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Griechenland-Pleite

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Nub
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Hallo an Alle,

eins vorab, ich möchte hier keine Beleidigungen oder sonstwelche Theorien, sondern einfach mir ein besseres Bild der Sachlage verschaffen.

Was sind die Fehler die direkt zur Schieflage Griechenlands führten?

und meine Frage an euch,

sollte die "EU" Griechenland unter die Arme greifen?

Wenn ja, warum?

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Gast Alpinchen
Geschrieben

Die "Fehler" Griechenland sind die selben, die auch hier gemacht werden.

Zu viele Häuptlinge, zu wenige Indianer; jeder drängt darauf, dass der andere sich bewegt.

Und jeder hat Angst, zu kurz zu kommen.

Wenn man bedenkt, dass mittlerweile fast 1/4 der arbeitenden Griechen im öffentlichen Dienst beschäftigt ist, dann fasst man sich schon an den Kopf.

Es reicht nicht, zu Verwalten; man muss auch Werte schaffen.

Geld sinnvoll und und mit Verstand ausgeben, das können offensichtlich nur diejenigen, welche es selbst erwirtschaftet haben.

Ein im öffentlichen Dienst Beschäftigter macht bei Tage oftmals Dinge, für die er sich im privaten Bereich selbst einweisen würde.

Und wir sind im Begriff, das ganz genau so zu machen.

BMW-7er
Geschrieben

Die Griechen haben wie die Könige gelebt. Hast du dir mal das Rentensystem der Griechen angesehen? Die gehen im Durchschnitt mit 58 in Rente und bekommen dann monatlich wenn ich es richtig weiß 70% ihres letzten Gehalts weiter ausbezahlt.

Bis sie sterben.

Die Griechen haben eine höhere Lebenserwartung wie der Rest von Europa. Also sagen wir sie werden 85 Jahre alt... Dann bekommen die erst mal ganz entspannt 27 Jahre eine verdammt hohe Rente ausgezahlt.

Das Land stand ja schon Kopf als es hieß das Renteneinstiegsalter wird von 58 auf 60 erhoben. Da hat das ganze Land gestreikt, inkl. Flughafen.

Die haben ein Leben geführt was wo anders einfach unvorstellbar ist, im Prinzip wie kleine Könige, oder auf Griechen bezogen, wie kleine Götter.

Es war eine Frage der Zeit bis diese Bombe platzt, die zahlen kaum Steuern, bekommen zu hohe Renten etc. das kann nicht lange gut gehen. Jetzt kam halt der große Gau, bzw. ist gerade noch abzuwenden.

Ich finde es eine Katastrophe die seinesgleichen sucht das wir die Griechen unterstützen. Das wird genau die gleiche Scheiße wie mit den Banken. Wenn es eine auf die Bretter haut rennt der nächste auch mit offenen Armen hin und sagt "Ihr müsst uns retten, habt ihr mit den Griechen auch gemacht!"

Bedeutet konkret:

Jetzt haben wir einen geholfen und jetzt nimmt sich jedes Land das in Schwierigkeiten steht das Recht zu sagen das wir diesem Land auch helfen müssen da wir Griechenland schon aus der Scheiße gezogen haben.

Genau so wird es kommen.

Und wer darf den Mist bezahlen?

Ganz genau. :puke:

Lass die mal ruhig ordentlich gegen die Wand laufen, die müssen ja wieder zu sich kommen. So wie die Griechen gewirtschaftet haben kann eine Volkswirtschaft einfach nicht funktionieren.

Schön das wir die EU haben und in der EU sind, denn wenn irgendwo die Kacke am Dampfen ist wird zu erst auf uns gezeigt da wir Deutschen ja so sozial sind und gerne unsere Steuergelder nutzen um falsch gewirtschaftete Länder vor dem Völkerkrieg zu retten.

Nub
Geschrieben

Gute Anhaltspunkte, sollten wir helfen?

Nub
Geschrieben

Zumal ich denke, öfters muss man Erfahrungen selbst durchleiden. Nur so lernt man auch davon.

Manchmal muss es einfach weh tun. Und wie Alpinchen schon richtig erkannt hat. Nur selbst erwirtschaftetes Geld wird ordentlich verteilt und investiert.

Alles andere wächst ja auf Bäumen. So scheint es zumindest.

Wenn man schlechtes subventioniert und unterstützt, welche Lehre ziehen sie daraus? Und V.A. welche Wirkung hat es auf die, die alles richtig gemacht haben und Steuer zahlen? :???:

littlemj
Geschrieben
Gute Anhaltspunkte, sollten wir helfen?

Das driftet dann aber garantiert ins politische ab und sollte nicht Grundsatz dieses Threads sein!

Autopista
Geschrieben

Griechenland erbringt 2,6% des BIPs in der europäischen Währungsunion.

Kalifornien (faktisch pleite) hingegen erbringt ca. 11% des amerikanischen BIPs.

Das Thema wird in den Medien massiv aufgeblasen. Am lautesten schreien amerikanische Analysten rum, die noch nie in Europa gewesen sind und von Griechenland soviel Ahnung haben wie Starbucks von italienischem Espresso.

FunkyStar
Geschrieben
Gute Anhaltspunkte, sollten wir helfen?

Klar gerne - aber womit ?

1.758.558.606.644 Euro Staatsverschuldung für Deutschland.

Wir haben ja nichts, also wie sollen wir helfen ?

FunkyStar
Geschrieben
Das driftet dann aber garantiert ins politische ab und sollte nicht Grundsatz dieses Threads sein!

OK - hier geht der Punkt nach Griechenland - dort darf man eine politische Meinung zumindest sagen oder schreiben :)

Nub
Geschrieben

Das kein Geld vorhanden ist, ist bekannt. Nur leider hindert das unsere Politik nicht daran welches auszugeben. Man schaut halt wo & wie man noch mehr Geld aus unseren Taschen bekommen kann :-o oder man erhöht den Schludenberg einfach um ein wenig.

Welche Auswirkung hätte es auf Deutschland/EU würden die Griechen pleite gehen?

Gast Alpinchen
Geschrieben

Wobei mir gerade so eine, vielleicht blöde, Frage durch den Kopf geistert.

Die Banken sind klamm; wir leihen ihnen Geld.

Wir sind aber auch klamm; wir leihen uns Geld, damit wir Banken unterstützen können.

Wer leiht uns das? Die Banken?

Auch wenn wir evtl. nur das Versprechen geben, Geld im Falle eines Falles zu zu schießen, muss es doch im heftigsten Falle verfügbar sein.

Ich hab' so langsam das Gefühl, dass das Geld in einer riesigen Ringleitung rund gepumpt wird, und einige wenige einen versteckten Zapfhahn ihr Eigen nennen.

Und wieso komm' ich mir eigentlich immer so verar$cht vor? :cry:

Gast Alpinchen
Geschrieben

Welche Auswirkung hätte es auf Deutschland/EU würden die Griechen pleite gehen?

das wäre für den Euro wohl noch nicht so schlimm.

Viel heftiger wird es, wenn es die Spanier oder die Iren erwischt; und das dauert wohl auch nicht mehr lange.

Und wenn es uns erwischen sollte, dann geht für den Euro das Licht aus.

Nub
Geschrieben

Ich tippe mal darauf das du ein ehrlicher Bürger bist. Daher wirst du verar$cht.

Ich sehe das genauso. Griechenland braucht den € nicht. Daher bin ich der Meinung wir sollten unser Kapital auf die wirklich wichtigen Probleme fokussieren.

Der Druck auf unsere Politik kommt nicht von Griechenland. Griechenland steht zum größten Teil in der Kreide bei unseren Banken. Und die wollen ihr Geld. Damit Griechenland seinen Verpflichtungen nach kommen kann wird dann unsere Regierung seitens der Banken gebeten zu helfen und einzulenken. Hier und da eine Spende.

So sehe ich das, Liege ich falsch?

chip
Geschrieben

Das Thema zeigt in meinen Augen auch auf wie problematisch das "einheitliche Europa" wirklich ist. Im Gegensatz zur recht "jungen" USA wo sich ein großes gesamtes schmieden ließ, ist in Europa aufgrund der teils über hunderte Jahre gewachsenen Mentalitäten und Strömungen nun mal nicht so einfach die Vereinigung von total unterscheidlichen Ländern möglich.

Insofern wird sich das System "ein Europa" über kurz oder lang selbst zerstören, da weder für aktuelle noch für weiter Experimente (Stichwort Osterweiterung) das Geld da ist. Wobei das nicht heißen soll, dass es langfristig z.B. in 50 Jahren doch noch Möglichkeiten gibt.

Alles weitern Inhalte meines Posts würden sich sehr auf das Thema Politik und die Fähigkeit der handelnden Personen beziehen und daher lasse ich es lieber das hier weiter auszuführen.

Marc W.
Geschrieben

Auch ich habe Befürchtungen, daß dieser Thread schnell politisch werden kann. Bis jetzt funktioniert die Diskussion noch, aber wir sollten und tatsächlich auf den volkswirtschaftlichen und steuerechtlichen Teil fokussieren... :wink:

In den letzten Wochen gab es ja viele seriöse Dokumentationen im Fernsehen zu diesem Thema. In diesen Beiträgen wurden immer wieder polarisierende Beispiele gebracht, wo es mich nur so schüttelt:

  • eine Tafel an der Einfahrt einer Tankstelle "tanken Sie nur bei uns, wenn Sie keine Quittung benötigen!"
  • ein Obsthändler auf einem Wochenmarkt sagt ganz öffentlich "ich habe 30 Jahre keine Steuern bezahlt und sehe es gar nicht ein damit jetzt anzufangen!"
  • ein Chefarzt, der eine Jahressteuererklärung mit Gesamteinkünften i.H.v. 15.000 EUR abgibt, seine Kinder aber in England auf ein Elite-Internat schickt

Das Problem dabei ist die Mentailtät der Griechen, wie hier schon richtig geschrieben wurde, gab es bei der Erhöhung des Renteneintrittsalters massive Proteste. Wenn man nun versucht in Griechenland die Nachhaltigkeit z.B. des deutschen Steuersystems einzuführen, gibt es in Griechenland eine Revolution mit viel Blutvergießen.

Die Griechen haben dieses Problem selbst angezettelt und wohlwissend bei der Euro-Einführung vertuscht. Die Konsequenz ist, daß sie es ohne externe Hilfe ausbaden müssen. Einen Betrüger subventioniert man ja auch nicht, damit er weiter betrügen kann.

K-L-M
Geschrieben

Kennt Ihr den Brief vom Stern Autor ?

"Liebe Griechen!

Kennt Ihr das bei Euch auch, eine Tante, die einem die ganze Kindheit und Jugend hindurch das Sparschwein füttert? Beim ersten Fahrrad, dem ersten Radio, der ersten Urlaubsreise - immer gibt sie ein paar Scheine dazu. Und dafür verlangt sie nichts weiter als ab und zu mal ein freundliches Dankeschön. Liebe Freunde, dies ist ein Brief von Eurer Geldtante. Keine Angst, Ihr müsst nicht Danke sagen. Das Einzige, was wir uns wünschen, ist: Versetzt Euch mal in unsere Lage.

Seit 1981, seit 29 Jahren, gehören wir zur selben Familie, zur EU. Kein anderes Familienmitglied hat in dieser Zeit so viel Geld in die Gemeinschaftskasse gesteckt wie wir, nämlich netto rund 200 Milliarden Euro. Und pro Nase hat kaum einer so viel bekommen wie Ihr, zusammen netto fast 100 Milliarden. Rund die Hälfte also von dem, was wir in den EU-Topf gekippt haben, habt Ihr mit großer Kelle abgeschöpft. Oder anders ausgedrückt: Rein rechnerisch haben wir Deutschen mit den Jahren jedem von Euch Griechen, vom Säugling bis zum Greis, über 9000 Euro geschenkt. Einfach so. War doch nett, oder? Freiwillig hat wohl noch nie ein Volk ein anderes über einen so langen Zeitraum so großzügig unterstützt Ihr seid fürwahr unsere teuersten Freunde.

Wie es uns dabei ging, in all den Jahren, das habt Ihr nie gefragt. Ich vermute, auch heute brennt Ihr nicht gerade darauf, etwas über unsere Sorgen zu erfahren. Ich erzähle es Euch trotzdem: Unsere Straßen sind so löchrig wie antike Bauwerke, weil uns das Geld für die Instandhaltung fehlt. Bibliotheken und Schwimmbäder werden geschlossen. Manche Städte schalten nachts jede zweite Straßenlaterne aus, weil sie die Stromrechnung nicht bezahlen können. Im Gegensatz zu Euren steigen unsere Löhne seit der Einführung des Euros praktisch gar nicht mehr. Und jetzt sollen wir auch noch Euch Griechen retten. Die Sorgen um Euch, die haben uns gerade noch gefehlt.

Ihr habt Euch unser Misstrauen redlich verdient: Im Sommer fackelt Ihr regelmäßig dieses schöne Land ab, das Gott Euch geschenkt hat Und dann ruft Ihr nach unserer Feuerwehr, weil Ihr es nicht allein gelöscht kriegt. Ihr wollt alle in den öffentlichen Dienst, aber keiner will Steuern zahlen. Wenn auch nur ein Teil der Berichte stimmt, die wir in den vergangenen Wochen lesen mussten, dann seid Ihr offenbar nur bereit zu arbeiten, wenn Ihr dafür Schmiergeld bekommt. Vor allem Eure Ärzte und das Krankenhauspersonal langen kräftig zu. Ihr betrügt Euch also gegenseitig, wo Ihr nur könnt. Das kann uns egal sein. Doch Ihr betrügt auch uns. Seit vielen Jahren. Das ist uns nicht egal.

Ihr kassiert für mehr Olivenbäume EU-Subventionen, als in Euer Land passen. Offenbar versteht Ihr doch was von Buchführung, denn um die Stabilitätskriterien für den Euro zu erfüllen, habt Ihr Eure Bücher so systematisch und geschickt gefälscht, dass die Brüsseler nichts gemerkt haben. In Wahrheit habt Ihr den Euro nie verdient. Trotz Eurer erschwindelten Daten ist es Euch seit der Einführung des Euro noch nie gelungen, die Stabilitätskriterien zu erfüllen. Um Eure Wirtschaft größer erscheinen zu lassen, habt Ihr Euch 2006 einen hübschen Taschenspielertrick einfallen lassen und kurzerhand die Erlöse aus Geldwäsche, Rauschgifthandel und Schmuggel in die jährliche Wirtschaftsleistung Eurer stolzen Nation eingerechnet.

Über Jahrzehnte mehr Geld ausgeben, als man sich erarbeitet, wie selbstverständlich auf Kosten von anderen zu leben, laufend betrügen und tricksen - das kann nicht ewig gut gehen. Irgendwann bricht das Kartenhaus zusammen. Irgendwann ist jetzt. Streng genommen seid Ihr pleite.

Macht Euch keine Illusionen. Wenn Angela Merkel verspricht, „Griechenland wird nicht allein gelassen", dann geht es unserer Kanzlerin und uns Deutschen nicht mehr um Euch Griechen. Unsere Sorge gilt allein unserer eigenen Zukunft Das Unglück ist nur: Wir sind an Euch gekettet. Wenn Ihr untergeht, zieht Ihr uns mit unter Wasser. Zum Beispiel durch die 300 Milliarden Schulden, die Ihr mit den Jahren aufgetürmt habt. Rund 30 Milliarden davon gehören den Sparern bei deutschen Banken, in Form von Staatsanleihen. Ob Ihr das jemals zurückzahlen werdet? Euretwegen geht der Euro in die Knie. Uns droht die Inflation. Das bedeutet: was deutsche Sparer auf dem Sparbuch oder in Lebensversicherungen für die Zukunft zurückgelegt haben, wird immer weniger wert. Wegen Euch. Solche Gedanken sind Euch natürlich fremd, denn sparen oder investieren ist nicht Euer Ding. Ihr haut die Euros lieber raus. In der EU seid Ihr Griechen das Volk, das von seinem Geld den größten Anteil für den Konsum verprasst.

Die Regierungschefs der EU haben zwar beschlossen, dass Ihr keine direkten Finanzhilfen bekommen sollt. Erst mal. Doch Ihr braucht Hilfe. Und in der EU bedeutet Hilfe am Ende immer Geld, genauer: unser Geld.

So langsam wird uns Deutschen klar: Zuerst mussten wir die Banken retten, jetzt müssen wir Euch Griechen retten und schließlich alle Länder mit einer Schweinewirtschaft -die „PIIGS", Portugal, Italien, Irland, Griechenland, Spanien. Ein Staatsbankrott eines dieser Länder, darin sind sich die Experten ausnahmsweise einig, wäre eine Tragödie, die selbst die Bankenkrise wie ein Lustspiel erscheinen ließe.

Kluge deutsche Staatsrechtler haben schon vor der Einführung des Euro gewarnt: Die Wirtschaftsunion kann ohne die politische Union nicht funktionieren. Sie hatten recht. Jetzt erkennen wir das dramatische Demokratie-Defizit. Wir Deutschen sind von den Entscheidungen der Regierung Griechenlands abhängig. Aber wir können sie nicht wählen. Ihr Griechen könnt sie wählen, aber Ihr habt ganz andere Interessen. Wir wollen, dass Euer Ministerpräsident Georgios Papandreou sein Sparprogramm durchzieht. Mindestens. Besser wär's, wenn er beim Reformieren noch einen Zahn zulegte. Aber Ihr wollt das ganz offensichtlich nicht. Ihr macht, was Ihr immer macht: Ihr streikt. Letzte Woche der öffentliche Dienst, nächste Woche alle, Generalstreik. Liebe, teure Griechen, wenn Ihr nächste Woche auf die Straße geht, dann streikt, dann demonstriert, dann protestiert Ihr nicht gegen Eure Regierung, sondern gegen uns. Dem Zorro, der Euch stets gerettet hat und weiter retten soll, dem versetzt Ihr einen Tritt zwischen die Knie.

Liebe griechische Finanzbeamte, geht nächste Woche bitte nicht streiken, sondern treibt endlich mal die Steuern Eurer Millionäre ein, von denen Ihr bislang fürs Wegschauen so fürstlich entlohnt werdet.

Liebe griechische Ärzte, geht nächste Woche bitte nicht streiken, sondern behandelt Eure Patienten. Von jetzt an, ohne vorher um einen Geldumschlag zu bitten. Und dann versteuert einfach Euer Einkommen. Ja, dann könnt Ihr Euch den nächsten Porsche erst ein Jahr später bestellen. Ihr werdet es überleben.

Liebe Rentner Griechenlands, wenn bei uns jemand sein ganzes Leben lang gearbeitet hat, bekommt er nicht mal 40 Prozent seines durchschnittlichen Einkommens als Rente. Damit sind wir auf dem viertletzten Platz der OECD-Länder. Und wer ist auf Platz eins? Richtig: Ihr. Über 95 Prozent Eures durchschnittlichen Einkommens gönnt Ihr Euch als Rente. Um das hinzukriegen, greift Ihr wieder in die Trickkiste: Ihr bezieht einfach die Rentenhöhe nicht aufs ganze Leben, sondern nur auf die letzten drei bis fünf Arbeitsjahre. Darum ist es bei Euch üblich, dass der Arbeitgeber den Lohn am Ende noch mal kräftig erhöht Von dem Geld, mit dem wir Euch fast 30 Jahre lang gesponsert haben, gönnt Ihr Euch eine komfortablere Altersversorgung, als wir uns leisten können. Findet Ihr das gerecht? Also, liebe Rentner in Griechenland: Ihr seid die Generation, die diese Misere verursacht hat. Jetzt haltet mal die Füße still, geht nicht demonstrieren, und lasst Eure Regierung die Sparpläne durchziehen.

Und, liebe Bürger Griechenlands, redet Euch nicht damit heraus, Eure Politiker seien allein schuld an der Katastrophe. Ihr habt doch die Demokratie erfunden und solltet wissen, dass Ihr, das Volk, regiert und damit verantwortlich seid. Niemand zwingt Euch, Steuern zu hinterziehen, Schmiergelder anzunehmen, gegen jede vernünftige Politik zu streiken und korrupte Politiker zu wählen. Politiker sind Populisten. Die machen genau, was Ihr wollt.

Sicher werdet Ihr jetzt einwenden: Ihr Deutschen, Ihr seid doch auch nicht viel besser. Stimmt. Ein Rentensystem, dem kaum einer noch traut, Beamtenpensionen, von denen niemand weiß, wie sie in der Zukunft bezahlt werden sollen, ein Steuersystem, das so aussieht, als hätten erfahrene Hinterzieher es sich ausgedacht, und vor allem ein Schuldenberg, der irgendwann ins Rutschen gerät und alles unter sich begräbt -genau diese Probleme haben wir auch. Und Ihr seid uns auf diesem Pfad der Untugend nicht so weit voraus, wie viele glauben.

Früher habt Ihr Griechen uns den Weg gewiesen, habt der Welt die Demokratie, die Philosophie und das erste Verständnis für Nationalökonomie beigebracht. Jetzt weist Ihr uns wieder den Weg. Nur ist es diesmal der Irrweg. Da, wo Ihr seid, geht's nicht weiter.

Herzliche Grüße,

Walter Wüllenweber

Gast Alpinchen
Geschrieben

Vielen Dank Klaus :-))!

Nub
Geschrieben

Traurig aber wahr.

Den Liebesbrief kannte ich noch nicht, jedoch sind mir die Fakten bekannt.

Griechenland kann doch in der EU bleiben, nur was steht gegen den Austritt aus der Währungsunion?

TPO
Geschrieben (bearbeitet)

Bei Spiegel TV gab einen netten Bericht zum Thema.

http://www.spiegel.de/video/video-1051681.html

Nachdem ich das gesehen hab ist mir nur folgendes eingefallen... :D

gaza2dmauer.jpg

quelle

bearbeitet von TPO
gecko911
Geschrieben

post-61319-14435339793069_thumb.gif

Etwas krass formuliert, aber wahr...

TB!
Geschrieben

Was mich wundert: Nirgendwo in den Verlautbarungen unserer Politiker habe ich bislang auch nur eine Andeutung gehört, dass Griechenland die über all die Jahre erschwindelten Subventionsmilliarden wieder zurückzahlen soll. Oder ist mir etwas entgangen?

Wenn man sieht, wie hier wieder einmal die Interessen unserer Bürger - nicht - vertreten werden, finde ich es fast legitim, Steuern vorzuenthalten, die ja doch nur sinnlos vergeudet werden ... aber das ist eine andere Diskussion.

Die aktuelle Debatte über einen möglichen EWF wurde ja von deutschen Bankern lanciert (u.a. vom Chefvolkswirt der Dt. Bank IIRC ?). Ich bin entschieden GEGEN Finanzhilfen jeder Art für Griechenland, die ja letztendlich nur bewirken, dass Geld der steuerzahlenden Öffentlichkeit erneut zur Freistellung einiger Banken für die von Ihnen eingegangenen Risiken ver(sch)wendet wird.

race850i
Geschrieben

Als Grieche geboren in Athen darf ich auch mal was schreiben?!

Ich bin nach Deutschland gewandert von mehrere Jahren weil ich konnte nicht mehr das Griechische politische/wirtsaftliche System leiden.

Leider der 1/3 Griechenlands sind Beamter mit gutes einkomm und gute Rente das die millionen absaugen jährlich. Das Steuersystem hat nur Löche die Wirtschaft ist wenig und geht schlecht.

Was ist aber mit die reste???

2,2 millionen Leute sind unter das Armutlimit. Die politiker haben an alle versprochen das die Griechen werden Reich werden, mit fremdes Geld aber!

Die Münze hat aber zwei Seiten.

Die EU bzw Deutscland hat davon Wahnsinn viel profitiert!

Griechenland konnte nicht das €€€ leisten. Deutschland wollte nicht in die Währungunion rein gehen und gabs große Streit mit Frankreich.

Deutschland wollte das Euro einfach genau so Stark zu sein wie der Mark dafür aber brauchtete Mitglieder(siehe Griechenland)....

Kommen sie auch rein wir werden euch unterstützen:wink:

Die Milliarden das EU an Griechenland gegeben hat,hat sie schon zurück bekommen und zwar mit mehrere wege.Gibt doch keine sein Geld ohne gegenleistung,oder haben sie Geld gegeben weil da runter die Sonne so schön scheint?!

Griechenlands größte Importland ist Deutschland,von klamotten bis U Boote mit Milliarden Umsätze, Kampf flugzeuge von Frankreich,Milliarden Umsätze,USA,Radars usw,Milliarden umsätze.Also Griechenland ist eine sehr gute zwangsKunde für die Nordeuropaische Wirtschaft und USA.

In die gute zeiten Griechenland hat sehr teuere Kredite bekommen,die Banken haben sehr gut profitiert,in die schlechte zeiten Griechenland soll Kredite bekommen mit das 3fach von Zinsen vergleich mit EU.

Deutschland bekommt Kredit mit 2% Zinsen,Griechenland mit 7%,also die erste 5 Milliarden das Sie bekommen hat soll noch dazu knapp 2,5 milliarden Zinsen bezahlen. Deshalb Dieses Land ist so viel verschuldet.

Von paar Monate Dubai war fast Pleite,war genau gleiche zeit mit Griechenlands probleme in der Media, die Zeittungen haben aber 2,3 Tagen was geschreibt über Dubai,für Griechenland aber ist der Panik, warum???

Das € jetzt vergleich zum Dollar ist sehr schwach wegen Griechenlands Untergang,das europaische Markt ist jetzt sehr Attraktiv für die USA,also die große europaische Industrie Länder profitieren davon,gehen sie langsam langsam aus der Krise raus deshalb im moment gibs auch keine politische interesse diese Land zu helfen, sie nutzen die einfach aus!!!

Nach Griechenland wird natürlich auch Spanien und mehrere (schwache) Länder folgen und so wird weiter gehen.

Meine meinung nach das Thema ist leider rein Politisch,Griechenland verschuldet sich seit Jahren,von die starke EU Länder warum hat keine was gemacht das zum stoppen?sondern haben sie alle die Augen zugemacht und gewartet.

Mit was ich geschrieben habe will natürlich keine beleidigen,ist nur meine Meinung und die Meinung von paar Politiker und Wirtschaftwissenschaftler das in das Thema sehr Tief rein gegangen sind!

Themis

TB!
Geschrieben

Griechenlands größte Importland ist Deutschland,von klamotten bis U Boote mit Milliarden Umsätze, Kampf flugzeuge von Frankreich,Milliarden Umsätze,USA,Radars usw,Milliarden umsätze.

Ich finde es gut, dass Du als Grieche hier zur Diskussion beiträgst. Aber das Argument "D profitiert doch über die griechischen Importe von dem Geld, was die sich dort erschwindelt haben" ist viel zu kurz gedacht.

Nicht überzeugt?

Du glaubst immer noch, dass Du recht hast?

Fein! Dann machen wir folgendes: Du schenkst mir 100 TEUR. Ich kaufe mir von Dir ein Auto dafür. Du profitierst von dem Umsatz mit mir. Klasse, oder ... ? :wink2:

BMW-7er
Geschrieben

Ich finde es auch toll das sich ein Grieche zu diesem Thema hier äußert.

Die Frage die mir bleibt:

Wieso hat Griechenland abermilliarden für U-Boote rausgeschossen um sich gegen einen Krieg zu rüsten (welcher bevorstehende Krieg), anstatt dem eigenen Land zu helfen indem man Geld in die eigene Volkswirtschaft gepumpt hätte?

Das hätte dem Land wohl wesentlich mehr gebracht, nein?

Nub
Geschrieben

Hallo Themis,

TB! hat es ja schon ausgesprochen.

Außerdem kann, muss und sollte man nicht jede Nation kontrollieren denn in erster Linie ist jeder für sich selbst verantwortlich.

Im Vertrag von Maastricht ist die 3% Regelung klar geregelt.

Ebenso die Herangehensweise mit denen die sich nicht daran halten können oder wollen.

Nun verstehe ich nicht warum man nicht nach Protokoll handelt.

Zumal Griechenland vorsätzlich betrogen hat.

Jede Privatperson vor dem Richter würde dafür in den Bau wandern.

Schau dir doch mal die aktuelle Bewegung in deinem Land an.

Siehst du irgend jemandem Schuldbewusstsein an? :-o

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