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Klarlack/Kunststoffschicht auf den Holzapplikationen im DB9


Zur Lösung Gelöst von Sarah-Timo,

Empfohlene Beiträge

Geschrieben

Servus in die Gemeinde,

weis wer wie ich das wieder hin bekomme? 
Bei meinem DB9 Volante hat die Sonne die "Klarlackschicht", oder was auch immer das ist, an einigen Ecken vom Holz abgelöst wodurch die Stellen heller sind.
Ich würde gerne das ganze lösen/schleifen/lackieren lassen und frage mich ob das schon wer gemacht hat oder Spezis sowas machen können?

Wäre für ein paar Ratschläge echt dankbar.

MfG

Willi

 

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Geschrieben

Es gibt einige Spezialisten, die sowas machen. Selber machen ergibt meistens kein gutes Ergebnis.

Falls doch folgendermaßen vorgehen:

- alten Klarlack komplett runterschleifen. Dabei ist höchste Vorsicht geboten, da die Furnierschicht sehr dünn ist und schnell durchgeschliffen.

- Bootslack in mehreren Schichten und Zwischenschliff auftragen


Für weitere Informationen empfehle ich, diesen Artikel (sehr gut!) zu erwerben! 

https://www.oldtimer-markt.de/oldtimer-praxis/archiv/2015/10/holz-restaurieren-teil-1-93001

  • Gefällt mir 5
Geschrieben

Oh Gott ich hoffe es gibt eine andere Lösung als Schleifen. 
Mit der Furnierschicht hast du recht, gerade mal seitlich drauf geschaut die scheint keinen Millimeter dick zu sein, dafür die Klarlackschicht oder was auch immer da drauf ist knapp 1mm. 🫠

 

 

1.jpeg

Geschrieben

Ich würde einen Profi dranlassen, dann muss man sich nicht ärgern!

 

www.sternenholz.com

www.alfred-moeller.de

www.tescari-classic-car-parts.de

vor 3 Minuten schrieb Willi894:

 

Oh Gott ich hoffe es gibt eine andere Lösung als Schleifen.

 

Nein!

  • Gefällt mir 2
Geschrieben

Hab eben ein zwei von denen angeschrieben. Vllt. ergibt sich ja was.
Den Navi Deckel hab ich zwei mal da, da versuch ich mal in der Hochvakuumanlage meines Carbonmenschen mit Klarlack zu füllen. 
Probieren geht über studieren 😅

  • Lösung
Geschrieben

Aus meiner Sicht lässt sich die Oberfläche aller hier gezeigten Bauteile -soweit die Bilder aus der Ferne eine reale Einschätzung zulassen- noch sehr gut aufarbeiten. Das erkennt man u.a. daran, wie genau die milchigen Stellen das Licht brechen bzw. absorbieren. Schleifen, und zwar kontrolliertes Nasschleifen, wird hier allerdings unumgänglich sein. Das muss zu 100% sein, funktioniert leider in dem Fall nicht mehr ohne. Ich würde jedes Teil zunächst gründlich reinigen und entfetten und anschließend den gealterten Klarlack durch kontrolliertes Nassschleifen mit fein abgestuften Körnungen (2000/3000/4000) gleichmäßig zurückarbeiten. Das Bedarf viel Fingerspitzengefühl und eine feinfühlige Verteilung des Drucks/Gewichts der Hand (professionelle Restaurationsbetriebe machen das maschinell). Danach wird die Oberfläche mehrstufig hochpoliert, in der Regel dreistufig, sodass die ursprüngliche Tiefe und Klarheit der Holzmaserung wieder deutlich zum Vorschein kommen kann.

Wenn man diese Arbeit von einem qualifizierten Restaurator ausführen lassen möchte, dann würde ich pro Bauteil für die reine Aufbereitung mit kontrolliertem Nassschliff und anschließendem Hochpolieren mit ca. EUR 250,- rechnen. Sollte sich dabei allerdings zeigen das der vorhandene Klarlack bereits zu stark gealtert bzw. nicht mehr tragfähig ist, dann müsste der Klarlack leider vollständig erneuert werden. Das heißt konkret, es erfolgt der Neuaufbau mit einem neuen hochwertigen 2K-Klarlack, kontrollierter Aushärtung, anschließendem Feinschliff und abschließender Hochglanzpolitur der Deckschicht. Dafür würde ich mit ca. EUR  600,- Euro pro Bauteil rechnen - das ist wirklich Arbeit. Ein guter Restaurator wird allerdings relativ schnell feststellen können, wie viel Substanz im vorhandenen Klarlack noch vorhanden ist. Gerade weil das Furnier auf den Fotos hier aus meiner Sicht noch ziemlich gut erhalten ist, könnte bereits die kleinere Variante (also ein kontrollierter Nassschliff mit anschließender professioneller Polieraufbereitung) ein sehr hochwertiges Ergebnis liefern, ohne den Klarlack komplett neu aufbauen zu müssen. So kann man  die vorhandene Substanz wahrscheinlich noch optimal nutzen und die ursprüngliche Tiefe und Klarheit der Holzoberfläche weniger aufwendig wiederherstellen.

 

Glänzende Grüße,

Sarah

  • Gefällt mir 4
Geschrieben

@Sarah-Timo
🤩 Genial und ausführlich. Da mein Lackierer 194€ Brutto die Stunde berechnet und nur seine Azubis günstiger sind, denen ich das aber net wirklich antraue es nicht zu vergeigen habe ich mal parallel den Test beim Carbonfuzzi probiert.

...und gerade das Teststück abgeholt, welches ich bei meinem Carbonfuzzi hatte.
- Habe eine Innen- und Außenkante mit Vakuumtape beklebt
- Mit einer frischen Cuttermesserklinge die Schichten seitlich "angeschnitten"
- 2k Klarlack in den Schlauch
- Vakuum an der gegenüberliegenden Seite angelegt
- Kammertermperatur hoch auf 65 Grad damit alles etwas geschmeidiger wird
siehe da..... bei 0,70 Bar Vakuum zieht der Klarlack direkt in die entstandenen Lücken 
und zieht richtig stark ins Furnier. 

Ich Teste es nun mal bei dem Rest und berichte. Evtl. ist das die Lösung für ablösende dicke Klarlackschichten auf Holzfurnier.
Die Innenkanten muss ich nochmal wegen der Lacknasen nun nachbearbeiten, aber lieber das als eine Woche zu schleifen 😅

1.jpeg

Hier an den Stellen sieht man noch etwas Luft. Ich denke bei leicht höherem Vakuum zieht der Lack auch da ein. 
Für mich reicht es aus da die kleinen Mängel super zum Rest des Fahrzeuges passen an denen ich noch dran bin 😂

Heute geht es an die ablösenden Stellen an Tacho- und Radiodisplays. 🫠
 

AAAAAAAAAA.png

GGGG.jpeg

HHHH.jpeg

  • Gefällt mir 7

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