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GT_MF5_026

McLaren gegen Porsche - Sportwagenvergleich zum Saisonstart

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Thorsten0815
Geschrieben (bearbeitet)

Sehr schön geschrieben! Wirklich! :-))!

Danke.

Und beim 720s..... Mach Dich auf etwas gefasst, wenn Du ihn eingefahren hast und mal die volle Leistung abrufen kannst. Ich durfte das schon mal erleben. Hammer! 

bearbeitet von Thorsten0815
GT_MF5_026
Geschrieben (bearbeitet)

Das Vergnügen hatte ich bereits. Ich konnte letztes Jahr 3 Runden mit einem ehemaligen Profi-Rennfahrer im 720s auf dem Track mitfahren. Ich brauchte danach eine gute halbe Stunde um wieder zu wissen, wer ich bin, wo ich bin und was ich hier mache. Und ob es ein Vergnügen war - da bin ich mir nicht mehr so sicher...

Es war von einem anderen Stern.

bearbeitet von GT_MF5_026
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GT_MF5_026
Geschrieben (bearbeitet)

Wir waren ja zu dritt auf der Ausfahrt. Hier der Kommentar des 2. Piloten:

Zitat

 

Zur Einordnung der Fahreindrücke:

ich komme von einem gemachten 987.

Der liegt jetzt so wie es sein muss. Geht am Limit gleichmässig vorn und hinten weg.

Beste Rückmeldung durch die hydraulische Lenkung

 

991.2 S PDK, Hinterradlenkung ohne PDCC

Erstaunlich kleiner Innenraum für die Abmessungen des Fahrzeuges aussen.

Eher überladene Bedienelemente . Zu viel IMHO.

Motor leistungsmässig sehr gut. Fühlt sich wie ein grosser Sauger an, weniger wie ein Turbo.

Ideal auf PDK abgestimmt.

Trotz Cabrio gute Verwindungssteifigkeit

Lenkung leider nicht sehr mitteilsam auch im Sport+ Modus.

In schnellen Kurven spürt man das Gewicht hinter der Hinterachse, bzw. das fehlende Gewicht vorn.

Der Wagen drängt hinten nach aussen und vorn nimmt die Rückmeldung der Reifen ab, so wie alle Elfer, durch den längeren Radstand als bei den Vorgängern hier nicht mehr so stark ausgeprägt wie beim 997

Fazit: Eierlegendewollmilchsau, d.h. ein sehr guter GT, weniger ein waschechter Sportwagen, der zum Kurvenräubern animiert

 

570S mit Keramikbremse

Elegantes Äusseres. Nicht "in your face" wie bei den Italienern.

Toller Raumeindruck mit grossem Gesichtsfeld nach vorn und zur Seite durch die fast rundum Verglasung.

Perfekte Verarbeitung. Nicht überladenes Cockpit.

Im Gegensatz zum 991.2 hier ein echter Turbo Eindruck. Bei Vollast im untertourigen Bereich passiert nichts. Wirklich nichts.

Dafür gibt der Motor ab 4000 alles auf einmal zurück.

Die gut funktionierende, leider etwas langsamer reagierende Schaltung (vgl. zu PDK) ermöglich die Drehzahl hoch zu halten, damit den Motor im idealen Bereich zu fahren. Dann geht es wirklich schon angsteinflössend vorwärts.

Daher ist das Turboloch für den geübten Fahrer zu vernachlässigen.

Was für ein Fahrwerk, was für eine Lenkung: Perfekt!

Besser kann man es nicht machen. Wie bei einem Mittelmotor Sportwagen zu erwarten lineare Rückmeldung von der Vorderachse und vom Heck. EVO würde schreiben: confidence inspiring.

Man traut sich gleich viel schneller zu fahren als im 911, da die Lenkung und Rückmeldung ein absolut stabiles Gefühlt für das Fahrzeug vermitteln. Vor dem Limit lässt sich keine Tendenz zum Untersteuern oder Übersteuern erahnen.

Fazit: Ideal, perfekt. So muss ein Sportwagen sein. Würde die Carbonschalen nehmen.

 

720S mit Performance Paket

Respekteinflössende Silhouette.

Noch weiteres Raumgefühl. Verarbeitung jedoch hier erste Serie, damit beim 570 für mich besser.

Carbonschalen sitzen perfekt. Auch die Position der Lehne und Höhe.

Motor hier wie beim 911. Meines Wissens nach sind das hier VTG Turbos, daher der grosse Unterschied zum 570.

Leistung bis 4000 schon abartig. Wer weiss was da noch kommt.

Schaltung wirkt flinker als beim 570.

Lenkung würde ich als gleich gut wie beim 570 bezeichnen.

Das Fahrwerk ist nochmals besser. Kein Wunder bei fehlenden Stabis und unabhängig gesteurten Federbeinen.

Es filtert alle Unebenheiten heraus, so dass der Wagen noch ruhiger liegt als der 570er.

Durch die fehlenden Einflüsse von der Strasse wagt man sich natürlich noch schneller in die Kurven.

Auch hier perfekte Balance. Grenzen der Querbeschleunigung nur zu erahnen.

Fazit: Noch intensiver als der 570, für denjenigen der das absolute Maximum benötigt und dafür die extrovertierte Erscheinung in Kauf nehmen möchte.

 

Für meinen Einsatzbereich (Land - und Passtrassen, selten mal Rennstrecke) wäre der 570er das Mass der Dinge. Gleicher Fahrer vorausgesetzt würde mir der 720 nicht noch mehr Spass bringen oder dem 570er wegfahren können

 

 

Und Pilot Nr. 3

 

Zitat

 

McLaren 570s

 

Der 570s steht seit seiner Vorstellung in meinem Fokus. Gefällt mir optisch viel besser als alle anderen Modelle von McLaren. Schon zahlreiche Varianten wurden von mir konfiguriert. Das Auto, in welches ich jetzt einsteigen durfte, wurde quasi von mir beim Händler "entdeckt". Gekauft hat es dann "leider" jemand anders.  Zufälligerweise kenne ich den Käufer und so kam es, dass ich das Fahrzeug nun doch einmal fahren durfte.Da ich einen grossen Respekt  davor habe, mit fremden wertvollen Autos zu fahren bin ich natürlich vorbereitet (Studium Bedienung McLaren) zum Treffpunkt gefahren. Also waren die Erklärung der einzelnen Bedienelemente, Sitz-und Spiegeleinstellung, Fahrmodi etc. durch den Besitzer quasi überflüssig. Habe mir aber nichts anmerken lassen . Als die optimale Sitz-, Lenkrad und Spiegelposition eingestellt war, wurde der Motor gestartet und los ging es. Zuerst durch einige Dörfer und über Landstrassen. Das Auto ist relativ übersichtlich und sehr einfach zu fahren. Als das Oel warm war (Kontrollampe grün) mal im Automatikmodus im 3 Gang bei ca. 2000-3000 U/min und Powertrain auf Sport auf den Pinsel gedrückt. Ähm ...Das Getriebe schaltet nicht runter und nach gefühlt einer halben Ewigkeit bzw. nach erreichen der erforderlichen Tourenzahl explodiert das Ding und geht endlich nach vorne. Also ein Überholmanöver möchte ich so nicht durch führen. Also Drehknopf auf Track und nochmals das gleiche Spiel. Das Resultat ist das Gleiche. (600Nm erst ab 5000U/min ). Ich lasse Powertrain auf "Track" und stelle Handling auf "Sport" und aktiviere den manuellen Modus des Getriebes. Jetzt passt es.Wenn du mit der richtigen Tourenzahl "angast", verlieren die Hinterräder den Bodenkontakt (Geil ) und das ESC muss eingreifen. Vom Sound war ich arg enttäuscht. Habe mir aber gestern Abend vom Besitzer erklären lassen, dass die "Membrane vom Soundgenerator" auf leise eingestellt war. Ok habe ich Verständnis, der Besitzer ist doch schon ein älterer Herr.

Über das Fahrwerk brauche ich keine grossen Worte zu verlieren. Der Mc 570 liegt gut auf der Strasse und ist eigentlich recht komfortabel. Die Keramikbremsen beissen kräftig zu.

Mit dem 570s könnte jeder halbwegs normale Fahrer nach kurzer Eingewöhnungszeit fahren wie die Sau (habe ich natürlich nicht gemacht) und man braucht keine Eier um ohne zu bremsen und mit hoher Geschwindigkeit Kurven zu "fressen". Es ist also ein Auto für Weicheier.  Natürlich nur so lange man auf "normalen" Strassen nach STVO fährt.

Der Innenraum, das Lenkrad, das Cockpit und die Bedienelemente gefallen mir gut. Die Sitze finde ich zu diesem Zeitpunkt perfekt (nach der Fahrt mit dem 720S ändert sich die Meinung, dazu aber später).

Fazit McLaren 570s: Der 570s wäre für mich eine reine Fahrmaschine. Garage raus, eine Tour machen und wieder rein in die Garage. So ahnlich wie mein Caterham. Nur kann man den Caterham überall parkieren, Beim 570s ist dies dank den Flügeltüren etwas schwieriger. Wenn du Pech hast und jemand parkiert mit etwas wenig Abstand neben dir, ist da nichts mehr mit Einsteigen.

 

Würde ich zum jetzigen Zeitpunkt einen 570s kaufen, wenn ich die Kohle hätte? Ja,als zusätzliches Fahrzeug

Würde ich zum jetzigen Zeitpunkt meinen Porsche gegen den 570s tauschen? Nein

(Zeitpunkte ändern sich  )

 

Umstieg in den McLaren 720S

Die richtige Sitzposition ist schnell gefunden, da der 720 im Gegensatz zum 570 keine elektrisch verstellbaren Sitze hat, sondern mit Schalensitzen ausgerüstet ist.

Spiegelverstellung und sonstige Bedienelemente in etwa gleich wie beim 570er. Innenraum gefällt mir gut. Wagen via Knopf gestartet und los geht es. Da ich ja vorher mit dem 570 gefahren bin, ist die Angewöhungszeit noch kürzer als dies beim 570er der Fall war. Da das Oel ja bereits warm ist, schalte ich Powertrain und Handling auf Sport.

Das Getriebe versetze ich sofort in den manuellen Modus, da der Wagen ja noch nicht eingefahren ist. Laut Besitzer darf man zwar hochdrehen, aber fahren unter 2000U/min, scharfes Bremsen und hochtourig runterschalten sollte vermieden werden. Ich werde den Wagen aber trozdem garantiert nicht über 4000U/min drehen. Desshalb fahre ich nur im manuellen Modus.Die Übersicht finde ich besser als im "Kleinen", vor allem nach vorne habe ich das Gefühl, die Motorhaube bzw. das Ende davon besser zu sehen.

Dampf ist definitiv genügend an Bord. Obwohl ich es nur bis 4000 U/min beurteilen kann, gefällt mir die Charakteristk des Motors viel besser als im 720. Die ersten Kurven werden in Angriff genommen.Der 720 legt noch eine Schippe obendrauf und liegt noch besser als der 570 auf der Strasse. Dieses Gefühl wird durch die Schalensitze noch verstärkt. Ich stelle einmal mehr fest, wie wichtig für mich guter Seitenhalt beim Fahren ist. Das Fahrgefühl ist ein ganz Anderes.

Wenn die zwei Wagen vor mir beschleunigen, kann ich jeweils bei 4000 schalten und bleibe locker am Vordermann dran. Was beim hochdrehen passiert, kann ich mir in etwa denken.  Der Mann (für Frauen ist der Wagen nichts) kommt sich in dem Auto irgendwie "überlegen" vor und kann locker abwarten, was da für kleine "Kürvchen" kommen. Gemäss dem Motto: Hei, ich Auto kann viel mehr als du denkst. Da ich ja jetzt genügend "Zeit" habe , teste ich mal die Musikanlage. Klingt gut, und ist defintiv lauter als der Motor. Der 720 scheint mir im Innernraum noch leiser als sein kleiner Bruder zu sein.

 

Und da passierts . Alarm im CockpitMeldung: Ausfall ESC, Fahrzeug im Notbetrieb, McLaren Werkstatt aufsuchen. Ach du Scheizze.

Und gerade auf diesem Teil der Strecke keine Möglichkeit rechts anzuhalten. Endlich kommt eine Gelegenheit und ich fahre rechts ran.

Unser Besenwagen bzw. das Pannenfahrzeug welches uns begleitet hat (AMG GT-R, für mehr ist die Karre ja nicht zu gebrauchen) hat mich nach einer halben Ewigkeit endlich eingeholt und fährt auch rechts ran. Ich melde dem Fahrer meine Probleme, mache den Motor aus und wieder an. Die Störmeldung ist leider immer noch vorhanden.

Wir fahren weiter und treffen im nächste Ort der Rest der Truppe. Der Besitzer des 720 kommt zu mir und erkundigt sich nach den Problemen und macht die Bemerkung, dass ich wahrscheinlich wieder gefahren sei wie die Sau . Hat er natürlich nicht ernst gemeint.Ich mache den Motor nochmals aus, steige aus und schliesse den Wagen ab. So "fährt" er die Systeme herunter. Einsteigen Motor starten und keine Störmeldung im Cockpit. Weiter gehts.

Fazit: Siehe 570s

Würde ich einen 720 kaufen, wenn ich die Kohle hätte: Ja, als zusätzliches Fahrzeug

Würde ich den 720 dem 570 vorziehen: Nein, der 570 gefällt mir insgesamt optisch besser und ist mehr Unterstatement.

Würde ich den 720 gegen meinen Porsche eintauschen: Nein

 

 

bearbeitet von GT_MF5_026
F-C Jens
Geschrieben (bearbeitet)

Sehr schön geschrieben! War bestimmt ein toller Tag. Ich bin den 570S auch schon einmal Probe gefahren und bin begeistert! Jetzt bleibt mir eigentlich nur ein bisschen Klugscheißerei:

McLaren = Schwanentüren

Lamborghini = Scherentüren

Mercedes SLS = Flügeltüren

;)

LG

bearbeitet von F-C Jens

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      liebe CPler
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      Mit sportlichen Grüßen und Dank vorab
      Thorsten
    • Thorsten0815
      Nun ja, wo soll ich anfangen......
       
      Also Etienne rief mich an. Hast Du Lust anfang März nach Ascari zu gehen?
      Ich hatte Lust, aber eigentlich keine Zeit. Meine Frau sagte aber: Doch, mach das! Wenn Du Lust hast, ich komme mit. 
       
      Also Etienne hat wieder mal alles organisiert und ich musste nur noch Mietwagen, Flug und Hotel besorgen. 
      Hotel war wieder das gleiche (weil gut und nah) wie letztes Jahr. Mietwagen ein Fiat 500 Abarth (gefiel Nam sehr gut 🙂 )
      Der Thread vom letzten Jahr ist hier zu finden:
       
      Aber: Den Cayman vom letzten Jahr hatte jemand geschrottet und es musste ein neues Fahrzeug ausgewählt werden.
      Die Wahl fiel auf einen Porsche 911 (991). Zarte 50 PS mehr als der Cayman, aber Heckmotor. 
       
      Ich sage nur so viel:
      Zwei Männer in den besten Jahren und ein echtes Rennauto mit Team an zwei Trackdays == Viel Spass! 
       
      Und dann ging es auch schon los!
      Teil 1, das Einsteigen. Motto: Wir werden nicht jünger!  
      In rot Etienne mit "Ich habe Rücken!", weiss/grau-grünlich ich beim Training zum "Le-Mans-Start" am zweiten Tag. 😉 


       
      Auch wenn es in Wirklichkeit eigentlich "betreutes Einsteigen" ist.
      Wie hier schön zu sehen.  

       
       
      Nun ja, der Teil 2 war das Fahren. 
      Runde um Runde. Immer ein bisschen schneller, immer die Grenze ein wenig mehr ausgelotet. 
      Immer gleichmässiger, immer sicherer, im entspannter. Und immer wieder mal neue Reifen. 800 km im Kreis in zwei Tagen!
      So wunderbar! Und das Auto hielt. Keine Abflüge, ok fast keine, aber alles ganz entspannt. 
       
       

       
      Hier noch mal hoch das Bein um die Reifen zu schonen. 🙂

       
      Und das vorne war Etienne.
      Dem reichte ein Auto natürlich nicht und er musste den neuen GT4 Clubsport noch ein paar Runden mieten.  

       
       
      Zum Thema Reifen:
      Nicht das es keine neuen Reifen gab.......

       
      Aber wenn man es ganz bis zum Schluss ausreizen will: Etienne fragen. 🙂


    • BE-Classic
      Hallo, hat jemand Erfahrungen mit dem Kraftstoffsystem?
    • Amstaff
      Hallo,
      heute erschien in der Sport Auto 2/2019 der Supertest des McLaren 720S. Die Analyse des Tests ergibt eine nicht perfekte Track-Fahrdynamik, insbesondere im Vergleich zum GT2RS. Hauptsächlich wird auf die schlechte Performance mit dem Pirelli Trofeo im Vergleich zum Corsa hingewiesen. Leider wurde nicht eruiert, wieso hier eine "Unverträglichkeit" des 720S mit den Trofeos existiert, obwohl diese Semi- Slicks normalerweise auf dem Track immer schneller als die Straßen-Corsas sind, worauf auch hingewiesen wurde. Es wäre wirklich interessant gewesen, hier die Gründe zu erfahren. Sehr seltsam ist in diesem Zusammenhang, daß andere Tests zu vollkommen anderen Ergebnissen kamen. Aus dem gleichen Verlag erschien in der AMS Nr. 11/2018 ein Vergleichstest zwischen dem McL 720 und einem Porsche GT2 RS, den der McL klar, auch gerade bei der Fahrdynamik gewann. Auch die Rundenzeiten des McL waren gegenüber dem GT2RS fast 1 Sek. auf dem GP Kurs Hockenheim besser. Interessant ist auch, daß es sich offensichtlich um das gleiche Testfahrzeug handelte, zumindest war das Kennzeichen identisch.
      Hat hier jemand eine Erklärung für diese Unterschiede in den Resultaten und den Reifenproblemen oder was meint Ihr?
       

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