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benelliargo

Rahmengenähte Schuhe

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benelliargo
Erster Beitrag:
Letzter Beitrag:

Nachdem die Inspektion bezahlt und der Spyder vollgetankt ist habe ich noch etwas Luft und mache mir Gedanken meinen Schuhstall umzustellen.

Ich finde diese Rahmengenähten sehr interessant. Sind auch schon in akzeptablen Preislagen zu bekommen (etwa wie Loyd).

Habe mir mal 1 Paar in der Anfangspreislage zugelegt. Wer von Euch hat Erfahrungen damit? Kauf, Versand, Pflege, Vor- und Nachteile, Tipps und und und.

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double-p
Geschrieben

"Muss man nicht haben".

Verwechlst Du einen Mass-Schuh mit reiner Rahmen-Naht?

(ja, auch das gibt's)

Was nicht mit "Abmassung" anfaengt, ist kein Highend-Schuh.

Die eigentliche Fertigung ist nicht zwingend dringend. So to say.

benelliargo
Geschrieben

Verwechlst Du einen Mass-Schuh mit reiner Rahmen-Naht?

(ja, auch das gibt's)

Nein ich verwechsle das nicht!

Es geht um den Unterschied zwischen traditioneller Fertigung (rahmengenäht) und aktueller Fertigung (vulkanisiert).

R-U-F
Geschrieben

Von was sprichst du da bitte? :D

benelliargo
Geschrieben

Das unterscheidet jetzt einen Maserati- von einem Ferrarifahrer! :D

double-p
Geschrieben

Die "durchnaehung" von Brandsohle zu Laufsohle ist zwar klassisch.

Aber "bringen" tut das soweit nichts.

Say, ob die Brand geklebt oder genaeht ist, ist erstmal kein Unterschied.

Das ist mehr "Detail".

Es gibt "a hundred" mehr wichtigere Parameter.

R-U-F
Geschrieben
Die "durchnaehung" von Brandsohle zu Laufsohle ist zwar klassisch.

Aber "bringen" tut das soweit nichts.

Say, ob die Brand geklebt oder genaeht ist, ist erstmal kein Unterschied.

Das ist mehr "Detail".

Es gibt "a hundred" mehr wichtigere Parameter.

Hast du dir einen US Pass geholt ?? ?? Oder what? :D

double-p
Geschrieben

*auf den Kopp klopp*

Ein "passender" Schuh muss nicht vom "aussen" durchnaehen abhaengen.

cannabis
Geschrieben

Loyds sind meiner Meinung nach, ähnlich wie das berühmte Busfahrerhemd, ein absolutes No Go. Es geht nichts über ein Paar Masschuhe.

R-U-F
Geschrieben

Was seid ihr nur für dekadente Leute :D

Ferrarinarr
Geschrieben (bearbeitet)

@ R-U-F:

Ich gebe zu, einer meiner Träume wären Maßschuhe. Nicht nur, weil sie so schön sind und so gut halten, sondern auch, weil meine Fußschmerzen dann der Vergangenheit angehören würden. Letzteres denke ich mir zumindest. Maßschuhe müssen superbequem sein (getragen habe ich leider noch keine :( ).

Leider weiß ich auch nicht, welche die besten sind.

Vielleicht John Lobb, Crockett & Jones oder Edward Green, oder Laszlo Vass, Julius Harai oder Benjamin Klemann oder...(ich kenne leider nicht mehr Maßschuhmachereien, aber es ist ein schönes Thema, zumal ich mich auch immer für die Herstellung von Leder interessiert habe)

Viele Grüße,

Philipp alias Ferrarinarr

bearbeitet von Ferrarinarr
vertippt
Gast Alpinchen
Geschrieben
Was seid ihr nur für dekadente Leute :D

Dekadent wäre, wenn sie sie tragen ließen. O:-)

master_p
Geschrieben

Maßschuhe sind schon was feines. So wirklich teuer sind sie eigentlich auch nicht. Das kommt nur ein bisschen darauf an, was man genau damit will. Das teuerste daran ist die Fertigung eines Leisten genau nach dem eigenen Fuß. Danach wird dann darauf der Schuh erstellt.

Ob sich das lohnt ist vermutlich sehr individuell. Wenn jemand jeden Tag Lederschuhe trägt und immer steht - und nicht nur am Rechner sitzt - der verbraucht vermutlich auch so mindestens 2 Paar Schuhe im Jahr. Dann kann ein Maßschuh wirklich relativ günstig sein, vor allem wenn man bedenkt, dass er 100%ig passt und man darin auch locker 8-10 Stunden stehen kann. Wenn man nur ein Paar haben möchte, weil man mal Maßschuhe haben möchte, dann sind sie natürlich im Verhältnis sehr teuer. Ich würde mal für Leisten und das erste Paar im Mittelsektor so ca. 600€ veranschlagen. So als ganz, ganz grober Richtwert. Denn wie bei jeder handgefertigter Einzelanfertigung ist die Preisliste nach oben hin offen und nach unten hin eher beschränkt.

JoeFerrari
Geschrieben

Falls Du aus dem süddeutschen Raum kommst oder eh mal nach München fährst, da schau mal bei Eduard Meier vorbei

http://www.edmeier.de/

M.E. einer der bekanntesten Schuh-Macher in Deutschland. Preiswerter soll es ja immer noch in Ungarn gehen.

Und im Prinzip sollte jeder orthopädische Schuh-Macher einen solchen Schuh herstellen können, denn das ist ja nunmal sein eigentliches Handwerk.

Lloyds geht dagegen gar nicht. Eine gute, klassische Alternative wären Alden Schuhe (http://www.aldenshop.com/), aber nicht preiswerter als massgefertigte Schuhe.

matelko
Geschrieben

Ein echter Rahmen genähter Schuh ist eine Frage des Stils. Und der Haltbarkeit (sofern wir von Lederschuhen reden). Meine Schuhe habe ich durchschnittlich 10 Jahre, die sind bei entsprechender Pflege einfach unkaputtbar. Allenfalls die Absätze und die Decksohlen müssen von Zeit zu Zeit erneuert werden. Allerdings sind das keine Lloyd, denn die haben einen fürchterlichen Tragekomfort (erzähl mir bitte keiner, die müssen "eingetragen" werden - sehr gute Schuhe brauchen sowas nicht, siehe auch letzter Abschnitt). Und auch in Sachen Verarbeitung gibt es wirklich bessere Schuhe als solche von Lloyd. Mein Favorit sind van Bommel Schuhe, wenn es um den täglichen Gebrauch geht. Extrem haltbar, sehr angenehm z.B. auf harten Böden (Stadtbummel, Messe, etc.), und das vom ersten Tag an. Bei US Aufenthalten bevorzuge ich Schuhe von Heinrich Dinkelacker, da sie sehr fest (nicht hart!) und dadurch die vor allem in den USA so häufig anzutreffenden Hochflorteppiche deutlich angenehmer zu ertragen sind. Darüberhinaus bevorzuge ich vor allem im geschäftlichen Verkehr maßgefertigte Schuhe. Die stammen von "meinem" Schuhmacher. Er hat zwar keinen international klingenden Namen, aber einen Ruf, der Kunden im Umkreis von bis zu 200 km anzieht.

Zum Thema Pflege: Dazu gehört nicht nur Putzen. Auch eine Ruhepause sollte man seinen Schuhen gönnen. Wer täglich (z.B. im Beruf) gute Schuhe trägt, sollte zumindest zwei Paar Schuhe haben und diese abwechselnd tragen (mehrere Paar Schuhe sind natürlich noch besser). Desweiteren gehören auch ordentliche Spanner dazu. Bitte keine Plastikspanner, Holz sollte es schon sein. Denn das Holz nimmt Feuchtigkeit auf, was ganz wichtig für die Lebensdauer des Leders ist: überläßt man die Schuhe nach dem Tragen ohne Spanner ihrem Schicksal, versprödet vor allem das Obermaterial sehr schnell. Wer es wirklich gut mit seinen Schuhen meint, sollte Schuhspanner aus Zedernholz wählen, die in Länge und Breite verstellt werden können. Und bei der Schuhcreme bitte keine Silikon-haltigen Präparate nehmen. Die sind zwar billiger und versprechen einen höheren Glanz bei weniger Putz-Aufwand, aber damit macht man das Leder nicht geschmeidig, da es vom Leder nicht aufgenommen wird. Ergo pflegt es das Leder nicht. Aus selbigem Grund sollte man seine Schuhe zum Putzen auch nicht in unbekannte Hände geben (z.B. in Hotels). Ebenso sind die automatischen Schuhputzer zu meiden. Wer weiß schon, mit welchen Ingredienzen die verwendeten Mittelchen versetzt sind...

Letzter Punkt: Versand. Um Himmels Willen! Bitte Schuhe grundsätzlich anprobieren! Dazu sollte man sich schon ein bißchen Zeit nehmen und idealerweise einen kleinen Parkours laufen. Ein guter Schuhfachverkäufer sieht(!) dann auch, wo es demnächst drücken wird und weiß um wirkungsvolle Abhilfen, bevor ein solches Problem entsteht. Schuhe aus dem Versandhandel sind so ziemlich das Schlimmste, was man seinen Füssen antuen kann.

hugoservatius
Geschrieben

Ich bin echt irritiert, der eine berichtet ständig über seine gefühlt ca. 30 High-End-Autos und weiß nicht, was rahmengenähte Schuhe sind, der andere empfiehlt Ed. Meier und schreibt etwas über orthopädische Schuhe und dann wird auch noch die Fa. Lloyd erwähnt!!!

Bei anständigen Schuhen unterscheidet man drei Kategorien:

Die einfacheren, z. B. Ed. Meier, werden in namenlosen Fabriken nach einem vernünftigen, aber nicht gerade besonderen Standart hergestellt, die Mittelklasse wie z. B. Crockett & Jones; früher Church, bevor Prada die Marke ruinierte; Alden; Allen Edmonds; Dinkelacker (gehört u. a. den Herren Wiedeking, Härter und Hunger...); Kuckelkorn; Ludwig Reiter; Trickers; etc.; alles gute Schuhe, die bei entsprechender Pflege sehr lange halten, nicht wirklich teuer sind und schöne Modelle haben und der Oberklasse, z. B. John Lobb (gehört zu Hermès), Julius Harai, Klemann, New and Lingwood, die "Serienschuhe" bzw. Maßschuhe bester Qualität herstellen.

Schuhe bestellen ist völlig unmöglich, Schuhe muß man mind. eine halbe Stunde lang anprobieren, das Leder muß warm werden und man muß den Schuh spüren.

Je nach Fußform fängt man mit einem Mittelklasseschuh an, probiert verschiedene Modelle, gewöhnt sich an das völlig andere Gefühl, später kauft man sich dann das erste Paar richtig guter Schuhe, bevor man dann zum Maßschuh übergeht; ist eine ziemlich langwierige Geschichte, ich trage seit meinem siebzehnten Lebensjahr nur rahmengenähte Schuhe und mittlerweile, bis auf die Sommermonate, in denen ich Tod's und Gucci-Loafer bevorzuge, fast nur noch Ludwig Reiter (perfekter Leisten, sehr gute Verarbeitung), John Lobb oder aber Maßschuhe, lieber einen Fiat Cinquecento in der Garage und drei Paar Maßschuhe im Schuhschrank als einen Ferrari und Lloyd-Schuhe.

Mein Großvater pflegte immer zu sagen: Schau' bei einem Herrn auf die Schuhe und das Hemd, der Rest ist unerheblich...

Lagu
Geschrieben

just my five cent´s:

Zunächst prüfe mal die Verwendung:

Komfortabler-bequemer-repräsentativer Schuh für z.B. eine Messe (als Aussteller). Würde man u.U. bei einem Schuhmacher machen lassen können.

Wenn man keinen "Problemfuß" hat, (keine Rückenprobleme - Übergewicht - Schweißfüße etc.) spricht alles für einen Qualitäts-Schuh von der Stange.

Lackierte Schuhe knicken beim allerersten Tragen. Darum im Schuhgeschäft erst mal einen lackierten Schuh biegen und verdrehen. Ein guter Schuh sieht gleich wieder gut aus. z.B. Lloydt hat zwei Preislinien. ca. 100 - 170 Euro (für den ausgelernten Bankkaufmann)............. 250 - 350 Euro für den "Vorstand".

Die teure Linie ist nicht in jedem Schuhgeschäft zu finden.

Rahmengenähter Schuh: Ein teurer Schuh ist natürlich rahmengenäht. Im Wintereinsatz sollte trotzdem nachträglich/zusätzlich eine dünne Gummisohle aufgebracht werden, da sich sonst der Schuh aufweicht und verzieht. Das wird bei den Exclusiv-Schuhmachern auf Bestellung auch so gemacht.

In Diskussion um auf Mass gefertigte Schuhe gibt es nur die Empfehlung, nach London oder Budapest zu fliegen, um dort (ggf. mehrere) Schuhe in Auftrag zu geben. Eine "Leiste" (Fußmodell) nur wegen ein paar Schuhe anzufertigen, lohnt sich nicht. (700 - 1.000 Euro pro Paar). Bedeutet: der 2. Schuh wird quasi schon "billiger".

Hat man dann solche Schuhe muss man sich sofort im klaren sein, dass so ein Schuh gepflegt werden soll, da er bei normaler Belastung, ohne richtige Pflege, wie jeder andere Schuh, schnell unansehlich ist.

(Sattelfett - Zedernholzspanner - Talkumpulver - Klimasäckchen - Wildschweinborsten-Bürsten - Microfasertücher etc. etc.). ............."Schuhe putzen ist eine beruhigende Religion"......wie Autopolieren

Grüße

Jörg

Ferrarinarr
Geschrieben

@Lagu:

Danke Dir für Deine ausführlichen Erklärungen:-))!

In bezug auf Gummisohlen habe ich nur noch eine kleine (dumme?) Frage: Das Schöne an der Ledersohle ist für mich, daß man keine Schweißfüße bekommen kann.

Wenn nun noch eine Gummisohle über die Ledersohle gemacht wird, ist der Schuh zwar wasserdicht (im Winter sehr wichtig), aber dessen Sohle leider auch nicht mehr "atmungsaktiv", nicht wahr?

Früher gab es Galoschen aus Gummi, die man einfach über die lederbesohlten Schuhe zog, wenn es regnete. So blieben Schuh und Fuß schön trocken :)

Ich habe aber komischerweise noch niemals im Leben einen Herren in galoschenüberzogenen Schuhen gesehen.

Habe ich einfach niemals genau genug hingeguckt oder sind Galoschen heutzutage einfach aus der Mode gekommen:-?

Viele Grüße,

Philipp

hugoservatius
Geschrieben

Rahmengenähter Schuh: Ein teurer Schuh ist natürlich rahmengenäht. Im Wintereinsatz sollte trotzdem nachträglich/zusätzlich eine dünne Gummisohle aufgebracht werden, da sich sonst der Schuh aufweicht und verzieht. Das wird bei den Exclusiv-Schuhmachern auf Bestellung auch so gemacht.

In Diskussion um auf Mass gefertigte Schuhe gibt es nur die Empfehlung, nach London oder Budapest zu fliegen, um dort (ggf. mehrere) Schuhe in Auftrag zu geben. Eine "Leiste" (Fußmodell) nur wegen ein paar Schuhe anzufertigen, lohnt sich nicht. (700 - 1.000 Euro pro Paar). Bedeutet: der 2. Schuh wird quasi schon "billiger".

Die dünne Gummisohle unter der Ledersohle ist ungefähr so einzuordnen wie die Kunststoffüberzüge, die (vor allem in den USA) in den siebziger und achtziger Jahren für die Front der Porsches oder Ferraris 'mal in Mode waren, das sollte man lieber lassen, da damit der komplett lederne Aufbau eines guten Schuhs konterkariert wird.

Ein guter Schuh hält auch einen Fußmarsch im Regen aus, wenn er danach auf seinem Spanner sorgfältig getrocknet wird und davor gut gepflegt wurde.

Für den Herbst und Winter sind (dünnere) Ledersohlen sowieso nicht zu empfehlen, ich trage dann immer Budapester oder Norweger mit der geschätzten Vibram-Sohle, gerne in dunkelbraunem Wildleder, die gehen auch gut zum nicht ganz so feinen Anzug.

Früher gab es Galoschen aus Gummi, die man einfach über die lederbesohlten Schuhe zog, wenn es regnete. So blieben Schuh und Fuß schön trocken :)

Ich habe aber komischerweise noch niemals im Leben einen Herren in galoschenüberzogenen Schuhen gesehen.

Dann mußt Du Dich mit mir 'mal an einem überraschenderweise regnerischen Tag treffen, ich habe immer ein Paar Galoschen im Wagen, sollte mich das Wetter mit heftigen Regengüssen überraschen. Nicht sehr kleidsam, aber enorm praktisch!

Besserwisserische Grüße, Hugo, der Schuhfetischist.

Lagu
Geschrieben

Ein Schuh mit Lederbrandsohle athmet nicht (bzw. viel zu schlecht)durch die Sohle. Ansonsten könnte man ja gleich auf die Ledereinlage verzichten. Die vollgegerbte Brandsohle ist durch ihre Öle und Wachse, incl. Gerbstoffe, quasi ungeeignet für einen direkten Hautkontakt. Darum werden ja ph-neutral gegerbte Innenledereinlagen mitverarbeitet.

(Ausdrücklich schließe ich den Mokkasincharakter aus !!!!)

Heute gängig (Brooks-Handmade-London) wird beim robusten "Wetter-Budapester" auf Wunsch eine Gummisohle verarbeitet.

Über die Gartenarbeitstauglichkeit einer Ledersohle ist nicht zu diskutieren.

Handgemachte "Gummistiefel" für den "jagenden Lord", haben ebenfalls eine Lederbrandsohle, plus Zusatzgummiprofilsohle und zweitem Innenlederinlet.

Nochmals, die gute (WASSERFESTE) handgenähte Voll-Ledersohle ist auch in der exclusivsten Verarbeitung nie ph-neutral und führt evtl. sogar zu Hautreizungen.

Vielleicht kann ich meinen Schuhmacher dazu überreden, in englisch mitzuschreiben.:-))!

Grüße

Jörg

TB!
Geschrieben (bearbeitet)

Ich finde diese Rahmengenähten sehr interessant. Sind auch schon in akzeptablen Preislagen zu bekommen [...]

Schuhe sind bei mir Verschleißartikel. Ich bin immer noch so unachtsam wie als kleiner Junge ... einmal im Flieger oder ein Rundgang in einer Fertigung und schon habe ich die Schuhspitzen wieder mit ein paar Schrammen versehen. Maßschuhe sind mir daher zu teuer (vielleicht sollte ich bei meinem Hang zum Ruinieren von Schuhen einmal Maßschuhe aus Pferdeleder probieren ...?).

Auch hier halte ich Maßkonfektion für einen guten Mittelweg. Beispiel: http://www.ambiorix.be/

Dort zahlt man nicht mehr für einen rahmengenähten Schuh als anderswo auch (ab ca. 350,- EUR). Aber es wird ein Fußabdruck genommen und der Schuh in den wesentlichen Parametern einem Customizing unterzogen. Man muss die Schnitte natürlich mögen ... ich finde sie akzeptabel ... 98% der Schuhe, die man sonst so im Schuhgeschäft findet, gefallen mir nicht. Meistens wirken sie für mein Empfinden zu feminin.

Den schönsten Business-Schuh bislang habe ich bei Budapester Schuhe am Ku'damm erstanden. Aber 600,- EUR für einen Schuh von der Stange aus Rindsleder ... dafür bin ich eigentlich zu arm.

Maßschuhe müssen superbequem sein (getragen habe ich leider noch keine :( ).

Sind sie nicht zwangsläufig. Jedenfalls nicht rahmengenähte. Das Tragegefühl ist sicherlich schön. Aber der Tragekomfort wird bereits durch die geringe Elastizität des Sohlenaufbaus eingeschränkt.

Deswegen trage ich die typischen Herrenschuhe eigentlich nur zu beruflichen Anlässen. In der Freizeit ziehe ich dann preiswerte Schuhe vor, bspw. komme ich mit den Slippern von Geox gut klar.

Den bequemsten Herrenschuh meines Lebens habe ich einmal in London am Flughafen gekauft. Der war von Clarks und mit einer Gummisohle ausgestattet. Die werben ja durchaus damit, dass sie orthopädisch sinnvolle Schuhe herstellen, oder? Billig war auch noch. Allerdings waren Leder und sonstige Verarbeitung miserabel, den habe ich nicht lange tragen können, da er sich bald auflöste.

bearbeitet von TB!
TB!
Geschrieben
Ich bin echt irritiert, der eine berichtet ständig über seine gefühlt ca. 30 High-End-Autos und weiß nicht, was rahmengenähte Schuhe sind, der andere empfiehlt Ed. Meier und schreibt etwas über orthopädische Schuhe und dann wird auch noch die Fa. Lloyd erwähnt!!!

[...]

lieber einen Fiat Cinquecento in der Garage und drei Paar Maßschuhe im Schuhschrank als einen Ferrari und Lloyd-Schuhe.

Nach Tiefe und Verfeinerung in den Aspekten des Lebens zu suchen, die einem wichtig erscheinen, empfinde ich als positiv.

Zu unterstellen, dass Mitmenschen die gleichen Schwerpunkte und hier wiederum die gleichen Maßstäbe wählen sollten, ist wohl eher Snobismus.

Aber das können wir ja demnächst beim Espresso im MW diskutieren ... ;-)

[...] Standart hergestellt, [...]

Ich beispielsweise finde im Sinne einer stilsicheren Außenwirkung die fehlerfreie Beherrschung der eigenen Muttersprache wichtiger als das Wissen um die Feinheiten der Schuhbekleidung ... aber ich gebe zu, das war jetzt bösartig, einen einsamen Schreibfehler ans Tageslicht zu zerren .. ;-)

Markus Berzborn
Geschrieben

Da ist schon was dran, man kann nicht in allen Bereichen so penibel sein, und man kann sich auch nicht überall gleich auskennen.

Und es wird halt auch je nach Umfeld unterschiedlich rezipiert.

Kommt man mit einem Schuh für 600 Euro an, erntet man bei dem einen Anerkennung, bei dem anderen Kopfschütteln.

Oder hat man an seinem Plattenspieler einen Tonabnehmer für mehr als 5000 Euro (um jetzt mal einen Bereich zu nennen, in dem ich mich auskenne und auch bereitwillig viel Geld ausgebe) finden das einige - sehr wenige allerdings - toll, während die meisten anderen sicher meinen, man sei reif für die Klapsmühle.

Gruß,

Markus

hugoservatius
Geschrieben
Nach Tiefe und Verfeinerung in den Aspekten des Lebens zu suchen, die einem wichtig erscheinen, empfinde ich als positiv.

Zu unterstellen, dass Mitmenschen die gleichen Schwerpunkte und hier wiederum die gleichen Maßstäbe wählen sollten, ist wohl eher Snobismus.

Aber das können wir ja demnächst beim Espresso im MW diskutieren ... ;-)

Ich beispielsweise finde im Sinne einer stilsicheren Außenwirkung die fehlerfreie Beherrschung der eigenen Muttersprache wichtiger als das Wissen um die Feinheiten der Schuhbekleidung ... aber ich gebe zu, das war jetzt bösartig, einen einsamen Schreibfehler ans Tageslicht zu zerren .. ;-)

Verehrter Herr TB!

Niemand ist genötigt die gleichen Schwerpunkte des Lebens zu haben, sollte sich dann aber auch nicht so äußern wie weiter oben geschehen! :???:

Und ein Snob zu sein, habe ich kein kein Problem, wurden doch die nicht adeligen Mitglieder englischer Clubs mit einem S.Nob. gekennzeichnet, Sine Nobilitate, und das trifft eben zu... O:-)

Recht hingegen hast Du natürlich mit der Beherrschung der deutschen Sprache, unverzeihlich, dieser Fehler, aber mir sei die Bemerkung gestattet, daß Deine Profession hier offensichtlich in ihrer ursprünglichen Form durchschlägt! :D

Freue mich aufs MW und melde mich nächste Woche,

verschnupfte Grüße, Hugo. :wink:

Gast
Geschrieben

Und ein Snob zu sein, habe ich kein kein Problem, wurden doch die nicht adeligen Mitglieder englischer Clubs mit einem S.Nob. gekennzeichnet, Sine Nobilitate, und das trifft eben zu... O:-)

Die Bedeutung sine nobilitatae kam lt. einer anderen Geschichte aber erst später dazu, angeblich war der eigentliche Ursprung "snab". Der, wie passend zu diesem Thread!, Schuhmacherlehrling und kennzeichnete als Namenszusatz in den Listen von Oxford die nicht-studentischen Mitglieder der Universität.

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