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Ferrari Roma - am Ende seiner Produktionszeit - Einschätzung Mauerblümchen ja/nein?


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Geschrieben

Nun, nachdem der Roma als Coupe ja eingestellt ist, kann man sich bereits die Frage stellen, wie er in der Modellhistorie einmal zu bewerten sein wird.

Irgendwie lief er m. E. unter dem Radar. Es gab ihn nicht sehr lange und auch hier tat sich wenig. Irgendwie elegant, aber vielleicht doch zu "schön" und subjekjiv zu wenig Sport?

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Geschrieben

Das Cabrio kann auch schon seit geraumer Zeit nicht mehr bestellt werden. Das Coupé gefiel mir beim ersten Anblick damals schon ganz gut, obgleich ich, wie sicherlich der ein oder andere auch, anfangs davon ausging, ein neues Modell von Aston Martin vor mir zu haben. Das lag insbesondere daran, dass sich dieses erste rein optische „Kennenlernen“ bereits kurze Zeit vor der offiziellen Vorstellung bei den einzelnen Händlern in der Classic Remise in D‘dorf ergab. Warum er da stand, keine Ahnung. Er durfte dort angeblich noch nicht einmal fotografiert werden, aber als ich das erfuhr, hatte ich ein paar Bildchen längst schon auf meinem iPhone😉.

Im Rahmen des ein oder anderen Events bei Ferrari habe ich die Roma Coupés gefahren, einmal sogar, als mein 296 seinen ersten unbeabsichtigten längerfristigen Werkstattaufenthalt hatte, bekam ich ihn für eine knappe Woche als Ersatz gestellt und fuhr währenddessen gute 600km damit. Es gab keinerlei Probleme, weder mit der Technik, noch mit dem Fahrverhalten. Stören täte mich in erster Linie dieses verdammte Lenkrad mit dem Touchscreens. Das ist, wie ich schon mehrfach in anderen Threads erörterte, einfach nur unterirdisch und für fast nix zu gebrauchen. Über die Umstellung auf das Bildschirm-Cockpit kann man streiten, aber da kommen wir ja eh nicht mehr drumherum.

Was mich bei der allerersten Probefahrt störte, war das extreme völlig übertriebene Eingreifen des automatischen Bremssystems. In einer Kolonne aller Probewagen fuhr ich bei dem Event durch eine Ortschaft mit normaler Geschwindigkeit und Abstand. Ohne auch nur das ansatzweise Bestehen einer Gefahr machte das Ding dann auf einmal mehrmals eine Vollbremsung. Auf sofortige Nachfrage an den Instruktor vom Werk neben mir, erfuhr ich, dass dies nicht einmal deaktivierbar sein soll. Das konnte schon gewaltig nerven.

 

Zu unsportlich finde ich ihn eigentlich nicht einmal. Klar, es ist kein 296, aber Vorahnen vom GT-Prinzip a la Portofino, California oder gar dem Mondial aus den 80/90ern hat er ja genügend. Und rein von der Optik sagt er mir persönlich von allen dieser genannten Modelle mit Abstand am ehesten zu. Habe sogar inzwischen selbst schon das ein oder andere Mal mit dem Gedanken gespielt, zuzuschlagen, zumal man inzwischen gepflegte Modelle mit wenig Laufleistung preislich schon unterhalb z.B. eines Maserati MC20 bekommen kann. Auch wenn mir wiederum letzterer rein von der Außengestaltung zwar besser gefällt, täte ich mich dann doch schwer damit, a) mehr Geld für einen Maserati gleichen Alters und Laufleistung zu investieren und b) am Ende ein im Wiederverkauf unlösbares Problem am Hacken zu haben (zumindest lassen selbst die günstigsten z.T. schon seit Jahren sich bei mobile befindlichen Inserate auch für „Neuwagen“ nichts Gutes befürchten).

 

Unterm Strich wüßte ich also im Ganzen nichts, was unbedingt gegen den Kauf eines Roma spricht, wenn man sich auf (kleine) Kompromisse einlässt. Aber irgendeinen Kompromiss hat man irgendwo mehr oder weniger bei jedem Ferrari respektive auch anderen Sportwagen. Daher bin ich mir schon recht sicher, dass er seinen Platz und eine angemessene Berücksichtigung in der Modellhistorie schon finden wird.

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Geschrieben

Ich bin eher bei Mauerblümchen.

 

Ich bin den Roma auch bei 3 Events gefahren und er kann so ehrlich muss man dann schon sein von der Sportlichkeit nicht ansatzweise mit den „echten“ V8 Sportmodellen (458-488-F8) mithalten.

 

Ganz unschön blieb mir zB in Erinnerung dass bei einer (trockenen) Kurve am Starnberger See urplötzlich das Heck wegschmierte. Das ist etwas was bei einem 458 bei ähnlichen Manettino-Einstellungen und Speed nie passieren würde.

 

Was bleibt dann? Ein nettes „Dolce Vita Nuovo“ Cruiser-Wägelchen für den Weg zur Oper?
 

Dann nehme ich lieber das Original: Den neuen Vantage V8. 

Geschrieben

Dem kann ich nicht zustimmen. Mit dem Portofino, was ja im Grunde nichts anderes ist, bleibt man sehr gut an den F8 dran. Durch das 8 Gang Getriebe ist die Übersetzung im 2. kürzer, was in Serpentinen ein riesiger Vorteil ist. Auch das agilere Heck kann durchaus hilfreich sein. Die richtige! Manettino Einstellung vorausgesetzt. Der 8. Gang senkt auf längeren Strecken das Drehzahlniveau und damit die Geräuschkulisse und den Verbrauch.

Der Vergleich mit den MiMos hängt nicht nur wegen des Konzeptes/Auslegung sondern auch wegen des Preises erheblich.

Um auf den Roma zurückzukommen, ich kann ihn nur empfehlen da er die Alltagstauglichkeit mitbringt und im Preis-Leistungsverhältnis ganz weit vorne ist. Als Gebrauchter sowieso.

Übrigens vom Sound stinkt der F8 dagegen komplett ab!

klare Kaufempfehlung!

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Geschrieben

Die Portofinos haben - zumindest soweit mein Popometer sich erinnert - ein strafferes Fahrwerk als der Roma. Die sind schon sehr agil.

 

Und mit dem Roma willst Du doch nicht wirklich in die Serpentinen. Der will in die Oper. Das sagt doch selbst die Ferrari Marketing Bildsprache 😄

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Geschrieben

Lieber mit dem Roma als mit dem 812😂

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Geschrieben

Hallo @nero_daytona, @luxury_davidund @BWQ,

Ich durfte den Roma Spider auch in Fiorana fahren - wahrscheinlich kennen wir uns aber kennen uns nicht :)

Als Daily gefällt er mir sehr gut. Von daher hoffe ich auf ein Preistief in 5 Jahren und dann Attacke.

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Geschrieben
vor 15 Stunden schrieb BWQ:

bleibt man sehr gut an den F8 dran.

Wolfgang, Du bist da kein Masstab! :lol:

 

vor 16 Stunden schrieb luxury_david:

extreme völlig übertriebene Eingreifen des automatischen Bremssystems.

Das habe ich bei einem Probefahrt-Event nicht festgestellt.

 

Insgesamt empfinde ich den Roma auch eher als Mauerblümchen.

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Geschrieben

ich kann hier BWQ nur beipflichten. Ich habe seit 2 Jahren einen  Roma  und  bin 40.000 Km mit dem Wagen gefahren.

Er ist ein toller daily, zeigt aber Nässe (selbst unter Einstellung WET)  je nach Gaspedalstellung sich nervös. Die Elektronik bügelt das allerdings konsequent aus.

Von allen Ferraris die ich besitze fahre ich den Roma am meisten. Ich nutze ihn auch im Winter.

 

Meine Kritikpunkte:

 

Gerdeauslauf = könnte besser sein

Navi und Digitalertacho = arbeitet nicht dauerhaft zuverlässig

Lenkrad Bedienung = kann nerven

Rost = habe 2 neue Türen und eine neue Heckklappe mitlerweile.

Assistenzsysteme = schalten sich manchmal einfach ab oder nerven mit piepen ohne Grund.

 

 

Meine Pluspunkte

Super Sound = besser als bei meinem F8

Tolles Raumgefühl

Eleganter Auftritt

Niedriger Verbrauch

Ausrreichend Leistung

Alltagstauglichkeit sehr hoch

Car Play Integration super umgesetzt.

Sehr wertiger Innenraum 

Zeitloses Design

 

Roma Spider habe ich auch bestellt, kommt im März, dann wollte ich eigentlich den Roma Coupe in Rente schicken aber Stand jetzut werde ich es nicht übers Herz bringen. Ich denke eher das ich den Spider dann irgenwann in die Vermarktung geben werde. 

 

Klare Kaufempfehlung von mir

 

Gruß

Bat

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Geschrieben

Rost?? Bei einem so jungen Auto?

 

Ich bin erschüttert!

 

Das Thema in so kurzer Zeit hatte ich nur bei meinem Passat Bj. 1978 

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Anzeige eBay
Geschrieben
Geschrieben

Hallo JoeFerrari,

 

schau doch mal hier zum Thema Zubehör für Ferrari Roma (Anzeige)? Eventuell gibt es dort etwas Passendes.

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Geschrieben

Bei den Kritikpunkten wäre der Wagen schon lange im Markt. So hat jeder seine eigene Schmerzgrenzen und Schwerpunkte. 

Geschrieben

Selbst wenn der Roma bei minus 30 Grad und Nonstop Salz 2 Jahre in Kanada gelaufen wäre: ROST ?!?

 

Das ist doch Witz oder?

 

Wenn nicht: Eindeutiges Zeichen für erodierende Qualität.

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Geschrieben

Neue Türen und Heckklappe - dann ist der Wagen nicht mehr Nachlackierungsfrei und hat dadurch einen Wertverlust. Wer zahlt das denn?

 

Hoffentlich ist das nicht die neue Ferrari Qualität!?

Geschrieben

Also wenn die Karossen so transportiert werden, wundert mich nichts mehr...

 

 

Geschrieben

Wieso? Es regnet doch gerade nicht und die frische Luft bläst Staub und Schmutz ab, der sonst nachher als kleine Einschlüsse im Lack enden würden. Das will ja keiner! 

:D 

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Geschrieben
Am 10.1.2025 um 21:37 schrieb batmeier:

Rost = habe 2 neue Türen und eine neue Heckklappe mitlerweile.

Servus zusammen,

was mich an dem Punkt interessiert, was genau ist denn von Rostbefall betroffen gewesen? Wenn beide Türen und die Heckklappe getauscht wurden, werden das doch wohl nicht nur ein paar Stahlschrauben gewesen sein, oder? Wenn mich nicht komplett falsch liege, sind die Bauteile aus Alu gefertigt. Da frage ich mich schon, wo der Rost auftritt?

LG Andreas 

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Geschrieben

Auch Alu korrodiert, und zwar besonders hässlich...

Mache bei Gelegenheit mal ein Foto von meinem Heckdeckel... 🥲

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Geschrieben

Voila... Erst war's nur ein Punkt, dann begann es zu blühen...

 

20250112_145654.JPG

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Geschrieben
vor 5 Stunden schrieb Rechenknecht:

Auch Alu korrodiert, und zwar besonders hässlich...

Ja, klar, ist bekannt. Nur habe ich das bei einem Ferrari noch nie so wahrgenommen, dass man deshalb Türen und Heckklappe tauscht und damit bei einem Wiederverkauf möglicherweise in Erklärungen bzgl. der Originalität verfallen muss. 
 

Edit: Das Bild sieht ja wirklich grausam aus… 

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Geschrieben
vor 6 Minuten schrieb Rechenknecht:

Voila... Erst war's nur ein Punkt, dann begann es zu blühen...

...solch eine ähnliche Stelle hatte ich mal an der vorderen Haube beim 348, das war vielleicht ein Theater...

Gruß, Georg

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Geschrieben

Jetzt hat nicht nur der Lack Probleme sondern auch noch die Grundierung und Vorbereitung. Vielleicht doch ein paar Autos weniger bauen, dafür aber gründlich. 
Die 2 Jahre alten Neuwagen mit 40 km braucht kein Mensch. 

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Geschrieben

Ich hatte blühende Falze an der Fahrertür und der Fronthaube am 458.

Das hatte schon etwas von früherer Fiatqualität. Allerdings war das noch guter alter Rost. 

Geschrieben

Vor der Problematik scheinen aber nicht einmal Massenhersteller gefeit zu sein. 
Ich fuhr über die ewige Produktionszeit des VW Phaeton 4 Stück davon, mindestens 2, wenn nicht sogar 3 davon hatten an den Alu-Türen schon nach 40tkm und die z.T. gerade mal 24monatige Nutzung deutliche Korrosion. Die heute uralten Kisten auf dem Markt mit jenseits der 100tkm davon sind quasi nie mehr ohne dieses Problem.

 

Es gipfelte vor ca. 8 Jahren bei der Rückgabe meines letzten Phaeton. Er hatte gut 50tkm drauf und an 3 Türen direkt am Scheibenfalz deutliche Korrosion, die man mir ernsthaft für über 7000 Euro mit der Begründung vollständig in Rechnung stellen wollte, dass ich das Auto eigenhändig wenige Minuten vorher beim Amt des Kaffs abgemeldet hatte (!!!); wirklich so vorgefallen - die extrem unfreundliche Tante des VW-Händlers wollte mir wirklich mit vollem Ernst verklickern, dass die 8 oder 10jährige Garantie auf Korrosion wegen der Abmeldung nicht greife. Da war sie bei mir als Juristen aber leider gaaaanz genau richtig😂, worauf ich ihr mit einem kurzen Gratis-Grundkurs des Rechtes der Gewährleistung im Vertragsrecht den Marsch blies und von VW-Leasing in Braunschweig über die Jahre natürlich nie ein Sterbenswörtchen geschweige denn Rechnung über auch nur einen Cent bekam. Wie so oft bei uns frei nach dem Motto man kann’s ja mal versuchen, schließlich steht jeden Tag ein Blöder auf.

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Geschrieben

Ich hatte einmal ein paar Bläschen an den Aluhecktüren an meinem Mazda. Er war damals so um die acht Jahre alt, es wurde aber anstandslos von Mazda übernommen. Die Tür wurde nicht getauscht, sondern beilackiert. Ist in den nächsten 12 Jahren nicht wiedergekommen. 

Geschrieben

Genau so war es bei mir, erst wurde repariert, dann getauscht. Alles von Ferrari übernommen.

 

Ich füge noch ein paar Pics dazu. Ich vermute einen tragischen Einzellfall. 

 

Ich bleibe aber trotz der Proleme mit dem Rost  dabei: Ich würde den Wagen wieder kaufen.

 

 

 

 

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