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NanoFlowCell Quant - Was denkt Ihr darüber?


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Auf dem Genfer Salon steht aktuell der NanoFlowCell Quant als fahrbereiter Prototyp. Normalerweise gehöre ich ja nicht zu den riesigen Befürwortern von Elektroautos, aber mit seiner Flusszellen-Batterie-Technik scheint sich hier endlich ein Weg aufzutun, um ordentliche Reichweiten bei gleichzeitig beibehaltenem Fahrspaß anbieten zu können. Da fehlt mir dann eigentlich nur noch der Sound.

Was haltet ihr von dem Fahrzeug?

http://www.carpassion.com/magazin/nanoflowcell-quant-concept-die-zukunft-beginnt-2784

Kurz ein geschichtlicher Abriss, den ich gestern nicht mit in den Artikel gesetzt habe:

- 1991 beginnt Nunzio La Vecchia mit der Forschung an Flusszellen-Batterien

- bis 2003 erfolgt Grundlagenforschung und die Gründungen von einigen Firmen, die 2013 in die nanoFLOWCELL AG übergehen.

- 2003 werden erste Skizzen und Entwürfe für ein innovatives Auto mit alternativem Antrieb erstellt

- 2008 gibt es einen Kooperationsvertrag zwischen der NLV Solar AG (Firma von Nunzio La Vecchia (NLV)) und dem schwedischen Autobauer Koenigsegg zur gemeinsamen Entwicklung eines Elektro-Prototyp-Fahrzeugs, dem Quant

- 2009 wird der Prototyp des Quant auf dem Genfer Auto Salon auf dem Stand von Koenigsegg vorgestellt

- im gleichen Jahr wird der Kooperationsvertrag aufgelöst

- 2010 wird ein weiterentwickelter Prototyp des Quant auf einem eigenen Stand in Genf und später auch auf der Top Marques in Monaco präsentiert

- 2013 wird die nanoFLOWCELL AG in Vaduz (Liechtenstein) gegründet

- bis 2014 wird die Antriebstechnik und die Flusszellen-Technologie in interner Forschungsarbeit in Zürich immer weiter verfeinert

- im Januar 2014 wird eine Kooperation mit der Bosch Engineering GmbH zur gemeinsamen Weiterentwicklung des Quant verabschiedet

- aktuell wird der fahrfähige Prototyp des Quant in Genf gezeigt

- nach der Messe geht der Prototyp in den Fahrversuch

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Was haltet ihr von dem Fahrzeug?

Im verlinkten CP-Artikel ist das "Killerkriterium" erst in der allerletzten Zeile zu lesen: das Aufladen erfolgt über Nachtanken der Elektrolyt-Flüssigkeit und könnte somit ähnlich schnell wie beim aktuellen Tankvorgang erfolgen.

Ich frage mich zwar, ob sich die "alte" Elektrolyt-Flüssigkeit dann in Luft aufgelöst hat, damit "Platz" fürs Nachtanken ist - aber da verläßt mich wahrscheinlich mein bescheidenes technisches Grundlagenwissen. Oder habe ich da etwas völlig falsch verstanden?

So oder so - die Reihe der Fragen ist lang und vorhersehbar: was ist das für eine Flüssigkeit, wie giftig ist sie, wie wird sie hergestellt, wie energieintensiv und umweltverträglich ist der Herstellungsprozess, wie wird sie transportiert etc. pp.

Entwickeln Autos dieser Antriebsart dann auch Abgase, wenn das Elektrolyt verbraucht wird? Wenn ja - welche Abgase?

Und ein Gedankengang zum +600PS-Prototypen:

Natürlich ist es zur Begeisterung von Adepten schneller Autos wie uns hier immer zielführend, einen möglichst starken Prototypen auf die Beine zu stellen.

Aber wäre es für die Bewerbung der Technologie und die Initialzündung eines kollektiven, auch Prius- und ähnlich gepolte Fahrer umfassenden "Haben-will-Gefühls" nicht zielführender gewesen, einen echten "Volkswagen" mit 200PS und einer Elektro-Reichweite von weit über 1.000km vorzustellen?

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In Ergänzung zu den kaiserlichen Ausführungen:

Die Vorstellung anhand eines Sportwagens ist wie beim Tesla (der ist ja offiziell auch als "Performance car" positioniert) der Fingerzeig daß die Technik noch viel zu teuer ist.

Was Reichweite angeht, ist der Quant erst einmal schlechter und nicht besser als reine E-Autos, denn mangels Laden an der Steckdose braucht er zwingend eine Spezialtankstelle. Ohne mal mindestens 100 Stück in Deutschland zu verteilen braucht man damit nicht anzutreten. Ich fahr ja nicht zum Spaß nach Stuttgart rein wenn mein Tank von lokaler Herumgondelei mal wieder leer ist.

Wenn die Gesamteffizienz gut ist (Wirkungsgrad inkl. Bereitstellung der Elektrolyt-Ladungen) ist das Konzept natürlich elegant.

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Natürlich ist es zur Begeisterung von Adepten schneller Autos wie uns hier immer zielführend, einen möglichst starken Prototypen auf die Beine zu stellen.

Aber wäre es für die Bewerbung der Technologie und die Initialzündung eines kollektiven, auch Prius- und ähnlich gepolte Fahrer umfassenden "Haben-will-Gefühls" nicht zielführender gewesen, einen echten "Volkswagen" mit 200PS und einer Elektro-Reichweite von weit über 1.000km vorzustellen?

Für die reine Bewerbung der Technologie wäre es vermutlich tatsächlich besser, aber für eine möglicherweise nachfolgende Serienfertigung nicht, da man dort mit Sicherheit anfänglich auf ähnlich hohem Kostenniveau unterwegs ist, wie es "normale" Elektrofahrzeuge aktuell auch sind. Somit wäre ein Auto in Golf-Größe dann in Preisregionen der Mittel- bis Oberklasse unterwegs, was widerum nur äußerst wenige Menschen gutfinden würden. Damit wäre der positive Werbewert wieder dahin.

Ich kann daher den Ansatz von NanoFlowCell (und auch Tesla) durchaus nachvollziehen, dass man erst einmal direkt ans obere Ende der Autokategorien geht, um die Technik testen zu können und im Falle einer Serienfertigung auch die Klientel anzusprechen, die bereits ist mehr auszugeben. Wenn die Technik dann soweit runter skaliert werden kann, dass die Großserie preislich mithalten kann, machen auch kleinere Fahrzeuge Sinn.

Zum Thema der Elektrolytflüssigkeit muss ich zu meiner eigenen Schande gestehen, dass ich am zweiten Pressetag in Genf eigentlich noch am Stand vorbeischauen wollte, um mal ein wenig nachzuhaken. Ich hab es aber schlicht nicht mehr geschafft und nachher auf dem Rückweg im Auto fiel es mir dann wieder ein. Vertane Chance, aber eventuell sind die im kommenden Jahr ja wieder da, dann wird das nachgeholt.

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  • 3 Jahre später...

Tankstellen gibt es inzwischen schon einige mehr in Deutschland, gerade in der letzten Zeit sind noch einige geöffnet worden, bei Shell den normalen Zapfsäulen angegliedert. Nur der Osten und der hohe Norden sehen noch düster aus. Bis auf Urlaubsfahrten würde ich schon damit auskommen.

 

Ich bin gespannt was der Mercedes GLC F-Cell im Leasing kosten wird (wird scheinbar nur an Geschäftskunden verleast). Wenn der Preis stimmt, könnte ich mir das vorstellen, denn da er auch 50km elektrische Reichweite hat ist man immerhin nicht ganz aufgeschmissen wenn es mal eng wird.

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