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Hexla

Erfahrungen mit Lamborghini Urus

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Hexla
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Ich hatte noch nicht das Vergnügen solch einen Wagen fahren zu dürfen. 

 

Vermutlich sind ihn schon einige CP-User gefahren oder sind bereits im Besitz. 

 

Ist fahrdynamisch ein großer Unterschied zum z.B. Porsche Cayenne mit 550 PS? 

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Ultimatum
Geschrieben

ja. sehr groß. 

auch zum amg s63 gle coupé mit immerhin 585 ps. 

es sind welten. 

GT_MF5_026
Geschrieben (bearbeitet)

Vor ein paar Wochen bin ich beim hiesigen Lamborghini so ein Monstrum gefahren.

Für mich war es völlig ok, den Wagen nach einer kurzen Probefahrt wieder abzugeben.

Wenn ich einen SUV will, kaufe ich einen Range Rover oder etwas in der Art. Wenn ich einen Sportwagen will einen 911, einen 488, einen McLaren usw.

Die missglückte Kreuzung eines Sportwagens mit einem SUV habe ich nie verstanden und werde es wohl auch nie. Völlig sinnbefreite Ressourcenverschleuderung. Für das halbe Geld erhalte ich ein tolles Auto, das im Alltag alles besser kann.

Fazit: Für mich war die Fahrt mit dem Usus die erwartete Enttäuschung. 

bearbeitet von GT_MF5_026
GT_MF5_026
Geschrieben

Ob das wohl ein freud'scher Verschreiber ist: Usus statt Urus...

Thorsten0815
Geschrieben

Ja, soweit die kalte, logische Betrachtungsweise.

Da denke ich ähnlich, aber wie fühlt es sich an?

Panzer? Zu hoher Sportwagen? Monster? Krücke? Airbus beim Starten? :D 

GT_MF5_026
Geschrieben (bearbeitet)
vor 18 Minuten schrieb Thorsten0815:

Panzer? Zu hoher Sportwagen? Monster? Krücke? Airbus beim Starten?

Panzer? ja

Wobei ein Panzer wesentlich geländegängiger ist bei vergleichbarem Verbrauch. Punkte Übersichtlichkeit liegt der URUS aber im Quervergleich vorne.


Zu hoher Sportwagen? nein

Ein Sportwagen kann nie zu hoch sein, denn damit ist er kein Sportwagen mehr, wenn auch ein URUS durchaus einzelne Sportwagenmerkmale aufweist.

 

Monster? definitiv
Monster oder Monstrum bezeichnet ein widernatürliches, meist hässliches und angsterregendes Gebilde oder eine Missbildung. (wikipedia). Diese Definition trifft allerdings nicht nur auf den URUS zu sondern auch auf dessen Konkurrenzprodukte.

 

Krücke? nein

Eine Gehstütze ist er definitiv nicht. Allenfalls eine Prothese. Wofür - das zu schreiben verbietet mir meine Erziehung.

 

Airbus beim Starten? Nein.

Im Airbus werde ich mich Champagner, Häppchen und dergleichen verwöhnt. Die Sitze sind bequemer und ich habe mehr Platz. Allerdings ist hier der URUS, wie schon im Vergleich mit dem Panzer, klar der Sieger punkto Übersichtlichkeit.
Der Airbus hat übrigens ein "Turboloch"...

 

augenzwinkernde Grüsse

bearbeitet von GT_MF5_026
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Ultimatum
Geschrieben (bearbeitet)

meine Erfahrungen sind da ambivalent.

 

es ist kein Panzer, der wagen wirkt aussen relativ unscheinbar und kleiner, als er ist. das liegt vor allem daran, dass er so niedrig baut.

das unscheinbare, naja, diese enttäuschung kann ich nicht verbergen, ich hatte von einem lamborghini etwas anderes erwartet. dazu kommt, dass es derzeit außer rot und gelb nur unscheinbare standardfarben gibt.

 

der verbrauch ist geringer als bei meinem amg und der urus ist zu jeder zeit sportlich angespannt, fühlt sich muskulös und gestählt an, bereit jederzeit loszuspurten. wer das probiert hat, ... es ist unglaublich. bei freier Autobahnauffahrt geht der urus im corsa-modus so brachial auf über 300, das kennt man bisher nicht. ohne pause und ohne Kraftverlust vom ersten Moment an. dabei ist der sound gigantisch. im stand und sonst ist der sound ja ziemlich bescheiden. die bremsen sind extrem gut.

 

es ist kein hoher sportwagen, sondern ein niedriger suv.

er ist auch leider kein Monster, das hätte man ja erwartet. er schaut aus wie ein biederer audi, leider!

 

ansonsten mit den von mir schon beschriebenen subjektiven Nachteilen: schlechte sitze, keine farben, keine carbon Ausstattung, keine einzelsitzanlage hinten in alcantara möglich, eine unpraktische und umständliche Bedienung, kein sound, keine Aussenwirkung, keinerlei Überholprestige, definitiv zu teuer. gleichwohl eine Möglichkeit spass zu haben und jeden tag lamborghini zu fahren bzw. sich kraft der marke vom cayenne und q8 mainstream abzuheben. ob man das braucht ... das muss jeder für sich selbst klären, der sich den urus leisten kann.

 

 

bearbeitet von Ultimatum
racer3000m
Geschrieben

wenn ich SUV Fan wäre dann hätte ich einen Urus, ich fand die 2 Tage mit dem Urus genial und einzigartig!!

 

Ich habe jetzt für den Alltag einen Cayenne und wenn ich ganz ehrlich bin musste ich mich sehr zusammenreißen mir für den Alltag mal ein praktischeres Auto zu kaufen und das letzte Fünkchen Verstand hat mir gesagt, kauf mal was richtig Alltagstaugliches...sonst wäre es jetzt wahrscheinlich ein 911.... dachte aber auch nicht das ein Cayenne solche Freude machen kann....

 

Der Urus mag sein Geld wert sein aber mir ist er zu teuer, eben wegen dem weil ich nicht so der SUV Fan bin....

ach ja, gestern ist mir erst einer entgegengekommen, dunkle Farbe, war schon eine Erscheinung... absoluter Hingucker

Karl
Geschrieben

Ich bin den Urus berufsbedingt sicher schon 5.000 km gefahren und bin bis nach Dalmatien und Apulien gekommen. Deutsche Autobahnen, Alpen, Boulevards, Forst- und Feldwege, Landstraßen in sechs europäischen Ländern jedweder Güte etc. pp. - alles erfahren.

 

Ohne mich groß auszulassen, und auch auf die Gefahr hin, dass man Voreingenommenheit unterstellt: Ich halte den Lamborghini Urus für eines der besten Automobile, die derzeit gefertigt werden.

 

Er schiebt wie ein Gorilla und liegt auch bei höchsten Geschwindigkeiten ruhig wie ein TGV. In den Alpen bekommen Mittelmotorboliden echte (!) Schwierigkeiten, wenn das Vieh einfach nicht aus dem Rückspiegel verschwindet. Die Modi Strada und Sport zeigen zwei völlig verschiedene Facetten des Fahrzeuges, er kann laut und leise, heiß und kalt, schnell und langsam, Biest und Bediensteter. In den Modi Sabbia und Terra quert er Stock und Stein, als handele es sich um ein Militärfahrzeug. Das Platzangebot ist überraschend feudal, der Kofferraum mehr als brauchbar. Er zieht auf Wunsch 3,5 Tonnen, die Standheizung entpuppt sich dieser Tage dann doch als angenehmes Extra. Beim entspannten Fahren von A nach B funktionieren Abstandsregeltempomat und Verkehrszeichenerkennung perfekt, dass kann in der Schweiz ganze Vermögen retten. Telefonie, Multimedia, Soundsystem, Massagesitze etc. pp. funktionieren großartig, mittels 3D-Kamera und Hinterachslenkung bugsiert man ihn in die kleinsten Parklücken.

 

Großer Sport, großes Kino. Der Auftritt wird von gut gelaunten Zeitgenossen jeden Geschlechts und Alters wohlwollen interessiert bis euphorisch begleitet.

 

Die Themen Design und Kaufpreis liegen ja im Auge des Betrachters, die Produktion jedenfalls ist bis Anfang 2020 weitgehend vergeben. Zumeist wird er erstes Auto in der Familie, erfrischt also den Alltag und ersetzt zumeist leistungsstarke SUVs, Limousinen und Shooting Brakes deutscher und britischer Produktion.

Ultimatum
Geschrieben

@Karllieber Karl, du kennst meine Vorliebe zur Marke und ich kann deine Beschreibung nur bestätigen. Klar, deshalb habe ich ihn ja auch mit allen extras bestellt, auch mit Standheizung und Anhängerkupplung. Die Tatsache jeden Tag Lamborghini fahren zu können war ein Anreiz. Und dennoch will bei mir der Funke nicht wirklich überspringen. Ich bin nicht aufgeregt, ich fiebere nicht dem Tag der Lieferung entgegen, das ist schon verdächtig. Warum auch immer, ich weiss es nicht. Vielleicht weil mich die Form nicht mitreisst und der Rest von anderen ja auch abgedeckt wird, wenn auch nicht so perfekt.

 

Dass der Urus so gefragt ist, zeigt jedoch, dass er bei der Zielgruppe ankommt, das ist das wesentliche.

Wenn er da ist sehen wir weiter, vielleicht werden wir ja noch ein unzertrennliches Team, ansonsten freut sich ein dritter über einen gut eingefahrenen Wagen, der sonst eine lange Lieferzeit hätte.

 

Andreas.
Geschrieben

... und der Purosangue soll das noch toppen? Könnte spannend werden 😉 Danke für den umfangreichen Einblick!

racer3000m
Geschrieben
Am ‎23‎.‎11‎.‎2018 um 14:59 schrieb Ultimatum:

@Karllieber Karl, du kennst meine Vorliebe zur Marke und ich kann deine Beschreibung nur bestätigen. Klar, deshalb habe ich ihn ja auch mit allen extras bestellt, auch mit Standheizung und Anhängerkupplung. Die Tatsache jeden Tag Lamborghini fahren zu können war ein Anreiz. Und dennoch will bei mir der Funke nicht wirklich überspringen. Ich bin nicht aufgeregt, ich fiebere nicht dem Tag der Lieferung entgegen, das ist schon verdächtig. Warum auch immer, ich weiss es nicht. Vielleicht weil mich die Form nicht mitreisst und der Rest von anderen ja auch abgedeckt wird, wenn auch nicht so perfekt.

 

Dass der Urus so gefragt ist, zeigt jedoch, dass er bei der Zielgruppe ankommt, das ist das wesentliche.

Wenn er da ist sehen wir weiter, vielleicht werden wir ja noch ein unzertrennliches Team, ansonsten freut sich ein dritter über einen gut eingefahrenen Wagen, der sonst eine lange Lieferzeit hätte.

 

Bernhard ich glaube das liegt daran, das Deine Vorliebe für Autos eher Flach und Keilförmig aussehen muss...;-)

Ultimatum
Geschrieben

@racer3000m   das hast du gut beschrieben!

sebastian089
Geschrieben

Witzloser Text. Alle Ressentiments und Vorurteile einmal durchexerziert und offensichtlich keine persönliche Erfahrung.  Als ehemaliger Sponsor eines locker 4-stellig kostenden Privatkindergartens fällt mir zu dem Text nur der Relotius ein.

Mutti fährt grundsätzlich Macan, XC90 oder Mini. Papa 7er, RS6 oder Tram.

 

Automobile vom Schlage Cayenne Turbo oder Urus kenne ich eigentlich nur von Handwerkergattinen oder Gastronomen. Beide trifft man auf Privateinrichtungen recht selten. Da ist der Standeskomplex trotz aller Euros meist zu groß.

Ultimatum
Geschrieben

zitiere aus dem text:

doch so simple Dinge wie der Schwerpunkt und das Gewicht bleiben halt: hoch. Auch wenn wir den Urus nicht auf der letzten Rille trieben (öffentliche Strassen), so hatten wir doch mehr als einmal etwas Bammel. dass ihm die Strasse ausgehen könnte. 

 

wer das geschrieben hast, hat den urus sicher nicht gefahren. das ist eben das erstaunliche, dass er aussieht wie ein suv aber fährt wir ein aventador. 

 

ansonsten ist der text schlecht und langweilig. zu print -zeiten hätte der redakteur den praktikanten, der das geschrieben hat gefeuert. nun, da wir alles billig online geliefert bekommen ist der content eben auch billig.

 

ansonsten, ja, hier in der schule werden kinder mit cayenne turbo abgeholt. inzwischen besitzt aber auch schon die dritte Familie in grünwald einen urus und holt die Jugend an schule oder strassenbahn ab. das gehört inzwischen zum strassenbild und regt niemanden mehr besonders auf.

 

Max A8
Geschrieben
vor 3 Stunden schrieb Ultimatum:

ansonsten ist der text schlecht und langweilig.

Es liegt mir fern, den Text zu verteidigen, zumal ich ihn nicht verfasst habe, aber ihn immerhin hier zur Diskussion gebracht habe, weil ich ihn als gut und unterhaltsam empfinde. Das vielleicht gerade weil der Text die Vorurteile, mögen sie noch so alt sein, verarbeitet, zumal sich selbige auch in meinem Umfeld tagtäglich bestätigen.

 

Ich finde ihn auch sprachlich als einen der wenigen Texte dieser Seite gelungen. Vielleicht liegt das teilweise auch am Inhalt, weil er den Urus verreißt und mir das entgegenkommt, da ich das Auto nicht leiden kann. Im Gegensatz zu so vielen anderen Beiträgen von Zeitschriften oder Magazinen, denen man anmerkt, dass sie das Auto blind in den Himmel heben und sich keine Spur der Kritik leisten möchten...

 

Grüße

Max

hugoservatius
Geschrieben
vor 14 Stunden schrieb Ultimatum:

ansonsten, ja, hier in der schule werden kinder mit cayenne turbo abgeholt. inzwischen besitzt aber auch schon die dritte Familie in grünwald einen urus und holt die Jugend an schule oder strassenbahn ab. das gehört inzwischen zum strassenbild und regt niemanden mehr besonders auf.

 

Was mich an Eurem München immer wieder fasziniert, ist die unvorstellbare Schmerzfreiheit insbesondere in der Darstellung des Statusses.

 

In dieser Stadt herrscht eine Hemmungslosigkeit, wie ich sie so nur aus Staaten kenne, die erst jüngst die Segnungen des Kapitalismus kennen gelernt haben.

 

Als ich unlängst einmal wieder in München war, habe ich es einerseits wie immer genossen, in der freundlichen, kleinen Stadt höchst angenehm zu essen, zu flanieren und das ausgezeichnete Kulturangebot zu genießen, andererseits war ich fassungslos über die Naivität im Umgang mit Dingen wie eben Autos, Uhren und ganz besonders sogenannten „In-Restaurants“, ein mediokrer Italiener mit Supermarktpasta in einem häßlichen Nachkriegsbau ist der zentrale Sammelpunkt für die Ferrari-Jünger der Stadt, auf der Maximilianstraße findet ein Schaulauf der Eitelkeiten in jeglicher Hinsicht statt, ich hatte ernsthaft den Eindruck, daß die Stadt atmosphärisch irgendwie in den Achtzigern stehen geblieben ist, nur hat der Protz damals weniger Kälte und mehr Naivität und der Laden von Ed. Meier ist viel größer und prächtiger geworden...

 

Und dann lese ich einen Satz, wie Du ihn oben geschrieben hast und stelle mir das ganze bildlich vor und denke, daß ist jetzt  - ebenso wie das Auto - wirklich Realsatire, denn natürlich muß es jedem einigermaßen gebildeten Menschen unendlich peinlich sein, ein  riesenhaftes, aggressives Audi-„Gelände“monster mit 700 PS, unvorstellbarer Lärmentwicklung und aufgebappten Lamborghiniemblemen allen Ernstes ohne Fantomas-Maske durch Grünwald zu steuern, und das auch noch vor den Kindern!

 

Ganz ehrlich, den Ursus kann niemand ernsthaft fahren wollen, das ist für mich einfach komplett unvorstellbar, der ist noch viel absurder als ein Mercedes G 6x6, als Bengaga, Cullilingus, Levante et al. und es geht einfach nicht in meinen Schädel rein, daß es wirklich Menschen innerhalb unseres Kulturkreises gibt, die so unendlich viel Geld für dieses Monster ausgeben!

 

Kopfschüttelnde Grüße, Hugo.

 

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sebastian089
Geschrieben

Hugo, als ob dies in London Knightsbridge, Berlin Kurfürstendamm oder HH-Eppendorf anders wäre...

Modern Times

Ultimatum
Geschrieben
vor einer Stunde schrieb hugoservatius:

ein mediokrer Italiener mit Supermarktpasta in einem häßlichen Nachkriegsbau ist der zentrale Sammelpunkt für die Ferrari-Jünger der Stadt,

👍🏻😂

das könnte allerdings für teile londons, monaco und st. tropez auch zutreffen. 

erictrav
Geschrieben

Das Auto ist wie Trump, ein verkleideter Lügner der total Aggro rumprollt.

Jeder weiß es und trotzdem gibt es genügend die ihn wollen.

 

Ich mag das Ding so was von gar nicht, die Karre widerspricht allem was für mich für ein brauchbares Auto steht.

 

Als ich ihn aber fuhr, da hat mirr doch tatsächlich Spaß gemacht. Liegt wohl am derzeit stärksten nicht Hybrid V8 von Porsche. 

Im Nachhinein ist es mir direkt peinlich, aber der ging halt wie Sau und nicht nur geradeaus.

Gut, dass ein Erwerb eh nicht machbar für mich ist, sonst müsste ich womöglich noch mit Papiertüte über dem Kopf fahren.

Andreas.
Geschrieben (bearbeitet)

Urus ist geil, grenzwertig und sinnlos. So wie jedes sportliche Fahrzeug, welches nur elektronisch im Zaum gehalten wird. Na und? Das Leben bereichert sich an Unvernunft, Peinlichkeit und im Grenzbereich.

Wer sich nur in seiner Komfortzone bewegt und anderen durch negative Meinung den Spaß am Leben verderben will, hat sich von Leidenschaft und Intensität verabschiedet, eine bedauernswerte Person.

 

@hugoservatius München ist nett, Tegernseer Tal ist noch netter. Besonders im Sommer. Dekadenz und Provokation ist da ein Lebensgefühl. 

bearbeitet von Andreas.
Ultimatum
Geschrieben
vor 4 Stunden schrieb hugoservatius:

denn natürlich muß es jedem einigermaßen gebildeten Menschen unendlich peinlich sein, ein  riesenhaftes, aggressives Audi-„Gelände“monster mit 700 PS, unvorstellbarer Lärmentwicklung und aufgebappten Lamborghiniemblemen allen Ernstes ohne Fantomas-Maske durch Grünwald zu steuern, und das auch noch vor den Kindern!

ich finde jetzt dramatisierst du schon sehr. es gibt keinen sinnenhaften zusammenhang zwischen bildung und kfz-ps oder hubraum. es gäbe massenhaft beispiele für beide extreme, was an sich gar nichts beweist und es auch nichts zu beweisen gibt.

 

der urus leidet auch nicht unter unvorstellbarer lärmentwicklung und die menschen und kinder auch nicht darunter. er ist eher beinahe erschreckend zahm und optisch (leider) gar kein lamborghini. er fällt vor dem kindergarten auch so gar nicht auf neben den anderen audi q5, 6, 7 und 8. was mich persönlich mehr vor dem kindergarten stören würde sind dacia, skoda, liegerad und sonstige perversitäten der modernen fortbewegung.

 

du bist eigentlich als scharfsinniger beobachter und intimer Kenner der menschlichen psyche bekannt und tendierst hier im zorn über den urus eher zu den banalen vorurteilen solcher, die vieles vom hörensagen kennen. münchen ist auch nicht schlimmer, als jeder affektierte yachtclub, überseeclub und herrenclub im süden, westen oder norden der republik, indem jeder über jeden und dessen gattin die standesdünkel-nase rümpft. münchen besteht insbesondere nicht nur aus der maximilianstrasse und die, die dort normalerweise ihr auffälliges unwesen treiben sind eigentlich meist keine münchener sondern bewohner des umlandes, liebevoll landeier genannt oder arabische sommerfrischler.

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hugoservatius
Geschrieben
Am 19.1.2019 um 09:14 schrieb sebastian089:

Hugo, als ob dies in London Knightsbridge, Berlin Kurfürstendamm oder HH-Eppendorf anders wäre...

 

Ehrlich gesagt hat Knightsbridge nicht mehr viel mit London zu tun, da der Stadtteil kaum noch von Engländern bewohnt wird. Und selbst im nicht wirklich geschmackssicheren Berlin habe ich bis jetzt nur einmal einen Ursus gesehen und vor allem gehört. Und Eppendorf ist sicher nicht das Pflaster für diese Autos, da wohnen mehr Studenten und Lehrkräfte, wenn dann Harvestehude oder Blankenese, dort habe ich aber auch noch keinen gesehen...

 

Am 19.1.2019 um 10:25 schrieb Ultimatum:

👍🏻😂

das könnte allerdings für teile londons, monaco und st. tropez auch zutreffen. 

 

Du willst jetzt die Bayrische Landeshauptstadt aber nicht mit der Hauptstadt Großbritanniens, dem Seeräuberfelsen an der Côte und einem schicken Urlaubsort vergleichen, oder?

An keinem dieser drei Orte hätte man Söder gewählt...

 

vor 23 Stunden schrieb erictrav:

Als ich ihn aber fuhr, da hat mirr doch tatsächlich Spaß gemacht. Liegt wohl am derzeit stärksten nicht Hybrid V8 von Porsche. 

 

Erictrav, dagegen spricht ja nichts, aber warum ist er so laut und sieht so furchtbar aggressiv aus?

Und warum steht dann Lamborghini drauf, wenn Audi oder Porsche drin steckt?

Früher nannte man das zurecht abfällig „Badge Engeneering“, heute applaudiert man?

 

vor 22 Stunden schrieb Andreas.:

Urus ist geil, grenzwertig und sinnlos. So wie jedes sportliche Fahrzeug, welches nur elektronisch im Zaum gehalten wird. Na und? Das Leben bereichert sich an Unvernunft, Peinlichkeit und im Grenzbereich.

Wer sich nur in seiner Komfortzone bewegt und anderen durch negative Meinung den Spaß am Leben verderben will, hat sich von Leidenschaft und Intensität verabschiedet, eine bedauernswerte Person.

 

@hugoservatius München ist nett, Tegernseer Tal ist noch netter. Besonders im Sommer. Dekadenz und Provokation ist da ein Lebensgefühl. 

 

Nein, das ist kein sportliches Fahrzeug, das ist ein übermotorisierter Koloß der mit seiner Formensprache genau das befördert, was in anderen Threads hier seitenlang diskutiert wird:

Die grassierende, negative Einstellung gegenüber exotischen, besonderen und leistungsstarken Autos.

Und das hat weder etwas mit der eigenen Komfortzone zu tun, noch damit, anderen Menschen den Spaß am Leben verderben zu wollen, sondern mit Designverständnis und einem Gefühl für gesellschaftliche Entwicklungen.

 

Und Du hast Recht. München ist nett.

Aber was München mit Dekadenz und Provokation als Lebensgefühl zu tun haben soll, erschließt sich mir nicht, sondern erinnert mich eher an die Sorte von „Lebensart“, wie sie die Welt am Sonntag für Ihre mittelständische Leserschaft propagiert.

 

Ultimatum, doch, es gibt einen direkten Zusammenhang zwischen Bildung und Fahrzeugwahl und der Ursus spricht mit seiner Formensprache eben klar bildungsferne Schichten an, deren Geschmacksempfinden eher durch die Playstation als durch das Studium der skulpturalen Arbeiten von Brancusi und Giacometti geprägt ist, dazu das weiter oben schon erwähnte Badge Engeneering, da bleibt nicht viel Raum für eine andere Sichtweise.

Aber damit paßt er dann wahrscheinlich schon ganz gut in die Markenlogo-verliebte Stadt mit ihrem Welt am Sonntag-haften Lifestyle.

 

Und nicht, daß Du mich falsch verstehst, ich habe in den Achtzigern sehr gerne an der Arcisstraße gewohnt, die vielgerühmte Liberalitas Bavariae genossen, auch diese wunderbare Verbindung aus überschaubarer Mittelstadt, großer akademischer Tradition, die Nähe zum geliebten Süden, Klenzes Klassizismus, die Theater, Museen und feinen Geschäfte sehr zu schätzen gewußt, aber seither hat sich nicht viel getan, außer das die Mieten gestiegen sind und der Geschmack schlechter wurde, aus meiner Sicht ist die Stadt stehen geblieben und genau deshalb paßte Deine Schilderung der drei Ursi vor der Grundschule so perfekt in mein Bild der Stadt, genauso wie die Photos von dem Italienischen Restaurant mit den wechselnden Ferraris davor!

 

Dennoch immer wieder gerne - wenn auch nicht im Ursus - nach München reisende Grüße, Hugo

dragstar1106
Geschrieben
vor 16 Minuten schrieb hugoservatius:

An keinem dieser drei Orte hätte man Söder gewählt...

Wenn mich nicht alles täuscht, hätte man M. Söder dort nicht wählen können, selbst wenn man wollte... 

Aber wir sollten die Politik hier raus lassen, bevor sich bestimmte Personen angesprochen sehen 😉

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      Wirkung
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      Kinder, die sich gerne nur mal reinsetzen wollen
      Gerade vor dem Haus ein alter A6 mit einem jüngeren Fahrer, der im Schrittempo vorbeifährt und nur das Auto anschaut.
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      R-Tronic
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      Wenn ich den Wunsch verspüre, das Auto manuell zu seinen Höchstgrenzen zu prügeln, steht mir WAHLWEISE die Schaltwippen oder der sehr gut in der Hand liegende Schaltknauf aus Edelstahl in der Hand. Wichtig dabei im Gegensatz zum Schalter - ICH KANN WÄHLEN!!!
      Meine Frau hat dieses Auto mittlerweile auch "lieb gewonnen". So viel PS, die so kultiviert auf die Strasse gebracht werden können, hat meine Frau nicht erwartet, als sie das Auto zum ersten Mal selbst gefahren ist. Es freut mich sehr, dass gerade meine Frau - die nun überhaupt nichts von Autos hält - so begeistert von diesem tollen Schmuckstück ist.
       
      Besonderheiten
      Ein paar Besonderheiten hat das Auto, die ich mir nicht erklären kann. Obwohl in der Betriebsanleitung steht, dass die SD Karten für MP3 bis zu max 4GB SD HC Karten verkraften, reicht es bei meinem Auto leider nur zu 2 GB SD Karten. Ich habe mir also eine 4 GB Karte "for nothing" gekauft.
      Nach der Fahrt durch die Waschanlage (die Puristen bitte nicht aufregen - es ist doch nur ein Auto!) ist mir aufgefallen, dass der Teppich über dem CD Wechsler komplett NASS war! Ich habe das gestern auch noch mal überprüft, da war aber alles wieder ok ;-(. Sehr seltsam
      Nach der Fahrt durch die Waschanlage bist Du auf Aussenspiegel angewiesen. Der Blick durch den Rückspiegel zeigt ein Dampfbad. Du kannst NICHTS mehr sehen. Auch die Heckheizung verschafft NULL Sicht. Erst das penible Abwischen mit einem Leder bringt wieder klare Sicht - SCHADE!!!
       
      Fazit - vorsicht: EMOTIONAL!
      Ich bereue es NICHT! Ich bin wie verrückt nach diesem Auto und es ist einfach nur geil, morgens um 4:30 Uhr aufzustehen und sich darauf zu freuen, dass Du gleich in dieses Geschoss steigst, um MIT FREUDE Deiner Arbeit nachzugehen. Wenn Du den Motor startest und der Sound von 8 Zylindern die Nachbarn aus den Betten scheucht; wenn Du auf der Autobahn mit 140 km/H fährst und ein plötzlich ein Mittelklassesportler hinter Dir dicht auffährt, gibst Du nur Gas und binnen Sekunden wird aus dem Auffahrenden nur noch ein kleiner Lichtpunkt der irgendwann mal verschwindet. Das macht süchtig ohne Ende und...
       
      ich kann dieses Gefühl jeden Tag auf's neue genießen.
      Der R8 ist die ideale Kombination zwischen Alltagssportler und "dem Besonderen". Er schafft es ohne Probleme, den Fahrer, Beifahrer und die Aussenstehenden, binnen Sekunden von sich zu überzeugen. Es ist immer wieder toll, mal einen vorsichtigen Blick an der Ampel auf die Insassen der Fahrzeuge zu werfen, die um Dich herum stehen. Unglaubliche Blicke von Kindern, neidische Blicke von den Vätern und bewundernde - auch ablehnende - Blicke von den Passanten.
       
      Ich danke dem Schicksal, dass es mir ermöglicht hat, so etwas erleben zu dürfen. Momentan macht die Arbeit Spass, weil ich weiß, dass sie es ist, die es mir ermöglicht, so was erleben zu dürfen. Einer meiner Antriebe für mein tägliches Schaffen steht nun vor meinen Haus und es dient jeden Tag auf's neue als Motivation für meine zukünftigen Pläne. Wann kann man das schon von mal von einem Automobil sagen 😉
      PS: Schöne Bilder habe ich leider immer noch nicht geschossen - mir fehlt einfach die Motivation, das Können und die Zeit dazu. Ich hoffe sehr, dass die Hoffotografen von CP in Salem dabei sein werden. Man sollte es den Profis überlassen, ein so schönes Auto geschickt in Szene zu setzen.
      Euch allen eine schöne und - vor allen Dingen - unfallfreie Zeit.
      Bis zum nächsten Mal...
    • Ultimatum
      der neue huracan evo löst je nach sprachregelung den nicht mehr gebauten performante ab. was kann er, was kann er eventuell besser, wie sind optik, performance, aerodynamic und interior, vor allem aber, wie fährt er sich?!
       
      ich hatte gelegenheit, diesen fragen bei ausgiebigen und freien runden auf dem red bull ring nach zu gehen. 
       
      bleibt dran, ich berichte in kürze. 
      hier schon einmal einige fotos. 





    • Andreas.
      Hallo zusammen,
      vielleicht gibt es hier am Board Langzeitnutzer des 550 Maranello und kann hier seine Erfahrungen teilen?
      Insbesondere, die sich beim mittlerweile 20-jährigen Klassiker gezeigten Schwachstellen, die realistischen Wartungsintervalle - z.B. Zahnriemen, Getriebeölwechsel - und welche Kilometerstände "bemerkenswert" waren hinsichtlich notwendigem Verschleißtausch, z.B. Federn/Dämpfer, Kupplung und wie hoch in etwa die Kosten hierfür waren/sind.
       
      Mir ist bewusst, dass Verschleiß stark nutzungsabhängig ist, aber der eine oder andere Hinweis könnte mir helfen. Vielen Dank in die Runde!
    • 806
      Vom 27.08.2009 (Datum der Einzelabnahme TÜV Nord) über den 03.11.2009 (Kaufdatum) bis heute sind 100.000 Kilometer an Straßen aller Qualität und auch unbefestigten Wegen „unter der 806 durchgekommen“. Am 7. April 2019 war’s so weit. 100.000 km.
       
       

       
       
      Sind manche mit Wiesmännern gefahren, ich aber mit einem. Manche haben auch viele Wiesmänner gefahren. Ich nur einen. Meinen. Deswegen trägt er auch meinen Namen statt "Wiesmann" auf dem Kofferraumdeckel. Er ist meine Idee eines Roadsters für alle Zwecke, bei der die Basis aus der Manufaktur in Dülmen stammt.
       
       

       


      Zeit, ein Resümee abzuliefern. Nicht das übliche Schwärmerische, sondern vor allem in Anbetracht der nurmehr als Gebrauchtwagen erhältlichen Fahrzeuge etwas in Richtung „und wie hat er’s ausgehalten?“ kombiniert mit „wie hast Du’s ausgehalten?“.

       
      Los geht’s!

      Das Lackkleid wird vor allem bei auch etwas schnellerem Einsatz allerorten leiden. Vorne besonders, aber auch an den Kotflügelverbreiterungen hinten. Steinschlag en Masse. Kein Wunder - der Lack ist nur quasi luftgetrocknet, das verhindert schon Widerstandsfähigkeit. Die netten „Schutzfolien“ sind zu klein, die Vorderräder schießen bis zur oberen Kotflügelkante den Straßensplitt hoch.

      Waschkratzer ist man selber schuld, Waschanlage habe ich einmal ausprobiert. Kann man machen, ist dann aber Mist, denn für Walzen und rotierende Bürsten oder Schleppvorhänge ist die Form schlicht ungeeignet.

      Um das Thema „Steinschlag“ abzuschließen: Die Frontscheibe ist spätestens bei 60.000 km fertig. Da sie sehr aufrecht steht, ist sie extrem anfällig. Da sie selten ist, ist sie extrem teuer. Und Werkstätten, die sie richtig einsetzen können und nicht mit dem Abschlußgummi hadern oder den Scheibenkleber eher grobschlächtig verschmieren darf man sich auch suchen … über weiteres schweigt des Sängers Höflichkeit.

      Das GFK der Karosserie ist extrem dick und damit auch erstaunlich robust. Wo andere Karossen Dellen im Blech bekommen, passiert eigentlich nichts. Man muß schon große Kräfte walten lassen, damit was bricht. Als „Preis, den man dafür zu zahlen hat“ sind die Spaltmasse selbst aus dem Weltraum noch zu sehen, denn zum einen ist die handwerkliche Fertigung nicht präzise genug und zum anderen bewirkt Temperaturänderung auch Größenänderung in einem Maße, das man von Blechautos nicht kennt. Seit der Sprühfolierung ist das nicht mehr so stark merkbar, vorher mußte man bei solchen Gegebenheiten öfter die Türscharniere nachziehen. Am MF3 ist das eine einfache Übung, alles gut zugänglich!

      Innen hat die 806 das „Serien-Standardleder“ in schwarz. Geschont wurde sie nicht, sie hat brütende Sonne in den Pyrenäen und auf Korsika, Dreck in Schottland, extrem viel Gepäck bis Portugal und viele Ausfahrten anstandslos ertragen. Alle Nähte sitzen, so gut wie nichts ist abgeschubbert (der weiße Keder seitlich an der Rückenlehne leidet an der Gurtdurchführung), nichts ist gebrochen.
       
       

       
       
      Tadellos. Dazu bis heute weich anzufassen und elastisch. Pflege? NIE mit „Lederpflege“, denn: Da ist kein Leder zu pflegen. Schwarzes Kuhleder gibt es nicht, die Haut ist gefärbt, die Oberfläche mit Kunststoff versiegelt. Daher: penibles Säubern - bei langen Ausfahrten im Zweifel täglich - vermeidet die Beschädigung der Beschichtung und erhält den Neuwagenlook. Alles andere ist teures Beruhigen der Nerven ohne sittlichen Nährwert. Lieber täglich mit einem sehr stark verdünnten „AllPurposeCleaner“ als quartalsweise mit Geschmier und „Ledergeruch“. Der bleibt nämlich bis heute auch so! Dem Lenkrad sieht man die Laufleistung an, das Leder ist glatt gegriffen. Weniger Kurvenfahrt mag da helfen …

      Die Abdichtgummis entlang des Schwellers überstehen unbeholfene Ein- und Ausstiegsmanöver dauerhaft nicht gut. Sie lassen sich zwar wieder in die Führung drücken, aber das Gezerre längt sie und sie werden immer leichter herausgerissen.

      Die Vorwerk-Teppichausstattung ist bestens in Form, selbst die arg strapazierte Fahrerfußmatte hat nur im Fersenbereich unterm Gasfuß an Profil ihrer Gummiauflage verloren. Halten locker nochmal 100.000 km. Kofferraum? Dasselbe - tadellos in Schuß. Dazu kommt, daß der Flor sich wunderbar saugen läßt. Wer einmal mit Nadelfilz rang, weiß das zu schätzen!

      Nicht alles Textile übersteht die Zeit so gut. Das Verdeck leidet. Stark und sichtbar. Mit weiter nachgebendem Gestänge läßt es sich immer „dichter“ zusammenlegen und das tut ihm nicht gut. Schabestellen und durchgedrücktes Material sind die Folge. Auch die vorderen Dichtgummis als Abschluß am Scheibenrahmen sind nicht dauerhaft, da ist nach zehn Jahren erkennbar aus optischen Gründen Ersatz gefordert. Dicht ist es bis heute. Der einfachen ungepolsterten Ausführung wegen nicht teuer ausnahmsweise, mein Sattler des Vertrauens schätzte ca. 1.500 €. Die Reißverschlüsse der Heckscheibe funktionieren nach wie vor und sind dicht.
       
       

       
       

       


      Und wieder ein Pflegemythos zerstört: Der Verdeckstoff ist so gut gefertigt, daß er keine „Verdeckimprägnierung“ braucht. Kein Ausblassen, kein Vergrauen. Das ganze Chemiezeugs kostet nur Geld und macht Arbeit - beim Auftragen und bei der späteren Pflege, weil der darin verklebte Dreck mühsam wieder ausgebürstet werden muß. Die 806 hat penible Reinigung mit extra beschaffter weicher Massagebürste (sonst sind die Borsten zu straff) und häufigstes Absaugen erlebt, außer den Schadstellen nichts. Der Heckscheibe hilft regelmäßiges Behandeln mit Sprühwachs - trotz sehr häufiger Öffnung ist sie klar und nur sehr leicht verkratzt.

      Die Instrumente tun ihren Dienst. Nicht immer genau, aber immerhin! Kühlmitteltemperatur wird ungeschickt am Zylinderkopfausgang statt Kühlereingang  gemessen, der Wert ist also etwas zu hoch im Vergleich zu üblichen Verfahren. 100° hat er selbst am Stilfser Joch nicht überschritten. Motoröl liegt jetzt auch bei schneller Fahrt nicht über 110°, da wirkt die von mir entworfene Unterbodenverkleidung zusammen mit dem größeren Ölkühler Wunder.
       
      Der unsäglichen Tachovoreilung (240 waren etwa 217 „echt“, jetzt sind’s laut Navi 232) habe ich abgeholfen durch richtige Übersetzung der Hinterachse (dazu komme ich noch) und die Wahl von größtmöglichen Rädern.  Nicht in der Breite (alles über 255 mm liegt nicht auf der Straße auf und ist nur fürs optische Beeindrucken gut, dafür rubbelt sich dann der Reifen innen viel schneller ab als außen), sondern im Durchmesser. 255/35 R 19 sind hinten drauf und 225/40 R 19 vorne. Again what learned: Die Hinterradgrößen von 275/30 R 19 oder gar 285/25 R 20 sind selten wie eine Blaue Mauritius und im falschen Moment einer Reifenpanne im Ausland tagelang nicht lieferbar. Die jetzigen Größen sind für die stark motorisierten BMW 3er/Audi A4/Mercedes C flott beschaffbar und bieten auch eine größere Auswahl an Marken.

      Mir gefallen die Dunlop SP Sport Maxx RT2 sehr gut, die Michelin Pilot SuperSport sind bei kühlerer Witterung sehr schnell sehr kalt im leichten Wiesmann und dann wird mir sehr schnell sehr warm, wenn sie nicht gut haften. Ist für Sommer-Gelegenheitsfahrer wurscht, aber wer weite und weiteste Touren in Europa fährt, sollte das bedenken. Auch naß sind sie nicht so der Hit, da sind die weniger spitz auf trockene sportliche Fahrt entwickelten Dunlops universeller und sicherer.

      Apropos: Die Reifen halten vorne quasi ewig, hinten je nach Schwere des Gasfußes. Ich erreiche hinten etwa 20.000 km, vorne wechsle ich nach der zweiten verschlissenen Hinterreifengarnitur. Sonst spinnt das ESP, weil die Abrollumfänge nicht mehr im Toleranzbereich liegen. Gefahren wird im Alltag mit einmal gedrückter Sport-Taste, sonst regelt das System schon bei einfachen Rechtskurven und greift ein. Der Sensor vorne rechts ist ungeschickt plaziert und schuld dran. Auch ohne ESP ist der MF3 verständig gefahren sehr gut beherrschbar (nach den Fahrwerksänderungen), paßaufwärts ist das meine bevorzugte Stellung. Natürlich ist er im Grenzbereich zickig: leicht, kurzer Radstand und wegen der Basis BMW E36/Z3 (!!) eigentlich vorsintlflutlich und veraltet, da "geht was", wenn was geht!

      Nur kurz gestreift: Die 806 ist ein 5-Gang-Handschalter. Das Differential habe ich gegen eine Drexler-Sperre getauscht, ich hatte nur die Serienausstattung mit 25 % Sperrwert anfangs und das ist bei forciertem Fahren nicht genug. Auch die werkseitig falsch übersetzte Hinterachse (eingebaut 3,46:1 - warum auch immer, in der Konfiguration nicht gewünscht und nicht enthalten) hat nun die passende längstmögliche Übersetzung von 3,23:1. Getriebe und Kupplung erfreuen sich bester Gesundheit, das Bedienen ist nach wie vor ein besonderer Quell der Freude. „Save the manuals!“

      Damit ist ja das nächste Thema berührt: Der Motor. Ein Trumm, sauschwer wegen Graugußblocks (selbst der Zwölfzylinder im 750i war leichter!). Ein Langhuber, der dennoch dreht wie verrückt für seine Zeit. Von Wiesmann künstlich gekappt, weil alle MF3 mit Ausnahme der CSLs nur das Mapping vom alten BMW Z3 M aufgespielt erhielten und deshalb zuverlässig um die 321-323 PS auf den Motorenprüfständen ablieferten. Jetzt nach Änderungen ein Dampfhammer, der ab 2000/min loslegt, ab 2500/min hart hinfaßt und in seiner jetzigen Abstimmung dennoch schon bei knapp 7000/min 350 PS liefert. Höher drehe ich eigentlich nie, dafür genieße ich die wunderbare Leistungsentfaltung, die keine Müdigkeit erkennen läßt. Pleuellager kamen neu nach 90.000 km vorsichtshalber (und unnötigerweise), die waren nicht angegriffen, die Tragschicht noch vollständig intakt.

      Mit der nachgerüsteten Airbox und optimiertem Mapping erreichte Markus Schmickler in der Spitze 365 PS bei 8080/min und ein Drehmoment von 366 Nm bei 4495/min. Das Drehmoment lag gleichmäßig über 320 Nm ab 2500 und bis 8000/min an statt vorher von 3500 bis 6500/min. Mit der hohen Maximaldrehzahl und der damit möglichen Verschleißerhöhung war ich noch nicht ganz zufrieden, die Leistungsentfaltung war schon unglaublich viel besser und die Fahrbarkeit durch das sattere Drehmoment deutlich verbessert.
       
       

       

      Bei der Firma Henni ließ ich weitere Optimierungen programmieren mit dem Ziel einer weiteren Verbesserung des Drehmoments bei Schonung im Spitzenbereich. Die Höchstleistung beträgt nun 359 PS bei 7700/min, das höchste Drehmoment aber 374 Nm bei 4600/min. Damit ist die Gesamtkurve wieder etwas gemäßigter und die Spitzenbelastungen bei Ausreizen der Verstellmöglichkeiten im VANOS sind gemindert. Das Ansprechverhalten ist beim Fahren gleich, nur ab etwa 7000/min fällt das Drehmoment nun stärker ab, so daß bei „Weiterorgeln“ über 7000/min keine wirklichen Leistungszuwächse mehr kommen. Diese Höchstdrehzahlen sind auch Höchststreß für alle drehenden Teile, von einer Absenkung auf sinnvoll zu fahrende 7000/min ergibt sich eine erhebliche Verringerung der mechanischen Beanspruchung.
       
       

       

      Warmfahren und Kaltfahren hilft der armen Zylinderkopfdichtung, die die unterschiedliche Ausdehnung von Graugußblock und Aluminiumkopf sonst nur unter Aufopferung ihrer selbst kompensieren kann. Sie hat bei sehr geringem Zylinderabstand nur ganz wenig Steg und wird dort deshalb besonders beansprucht. Durchs Zündkerzenloch endoskopiert: alles bene.

      Ölverbrauch? Zwischen den Wechseln keiner meßbar. Sprit? Zwischen 8,5 und 20 L/100 km ist alles drin. Normalerweise sind’s um die 10,5 bis 11 L/100 km. Stadt ist Gift, da fängt er das Saufen an. Dafür nehme ich ihn aber nicht, der Stadtanteil beträgt sicher weniger als 5 % der Gesamtlaufstrecke.

      Dem funzeligen Licht der kleinen Serienscheinwerfer versuchte ich, mit LED-Leuchtmitteln aufzuhelfen. Hell wird’s damit. Überall. Da der Reflektor nicht mehr zum Abstrahlverhalten der Leuchtmittel paßt - unkontrolliert und für Vorherfahrende mehr als störend. Bei Ausfahrten durfte ich mir ganz schön was anhören deswegen! Nicht umsonst ohne Zulassung. Wie alle Vielfahrer der MF3 es tun Abhilfe also durch H4-Leuchtmittel mit besserem Wirkungsgrad und mehr Lichtausbeute. Bosch und Philipps sind da gute Adressen und der Effekt ist schon deutlich merkbar. Die Rückleuchten sind mit LEDs erstarkt. Im heutzutage üblichen Lichtermeer an modernen Heckansichten mit Laufblinkern und sonstigem Unsinn geht man im kleinen MF3 sonst förmlich unter!

      Die Umbauten an der Karosserie mit Änderung der Stromversorgung auf LiFePO-Leichtbau-Batterien, die gescheiterten Versuche einer Klebefolierung (stattdessen jetzt satt sitzend und nahtfrei in originalem Farbton sprühfoliert), die Verkleidung des Motorraums und des Heckbereichs von unten, die dem BMW-Standard passend zum Motor entsprechende Aufrüstung der Kühlung sowohl für Wasser (mit stufenweise gesteuertem Elektrolüfter) wie Motoröl (mit fast viermal so großem Ölkühler statt des ab werk verbauten vom 286 PS-M3 ...) sowie die umfangreichen Modifizierungen des Fahrwerks bis zu komplett neuen Federbeinen vorne und die preiswerte Nachrüstung eines Tempomaten habe ich hier im Forum ja schon geschildert. Alles über zig-tausende Kilometer praxisbewährt, alles gut. Und die wesentlichen Schwächen des Autos sind gemindert oder abgestellt.

      Die sehr harte Fahrwerksabstimmung fordert bei flotterem Fahren auf nicht immer glattem Geläuf ihren Tribut: Die Fahrwerksteile verschleißen relativ schnell. Die Vorderachsträger (diese bananenförmigen großen Träger) sind Original-BMW-Teile und sehr günstig bei Lemförder zu beziehen. Bevor man sich an einem Traggelenk und dessen Ausbau lange versucht: Gleich ganz neu!

      An der Hinterachse ist die Erreichbarkeit mancher Verschraubungen unterirdisch. Durch das Gewirr an Lenkern und Streben erreicht man z.B. die Domlagerschrauben schier nicht und wenn, lassen sich die Schrauben nur mir Achtelumdrehungen lösen. Geduld und Spucke sind nötig!

      Die beteiligten Werkstätten kann ich hier auch zusammen auflisten:

      Fahrwerk/Bremsen: www.Rennfeder.de aus Helsa bei Kassel
      Motormapping: Markus Schmickler, Bad Neuenahr und www.henni-performance.de in Wernau
      Auspuffanlage: Stüber Auspufftechnik, Overath
      Sprühfolierung: www.cardip.de in Heilbronn
      Pleuellagerwechsel: Ralf Mork www.mw-perfomance.com in Rockenhausen (Pfalz)
      alles andere: mein Oldieschrauber des langjährigen Vertrauens aus Mutterstadt - im Vergleich zu "Fachwerkstätten" mit unbezahlbarem Wissen um Auto, Motor und Sport ...

      Eine teure Erfahrung: Winterfahrten sind wunderbar mit offenem Dach bei Schnee. Es ist eine Illusion, daß da nichts passieren könne von wegen „GFK-Karosse auf feuerverzinktem Rahmen“. Dieses Tun kostet ein korrodiertes Fahrwerk und eine ruinierte Bremsanlage! Diese Teile sind nach wie vor aus Stahl. Wie lernte man in Chemie? „Das Unedle opfert sich für das Edle.“ Stahl ist unedel, feuerverzinkt ist edel. Tolle Wurst! Achsträger, Wasserabweisbleche, Führungshülsen der Radbremszylinder - alles verrostet. Alles neu. Dabei flog die eigentlich sehr überzeugende MovIt-Anlage auch wieder raus. Lohnt nicht, weil’s fast denselben Effekt der besseren Reaktion und Dosierbarkeit durch viel billigere (und ich meine VIEL billiger) Maßnahmen erreicht wird: Zimmermann Rennbremsen, Seriensättel und Ferodo DS-Beläge bei Stahlflex-Bremsleitungen, dazu ATE-Rennflüssigkeit und alles ist gut. Sind sogar preiswerter zu haben als Ersatz der Serienteile. Verschleiß ist wegen des geringen Wagengewichts übrigens unglaublich gering auch bei flotterem Fahrprofil. Scheiben vorne können gut und gerne 100.000 km halten, Beläge ebenso.

      Ach ja - zu guter Letzt die Wartung.
       
      Ein sehr leidiges Kapitel, da sind manche Sünden unterwegs. Was da für teures Geld in „Fach“Werkstätten des In- und Auslands nicht oder falsch oder zu spät gemacht wird, ist teilweise ein Graus. Pannen bei "top-Werkstatt-scheckheft-gepflegten" Wagen wegen gravierendster Wartungsmängel sind erschütternd. Ich hielt mich an „wer gut schmiert, der gut fährt“ und veränderte die Arbeiten mit folgendem Schema:

      Motoröl neu alle 7.500 km oder jährlich, 5W40 Motul 300V jetzt, vorher Mobil 1 0W40, davor Mobil 1 5W50, das unsägliche alte Gebräu (Rezept aus den frühen 90igern ist sicher nicht mehr zeitgemäß) „Castrol 10 W 60“ nur anfangs. Ölfilter spätestens bei 15.000 km neu. IMMER den BMW-Originalfilter nehmen, kein Nachbau von Mann oder Hengst! Nur der Originalfilter hat eine Manschette ums Filterpapier, die Auseinanderdrücken der Lamellen verhindert und den Filtereinsatz damit druckfester macht.

      Getriebeöl alle 60.000 km neu (keine besonderen Anforderungen), Differentialöl alle 30.000 km. Das Differential wird sauheiß, da es nicht gut im Kühlluftstrom hängt und auch noch vom Auspuff gegrillt wird; deshalb das beste erhältliche von Castrol (heißt heute Syntrax) 75W140. Je öfter schnelle und lange Autobahnetappen anstehen, desto häufiger wechseln!

      Zündkerzen alle 40.000 km neu - NGK oder Bosch. Sind bei BMW sauteuer, im freien Handel für weniger als 40 € für den Satz (statt 120 € bei BMW) zu haben. Dabei gleich die Einzelzündspulen auf Korrosionsspuren an der Kontaktfläche prüfen - sonst funkt's trotz neuer Kerze nicht richtig!

      Kühlmittel und Bremsflüssigkeit alle zwei Jahre neu. Dabei auch Luftfiltereinsätze reinigen (Plattenfilter von K&N in der Airbox).

      Einriemen mit Riemenspanner und Umlenkrollen alle 50.000 km neu, die Spannrollen leiden immer und „sicher ist sicher“. Kostet nicht die Welt, beruhigt aber.

      Servolenkungsöl und Kupplungsflüssigkeit alle sieben oder acht Jahre neu. Ölist neu rot, nicht schwarz! Kostet um die 50 € mit Arbeit - die Servopumpe kommt auf 600 € plus Arbeit! Kupplungsflüssigkeit ist wie Bremsflüssigkeit, nur verträgt sie längere Betriebszeiten. Wasser ist Quell des Rostes und kostet Kupplungszylinder auf die Dauer.

      Ventilspiel ließ ich anfangs nach der Einlaufzeit kontrollieren und dann bei 50.000 und beim Pleuellagerwechsel nach 90.000 km. Unverändert. Ein Zeichen, daß Fahrweise und Wartung trotz allem materialschonend sind - ich vermeide aber auch das nach der Umprogrammierung unnötige volle Ausdrehen bis 8000/min. Maximal sind’s selten 7000/min, normal maximal 6000/min. Spitzenbelastung bringt nicht so viel mehr wie sie schädigt.

      Fahrwerksvermessung immer beim TÜV-Termin. Kostet nicht viel, dafür ist dann der Geradeauslauf immer untadelig und der Reifenverschleiß gleichmäßig. Wer’s beim Reifendienst machen lassen will: Die Werte entsprechen dem meist gespeicherten „BMW Z3 tief“. 100 € maximal.

      Was ging  kaputt?

      Eigentlich ehrlich gesagt fast nichts. Die Frontscheibe wegen Steinschlags. Kann das Auto grundsätzlich ja nix dafür. Der Auspuff war nach 50.000 km leergebrannt und fing an unerträglich zu dröhnen. Bei 3000/min fielen einem unterm geschlossenen Verdeck die Ohren ab. Durch neue Endrohre mit Schalldämpfern (individuell nach meinen Anforderungen gebaut) ersetzt, bei Konstantfahrt durch Totschallkammern etwas leiser als Serie und die Körper etwas verkleinert, so daß sie nicht mehr so oft aufsetzen.
       
      Die zweite Wasserpumpe ist immer noch spielfrei (sie muß nach meinem Umbau ja keinen am S54-Motor von BMW nicht vorgesehenen Viscolüfter zusätzlich bewegen, sondern einfach nur Wasser pumpen), Kupplung mit immer gleichem Druckpunkt, Getriebe leise und nach wie vor sehr fein zu schalten. Bremse spricht gut an, Verzögerung sehr gleichmäßig bei gleichmäßig steigender Pedalkraft. Abbremsung 55 %! Korrosion bin ich selber schuld, sie betraf die Fahrwerksträger vorne, die Verschraubungen hinten, die Verkabelung an der Batterie, die Bremsanlage und die Leitungen zum Lenkungskühler.

      Die Sitzheizung quittierte spektakulär ihren Dienst. Sie schaltete sich selber ein - natürlich sommers und bei großer per se herrschender Wärme. Sicherung gezogen und „Thema erledigt“ gedacht. Bis Markus Schmickler mich verzweifelt anruft und mitteilt, daß die 806 schier nicht sinnvoll abzustimmen sei auf dem Prüfstand, weil sie immer wieder völlig unplausible Werte zeige. Ob ich was an der Elektrik geändert hätte?? „Ich bin schon froh, wenn ich was mit Strom fehlerfrei schreibe!“ wollte ich antworten. Bis mir die Sitzheizung wieder einfiel. Lösung: Die ach so tolle selbstgefertigte Verkabelung der Manufaktur ist nicht so der Hit. Sie ist nicht sauber ausgeführt, teilweise werden nicht zulässige Lüsterklemmen (!!) verwendet. Direkt neben leistungsführenden Kabeln der Sitzheizung liegen haarfeinste Drähtchen für die Signale der Motorsteuerung. Als die Sitzheizung ihren Elektrogremlin entwickelte, indem sie einfach sanft anschmorte, ist der Kabelsatz der Steuerung angegriffen worden. In der Werkstatt fachgerecht korrigiert - Fehler weg. Sitzheizungen auch. Brauchen eh nur Weicheier.

      Zum Kapitel schlechte Ausführung der Kabel gehört auch, daß ich mich anfangs von der Motorkontrolle foppen ließ. Etwa alle 10.000 km reklamiert sie, daß ein Fehler vorliege. Manchmal auch öfter. Ausgelesen über OBD: „Fehler Heizung Lambda-Sonde Bank 2“. Immer. Immer wieder. Abhilfe 1: Sonde ersetzen. Teurer Spaß, habe ich zweimal gemacht. Nützt nur nichts. Fehler taucht wieder auf! Abhilfe 2: ignorieren. Schadet nichts, Motor startet und läuft wie immer.

      Erfahrung dazu: Scheint ein Fehler der Verkabelung zu sein. wenn’s feucht ist (oder ich den Krümmer ansprühe), ist der Fehler weg. Wundersame Heilung? Nein - die Autodoktoren bei Vox würden wieder sagen „Glaubste dat? DREI Lambdasonden für nix , dabei war et nur ein Fehler im Kabel!“ Leider ist die Verlegung auch nicht leicht zu erreichen, also lebe ich damit. Der TÜV mißt ja eh im Endrohr und da kommt nur Gutes heraus. Selbst jetzt  noch erreicht der Katalysator im Leerlauf ein CO von 0,2 % bei zulässigen 0,9. Lohnt sich, daß der teure M-Metallkat verbaut ist.

      In den letzten zehn Jahren und 100.000 km hat der MF3 an Reiz nichts verloren. Man ist vertraut, „anziehen wie einen Handschuh“ und los geht’s - auch auf weiteste Touren. Die konstruktiven Mängel habe ich für mich bestmöglich mit sinnvollem Aufwand abgestellt, sonst ist er im Allgemeinen grundsolide und erstaunlich haltbar. Das sorgt dann für Betriebskosten, die kein anderer Sportwagen dieser Leistungsklasse liefern kann.

      Wertverlust denken manche, komplett durch Wertgewinn ersetzen zu können - zu Mondpreisen kauft nur keiner einen MF3. Neupreis 120 k€ und nach acht Jahren 150 k€ verlangen - das ist Illusion. Dennoch ist für die Wagenklasse der Verlust sehr gering - was kein Wunder ist, denn er ist in der äußerst kompakten Form einzigartig und wie belegt haltbar, gebrauchstauglich selbst für Fernreisen und belastbar.

      So eine Wiesmann-Kappe mit bestimmt 70.000 "offen gefahrenen Kilometern" muß man sich erdienen!

       

       
       
       
      Markus
    • Pentium
      Hier starte ich ein Tagebuch meines frisch erworbenen SRTs.  Alle Höhen und Tiefen werde ich erbarmungslos offenlegen. Wer sich auch einen zulegen möchte, kann sich hier anfixen oder abschrecken lassen ….. auf geht’s:
       
      Es war einmal … quatsch - spontan hab ich mich am Samstagvormittag zu einem Wechsel von 3.0 CRD auf 6.1 HEMI entschlossen (danke DUH!), nun muss es aber schnell gehen, sonst zuckt der Schließmuskel und es wird wieder mal verschoben.
       
      Der nächstgelegen Interessante, der sich auch noch meinem Diesel annehmen möchte, steht bei einem Händler in gut 800km Entfernung ….. hmmmm … um 12:00 Uhr vollgetankt auf die AB - 800 km Richtung Norden  …..   so eine Geschichte darf nicht besonnen und gut überlegt starten….
      …. und um 20:30 Uhr schon wieder mit breitem Grinsen auf der Heimfahrt. Wie vom Verkäufer vorher gesagt, geht nach gut 200km die Motorkontrollleuchte an, den HEMI interessiert dies aber nicht im Geringsten, er marschiert tapfer brüllend über die A7….
       
      Nach weiteren  problemlosen 800 km Fahrt bringe ich ihn um 04:30 Uhr in die Halle. Den Durchschnittsverbrauch konnte ich zeitweise bei einem Schnitt von 120km/h von 17,5 auf 16,5 ltr. drosseln… Spaß geht anders…..
       
      Ein Auslesen gestern wies den Fehler P0430 „Katalysatoreffizienz (Bank 2)“ aus, einen Neuen gibt es von Magna schon um die 900€, verschieben wir auf den nächsten TÜV in 07/2020…..
       
      Viel schlimmer sind die Abrollgeräusche der abgefahrenen Winterreifen. Dafür gibt es am Montag neue Pirellis mit anschließender Fahrwerksvermessung.
       
      Am Dienstag wird dann noch das scheußliche ALPINE Doppel-DIN gegen ein Pioneer Z810 getauscht.
       
      Am Mittwoch darf der Dicke dann mit uns in den ersten gemeinsamen Urlaub in die Pfalz…
       
      Ein paar kosmetische Veränderungen stehen noch an, die Liste der gespeicherten Fehler muss noch reduziert werden….. ich werde be(r)ichten
       
       


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