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Interessante neue Doku über die Machenschaften des vermeintlichen 300SL-Papstes


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Geschrieben

Um mal die Aufregung im Kontext zu verstehen...

 

Natürlich war die Nachkriegs-Nation komplett stolz auf so ein Produkt wie den Flügeltürer.
Somit auch auf die Marke Mercedes, die sich jahrzehntelang in dessen Glanz sonnen durfte.

Das Ding ist überhöht, eine Ikone.
Im Grunde hatte der deutsche Michl noch nie so ein begehrenswertes Objekt zusammengebaut.
Der Esel ist genauso ins kollektive Gedächnis eingebrannt wie die WM 1954.
Folgerichtig sind die Anstrengungen begeisterter Leute um den Erhalt der Exemplare.

Umso schwerer wiegt es, wenn sich heute jemand verantwortungslos an ausgerechnet diesem Kulturgut vergeht und in Bereicherungsabsicht alles verhunzt was mal gut, schön und komplett war.
Das reisst doch alles mit runter samt der Reputation von Mitarbeitern, Firmen, Branche, Hersteller und Standort.
Bleibt nicht mehr viel übrig, wobei nicht ein grüner Politiker geschossen hatte.

Sach mal so, es war nicht ein Opel Kadett, der da getürkt wurde.

 

 

 

PS: ach so ja, rechtswidrig war's auch, aber das ist jetzt nicht so der Aufreger; direkt Betroffene mal ausgenommen

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Geschrieben
vor 8 Stunden schrieb Sarah-Timo:

Na wenn das mal der Kienle gewusst hätte...

Wieso eigentlich hat er nicht ein Uhlenhaut-Coupé gebaut? :lol:

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Geschrieben
vor 7 Stunden schrieb mercedes martin:

Was mich als Oldtimerliebhaber bei deren "Neufahrzeugen" allerdings stört, ist die wenig ausgeprägte Originalität der verwendeten Lederfarben.

Das ist nach meinem Eindruck bei vielen restaurierten Autos so. Diese wunderschöne Pagade erschien mir auch überrestauriert. Vom Innenraum konnte ich kein Foto machen, weil die Scheiben so spiegelten, aber auf den Fotos kann man erahnen, dass das Leder nicht dem alten entspricht. Es sah glatt und charakterlos aus. Technisch vermutlich besser als neu, tatsächlich meiner Meinung nach schlechter.

 

IMG_5815.thumb.JPG.f8ab22b8c5f5737891e6a76f9a0e299e.JPGIMG_5816.thumb.JPG.18885128d390f1a82bd40d557abe1294.JPGIMG_58171.thumb.JPG.f99df9f540fc907920b3a29ecd6a5797.JPG

 

Hatte der W 112 original jemals ein rotes Dach?

 

 

Ich bin in den 60 ern aufgewachsen, kann mich also sehr gut an Pagaode, Heckflosse etc. erinnern. Von mir aus auch Opel Kapitän oder Ford Taunus. Viele dieser Oldtimer fahren heute mit Weißwandreifen rum. In den 60 ern habe ich keinen einzigen Weißwandreifen an zeitgenössischen Autos gesehen, nur an Oldies aus den 50 ern. Und schon damals war ich autobekloppt und habe sehr genau hingesehen.

 

Will sagen: Manchmal meint man es zu gut und will etwas vintage machen (Weißwandreifen) oder "besser als neu" und schießt übers Ziel hinaus. Aber es scheint Leute zu geben, die das wollen und gut dafür zahlen.

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Geschrieben

So mutig war er dann auch wieder nicht😂.

Ich kann mich aber noch gut daran erinnern, dass er an dieser komischen Luxus-Messe, die ein paar Male in München stattfand, ein paar Meter neben Kleissl auch teilnahm. Unter seinen damaligen Exponaten war da einer dieser 29 Alu-Modelle dabei. Als ich ihn oder einen Mitarbeiter nach dem Preis fragte, entgegnete er, dass er (oder wohl doch eher sein Kunde😉) ihn gar nicht verkaufen wolle, aber er sonst mindestens 4 Millionen bringen müsse. Kleissl hatte auf seinem Stand u.a. den SL von Porfirio Rubirosa aus dem anderen Video und einen anderen in dem komischen mattgrau.

Ich meine, damals sogar ein Bilder von der Messe hier im Forum gepostet zu haben. 

Geschrieben
Am 31.10.2024 um 14:01 schrieb Jarama:

Das ist m.E. auch so eine bedenkliche Entwicklung. Vor 10-15 Jahren war ein (alter) Porsche Speedster oder 550 (ich erinnere mich nicht mehr genau, vermutlich ein 550 wg. Alu Karosse) in Flammen aufgegangen, auf Fotos sah man nur noch geschmolzenes Metall, rein gar nichts (!) war noch zu verwenden. Der Metallhaufen war, ohne Übertreibung, schlichtweg nicht mehr identifizierbar. Auch das Chassisteil mit der FG-Nr. dürfte nicht mehr zu retten/verwenden gewesen sein, weil ausgeglüht.

 

Das Fahrzeug wurde "wieder vollständig aufgebaut". "Verwendet" wurde dabei einzig die FG-Nr. aus dem Brief. Also ein kompletter Neubau unter Verwendung der "originalen" und nur noch im Brief existenten FG-Nr. Der an sich gar nicht zulassungsfähig wäre.

 

Für mich ist die Verwendung einer "lost" Fg-Nr. für einen Neubau, wie es beispielsweise auch Mercedes beim SSK gemacht hatte.

Passend dazu:

 

https://de.motor1.com/news/739471/stueck-ferrari-275-gtsrmsothebys/

Geschrieben

Der Kienle-Faktor wird wirklich zum Verkaufsargument...

 

 

Geschrieben

So Schildchen mit Fahrgestellnummern hat offenbar jeder rumliegen. :lol:

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Geschrieben
vor 1 Stunde schrieb taunus:

Der Kienle-Faktor wird wirklich zum Verkaufsargument...

 

 

Auf dem selben Kanal findet sich noch ein älteres Video in dessen Titel speziell mit „Kienle Technik“ geworben wird. 😅

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Geschrieben

Jetzt lasst doch alle mal die Kirche im Dorf! Klar, das Verhalten vom Kienle passt null, ist strafbar und auch bitter das Teile wild hin und her getauscht wurden. Von gefälschten Fahrzeugen die auf geklauten Fahrzeugen aufbauen ganz zu schweigen.

 

ABER: Würde jemand ernsthaft behaupten der F40 den der Werner im Angebot hatte sei deshalb komplett wertlos nur weil er eigentlich aus einem Haufen Altmetall auferstanden ist? Viele sagen er ist weniger wert, viele aber auch er ist mindestens genauso viel wert wie ein normaler, weil er eben zu 100% aus neuen Teilen aufgebaut ist.

 

Tatsache ist halt einfach auch dass man bei über 60 Jahre alten Kisten einfach damit leben muss dass er nicht mehr so ist wie er das Werkstor verlassen hat.

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Am 1.11.2024 um 14:12 schrieb Sarah-Timo:

Ich sage nur -Wolfgang Beltracchi-...

wolfgang-beltracchi-kunst-faelschung-gemaelde.thumb.jpg.e429fc5901b0ed01b63738b3c6740e24.jpg

Moment …..Beltracchi ist der größte Künstler aller Zeiten🫡.

Die zugekoksten und besoffenen Galeristen und Versteigerungshäuser haben doch alle auf diese unbekannten Werke von Beltracchi gewartet 🤣🤣🤣.

 

Also für mich ist das vollkommen in Ordnung, ebenso das Fälschen teurer Weine🤣, das superreiche, verwöhnte Gesindel hat es nicht besser verdient. Beim Wein hört die Qualität bei max. 50€ / Flasche auf. Ich kenne auch kleine Winzer-Champagner um die 30€ / Flasche, welche sich nicht hinter einem Dom Perignon verstecken brauchen.

Das der Moet eine billige Nuttenbrause ist erwähne ich mal nicht.

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Anzeige eBay
Geschrieben
Geschrieben

Hallo luxury_david,

 

schau doch mal hier zum Thema Zubehör für Videos (Anzeige)? Eventuell gibt es dort etwas Passendes.

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Geschrieben
vor 53 Minuten schrieb michael308:

billige Nuttenbrause

Woher Du das nur kennst🤩

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Geschrieben
vor 21 Stunden schrieb Il Grigio:

...

 

Hatte der W 112 original jemals ein rotes Dach?

 

 

Ich bin in den 60 ern aufgewachsen, kann mich also sehr gut an Pagaode, Heckflosse etc. erinnern. Von mir aus auch Opel Kapitän oder Ford Taunus. Viele dieser Oldtimer fahren heute mit Weißwandreifen rum. In den 60 ern habe ich keinen einzigen Weißwandreifen an zeitgenössischen Autos gesehen, nur an Oldies aus den 50 ern. Und schon damals war ich autobekloppt und habe sehr genau hingesehen.

 

Will sagen: Manchmal meint man es zu gut und will etwas vintage machen (Weißwandreifen) oder "besser als neu" und schießt übers Ziel hinaus. Aber es scheint Leute zu geben, die das wollen und gut dafür zahlen.

Ich habe gerade mal nachgesehen, ich glaube es gab kein rotes Verdeck 1964 für die 111/112 Cabriolets, ganz sicher bin ich aber nicht. In meinen Unterlagen gibt es die Verdeckfarben schwarz, grün, blau, grau, beige, beigebraun und braun, habe diesbezüglich damals aber nicht genauer nachgeforscht, da ich ein 220 SE Coupé aus 1963 habe. Verdeckstoff interessierte mich bei diesem Modell damals nicht zuallererst...

 

Was die Weißwandreifen angeht, wurden allerdings sehr viele Mercedes Ponton aus den 50ern damit ausgerüstet, das waren dann die breiteren Weißwandringe.

Beim 111er und 112er wurden diese auch noch recht häufig bestellt bis so um 1967, waren dann die schmalen Ringe 2cm. Die sehen auch ganz gut auf den Hochkühlermodellen aus (hatte mein 220 SE Coupé auch damals), ab 1968 gab es dann erstmals die Fuchs-Leichtmetallfelgen, die wurden dann bei den Pagoden und 111er Coupé/Cabriolets vielfach bestellt. Mit denen sehen allerdings Weißwandreifen komisch aus.

 

Die große Mehrzahl der Autos in den 60ern hatte allerdings keine Weißwandreifen ( VW, Opel, Ford, Fiat, ..), sieht man ja auch in alten Filmen aus den 60ern, wo viele Autos gezeigt werden wie z.B. die Serie "der Kommissar", die ersten Folgen wurden 1968 gedreht und da fuhren die Schurken meist ältere Gebrauchte aus Ende der 50er / Anfang der 60er in oft armseligem Zustand 😉.

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Die Preisangaben im Film bzgl. des 220 SE Coupé mit 15.000 DM stimmen allerdings nicht, das Coupé hatte 1964 einen Grundpreis ( auch schon ab 1961 zur Vorstellung ) von 23.500 DM, und das 300 SE Cabriolet lag bei 34.750 D. Hinzu kamen dann noch ein paar Extras wie Metallic, Radio, Beifahreraußenspiegel, Kopfstützen, Servolenkung, Sitze orthopädisch, Fanfare Zweiklang etc., da kamen aber höchstens Summen von vielleicht 2000 bis 4000 DM zusammen.

 

Dennoch lag so ein 300 SE Cabriolet kaufkraftmäßig damals sicher mindestens so hoch wie heute die Sportmodelle von Mercedes-AMG, schätze im Bereich eines AMG GT Black Series oder Maybach S 680 V12. Es gab damals ja keine Internetmillionäre, und auch die meisten Rechtsanwälte/Ärzte/Inhaber kleinerer Firmen konnten sich damals oft nicht so teure Wagen leisten.

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Kürzlich habe ich mit einem Millionär über Unterhaltskosten unterhalten............................... da bekam ich echt Depressionen. Überall nur Einschränkungen.

 

Heute kostet ein "artgerechter" Nachmittag mit "ukraiinischer Folklore" im Nikki Beach fast einen halben Flügeltürer.

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Geschrieben
vor 4 Stunden schrieb michael308:

Moment …..Beltracchi ist der größte Künstler aller Zeiten🫡.

Die zugekoksten und besoffenen Galeristen und Versteigerungshäuser haben doch alle auf diese unbekannten Werke von Beltracchi gewartet 🤣🤣🤣.

 

Also für mich ist das vollkommen in Ordnung, ebenso das Fälschen teurer Weine🤣, das superreiche, verwöhnte Gesindel hat es nicht besser verdient. Beim Wein hört die Qualität bei max. 50€ / Flasche auf. Ich kenne auch kleine Winzer-Champagner um die 30€ / Flasche, welche sich nicht hinter einem Dom Perignon verstecken brauchen.

Das der Moet eine billige Nuttenbrause ist erwähne ich mal nicht.

Dem Beltracchi (der übrigens aus „Marketing-Zwecken“ nur den Namen seiner Gelinden angenommen hat) kann man seine Fähigkeiten schon nicht ansprechen. Ich kenne kaum einen, der von Dürer bis Picasso alle Stilrichtungen so drauf hat. 
 

Beim Champagner bin ich  

zu 100% bei Dir. Ich kann mindestens ein Dutzend dieser kleinen Winzer-Sorten aufzählen, die den gnadenlos überbewerteten Dom Perignon an die Wand knallen. 
Und beim Moët (vor allem beim Standard-Weißen) hast den Nagel auf den Kopf getroffen😂👍!

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Geschrieben

In den USA gibt es eine Sammlerszene, die auf 100% Original besteht. Das geht dann bis zu den Reifen, Fahrbarkeit ist dann nicht mehr gegeben. Ich sehe es so, wenn der erste Stein gefallen ist, also das erste Teil nicht mehr original ist, tut das zweite auch nicht mehr weh. Bei Einhaltung der Qualität wird das Auto nicht schlechter, vielleicht holt der Skandal auch einfach das Preisniveau der 300 SL einfach in der Breite etwas runter.

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  • 4 Wochen später...
Geschrieben

Schöne Farbkombination 😉

Für mich unverständlich, wie man 1 Mio. für ein evtl. nicht korrektes Auto ausgeben kann.

 

Für mich wäre es ja heute wertsteigernd, wenn ein 300er nachweislich NICHT bei Kienle gewesen ist 😰

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Der Artikel liest sich wirklich spannend, fast wie ein Krimi. Ich bin ebenfalls verwundert über die Tatsache eines Gebots über EUR 1 Mio. und das trotz des Bekanntseins gewisser Unregelmäßigkeiten nebst Polizeiaktion vor Ort rund um diesen Wagen. Ich persönlich hätte die Finger von dem Wagen gelassen. Auch weil es mir zu riskant wäre das der Wagen erstmal konfisziert und eingezogen wird für weitere Untersuchungen. Dann gibt man schon viel Geld aus und hat am Schluss noch nicht mal den Gegenwert bei sich zuhause in der Garage stehen.

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Geschrieben

Ich denke, hinter den Kulissen wird der Käufer wohl ein Rücktrittsrecht vereinbart haben.

 

Aber stimmt schon, auch mir wäre das trotzdem zu heiß.

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Geschrieben

Sich auch noch bewußt Ärger und potentielle Probleme für ne schmale Mio ans Bein zu binden - so schmerzfrei und vergnügungssüchtig muss man auch erst mal sein. 
Ich könnte mir aber gut vorstellen, dass der Käufer bereits im Vorfeld Nachforschungen angestellt und Kontakt mit dem Sammler bzw. dessen Nachfahren hergestellt hat. Er soll ja laut dem Bericht auch schon seit 1986 Bestandteil dieser Sammlung gewesen sein. Da gab’s zwar Kienle bzw. seine Werkstatt schon mal gerade eben so, aber ob es sich bei den damals noch niedrigen Marktpreisen eines 300er Roadsters schon gelohnt hat, so einen Schmufix zu betreiben, wage ich zu bezweifeln. So wird’s sich in diesem Fall wohl er in Wohlgefallen auflösen.

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Geschrieben

Naja, aber es wird ja gesagt, dass die Vermessung ergeben hat, dass die VIN zu weit links sitzt, und an der Stelle, wo eigentlich die VIN sein sollte, ganz viel geschliffen und gezinnt wurde....

Bscheißerle hats früher auch schon gegeben... ist jetzt "Kienle-Bscheißerle" besser als "irgendein-Bscheißerle"? vermutlich ja... ? Zertifikat draus machen! Prank'd by the master of pranks 😆

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Geschrieben

 

Am 1.11.2024 um 15:17 schrieb mercedes martin:

Natürlich gab es schon seit langem eine "Gerüchteküche" über Betrügereien genau dieser Art bei Kienle.

 

Mir wurde von einem Oldtimerfreund aus dem Stuttgarter Raum, von dem ich eine Lenkradprallplatte meines Mercedes 220 SE Ponton neuwertig überholt bekam, schon vor 16 Jahren erzählt, daß wiederum ein Freund von ihm seinen Mercedes 600 W100 beim Kienle zur Inspektion hatte, unangekündigt einen Tag früher in der Werkstatt aufkreuzte und da an einer Wand stehend seine 600er Stoßstangen (sogar mit einem Klebezettel mit dessen Namen), die in sehr gutem Zustand waren, sah und daraufhin er sofort zu seinem 600 gelaufen ist - und siehe da, sein eigener Wagen hatte andere Stoßstangen montiert in viel schlechterem Zustand.

 

Er wohl daraufhin erbost Kienle zur Rede gestellt, der erstmal frech entgegnete, die an der Wand stehenden wären nicht seine Stoßstangen, sondern von einem anderen Kunden mit "gleichem Namen".....War aber alleine schon wegen des recht seltenen Namens Blödsinn, und an einem versteckten Mini-Kratzer erkannte der Freund meines Bekannten sowieso seine eigenen Stoßstangen...Nach ultimativer Fristsetzung bis zum Nachmittag und Androhung ansonsten Anzeige mit allen rechtlichen Schritten waren die eigenen Stoßstangen dann bei Abholung des Wagens dann wieder am 600 montiert und die Sache wurde wohl nicht weiter verfogt.

 

Allgemein hieß es in der Oldtimerszene ( die der "normalen" Liebhaber, nicht der Kunden aus Königshäusern oder sonstigen Prominenten, die vielleicht nicht so in der Oldtimerszene bei den Clubs involviert waren und viele kannten ) damals schon, zu Kienle könne man unter gar keinen Umständen seinen eigenen Wagen bringen, da würden nachher gute Getriebe oder Motorenteile herausgebaut und durch schlechtere/verschlissene Teile ersetzt. Und sowas merkt man nicht unbedingt schon nach wenigen Tagen oder den ersten Kilometern. Und plötzlich tritt dann hörbar oder spürbar ein Schaden auf...der repariert werden muß.

 

Mich hat eher sehr gewundert, wie viele Jahre diese Machenschaften offenbar gutgingen und Kienle unbehelligt bleiben konnte. Auch von anderen Sammlern die ursprünglich viel von Kienle hielten sich dann aber mit Ihm wegen angeblicher Unregelmäßigkeiten überworfen haben wurde mir berichtet.

 

Natürlich gab es außerdem unschöne und nicht ehrenwürdige Gerüchte, wie es denn überhaupt zu Kienles Selbstständigkeit kam, wo er zuvor bei Mercedes-Benz als Mechaniker gearbeitet hatte usw. usw....ICH hätte niemals einen meiner Oldtimer zu Kienle in die Werkstatt gegeben, immer aus Angst, mein Wagen würde verschlimmbessert.

 

Der Auftritt der Firma auf Messen und auch in den Hochglanzprospekten war natürlich immer sehr edel.

So ist es, bei den richtigen Kennern - und in diesem seltenen Fall - Kennerinnen war das, was jetzt über Kienle ans Licht gekommen ist, lange bekannt.

Und nicht über diese Firma gab und gibt es wilde Geschichten.

 

Es ist irgendwie seltsam, dass gerade die Fahrzeuge von Mercedes solche Vögel anziehen, bei den SSK und SSKL ist es ja wohl so, daß mit Duldung des Werkes einige Besitzer exakte Repliken ihrer eigen Autos mit der identischen Fahrgestellnummer haben, um diese zu benutzen und die Originale zu schonen.

Was ich ja insgeheim bei einem 100 Jahre alten Rennwagen auch irgendwie verstehen kann!

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Geschrieben
vor 1 Stunde schrieb Renndienst West:

bei den SSK und SSKL ist es ja wohl so, daß mit Duldung des Werkes einige Besitzer exakte Repliken ihrer eigen Autos mit der identischen Fahrgestellnummer haben, um diese zu benutzen und die Originale zu schonen.

Das wusste ich nicht. Spannende Info, danke dafür an dich.

 

Werden solche Repliken mit identischer Fahrgestellnummer denn irgendwo registriert? Ich sage es mal so, falls nicht, dann bietet so ein Fahrzeug ja viel "Spielraum" und wäre mit einem Kienle-Fahrzeug gleichzusetzen. 

Geschrieben

Das mit der identischen Fahrgestellnummer bietet sich doch auch für Flottenkunden an, da kann man jede Menge Versicherungskosten etc. sparen.

  • Haha 2

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