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Keine Touristenfahrten mehr auf Nordschleife?


PCP

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Geschrieben

Solange der Rubel rollt wird da gefahren, egal wieviel Tote, Verletzte und Schrott es da gibt. Hast du schonmal jemanden erlebt der auf seine Einnahmen verzichtet weil andere durch sein Angebot gefährdet werden? Die Diskussion um die Schliessung der NS für Touris ist doch jedesmal wieder an der Tagesordnung.

Geschrieben

Naja, der Rubel rollt ja auch durch die Testfahrten der Industrie.

Nur das die Sonntags auch testen wage ich zu bezweifeln, daher mal schauen was das gibt.

Desweiteren werden ja schon die Preise für eine Jahreskarte besprochen, die ziehen sich ja auch nicht die 750€ aus dem Hut.

MFG

Hami

Geschrieben

Scheinbar hat die Ring-GmbH genug Alternativen zu den Touri-Fahrten. Ich als Unternehmer würde wenn ich die Wahl hätte zwei ungefähr identische Ergebnisse zu erzielen vermutlich immer das des geringsten Widerstandes wählen. Und das wäre in diesem Fall die Strecke mehr an die Industrie zu vermieten. Ist doch klar: Weniger Aufwand und weniger Ärger. Ob die an Sonntagen testen wage ich jedoch zu bezweifeln.

Von daher könnte ich so eine Entscheidung verstehen.

Ob sie kommt weiß ich nicht. Immerhin gibt es durch GLP und CHC ja Alternativen dort zu fahren.

Ich kann das nicht beurteilen, weil ich mich damit nicht genug auseinandersetze, aber ich denke diesesmal ist es schon ernster als sonst. Scheinbar haben wohl die wenigsten Maßnahmen die man ergriffen hat gefruchtet.

Geschrieben

Ich glaube auch nicht das das der Region zuträglich wäre, die GLP etc. hat leider nicht die Anziehungskraft für "Gaffer" und Zuschauer wie die Touristenfahrten. Viele auswärtige kommen ja auch das komplette Wochenende und lassen dort ne menge Geld. Wenn die die Touristenfahrten einstellen wäre das für die Region ein massiver Rückschritt.

Sicherheit geht vor, keine Frage, nur bin ich der Meinung Unfälle hin oder her, jeder ist für sich selber verantwortlich. Daher plädiere ich für die Lösung der unterschiedlichen Zeiten für Moppeds, wirkliche Touristenfahrten und schnelle Fahrer (unterscheidungsproblem)

Die Idee mit den Bußgeldern halte ich nicht wirklich für gut, wenn die "nur" Harakiri-Aktionen ahnden ok, aber nicht das die am Schwedenkreuz nen Starenkasten montieren oder sonstigen Blödsinn.

Desweiteren wiederspricht sich dort die Aussage, dass der Nordschleife der Status des öffentlichen Verkehrsraumes entzogen werden soll mit der Bußgeldidee.

MFG

Hami

Geschrieben

Hallo,

ja, dass Thema scheint in diesem Jahr wirklich sehr ernst zu sein.

ich bin weiß Gott kein Kind von Traurigkeit und habe auch einen schweren rechten Fuß...Allerdings habe ich bei meinen Besuchen in diesem Jahr schon einiges an Rücksichtslosigkeit auf der Strecke erlebt. Ich gehöre bestimmt nicht zu den Schnellen und gerade weil ich das weiss und nur geringe Streckenkenntnisse habe, halt ich mich ein wenig zurück und schaue sehr oft in die Spiegel und fahre so ca. auf 80%.

Viele der "Neulinge" machen das aber leider nicht so. Sei es aus Mangel an geistiger Kompetenz oder einfach aufgrund eines kurzzeitigen unkontrolliertem Adrenalinrausches.... Und da muss man einfach auch mal ansetzen. Sicherlich werden viele Dinge diskutiert, um die Sicherheit zu erhöhen....Aaaber, es ist allen bekannt, dass die Benutzer der NS "zügig" fahren und wie kann man dann auch noch Reisebusse auf die Strecke lassen...Das ist zum Beispiel meiner Meinung nach ein Punkt an dem man Seitens der GmbH ansetzen müsste.....Auch wäre eine Trennung von PKW und Motorrafd durchaus angebracht:

BSP: Ich war am 28.09. am Ring. Kurz vor Eschbach sehe ich im Spiegel ein Motorrad anrauschen. Da ich um meine NS-Kenntnisse weiss, blinke ich rechts und fahre auch nach rechts. Das Motorrad fährt an mir so knapp vorbei, so dass es mich fast noch vorne links an meinem Kotflügel getriffen hat......Da hätte auf jeden Fall nicht viel gefehlt und ich hätte den Kollegen auf die Hörner genommen......Auch hört man von den Motorradfahrern immer wieder, dass es sehr oft zu Unfällen durch Betriebsmittel, welche überweigend von den PKW's stammen, kommt...Noch ein Grund mehr für eine Trennung.....

Just my 50 cents...

Gruss

Tilo

PS: Es wäre auf jeden Fall sehr schade, wenn es in 2005 keine Tourifahrten mehr geben würde.....

Geschrieben

Das wäre wohl sehr, sehr schade.

Aber wie schon gesagt, an die Industrie kann man die Strecke auch vermieten, aber das meiste Geld für das Umland bringen nunmal die Touristenfahrer rein. Ich denke da werden auch die Wirte und Hoteliers ziemlich schlucken müssen und dagegen protestieren.

Auch Veranstaltungen wie VLN oder das 24h-Rennen werden darunter leiden. Bisher war gerade der Reiz da, die Strecke mal selber fahren zu können, sich mal ein wenig in einen solchen Rennfahrer hineinversetzen zu können, der da 24 Stunden lang Höchstleistungen bringt.

Diese Faszination wäre definitiv weg.

Die Nordschleife ist einfach der Motor für eine ganze Region. Das Land oder der Betreiber sollten mal eine Studie machen, wieviele Arbeitsplätze von den Touristenfahrten direkt und indirekt abhängen. Ich glaube dann ist das Thema schnell vom Tisch. Gerade in der derzeitigen Situation mit unserer hohen Arbeitslosigkeit.

Geschrieben

Ich fände es einfach nur schade....

Leider ist es auf der Nordschleife immer verrückter und voller geworden. Ich finde Tage mit 4 oder 5 Vollsperrungen nicht mehr normal. Trennt Motorradfahrer und Autos, lasst alle die fahren eine C-Lizenz vorweisen-was auch immer. So wie es sich in den letzten Jahren entwickelt hat wird irgendwann eine Katastrophe passieren oder SWR 3 meldet 20,8 km Stau auf der Nordschleife...

Geschrieben

Hallo,

@alpinab846: :-))! Treffend gesagt.

Ich bin nun seit 6 Jahren immer wieder mal am Ring (habe jedesmal 500km Anreise) und es ist wirklich immer voller geworden, vor allem seitdem das Thema immer mal wieder in den Medien behandelt wird.

Das mit der C-Lizenz ist ne gute Idee...

Gruss

Tilo

Geschrieben

Das Problem ist wie so oft politischer Natur!

Durch die hohe Zahl an Unfällen muss der Kreis Adenau erheblich mehr Geld für Rettungsmaßnahmen und Polizei ausgeben, als andere vergleichbar große Kreise. Da das schlußendlich aufs Land Rheinland Pfalz zurück fällt bekommt der Kreis Adenau dann den Anschiss, wieso sie so viel Geld benötigen! Da das Land nur auf die Finanzen schaut wird dem Kreis Adenau das Budget gekürzt und die setzten dann den Ring unter Druck, es müsse was passieren! Gäbe es eine private Rettung am ring und ein privates Krankenhaus, gäbs die diskussion wohl nicht! Mit SAR-Hubschrauber-einsatz und x Einsätzen pro Wochenende von RTW und NEF ist der kleine Kreis Adenau leider top of the flopps!

Als Lösungsvorschlag eindeutig trennung Motorrad und Auto, Busse und Anhänger nur noch zu gesonderten Zeiten und mehr Kontrolle der Autos nach Flüssigkeitsverlusten usw...das kostet zwar auch geld, aber die GmbH und nicht den Kreis!

wer die Regierung in Rheinland Pfalz kennt, weiß wer an allem mal wieder schuld ist: die SPD! :-(((°

;)

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Geschrieben
Geschrieben

Hallo PCP,

 

schau doch mal hier zum Thema Zubehör für Verschiedenes über Autos (Anzeige)? Eventuell gibt es dort etwas Passendes.

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Geschrieben

Sicherheit geht in jedem Fall vor:

Aber ich bin der Meinung, die meisten Leute die dorthin anreisen, kommen um mal Ihrem Trieb freien Lauf zu lassen, was auf den meisten Strassen nicht mehr möglich ist, deshalb finde ich: Jeder weiss es um was es geht, jeder kennt die Risiken, wem es zu gefährlich ist, der soll es doch einfach sein lassen, jeder der drüber fährt ist ja schliesslich über 18 Jahre alt! Wer möchte schon alleine auf einer einsamen Runde unterwegs sein, (vereinzelte sicherlich schon), aber das ist doch grad das Feeling, mal einen Porsche vor sich zu haben oder ähnlich.

Jedem Land das seine, gäbe es dort die NS nicht, dann hätte dieser Ort nur noch Wanderer und Pensionisten die Burge anschauen, also, die sollen sich selber einen Gefallen tun und so weitermachen, Arbeitslosigkeit haben wir schon genug und die Deutschen schon ein x-faches an der Zahl, also die Infrastruktur hochhalten und Geld verdienen und denen den es gefällt den Spass lassen, oder wollt Ihr in Zukunft nur noch hintereinander hinterher fahren, ich meine der Vater Staat nimmt uns schon genug weg.

Wer möchte der soll, wer nicht soll es bleiben lassen, jeder kann doch selber entscheiden! In 10-15 Jahren können wir uns nicht mal mehr auf den Strassen bewegen. :wink2:

Geschrieben

Aber bei den Nachrichten...wir sind in der Minderheit-das ist doch klar. Und bei den geneigten Lesern der Boulevardpresse kommt doch nur an, daß Menschen sterben.

Ich habe mir auf der Rückfahrt einen-rückblickend unfreiwilligen-Trip durch Zürich gegönnt...die Verkehrsplaner die das verbrochen haben gehören abgesetzt. Unseren Politikern ist die Schließung der Tourifahrten allemal zuzutrauen. Da gibt es viel weniger allgemeines Interesse...leider... :-(((°

Das Problem auf der Nordschleife ist doch nur eine Gruppe von dreien:

Die erste ist langsam, weiß es und macht Platz-kein Problem

Die zweite ist so schnell und erfahren, daß sie keinen behindern-kein Problem

und dann gibt es noch diese dritte Gruppe...zwei Runden gefahren und meinen man kennt jede Kurve, keine Linie und so mit sich beschäftigt, daß sie keinen anderen wahrnehmen:ein riesen Problem...

Geschrieben
Unseren Politikern ist die Schließung der Tourifahrten allemal zuzutrauen. Da gibt es viel weniger allgemeines Interesse...leider... :-(((°

Da müsste man doch mal unseren selbsternannten "Auto-Kanzler" kontaktieren... :lol:X-)

Ich habe bei allen Schließungsgerüchten immer noch die Hoffnungen auf die Bewohner der Gegend um den Ring gesetzt.

Die Wirte und Hoteliers beispielsweise wollen ja nicht nur zur Formel 1 und der DTM ihre Betten belegt und ihre Küchen ausgelastet haben. Denn davon alleine können die nicht leben.

Geschrieben

@alpinab846

Das seh ich genau so, aussert: man soll doch wirklich die "Touristenfahrer" - die Ueberforderten, sei es Opis oder Omis oder sonst welche Sonntagsfahrer nicht auf den Ring lassen, was wollen die den dort, den Wald anschauen, oder was sollen Busse und Cars auf dem Ring, absoluter Blödsinn, die sollen doch eine schöne Tour auf den Landstrassen machen, ist doch viel erlebnisvoller, schliesslich wissen die ja, das sie auf einer Racer-Strecke sind und sie ein enormes Gefahrenpotenzial darstellen, was will ein Bus, die Fuchsröhre, ein Karussel oder den Pflanzgarten bebrettern.... :D

Die können sonst doch auf den Hockenheim gehen oder auf den Grandprixkurs, dort sehen sie wenigstens schöne Tribühnen :D

@M@rtin

Hast vollkommen recht, bin Deiner Meinung. :-))!

Es ist einfach ab und zu seltsam, wie manche Menschen oder Politiker oder wer weiss auch immer, an Ihrem eigenen Grab schaufeln - wirtschaftlich gesehen. Die NS lockt doch nur aus einem Grund - Racing pur, jeder auf seine Art. Wenns halt kracht, dann krachts halt, ist halt im Racingleben so, das kann nicht geändert werden.

Nicht mal in der Garage ist man sicher gegen Umweltkatastrophen O:-)

Geschrieben

Die sollen lieber mal diskutieren Motorräder und Autos zu trennen. Auf jeder Rennstrecke in Europa wird strikt getrennt gefahren nach schnellen/langsamen Autos und eben Motorrädern - wieso kriegen sie es auf der schwierigsten/gefährlichsten Rennstrecke denn nicht hin? Das ist doch echt nicht so schwer und es würde weder Auto- noch Motorradfahrer stören - im Gegenteil.

Der Nordschleifen gmbh denke ich ist es egal ob es Tourifahrten gibt, die könnten die anderen Tage ohne jegliche Probleme an Autohersteller usw vermieten und damit das Geld ohne Probleme reinkriegen, aber für die Betriebe im Umland (Hotels, Gaststätten usw) wäre das Ende der Tourifahrten sicher ein ernstes Problem.

Geschrieben

Hallo,

Arbeitsplatzerhaltung interessiert unsere derzeitige Regierung nicht im Geringsten.....Mein "Freund" Jürgen TrittIhn hat vor der Einführung des Dosenpfandes gesagt, dass es ihm egal sei wieviele Arbeitsplätze verloren gehen.....Brau & Brunnen musste schon entlassen.....

-----------

Komisch, von allen Seiten hört man immer wieder Trennung von Motorrad und PKW....Aber warum passiert das nicht ?? Ich denke mal die GmbH wird auch hier mitlesen....Also nehmt das doch mal als Denkanstoss oder klärt uns "laien" mal auf, warum so etwas nicht in Erwägung gezogen wird.

Gruss

Tilo

Geschrieben

ich vermute stark, die N-GMBH wird 2004 die Touristenfahrt in den Vordergrund stellen und den "Renncharakter" immer mehr eindämmen. Also eher mehr Klorollen-Rentner und Reisebusfahrer als weniger. Das mögen die meisten, mich eingeschlossen, nicht gerne hören, aber möglich wäre es schon. Schließlich verunglücken diese seltener. Tatsache ist:

1.) Eine Trennung von PKW und Auto wird auch 2004 nicht kommen.

Sie entspricht nicht dem natürlichen Mix auf der Straße, der die Touristenfahrten doch ausmachen soll.

2.) Fahrzeuge mit 07er Kennzeichen werden ab 2004 von den Touristenfahrten ausgeschlossen. Die Prüfung der Verkehrssicherheit obliegt bei diesem Fzg. nur dem Halter. Eine Absegnung von etwaigen Umbauten durch den TÜV ist nicht notwendig. Auf der NS sieht man evtl. auch deshalb viele von diesen Youngtimern, die mehr einem Rennfahrzeug ähneln als einem straßentauglichen Wagen. Das ist der N-GMBH zu gefährlich.

3.) Die Touristenfahrten auf der Nordschleife sind keine Rennveranstaltung.

Deshalb ist für die Teilnahme dort kein Fahrerlehrgang oder Lizenz notwendig.

Führerschein und Straßenzugelassenes Fzg. reichen aus.

Das wird sich auch nicht ändern. Sosehr ich mir auch das Gegenteil wünschen würde.

Was folgen könnte ist, z.b., daß auffällige Fahrzeuge gesondert auf ihre Straßenzulassung geprüft werden, ähnlich der jetzt schon üblichen Geräuschmessung.

Falsche oder nicht eingetragene Anbauteile führen zum Streckenverbot. Oder, wenn die grüne Obrigkeit hinzu gezogen würde, auch zu Bußgeldverfahren oder Schlimmerem.

Es wäre auch durchaus möglich, daß ausgemusterte Rennwagen mit Straßenzulassung, oder extrem modifizierte PKW mit Käfig, Schalensitzen, Renn-FW und Semislicks nicht auf die Strecke gelassen werden.

Wer an der Durchsetzbarkeit zweifelt sei auf das Verbot der Kamerafahrten hingewiesen. Die N-GMBH hat Hausrecht.

Und für eben diese Klientel gibt es ja die Möglichkeit GLP oder CHC zu fahren.

2004 wird vermutlich einiges probiert werden und es bleibt spannend.

Ich für meinen Teil werde noch umsichtiger und mit gebremstem Schaum fahren. Aber solange ich darf, werde ich die Touristenfahrten nutzen.

Gruß Olaf

**der-einen-modifizierten-Porsche-fährt-und-manchmal-in-einem-ausgemusterten-Rennwagen-unterwegs-ist**

Geschrieben

Ich glaube ehrlich gesagt das viele der Probleme hausgemacht sind.

Die erste Zeit wo ich dort gefahren bin gab es noch die alte Zufahrt. Dort hatte man zwar auch ein Parkplatzproblem, aber nicht in diesem Ausmaß. Eigentlich war alles genau so wie heute. Mopeds und Autos führten Gefechte auf der Strecke, hinterher haute man sich auf die Schnauze, vertrug sich wieder, es gab Unfälle, Holländer, Reisebusse und die Welt war zumindest halbwegs in Ordnung. Man kannte den "älteren Herrn" der die Karten abknipste persönlich, und wurde von ihm gar nicht kontrolliert da er eh wußte ---> Jahreskarte.

Was es nicht in diesem Ausmaß gab waren die Chaoten, da das Thema in den Medien eigentlich nicht wirklich präsent war. Es gab auch nicht 48.000 Zuschauer Sonntag Morgens um 10.00 Uhr am Brünnchen. Dieses johlende Volk, das sich scheinbar freut wenn sich jemand aufs Dach legt. Die Sensationsgeilheit kennt keine Grenzen mehr. Hauptsache Hubschrauber und RTW sind im Dauereinsatz.

Irgendwann (ich weiß gar nicht wann ehrlich gesagt) wurde der Nürburgring modernisiert. Es entstand die Erlebniswelt, ein neues Fahrsicherheitszentrum und auch die neue Zufahrt an der Döttinger Höhe (ob das jetzt chronologisch richtig ist weiß ich nicht da ich zu der Zeit nicht gefahren bin). Das Ding ging durch die Medien und scheinbar konnte der Umsatz gesteigert werden da es von Wochenende zu Wochenende immer voller wurde. Irgendwann 2001 dachte ich mir Sonntag Morgens: Kannst ja mal wieder zum Ring fahren. Das war echt zum abgewöhnen. Nur Chaos. Sowohl auf der Strecke als auch daneben. So kannte ich das nicht. Und wenn ich das 2001 mit 2003 vergleiche war es vor zwei Jahren fast noch harmlos.

Scheinbar hat man mit den Veränderungen an der Auffahrt gut Geld verdient (meine erste Jahreskarte kostete irgendwas bei 800 DM), aber es kamen auch die Probleme. Steigende Unfallzahlen, mehr Tote und einfach mehr Chaos.

An Situationen wo die halbe Döttinger Höhe Stau ist kann ich mich vor dem Umbau nicht erinnern.

Der Rest ist bekannt. Bis 2003 bin ich Touri-Fahrten nicht gefahren. Und wenn ich ehrlich bin: Die meiste Zeit dieses Jahr hat es mir nicht mal wirklich Spaß gemacht. Schön war es nur Morgens um 08.00 Uhr oder im Regen. Und der eine Freitagnachmittag. Weil dann trauen sich die ganzen Möchtegerns nicht auf die Strecke.

Und da sind wir beim Problem:

Ich denke nicht das die erfahrenen Leute die dort fahren das Problem sind. Klar, auch in dem Kreis gibt es Unfälle. Aber unterproportional.

Problem sind die Leute die sich einfach keinen Kopp um die Gefahren machen, oder die, die sich durch andere anstacheln lassen.

Ich kann mich an eine Situation erinnern wo ich am Flugplatz auf ein langsames Moped auflaufe. Der Typ sieht mich und gibt Stoff. Der fuhr eine ganz beschissene Linie und hat am Schwedenkreuz schon fast gelegen. Naja, schlußendlich hat er dann Ausgangs Adenauer Forst in der Leitplanke geparkt. Diese Fälle sind symptomatisch. Wie oft drehen sich vor mir irgendwelche Leute am Adenauer Forst, oder legen sich mit ihrer Mofa auf den Bart.

Das ist das was wir schon 34.tausend Mal durchexerziert haben. Die Leute machen sich keinen Kopf um das was passieren kann. Und dann lassen sie sich durch andere anstacheln. Das man mit einem 90 PS Astra (nichts gegen das Auto) jemandem mit jahrelanger Erfahrung in einem M3 oder GT3 nicht folgen kann scheinen manche nicht zu wissen.

Natürlich entsteht da in gewisser Weise eine Rennatmosphäre. Überrollbügel, Semi-Slicks, Spoiler hier und da. Einmal nem GT3 folgen. Bumm, und schon in der Planke.

„Schau mal Ilse, hier rechts hat Niki Lauda seine Ohren verloren!“ brooooch, und zu schnell für die Bergwerksrechts.

„Hertha, isch jlaube ma hier hat sich damals de Winkelhock mit seine Formel 2 Bolide abjelegt! Kannse disch erinnere?“ Ein riesen Knall, und schon sind sie geradeaus in die roten Stapel an der Quiddelbacher Höhe geflogen.

Ist doch so.

Es gibt vier Arten von Unfällen:

- Maßlose Selbstüberschätzung durch anheizen lassen durch andere Personen oder Autos.

- Unerfahrenheit gepaart mit mangelnder Aufmerksamkeit und Fahrzeugbeherrschung

- Unfälle bedingt durch Betriebsmittelverluste oder sonstige Verunreinigungen

- Unfälle von Leuten die sich auskennen (der Teil der Statistik würde mich persönlich brennend interessieren

Ich würde meine Nierensteine darauf verwetten das die ersten beiden Punkte über 80 Prozent liegen. Und da sind wir wieder beim Thema: Wie kriegt man das geändert?

Jeder der dieses Jahr an dem getrennten Wochenende da war (da wo nach Mopeds und Autos) getrennt wurde, hat gesagt das es gut war. Warum wird so was nicht umgesetzt? Das verstehe ich nicht. Ist doch kein Aufwand. Das ist doch die einzige Lösung die man sofort umsetzen kann. Da wäre doch jeder dankbar für.

Wenn ich alleine daran denke wie viele zig Tausend Euros aus diesem Forum in diesem Jahr an Hotelerie, Gastronomie, Tankstellen etc. gegangen sind wird mir schlecht. Wenn man das mal mit den zig Tausend Besuchern multipliziert kommt ein Betrag zustande der der Region unter Garantie sehr wehtun wird wenn er fehlt. Wird die Eifel eine Subventionsregion?

Ich hab diese Wochenenden echt sehr genossen und fände es schade wenn man das nächstes Jahr nicht mehr in der Form machen könnte. Da würd mir eine Menge fehlen. Und was Konsti sagt ist doch richtig: Mal ein bisschen austoben muss doch auch sein. Nur sollte man das Hirn anlassen. Und das scheinen halt viele nicht zu können.

Aber wenn ich wie gesagt ehrlich sein soll sehe ich das auch so das sich da was ändern muss. Wenn ich an das Osterwochenende denke läuft mir jetzt schon der kalte Schweiss den Rücken runter. Es gab scheinbar jedes Jahr Steigerungen was die Besucher angeht.

Folglich müsste nächstes Jahr sowohl auf als auch neben der Strecke Anarchie herrschen.

P.S. Die neue Zufahrt finde ich eh einen schlechten Witz. An der alten waren nicht so viel weniger Parkplätze. Und an der Pommesbude hab ich auch lieber gegessen.

Womit wir beim Spruch sind den meine Oma immer sagt: Früher war alles besser.

In diesem Fall hätte sie Recht.

Geschrieben

Wow Nils :-o

Das ist mit Abstand das beste was ich zu diesem Thema in der letzten Zeit gelesen habe.

Schick das doch mal als Leserbrief an die diversen Print-Automagazine! Das sollte auf Papier gedruckt werden.

:-))!

Geschrieben
:???: ... hat er bestimmt irgendwo rauskopiert .... :D

Ne, abgeschrieben. Wundert mich das Du den nicht gelesen hast. Ist Dein Bravo-Abo ausgelaufen?

Geschrieben
Ne, abgeschrieben. Wundert mich das Du den nicht gelesen hast. Ist Dein Bravo-Abo ausgelaufen?

Nee, hab ich verlängert! Ich würd mir doch nie Deine Fragen ans Dr.Sommer Team entgehen lassen ...

Geschrieben

Ach Ihr beiden seid das immer-jetzt ist mir einiges klar....

@ PCP: Nierensteine halten keinen GT 3 aus-außerdem scheinst Du ja Deiner sig zufolge immer gut zu spülen... O:-)

Ich denke abschließend nicht, daß die Nordschleife geschlossen wird...der Versuch das vor Jahren schon mal durchzuziehen hat schon den ein oder anderen bunten Politiker in der Region das Mandat gekostet...

Ich denke aber auch, daß sich in unser aller Interesse etwas ändern muß: Diese chaotischen Zustände am Wochenende auf den Parkplätzen, diese gefährliche Mischung aus Motorrädern und Autos-das geht auf Dauer nicht gut...ich warte auf den Moment, in dem hinter einer Kurve eine Menge Menschen und Bikes auf der Fahrbahn liegen und man nicht mehr ausweichen kann.

Nils hat es schon ganz treffend gesagt: es sind im Laufe der Jahre zu viele Teilnehmer auf die Strecke gekommen...auch wenn früher nicht alles besser war.

Ich hoffe einfach auf ein schönes nächstes Jahr mit viel Sonnenschein und einer Menge noch schönerer Runden. Formel eins bei Sabine Schmitz im Lokal u.s.w....

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