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Kyalami

BMW Neuausrichtung

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Kyalami   
Kyalami
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MÜNCHEN - Der BMW BMW-Konzern hat neben einem Sparprogramm auch mehrere neue Modelle angekündigt. Dafür wird auf das Projekt eines auf sportlich und edel getrimmten VAN überraschend verzichtet und damit das von BMW ursprünglich geplante 'raumfunktionale Konzept' aufgegeben. Das kündigte Vorstandschef Norbert Reithofer am Donnerstag in München. Neu geplant sind unter anderem ein geländegängiger X1 als kleiner Bruder der erfolgreichen X3 und X5 und eine viertürige sportliche Reise-Limousine (Gran Turismo). Als neue Fahrzeuggattung kündigte BMW ein limousinenähnliches Auto mit hoher Funktionalität an, 'Progressive Activity Sedan' genannt./DP/sf

Jetzt wirds spannend, denn ich habe das Gefühl, dass BMW noch nicht alle neuen Modelle der nächsten Jahre bekannt gegeben hat.

Was meint Ihr dazu?

P.S. Zudem gibt es evtl. zukünftig ein Aktienrückkauf-Programm, weiter Beteiligung der Aktionäre am Gewinn, Absatzsteigerungen auf 1, 8 Mio. Fahrzeuge bis 2012 und deutlich über 2 Mio. bis 2020, Umbau im Vorstand (auch neue Resorts), neue Renditeziele (Umsatzrendite 8-10 %) und Einsparungen von 6 Mrd. bis 2012

CarJack83   
CarJack83
Geschrieben

Die Problematik der Verwässerung besteht aber, wie der Spiegel schreibt, durchaus. Eine vierte Marke wäre evtl. hilfreich um Raumkonzepte zu verwirklichen. Die große Frage ist Retorte oder kaufen.

Hier ist meiner Meinung nach nur Volvo ein geeigneter Kandidat.

Was meint ihr?

Kyalami   
Kyalami
Geschrieben
Die Problematik der Verwässerung besteht aber, wie der Spiegel schreibt, durchaus. Eine vierte Marke wäre evtl. hilfreich um Raumkonzepte zu verwirklichen. Die große Frage ist Retorte oder kaufen.

Hier ist meiner Meinung nach nur Volvo ein geeigneter Kandidat.

Was meint ihr?

Laut Herrn Reithofer ist kein Hersteller momentan passend für BMW; auch nicht Volvo. Zudem ist laut seiner Aussage für die nächsten 12 Monate keine Acquisition geplant.

dee   
dee
Geschrieben

Ich schließe mich da der UBS in ihrer Bewertung an: Rückstufung von "buy" auf "hold" - was ist auch im Bezug auf meine Autos mache...

ToniTanti CO   
ToniTanti
Geschrieben

Es war ja eigentlich nichts Neues zu hören. Und am Ende geht der Hautblock über Kosteneinsparungen. Da dürfen sich dann die Zulieferer schon mal auf wieder richtig tolle Telefonate und Termine mit den Einkäufern freuen. Ist aber wohl ein genereller Trend im gesamten Autobereich. Kosten runter bei den Zulieferbetrieben. Da interessieren dann steigende Metall- und Energiepreise den Einkäufer überhaupt nicht.

Zukünftig soll der Zulieferer mehr für das selbe Geld oder das Bisherige für weniger Geld abliefern. Naja, mit kaufmännischer Logik hat das nicht mehr wirklich viel zu tun.

Und am Ende beklagen dann die Vorstände unisono, den drastischen Rückgang der privaten Autokäufer. Dabei ist dieser das logische Ergebnis der eigenen Geschäftspolitik. BMW will Kosten reduzieren und drückt den Zulieferer. Der muß aus Kostengründen MA entlassen, ggf. Werksteile ins Ausland verlagern oder Lohnerhöhungen aussetzen. Diese entlassenen Mitarbeiter kaufen keine Autos mehr. Und die. die noch einen Job haben, können (oder wollen) sich ein deutsches Auto halt nicht mehr leisten. Welcher Mitarbeiter, der bei VW arbeitet, kann sich einen deutschen Mittelklassewagen noch leisten? Die Hersteller haben heute eine bisher nicht gekannte Produktivitätshöhe erreicht. Ein Pkw wird heute so "billig" wie nie zuvor produziert - aber die Preise haben exorbitante Höhen erreicht. Das heißt, en Mitarbeiter ist nicht mehr in der Lage, das eigene, von ihm hergestelle Produkt zu kaufen. Es ist schlicht zu teuer. Hierzu war am Wochenende ein hochinteressantes Interview mit Herrn Greenspan in der FAZ.

In absehbarer Zeit werden eben die koreanischen und chin. Hersteller dieses untere Preissegment allein besetzen. Ein Dacia Logan zeigt ja, wo es in diesem Segment hingeht.

Da wird dann die von BMW angestrebte Kapitalrendite von 26% über eine Erhöhung der Produktivität (mit unveränderter Belegschaft) und einen Ausbau der aufpreispflichtigen Extras erreicht. Aber von neuen Visionen oder innovativen Entwicklungen oder alternativen Konzepten war nichts zu hören. Nur das altbewährte. Große, verbrauchsstarke Modelle. Wasser auf die Mühlen der C02-Diskussion, Egal wie man(n) dazu stehen mag. Wirklich neues kommt nicht von den Vorständen der deutschen Automobilhersteller. Seit Jahren immer die gleiche Leier, immer die selben Argumente und immer die selben Vorgehensweisen. Und um dann überhaupt etwas zu erzählen, werden dann sog. Nischen kreiert, die es vorher nie gab. Ein Mini-SUV. Na, toll, da hat die Welt doch drauf gewartet. Der versteckte und bisher nicht erüllte Traum von zig Millionen Autokäufern.

Adios

LittlePorker-Fan VIP   
LittlePorker-Fan
Geschrieben

In der Hoffnung kein politisches Thema loszutreten, aber einen neuen BMW kann sich ein normaler Arbeiter schon lange nicht mehr leisten.

Kostet (m)ein popliger 320 Cd mit ein paar Extras schon 44tsd EUR inkl. MwSt. laut Liste bzw. 40tsd EUR bar ... sind bei 1200 EUR netto etwas über 33 komplette Netto-Monatsgehälter. Bzw. wenn er den Wagen mit viel Elan nach 72 Monaten abbezahlt hat, ist der Wagen nach den 6 Jahren nur noch ein fünftel wert ...

BMW, Mercedes, Audi etc. gehen eben auf die Reichen, neben den Armen eine Gruppe die jedes Jahr stark wächst. Nicht nur in Europa, auch in China und ähnlichen Wachstumsmärkten gibt es immer mehr Reiche. Und die wollen was besonderes. Keinen Ying-Yang-Yung oder Nowosibirsk sondern z.B. ein X6-SUV-Coupé und fürs Töchterchen einen X1. Und ob der 40tsd EUR oder 80tsd EUR kostet ist dieser Klientel nicht so wichtig, hauptsache es ist ein gutes und imagestarkes Automobil.

Dass man den schwächeren Partner (Zulieferer) ausnimmt ist normal, dieses Problem habe ich auch als Selbstständiger. Man tritt halt selber nach unten und drückt seine Zulieferer und evtl. Angestellten ... war aber schon immer so. Ab einen bestimmten Punkt sagt man halt "kannst du vergessen". Sowohl die Zulieferer als auch die Angestellten. Und zumeist sagen die guten Zulieferer bzw. guten Angestellten das als erstes - womit sich der Kreis wieder schließt.

reddog320   
reddog320
Geschrieben

Ein schönes Thema, dessen Entwicklung ich auch seit längerem beobachte.

Verstehen kann, oder will ich das nicht. In der ams war ein Artikel zu lesen, wonach nun auch VW mehr und mehr auf "Premium" setzt und sich das Ziel gesetzt hat, Toyota anzugreifen. Der gesamte GM-Konzern, mit samt den Töchtern, ist ebenfalls hinter Toyota her und ich frage mich allen Ernstes, ob das alles noch normal ist. Noch dazu wird in meinen Augen "Premium" immer irrsinniger und sinnloser. Da gibt es die schönsten Ausstattungsmöglichkeiten, die ich teilweise gar nicht kannte, oder nie auf die Idee gekommen wäre, mir sowas ins Auto bauen zu lassen. Wie auch immer, ich bin mal gespannt, wo uns das alles noch hinführt.

Ciao

igor   
igor
Geschrieben
In der Hoffnung kein politisches Thema loszutreten, aber einen neuen BMW kann sich ein normaler Arbeiter schon lange nicht mehr leisten.

Kostet (m)ein popliger 320 Cd mit ein paar Extras schon 44tsd EUR inkl. MwSt. laut Liste bzw. 40tsd EUR bar ... sind bei 1200 EUR netto etwas über 33 komplette Netto-Monatsgehälter. Bzw. wenn er den Wagen mit viel Elan nach 72 Monaten abbezahlt hat, ist der Wagen nach den 6 Jahren nur noch ein fünftel wert ...

BMW, Mercedes, Audi etc. gehen eben auf die Reichen, neben den Armen eine Gruppe die jedes Jahr stark wächst. Nicht nur in Europa, auch in China und ähnlichen Wachstumsmärkten gibt es immer mehr Reiche. Und die wollen was besonderes. Keinen Ying-Yang-Yung oder Nowosibirsk sondern z.B. ein X6-SUV-Coupé und fürs Töchterchen einen X1. Und ob der 40tsd EUR oder 80tsd EUR kostet ist dieser Klientel nicht so wichtig, hauptsache es ist ein gutes und imagestarkes Automobil.

Ist halt nur dumm für die Firmen das Sie sich in China sehr schwer tun diese Spritschleudern anzubringen. Die Chinesen haben für Europäische Fahrzeuge so hohe Abgasvorschriften das es kaum möglich ist, unsere V8, V12, W12 etc. dort an den Mann zu bringen. Das geht höchstens bei den Superreichen die haben dann andere Bedingungen. 8)

Darum muss BMW, Audi für diese Länder spezielle Motorvarianten anbieten.

Fakt ist eben das BMW erkannt hat, das der Absatz in Europa stagniert u. auch der Gewinn zurückgeht.

Das ganze als Neuorientierung zu bezeichnen ist eben wieder typisch BMW. Bloss keine schlechte Nachrichten in der Öffentlichkeit, um die Anleger nicht zu verunsichern. In anderen Zeitungen stand das schon etwas anders formuliert. BMW versucht in der nächsten Zeit möglichst keine Mitarbeiter abzubauen!

In der Realität sieht das dann so aus: Einstellungsstopp, Outsourcing, geplante Projekte werden eingestellt, extreme Sparmaßnahmen, ERA, spez. Auflagen für die Vertragshändler etc.!

LittlePorker-Fan VIP   
LittlePorker-Fan
Geschrieben

Bei einem Bruttoinlandsprodukt pro Kopf irgendwo zwischen Namibia und Peru können sich auch nur extrem reiche und einflussreiche Chinesen einen BMW, Audi, Mercedes kaufen. Und bei einen der extremsten Korruptions-Indexen (etwa so hoch wie Brasilien) weltweit interessiert dieses Klientel auch Gesetze nicht allzu stark. Wenn so jemand da unten einen 300 SL Flügeltürer zugelassen haben will, dann bekommt er ihn auch zugelassen.

Für BMW machts einfach die Masse - und es wird kein BMW 316i verkauft sondern eben X5, 7er etc. und besonders in diesen Schwellenländern explodieren gerade die Reichen ... ein lukratives Geschäft. Und ausnahmsweise sind die deutschen Firmen ganz vorne dabei und überlassen nicht den Japanern und Amerikanern das Feld.

Liegt auch an China - Amerika wie auch Japan sind alte Feindbilder der Chinesen. Nur wie lange wir diesen Vorteil noch haben ...?

Da heißts dran bleiben.

Dass BMW nicht nur expandieren kann ist klar, irgendwann ist das Limit erreicht und es geht wieder nach unten. Dass das Unternehmen versucht sich so lange wie möglich am eigenen Zenith festzuklammern dürfte klar sein.

BMW muss man zu Gute halten dass sie noch relativ viel in Deutschland produzieren lassen. Kann man eigentlich generell den deutschen Firmen zu Gute halten.

Captn Difool   
Captn Difool
Geschrieben

Das BMW des "raumfunktionale Konzept" schnell abgestoßen hat und lieber eine "geräumige Reiselimo" anbieten will, hängt vor allem damit zusammen, das der ursprünglich anvisierte Konkurrent "R-Klasse" sang und klanglos am Markt durchgefallen ist. Die R-Klasse ist fast nur als Jahreswagen für Mitarbeiter unterwegs, richtg selbst kaufen tun den Wagen weit weniger Kunden als erwartet. Mal eben ne Entwicklungsmilliarde in den Sand gesetzt. Mercedes kann sich das vielleicht noch leisten, in München will man sich lieber keine solche Blöße geben.

Das (nicht nur) BMWs zu fett und teuer geworden sind, zeigt doch die Markteinführung der 1er-Reihe. Könnten sich genug Leute einen 3er leisten, gäbe es gar keinen 1er. Der soll den immer unerschwinglicher werdenden 3er als "Brot- und Butterauto" langfristig ersetzen, welcher mehr in den Kreis für anspruchsvollere Kunden aufsteigen wird.

Anstatt eines ursprünglich angedachten "9er" will man diese Entwicklung nun in einen "kleinen RR" umwandeln. Natürlich auch mit V12...ev. auch mit V8 als "Einstiegsmodell". Wie man sieht, ist man in der Luxusklasse um kein Angebot verlegen.

Ein normalverdienender Handwerker als Familienvater bekommt zum Neupreis kaum noch ein familientaugliches Auto (denn da reicht es heute nicht mal mehr zu einer Kompaktklasse) und muß sich gezwungener Maßen auf dem Gebrauchtmarkt umsehen. Da ist nicht nur "Premium" außer Reichweite.

Andreas1984   
Andreas1984
Geschrieben

Treffend analysiert!

Grüße,

Andreas

Gast DoubleDragon   
Gast DoubleDragon
Geschrieben
Ist halt nur dumm für die Firmen das Sie sich in China sehr schwer tun diese Spritschleudern anzubringen. Die Chinesen haben für Europäische Fahrzeuge so hohe Abgasvorschriften das es kaum möglich ist, unsere V8, V12, W12 etc. dort an den Mann zu bringen. Das geht höchstens bei den Superreichen die haben dann andere Bedingungen. 8)

Darum muss BMW, Audi für diese Länder spezielle Motorvarianten anbieten.

wie sehen die varianten aus?

BMW hat keine speziellen "china-motoren"...das gibt es nicht.

was es als anpassung für china, indien und row (rest of world) gibt:

geringe technische anpassungen der bestehenden motoren an den schlechten china-kraftstoff, wobei das fast nicht nötig ist, da in china der kraftstoff flächendeckend in der qualität weitaus besser ist als der in rumänien etc.

Fakt ist eben das BMW erkannt hat, das der Absatz in Europa stagniert u. auch der Gewinn zurückgeht.

die rendite/auto ist so niedrig wie seit 2001 nicht mehr...dagegen stagniert der absatz nicht! problem sind die um über 50% gestiegenen entwicklungskosten, die für die ineffizienz sorgen.

Das ganze als Neuorientierung zu bezeichnen ist eben wieder typisch BMW. Bloss keine schlechte Nachrichten in der Öffentlichkeit, um die Anleger nicht zu verunsichern. In anderen Zeitungen stand das schon etwas anders formuliert. BMW versucht in der nächsten Zeit möglichst keine Mitarbeiter abzubauen!

In der Realität sieht das dann so aus: Einstellungsstopp, Outsourcing, geplante Projekte werden eingestellt, extreme Sparmaßnahmen, ERA, spez. Auflagen für die Vertragshändler etc.!

sehe ich nicht so. BMW stellt z.B. keine sekretärinnen ein, doch ingenieure werden immer gesucht. wenn man jetzt denkt, BMW ginge es schlecht, dann würde ich gerne wissen was man bei der rover-story gedacht hat....

im gegenteil, man kann sich auf einen X1, X6 etc. freuen. dagegen verschwinden exoten wie Z4 coupe.

volvo ist nicht die vierte marke....es wird eher daran gearbeitet einen zulieferer zu übernehmen, der eine vierte marke "konstruiert" und selbst aufzieht. beispielsweise als city-car a la smart, welcher unter dem mini positioniert wird bzw. konzentriert man sich auf die zusammenarbeit bei der entwicklung mit daimler, welcher die selben probleme hat.

zudem sollen BMW-motoren verkauft werden was ein novum wäre und über die stichworte "PSA" und "Omega 2.5td" hinausgehen......

für den flottenverbrauch tut man folgendes:

mini wird ausgeweitet mit dem clubman und der kommenden off-road-version...

alles in allem eine schlüssige, neue strategie. :-))!

ich würde die BMW-aktie kaufen!

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