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Was sind sinnvolle Modifikationen am Porsche 987.1?


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Ich habe mir letztes Jahr im Mai einen 987.1 mit 61tkm gekauft.

Da ich einige Porschekunden habe, wollte ich auch endlich mal selbst einen haben.

Es wurde dann ein 987.1S, 3.4 mit eingetragenen 334 PS und Vollausstattung.

Die Schwachstellen waren mir schon im Vorfeld bekannt:

Zwischenwellenlager, mangelnde Ölversorgung im Rennstreckenbetrieb, mangelnde Kühlleistung, zu heißer Thermostat.

Erledigt wurden:

Kleinere Riemenscheibe, damit die Wasserpumpe nicht mehr unter Kavitation leidet, 71er Thermostat, anderes Kühlmittel.

Gemacht wird noch:

Ölversorgung des (mache ich selber) Zwischenwellenlagers, größere Ölwanne mit anderer Schwalleinrichtung, Ölabsaugung am rechten Nockenewellenlagerdeckel, Frontmittelkühler, Motorvorheizung über 230V.

 

Damit sollte er wesentlich standfester sein.

 

Wenn jemand noch konstruktive Vorschläge hat, wäre es interessant sie zu lesen.

 

Gruß Jürgen:-))!

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Chris King
vor 2 Stunden schrieb 26452Leu:

Motorvorheizung über 230V.

Was erhoffst du dir hiervon? Kenne das aus Skandinavien.

 

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vor 14 Stunden schrieb 26452Leu:

Kleinere Riemenscheibe, damit die Wasserpumpe nicht mehr unter Kavitation leidet

Könntest Du diesen Zusammenhang bitte mal erläutern?

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vor 14 Stunden schrieb Chris King:

Was erhoffst du dir hiervon? Kenne das aus Skandinavien.

 

Habe das auch in anderen Fahrzeugen.

Schnelleres erreichen der Betriebstemperatur, weniger Kaltlaufverschleiß und weniger Kraftstoffverbrauch, da die Anreicherung in der Warmlaufphase wegfällt.

Geschaltet wird per Funksteckdose oder Zeitschaltuhr.

vor 3 Stunden schrieb matelko:

Könntest Du diesen Zusammenhang bitte mal erläutern?

An dem Flügelrad der Wasserpumpe entsteht bei höheren Drehzahlen Kavitation.

Ich habe schon einige Wasserpumpen, bei denen sich die Flügel der Pumpenräder durch Kavitation zerlegt haben, gesehen

Durch eine kleinere Kurbelwellenriemenscheibe wird die Drehzahl der Nebenagregate um ca 17% reduziert.

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Die Reduktion der Förderleistung beeinflusst die Kühlleistung bei wasserbasierten Kühlsystemen aufgrund der hohen Wärmekapazität des Wassers in der Tat nicht nennenswert.

Kavitation hat üblicherweise Korrosion zur Folge (siehe z.B. Schiffschrauben), was aber wiederum nur bei metallenen Flügelrädern zutrifft. Daß es hingegen Flügelräder aus Plastik zerlegt, und das bei den dem Wasser normalerweise zugesetzten Kühlmedien, deren Zuschlagstoffe Kavitationen und Korrosionen verhindern, wundert mich jetzt schon.

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vor 3 Stunden schrieb matelko:

Die Reduktion der Förderleistung beeinflusst die Kühlleistung bei wasserbasierten Kühlsystemen aufgrund der hohen Wärmekapazität des Wassers in der Tat nicht nennenswert.

Kavitation hat üblicherweise Korrosion zur Folge (siehe z.B. Schiffschrauben), was aber wiederum nur bei metallenen Flügelrädern zutrifft. Daß es hingegen Flügelräder aus Plastik zerlegt, und das bei den dem Wasser normalerweise zugesetzten Kühlmedien, deren Zuschlagstoffe Kavitationen und Korrosionen verhindern, wundert mich jetzt schon.

Kavitation ist schon ein sehr komplexes Thema. 

Daß Kavitation nur bei metallenen Flügelrädern auftritt, ist leider ein Irrglaube. 

Bei vielen Wasserpumpen (auch im Heizungsbau) werden Flügeräder aus Kunststoff verwendet.

Dieser ist aber oftmals sehr hart und porös.

Die Zerstörung durch Kavitation wird durch poröse Werkstoffe begünstigt. 

Kavitation löst auch nich zwangläufig Korrosion aus, begünstigt aber deren Verlauf durch Beschädigung der Materialoberfläche. 

Unter Druck kommt es zwangsläufig erst später zur Kavitation, dafür sind die Schäden dann oftmals um so gravierender. 

Schau mal im Netz nach, da wird es sehr verständlich erklärt. 

So gut hat es unser Prof. Im Studium nicht erklärt. 

Ich habe schon viele durch Kavitation zerstörte gesehen. 

Während meiner ersten Lehre als Heizungsbauer hieß es dann immer: "Materialfehler oder zu viel Dreck in der Anlage".

Die Pumpenräder waren dort auch oftmals aus Kunststoff. 

Mit einem Stethoskop kann man das übrigens sehr gut hören. 

 

Gruß Jürgen 

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Chris King
Am 12.3.2021 um 14:17 schrieb 26452Leu:

Habe das auch in anderen Fahrzeugen.

Schnelleres erreichen der Betriebstemperatur, weniger Kaltlaufverschleiß und weniger Kraftstoffverbrauch, da die Anreicherung in der Warmlaufphase wegfällt.

Geschaltet wird per Funksteckdose oder Zeitschaltuhr.

Aber wie sinnvoll ist sowas? Klar ist der Kaltstart stressig für ein Auto. Aber kaputt gehen wird es dadurch auch nicht. 
 

Klingt für mich eher nach Glaubensfrage. Will ich aber nicht verurteilen. Habe jetzt auch leichteres Lenkerband am Rennrad. Spart 4 Gramm. 😂

  • Haha 2
Andreas.
Am 15.3.2021 um 20:52 schrieb 26452Leu:

Ich habe schon viele durch Kavitation zerstörte gesehen.

Bei welchem Motor?

Bei einigen!

Du glaubst doch nicht im Ernst, daß ich jetzt hier eine Liste erstellen werde.

Ich verstehe auch nicht wirklich die Sinnhaftigkeit Deiner Frage.

 

Gruß Jürgen

vor 6 Stunden schrieb Chris King:

Aber wie sinnvoll ist sowas? Klar ist der Kaltstart stressig für ein Auto. Aber kaputt gehen wird es dadurch auch nicht. 

Ich schätze mal da gibt es keine Zahlen zu aber manche sagen das der Motorverschleiß im wesentlichen in der Kaltstartphase auftritt und dort überproportional hoch ist, also ist das zumindest etwas in die richtige Richtung. Evtl. müste man mal schauen ob ein Motor mal im 24/7 Dauertest gelaufen ist und was dann so eine Strassen Fahrleistung bis zur Motorrevision wäre. Also evtl. statt 200Tkm 400Tkm (habe ich einfach mal in den Raum gestellt ohne Zahlen zu haben).

Bestimmte Rennmotoren werden gar nicht anders gestartet als vorgewärmt..

 

Eigendlich müste es dann aber auch einen Zwangsumlauf im Stand für das Kühlmittel geben, das es nicht nur im Sumpf warm ist und beim ersten Durchlauf dann gleich mal ein Wäremeschock einsetzt)

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Die Motorvorheizung hat eine Umwälzpumpe.

Ich habe übrigens all meine Rennmotoren nur vorgeheizt gestartet.

 

Gruß Jürgen

  • Gefällt mir 1
Andreas.
vor 5 Stunden schrieb 26452Leu:

Bei einigen!

Reicht - dachte, das wäre nur beim Porsche oder bestimmten Motoren so. Und ja sorry - Sinnhaftigkeit bei Fragen werde ich zukünftig berücksichtigen. Neugierde fällt offensichtlich raus ;) 

vor 1 Stunde schrieb MUC3200GT:

Bestimmte Rennmotoren werden gar nicht anders gestartet als vorgewärmt..

Hat aber viele Gründe, u.a. Fertigungstoleranz, mangelnde Aggregate etc.

  • 3 Wochen später...

Das Problem beim 987.1 ist tatsächlich weniger das Zwischenwellenlager und die anderen genannten Punkte, als viel mehr die lokasilbeachichteten Laufbuchsen.

Ich empfehle dringend, sich in die Schwachpunkte der M96 Motoren (exklusive M9670, M9676, M9679) einzuarbeiten, bevor man sich solche Umstände bereitet.

 

Gruß,

Richard 

Hallo Richard

 

Bei dem von Dir (Lokasil) genanntem Schwachpunkt handelt es sich nicht um eine Beschichtung, sondern um ein im Gußverfahren eingebrachtes Siliziumgerust, welches sehr porös ist und vor dem Gießen in der Gußform entsprechend positioniert wird. 

Dieses wird beim Gießen mit eingegossen und ist so porös, daß das Gußaluminium dieses Gerüst durchdringt und somit vollständig ausfüllt. 

Das Gerüst stellt damit den Rohling für die Laufbuchse dar.

Diese wird dann anschließend gebohrt und gehont. 

Die Schwachstelle ist jetzt folgende:

Nach der Zylinderbearbeitung sind die freibleibenden Poren des Gerüstes mit dem (relativ weichen) Gußaluminium in der Lauffläche für den Kolben.

Bei zu hoher Last und gleichzeitig kaltem Motor ist dann manchmal nicht genug Platz zwischen Kolben und Zylinder, welches kurzfristig zu Schmierfilmabrissen führen kann, da der Kolben sich während der Warmlaufphase schneller ausdehnt als der Zylinder. 

Wenn sich hierbei die Aluminiumrückstände (halte mal Aluminium auf einen Schleifstein, daß Alu verklebt, verschmilzt und reißt) gegenseitig durch Schmelzung miteinander verbinden, bleibt weder für Laufbuchse oder Kolben noch genug Platz und einer von beiden (meist der Opendeckzylinder) wird nachgeben. 

Genau aus diesem Grunde habe ich auch eine Motorvorwärmung installiert, damit ist das Kaltlaufspiel schon mal deutlich erhöht. 

Das Zwischenwellenlager ist zwar nur bei ca. 15% der Motoren ein Problem, aber ich möchte nicht dazugehören, weil es dann fast immer einen kapitalen Motorschaden verursachen wird.

Es ist relativ einfach dieses mit druckgeschmiertem Motoröl zu versorgen, bevor es kaputt geht. 

Wer auf die Rennstrecke will, sollte noch die Ölversorgung optimieren. 

 

Gruß Jürgen 

Nee, so war das auch nicht gemeint.

Ich staune nur immer wieder, wieviele Leute immer noch (und sogar fortdauernd) von Lokasil als Beschichtung sprechen. Trotz der vielen und teils ausgiebigen Diskussionen darüber.

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Mein Studium habe ich vor über 20 Jahren abgeschlossen, doch meine ich mich zu erinnern, dass gemäss Bernoulli die hydrodynamische Energie eines an einer Turbinen-/ oder Pumpenschaufel entlangströmenden Fluids konstant bleibt. 

Bedeutet, dass bei sich verändernder Strömungsgeschwindigkeit sich auch der Druck des Fluids entsprechend ändert. 

Wird das Fluid beschleunigt, fällt der Druck. 

Fällt dieser unter den fluidspezifischen Dampfdruck, werden die entsehenden Dampfblasen beim Auftreffen auf die Flügelschaufel implodieren und können diese beschädigen. Diesen Effekt nennt man Kavitation.

 

Ausgehend von einer Absenkung der Pumpendrehzahl wird in Funktion des Pumpenradradius die Fluidgeschwindigkeit reduziert. Daraus folgend steigt der hydrodynamische Druck und bewegt sich weiter weg vom Dampfdruck, was wiederum die Sicherheit gegen Kavitation erhöht.

 

Edit: Hab grad bemerkt, dass das Kavitationsthema schon seit einem Monat durch ist....:P

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