Ferrari 599 GTB 60F1 – Formel 1-Siege seit 60 Jahren

Wenn man eine Sache seit 60 Jahren erfolgreich durchführt, kann man zu recht stolz darauf sein. In Maranello feiert man sich selbst mit dem Ferrari 599 GTB 60F1, mit dem man darauf hinweist, dass man seit 60 Jahren in der Königsklasse des Motorsports Gesamtsiege einfährt. Alles begann einmal mit Froilan Gonzales 1951 in Silverstone und ging dieses Jahr an gleicher Stelle mit einem Sieg von Fernando Alonso weiter.

Ferrari 599 GTB 60F1

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Mit dem Ferrari 599 GTB 60F1 bringen die Italiener ein Sondermodell heraus, um an insgesamt 60 siegreiche Jahre in der Formel 1 zu erinnern. Dies ist die Variante in der Optik von Froilan Gonzales 375 F1.

60 Jahre sind eine lange Zeit, speziell in der automobilen Welt. Marken kamen und gingen wieder, Modelle wurden erfolgreich oder zu absoluten Ladenhütern und im Rennsport wurden ganze Geschichtsbücher voller Stories geschrieben. Speziell eine italienische Marke hat dabei für weltweite Furore gesorgt und gleichzeitig einen Bekanntheitsgrad sondergleichen erreicht. 1951 holte man Ferrari den ersten Sieg in der Formel 1, der man bis heute treu blieb. Wie es das Schicksal so wollte, wiederholte sich in Silverstone fast auf den Tag genau 60 Jahre später dieser Sieg eines knallroten Rennautos und gab in Maranello den Ausschlag für ein exklusives Sondermodell.

José Froilán González, im europäischen Bereich schlicht als Froilan Gonzales bekannt, war der erste Formel 1-Pilot, der einen Ferrari in die Siegerlisten der Königsklasse eintragen konnte. Das war am 14. Juli 1951. Ihm folgten in chronologischer Reihenfolge mit Alberto Ascari, Pierro Taruffi, Mike Hawthorn, Giuseppe Farina, Maurice Trintignant, Juan Manuel Fangio, Peter Collins, Tony Brooks, Phil Hill, Wolfgang Graf Berghe von Trips, Giancarlo Baghetti, John Surtees, Lorenzo Bandini, Ludovico Scarfiotti, Jacky Ickx, Clay Regazzoni, Mario Andretti, Niki Lauda, Carlos Reutemann, Gilles Villeneuve, Jody Scheckter, Didier Pironi, Patrick Tambay, René Arnoux, Michele Alboreto, Gerhard Berger, Nigel Mansell, Alain Prost, Jean Alesi, Michael Schumacher, Eddie Irvine, Rubens Barrichello, Felipe Massa, Kimi Räikkönen und Fernando Alonso 35 weitere Fahrer, die mit ihren Ferrari bei einem oder mehreren Formel 1-Grand Prixs siegreich waren. Um genau zu sein teilen sich diese 36 Rennfahrer insgesamt 216 Siege im Zeichen des Cavallino Rampante. Einzig über die Jahre 1957, 1965, 1967, 1980, 1986, 1991, 1992 und 1993 decken wir hier einmal das Mäntelchen des Schweigens.

Am 10. Juli 2011, also beinahe auf den Tag genau 60 Jahre nach dem ersten Ferrari-Sieg, überquerte Fernando Alonso mit seinem Ferrari F150° Italia als Erster die Ziellinie in Silverstone und wiederholte damit nicht nur datumsgemäß die Geschichte, er tat es sogar auf der gleichen Rennstrecke. Grund genug, um nicht nur teamintern die Sektkorken knallen zu lassen und zu feiern, sondern die immense Renntradition durch ein Sondermodell zu würdigen. Als Basis wählte man in Maranello dazu den Ferrari 599 GTB mit HGTE Handling Paket aus. Die weiteren Änderungen entstammen der kürzlich gegründeten Individualisierungsabteilung „Tailor Made“ und umfassen Bereiche außen und innen. Das Modell wird als „60F1“ zu bestellen sein.

Die Gestaltung des Exterieurs spaltet sich in drei Varianten auf, zwischen denen die Kunden wählen können. In der Tracht des 375 F1 von 1951 erinnert man gezielt an das siegreiche Rennfahrzeug von Froilan Gonzales. Eine Lackierung in einem ungewohnt dunklen Pastellrot gibt exakt den Farbton wider, den die ersten Formel 1-Rennwagen hatten. Deutlich heller geben sich die anderen beiden Versionen, die als „Ferrari 150° Italia Livery #1“ und „Ferrari 150° Italia Livery #2“ benannt wurden. Bei #1 entspringt das Design klar dem diesjährigen F150° Italia, mit dem Fernando Alonso und Felipe Massa auf den Rennpisten unterwegs waren. Frontspoiler, der seitliche Dachbogen und ein kleiner Bereich hinter den Vorderrädern sind weiß lackiert, der Powerdome der Motorhaube wird durch einen weißen Streifen akzentuiert. Die Spoilerlippe auf dem Kofferraumdeckel trägt die italienische Flagge. Im gleichen Rosso Scuderia 2011-Farbton präsentiert sich auch die 150° Italia Livery #2. Allerdings beschränken sich die weiß-abgesetzten Bereiche hier lediglich auf den Frontspoiler.

Alle drei Varianten verfügen über seitliche Ferrari-Logos, die jedoch im Gegensatz zum normalen 599 GTB nicht als Einzelteil eingesetzt, sondern wie bei Rennfahrzeugen auflackiert sind. Dazu zeigt sich der Tankdeckel in seidenmattem Aluminium und in den Radhäusern finden sich diamantgedrehte Schmiedefelgen in 20 Zoll. Das Interieur zeigt sich in dunklen Farbtönen. In der europäischen Version nehmen Fahrer und Beifahrer auf Sabelt-Sportsitzen Platz, während in den USA Recaro-Sitze zum Einsatz kommen werden. An den Stellen, an denen am meisten Körperkontakt herrscht, sind sie mit Superfabric bezogen – einem Werkstoff aus dem Rennstoff. Das restliche Cockpit ist mit schwarzem Alcantara ausgeschlagen. In den Kopfstützen ist das Ferrari-Logo eingestickt. Vierpunktgurte mit FIA-Gütesiegel zeigen sich auf der jeweils linken Seite der Sitze in rot, rechts in blau. Für Märkte, auf denen Renngurte für den Straßenverkehr nicht zugelassen sind, werden rote Dreipunktgurte geliefert.

Die Dekorflächen des Armaturenbretts zeigen sich in Alutex. Dieses innovative Material besteht aus Metallfasern und Glasfaserkunststoff und ist zugleich leicht und stabil. Mit ihrer matten Oberfläche passt die Fläche zur silbernen Plakette, auf der das 60 jährige Jubiläum der Formel 1-Rennsiege ebenso eingraviert ist, wie die Rennstrecke Silverstone und die Signaturen von Froilan Gonzales und Fernando Alonso. Nähere Informationen und die genauen Preise des 599 GTB 60F1 erhalten Sie bei ihrem Ferrari-Händler.

Quelle: Ferrari

Autor: Matthias Kierse

9. Dezember 2011|Categories: Magazin|Tags: , |

2 Comments

  1. AM-DBS 9. Dezember 2011 at 22:59

    Haben die 2 verschiedenen Gurtfarben einen Hintergrund? Ansonsten sieht das eher bescheiden aus.

    Die italienische Flagge sieht auf der Abrisskante gut aus, wird bald bestimmt auch dem ein oder anderen normalen 599 zu sehen sein.

  2. netburner 9. Dezember 2011 at 23:08

    Der Pressetext gibt dazu leider nichts her, ich selbst kann es mir nur damit erklären, dass sich im Rennsport rot für links und blau für rechts durchgesetzt hat. Kann man gut an Zentralmuttern an den Rädern sehen (was sich widerum auch in die Serie übertragen hat, siehe Ferrari Enzo, Maserati MC12 und Porsche Carrera GT).