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USA Urlaubsbericht 2008


JK

Empfohlene Beiträge

Geschrieben
Lieber Julian, in welche Bobbel-Sphären willst du aufsteigen?? :wink:

Ganz klar...er will der Herr der Bobbels werden!

Der Klick in diesen Thread ist nun schon fester Bestandteil meiner Mittagspause geworden (wobei ich ja abends auch ab und an mal reinschau', teilweise kommen ja zwei Tage Reisebericht an einem Tag raus)...weiter so!!

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Geschrieben

Ihr glaubt garnicht wie sehr mich es freut, dass euch der Thread gefällt :)

Es wird nach wie vor jeden Tag ein Bericht kommen, außer ich schaffe es ausnahmsweise nicht etwas zu posten!

Geschrieben

Tag 6 – Mittwoch, 17. September 2008

Als ich geweckt werde bin ich noch viel zu müde um aufzustehen. Ich habe schon Angst dass der Tag eine einzige Quälerei für mich werden wird. Um 9.45 Uhr verlassen wir unseren schönen Campingplatz. Nach wenigen hundert Metern müssen wir tanken. Während Papa bezahlt grollt etwas die Straße hoch. Ich denke mir nichts weiter, da hier jeder Pickup dieses V8 grummeln hat. Doch dieses Geräusch ist etwas anders, mein Blick schwenkt nach rechts auf die Straße. Und tatsächlich, es ist ein roter Ford GT, doch bevor ich das realisiere ist er auch schon wieder hinter der nächsten Kurve verschwunden. Meine Müdigkeit ist vergessen, der Tag ist schon gerettet.

Wir machen uns auf nach Hearst Castle. Auf dem Weg dorthin sind Straßenarbeiten, bis zu 20 Minuten Wartezeit. Wir müssen halten, auf gut Glück steige ich aus unserem Camper aus und laufe einige Meter weiter und dort steht er wirklich, der Ford GT in seiner vollen Pracht. Auf die Frage ob ich ein paar Fotos machen kann meint der Besitzer, der um die 70 sein dürfte, dass er sich das Fahrzeug ja extra gekauft hat um es zu zeigen. Auf die Frage eines anderen Wartenden wie viel das Auto verbraucht antwortet er „13“.

Normalerweise rechnet man doch hier Meilen pro Gallone, dann wären das 16L/100km.

Wenn er allerdings meint 13 Gallonen pro 100 Meilen, dann wäre es ein Verbrauch von 30,8L/100km.

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Die Kolonne nimmt wieder fahrt auf. Es geht weiter nach San Simeon, dort wo das Hearst Castle steht.

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Auf dem Weg zum Hearst Castle...

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...gibt es auch Getier am Strand

Die Führung beginnt um 11.20 Uhr. Erbaut wurde es von dem einstigen Pressezaren William Randolph Hearst. Nach 28 Jahren Bauzeit wurde es 1947 fertig gestellt. Nach seinen Tod gelang der Palast in die Hände des Staates. Das Hauptgebäude hat 115 Zimmer. Außerdem gibt es mehrere Gästehäuser, einen Tennisplatz, einen Innenpool der mit reinem Gold verziert ist und den „Neptuns Pool“ welcher in dem Film „Spartakus“ zu sehen ist. In den Zimmern sind viele verschiedene Stilrichtungen verbaut. So findet man zum Beispiel in dem Ess- und Cocktailzimmer Chorgestühl an den Wänden. Die Decke im Billardzimmer ist über 400 Jahre alt und kommt aus Spanien. Im Garten stehen buntgemischt ägyptische, griechische und italienische Statuen. Zudem sind einige Elemente dem Gotischen nachempfunden. Alles in allem ziemlich zusammengemixt und nicht jedermanns Geschmack. Aber der Ausblick von dort oben ist fantastisch.

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Hearst hatte auf seinem riesigen Grundstück einen eigenen Zoo mit Bären, Löwen, Tigern, Giraffen, Zebras und vielem mehr. Nach seinem Tod wurden die Tiere an Zoos und Privatleute abgegeben. Doch es gibt auch heute noch mit etwas Glück Zebras und Gazellen zu sehen.

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Hearst selbst wollte Bürgermeister von New York und amerikanischer Präsident werden. Gewählt wurde er aber nicht. Erst letzte Woche fand auf dem Grundstück eine Wohltätigkeitsversammlung statt, organisiert von Maria Shriver, der Frau von Arnold Schwarzenegger.

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Wir setzen unsere Reise auf dem Highway 1 fort. Auf den Stränden und Felsen sonnen sich Seeelefanten. Unser Rastplatz für diese Nacht ist in Pismo Beach direkt am Meer. Wir erreichen ihn um 18.15 Uhr bei einem Meilenstand von 31413. Das entspricht 122 gefahrenen Meilen. Das Abendessen im dazugehörigen Restaurant fällt mehr als üppig aus. Mein Burger ist doppelt so hoch wie ein Big Mac mit massig Fleisch, viel Käse, Zwiebeln, Gurken, Tomate, Speck, Mayo, Ketchup, Senf und BBQ-Sauce. Absolut unmöglich den mit den Händen zu essen. Und so kommt es, dass ich zum ersten mal einen Burger mit Messer und Gabel zu mir nehmen muss.

Morgen folgt der siebte Teil.

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Bir Sur, Hearst Castle, Pismo Beach

Geschrieben

Ein Seelenverwandter von mir, mach weiter mit Bildern und Texten :-)

Gruss Harry (DER LAS VEGAS FAN..... 11 Besuche in 7 Jahren)

Geschrieben
Und so kommt es, dass ich zum ersten mal einen Burger mit Messer und Kabel zu mir nehmen muss.

Hatten die den keine Gabeln ??? :D

Nein, Ganz toller Bericht, freue mich auch täglich schon auf etwas Neues. :-))!

Geschrieben
Hatten die den keine Gabeln ??? :D

Nein, Ganz toller Bericht, freue mich auch täglich schon auf etwas Neues. :-))!

Auch mir darf doch mal ein Fehler unterlaufen :D:D

Habs geändert, danke :-))!

Geschrieben

Hi Julian,

als alter USA-Fan freue ich mich auch schon täglich auf deine Updates, toller Bericht und spitzenmäßige Fotos, vielen Dank :-))!

Gruß - Stefan

Geschrieben

Da werden Erinnerungen wach, ich habe zu meiner Schulzeit ein halbes Jahr an der Highschool in San Louis Obispo verbracht. Hearst Castle habe ich damals auch besichtigt und kann mich noch daran erinnern, wie erschrocken ich von dem schlechten Stilgefühl des Erbauers war. Hat man euch auch erzählt, dass ein Sprung in den Innenpool mit den Echtgoldverzierungen an die 700$ Strafe kostet? :wink: Der nun folgende Teil deiner Reise interessiert mich ganz besonders, in der Nähe von Pismo Beach habe ich damals gewohnt, Palisades Park, falls dir das was sagt, das ist so 10 Autominuten entfernt.

Geschrieben

Das mit den Seelöwen/hunden/elefanten find ich wirklich irgendwie erstaunlich. Hätte nicht gedacht das es die so in Massen da überall rumhängen. Wie zutraulich sind die denn? Haben sie nicht auf dich reagiert als du so nah dran warst um Bilder zu machen?

Ansonsten wahnsinnsbilder...

Dieser Pool! Und das Panorama in die Bucht. Gigantisch...

Geschrieben
Hey Fred, das ist doch absolut in Ordnung.

Mir kam schon die Idee, wenn ich in ein paar Jahren dann Geld verdiene da drüben eine schöne ausfahrt mit was sportlichem zu machen, Auto rüber schiffen, und dann vllt die Route 66 und dann den Highway Number 1 die Küste runter. Der war sooooo schön.

Vielleicht gibt es mal ein "CP goes USA!"

Gibt es in den USA auch schicke Mietwagen? *fg

dann währe ich sofort dabei!

Anzeige eBay
Geschrieben
Geschrieben

Hallo JK,

 

schau doch mal hier zum Thema Zubehör für Aus dem Alltag (Anzeige)? Eventuell gibt es dort etwas Passendes.

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Geschrieben

Julian,

ein HAMMER Thread! Jedes einzelne Bild wäre einen grünen Bobbel wert.

Geschrieben

Den Worten von Mike kann ich mich nur zu 100% anschließen. Ich war selbst Anfang 2007 dort drüben und habe eine ähnliche Tour gemacht. Frisco, Highway 1 runter, Hollywood, LA, Wüste, Vegas, ......

Es kommen sehr viele schöne Erinnerungen wieder hoch.

Die Bilder und deine Kommentare dazu sind traumhaft. Ich bin gestern Abend richtig "geschwelgt" in den Vorstellungen dort :-))!:-))!:-))!

Weiter so! Ich freu mich!

Geschrieben

Hast du den Ford GT Besitzer auch gefragt warum er ein Hawaiianisches Kennzeichen hat? Ist der Wagen nur dort gemeldet oder hat er ihn extra rüber geschippert?

PS: Der Thread wird immer Besser!:-))!

Geschrieben

Hut ab!!

Toller Thread, nahezu jedes Bild ist schon auf Postkartenniveau. Scheint ein toller Urlaub gewesen zu sein.

Geschrieben

Der Ford GT wurde für, wenn ich das noch richtig weiß, 1000 Dollar von Hawaii rübergeschifft, dann fuhr er den Highway 1 hinab und schiffte ihn dann wieder zurück!

Geschrieben

Tag 7 – Donnerstag, 18. September 2008

Vor der Abreise spielen wir noch eine Runde Minigolf. Das Duell der Giganten zwischen meinem Papa und mir endet unentschieden. Der Plan heute nach Santa Clarita zu fahren, wo der Vergnügungspark Six Flags Magic Mountain ist, muss kurzfristig geändert werden, da der Park zu dieser Jahreszeit nur am Wochenende geöffnet hat. Also werden wir morgen nicht in den Park gehen sondern uns Los Angeles anschauen.

Um 11.50 Uhr bei 31413 Meilen verlassen wir unseren Campingplatz und fahren weiterhin Richtung Süden. Kurz vor Los Angeles gehen wir einkaufen, zunächst Essen und Trinken. Irgendwie sind wie in einen Shop geraten der fest in mexikanischer Hand ist. Sowohl Kunden als auch Angestellte. Dafür ist es auch alles sehr günstig, wir haben einen ganzen Einkaufswagen voll und zahlen nur 50$. Mountain Dew kostet umgerechnet pro 355ml Dose 20 Euro Cent.

Dem Shoppingwahn verfallen geht es gleich in den nächsten Shop, einen Golfladen. Im Laden nebenan dann noch schnell einen iPod und eine externe Festplatte, denn mein Laptop ist voll, doch ich würde gerne noch weiter Fotografieren.

Beim Einkaufen haben wir sehr viel Zeit liegen lassen, daher schauen wir dass wir schnell zum Campground kommen, wir wollen noch Grillen. Wir erreichen ihn um 18.15 Uhr. Es stehen 31583 Meilen auf dem Tacho, das sind 170 gefahrene Meilen an diesem Tag. Unser Campground ist in Malibu, ca. 100 Meter von der Küste entfernt, direkt am Hang. Das ist definitiv der beste Stellplatz den wir jemals hatten. Die Aussicht ist grandios und so langsam geht auch die Sonne unter.

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Unsere Bank mit einem perfekten Ausblick

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Wir grillen unser Fleisch und genießen beim Sonnenuntergang unser Abendessen. Auf dem Weg zum RV sollten wir aufpassen keiner Klapperschlange zu begegnen. Denn die Hausen wohl auch auf diesem Campground. Wir sitzen noch eine Weile und genießen das Meeresrauschen und den Ausblick.

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Das Fleisch war einfach riesig

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Morgen folgt der achte Teil mit dem Ziel eines Campground neben dem Six Flags Magic Mountain.

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Pismo Beach, Santa Barbara, Malibu

Geschrieben
Der Ford GT wurde für, wenn ich das noch richtig weiß, 1000 Dollar von Hawaii rübergeschifft, dann fuhr er den Highway 1 hinab und schiffte ihn dann wieder zurück!

Sehr geile Aktion des Besitzers!:-))!

Geschrieben

Tag 8 - Freitag, 19. September 2008

Unser Tag beginnt mit einem Frühstück über dem Meer von Malibu. Wir lauschen dem Meer und genießen die letzten Minuten dort, bevor wir unsere Route auf dem Highway 1 fortsetzen. Bei einem Meilenstand von 31583 verlassen wir um 10.45 Uhr den Campingplatz.

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Wir folgen dem Highway bis nach Santa Monica. Von nun an geht es nach Los Angeles hinein, immer dem Santa Monica Boulevard nach. Man merkt schnell dass in dieser Stadt viel Geld vorhanden ist. Es gibt jede Menge Mercedes, BMW und Porsche. Außerdem viele Bentley und auch Ferrari, Maserati, Aston Martin und Lamborghini bekommt man hier zu sehen.

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Geschrieben

Wir parken unseren RV in einer Seitengasse des Hollywood Boulevard und gehen zu Fuß bis zum Chinese Man Theatre. Es ist umgeben von allen möglichen Shops und Möchtegern Sehenswürdigkeiten wie „Ripleys – Believe it or not“, einem wirklich schlechten Wachsmuseum oder einem „Guinness – Show der Rekorde“ – Haus. Vor dem Chinese Man Theatre haben sich die Stars und Sternchen mit Fuß-, Händeabdruck und Unterschrift verewigt. Neben Arnold Schwarzenegger ist Tom Hanks und keine 5 Meter neben Donald Duck findet man die drei Hauptdarsteller der Harry Potter Reihe.

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Michael Keaton, der erste Batman aus dem Tim Burton Film

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Hier versuchen einige verkleidet als Filmgrößen etwas Geld zu verdienen indem man sich mit ihnen Fotografieren lässt. Batman und Robin sind ebenso anzutreffen wie Marilyn Monroe, Captain Jack Sparrow, der Scream Mörder oder dem kleinen Männchen aus SAW auf seinem Dreirad.

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Die Figuren sind aber so schlecht gemacht, dass es eine Freude ist ihnen zu zuschauen. Batman trägt ein Cape aus China, wie man von hinten lesen kann und um größer zu wirken steht er auf Plato Schuhen. Marilyn Monroe dürfte so um die 60 sein und Spiderman hat seit dem letzten Film knappe 40 Kilo zugenommen.

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Porno SL :D

Da wir nur eine begrenzte Parkdauer von einer Stunde haben und gleich 2 Parkuhren belegen, reisen wir recht zügig weiter. Wir fahren die Hügel etwas herauf um einen guten Blick auf den Hollywood Schriftzug zu haben. Kurze Aufnahme mit der Videokamera, ein paar Fotos und weiter geht’s.

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Auf dem weiteren Weg kommen wir am „Hollywood Tower“ vorbei, einem alten Hotel. Dieses Hotel ist nachgebaut in den Disney MGM Studios und dient dort als Freefalltower. Unser nächster Stop ist beim Porschehändler die Preise hier checken. Ein Vollausgestatteter Cayenne GTS kostet 86 000 Dollar.

Beim anliegenden Gebrauchtwagenhändler sind die Preise noch besser. Ein 2004er H2 kostet 22 000 Euro.

Weiter geht es in eines der berühmtesten Wohngebiete der Welt, die Beverly Hills. Was hier für Häuser stehen ist zum Teil wirklich unglaublich. S-Klassen gibt es hier mehr als in Stuttgart.

Bei der Weiterreise kommen wir voll in den Berufsverkehr und die insgesamt 14 spurige Interstate ist vollkommen überlastet.

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schickes Kennzeichen, das mach ich mir auf meinen Smart auch

Somit dauert es eine Weile bis wir unseren Campground erreichen. Wenige Meter vor der Einfahrt sieht man auch schon unsere Beschäftigung des morgigen Tages, den Six Flags Magic Mountain mit 14 Achterbahnen. Meine Freude auf Morgen steigt an :).

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Um 17.25 Uhr schließen wir unseren Camper an bei einem Meilenstand von 31663 Meilen und lächerlichen 80 zurückgelegten Meilen im Valencia Village RV Park. Morgen werden wir hier bleiben. Papa und ich gehen uns austoben während Mama den Tag auf dem Campingplatz verbringen wird.

Morgen folgt der neunte Teil.

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Malibu, LA, Valencia

Geschrieben
Unser nächster Stop ist beim Porschehändler die Preise hier checken. Ein Vollausgestatteter Cayenne GTS kostet 86 000 Dollar.

Das ist echt heftig, entspricht ja gerademal 64.160,-€. Hier beginnt die Preisliste bei rund 78.000,-€. Ich hab grad mal einen auf die Schnelle durch den Konfigurator gejagt und bin ohne Probleme bei 142.400,-€ angelangt.

Geschrieben

Warum haben die Auto teilweise kein Kennzeichen an der Front? Das ist ja immerhin richtig klasse, damit wird die Front nicht verschandelt :D

Geschrieben

In den allermeisten US-Bundesstaaten brauchst du an der Front kein Kennzeichen.

Ebenso lässt sich das fehlende Kennzeichen am Smart erklären: du darfst in den USA zwei Wochen (plus/minus, ebenfalls Unterschiede je nach Bundesstaat) ohne Kennzeichen fahren und wohl auch Probefahrten mit Fahrzeugen von offiziellen Händlern ohne Kennzeichen durchführen. Daher sieht man auch immer mal wieder Bilder von Autos, die an Stelle eines Kennzeichens Händlernamen stehen haben.

Geschrieben

In den USA ist es nicht nötig vorne ein Kennzeichen anzubringen.

EDIT:

Matthias war schneller und zudem noch genauer.... er weiß es einfach besser !!!!!

Geschrieben

Tag 9 - Samstag, 20. September 2008

Vorneweg: Ich hatte keine Camera dabei, alle gezeigten Bilder dienen nur der Veranschaulichung und sind nicht von mir gemacht worden!

Unser Tag beginnt früh um rechtzeitig zur Parköffnung dort zu sein. Am Counter des Campingplatzes bestellen wir ein Taxi. Die Dame fragt uns während des Telefonates nach unserem Namen. Da „Köppe“ für die Amerikaner aber unaussprechlich ist, ändert es die Frau kurzerhand in „Curby“. Das Taxi erscheint 15 Minuten später und wir sind rechtzeitig im Park. Hier ist um Punkt 10.00 Uhr Einlass.

Auf Rolands Tipp hin gehen wir zu aller erst zu „X2“. Dies ist die derzeit ungewöhnlichste und extremste Achterbahn auf der Welt. Die Passagiere sitzen neben der Strecke in zweier Gondeln. Diese drehen sich noch um die eigene Achse. Dazu gibt es 2 Paar Schienen, die Streckenschienen und die Achsenschienen. Der Abstand der Achs- zu den Streckenschienen bestimmt die Neigung der Passagiersitze. So ist es Möglich auf einer total geraden Strecke einen Salto zu machen und bisher unmögliche Streckenführungen sind die Folge. Roland meinte zudem, wir sollen in der ersten Reihe fahren. Normalerweise sind wir eher Freunde der letzten Reihe, da hier die Beschleunigung am höchsten ist und die Kräfte am besten wirken.

Doch wir hören auf den Rat und setzten uns in einen der ersten Züge des Tages in Reihe Nummer eins.

Dass diese Fahrt anders werden würde war mir bewusst, auch dass es ziemlich verwirrend werden wird. Wir fahren Rückwärts liegend den Lift hoch, der erste Fall geht senkrecht nach unten. Die Sitze drehen sich und ich verliere die Orientierung. Während der weiteren Fahrt mit up and downs und Überschlägen versuche ich mich irgendwie wieder zu orientieren.

Die Fahrt ist schnell und es lasten einige Kräfte auf dem Körper. Der Zug hält und Papa und ich schauen uns nur ungläubig an. Das ist wirklich eine andere Welt als alles was wir jemals zuvor gefahren sind. Der Konstrukteur Werner Stengel hat hier eine sehr saubere Arbeit geleistet und wir sind uns einig, etwas besseres und extremeres sind wir noch nie gefahren.

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Jetzt müssen wir uns erst einmal abkühlen und fahren die „Roaring Rapids“ eine Raftingfahrt. Und es kommt wie es kommen muss in amerikanischen Wasserfahrten. Während man in Deutschland etwas nass wird, ist man hier triefend nass, auf englisch würde man „soaked“ sagen. Bis auf die Unterwäsche. Zum Glück wird es heißer und unsere Klamotten trocknen, zwar nicht schnell, aber sie trocknen :)

Weiter geht es mit der ältesten Achterbahn im Park, dem „Gold Rusher“. Dies ist eine kleine Minenachterbahn, nichts besonderes, aber gefahren werden muss sie trotzdem.

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Nun steht „Déjà Vu“ an. Diese Achterbahn ist kein Rundkurs, sondern endet an einem hohen Punkt und dann fährt man die Strecke noch einmal Rückwärts. Macht insgesamt 6 Überschläge in wenigen Sekunden.

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Die Grüne ist "Déjà Vu"

Wir gehen nun in den hinteren Teil des Parks, hier ist es noch nicht so voll und die Wartezeiten halten sich in Grenzen. Es folgt „Riddler’s Revenge“. Wieder eine Achterbahn die nicht der Norm entspricht. Hier steht man als Fahrgast. Eigentlich gibt es noch eine Art Fahrradsattel der einen vor dem Durchrutschen bewahrt, doch wenn man sich geschickt anstellt beim Einrasten der Rückhaltesysteme hat man zwischen Hintern und Sattel noch 10cm Platz und man kann während der Fahrt stehen, so ist alles noch einen Tick extremer, denn die ganzen Kräfte die bei dieser Bahn bei ca. 4,5G (also das 4,5 Fache des eigenen Körpergewichts) liegen muss man mit den eignen Beinen auffangen. Die Bahn ist schön weich und hat wieder zahlreiche Überschläge. Danach tun einem allerdings die Beine etwas Weh, da das ganze Blut nach unten sackt. Das Laufen fühlt sich an als hätte man Zement an den Beinen kleben.

Riddler

Direkt nebenan steht „Batman – The Ride“, eine Hängeachterbahn die nicht sonderlich spektakulär aussieht und auch nicht sehr hoch ist. Trotzdem erreicht die Bahn hohe Geschwindigkeiten und macht viel Spaß.

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„Grinder Gearworks“ steht als nächstes an, vielleicht kennen es einige unter dem Namen „Round Up“. Durch die Zentrifugalkraft wird man an die Wand gedrückt und das Fahrgeschäft fährt auf einer Seite nach oben bis zu 45°. Das ganze findet ohne Haltegurte oder ähnliches statt. Alt aber lustig.

Nun brauchen wir wieder eine Achterbahn. „Scream“ ist die Nächste. Es ist eine „Floorless Coaster“, man fährt also auf den Schienen, hat aber keinen Boden unter sich. Die Bahn ist sehr verschlungen und wie erwartet auch gut.

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„Colossus“ ist die derzeit einzige Holzachterbahn im Park und nicht so ausgeschlagen wie manch andere Holzachterbahn, trotzdem flößt mir das Holzgestänge und die ruckelnde Fahrt Respekt ein. Warten muss man hier nicht.

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„Goliath“ steht direkt daneben. Sie ist sehr Hoch und der „First Drop“ ist klasse, man sieht die Schienen nicht mehr und hat eine schöne „Airtime“ (also das Gefühl der Schwerelosigkeit).

Beim Aussteigen habe ich Glück und entdecke einen leeren Platz im Zug, also schnell wieder setzten, Klappe halten und noch einmal fahren.

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Die gegenüberliegenden Schiffschaukel lassen wir natürlich nicht aus, sie hört auf den Namen „Buccaneer“.

Mit „Revolution“ steht ein weiteres Highlight an. Die Bahn ist aus dem Jahr 1976 und hat den ersten Looping, konstruiert von dem deutschen Werner Stengel. Werner Stengel und dessen Ingenieure haben 2007 ihre 500. Achterbahn gebaut. So sind zum Beispiel auch die portablen Achterbahnen „Olympiabahn“ und „Alpinabahn“ von ihm.

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Mit „Viper“ steht nun eine der Lieblingsbahnen der Amerikaner an. Sie kombiniert Höhe mit Überschlägen jeglicher Form. Da sie aber schon recht ausgeschlagen ist und die Fahrt somit nicht sehr angenehm gehört sie für mich nicht zu den Top Bahnen im Park.

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Zum Entspannen fahren wir eine Runde „Ninja“, eine Hängebahn die schwingend gelagert ist, die Wagen schwingen also mit und auch nach, recht nett aber nicht außergewöhnlich.

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Um 18.30 Uhr beginnt im Batman Action Theatre die Batman Begins Stunt Show. Ich liebe Stuntshows und freue mich schon den ganzen Tag darauf, zumal Batman zu einem meiner Lieblingsfilme gehört.

Während die Bösewichte ihren Plan aushecken schwebt Batman kurz im Hintergrund durch das Bühnenbild und die Amerikaner rasten völlig aus. Die Show ist leider sehr schlecht, Batman kommt an einem Eck der Bühne hereingeschwebt, haut 2 Leute KO und schwebt auf der anderen Seite wieder raus. Die Stunts sind nicht der Rede wert, dafür explodiert alles was explodieren kann.

Batman stellt sich zum Teil sehr ungeschickt an, nach mehreren Rollen auf dem Boden hängt sein Cape an seinen Ohren fest, mit viel wildem Gefuchtel mit beiden Armen über dem Kopf schafft er es dann doch nach Ewigkeiten sich zu befreien. Nach der Show kann man vor dem Theatre noch Bilder mit den Darstellern machen. Batman kommt in seinem „Tumbler“, dem Batmobil der Neuzeit, herausgefahren, beim Schließen der Türe klemmt er sich natürlich sein Cape ein. Aus der Show könnte man eine klasse Slapsticknummer machen.

Die Sonne geht langsam unter, doch uns fehlen noch 2 Bahnen. Also nichts wie weiter zu „Superman – The Escape“. Bei dieser Bahn wird man auf einer langen Strecke von 0 auf 100 Mph in 6 Sekunden beschleunigt, fährt eine 90° Steigung nach oben und wieder hinab. Es war die höchste Achterbahn der Welt bis vor einigen Jahren. Das ganze dauert wenige Sekunden. Während der 45 Minuten Wartezeit hören wir immer wieder wie die Amerikaner von dieser Beschleunigung schwärmen und es mit einem Dragster vergleichen. Im Enddefekt ist die Beschleunigung zwar gut, aber für Sportwagenfahrer oder auch Beifahrer nicht weltbewegend.

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Als wir die Bahn verlassen ist es bereits dunkel. Unsere letzte Fahrt soll „Tatsu – Fly at the Speed of Fear!“ sein. Tatsu ist japanisch und steht für “Fliegendes Biest”. Nach 2 Stunden Wartezeit kommen wir endlich dran. Es ist inzwischen 22.20 Uhr und wir haben eine der letzten Fahrten ergattern können. Beim Einstieg ist es eine normale Hängeachterbahn, bis die Sitze 90° nach hinten hochklappen. Nun befindet man sich in der Superman Position. Wir sitzen, oder besser gesagt liegen, in der ersten Reihe, vor uns nicht und unter uns auch nichts. Es geht den Berg hinauf und wir schauen direkt auf den Boden der viele Meter unter uns ist. Die Fahrt beginnt und es ist wirklich Traumhaft, dort vorne hat man wirklich das Gefühl zu fliegen, Arme nach vorne und fühlen wie Superman. Eigentlich sollte die Bahn wirklich Superman heißen. Hier gab es aber schon „Superman – The Escape“. In anderen Six Flags Parks steht die selbe Achterbahn wie Tatsu unter dem Namen „Superman – The Ride“.

Über den beleuchteten Park zu fliegen ist ein irres Gefühl. Auch wenn sie nicht so extravagant und extrem wie X2 ist verdrängt Tatsu diese auf Platz 2. Somit ist das fliegende Biest „Ride of the Day“ für uns, trotz der 2 Stunden Wartezeit.

Tatsu%20(4).jpg

13tatsu_big.jpg

Auf Youtube gibt es eine Video von der Fahrt, allerdings sieht man hier viel zu viel von den Schienen.

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Und hier das ganze quasi aus der 1 zu 1 Perspektive.

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Wir verlassen den Park total erschöpf aber vollgepumpt mit Glückshormonen um 22.40 Uhr. Per Handy bestellen wir ein Taxi wie selbstverständlich auf den Namen „Curby“.

Und nun zu den Kosten:

Parkeintritt für 2 Personen: 60$

Taxi hin und zurück 24$ (Parken mit dem Auto hätte 15$ gekostet)

Mittagessen bestehend aus 2 großen Cola und 2 mal Fried Chicken mit Pommes 28$

2 Frozen Lemon Lemonade 8,60$

Etwas Süßes und einen Karamell Apfel 5$

Der Park macht das meiste Geld sicherlich durch das Essen. Da der Park derzeit nur am Wochenende offen hat und wohl mit nicht so vielen Besuchern rechnet waren die Pizzastände geschlossen. Es gab auch keine Hot Dogs oder Hamburger. Lediglich jeder mexikanische Stand hatte geöffnet. Vermutlich hat das damit zu tun, dass sehr viele Mexikaner da waren. Insgesamt waren die Parkbesucher eher aus der Unterschicht anzusiedeln.

Der Gesamteindruck vom Park ist gut, für einen Six Flags sogar sehr schön angelegt. Allerdings war es ziemlich vermüllt und an einigen Stellen sollte man etwas nachbessern. Den Park kann ich empfehlen, wer allerdings keine Achterbahnen mag, hat dort absolut nichts verloren!

Morgen folgt der zehnte Teil.

Geschrieben

So eine Achterbahn, wie deine letzte, habe ich auch schon in Alton Towers in England erleben dürfen... Das ist der Wahnsinn, muss ich dir Recht geben:-))!

Und jetzt habe ich auch schon die Perfekte Überleitung mit dem Begriff "Wahnsinn"... Der Reisebericht ist wirklich wahnsinnig... Danke, dass du uns daran teilhaben lässt. Jetzt habe ich auch Lust, in die Ecke der USA zu fliegen:-))! Schau ma mal, ob sich da was in den nächsten Tagen ergibt :-))!

Auf jedenfall ein super Thema. Klasse zu lesen, chapeau!

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