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Stig

Aston Martin DB11 Testfahrt

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Stig CO   
Stig
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Ich hatte gestern den neuen DB11 zur Verfügung und konnte ihn dabei ausführlich testen.

 

Grundsätzlich: sowohl auf den ersten Bilder wie auch dann bei der Präsentation live letzten Herbst konnte ich mich für dessen Form noch nicht ganz so begeistern. Ich finde das Auto zwar nicht unattraktiv, allerdings auch nicht „zum Niederknien schön“, wie beispielsweise den Vanquish (oder in meinem Fall den Rapide). Das Auto wirkt für Aston Martin Verhältnisse plötzlich recht futuristisch; im Showroom zwischen den anderen aktuellen Modellen eindeutig moderner, die anderen Modelle lässt der DB11 schon fast klassisch wirken.

 

Dieser Eindruck setzt sich dann auch im Innenraum fort: hier hat dank Mercedes-Benz ganz klar die Moderne Einzug erhalten. Thema Mercedes-Benz: Ich fuhr letzten Herbst eine Zeit lang den AMG GT-S im Alltag, ein tolles Auto. Obwohl der DB11 preislich und leistungsmässig über dem GT-S steht, zog ich bis dato ungewollt immer wieder Vergleiche zwischen beiden Autos. Nach meiner gestrigen Testfahrt mit dem DB11 muss ich feststellen, dass dieser an sich ungewollte Vergleich nicht ganz zu Unrecht erfolgte. Die beiden Autos fühlen sich nämlich recht ähnlich an, nebst dem verwandten Bedienkonzept fühlte ich mich auch gleich auf Anhieb sehr wohl und vertraut mit dem DB11.

Dieser optische und gedachte Vergleich zwischen den beiden setzte sich dann auch im Fahrgefühl fort, wo sicher auch der neue V12-Turbomotor des Aston dazu beiträgt. Es liegt daran, dass moderne Turbomotoren allgemein Schwachpunkte (oder Charakter?) verloren haben und eigentlich alles „richtig“ machen, beim AMG wie auch beim DB11. Fahrleistungen (608ps) sind erwartungsgemäss gewaltig, von Turboloch überhaupt keine Spur, man nimmt die Zwangsbeatmung nicht mal akustisch wahr. Im Vergleich zu meinem 6-Liter-Sauger klingt der neue 5,2-Liter-Turbo nicht mehr ganz so inbrünstig, sorgt im Sport+ - Modus (Hallo AMG!) aber immer noch für ausreichend Begeisterung – natürlich primär beim Fahrer, wie aber auch bei einzelnen Passanten, Stichwort quiet start mode.

 

Ebenso dem AMG GT-S ähnlich ist dessen Agilität, was mich allgemein am meisten beeindruckt am DB11. Der Wagen fühlt sich sehr wendig und leichtfüssig an, die elektronische Lenkung bietet gutes Feedback und ist angenehm direkt, zudem ist die Traktion (trotz Winterreifen und kaltem Strassenbelag) ausgezeichnet. Am AMG GT-S störte mich fast etwas die übertriebe Agilität, dieser fand ich für den Strassengebrauch fast schon etwas zu nervös. Der Aston Martin macht dies besser, dieser ist auch komfortabler als der AMG. Wie heute bei Sportwagen üblich, kann man zudem Komfort und Charakteristik mit den verschiedenen Fahrmodi stark beeinflussen; zwischen GT-Modus und Sport+ Modus herrscht ein erfreulich grosser Unterschied, in allen Belangen.

 

Als Gran-Turismo betrachtet ist daher der DB11 der bessere Kompromiss zwischen Sportlichkeit, Komfort und Alltagstauglichkeit. Da staune ich, Aston Martin hat dies richtig gut hingekriegt, ebenso macht das 8-Stufen-Automatikgetriebe einen tadellosen Job; ein Unterschied zu einem DSG-Getriebe ist schon fast nicht mehr feststellbar. Einzig die Abstufung zwischen dem zweiten und dritten Gang ist etwas lang gewählt, spürbar ist dies vor allem beim runterschalten bei flotter Gangart. Übrigens ist dies bei meinem Rapide S genau so, daher vermute ich, dass es sich um die selbe ZF-Automatik handelt, wenn die des DB11 auch etwas flotter und geschliffener die Gänge wechselt; eben DSG-like.

 

Modellpolitisch verstehe ich den Gedanken hinter dem DB11 allerdings nicht so ganz. Wo liegt nun die angepeilte Konkurrenz? Der GT-S ist wie erwähnt preiswerter und etwas schwächer, ein Ferrari F12 wiederum teurer und deutlich stärker. Vermutlich eher im Bereich eines 911 Turbo. Oder: in der eigenen Familie, nämlich beim Vanquish S. Dieser ist zwar teurer, weist aber sehr ähnliche Leistungswerte auf (604ps) und entspricht dem selben Konzept (sportlicher GT mit Frontmotor und Heckantrieb).

Ich habe vorhin oft den DB11 mit dem AMG GT-S verglichen. Nun habe ich gerade vernommen, dass der Nachfolger des V8 Vantage wohl über den selben Motor (4-Liter-V8-Biturbo) verfügen wird wie der AMG GT-S. Mit anderen Worten: Der DB11 wird dann in der eigenen Marke erneut in Bedrängnis geraten! Es ist demnach fast schon zu erwarten, dass wohl schon bald eine stärkere Vantage-Version des DB11 kommen muss, um Distanz zum zukünftigen V8 verschaffen zu können.

 

So oder so – der DB11 ist ein toller Gran-Turismo. Schnell, fahraktiv, komfortabel und mit zeitgemässen Infotainment ausgestattet. Optisch gefällt er mir mittlerweile, ehrlich gesagt erst seit gestern, nun recht gut. An die futuristische Form habe ich mich gewohnt, vorallem die Front gefällt mir sehr gut. Bezogen auf die gerade aktuelle Wahl zum Sportwagen des Jahres 2016 von Carpassion eigentlich fast schon mein Anwärter auf definitiv einen Podestplatz.

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erictrav   
erictrav
Geschrieben

Danke für den schönen Bericht!

Stig CO   
Stig
Geschrieben

Übrigens: obwohl ich für mich das Betätigungsfeld eines AM nicht unbedingt auf der Rennstrecke sehe, würde mich das Abschneiden des DB11 im sportauto-supertest sehr interessieren.

 

Subjektiv hätte ich dem DB11 eine gute Nordschleifen-Rundenzeit von ca. 7:45min bis 7:40min attestiert. Dafür spricht:

 

- die Leistung von über 600ps

- das Top Fahrwerk & sehr steife Alu-Chassis

- das sehr agile und problemlose Fahrverhalten 

- die sehr gute Traktion

- ein sehr gutes Getriebe 

 

Nicht beurteilen konnte ich das dauerhafte Leistungsvermögen der Bremsanlage. Aber da hätte ich keine Bedenken.

 

 

bertl CO   
bertl
Geschrieben

Denke auch das der DB11 im Umfeld eines BMW M6 sicher sehr gut aussieht mit seiner neuen Aerodynamik und dem neuen Turbomotor, wo es wahrscheinlich leichter fällt die Leistungsangaben einzuhalten oder sogar zu übertreffen wie so manch andere!

Freue mich jetzt schon auf die erste Testfahrt damit wen ich meinen alten Herrn aus dem Winterschlaf vom freundlichen hole.

 

Stig CO   
Stig
Geschrieben (bearbeitet)

Gestern hatte ich bereits die Gelegenheit, den neuen DB11 V8 ausgiebig Probe zu fahren. Beim von mir gefahrenen Fahrzeug handelte es sich noch um einen Prototyp, welcher jedoch weitgehendst dem Serienauto entspricht.

Nebst dem, dass ich bereits schon den V12 mehrmals gefahren bin, war diese Probefahrt insofern sehr interessant, weil ich letztes Jahr einige Tausend Kilometer mit dem Mercedes AMG GT-S zurückgelegt habe, welcher ja Technikspender des DB11 V8 ist.

 

Wie schon der DB11 V12 ist der V8 ein fantastisches Auto; die über 100kg Gewichtsersprarnis zum V12 kommt dessen Agiligät sehr zu Gute. Sehr erstaunt bin ich, wie es den Aston-Leuten gelungen ist, den DB11 zu "astonisieren": vom Technikspender AMG GT merkt man nämlich kaum noch etwas. Fast schon etwas störend am AMG fand ich dessen übertriebene Aglilität, was ihn immer etwas nervös und fordernd macht und mich deshalb im Alltag oder auf Langstrecke, wo ich den Fahrkomfort sehr schätze, störte. Anders beim DB11 V8: diesem gelingt der Kompomiss aus Sportlichkeit und Komfort absolut perfekt.

Hauptgrund hierfür ist, dass Aston Martin den Biturbo-V8 nicht mit einem DSG-, sondern mit einem perfekt funktionierendem Automatikgetriebe von ZF kombiniert.

 

 

Was will man jetzt nun: V8, V12 oder gar AMG?

Einfach macht es Aston Martin den Käufern nicht, von mir aus ist die Preisdifferenz zwischen V8 und V12 mit rund 25'000 Euro zu gering, dass innerhalb der Modellhierarchie ein klarer Gap zwischen den beiden DB-11 Modellen entsteht.

Den V8 sehe ich eher als Alternative zum V12 für jemand, der dieses Auto tatsächlich dem Alltag aussetzt und daher etwas mehr Priorität dem Themen Unterhaltskosten & Verbrauch zuordnet. Zudem hat der leichtere V8 spürbare Agilitätsvorteile, was ihn interessanter für einen Sportfahrer machen wird, womit nun die Brücke zum AMG geschlagen ist: dieser animierte mich nämlich immer, ihn bis auf das Letzte auszufahren, insbesondere auf der Rennstrecke, was ich jedoch dem Aston - v8 oder v12 - nicht zumuten würde.

 

Für mich wäre der DB11 als V12 erste Wahl, einfach weil ich dessen Prestige schätze und mir der Agilitätsgewinn bei dieser Art Auto (Gran Tourismo) nicht so wichtig ist, zumal sich der V12 hier bereits schon auf sehr hohem Niveau befindet. 

 

Interessant: so wie ich gehört habe, wird der in den nächsten Tagen präsentierte Volante vorerst ausschliesslich als V12 erhältlich sein.

 

 

 

bearbeitet von Stig
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Benetton   
Benetton
Geschrieben

Schöner Bericht und sehr interessante Eindrücke! Danke dafür!

Aston Spezi   
Aston Spezi
Geschrieben
Am 2.10.2017 um 08:54 schrieb Stig:

Interessant: so wie ich gehört habe, wird der in den nächsten Tagen präsentierte Volante vorerst ausschliesslich als V12 erhältlich sein.

Stimmt leider nicht, genau umgekehrt, den DB11 Volante gibt es nur mit 8 Zylindern.

 

Mit besten Grüßen

Aston Spezi

Am 2.10.2017 um 08:54 schrieb Stig:

 

 

 

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    • Hessenspotter
      Hallo liebe CP User,
      seit nun 3000km begleitet mich mein Z3. Im Allgemeinen bin ich sehr zufrieden mit ihm, er lässt sich ohne Probleme im Alltag bewegen und nutzen, deshalb führe ich eine kleine Liste von Pro und Contras auf.

      Pro:
      -sportlich, schick und elegant, selbst noch nach 14 Jahren
      -günstige Ersatzteile in Sachen Fahrwerk, Bremse, Motor etc.
      -sicheres, neutrales Fahrverhalten, selbst bei feuchter Fahrbahn und ungeschicktem Fahrer
      -angenehmes cruisen ist möglich
      -selbst bei höheren Geschw. relativ windstill
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      -leicht schaltbar
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      -schöner 4 Zylindersound zwischen 3.000 und 4.000 U/min, aber nur zu
      -viele Verstaumöglichkeiten


      Contra:
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      -Differenz in der Übersetzung zwischen 2. und 3. Gang ist zu groß, ein 6-Gang Getriebe wäre hier angenehmer


      So und nun kommt mein ganz persönlicher Bericht von 2 Runden Nordschleife in meinem Z3.

      Meine ersten Nordschleifenrunden:

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Als dann um 17.25 sich die Schranken öffneten, brach die Verkehrsführung endgültig zusammen. Also Motor schon einmal laufen lassen, damit das Öl auf Temperatur kommt und sich schön im Motor verteilt. Das Schnurren des Reihen 4-Zylinders geht unter, in dem Brüllen des straßenzugelassene Porsche 996 GT3 Cup, der neben mir Parkt, mit seiner Standdrehzahl von 3000U/min unterhält er den ganzen Parkplatz. Ich öffne das Verdeck und bereite mich auf die Runde vor, alles wird noch einmal schön festgemacht. Dann ziehe ich Sturmhaube und BW-Pilotenhelm auf. Nach kurzer Zeit stehe ich an der Schranke, die ich schon immer einmal durchfahren wollte, sie öffnet sich und gibt die berühmtesten 20,8 km Asphalt der Welt preis. Los geht es, schon nach den ersten Metern werde ich wieder auf den Boden der Tatsachen zurück geholt, ein Porsche Sport Classic zieht ohne Mühe an mir vorbei, nach Antoniusbuche kommt der Schreck, Was? So eine Senke ist das, der Z3 hat mit seinen 115PS Mühe im 4. Gang im Hohenrain vorwärts zu kommen, sanft in die Eisen und schnell noch den Porsche vorbei lassen. Im Bereich ehm. Einfahrt Hatzenbach wird mir klar auf was ich mich eingelassen habe, und dass das, was ich vorher so oft in Videos und Spielen gesehen haben, gar nichts war gegen das was hier ist. Im Hatzenbach komme ich nicht über 120, es ist immer wieder Verkehr, wenn mal nicht alle 5 sec. in den Spiegel schaue, kann das eine böse Überraschung geben. Hier in Hatzenbach macht sich mein Pilotenhelm bezahlt, die Sonne steht tief und blendet leicht, als Brillenträger kann man halt nicht so einfach die Brille wechseln, also klappt das Sonnenvisier runter, und man kann wieder mit offenen Augen fahren. Ausgang Hoheneiche wird mir wieder einmal klar dass die Realität total anders ist. Durch den andauernden Verkehr ist hier nicht mehr als 130 drin, sonst müsste ich die Familienkutsche vor mir überholen, und das war nicht möglich. Die Kompression vor der Quiddelbacher Höhe, man sieht sie nicht, aber dann ist sie da. Im weiteren Verlauf bis Schwedenkreuz ist wieder nicht mehr als 140 drin. Schwedenkreuz schockt mich echt. Virtuell sieht es recht breit aus, aber in echt, mir hängen noch die Worte des Manhart BMW Fahrers im Ohr, “Kurz vor Schwedenkreuz habe ich knapp 290 laut Tacho”, ich verstehe die Welt nicht mehr. Diese Kurve mit mehr als 180 zu nehmen erscheint mir selbstmörderisch. Nach Aremberg kommt der nächste Schock, “WAS? Hier geht es SO bergab!” Der Kick kommt erst zum Schluss, wenn man die Kompression in der Fuchsröhre spürt, mein Gott, sowas kannte ich bisher nur vom Segelfliegen. Im Adenauer Forst stehen wieder viele Zuschauer, sie hoffen das etwas passiert, aber es passiert (zum Glück) nichts. Weiter geht es, im ganzen Bereich abwärts nach Adenau ist jede Menge Verkehr. Im Abschnitt Exmühle trifft mich der nächste Schlag, “WAS? Hier geht es SO hoch!”, zurück in den 2. Gang sonst ist die Puste beim 1,8 Motor weg. Der Van vor mir vermasselt es und steht mir nach Ex-Mühle im Weg, hinten ist frei also wird er überholt. Wie vorhergesehen erreicht der Z3 bei 130 im 3 Gang im Kesselchen und Klosterbach seinen Topspeed, mehr ist nicht drin. Mit lautem Getöse kommt von hinten der eben erwähnte Manhart an und überholt mich mit knapp 200, der Fahrer grüßt, wie vorausgesagt hat er mich im Kesselchen eingeholt. Der nächste interessante Abschnitt war das Karussell , hier schön innen reingetaucht, im 2 Gang, ca. 50-60 km/h, am Ende des Karussell der Umschwung nach rechts, echt spannend wenn man spürt wie das Fahrwerk arbeitet. Im weiteren Verlauf verwundert mich immer wieder wie steil es hier ist. Dann kommt mein persönlicher Lieblingsabschnitt, Brünchen. Hier habe ich schon so oft gestanden, nun fahre ich selber hier. Im weiteren Verlauf kommt eine Baustelle, zwischen Pflanzgarten und Schwalbenschwanz wurde im Absatz die Leitplanke erneuert. Hier traf mich dann der Schock, was die Strecke hier für einen Absatz macht, Wahnsinn, die wenigsten normalen Straßen machen das. Der weitere Verlauf war nicht sehr spannend, nur jede Menge Verkehr.
      Ich komme auf den Parkplatz, parke, Leerlauf rein, Motorhaube auf, und den Motor nachlaufen lassen. Ist gesünder. Der Van, den ich im Abschnitt Ex-Mühle überholt habe, parkt neben mir, ich schaue rein, voller Asiaten, kein Wunder. Sie schauen mich entsetzt und verwundert zu gleich an, da ich immer noch Sturmhaube (schwarz) und Helm (schwarz), mit herunter gelassenem Sonnenvisier anhabe (auch schwarz). Sofort kommen die 3 Herren aus dem Van auf mich zu und reden mit mir, sie freuen sich tierisch, das sie die ganze Zeit an mir dran bleiben konnten. Nach einiger Zeit kommt auch eine der weiblichen Passagiere, und redet mit mir, sie ist sprachlos, nach dem sie erfahren hat, das ich erst 18 bin, der Z3 mein Auto ist, und dass dies gerade meine erste Runde überhaupt war. . Ich denke sie hat das Auto einfach nur viel zu teuer eingeschätzt .

      Nach längere Unterhaltung (natürlich in Englisch), merke ich worauf sie zielt, sie will mitfahren, also frage ich sie direkt, ob sie den mitfahren will . Sie freut sich riesig als ich ihr dass Angebot unterbreite. Denn ihre Mitreisenden waren für einen weitere Runden bereits verschwunden. Wieder auf der Strecke stelle ich fest das viel weniger Verkehr ist, fast komplett Hatzenbach kann ich Ideallinie fahren (also das was ich aus den zahlreichen Videos und Spielen als Ideallinie kenne). Anfahrt auf Flugplatz geht dieses Mal Vollgas mit 140, auf der Kuppe merkt man, wie sich der Z3 aus den Federn hebt, meine Mitfahrerin kann sich vor Freude nicht beherrschen, und macht wild Fotos von sich im mit mir im Auto . Sie ist die ganze Zeit am jubeln, den sie ist noch nie Cabrio gefahren (OK sie kommt aus Taiwan, aber ich glaube da gibt es auch Cabrios ). Durch die Fuchsröhre wird Ideallinie gefahren, es ist ja nichts los, dieses Mal 4. Gang 150 Vollgas ab durch die Kompression, man spürt im weiteren Verlauf nach Adenau hinunter das Mehrgewicht (ca. 50kg), die Reifen arbeiten mehr, ab und zu kommen sie auf die Grenzen der Haftreibung, allerdings bleibt der Z3 immer schön neutral, er neigt selbst bei starkem anbremsen in die Kurve nicht ins Untersteuern (was ich hasse wie die Pest). Im Abschnitt Bergwerk (direkt am Anfang in der Rechtskurve) zieht ein GT3RS heran, ich lasse ihn extra vor, doch anscheinend reicht das dem Fahrer nicht und er schnippelt mich, 20cm haben gefehlt, er zieht mit lautem Boxersound Bergwerk hoch. Tina (meine Beifahrerin) ist total fasziniert. Karussell wird wieder innen abgefahren, die Stöße spürt man nicht, das Fahrwerk ist schlicht zu weich. Tina ist auch hier wieder entzückt Im weitern Verlauf gab es nicht Besonderes. Als wir dann wieder von der Strecke runter kamen, fuhr ich direkt wieder auf den Parkplatz, gleiche Prozedur wie vorher her, Motor nachlaufen lassen etc. Tinas männliche Mitreisende kommen an, und kriegen den Mund nicht mehr zu :D, Tina bedankt sich herzlich, wir tauschen E-Mail Adresse aus und reden noch, dann noch ein Erinnerungsfoto . Die Mitreisenden sind immer noch beeindruckt, und kriegen nicht den Mund vor erstaunen zu, als Tina ihnen irgendetwas auf taiwanesisch erzählt. Jetzt hat sie wenigstens etwas daheim zu erzählen.

      Der richtige Schock trifft mich erst als ich ca. 40min später losfahre. Am Kreisel will meine Bremse nicht mehr richtig bremsen, erst im letzten 1/3 ist überhaupt Bremskraft da. Auf dem Weg zur Tanke wird es etwas besser. Aber die Bremse fängt an so komisch zu quietschen. Nach dem Tanken steht der Verbrauch fest, 11 L/100km habe ich auf den 2 Runden gebraucht. Dann geht es ab heim, selbst nach ca. 120km hat die Bremse immer noch nicht ihre alte Leistung wieder. Ich probiere kurz vor daheim noch einmal eine Vollbremsung mit ABS Einsatz aus 70km/h, ich weis wie sie sich normaler Weise anfüllt, das hier war vielleicht die Hälfte von dem was normaler Weise da ist. Zum Glück ist die Bremse nach 2 Tagen abkühlen wieder normal. Die mangelnde Bremsleistung führe ich auf die alte Bremsflüssigkeit zurück, die ich schleunigst wechseln lasse.

      Mein Fazit: Die Nordschleife macht bei wenig Verkehr verdammt viel Spaß, und man kann auch man schnell durch Kurven fahren, ohne seinen Führerschein zu gefährden . Mein Fazit über das Auto und die Reifen. Der Z3 ist zu jedem Zeitpunkt einfach beherrschbar gewesen, er neigte nie zu Unter- oder Übersteuern. Die 255er Hankook S1 EVOs auf der Hinterachse haben hervorragenden Grip geliefert auch wenn sie auf der Gerade unwahrscheinlich viel Motorleistung bei mir fressen (und im normalen Betrieb ca. 1L mehr schlucken als die 205er Winterreifen). Leider hatten die Runden auch einen Nachteil, ich bin mit dem Nürburgring-Virus infiziert.
    • SManuel
      Aston Martin ist ein schöner Wagen jedoch ist über Aston Martin sehr ruhig und nicht nur seit 2018, grundsätzlich ist über Aston Martin nicht viel zu hören.
       
      Auch auf YouTube wird nicht viel gepostet wie z.B. über Lambo, Ferrari, Porsche usw. Ist Aston Martin so unbeliebt ?? Selbst die Sonderanfertigung wie Prodrive Carbon und andere Fahrzeuge stehen extrem lange rum. Auch der Aston Martin V12 Vantage S Coupé Manual Gearbox Sport+, sind doch alles schöne Fahrzeuge.
       
      Das Interesse an den Fahrzeugen scheint aber nicht beliebt zu sein.  Was fehlt den Fahrzeugen ??
       
    • Stig
      Letzten Samstag habe ich im Emil-Frey Classic-Center (Safenwil, Schweiz) etwas ganz spezielles gesehen: den Volvo P1800 Prototyp mit Aston Martin Motor!
       
      Zugegeben, ich bin nicht wirklich Volvo-Fan. Allerdings finde ich den P1800 nicht unattraktiv (wie wohl die meisten Leute); meines Erachtens das einzig wirklich schöne Auto dieser eher pragmatischen Marke.
      Mir war bekannt, dass es einen P1800 auch mal mit Aston-Martin Motor gab, zumal dieser eben erst vor kurzem im VANTAGE-Magazine portraitiert wurde. Ebenso habe ich diesen vor einigen Jahren auch schon an Veranstaltungen gesehen (GP-Bern, Retro-Classic Paris etc.)
       
      Über das Auto findet man im Netz leider wenig, was ich jedoch dazu sagen kann: Ich ging immer davon aus, dass dieses "Mysterium" den Reihen-Sechser von AM hat, dies ist jedoch falsch (wie ich seit dem Bericht aus dem Magazin weiss). Es handelt sich hierbei nämlich um einen vom Sechszylinder abstammenden Reihen-Vierzylinder mit 2,5 Liter. Aston Martin hatte nämlich die Absicht, vorhandene Kapazitäten und Knowhow im Motorenbau anderen Herstellern anzubieten, so entschied man sich, dem eleganten Coupé (bekannt aus der TV-Serie Simon Templar mit Roger Moore) diesen Motor einzubauen.
       
      Ein tolles Auto, eigentlich schade, dass es dieser Motor nicht in die Serie geschafft hat. Für Fans der Marke Volvo sicher etwas äusserst wertvolles.
       
      Hier ein Paar Fotos vom letzten Samstag (das Bild vom Motor stammt nicht von mir).
       
      Eure Meinung dazu?





    • kaleohugo
      Liebe AM Freunde,
      ich bin im Besitz eines wunderschönen Exemplars des oben genannten Buches (Auflage: 2.700 Exemplare), das zu 450,- Euro angeboten wird.
      Das Exemplar ist nagelneu und unversehrt, allerdings nicht mehr eingeschweißt! Sollte jemand Interesse an dem Buch haben, freue ich mich auf ein Angebot.
      Vielen Dank und BG
    • SubCulture
      gestern stand mal wieder Ferrari fahren auf dem Programm :-)

      diesmal war es der 599 GTB Fiorano F1. V12, 6l Hubraum, 620 PS, Vmax 330 km/h und 3,7s auf 100 km/h.

      theoretisch beeindruckende Werte die so in der Praxis leider nicht rüberkamen.

      vom Gesamteindruck war es kein Vergleich zu dem zuletzt gefahrenen F430 oder 458 Italia. auch wenn der 599 ein 12-Zylinder ist, schwerer, eher ein GT usw., hätte ich von 620 PS mehr Schub erwartet.

      klar kann er aufgrund von Gewicht und Größe nicht mit der Fahrdynamik der "kleineren" 8-Zylinder F430 und 458 Italia verglichen werden, da grade letzterer die ultimative Rennmaschine ist, welche schon beim anlassen durch seinen V8-Gebrüll einschüchtert.

      da ist der 599 wesentlich unspektakulärer, akustisch präsent, das war es aber auch schon. leider Welten vom infernalischen Brüllen der "kleineren" Brüder entfernt.

      auch auf der Autobahn im Vergleich zum R8 V10, gleiche Strecke, Vollgas und schauen was passiert. der R8 hat ohne große Schwierigkeiten 330 km/h erreicht. beim 599 hatte ich auf +- gleicher Höhe erst 315 km/h drauf, auch hätte er noch ein gutes Stück gebraucht um die 330 km/h zu erreichen. was natürlich rein subjektiv ist, da aufgrund der (theoretischen) Zahlen der 599 dem R8 V10 überlegen ist.

      auch wenn es immer anmaßend ist, an so einem Automobil, eine Bella Macchina, zu kritisieren, aber das Gefühl wie im 458 Italia „nichtmehraussteigenwollen“ kam nicht auf.

      unterm Strich eben alles persönliche, rein subjektive Empfindungen ohne Anspruch auf Richtigkeit :-)

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