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812 Konfiguration und Bestellung jetzt möglich

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racecat CO   
racecat
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Ich habe gerade die Nachricht erhalten, daß der 812 jetzt -zumindest beim Händler-  konfiguriert werden kann.

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Thorsten0815 VIP CO   
Thorsten0815
Geschrieben

Das kann ich bestätigen. Und mit 100 KCHF Depot kann auch verbindlich bestellt werden.

Die Auslieferung wäre aber doch erst in ca. 2 Jahren.

racecat CO   
racecat
Geschrieben

Folgend zwei erste Konfigurationen, die sich lediglich in der Aussenfarbe unterscheiden:

Blue Tour de France

Grigio Silverstone opaco.

 

Blau ist ganz nett, allerdings etwas brav

Das seidenmatte Grau hingegen deutlich sportlich-aggressiver mit besserer Akzentuierung der Konturen; derzeit mein Favorit.

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IMG_4674.JPG

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Gast   
Gast
Geschrieben (bearbeitet)

TdF Blu oder Blu Pozzi ist gar nicht brav, sondern "nur" dezent (und gleichzeitig elegant). Grau/Silber hat jeder und dann noch matt ist eine Garantie für permanente Verkehrskontrollen, in denen auch Fahndungslisten abgefragt werden ;).

bearbeitet von Gast
racecat CO   
racecat
Geschrieben

Bin mir letztlich auch noch nicht schlüssig. Das Grigio opaco, da hast Du recht, ist durchaus aggressiv, wobei die Formgebung eher auf der sportlichen, als auch der elegenten Seite ist.

Blau würde ich aber mit hellerem Leder, z.B. Crema, nehmen, war am Konfigurator nur zu faul das Alles nochmal zu ändern.

racecat CO   
racecat
Geschrieben (bearbeitet)

... übriges, der Online-Konfigurator ist nun freigeschaltet.

bearbeitet von racecat
mercedes martin   
mercedes martin
Geschrieben

Die Lieferfristen für den 812 werden immer länger. Wenn man jetzt verbindlich bestellen möchte, ist man dann im 2. Quartal 2020 dabei. Der Vorserienwagen in Rot, der z.Zt. in Deutschland von Händler zu Händler geht zur Live-Vorabpräsentation, hat wohl nach der Vorstellung in Genf nochmal einen Bestellschub ausgelöst.

 

Grundpreis liegt bei 282.934,40 €, die Preise für die Sonderausstattungen und Prospekte sind immer noch nicht verfügbar.

 

Gruß

Martin

F40org CO   
F40org
Geschrieben
vor 24 Minuten schrieb mercedes martin:

Grundpreis liegt bei 282.934,40 €, die Preise für die Sonderausstattungen und Prospekte sind immer noch nicht verfügbar.

Was erwartest Du, sei froh, dass es überhaupt schon einen Grundpreis gibt. 

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stelli   
stelli
Geschrieben
vor 13 Stunden schrieb mercedes martin:

Die Lieferfristen für den 812 werden immer länger. Wenn man jetzt verbindlich bestellen möchte, ist man dann im 2. Quartal 2020 dabei. Der Vorserienwagen in Rot, der z.Zt. in Deutschland von Händler zu Händler geht zur Live-Vorabpräsentation, hat wohl nach der Vorstellung in Genf nochmal einen Bestellschub ausgelöst.

Einfach z.B. noch nen California T Lagerwagen nehmen...natürlich über FFS leasen und versichern und schon rutscht du nach vorne bei der Auslieferung! :wink:

sstaiger CO   
sstaiger
Geschrieben

Die meisten Ausstattungen sind jetzt offiziell bepreist.

Daytona-Sitze Kohlefaser elektrisch 9400, Räder 4400, Kohlefaser innen klein 5300, Vorderachslift 4000 und so geht's über vier Seiten. Beachtlich.

 

Ich bleib bei Grigio Ingrid ;-)
 

812.jpg

hs355 CO   
hs355
Geschrieben

 

Sehr interessant!

Gibt's denn dazu schon irgendwo gedruckte/gescannte Listen???

racecat CO   
racecat
Geschrieben
vor 9 Stunden schrieb sstaiger:

Die meisten Ausstattungen sind jetzt offiziell bepreist.

Daytona-Sitze Kohlefaser elektrisch 9400, Räder 4400, Kohlefaser innen klein 5300, Vorderachslift 4000 und so geht's über vier Seiten. Beachtlich.

 

Ich bleib bei Grigio Ingrid ;-)
 

812.jpg

 

F40org CO   
F40org
Geschrieben

So, die ersten Liefertermine sind für Juli 2017 bestätigt!

nero_daytona CO   
nero_daytona
Geschrieben

Bei Lieferzeit 2020 kann man ja auch gleich den 812 VdE (Vuelta d'Espana ;)) bestellen :D

racecat CO   
racecat
Geschrieben (bearbeitet)

Gestern Konfiguration im Atelier mit Francesca, sehr angenehm, charmant, hilfreich und mit guten Ideen und Geschmack. War eine sehr gute Erfahrung, ich würde nie mehr ein Fahrzeug ohne Unterstützung des Ateliers konfigurieren wollen. 

Wir sind nach 3 Stunden der endgültigen Konfiguration sehr nahe gekommen. Ich warte nun -ca 2 Wochen- auf die Visualisierung der Grafiker für das "Exterieur Design" bezüglich der Dream Lines.

Atelier macht absolut Sinn, da hier Optionen vorgeschlagen werden, die der Händler/Konfigurator nicht bieten kann.

Besichtigung der Produktionsstrasse im Werk bietet die Möglichkeit einige Fahrzeuge/Konfigurationen vor Ort anzusehen. Sehr interessant fand ich -nicht meine Wahl- die Farbe Rosso Dino Opaco, also ein Orangerot als seidenmatten Farbton.

 

  

 

bearbeitet von racecat
  • Gefällt mir 8
scroll187   
scroll187
Geschrieben
Am 19. Mai 2017 um 10:23 schrieb nero_daytona:

Bei Lieferzeit 2020 kann man ja auch gleich den 812 VdE (Vuelta d'Espana ;)) bestellen :D

Was soll das sein?:huh: VdE?? 

nero_daytona CO   
nero_daytona
Geschrieben

Das ist mein nicht ganz ernst gemeinter Tipp zur Bezeichnung des 812 GTO/tdf//M 

stelli   
stelli
Geschrieben
Am 18.5.2017 um 12:26 schrieb sstaiger:

Die meisten Ausstattungen sind jetzt offiziell bepreist.

Daytona-Sitze Kohlefaser elektrisch 9400, Räder 4400, Kohlefaser innen klein 5300, Vorderachslift 4000 und so geht's über vier Seiten. Beachtlich.

 

Ich bleib bei Grigio Ingrid ;-)
 

812.jpg

Knaller auch:

Karbon aussen (vorn bisschen, Seitenschweller, hinten bisschen) um die 18k Euro. Aber dann: Anstatt mit Klarlack in matt = 7k extra. Für innen 10k mehr. :-o:D Ferrari hat es einfach drauf! 

 

Auf den Bändern sind grad aber viele in Rosso Corsa. Hätte ich nicht gedacht. Einer in Mintgrün stand auch schon rum. Und noch ein paar F12 tdf.....

Stand von vor ca. 14 Tagen. Zwei Freunde waren im Werk für die Konfiguration. Lieferung vielleicht noch dieses Jahr.

  • Gefällt mir 2
scroll187   
scroll187
Geschrieben

Interessant:D Danke für die Info, Stelli

 

nero_daytona CO   
nero_daytona
Geschrieben

Porsche ist nicht besser: Ein bisschen Carbon hier und da beim GT2 RS nennt sich dann Weissach Paket und schlägt mit knapp 30k zu Buche. 

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taunus   
taunus
Geschrieben

Wenn es dann gekauft wird ist das doch in Ordnung, von irgendetwas muss Ferrari schliesslich auch leben.

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racecat CO   
racecat
Geschrieben (bearbeitet)

das Beste:

 

33% größere, geklebte Scudetti, Druck, oder Folie, wie auf den Rennfahrzeugen, wahrscheinlich UNTER dem Klarlack sollen mit sage und schreibe 8.000.- Euro zu Buche schlagen.

Der Kotflügel muß, wie die Variante ohne Scudetto, nicht für die Aufnahme geformt werden. Statt des aufwendigen, plastischen Scudetto kommt lediglich ein größeres "Pickerl" drauf.

Wir fragen nochmals nach, ob das wirklich so stimmt, da kaum zu glauben.

 

bearbeitet von racecat
Ergänzung
355GTS CO   
355GTS
Geschrieben

Interessant was die Original Pickerl dann als Ersatzteil kosten werden, vielleicht nur 6000 €?

skr CO   
skr
Geschrieben

Einziger Trost: die riesigen Wapperl sehen sowieso bescheiden aus. :D

  • Gefällt mir 2
stelli   
stelli
Geschrieben
vor 18 Stunden schrieb nero_daytona:

Porsche ist nicht besser: Ein bisschen Carbon hier und da beim GT2 RS nennt sich dann Weissach Paket und schlägt mit knapp 30k zu Buche. 

Ist schon ein bisschen mehr :wink:.....Carbon hier und da....Titan...etc.:

 

Auszug:

Optik und Leichtbau bilden hier eine echte Synthese, wobei die Gewichtsersparnis besonders im Fokus steht. So reduzieren Sie mit dem Weissach-Paket das Fahrzeuggewicht noch einmal um fast 30 kg gegenüber einem 911 GT2 RS mit Clubsportpaket. Für herausragende Performance sind erstmals bei einem Serienfahrzeug die Stabilisatoren an Vorder- und Hinterachse sowie ihre Koppelstangen aus Carbon hergestellt.

Ein optisches Erkennungszeichen des Weissach-Pakets: der zentrale Dekorstreifen lackiert in Exterieurfarbe auf dem Sichtcarbon- Frontdeckel und -dach. Er bildet gewissermaßen die Ideallinie des 911 GT2 RS. Deutlich sichtbares Machtwort auf dem Heckflügel: der „PORSCHE“ Schriftzug.

Vom Leichtbau-Kunststoff zu Leichtmetall. Mit den Magnesium-Schmiederädern lackiert in Weißgoldmetallic (seidenglanz) verliert der neue 911 GT2 RS mit Weissach-Paket allein ca. 11,5 kg an Gewicht – und gewinnt noch einmal optisch. Ein Doppelsieg, wenn man so will.

Leichtbau auch im Innenraum: Der geschraubte Überrollkäfig ist aus Titan gefertigt und ca. 12 kg leichter als der mit dem Clubsportpaket optional erhältliche Überrollkäfig aus Stahl. Die ultraleichten Schaltpaddles und die Lenkradblende sind in Sichtcarbon ausgeführt.

Leichtbau bis ins Detail lässt sich nicht mehr steigern? Irrtum. Auf der Suche nach weiterer Gewichtseinsparung haben unsere Fahrzeugentwickler selbst den Bodenteppich noch einmal zusätzlich beschnitten. Denn jedes Gramm zählt.

 

@skr

Ach deswegen hast du vom Kauf des 500 TR abstand genommen?! :D

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    • 806
      Manchmal hat man Glück und kann Ungewöhnliches erleben und tun. So ging’s mir gerade.

      Auf meine Anfrage „Du hast doch den neuen Ferrari sicher schon. Was meinst Du, darf ich den mal waschen?“ war auch der Angesprochene sicher etwas verwirrt. Ich wußte nicht genau, was da bei ihm neu im Stall ist und er muß gedacht haben, daß da bei mir nicht alle Gurken im Glas sind.

      Sind sie aber, seid Euch sicher!

      Meine Idee: Wie kann ich am besten einen Gesamteindruck vom Auto bekommen? Fahren - klar. Angucken - ist ja mehr „zerglotzen“, also (meist zu) ahnungsloses Gestöbere. Waschen - nah an alles ran, alles anfassen, aus der Nähe betrachten und sich Gedanken machen, während man herumwienert.

      Nachdem das geklärt war, hatte ich ihn dann im Hof.

      Jetzt weiß ich auch, was „er“ ist: ein 812 superfast. EZ März 2018. Unischwarz (DAS wußte ich erst beim Abholen, sonst hätte ich’s mir noch überlegt) außen und schwarz innen mit gelben Akzenten - wie auch außen mit Wappen, Radnabendeckeln und Bremssätteln.

      Ich habe ihn in jeder Hinsicht untersucht und mir meine Meinung gebildet. Die Grundlagen sind Fahreindrücke - Optik - Qualität. Also in dieser Reihenfolge:
       

      1. Fahreindrücke

      Wie kein anderes Auto außer einem luftgekühlten frühen Porsche 911 ist ein Ferrari geprägt von seinem Motor. Nahezu jeder Ferrari. Und der 812er ist keine Ausnahme.
       
      Der Zwölfender thront exakt hinter der Radnabe der Vorderachse ein bißchen eingemauert hinten im Motorraum. Optisch macht er nicht so viel her - halt roter Schrumpflack, sonst aber eine Wüste aus Plastik drumrum. Beim Fahren wendet sich das Blatt.
       
       

       

      Ein Sauger - herrlich!!

      Etwas hochtouriger Leerlauf mit rund 800/min warm. In „race“ etwas verschärfte, in „sport“ wunderbar dosierbare Gasannahme. Die 812 Pferde sind lammfromm und folgen dem Zügel fast intuitiv. Stadtverkehr mit 50? Lässig mit 1000/min im siebten Gang. Beschleunigen? Wie’s der Herr wünschen - und wir suchen nicht lange, bis wir wissen, wie Wünsche wahr gemacht werden. Ansatzlos. Bis Turbos so was können, wird noch eine ganze Weile vergehen.

      Laufruhe im Sinne von Vibrationsfreiheit - check (bei warmem Motor, kalt vibriert’s ganz ordentlich).
      Laufruhe im Sinne von Ruhe - ääähmmmnein!
       
      Selbst mit geschlossener Klappe unter 1800/min auf die Dauer unerträgliches Gebrumme vom Endschalldämpfer. Dröhnig, aufdringlich, nervig.
       
       

       
       
      Ab 2000/min wie durch ein Wunder singt er nur noch, keinerlei Resonanzen, nichts. Fast leise. Mehr Gas. 3000 oder 4000/min ändern nicht viel (außer am Tempo), nach wie vor ein souveräner fast komfortabler Motor mit besten Manieren. Schwiegermutterkomfortzone. Mehr Gas. 5000/min und die Aussprache wird kehlig, scheint’s vom Ansaugsystem, denn hinten ist nach wie vor ziemliche Ruhe im Vergleich zu den niedrigen Drehzahlen. Schwer, sich in diesem Bereich beim Beschleunigen zu halten, irgendetwas ist jetzt anders. Selbst in „sport“ ist jetzt die Gasannahme irgendwie spitzer, man fühlt sich wie in einer Exponentialfunktion an der Stelle, wo’s bergauf steil wird. Mehr Gas. Ein anderer Motor - unter scharfer Last brüllt er wie ein Stier und klemmt sich das Auto mit 1,8 Tonnen Gewicht unter den Arm wie ein DHL-Bote ein Parfümpäckchen. Mehr Gas. die 6000er Marke fällt so schnell, daß man’s kaum sieht (im dritten Gang), die Aussprache ist jetzt „Rennwagen“ oder auch „scheixx auf die Schwiegermutter!!“ und das volle Orchester bläst Richtung 8000/min.

      Die Straßenverkehrsordnung greift ein, also beruhigen, ausrollen lassen und mit geziemendem Tempo sinnieren.

      Es wird ein Jammer sein, daß diese unbändige Explosionskraft einer frei saugenden Höchstleistungsmaschine aussterben muß. Aus Leerlauf auf 8000/min dauert keine halbe Sekunde, so extremst spontan ist die Gasannahme. Dabei ist die Dosierbareit der Kraft das eigentlich beeindruckende. Plump „den Hammer fallen lassen“ wird ihm nicht gerecht, das ist quasi ein Hochleistungsfiliermesser. Am schönsten fährt er sich, wenn man beim Beschleunigen immer schneller schneller wird, also sich an der Zone der höchsten effektiven Kompression entlang hangelt. Im Bild gesprochen: Anfangs bleibt der Passat TDi des Vertreters fast noch dran, dann könnte ein gut gefahrener BMW 535d mithalten und zum Schluß ist man wie Major Tom „völlig losgelöst von der Erde“.
       
      Anders gesagt: ein Traum.

      Kein Aston, kein AMG, kein Lamborghini oder Porsche - wasauchimmer - kann bei dieser mechanischen Grandezza mithalten. Period!
       
      Der Rest des Autos unterwirft sich diesem Thema auch gnadenlos und dient erkennbar nur dazu, die Bühne für die wechselnden Konzerte (Kurkonzert - Pop - classic rock - death metal in dieser Abfolge) jeweils geeignet parat zu haben. Das Fahrwerk macht seine Sache sehr gut, es federt sogar anständig selbst mit normaler Dämpferstellung und nicht „weich“, es ist sehr gut gedämpft auch in Abstimmung auf das Tempo, die Straßenlage ist über jeden Zweifel erhaben. Je schneller und weiter die Kurven sind, desto mehr liebt sie das Auto. Je enger und spitzer sie werden, desto eher liegen sie ihm nicht recht. Die Lenkung (fast etwas zu leichtgängig) ist grundsätzlich sauber abgestimmt und eindeutig, sehr schönes Ansprechen aus der Nulllage aber etwas zu wenig Gefühl für die auf die Vorderräder wirkenden Kräfte. So recht weiß man nicht, „ob noch was geht“, da wäre ein bißchen mehr Rückmeldung an den Fahrer wünschenswert. Nur - das können andere auch und manche sogar noch richtig viel besser. Einen Vorsprung in gleicher Weise wie beim Motor kann ich nicht erkennen, das ist sauber gemacht aber ohne Höhen.

      Das Getriebe macht seine Sache auch gut, schnell, erst unter Last etwas hart schaltend, sonst aber ruckfrei. Im Automatikmodus manchmal etwas zu zögerlich beim Runterschalten, da muß man dann so viel Gas geben, daß es für den kleineren Gang schon fast zu viel ist.

      Das eigentlich für einen Sportwagen enorm hohe Gewicht von 1.785 kg merkt man allenfalls durch eine gewisse „Sattheit“ beim Fahren aber als echtes Hindernis bei artgerechter Bewegung empfindet man das nicht. Am schönsten fährt er sich, wenn man gerade so schnell ist, daß harte Fahrmanöver völlig unterbleiben können, alles aber „gut auf Zug“ gehalten niemals das Eingreifen des ESP erfordert. Das ESP funktioniert so makellos, daß sich jeder wie ein Held vorkommen kann, nur das Aufleuchten des gelben Dreiecks an nicht direkt sichtbarer Stelle ist zurückhaltende Warnung an Gaslegastheniker. Ohne dieses System würde wohl kein 812 überleben, glaubt es mir!

      Etwas enttäuschend ist das Gefühl beim Bremsen. Verzögern tut er brachial, dafür sorgen riesige Carbonbremsscheiben. Außer sie sind naß, dann bremst nichts auf die ersten Radumdrehungen und das kann gaaanz große Augen machen! Nein, für mein Gefühl etwas zu weich ist der Druckpunkt im Bremspedal und das extrem sanfte Ansprechen. Man kann dermaßen weich anbremsen, daß es einen S-Klasse-Chauffeur erstaunen würde. Selbst die hat einen deutlicheren Druckpunkt als der 812er. Muß man sich sehr dran gewöhnen und hatte ich in einem Hypersportwagen so nicht erwartet.

      Die Behendigkeit eines in dieser Hinsicht ungeschlagenen Wiesmann MF3 hat er nicht, nicht einmal im Ansatz. Egal wieviele Räder da lenken: der Wendekreis ist irre, der Radeinschlag viel zu gering. Alle naselang fährt man in der Stadt mit Lenkung am Anschlag, und es reicht doch nicht! Wo eine S-Klasse mit Schwung in einem Zug einfährt, ist Rangieren angesagt. Dazu die Breite eines Möbeltransporters, da sind dörfliche Ortspassagen lähmend. Über 2,1 m mit Spiegeln, da ist Schluß mit lustig. Auf engwinkligen „B-Roads“ ist Feierabend. Man kann zwar erstaunlich gut vorneheraus die Dimensionen sehr schnell intuitiv abschätzen, aber dann erkennt man nur die Gefahren, vermieden sind sie damit nicht. Rückwärts ist nicht seins, gar nicht. Nach schräg hinten sieht man schlicht nichts, nach hinten fast nichts. Abartig, wie langsam so etwas macht, weil man sich tausendmal versichern muß, wo andere einfach schon fahren.

      Die Bedienung ist auf verschrobene Weise „anders“ - und vieles kommt mir auch nur aus diesem Grund so gestaltet vor. Eine Reminiszenz an die völlig wirre Schalteranordnung eines 911er G-Modells quasi. Unergonomisch, billig und nicht immer sicher funktionierend. Der schwarze will nicht immer aufs Mannettino parieren und interpretiert den Wunsch nach „race“ mit „wet“. Die eingestellten Anzeigen mag er auch nicht halten und wechselt immer wieder in den Startbildschirm. Den Tempomaten hat man gut versteckt … und der ist Führerschein rettend, sollte also besser bedien- und sichtbar sein.
       
       
      2. Optik

      Seit Pininfarina oder andere echte Designer sich nicht mehr in Ferrari verewigen dürfen, sind die Stilrichtungen nicht mehr immer wirklich schön. Die Silhouette ist ein Faustkeil, die Front ähnelt dem 488er sehr stark, die Haube erinnert an die Corvette, die Hecklösung hat unten was von Nissan GT-R und oben ein bißchen Aston.
       
       

       
       

       
       

       
       
      Da komme ich deutlich über ein Hmmnajagutäääh - oder wie sonst Herr Beckenbauer sich ausgedrückt hätte - nicht hinaus. Die Proportionen sind ebenso schwierig, die enorme Breite im Verhältnis zur Höhe ist halt eine echte Challenge. Irgendwie kommt er etwas mutlos und uninspiriert rüber, die Frontsprache kann z.B. McLaren besser. Man hängt quasi zwischen der technoiden Eckigkeit eines Lamborghini und der Eleganz eines Aston DB9. Und jeweils nicht an der besten Ecke.
       
      Innen ist alles wie ein Rückschritt zu dem Comic „Captain Future“, von den lustig-glupschig-spacigen Luftdüsen über die Mittelkonsole und die schöne Knöpfchenwelt aus dem FIAT-Baukasten. Das Gefühl dort ist erstaunlich unansprechend, keine Grandezza mehr spürbar, eher merkwürdig krampfige Gestaltung nach dem Motto „wir machen das jetzt so, weil wir das können“.
       

       
       

       
       
      Fußraum ist aber sehr bequem, Sitzposition sehr gut bis 190 cm, Sitze komfortabel und vielseitig justierbar. Aber das können andere genau so. Das Eingemauertsein eines AMG GT fehlt Gottseidank. Kurz: Geht so, nix, was begeistert oder besonders praktisch ist. Vor allem aber: nichts, das wirklich Gefallen auslöst.

      Kofferraum recht ordentlich, riesige (und am Scharnier sehr schwer zu reinigende) Heckklappe, Beladenkönnen war kein Schwerpunkt der Entwicklung.

      Lästig sind die rot herumbaumelden Notöffnungsstrippchen - das geht ja gar nicht, würde man hier sagen.
       
       

       
       

       
       
       
      3. Qualität

      Und da sind die dunklen Stunden - und ehrlich gesagt hätte ich das in Anbetracht des Kaufpreises von deutlich über 300.000 € ein paar deutliche Anmerkungen zu machen. Keine freundlichen, um es zurückhaltend zu sagen.

      Materialwahl der Auskleidung mit Teppich ist weit unter Klassenerwartung. Das ist ganz ehrlich in jedem VW Golf besser. Lederbezüge … sind aus Leder, aber wer mal Bentley anfaßte oder auch nur Mercedes designo, ist enttäuscht. Schon jetzt sieht man an den Sitzen, daß die Nähte hoher Spannung ausgesetzt sind, da will ich nicht wetten, wie sich das über die Jahre halten wird.

      Die Oberfrechheit sind aber die labberigen Billigstfußmatten aus dem Baumarkt. Das dünne Fähnchen ist eine Unverschämtheit bei dem Preis! Der "Bordwerkzeughalter" ist wohl ein Universalteil, auch da findet sich besonderer italienischer Humor.
       
       

       


      Wäre alles sauber gefügt, könnte man ja noch zufrieden sein.

      Ist es aber nicht, und das stößt unangenehm auf.

      Die Plastikverkleidungen im Motorraum sind großzügig verteilt - und dürften auch aus besserem Material gefertigt sein. Der Waschwasserbehälter ist wohl aus einem Fiat Panda - Form und Hals passen jedenfalls dazu. Entsprechend lose ist er auch … und von den Weichplastikabdeckungen im Türscharnierbereich sollte ich lieber erst gar nicht anfangen:


       
       

       
       
      Die Innenverkleidungen sind im Sichtbereich ordentlich verarbeitet, im nicht sichtbaren Bereich weniger.  Die Einfassung des Alcantara-Mittelteils des Himmels hinter den Sitzen ist nicht so gelungen wie diejenige hinter der Frontscheibe. Die Einfassungen der Heckabschlußleiste am Kofferraum sind wellig wie man es in einem Dacia nicht erwarten würde. Die A-Säulenverkleidung links läuft nicht gerade und ist Richtung unterer Scheibenkante nicht fest
       
       

       
       

       
       

       
       
      Noch besser: Stellt man den Fahrersitz ganz zurück (was man ab etwa 190 cm sicher muß), reibt die nicht verstellbare Kopfstütze am Dachhimmel. Mag daran liegen, daß die Passungen der Einzelteile links und rechts unterschiedlich sind, vor allem beifahrerseitig fluchtet da nichts richtig.

      Blechpassungen sind mäßig, an der Heckklappe ist sogar eine deutlich sichtbare Fehlstelle in der Kontur. Das Unischwarz hätte auch mit weniger Orangenhaut lackiert werden können und ein gleichmäßigerer, tiefere Farbe erzeugender Lackauftrag wäre von Vorteil in Anbetracht des Preises.
       
       



      Mag am Einzelexemplar liegen - aber eine Frage bleibt dennoch: Wieso merkt das keiner im Werk und veranlaßt Nacharbeit und warum ist das offensichtlich auch dem ausliefernden Händler egal?

      Und damit ist das Fazit weitaus stärker ernüchtert als man eingedenk der beeindruckenden technischen Daten und des Nimbusses der Marke annehmen darf. Es ist zu wünschen, daß sich das Werk der Schwächen bei Materialauswahl und Verarbeitung bald und effektiv annimmt, damit der Lieferzustand wieder zum Ruhm beiträgt und nicht etwa kein Ruhmesblatt ist.

      Über die konzeptionell limitierten „Sport-/Sprintqualitäten“ eines Langstrecken-GT kann auch Ferrari nicht hinwegtäuschen, das geht für weniger Geld sowohl im eigenen Haus wie bei anderen marken mindestens gleich gut, wenn nicht sogar besser.

      Wer aber ein Muster an mechanischem Anspruch im Motorenbau haben will, wird die Nachteile in Kauf nehmen.
       
       



      Nachtschwarze Grüße
      Markus
    • Maadalfa
      Aussen: Grigio Silverstone - schwarzes Dach - verchromter Grill - schwarze Radnappen (nicht Karbon) - Scuderia Schilder
      Innen: Bordeaux, LED Lenkrad (ohne Karbon), Portofino Teppiche, Cavallino, Nähte und Gurte grau, Drehzahlmesser Alu, Alu Fussauflage Beifahrer (in) und nein, kein Beifahrer (in) Display, weil meine Holde daran kein Interesse hat
      Lieferung so denn Sergio, der Papst und Gott (in dieser Reihenfolge) wollen noch vor den Sommerferien
       

    • Luimex
      Ich habe eben folgende Info bekommen:
       
      Ab 1. Januar 2018 gibt es Preisänderungen bei folgenden Modellen:
       
      - 488 GTB : € 184.060
      - 488 Spider: € 204.919
      - 812 Superfast: € 243.863
      (jeweils neuer Netto- Listenpreis)

      Die genannten Preisänderungen gelten für alle Bestellungen auf den Wartelisten, die nach dem 1. Januar 2018 fakturiert werden (ausgenommen Bestellungen, die bereits für die Produktion akzeptiert wurden und ausgenommen Modis Status 10 Green vom 28. September). 

       
    • racecat
      Guten Morgen miteinander,
       
      mir wurde am MONTAGNACHMITTAG 15:26 per Mail mitgeteilt, daß, falls ich einen Pista möchte, der unterschriebene, verbindliche Kaufvertrag inklusive einer geleisteten Anzahlung von 30.000 € am MITTWOCH, also heute, in Wiesbaden vorliegen müßte. Das geht, laut Händler, von Ferrari Deutschland direkt aus und soll für alle deutschen Kunden gelten. Fand ich vom Geschäftsgebahren her etwas, hmmm, sagen wir "besonders". War das bei euch auch so?
      Fragende Grüße
      Friedrich

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