Heiligen Dreifaltigkeit der Hybrid-Supersportwagen (McLaren P1, Ferrari LaFerrari und Porsche 918 Spyder ich denn träume, sagte ich ganz offen: von allen dreien :lol:

Was die Dreifaltigkeit anbelangt, bin ich etwas einfältiger: Einer der dreien kommt mir nicht auf die Liste, da einfach zu wuchtig. Und erstaunlicherweise ist es der Italiener, die sonst für Eleganz stehen, welcher auf meiner Liste fehlt.

Ferrarinarr
Geschrieben (bearbeitet)

Oh...meintest du von den Maßen her oder vom Fahrverhalten oder von beidem - was ja zusammenhängt? Und auch ich finde den LaFerrari ziemlich groß geraten, das schon. Das ändert allerdings nicht die Tatsache, daß ich ihn absolut faszinierend finde :-))!

 

Aber wenn dies seitens der Konstrukteure einfach technisch notwendig war, ihn mit so großen Außenmaßen zu versehen? Ich habe ja absolut keine Ahnung, was da an technischen Leckerbissen alles unter der Karosserie steckt :) Du merkst, ich bin bei allem, sogar bei Sportwagen, viel mehr Technokrat als Ästhet :lol:

bearbeitet von Ferrarinarr
F40org
Geschrieben

@GT_MF5_026.... Du machst eben momentan eine schwierige Phase durch. 🙃:ichbindoof:

GT_MF5_026
Geschrieben (bearbeitet)
vor 48 Minuten schrieb Ferrarinarr:

ihn absolut faszinierend finde

Das finde ich 100-Tonnen-Pneukräne auch... 

 

IMG_2969.thumb.JPG.3c6ab44a15dc9b67d1aa860a8dc3bb46.JPGIMG_2970.thumb.JPG.83c2704417de82759a00358272dfd937.JPGIMG_2971.thumb.JPG.7706f2dc1a9aedacc580c532de100e48.JPG

Mein Lieblingsspielzeug. 

 

vor 48 Minuten schrieb Ferrarinarr:

Aber wenn dies seitens der Konstrukteure einfach technisch notwendig war, ihn mit so großen Außenmaßen zu versehen? Ich habe ja absolut keine Ahnung, was da an technischen Leckerbissen alles unter der Karosserie steckt :) Du merkst, ich bin bei allem, sogar bei Sportwagen, viel mehr Technokrat als Ästhet :lol:

Ich sehe mich als technokratischen Ästheten... Spass bei Seite. Für mein Empfinden muss ein Sportwagen so schwer wie nötig und so leicht als möglich sein. Und erst dann kommt die Leistung.  Beim LaFerrari schien es eher umgekehrt gewesen zu sein. Gerade bei dem Thema sind die aktuellen McLaren (570, 600 LT und 720s) einfach der Konkurrenz eine Nasenlänge voraus.

 

vor 47 Minuten schrieb F40org:

Du machst eben momentan eine schwierige Phase durch. 🙃:ichbindoof:

Ich weiss zwar nicht, wie du darauf kommst, aber es stimmt schon. Immer wenn Schnee vor der Haustür liegt, bin ich leicht depressiv, weil die (richtigen) Autos dann Stubenarrest haben.

bearbeitet von GT_MF5_026
nero_daytona
Geschrieben

Wenn die häßlichen Kröten aus Woking auch noch langsam wären, das wäre ja ein Drama. Also gönnen wir Ihnen die Zeiten 😎

GT_MF5_026
Geschrieben
vor 8 Minuten schrieb nero_daytona:

häßlichen Kröten aus Woking

Ich hab' sie nicht geschluckt sondern geküsst. So liegen meine Prinzessinnen nicht auf Erbsen sondern strecken die Beine auf Reifenschonern...

Ferrarinarr
Geschrieben (bearbeitet)

Aber, aber, Nero Daytona! :lol: 

 

Ich will ja gar nichts gegen das Charisma eines Ferrari sagen, aber die neuesten Ferrari fand ich stilistisch auch eher brutal - wenn auch sehr beeindruckend - als schön im klassischen Sinne. Da war es in den Neunzigern mit dem traumhaften 355, dem schnittigen 550 und dem ästhetisch prima geratenen 456 noch anders gewesen, vom F 40 und F 50 zu schweigen :( 

 

Aber das Rad der Zeit, es dreht sich weiter und weiter. Um so mehr sehne ich mich in die gute alte Zeit zurück, auch wenn es diese so, wie ich sie mir vorstelle, wahrscheinlich nie gab. Jedoch beim Ferrari-Design bekenne ich mich zum  Traditionalismus :lol:

bearbeitet von Ferrarinarr
Marc W.
Geschrieben
vor 18 Stunden schrieb GT_MF5_026:

Was die Dreifaltigkeit anbelangt, bin ich etwas einfältiger: Einer der dreien kommt mir nicht auf die Liste, da einfach zu wuchtig. Und erstaunlicherweise ist es der Italiener, die sonst für Eleganz stehen, welcher auf meiner Liste fehlt.

Das geht mir in der Tat genauso. Der La Ferrari hat irgendwie nicht den goldenen Schnitt getroffen, somit würde er aus rein optischen Gründen der Dreifaltigkeit entfallen.

master_p
Geschrieben

McLaren hat halt einen großen Vorteil darin, dass sie auf der grünen Wiese anfangen konnten. Sie haben sich für ein Monocoque entschieden, was natürlich einen enormen Gewichtsvorteil bringt. Bei Porsche hat man eben eine alte Basis immer weiter verfeinert. Das ist in der Regel eben nicht so gut, wie eine Neuentwicklung. Zudem muss man natürlich schon unterscheiden zwischen einem 720 und einem 911er. Beim 720 muss ich im Alltag schon einiges an Komfort einbüßen. Und da geht's gar nicht um Fahrkomfort. Sondern um Kofferraum und Stauraum und bspw. um den beim 911er deutlich komfortableren Einstieg und die Übersicht beim fahren/parken. Das kann für den Einzelnen immer nicht so wichtig sein, aber andere (gerade Ältere) fangen da schon eine Überlegung an. Wobei das natürlich dann nicht für (unbedingt) für den GT2 RS gilt. Aber ich würde mal den 720S auch eher mit einem Turbo S vergleichen - auch preislich. Dass ein 740 LT (oder so) wieder schneller ist als ein (dann) zwei Jahre alter GT2 RS ist ja aktuell nun auch keine Überraschung. Auch ein GT2 RS in Nicht-Profi-Hand fährt einem Turbo S in Nicht-Profi-Hand nicht wirklich weg - maximal noch auf der Geraden.

tollewurst
Geschrieben
Am 13.1.2019 um 09:49 schrieb Marc W.:

Der La Ferrari hat irgendwie nicht den goldenen Schnitt getroffen, somit würde er aus rein optischen Gründen der Dreifaltigkeit entfallen.

Hm, in echt finde ich den La Ferrari am schönsten, der 918 ist fast zu langweilig und der P1 ist unstimmig.

zumal man im La Ferrari am ehesten das Supercar Gefühl hat. Der 918 ist halt Porsche typisch sehr Richtung Alltag getrimmt, der P1 zu übertrieben.

 

Der 720 ist ein schönes Auto bis auf die Scheinwerfer (die gehen noch) und die umlaufende Luftrinne, oder besser Pissrinne? Mit den zwei Elementen ist für mich das Auto optisch zerstört.

Caremotion
Geschrieben

ich weiss nicht ob wir den "Vergleich" schon irgendwo hatten. Aber passt evlt hier her 

 

 

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    • F430Matze
      Hallo 
       
      Nachdem ich mit meinem ATS-V knappe 10 tkm glücklich und ohne wirkliche Zwischenfälle (einmal Bremsscheibentausch vorne auf Garantie, da krumm geworden am Track) abgespult hatte, habe ich irgendwann gemerkt, dass der V6 Biturbo doch keinen V8 ersetzen kann. Also bin ich, da vom C63S auch noch etwas AMG verseucht, den aktuellen E63S probe gefahren, war allerdings bis auf die beeindruckende Launch Controll, die einen, Allrad sei Dank, in 3,4 sek auf 100 schießt, ziemlich enttäuscht. Ein ziemlich langweiliges Auto ohne Emotionen, also zurück zu Cadillac. Ich hatte mich beim ATS-V nicht nur in das Auto verliebt, sondern auch in die Farbe "Vector Blue". Beim ATS-V ist das kein Problem, beim CTS-V jedoch schon, offiziell war bzw ist diese Farbe nur beim US-Modell bestellbar, für den EU-Markt wird diese nicht angeboten. Als ich den ATS-V abholte, stand bei Herrn Steppe jedoch ein blauer CTS-V im Verkaufsraum, damals habe ich schon etwas geliebäugelt, wunderschönes Auto, war allerdings schon verkauft, da es Herr Steppe für einen Kunden besorgt hatte.

      Durch Zufall erfuhr ich, dass GM nochmals 2 Stück 2018er als EU Modell als Lagerfahrzeug gebaut hatte und diese noch verfügbar waren und wurde mir mit Herrn Steppe handelseinig, dass er mir den ATS-V in Zahlung nimmt und mir den CTS-V ab Lager abruft. Meiner Info nach gibt es in Europa nur 3 Stück CTS-V in dieser Farbe. Wenn ihr also einen seht, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass ich es bin. Bitte dann freundlich winken. 
       
      Knapp 4 Wochen oder auch 4 gefühlte Ewigkeiten stand er dann Anfang Dezember beim Händler und ich konnte diesen abholen. Das erste Foto ist von diesem Tag, links der neue CTS-V, rechts der alte ATS-V. Zulassung war Mittels erteilter Ausnahmegenehmigung möglich, da die CTS-V nur Euro 6 haben.

      Wunderschönes Auto, auf den ersten Blick verliebt. Super verarbeitet, tolle Haptik bei den Materialien... Schlüsselübergabe und Autotausch vollzogen und es sollte nach Hause gehen. Leider dann doch etwas gefunden, der Beifahrersitz ist fehlerhaft verarbeitet und hat eine Beule in der Rückenheizungsmatte, hier kommt nächste Woche auf Garantie ein neuer Bezug rein. Es ist schade, das hatte ich beim ATS-V auch beim Beifahrersitz, allerdings auf der Sitzmatte, auch hier wurde sie direkt nach Auslieferung erneuert und danach war alles gut. Da die Sitze vom Zulieferer Recaro sind, kann hier Cadillac eigentlich nichts für, hatte allerdings schon in vielen Autos Recaros drin und nie solche Probleme, sei's drum, vielleicht haben die nur bei Sitzen für europäische Autos richtig Lust, gute Arbeit abzuliefern.
       
      Ansonsten ist die Verarbeitung über alle Zweifel erhaben und steinigt mich, aber mein 488 ist im Innenraum von der Passgenauigkeit nicht annähernd gleich gut verarbeitet. Gegen die serienmäßige BOSE Anlage mit 16 Lautsprechern sieht die Serienanlage im Ferrari auch alt aus - wunderbarer, satter Klang ohne Rauschen oder Knistern, wo der Ferrari schon ziemlich schnell vom Bass her an seine Grenzen kommt und "flattert".

      Nachdem ich vor meiner Ferrari Zeit regelrecht Corvette infiziert war und immer noch eine C4 habe, sowie regelmäßig den Corvette Stammtisch besuche, kam mir der CTS-V gerade recht. Der Antriebsstrang, also Motor und Getriebe, kommen aus der Corvette C7 Z06, das weckt immer noch ordentlich Emotionen für das Auto bei mir.
       
      Eckdaten des ATS-V:
      6,2 Liter V8 Kompressor mit 649 PS / 855 Nm
      8 Gang Automatik aus der C7 Z06
      0 - 100 km/h in 3,7 sek (allerdings Werksangabe, wg. Heckantrieb nicht im Alltag erreichbar)
      > 320 km/h Spitze
      5,05 Meter lang (mit dem Aero Paket), 1980 kg schwer
       
      Vom Verbrauch bin ich positiv überrascht, ich fahre das Auto zwischen 14 und 16 Liter, das sind 2 - 4 Liter weniger, als mein RS4 / C63S gebraucht haben. Dies ist natürlich der langen amerikanischen Übersetzung geschuldet, bei 130 km/h kann man mit weit unter 2500 Umdrehungen dahinblubbern.

      Das Auto fährt sich für seine Größe sensationell, Motor und Getriebe harmonieren erste Sahne... erst neben dem 488 sieht man die Schiere Größe von dem Auto, im Alltag fühlt es sich deutlich handlicher an. Der Motor, der dank Kompressoraufladung ohne merkliche Verzögerung anspricht und dabei ein Mischung aus Turbinensound und V8 Blubbern von sich lässt, harmoniert sich sehr gut mit der Wandlerautomatik, deutlich besser als der V6 Biturbo. In diesem Auto vermisse ich das Doppelkupplungsgetriebe nicht, die Wandlerautomatik passt perfekt zur Dampfhammercharakteristik.
       
      Wie beim ATS-V ist die Motorhaube, wie auch das komplette Aeropaket, serienmäßig aus Carbon, was für eine in dieser Fahrzeug klasse tolle Gewichtsverteilung von 53 % VA zu 47 % HA sorgt.
       
      Viel zu optimieren oder zu verbessern gibt es meiner Meinung nach bei dem Auto nicht, obwohl ich dies liebend gerne mache. Einziger Umbauplan, der derzeit läuft, ist an der Vorderachse der Stahlbremse goodbye zu sagen, nachdem mir diese in kleinerer Form schon beim ATS-V krumm wurde. Hier sollen statt der 390 x 36 mm Stahlscheiben vom Ferrari 458 Keramikscheiben in 398 x 36 mm mit GTC-4 Lusso Bremsbelägen Platz finden... von meinen Berechnungen her, geht das alles mit dem Serienbremssattel, der zu 90 % baugleich zu den Keramiksätteln auf der C7 Z06 ist und von den Abmessungen identische Bremsbeläge fährt wie der GTC-4 Lusso. Bin gespannt, ob alles so klappt, wie berechnet. Da beides Brembo ist, müssten sich die mehrteiligen Stahlscheiben auch perfekt umtopfen lassen, sodass ich den original Cadillac Topf auf der Ferrari Keramik montieren kann... bis alles verbaut ist und die Machbarkeit bewiesen ist, werden aber noch ein paar Wochen vergehen. 

      Ich mache gerne solche Umbauten, habe allerdings noch nie den original Stahlsattel beibelassen... aufgrund der fast baugleichen Art und Größe, werde ich dies hier versuchen, am wichtigsten ist es dabei, die Beläge für die Stahlscheiben gegen Beläge für die Keramikscheiben zu tauschen. Was am Ende fehlt, ist halt die Trockenbremsfunktion bei Nässe, darauf kann man sich jedoch einstellen, der erste RS4 B7 von mir hatte diese auch nicht und es war nie gefährlich. Angenehmer Nebeneffekt ist die Reduzierung der rotierenden Masse an der Vorderachse. Die Stahlscheibe wiegt gute 14 kg jeweils, die Keramikscheibe wiegt nur 6 kg. Ich spare mir also 16 kg rotierende Masse an der Vorderachse was nicht schlecht ist. 
       
      Werde berichten, wenn die Bremse drauf ist. 
       
      Die ersten 1800 km sind bereits abgespult, am Do stehen weitere schöne, schnelle und entspannte 800 km am Stück an, ich freue mich drauf. Im Sommer werde ich den Kleinen auch mal auf den Track lassen - ich traue es ihm zu.
       
      Und nochmals, das Auto macht sooooo unfassbar viel Spaß. Fahrt mal einen Probe, wenn ihr euch für E63S, RS7,  M5 interessiert und das Markenimage nicht braucht und mit einem dünneren Händlernetz leben könnt., vielleicht geht es euch so wie mir. Cadillac hat sogar immer wieder Aktionen in Großstädten, dass sie euch eurer Wunschauto für die Probefahrt bis zur Haustüre bringen, ihr dann selber mit einem Instruktor fahrt und anschließend wieder zu Hause oder an einem Wunschort abgesetzt werdet - coole Sache. Wie auch beim ATS-V gibt es 3 Jahre Garantie ab Erstzulassung obendrauf und ein Design, das sich von den Deutschen Autos abhebt und man nicht an jeder Straßenecke sieht.
       
       
       


    • Amstaff
      Hallo,
      als Neuling im Forum wollte ich mich kurz vorstellen und freue mich auf die Kommunikation und Treffen mit Gleichgesinnten. Ich bin im fortgeschrittenen Alter und habe den Schritt von AMG SLS GT und GTR zum Kauf eines McLaren 720S gewagt und bekomme ihn Anfang Februar. Zwar wollte ich einen Ferrari Pista, aber ohne Ferrari Vergangenheit hatte ich keine Chance einen zu kaufen. Nach einer Probefahrt im McLaren habe ich dann zugeschlagen, da mich Fahrleistung und Fahrverhalten sehr überzeugt haben. Ich bin mir immer noch nicht sicher, wie ich die Optik des McLaren bewerten soll. Manchmal gefällt er mir gut, manchmal ist er mir zu rund und zu futuristisch. Aber vielleicht ist das die Formensprache des Designs der nächsten Jahre.
      viele Grüße
      Wolfgang
    • Caremotion
      evlt für den einen oder anderen Interessant 
       
       

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