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Stig

Aston Martin DB11 Testfahrt

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erictrav
Geschrieben

Danke für den schönen Bericht!

Stig
Geschrieben

Übrigens: obwohl ich für mich das Betätigungsfeld eines AM nicht unbedingt auf der Rennstrecke sehe, würde mich das Abschneiden des DB11 im sportauto-supertest sehr interessieren.

 

Subjektiv hätte ich dem DB11 eine gute Nordschleifen-Rundenzeit von ca. 7:45min bis 7:40min attestiert. Dafür spricht:

 

- die Leistung von über 600ps

- das Top Fahrwerk & sehr steife Alu-Chassis

- das sehr agile und problemlose Fahrverhalten 

- die sehr gute Traktion

- ein sehr gutes Getriebe 

 

Nicht beurteilen konnte ich das dauerhafte Leistungsvermögen der Bremsanlage. Aber da hätte ich keine Bedenken.

 

 

bertl
Geschrieben

Denke auch das der DB11 im Umfeld eines BMW M6 sicher sehr gut aussieht mit seiner neuen Aerodynamik und dem neuen Turbomotor, wo es wahrscheinlich leichter fällt die Leistungsangaben einzuhalten oder sogar zu übertreffen wie so manch andere!

Freue mich jetzt schon auf die erste Testfahrt damit wen ich meinen alten Herrn aus dem Winterschlaf vom freundlichen hole.

 

Stig
Geschrieben

Gestern hatte ich bereits die Gelegenheit, den neuen DB11 V8 ausgiebig Probe zu fahren. Beim von mir gefahrenen Fahrzeug handelte es sich noch um einen Prototyp, welcher jedoch weitgehendst dem Serienauto entspricht.

Nebst dem, dass ich bereits schon den V12 mehrmals gefahren bin, war diese Probefahrt insofern sehr interessant, weil ich letztes Jahr einige Tausend Kilometer mit dem Mercedes AMG GT-S zurückgelegt habe, welcher ja Technikspender des DB11 V8 ist.

 

Wie schon der DB11 V12 ist der V8 ein fantastisches Auto; die über 100kg Gewichtsersprarnis zum V12 kommt dessen Agiligät sehr zu Gute. Sehr erstaunt bin ich, wie es den Aston-Leuten gelungen ist, den DB11 zu "astonisieren": vom Technikspender AMG GT merkt man nämlich kaum noch etwas. Fast schon etwas störend am AMG fand ich dessen übertriebene Aglilität, was ihn immer etwas nervös und fordernd macht und mich deshalb im Alltag oder auf Langstrecke, wo ich den Fahrkomfort sehr schätze, störte. Anders beim DB11 V8: diesem gelingt der Kompomiss aus Sportlichkeit und Komfort absolut perfekt.

Hauptgrund hierfür ist, dass Aston Martin den Biturbo-V8 nicht mit einem DSG-, sondern mit einem perfekt funktionierendem Automatikgetriebe von ZF kombiniert.

 

 

Was will man jetzt nun: V8, V12 oder gar AMG?

Einfach macht es Aston Martin den Käufern nicht, von mir aus ist die Preisdifferenz zwischen V8 und V12 mit rund 25'000 Euro zu gering, dass innerhalb der Modellhierarchie ein klarer Gap zwischen den beiden DB-11 Modellen entsteht.

Den V8 sehe ich eher als Alternative zum V12 für jemand, der dieses Auto tatsächlich dem Alltag aussetzt und daher etwas mehr Priorität dem Themen Unterhaltskosten & Verbrauch zuordnet. Zudem hat der leichtere V8 spürbare Agilitätsvorteile, was ihn interessanter für einen Sportfahrer machen wird, womit nun die Brücke zum AMG geschlagen ist: dieser animierte mich nämlich immer, ihn bis auf das Letzte auszufahren, insbesondere auf der Rennstrecke, was ich jedoch dem Aston - v8 oder v12 - nicht zumuten würde.

 

Für mich wäre der DB11 als V12 erste Wahl, einfach weil ich dessen Prestige schätze und mir der Agilitätsgewinn bei dieser Art Auto (Gran Tourismo) nicht so wichtig ist, zumal sich der V12 hier bereits schon auf sehr hohem Niveau befindet. 

 

Interessant: so wie ich gehört habe, wird der in den nächsten Tagen präsentierte Volante vorerst ausschliesslich als V12 erhältlich sein.

Benetton
Geschrieben

Schöner Bericht und sehr interessante Eindrücke! Danke dafür!

Aston Spezi
Geschrieben
Am 2.10.2017 um 08:54 schrieb Stig:

Interessant: so wie ich gehört habe, wird der in den nächsten Tagen präsentierte Volante vorerst ausschliesslich als V12 erhältlich sein.

Stimmt leider nicht, genau umgekehrt, den DB11 Volante gibt es nur mit 8 Zylindern.

 

Mit besten Grüßen

Aston Spezi

Am 2.10.2017 um 08:54 schrieb Stig:

 

 

 

Stig
Geschrieben (bearbeitet)

Vor einiger Zeit habe ich mich still und heimlich dafür entschieden, meinen Rapide S (Serie 3) gegen einen DB11-V12 zu wechseln. Diesen konnte ich nun letzte Woche - gleich zum Jahresbeginn - endlich übernehmen. Hier ein Paar erste Handyfotos, weitere Fotos und ein ausführlicher Erfahrungsbericht werden in nächster Zeit folgen, sobald ich dazugekommen bin, damit etwas zu fahren. Unmittelbar nach diesen Fotos ist bei mir zu Hause nämlich heftig der Winter eingekehrt, fahren werde ich ihn bei winterlichen Strassenverhältnissen selbstverständlich nicht.

 

Vorab etwas zur Konfiguration: Bei der Aussenfarbe handelt es sich um eine Sonderfarbe (Special AML Color), welche sich Ultramarine-Black nennt, ein sehr dunkles, extrem edles Blau. Auf diesen Fotos kommt die Schönheit dieses Blau kaum rüber.

Die Lederfarbe ist ebenfalls Dunkelblau (All Dark Knight), die Ziernähte sind hellblau.

 

Seit Ablieferung letzter Woche bin ich erst knapp 50km gefahren, allerdings habe ich vorgängig mehrere ausführliche Testfahren mit verschiedenen DB11-Modellen absolviert, welche mich schlussendlich überzeugt haben. Einen ersten Eindruck könnt Ihr auch eingangs diesem Therad entnehmen.

Selbstverständlich bin ich auch den DB11 mit dem kleineren AMG-V8-Motor gefahren, welcher seine Sache auch sehr gut macht. Überzeugt hat mich aber der V12 nochmals mehr, vorallem auch deshalb, weil es kein zugekaufter Motor ist und von mir aus in das Topmodell ein V12 gehört. In den kleineren und agileren Vantage passt der V8 dagegen sehr gut.

 

Noch kurz zum Rapide: nach zwei Jahren Dienst und knapp 10'000km kann ich sagen, dass er seine Sache sehr gut gemacht hat. Ebenfalls ein fantastisches Auto. Der DB11 ist aber fahrleistungs- sowie ausstattungsmässig eine andere, noch nie dagewesene Liga. Zudem spricht mich dessen modernere Designsprache mittlerweile mehr an (was beim neuen Vantage noch nicht der Fall ist). Von mir aus mit Abstand das schönste Coupé, dass es zur Zeit zu kaufen gibt.

a.jpg

c.jpg

d.jpg

r.jpg

bearbeitet von Stig
  • Gefällt mir 16
  • Wow 1
GT_MF5_026
Geschrieben

Wunderschönes Auto und wirklich tolle Farbe. 

Mich stören aber die aus der Karosserie ragenden Endrohre. In meinen Augen sollten die bündig sein.

Bin gespannt auf Bilder vom Interieur.

bertl
Geschrieben

Gratulation!!

Sehr schönes Teil. Mit bereits 630PS oder noch die 608?

Mich stört noch immer die Mittelkonsole, aber sonst schon sehr schön.

Stig
Geschrieben

Hier noch ein paar weitere Bilder.

dsa.jpg

f.jpg

sdf.jpg

GT 40 101
Geschrieben

Sehr schön, herzlichen Glückwunsch!

 

Mich stört übrigens NICHTS:-))!

Muhviehstar
Geschrieben

Mich stört, dass ich ihn nicht in der Garage stehen habe 😎

  • Gefällt mir 4
  • Haha 2
Need 4 Speed
Geschrieben

Ist ein Super-Auto mit dem V12, ich fand den auch klasse, als ich ihn gefahren bin. allzeit gute Fahrt!

RMousavian
Geschrieben

Sehr abhängig von der Farbkombination. Derzeit springt bei mir der Funke nicht über. Das gilt erst recht für das kleinere Modell.

 

Allerdings finde ich die Leasingangebote schon interessant; bei einem alten Modell (DB9 GT oder VAntage V12) könnte ich glatt schwach werden.

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      evlt für den einen oder anderen Interessant 
       
       
    • W_Churchill
      Salut,

      mich hat an den verschiedenen Aston Martin Modellen letztlich die billige Qualitätsanmutung einzelner Bauteile abgeschreckt. Insbesondere die Blinkerhebel und die Drehregler haben die übrige Innenraumanmutung erheblich beeinträchtigt.

      Nun wurde als Finalversion der DB9 GT angekündigt:
      http://www.astonmartin.com/en/cars/db9-gt

      Hier wie auch in weiteren Modellen wird die Mittelkonsole nach dem Vorbild des Vanquish bereinigt.

      Mir stellt sich die Frage, wie das Potential der letzten Serie einzuschätzen ist. Beim SLS habe ich mich geärgert wider besseren Wissens keinen gekauft zu haben. Allerdings sind bei letzterem die Parameter andere, vor allem Stückzahlen, Produktionszeitraum etc.

      Wie schätzt Ihr die Lage ein, würdet Ihr den GT als Sammlerstück kaufen, auf den DB 11 warten oder in Anbetracht der sich häufenden Zweifel an Zuverlässigkeit und Bestand der Marke ganz etwas anderes wählen. Trotz der Gefahr der Milieu-isierung nach wenigen Jahren, finde ich das S Coupe sehr gelungen...
    • Hessenspotter
      Hallo liebe CP User,
      seit nun 3000km begleitet mich mein Z3. Im Allgemeinen bin ich sehr zufrieden mit ihm, er lässt sich ohne Probleme im Alltag bewegen und nutzen, deshalb führe ich eine kleine Liste von Pro und Contras auf.

      Pro:
      -sportlich, schick und elegant, selbst noch nach 14 Jahren
      -günstige Ersatzteile in Sachen Fahrwerk, Bremse, Motor etc.
      -sicheres, neutrales Fahrverhalten, selbst bei feuchter Fahrbahn und ungeschicktem Fahrer
      -angenehmes cruisen ist möglich
      -selbst bei höheren Geschw. relativ windstill
      -große Bremsanlage ab Werk, da er die gleiche hat wie der 1,9L
      -leicht schaltbar
      -relativ konstanter Verbrauch, unabhänigig von der Fahrweise (7-7,8L) nur die Runde Nordschleife hat er mit 11L/100km geschluckt
      -schöner 4 Zylindersound zwischen 3.000 und 4.000 U/min, aber nur zu
      -viele Verstaumöglichkeiten


      Contra:
      -mit 115PS sind keine Beschleunigungswunder zu erwarten, man kann leicht von einem Golf Diesel bei einem Ampelstart überholt werden
      -Das Verdeck , es ist nicht zu 100% dicht, deswegen wird er auch ab und zu nass
      -schlechtes Licht
      -Stand der Bremsflüssigkeit nur schlecht abzulesen
      -sehr kleiner Tank, nur 51L
      -keine Reserveleuchte
      -schwankende Tankanzeiger (Dif. von 30-40% möglich)
      -Motor ist zäh ab ca. 5.000 U/min
      -wenig Seitenhalt in den Seriensitzen, gerade der Beifahrer
      -dem Lenkrad fehlt es an Grip
      -ein 6ter Gang wäre schön
      -ab Tempo 150-160 wird es selbst zu recht laut, sodass man sich nur noch schreiend unterhalten kann
      -Differenz in der Übersetzung zwischen 2. und 3. Gang ist zu groß, ein 6-Gang Getriebe wäre hier angenehmer


      So und nun kommt mein ganz persönlicher Bericht von 2 Runden Nordschleife in meinem Z3.

      Meine ersten Nordschleifenrunden:

      Seit 3 Jahren habe ich den Wunsch gehegt 1 oder 2 Runden auf der Nordschleife zu fahren, zu Anfang war es nicht möglich, also kaufte ich mir erste einmal die entsprechenden Rennespiele um den Ring wenigstens virtuell kennen zu lernen bzw. zu “bezwingen”. Ab und zu hoffte ich auch von jemandem mitgenommen zu werden, es passierte jedoch nie. Nun nach dem ich seit ca. einem Jahr meinen Führerschein habe, habe ich mich dazu überwunden, alleine 1-2 Runden auf dem Ring zu fahren. Meinen Basis hier für war ein sportliches Alltagsfahrzeug, meine BMW Z3 1,8i. Nach ca. 4000km mit ihm bin ich doch recht vertraut mit ihm, ich wusste w ungefähr seine Grenzen waren, quer- wie längsdynamisch. Also nutzte ich meinen vorletzten Ferientag in dem ich mich morgens um 8Uhr Richtung Nürburgring aufbrach. Am Ring angekommen musste ich die Zeit bis 17.15 hinter mich bringen. Um 16 Uhr tankte ich brav Super Plus und begab mich auf die Döttinger Höhe, die 75€ für vier Runden investierte ich. Als dann um 17.25 sich die Schranken öffneten, brach die Verkehrsführung endgültig zusammen. Also Motor schon einmal laufen lassen, damit das Öl auf Temperatur kommt und sich schön im Motor verteilt. Das Schnurren des Reihen 4-Zylinders geht unter, in dem Brüllen des straßenzugelassene Porsche 996 GT3 Cup, der neben mir Parkt, mit seiner Standdrehzahl von 3000U/min unterhält er den ganzen Parkplatz. Ich öffne das Verdeck und bereite mich auf die Runde vor, alles wird noch einmal schön festgemacht. Dann ziehe ich Sturmhaube und BW-Pilotenhelm auf. Nach kurzer Zeit stehe ich an der Schranke, die ich schon immer einmal durchfahren wollte, sie öffnet sich und gibt die berühmtesten 20,8 km Asphalt der Welt preis. Los geht es, schon nach den ersten Metern werde ich wieder auf den Boden der Tatsachen zurück geholt, ein Porsche Sport Classic zieht ohne Mühe an mir vorbei, nach Antoniusbuche kommt der Schreck, Was? So eine Senke ist das, der Z3 hat mit seinen 115PS Mühe im 4. Gang im Hohenrain vorwärts zu kommen, sanft in die Eisen und schnell noch den Porsche vorbei lassen. Im Bereich ehm. Einfahrt Hatzenbach wird mir klar auf was ich mich eingelassen habe, und dass das, was ich vorher so oft in Videos und Spielen gesehen haben, gar nichts war gegen das was hier ist. Im Hatzenbach komme ich nicht über 120, es ist immer wieder Verkehr, wenn mal nicht alle 5 sec. in den Spiegel schaue, kann das eine böse Überraschung geben. Hier in Hatzenbach macht sich mein Pilotenhelm bezahlt, die Sonne steht tief und blendet leicht, als Brillenträger kann man halt nicht so einfach die Brille wechseln, also klappt das Sonnenvisier runter, und man kann wieder mit offenen Augen fahren. Ausgang Hoheneiche wird mir wieder einmal klar dass die Realität total anders ist. Durch den andauernden Verkehr ist hier nicht mehr als 130 drin, sonst müsste ich die Familienkutsche vor mir überholen, und das war nicht möglich. Die Kompression vor der Quiddelbacher Höhe, man sieht sie nicht, aber dann ist sie da. Im weiteren Verlauf bis Schwedenkreuz ist wieder nicht mehr als 140 drin. Schwedenkreuz schockt mich echt. Virtuell sieht es recht breit aus, aber in echt, mir hängen noch die Worte des Manhart BMW Fahrers im Ohr, “Kurz vor Schwedenkreuz habe ich knapp 290 laut Tacho”, ich verstehe die Welt nicht mehr. Diese Kurve mit mehr als 180 zu nehmen erscheint mir selbstmörderisch. Nach Aremberg kommt der nächste Schock, “WAS? Hier geht es SO bergab!” Der Kick kommt erst zum Schluss, wenn man die Kompression in der Fuchsröhre spürt, mein Gott, sowas kannte ich bisher nur vom Segelfliegen. Im Adenauer Forst stehen wieder viele Zuschauer, sie hoffen das etwas passiert, aber es passiert (zum Glück) nichts. Weiter geht es, im ganzen Bereich abwärts nach Adenau ist jede Menge Verkehr. Im Abschnitt Exmühle trifft mich der nächste Schlag, “WAS? Hier geht es SO hoch!”, zurück in den 2. Gang sonst ist die Puste beim 1,8 Motor weg. Der Van vor mir vermasselt es und steht mir nach Ex-Mühle im Weg, hinten ist frei also wird er überholt. Wie vorhergesehen erreicht der Z3 bei 130 im 3 Gang im Kesselchen und Klosterbach seinen Topspeed, mehr ist nicht drin. Mit lautem Getöse kommt von hinten der eben erwähnte Manhart an und überholt mich mit knapp 200, der Fahrer grüßt, wie vorausgesagt hat er mich im Kesselchen eingeholt. Der nächste interessante Abschnitt war das Karussell , hier schön innen reingetaucht, im 2 Gang, ca. 50-60 km/h, am Ende des Karussell der Umschwung nach rechts, echt spannend wenn man spürt wie das Fahrwerk arbeitet. Im weiteren Verlauf verwundert mich immer wieder wie steil es hier ist. Dann kommt mein persönlicher Lieblingsabschnitt, Brünchen. Hier habe ich schon so oft gestanden, nun fahre ich selber hier. Im weiteren Verlauf kommt eine Baustelle, zwischen Pflanzgarten und Schwalbenschwanz wurde im Absatz die Leitplanke erneuert. Hier traf mich dann der Schock, was die Strecke hier für einen Absatz macht, Wahnsinn, die wenigsten normalen Straßen machen das. Der weitere Verlauf war nicht sehr spannend, nur jede Menge Verkehr.
      Ich komme auf den Parkplatz, parke, Leerlauf rein, Motorhaube auf, und den Motor nachlaufen lassen. Ist gesünder. Der Van, den ich im Abschnitt Ex-Mühle überholt habe, parkt neben mir, ich schaue rein, voller Asiaten, kein Wunder. Sie schauen mich entsetzt und verwundert zu gleich an, da ich immer noch Sturmhaube (schwarz) und Helm (schwarz), mit herunter gelassenem Sonnenvisier anhabe (auch schwarz). Sofort kommen die 3 Herren aus dem Van auf mich zu und reden mit mir, sie freuen sich tierisch, das sie die ganze Zeit an mir dran bleiben konnten. Nach einiger Zeit kommt auch eine der weiblichen Passagiere, und redet mit mir, sie ist sprachlos, nach dem sie erfahren hat, das ich erst 18 bin, der Z3 mein Auto ist, und dass dies gerade meine erste Runde überhaupt war. . Ich denke sie hat das Auto einfach nur viel zu teuer eingeschätzt .

      Nach längere Unterhaltung (natürlich in Englisch), merke ich worauf sie zielt, sie will mitfahren, also frage ich sie direkt, ob sie den mitfahren will . Sie freut sich riesig als ich ihr dass Angebot unterbreite. Denn ihre Mitreisenden waren für einen weitere Runden bereits verschwunden. Wieder auf der Strecke stelle ich fest das viel weniger Verkehr ist, fast komplett Hatzenbach kann ich Ideallinie fahren (also das was ich aus den zahlreichen Videos und Spielen als Ideallinie kenne). Anfahrt auf Flugplatz geht dieses Mal Vollgas mit 140, auf der Kuppe merkt man, wie sich der Z3 aus den Federn hebt, meine Mitfahrerin kann sich vor Freude nicht beherrschen, und macht wild Fotos von sich im mit mir im Auto . Sie ist die ganze Zeit am jubeln, den sie ist noch nie Cabrio gefahren (OK sie kommt aus Taiwan, aber ich glaube da gibt es auch Cabrios ). Durch die Fuchsröhre wird Ideallinie gefahren, es ist ja nichts los, dieses Mal 4. Gang 150 Vollgas ab durch die Kompression, man spürt im weiteren Verlauf nach Adenau hinunter das Mehrgewicht (ca. 50kg), die Reifen arbeiten mehr, ab und zu kommen sie auf die Grenzen der Haftreibung, allerdings bleibt der Z3 immer schön neutral, er neigt selbst bei starkem anbremsen in die Kurve nicht ins Untersteuern (was ich hasse wie die Pest). Im Abschnitt Bergwerk (direkt am Anfang in der Rechtskurve) zieht ein GT3RS heran, ich lasse ihn extra vor, doch anscheinend reicht das dem Fahrer nicht und er schnippelt mich, 20cm haben gefehlt, er zieht mit lautem Boxersound Bergwerk hoch. Tina (meine Beifahrerin) ist total fasziniert. Karussell wird wieder innen abgefahren, die Stöße spürt man nicht, das Fahrwerk ist schlicht zu weich. Tina ist auch hier wieder entzückt Im weitern Verlauf gab es nicht Besonderes. Als wir dann wieder von der Strecke runter kamen, fuhr ich direkt wieder auf den Parkplatz, gleiche Prozedur wie vorher her, Motor nachlaufen lassen etc. Tinas männliche Mitreisende kommen an, und kriegen den Mund nicht mehr zu :D, Tina bedankt sich herzlich, wir tauschen E-Mail Adresse aus und reden noch, dann noch ein Erinnerungsfoto . Die Mitreisenden sind immer noch beeindruckt, und kriegen nicht den Mund vor erstaunen zu, als Tina ihnen irgendetwas auf taiwanesisch erzählt. Jetzt hat sie wenigstens etwas daheim zu erzählen.

      Der richtige Schock trifft mich erst als ich ca. 40min später losfahre. Am Kreisel will meine Bremse nicht mehr richtig bremsen, erst im letzten 1/3 ist überhaupt Bremskraft da. Auf dem Weg zur Tanke wird es etwas besser. Aber die Bremse fängt an so komisch zu quietschen. Nach dem Tanken steht der Verbrauch fest, 11 L/100km habe ich auf den 2 Runden gebraucht. Dann geht es ab heim, selbst nach ca. 120km hat die Bremse immer noch nicht ihre alte Leistung wieder. Ich probiere kurz vor daheim noch einmal eine Vollbremsung mit ABS Einsatz aus 70km/h, ich weis wie sie sich normaler Weise anfüllt, das hier war vielleicht die Hälfte von dem was normaler Weise da ist. Zum Glück ist die Bremse nach 2 Tagen abkühlen wieder normal. Die mangelnde Bremsleistung führe ich auf die alte Bremsflüssigkeit zurück, die ich schleunigst wechseln lasse.

      Mein Fazit: Die Nordschleife macht bei wenig Verkehr verdammt viel Spaß, und man kann auch man schnell durch Kurven fahren, ohne seinen Führerschein zu gefährden . Mein Fazit über das Auto und die Reifen. Der Z3 ist zu jedem Zeitpunkt einfach beherrschbar gewesen, er neigte nie zu Unter- oder Übersteuern. Die 255er Hankook S1 EVOs auf der Hinterachse haben hervorragenden Grip geliefert auch wenn sie auf der Gerade unwahrscheinlich viel Motorleistung bei mir fressen (und im normalen Betrieb ca. 1L mehr schlucken als die 205er Winterreifen). Leider hatten die Runden auch einen Nachteil, ich bin mit dem Nürburgring-Virus infiziert.
    • SubCulture
      gestern stand mal wieder Ferrari fahren auf dem Programm :-)

      diesmal war es der 599 GTB Fiorano F1. V12, 6l Hubraum, 620 PS, Vmax 330 km/h und 3,7s auf 100 km/h.

      theoretisch beeindruckende Werte die so in der Praxis leider nicht rüberkamen.

      vom Gesamteindruck war es kein Vergleich zu dem zuletzt gefahrenen F430 oder 458 Italia. auch wenn der 599 ein 12-Zylinder ist, schwerer, eher ein GT usw., hätte ich von 620 PS mehr Schub erwartet.

      klar kann er aufgrund von Gewicht und Größe nicht mit der Fahrdynamik der "kleineren" 8-Zylinder F430 und 458 Italia verglichen werden, da grade letzterer die ultimative Rennmaschine ist, welche schon beim anlassen durch seinen V8-Gebrüll einschüchtert.

      da ist der 599 wesentlich unspektakulärer, akustisch präsent, das war es aber auch schon. leider Welten vom infernalischen Brüllen der "kleineren" Brüder entfernt.

      auch auf der Autobahn im Vergleich zum R8 V10, gleiche Strecke, Vollgas und schauen was passiert. der R8 hat ohne große Schwierigkeiten 330 km/h erreicht. beim 599 hatte ich auf +- gleicher Höhe erst 315 km/h drauf, auch hätte er noch ein gutes Stück gebraucht um die 330 km/h zu erreichen. was natürlich rein subjektiv ist, da aufgrund der (theoretischen) Zahlen der 599 dem R8 V10 überlegen ist.

      auch wenn es immer anmaßend ist, an so einem Automobil, eine Bella Macchina, zu kritisieren, aber das Gefühl wie im 458 Italia „nichtmehraussteigenwollen“ kam nicht auf.

      unterm Strich eben alles persönliche, rein subjektive Empfindungen ohne Anspruch auf Richtigkeit :-)
    • nero_daytona
      So, ich habe es getan. Im Bett mit dem Performante für einen Tag. Und was soll ich sagen: Betörend, überwältigend, hochemotional, orgiastisch! Definitv eines der 3 besten Autos die ich je gefahren bin. Er klingt VIEL besser als der Standard Huracan, sieht schon im Stand schneller aus und fühlt sich auch viel agiler an als sein 610 PS Bruder. Mal kurz 210 auf der Landstrasse im Corsa Modus oder 290 auf der BAB und nie hatte ich das Gefühl das Auto weniger als 100% im Griff zu haben. Die aggressive Optik innen wie außen ist natürlich Geschmackssache, ich habe mich jedenfalls pudelwohl gefühlt im Forged Carbon Cockpit  
      So einen V10 Sauger hochzudrehen macht auch viel mehr Spaß als bei jedem Turbo V8
      Fun Fact: Die Navi Bedienung hat im 1. Versuch geklappt (Hallo Maranello!)
      Summa Sumarum: Chapeau Lamborghini, große Klasse der Wagen!
         






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