einfahrhinweise
nichtbefolgen bzw. mangelndes verständnis dieser hinweise werden
dauerhafte probleme und ein nicht optimal funktionierendes
bremssystem zur folge haben! lesen sie unbedingt diese
einfahrhinweise konzentriert durch, um schäden zu vermeiden!
fast alle probleme mit dem bremssystem sind auf fehlerhaften einbau
oder falsches/fehlendes einfahren der bremsscheiben/bremsbeläge
zurückzuführen. wenn sie diese einfahrhinweise nicht lesen, verstehen
und befolgen, werden ihre neuen bremsscheiben nicht optimal
funktionieren und dauerhafte fehler/beschädigungen auftreten.
beim einfahrvorgang wird die bremsscheibe nicht nur thermisch
behandelt, sondern es wird auch eine belagabriebschicht auf die
bremsscheibe übertragen. sollte diese schicht durch falsches
einbremsen nicht homogen aufgetragen werden, kommt es zwangsläufig zu
vibrationen bzw. lenkrad-drehschwingungen!
die bremsanlage muss ca. 500-1000 km eingefahren werden!
um den belag an die scheibe anzulegen, sollten ca. 10 bremsungen mit
leichtem pedaldruck aus ca. 60-80 km/h gemacht werden. sobald beim
abbremsen ca. 5 km/h erreicht wurde, wieder auf 60-80 km/h
beschleunigen und wiederum mit leichtem pedaldruck abbremsen. auf
keinen fall komplett zum stillstand kommen, sonst würde belagmaterial
auf die beim stillstand erreichte position der bremsscheibe
übertragen, was später zwangsläufig zu vibrationen führt. nach der 7.
oder 8. bremsung kann es zu einer leichten rauch-entwicklung kommen,
welche aber bedenkenlos ist. hierbei können öl-/schmiermittelrückstände
in dem belüftungssystem verdampfen. wenn ein renn- oder
sportbelag benutzt wird, abschließend weitere 5 bremsungen aus ca.
120–140 km/h mit mittlerem pedaldruck vornehmen. danach das fahrzeug
auf keinen fall mit heißen bremsscheiben abstellen! nach dem oben
beschriebenen ersten einfahrvorgang so lange wie möglich fahren ohne
zu bremsen (ca. 10 min.) bis die bremsscheiben auf die
umgebungstemperatur abgekühlt sind. der belag ist nun zu ca. 20% an
die bremsscheibe angelegt. erst wenn der belag mit seiner ganzen
fläche an der scheibe anliegt, die oberfläche der bremsscheibe eine
homogene farbe hat und keine bearbeitungsspuren mehr zu erkennen
sind, kann die volle bremskraft und fadingresistenz der bremsscheibe
genützt werden. nach ca. 500-1000 km (je nach häufigkeit und stärke
der bremsungen) wird eine optimale verzögerung und wärmeabfuhr
erreicht. während der einfahrphase (500-1000 km) sollten harte
bremsungen aus hohen geschwindigkeiten z.b. auf der autobahn
unbedingt vermieden werden. dadurch könnten bremsbelag und
bremsscheibe beschädigt und die optimale funktion des bremssystems
beeinträchtig werden. es ist nicht empfehlenswert, die bremse bei
nasser fahrbahn oder bei regen einzufahren.