Jump to content
EUROPAS GROßE
SPORTWAGEN COMMUNITY

Chris Harris über die Ferrari-Presse-Politik


Sveni

Empfohlene Beiträge

Geschrieben
2. Wenn es den Journalisten nicht paßt, sich diesen Vorgaben anzupassen, haben sie zwei Möglichkeiten:

a) sie testen dann eben den Ferrari nicht.

B) sie gehen zu einem Händler, kaufen sich den 458 und können dann testen bis zum abwinken.

Variante B würde mir persönlich grundsätzlich am besten gefallen. Denn die Tests von manipulierten Fahrzeugen nervt einfach nur. Wozu sollen sie gut sein? Tests von Produkten die man nicht kaufen kann. Das ist absurd.

Ich würde sofort den doppelten Preis für die einschlägigen Fachmagazine zahlen wenn sie fakefrei wären.

Jetzt registrieren, um Themenwerbung zu deaktivieren »
  • Antworten 68
  • Erstellt
  • Letzte Antwort
Geschrieben
das steht wo genau im Text?

Ich vermute master_p spielt auf folgende Textpassage an:

How Ferrari spinsWhat are those laws? Apart from the laughable track test stuff, as a journalist you are expressly forbidden from driving any current Ferrari road car without permission from the factory. So if I want to drive my mate's 458 tomorrow, I have to ask the factory. Will it allow me to drive the car? No: because it is of "unknown provenance," i.e. not tuned. I'm almost tempted to buy a 458, just for the joy of phoning Maranello every morning and asking if its OK if I take my kid to school.
Geschrieben

Ich denke mal dass er keinen privaten Ferrari fahren "darf" um danach einen Testbericht über ihn zu schreiben.

Wie sollte sonst James May oder Jeremy Clarkson privat einen Ferrari fahren dürfen?

Und noch viel schlimmer: Die fahren privat Ferrari, äußern sich in der Show zu ihren Ferraris und die BBC bekommt trotzdem immer noch Ferraris für TopGear.

Geschrieben

Das hat einen ganz einfachen Grund, günstigere Werbung bekommt man in der Branche nirgends, höchstens noch bei "Wetten, dass?".

Geschrieben
Und noch viel schlimmer: Die fahren privat Ferrari, äußern sich in der Show zu ihren Ferraris und die BBC bekommt trotzdem immer noch Ferraris für TopGear.

Naja bis auf den 599 GTO ist für Jeremy auch jeder Ferrari gleichzusetzen, wenn nicht höher zu setzen, als Gott.

Geschrieben

Top Gear ist in erster Linie eine Unterhaltungssendung, wer die drei zu 100% ernst nimmt, dem ist nicht mehr zu helfen. EvoTV und Fifth Gear sind da weit objektiver aber eben auch langweiliger. In einer TG Folge meinte Hammond mal, dass er nicht wüsste was Drehmoment (Torque) bedeutet und ich glaub ihm :D

Geschrieben
Naja bis auf den 599 GTO ist für Jeremy auch jeder Ferrari gleichzusetzen, wenn nicht höher zu setzen, als Gott.

Naja, in seiner letzten DVD kürt er aber den SLS zu seinem neuen absoluten Liebling und best car of the show und das obwohl er Zonda R, Superleggera, GT3 RS, Atom V8 und 458 in der DVD testet.

Geschrieben

Es gibt betimmt 10 Supersportwagen die zufälligerweise

alle in 3,9 sec von 0 auf 100km/h beschleunigen.

Diese Werte wurden Verlagsintern, zumindest bei einer

Stuttgart Verlagsgruppe, entsprechend "manipuliert".

Genauso häufig passierte das in anderen Klassen. (4,9-5.9-6.9) :wink:

Im Vergleich zu anderen Branchen ist dieses "Gemauschel", egal ob

von der Presse oder der Automobilindustrie, noch harmlos.

Geschrieben

Bei den 0-100 Werten nähert man sich allerdings auch immer mehr einem physikalischen Limit. Wenn ich mich an die Zeiten erinnere, wo diese Werte anfingen, mich zu interessieren, da waren die besten Strassenautos zwischen fünf und sechs Sekunden. Inzwischen haben traktionsfördernder Allradantrieb, elektronische Regelsysteme, bessere Reifen und eine ungefähre Verdoppelung der Motorleistung die Zeiten auf drei bis vier Sekunden verbessert. Mehr als eine weitere halbe Sekunde innerhalb der nächsten 20 Jahre halte ich für unwahrscheinlich. Eigentlich ist die Beschleunigung recht bedeutungslos geworden. Die praktische Beschleunigung bis 100 hängt eigentlich nur noch von der Effizienz der Regelsysteme oder der Kunst des Fahrers ab.

Warum sollten Verlage bei diesem Wert mauscheln? Vor allem, weshalb sollten sie manipulativ .9 Werte angeben?

Geschrieben
Vor allem, weshalb sollten sie manipulativ .9 Werte angeben?

Warum findet man in Geschäften die Preisauszeichnung 0,99 ; 1,99 ; 2,99 .... usw?

Anzeige eBay
Geschrieben
Geschrieben

Hallo Sveni,

 

schau doch mal hier zum Thema Zubehör für Ferrari (Anzeige)? Eventuell gibt es dort etwas Passendes.

  • Gefällt Carpassion.com 1
Jetzt registrieren, um Themenwerbung zu deaktivieren »
Geschrieben
Bei den 0-100 Werten nähert man sich allerdings auch immer mehr einem physikalischen Limit. Wenn ich mich an die Zeiten erinnere, wo diese Werte anfingen, mich zu interessieren, da waren die besten Strassenautos zwischen fünf und sechs Sekunden. Inzwischen haben traktionsfördernder Allradantrieb, elektronische Regelsysteme, bessere Reifen und eine ungefähre Verdoppelung der Motorleistung die Zeiten auf drei bis vier Sekunden verbessert. Mehr als eine weitere halbe Sekunde innerhalb der nächsten 20 Jahre halte ich für unwahrscheinlich. Eigentlich ist die Beschleunigung recht bedeutungslos geworden. Die praktische Beschleunigung bis 100 hängt eigentlich nur noch von der Effizienz der Regelsysteme oder der Kunst des Fahrers ab.

Warum sollten Verlage bei diesem Wert mauscheln? Vor allem, weshalb sollten sie manipulativ .9 Werte angeben?

Weil die Fachpresse bei uns selbst die Beschleunigung von 0-100 als "Prestigewert" bezeichnet.

Bei den Amis ist dies die 1/4 Meile. Ein Bekannter von mir war Chefredakteur bei AMS, ich weiß

schon wie das läuft.......

Geschrieben
Ich hab hier irgendwie gerade das Gefühl, dass diverse Leute aneinander vorbeireden und vor allem auch am ursprünglich geschriebenen Text.

Es geht weder darum, dass es bei Ferrari besondere Pressewagen gibt - das macht jeder. Es geht auch nicht darum, dass sich die Journalisten jetzt nur noch fahrradfahren soll, um objektiv zu berichten. Und ich denke für einen guten Journalisten mit viel Erfahrung ist ein VIP-Trip auch angenehm - und ganz ehrlich, keiner von uns würde verzichten.

Es geht vielmehr darum, dass Ferrari etwas vorschreibt, was bis ins Privatleben geht. Wenn ich einen Ferrari teste, dann darf ich KEINEN Ferrari privat fahren, ohne um Erlaubnis in Maranello zu bitten. Und dann will Ferrari schon im Vorhinein wissen, was mit den Wagen geschieht, um für jede Art von Test einen eigenen Vorführwagen zu schicken.

Das ist das, was er primär anprangert. Und man kann auch nicht sagen, warum hat er damit 4 Jahre gewartet. Das ganze ist eben jetzt übergekocht bei ihm. Am Anfang war's sicherlich nur das gutgehende Pressefahrzeug, dann die unterschiedlichen Pressewagen für unterschiedliche Tests und dann waren's die privaten Einschränkungen die bei ihm das Fass zum überlaufen gebracht haben. Er hat seinen Ferrari verkauft und diesen Text geschrieben.

Klar kann jetzt jemand kommen und sagen "dann testet halt keinen Ferrari mehr" oder sowas realitätsfernes wie "kann sich doch jede Redaktion einen Ferrari kaufen und den dann testen, wie sie wollen". Auch in der Verlags-/Journalistenbranche gibt es Druck und das nicht zu knapp. Und wenn ein Magazin überleben will, dann braucht es eben Testfahrzeuge. Nur wenn ein Magazin diese völlig übertriebenen und überzogenen Anforderungen nicht mitmachen will, dann geht es (im Notfall) pleite. Und warum? Nur weil jemand Integrität bewiesen hat. Daher würde ich mich freuen, wenn die Verlage Druck auf Ferrari ausüben. Hier kann man nur zusammen etwas erreichen. Denn wenn keiner mehr über Ferrari schreibt, dann wird es brenzlich. Leider ist so eine Integrität aber nur bei sehr wenigen Verlagen und Journalisten zu finden und daher wird es immer einen geben, der sich unterwirft. Weil man es sich eben nicht leisten kann solche Wagen nicht zu testen und Leser zu verlieren.

Das sind die Probleme. Aber dem Leser, der die Zeitschrift Evo genau liest, wurde das Procedere von Ferrari bereits zuvor häufig genug mitgeteilt. Ich erinnere Vergleichstets, bei denen Ferrari nicht nur das Auto, sondern auch noch 2 Servicemechaniker mit voller Ausrüstung zur Verfügung gestellt hat, um u.a. jeweils die geeigneten Reifen aufzuziehen etc. Evo hat das nicht verschwiegen, man muss nur genau lesen.

...und das, was Ferrari macht, geht über ein penibel eingestelltes Pressefahrzeug weit hinaus. Denn mit letzterem werden alle Übungen absolviert, ohne dass nach jeder Übung wieder Einstellarbeiten durch Werkstechniker vorgenommen werden, von dem Verbot des Testens privater Fahrzeuge mal ganz zu schweigen.

Geschrieben

Nur mal kurz so nebenbei:

Als ich bei BMW mein Praktikum in der PR-Abteilung machte, wurden Fotos vom neuen 3er vorbereitet. Mit dem Entsetzen eines damals noch jung-naiven und unerfahrenen Praktikanten musste ich mitansehen, wie handelsübliche Backsteine in den Kofferraum des 3er gelegt worden waren, damit er auf den Pressefotos tiefer und sportlicher ´rüberkam.

Das war und ist wohl Usus! :oops::-(((°

Geschrieben
Nur mal kurz so nebenbei:

Als ich bei BMW mein Praktikum in der PR-Abteilung machte, wurden Fotos vom neuen 3er vorbereitet. Mit dem Entsetzen eines damals noch jung-naiven und unerfahrenen Praktikanten musste ich mitansehen, wie handelsübliche Backsteine in den Kofferraum des 3er gelegt worden waren, damit er auf den Pressefotos tiefer und sportlicher ´rüberkam.

Das war und ist wohl Usus! :oops::-(((°

Das mit den Gewichten ist nichts neues. War früher in der Autofotografie gang und gäbe... Das macht nicht nur BMW so, sondern auch andere Hersteller deren Fahrzeuge so "tiefer" gelegt werden.

Maximum war bisher mal 200 kg auf der Vorderachse damit er da weiter runter kommt...oder wenn das nicht gemacht wird, legt man das Auto in der Postproduction tiefer (wo übrigens auch Spaltmaße perfekt gemacht werden usw.)

Geschrieben
Nur mal kurz so nebenbei:

Als ich bei BMW mein Praktikum in der PR-Abteilung machte, wurden Fotos vom neuen 3er vorbereitet. Mit dem Entsetzen eines damals noch jung-naiven und unerfahrenen Praktikanten musste ich mitansehen, wie handelsübliche Backsteine in den Kofferraum des 3er gelegt worden waren, damit er auf den Pressefotos tiefer und sportlicher ´rüberkam.

Das war und ist wohl Usus! :oops::-(((°

Die Autos werden auch für Messen speziell verbreitert und tiefer gelegt. Das ist längst gängige Praxis. Bei allen Herstellern.

Geschrieben
Die Autos werden auch für Messen speziell verbreitert und tiefer gelegt. Das ist längst gängige Praxis. Bei allen Herstellern.

Doofe Frage: Warum das alles?

Warum bauen sie das Auto dann eigentlich nicht gleich so? X-)

Geschrieben
Doofe Frage: Warum das alles?

Warum bauen sie das Auto dann eigentlich nicht gleich so? X-)

Weil´s sich beschissen fährt. Genau wie diese riesigen Felgen auf Skizzen und Concept-Cars.

  • 4 Wochen später...
Geschrieben

Chris Harris ist wirklich top und ich feiere seine offene und ehrliche Art. :-))!

EVO ist inzw. eh so stark, dass man sicher genug "User-Cars" bekommt und der Besitzer von EVO hat sich einen FF bestellt.

Ich war von dem Bericht schon erschüttert, denn wie Harris bereits schrieb fragt man sich doch, ob Ferrari so etwas überhaupt nötig hat :???:

@need4speed,

haste auch damals gelesen, dass Ferrari den Jungs von EVO nen 599 GTO vorenthalten hat für COTY 2010, weil damit klar gewesen wäre, dass einer der Ferraris auf jedenfall nicht siegen würde.

Das musste ich zwemal lesen und war immer wieder aufs Neue empört.

Und nen User 599 GTO konnten sie auch nicht holen, weil Ferrari sonst den 458 Italia verwehrt hätte.

traurige Ferrariwelt :(

  • 1 Jahr später...
Geschrieben

Ist zwar schon ein etwas älterer Thread, aber es gibt ein recht aktuelles Video das hier nicht fehlen sollte.

The finance payments were too much, someone offered me good money for it, so I sold the Porsche. 599 values have hit the skids in the UK, Ferrari won't let me drive its cars any more, and I miss driving them so I bought, a 599. It's fast.

Archiviert

Dieses Thema ist archiviert und für weitere Antworten gesperrt. Erstelle doch dein eigenes Thema im passenden Forum.


×
×
  • Neu erstellen...