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Atombender

Lance Armstrong gibt den Kampf gegen die Dopinganschuldigungen auf.

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Atombender
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http://www.welt.de/sport/article108772182/Macht-Jan-Ullrich-bloss-nicht-zum-Helden.html

http://www.nytimes.com/2012/08/24/sports/cycling/lance-armstrong-ends-fight-against-doping-charges-losing-his-7-tour-de-france-titles.html?_r=1&pagewanted=all

Obwohl er nie direkt überführt wurde, haben sich so viele Anschuldigungen und "Beweise" gegen ihn aufgetürmt, dass er jetzt nicht mehr dagegen angeht.

Und jetzt wird's lustig, alle Rennerfolge von Armstrong mit Wirkung ab 1998 wären damit nichtig. Aber wenn man mal unter die Zweitplatzierten schaut, da gibt's ja drei mal einen gewissen Jan U., der auch so seinen Dreck am Stecken (bzw. in der Zahnpastatube) hat. Dann geht man die ganze Einlaufliste der Armstrong-Siege durch und kürt denjenigen zum Sieger, der am schnellsten und sauber war? Oder man setzt ein * hinter seinem Namen wie bei Bjarne Riis, um zu zeigen, dass der Sieger gedopt war.

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Gast Peter_Pan_
Geschrieben
http://www.welt.de/sport/article108772182/Macht-Jan-Ullrich-bloss-nicht-zum-Helden.html

http://www.nytimes.com/2012/08/24/sports/cycling/lance-armstrong-ends-fight-against-doping-charges-losing-his-7-tour-de-france-titles.html?_r=1&pagewanted=all

Obwohl er nie direkt überführt wurde, haben sich so viele Anschuldigungen und "Beweise" gegen ihn aufgetürmt, dass er jetzt nicht mehr dagegen angeht.

Und jetzt wird's lustig, alle Rennerfolge von Armstrong mit Wirkung ab 1998 wären damit nichtig. Aber wenn man mal unter die Zweitplatzierten schaut, da gibt's ja drei mal einen gewissen Jan U., der auch so seinen Dreck am Stecken (bzw. in der Zahnpastatube) hat. Dann geht man die ganze Einlaufliste der Armstrong-Siege durch und kürt denjenigen zum Sieger, der am schnellsten und sauber war? Oder man setzt ein * hinter seinem Namen wie bei Bjarne Riis, um zu zeigen, dass der Sieger gedopt war.

Das verwechselst Du jetzt aber mit dem Radetzky-Marsch...... :D

Der mit der Zahnpasta war Dieter Baumann, und der war bekanntlich zu Fuss unterwegs. :-))!

Der Ulrich hat sein Blut doch immer zum Saubermachen nach Spanien geschickt. :wink:

Und frei nach V. Pispers:

Das mit dem Doping geht schon in Ordnung.

Die Jungs sollten während des Wettkampfes nur auf dem Trikot stehen haben, was sie so genommen haben.

Da weiss man als Zuschauer gleich beim Zieleinlauf, was denn am besten wirkt. :-))!

Genau das geben wir dann unseren Politikern. O:-)

VT5700
Geschrieben

Ist dies ein Autoforum oder Fahrrad Forum ???

Atombender
Geschrieben

Ach stimmt, das war Baumann! Bei so viel Schmu verwechselt man schnell welche! :D

Atombender
Geschrieben
Ist dies ein Autoforum oder Fahrrad Forum ???

Das hier ist das Forum: Aus dem Alltag

Alles was NICHTS mit dem Thema Auto zu tun hat; allerdings KEINE politischen Themen!

Sehen und verstehen.

Gast Peter_Pan_
Geschrieben
Ist dies ein Autoforum oder Fahrrad Forum ???

Nö, ein Dummschwatz-Thread; herzlich willkommen hier........ O:-)

Für den Fall, daß Du es nicht mitbekommen haben solltest: Forum\OT-Diskussionen\aus dem Alltag\ :D

Atombender
Geschrieben

Auch interessant

http://www.radsport-news.com/sport/sportnews_50697.htm

Dann ist die Sache ja geritzt, wenn irgendwelche Anschudigungen gemacht wurden, wartet man einfach eine gewisse Zeit (hier 8 Jahre) mit der Zugabe, gedopt zu sein, damit man im Nachhinein nicht aus den Siegerlisten gestrichen wird.

Gast
Geschrieben

Ich fand die Idee mit der Pharma Olympiade auch gut. Als Sportler kann man sich entscheiden...entweder trete ich bei der gedopten Runde an oder bei der sauberen. In der sauberen mit was erwischt -> lebenslanger Ausschluss für jegliche Wettkampf plus empfindliche Strafe (alle Preisgelder plus Sponsorengelder als Strafzahlung z.B.). Dann können die Ärzte, Betreuer und Apotheker zeigen was man aus nem Sportler noch rausholen kann und es ist wirklich Werbung für die Mittelchen.

Atombender
Geschrieben

Bis die Sportler so zugedröhnt sind, dass der Körper unterwegs aus dem Rennen aussteigt und mit einem Leichensack eingesammelt werden muss. Herzversagen in relativ jungen Jahren ist bei Hochleistungsradfahrern eine häufige Todesursache, mit der Einnahme von Dopingmitteln verschlimmert sich die Sache nur.

/bierernst :wink:

Gast Peter_Pan_
Geschrieben

Wobei man da ganz klar festhalten sollte, daß niemand zum Leistungssport gezwungen wird.

netburner
Geschrieben

Nein, korrekt sollte man festhalten, dass niemand zum Doping gezwungen wird. Aber leider geht das ja mittlerweile durch alle Sportarten, selbst im Motorsport gibt es ja Dopingkontrollen und mit Tomas Enge auch ein mehr oder weniger prominentes "Opfer" (möglicherweise allerdings unschuldig, wenn sich herausstellen sollte, dass er wirklich einen angeborenen Herzfehler hat und daher die Medikamente nehmen muss).

Ist schon traurig, dass nicht mehr der Beste gewinnt, sondern der mit dem am besten vertuschenden Doktor...

Atombender
Geschrieben

Die Mentalität bei den Leistungssportlern ist schlimm geworden, vor allem mit der Aussicht auf hohe Gehälter oder Preisgeld- und Sponsoreneinnahmen. Und die Argumente gerade bei Radfahrern wie "es dopen doch sowieso alle, warum nicht ich" und "wer vorne mitfahren will, kann das nicht ohne Doping" zeugen höchstens von einer tieffliegenden Hemmschwelle.

Denken die Athleten eigentlich an die Zeit nach ihrer Karriere? Es sollte doch selbst für einen 20-25-jährigen klar sein, dass viele Substanzen nicht wirklich gesundheitsfördernd sein können. Aber da tragen die Chemiker, die den Zugang zu diesen Substanzen erst ermöglichen, eine noch größere Mitschuld.

Gast
Geschrieben

Denken Raucher ernsthaft darüber nach, dass nach 30 Jahren Konsum ihr Lungenkrebsrisiko schon ziemlich hoch ist? Dass 98% der Herzinfarktpatienten unter 40 Jahren Raucher sind? Das ist sogar legal, man verbessert durch Rauchen weder seine Leistungsfähigkeit im Job noch bekommt man am Ende des Tages ein Preisgeld dafür. Die Medikamente die dort eingenommen werden z.B. Epo führt zwar zu einem erhöhten Thromboserisiko während der Wirkdauer von einigen Wochen, langfristig ist das Risiko aber im Vergleich zu ein paar Schachteln Marlboro gering.

Im Leben geht jeder Risiken ein, und was einem diese Risiken wert sind ist immer Ansichtssache. Wenn du 20 bist, keinen Schulbabschluss hast weil du immer nur auf der Straße mit dem Fahrrad unterwegs warst dann siehst du darin eben auch deine Chance später mal einen M3 zu fahren und keinen alten Dacia. Wenn dir der Trainer einredet das Zeug wäre nicht schlimm glaubst du das, die anderen nehmen es ja auch.

Deshalb mein Plädoyer:

Macht zwei Ligen auf, jeder Sportler entscheidet sich freiwillig wo er mitspielt. Dann kann man auch nach ein paar Jahren ganz klar zeigen, welche Liga langfristig gesünder ist und welche nicht. Klingt jetzt sehr hart nach Menschenversuchen, aber momentan sind einfach alle Leistungssportler ungeschützt. Mit der offenen Entscheidung für oder gegen Doping mit allen Konsequenzen überlegen die Sportler mehr, man rückt die Thematik durch die bewusste und öffentliche Entscheidung ins Rampenlicht und die Öffentlichkeit hat auch klar die Möglichkeit Stellung zu beziehen was sie eigentlich sehen will und wofür sie bezahlen möchte in Form von Werbegeldern, Prämien etc.!

Gast Wiesel348
Geschrieben

Lance Armstrong ist bestimmt einer der besten Radfahrer, die es je gab.

So wie es aussieht, hatte auch er Doping nötig. Wie übrigens Merckx auch.

Ich denke, würde Armstrong das Doping zugeben und die ganze Geschichte aufdecken, würde sein Ansehen sicher steigen. So aber zerfällt sein Nimbus und die einzige Erinnerung an ihn wird sein, dass er einer der grössten Betrüger in der Sportgeschichte war.

Letztlich bin ich klar der Meinung, dass Doping bekämpft gehört und zwar mit aller Konsequenz.

Atombender
Geschrieben

Bei Nikotin besteht aber eine seelische und körperliche Abhängigkeit. Die meisten Raucher wissen, dass ihre Sucht in keinster Weise für sie selbst fördernd ist und trotzdem kommen sie irgendwie nicht davon los (als Nichtraucher finde ich das eher unverständlich). Der Doper kann dagegen immer noch frei entscheiden ob er an der Panscherei teilhaben will oder nicht, der Gedankengang ist ja ein anderer und eher "verständlich".

Gibt's Untersuchungen über die körperliche Abhängigkeit gewisser Dopingpräparate?

Gast
Geschrieben

Zumindest die Medikamente darunter sollten keine echte Abhängigkeit auslösen, maximal das gute Gefühl leistungsfähiger zu sein.

Aber wenn dir Nikotin nicht gefällt: Alkohol hat auch mehr negative als positive Seiten! Und das auch in einem Bereich, in dem es noch keine Abhängigkeit gibt. Zu schnelles Autofahren gibt einem einen Kick, das Risiko für einen selbst ist dabei aber ebenfalls erhöht, einen wirklichen Gewinn hat man nicht, beim Doping evtl. schon....

Auf Vernunft zu plädieren ist der falsche Weg. Für die meisten unter diesen Leistngssportlern ist es höchst vernünftig Doping zu betreiben. Leistungssport ohne Doping auf diesem Niveau ist langfristig nahezu genauso schädlich. Und dann erhöhen sie eben ihre Siegchancen und damit den Gewinn eben lieber signifikant durch Doping als dass sie sich ruiniert haben und eben doch immer nur als 90. die Tour beendet haben. :wink:

IronMichl
Geschrieben

Interessante Ansichten.

Was ist Doping?

Zuhilfenahme von verbotenen Mitteln und Methoden.

Und nun gehen die Einen nach St.Moritz Ins Höhentrainingslager und der Andere geht zum Doc Blut abzapfen welches mechanisch mit roten Blutkörperchen angereichert wird.

Um bei Lance Armstrong zu bleiben.

Wenn er sich auch nur ein bisschen retten mag bleibt ihm nun nur noch die Flucht nach vorne.

Beispiele gibts genug.

Selbst die deutsche Radsportlegende Rudi Altig (Spitzname "Rollende Apotheke") hat Doping zugegeben.

In der Neuzeit E. Zabel usw usw.

Ganz schlecht stehen diejenigen da welche sich "ewig" verleugnet haben.

Michl

PS: Es fallen auch Fußballer auf'm Spielfeld um, Eiskunstläufer legen sich für immer auf's Eis, Pferde werden ja auch ........ usw usw.

Also quer durch alle Sportarten.

Kor1987
Geschrieben

Ohne Dopingmitteln würde kein Radsportler alle Staffeln schaffen können.

IronMichl
Geschrieben
Ohne Dopingmitteln würde kein Radsportler alle Staffeln schaffen können.

Du meinst die TdF?

Das geht schon.

Allerdings dann nicht in DEN Zeiten welche die Jungs da fahren.

Da wird der Schnitt um 1-2km/h sinken.

Kor1987
Geschrieben
Der Doper kann dagegen immer noch frei entscheiden ob er an der Panscherei teilhaben will oder nicht, der Gedankengang ist ja ein anderer und eher "verständlich".

Gibt's Untersuchungen über die körperliche Abhängigkeit gewisser Dopingpräparate?

Vllt. doch nicht frei entscheiden..

Was, wenn alle anderen Doping nehmen und sein Trainer selbst zwingt, irgendwelche Dopingmitteln zu nehmen?

Der Druck ist enorm und man entscheidet sich gegen Doping, dann muss man im schlimmsten Fall seine Karriere endgültig aufgeben, denn man kann mit 99,99% davon ausgehen, dass gedopte Leistungssportler einfach viel mehr reißen können als Sportler ohne Dopingmitteln.

Ich kann mir vorstellen, dass eher diese Sportler ohne Doping ausgelacht werden und irgendwann mal aus ihren Teams gefeuert werden.

CP
Geschrieben
Deshalb mein Plädoyer:

Macht zwei Ligen auf, jeder Sportler entscheidet sich freiwillig wo er mitspielt. Dann kann man auch nach ein paar Jahren ganz klar zeigen, welche Liga langfristig gesünder ist und welche nicht. Klingt jetzt sehr hart nach Menschenversuchen, aber momentan sind einfach alle Leistungssportler ungeschützt. Mit der offenen Entscheidung für oder gegen Doping mit allen Konsequenzen überlegen die Sportler mehr, man rückt die Thematik durch die bewusste und öffentliche Entscheidung ins Rampenlicht und die Öffentlichkeit hat auch klar die Möglichkeit Stellung zu beziehen was sie eigentlich sehen will und wofür sie bezahlen möchte in Form von Werbegeldern, Prämien etc.!

Medizinisch bestimmt eine interessante Vergleichsstudie, aber welches Unternehmen will bitteschön die Dopingwettkämpfe unterstützen? Die Pharmabranche?

"XY läuft mit unserem Präparat. Nehmen Sie unser Präparat ein, dann laufen Sie wie XY!" O:-)

Am besten die Unternehmen sehen von vorneherein von Werbung für solche Sportler und Veranstaltungen wie die Tour de France ab. Ich bin zum Beispiel schon lange kein Kunde der Telekom mehr, also gibt es von mir kein Geld dafür.

Ob Doper sich selber schaden oder nicht ist mir übrigens ziemlich egal. Selber schuld. Mir geht es da mehr um den Fairplaygedanken.

Gast
Geschrieben
Medizinisch bestimmt eine interessante Vergleichsstudie, aber welches Unternehmen will bitteschön die Dopingwettkämpfe unterstützen? Die Pharmabranche?

"XY läuft mit unserem Präparat. Nehmen Sie unser Präparat ein, dann laufen Sie wie XY!" O:-)

Am besten die Unternehmen sehen von vorneherein von Werbung für solche Sportler und Veranstaltungen wie die Tour de France ab. Ich bin zum Beispiel schon lange kein Kunde der Telekom mehr, also gibt es von mir kein Geld dafür.

Ob Doper sich selber schaden oder nicht ist mir übrigens ziemlich egal. Selber schuld. Mir geht es da mehr um den Fairplaygedanken.

Ich bin mir sicher es gäbe Sponsoren für solch ein Spektakel, und es gäbe weitaus mehr Zuschauer bei den Dopolympics als bei den normalen bis es irgendwann verboten wird wie Zigarettenwerbung. Es ist doch in der Natur des Menschen bzw. zumindest bei einem großen Teil der Menschheit, dass sie das Extreme sehen wollen. Wenn da dann 6 super gedopte die 100 Meter plötzlich in 7 Sekunden laufen finden es (fast) alle geil. So wie dicke falsche Brüste oder die Geißens.

Und für diverse leistungssteigernde Mittel wird ja auch jetzt Werbung gemacht oder sie werden zumindest sehr gut verkauft, der gesamte Bereich Nahrungsergänzung, ob nun bei Magnesium bei Aldi angefangen bis hin zu Kreatininpulver im Fitness Studio...dann gibts eben auch Werbung für Testogel...die haben übrigens bereits jetzt schon teils ganz ansprechende Plakate und Logos.

http://drugline.info/img/drug/testogelv-50-mg-18276_1.jpg

Schlesser96
Geschrieben
Lance Armstrong ist bestimmt einer der besten Radfahrer, die es je gab.

So wie es aussieht, hatte auch er Doping nötig. Wie übrigens Merckx auch.

Ich denke, würde Armstrong das Doping zugeben und die ganze Geschichte aufdecken, würde sein Ansehen sicher steigen. So aber zerfällt sein Nimbus und die einzige Erinnerung an ihn wird sein, dass er einer der grössten Betrüger in der Sportgeschichte war.

Letztlich bin ich klar der Meinung, dass Doping bekämpft gehört und zwar mit aller Konsequenz.

Dass sein Ansehen nicht gerade steigt ist schon möglich, aber die Aura wird er immer behalten. Ich kenne jemanden, der durfte mal sein Tour-Rad probefahren. Als er es mir erzählt hat, hätte er ohne Ohren rundum gegrinst. Und alle, denen er es erzählt hat, waren beeindruckt. Also das Magische ist schon noch da ;) (er arbeitet übrigens bei einem grossen Rad-Blatt)

Zu der Aberkennung der Titel würde ich sagen, dass das ein totaler Schwachsinn ist. Denn, wie ja schon gesagt, dopen ja fast alle (eigentlich alle) Spitzenfahrer mehr oder weniger. Da werden sie mit dem Aberkennen nicht fertig.

CP
Geschrieben
Ich bin mir sicher es gäbe Sponsoren für solch ein Spektakel, und es gäbe weitaus mehr Zuschauer bei den Dopolympics als bei den normalen bis es irgendwann verboten wird wie Zigarettenwerbung. Es ist doch in der Natur des Menschen bzw. zumindest bei einem großen Teil der Menschheit, dass sie das Extreme sehen wollen. Wenn da dann 6 super gedopte die 100 Meter plötzlich in 7 Sekunden laufen finden es (fast) alle geil. So wie dicke falsche Brüste oder die Geißens.

Ich denke schon, dass es den Unternehmen schaden würde, denn sie wären permanent unter Beschuß der Presse. Das wirkt auch auf die Konsumenten. Schau Dir Opel an. Wer weiß wieviel Verlust an Marktanteil man dort alleine wegen der ständigen öffentlichen Querelen zu verzeichnen hat. Und das obwohl Astra und Insignia an sich brauchbare Produkte sind. So viele Anzeigen können die gar nicht schalten, wie durch die Berichterstattung an Image wieder kaputt gemacht wird.

Es mögen also im Endeffekt viele Leute eine solche Veranstaltung anschauen, trotzdem könnte sich das Sponsoring einer solchen Veranstaltung quasi per Sekundäreffekt nachteilig für die Unternehmen auswirken.

Ich kann das nur vermuten, halte so ein Paradoxon aber für möglich.

Überhaupt halte ich Sportsponsoring, gerade auch von den vielen einzelnen mittelmäßig bekannten Sportlern, für maßlos in der Wirkung überbewertet. Was hat es Lancia gebracht, dass Frau Friesinger mal Werbung für die gemacht hat? Oder interessiert es irgendjemanden, welches Muesli Herr Busemann mal beworben hat?

Vielleicht bringt es was bei absoluten Superstars wie Steffi Graf, aber sonst geht doch die Masse solcher Werbungen im medialen Grundrauschen völlig unter.

Edit:

Und für diverse leistungssteigernde Mittel wird ja auch jetzt Werbung gemacht oder sie werden zumindest sehr gut verkauft, der gesamte Bereich Nahrungsergänzung, ob nun bei Magnesium bei Aldi angefangen bis hin zu Kreatininpulver im Fitness Studio...dann gibts eben auch Werbung für Testogel...die haben übrigens bereits jetzt schon teils ganz ansprechende Plakate und Logos.

http://drugline.info/img/drug/testogelv-50-mg-18276_1.jpg

Aber die ganzen Schwergewichte, die nichts direkt mit solchen Mitteln zu tun haben, würden wegfallen. Glaubst Du, dass so ein Testogelhersteller ganze Branchen wie die Automobilindustrie oder die Telekommunikation ersetzen könnten und dass man damit ein Großereignis wie Olympia finanzieren könnte? Ich bezweifele das.

Atombender
Geschrieben

Siehst du, ich musste eben ganz kurz überlegen, wer denn Frau Friesinger und Herr Busemann waren :D Wobei erstere ja noch den Vorteil hat, in gewissen Magazinen ihren freien Körper zur Schau zu stellen. Ansonsten waren beide Athleten eher in Randsportarten beschäftigt, da nimmt man jeden Euro mit.

Armstrong wäre durchaus so ein Superstar wie Steffi Graf. Sich mit dem Produkt zu identifizieren ist dann eine andere Sache. Bei manchen passt es sehr gut (Federer = Rolex, Mercedes), bei manchen eher weniger (Nadal = Richard Mille, Kia???)

Die Tour de France hat ja in ihrer Historie schon viele nennenswerte Dopingfälle gehabt, aber jetzt sind praktisch die letzten 15 Jahre zu einer Farce geworden, wo bleibt da noch der ideelle Wert? Dichtmachen und die Tour de France für Automobile wieder aufleben lassen!

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