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Teuerstes Photo der Welt für $4.338.500 versteigert


Atombender

Empfohlene Beiträge

Geschrieben
Es geht nicht darum, sich einen Mangel schön zu reden, sondern um die Erkenntnis, dass alles mangelhaft ist, selbst wenn man Milliarden hat.

Gruß,

Markus

Wobei ein "mangelhaftes" Luxusdach über dem Kopf immer noch erstrebenswerter ist, als eine Absteige.

Im übrigen ist ein Wertgegenstand in meinem Besitz für mich ein Akkumulator zur Speicherung von mir geleisteter Arbeit.

Im Normalfalle sollte ich, wenn nicht benutzt, das wieder bekommen, was ich dafür erbracht habe.

Und da ich im Diesseits angenehm leben möchte, investiere ich auch in vergängliches; es sollte halt nur mich überdauern können,

damit ich den Wert generieren kann, wenn ich selbst keine Leistung mehr erbringen kann.

Dann hat es für mich seinen Zweck erst einmal erfüllt.

und wenn ich dann noch Geld über habe, dann kann ich mir auch Dinge anschaffen, an welchen ich mich auch erfreuen kann, wenn sie an Wert verlieren.

Wenn Dinge an Wert gewinnen, dann ist das erfreulich, aber nicht zwingend der Zweck der Anschaffung.

Ich möchte später niemandem auf der Tasche liegen; ich will zumindest finanziell bis zum Schluss auf eigenen Beinen stehen.

Danach ist ja die nächste Generation dran, den Rest zu verbraten oder zu vermehren.

Diese Einstellung hat sich bei mir auch nicht geändert, als ich erfuhr, daß die Erde in wenigen milliarden Jahren von der Sonne gekocht wird.

Mal etwas zum "mangelhaft": Woher weisst Du, dass alles mangelhaft ist?

Vielleicht ist das alles so gewollt, und wir erkennen das nur nicht.

Und wenn es gewollt ist, dann kann es nicht mangelhaft sein; dann ist es perfekt.

Hurz....

wolfgang

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Geschrieben
Mal etwas zum "mangelhaft": Woher weisst Du, dass alles mangelhaft ist?

Sieh Dich doch um.

Und da ich im Diesseits angenehm leben möchte

Du willst es, Du hast aber keine Garantie dafür, soviel Du auch arbeitest.

Du kannst morgen einen Schlaganfall bekommen, die Beine oder das Augenlicht bei einem Unfall verlieren oder sonstwas.

Nichts ist in diesem Leben unser Verdienst, alles ist nur Gnade höherer Mächte und kann von der einen auf die andere Sekunde vorbei sein.

Wenn man sich einmal auf diese Bewusstseinsstufe erhoben hat, dann kann man auch beruhigt leben und regt sich nicht mehr über Bilder für 4 Millionen oder 4 Milliarden auf.

Gruß,

Markus

Geschrieben
Kunst hat nichts mit Kunsthandwerk zu tun. Das ist ein weit verbreiteter Irrtum.

Kunst ist eine Ausdrucksform, die die ästhetische Wahrnehmung des Menschen analysiert, Kunst ist also ein ästhetisch erfassbares Denkmodell. Die Tragfähigkeit der zugrunde liegenden Idee entscheidet maßgeblich über die Qualität der Arbeit. Die Idee ist umso tragfähiger je größer der hieraus ableitbare Erkenntnisgewinn ist. Oft nimmt die Qualität einer Arbeit sogar in dem Maße ab, in dem ein Mehr an Aufwand in die Erstellung der Arbeit investiert wird.

Das verwirrt sicherlich viele, ist aber 100% Spot On. Wer sich über solche Aussagen ärgert, kann das ja als Impuls nehmen, sich intensiv in die Materie einzuarbeiten :-) Im Gegensatz zu Autos erfordert die Beschäftigung mit der Kunst sehr viel Zeit, Engagement und auch Gehirnmasse. Geld alleine reicht bei weitem nicht aus. Dafür kann die Kunst auch viel mehr bieten als das Auto-Hobby oder andere materielle Dinge.

Kunst ist Willkür!

Geschrieben
Sieh Dich doch um.

Du willst es, Du hast aber keine Garantie dafür, soviel Du auch arbeitest.

Du kannst morgen einen Schlaganfall bekommen, die Beine oder das Augenlicht bei einem Unfall verlieren oder sonstwas.

Nichts ist in diesem Leben unser Verdienst, alles ist nur Gnade höherer Mächte und kann von der einen auf die andere Sekunde vorbei sein.

Wenn man sich einmal auf diese Bewusstseinsstufe erhoben hat, dann kann man auch beruhigt leben und regt sich nicht mehr über Bilder für 4 Millionen oder 4 Milliarden auf.

Gruß,

Markus

Wer regt sich denn auf? :wink:

Die bloße Feststellung, daß man selbst nicht so viel Geld für eine Sache ausgäbe, hat doch nichts mit Aufregen zu tun.

Zu Schlaganfall und Co: Was macht es für einen Sinn, aus Angst vor dem Tod Selbstmord zu begehen?

Wenn es mich trifft, dann ist das halt so. Das ganze Leben ist halt ein postnatales Restrisiko.

Wie hat Martin Luther gesagt? "Und wüsste ich, das morgen die Welt unterginge, so pflanzte ich heute noch einen Apfelbaum."

Wenn wir ehrlich sind, dann leben wir doch alle nach dem Prinzip "Hoffnung". Wir hoffen, das alles gut ausgeht.

Und ob höhere Mächte im Spiel sind.... wer weiß.....

Alles Philosophieren darüber endet unweigerlich im Glauben oder der Esoterik; man schafft sich einen Platzhalter für das schier unbegreifliche.

Aber bei aller Unbegreiflichkeit der Unendlichkeit lasse ich nicht davon ab, meine Situation im Diesseits erträglich zu gestalten.

Geschrieben
"Und wüsste ich, das morgen die Welt unterginge, so pflanzte ich heute noch einen Apfelbaum."

Genau das wollte ich ja sagen.

Wenn wir ehrlich sind, dann leben wir doch alle nach dem Prinzip "Hoffnung". Wir hoffen, das alles gut ausgeht.

Die Hoffnung ist eigentlich nicht nötig. Wir wissen ja schon, dass es mit dem Tod ausgeht. Die Frage ist nur, wann.

Aber bei aller Unbegreiflichkeit der Unendlichkeit lasse ich nicht davon ab, meine Situation im Diesseits erträglich zu gestalten.

Natürlich, mache ich auch. Aber ich sage nur: Es ist nicht mein Verdienst und es gibt keine Garantie.

Und das Ergebnis Deiner Arbeit nutze zur Verherrlichung Gottes im Sinne J.S. Bachs (Soli Deo Gloria).

Dann geht es an die richtige Adresse und fällt auf den Menschen zurück.

Gruß,

Markus

Geschrieben

Ja, das mit dem Herrgott ist noch so eine Sache.

Da ist mir die Auswahl zu groß, um mich schnell entscheiden zu können.

Außerdem sind die Leistungen des doch schon recht unübersichtlichen Gottheiten-Marktes ziemlich unterschiedlich.

Die angebotenen Standardpakete der einzelnen Glaubensrichtungen gehören auch mal entrümpelt.

Ich hätte da jetzt echt Angst, mich der falschen Fraktion anzuschließen.

Da geiselt man sich möglicherweise im diesseits, um hinterher feststellen zu müssen, daß z.B. die Männer in ihren Kutten doch nur gelogen und betrogen haben.

Von 20 verschiedenen Religionen müssen mindestens 19 daneben liegen; evtl. auch alle 20

Ach nein danke.....der Glaube ist mir keine Stütze.

Geschrieben

Es geht überhaupt nicht um Glaube und überhaupt nicht um Fraktionen, das hast Du völlig falsch verstanden.

Es geht im Gegenteil um einen so universellen Universalismus, dass man sich nicht nur nicht mehr als Deutscher, sondern auch nicht mehr als Mensch begreift und auch nicht mehr als diesem Planeten oder dieser Galaxie zugehörig.

Gruß,

Markus

Geschrieben

Wie zuvor gesagt: entweder kommt der Glaube ins Spiel, oder aber die Esoterik.

Das Problem daran ist jedoch, daß man sich nur dann Gedanken darüber machen kann, wenn der Magen nicht knurrt.

Und da irgendwo immer jemand ist, dem der Magen knurrt, bekommt man nicht alle unter einen Hut.

Da ich das für mich genau so so erfasst habe, bin ich zuvorderst mal egoistisch und schaue, das es mir gut geht.

Wenn dann noch Zeit ist, dann kümmere ich mich um mein Hobby.

Und erst danach kümmere ich mich um meine Zugehörigkeit zur Galaxis. :wink:

Geschrieben
bekommt man nicht alle unter einen Hut.

Das ist ja auch in keiner Weise erforderlich bzw. sogar widernatürlich.

Es ist geradezu eine Krankheit der modernen Welt, zu glauben, es sei alles für alle da.

Gruß,

Markus

Geschrieben

Es geht weder um Glaube noch um Geld, es geht einfach um ein geniales, zeitgenössisches Kunstwerk und das Unverständnis einiger Leute hier.

Dabei es ist ganz einfach.

Literatur, Kunst, Musik, Wein, Kochkunst und teilweise auch Autos setzen eine gewisse Bildung voraus, um sie zu verstehen:

Um Thomas Bernhard zu verstehen, muß man Kafka, Musil und vielleicht sogar Freud gelesen haben.

Um Gursky zu begreifen, hilft es enorm, sich mit Man Ray, den Bechers und Wols beschäftigt zu haben.

Um Heinz-Friedrich Hartig richtig hören zu können, ist es unverzichtbar, Schönberg, Hindemeth und Nono zu kennen.

Um einen Riesling Würzburger Stein richtig schmecken zu können, sollte man zuvor Rieslinge von Weil, Leitz und den Geheimrat J. probiert haben.

Um bei Johannes King das Essen wirklich genießen zu können, hilft es ungemein, vorher bei Kleeberg, Witzigmann und Poletto geübt zu haben.

Und um einen DB 4 GT Zagato einschätzen zu können, sollte man zuvor einen 250 SWB, einen XK 150 und eine Maserati 3200 gefahren haben.

Ansonsten sollte man sich einfach zurück halten.

Prononciert seine mangelden Bildung zu äußern hilft niemandem, am wenigsten dem Ungebildeten.

Überhebliche, arrogante und genervte Grüße, Hugo, dem bösen Herrenreiter. O:-)

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Geschrieben
Geschrieben

Hallo Atombender,

 

schau doch mal hier zum Thema Zubehör für Aus dem Alltag (Anzeige)? Eventuell gibt es dort etwas Passendes.

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Geschrieben
Das ist ja auch in keiner Weise erforderlich bzw. sogar widernatürlich.

Es ist geradezu eine Krankheit der modernen Welt, zu glauben, es sei alles für alle da.

Gruß,

Markus

Da könnte man aber heftigst darüber streiten.

Im Prinzip hast Du vorhin doch selbst die grobe Richtung vorgegeben, das man grundsätzlich gar kein Eigentum erwerben kann.

Ich sehe grundsätzliche Probleme darin, das man verfügbare Ressourcen, rsp. den Gewinn daraus wenigen zur Verfügung stellt.

Das ist ein Pulverfass, auf dem wir da hocken.

Ich mach jetzt Feierabend; wir kommen eh nur noch vom Hundertsten ins Tausendste.

Gute N8

Geschrieben

Ich meinte das eigentlich auf einer anderen Ebene bzw. schon etwas grundsätzlicher, wie in der bekannten Fabel von Äsop über den Hahn und die Perle.

"Ins Deutsch gebracht von Dr. Martin Luther". 8)

Gruß,

Markus

Geschrieben

Sagenhafter Thread! Habe ihn leider erst jetzt bemerkt da ich mich für Photos nicht soo interessiere. Aber Bilder !!! und da passen die Beiträge auch.

Danke an alle Beteiligten.

Da ergibt sich meine Frage/Wunsch wäre eine IG-Kunst, Abteilung Bilder nicht sinnvoll? Ich selber habe nicht die Zeit die IG zu pflegen. Könnte aber als "Praktiker" bestimmt lesenswerte Beiträge liefern. ( noch mehr Leidenschaft als Sportwagen!)

Ich möchte meine Meinung, Bilder, Storys nicht im öffentlichen Teil posten.

Wer engagiert sich als IG Gründer?

Geschrieben

Wer engagiert sich als IG Gründer?

Das Pflegen einer IG mit den passenden Mitgliedern ist "null komma nichts an Aufwand". Im übrigen ein sehr guter Vorschlag von Dir, trau Dich ruhig an die Sache heran!

Geschrieben
( noch mehr Leidenschaft als Sportwagen!)

Das beruhigt mich, dass ich dann hier nicht der einzige von dieser Sorte bin :-))!

Geschrieben
Das Pflegen einer IG mit den passenden Mitgliedern ist "null komma nichts an Aufwand". Im übrigen ein sehr guter Vorschlag von Dir, trau Dich ruhig an die Sache heran!

Den Ball kann ich aber leicht zurückspielen. Hast Du Lust/Zeit ?

Mit trauen hat das nichts zu tun sondern eben andere Erfahrung gemacht.

Habe schon 2 IG' zugemacht weil mir die Zeit fehlte und die letzte wird demnächst von einem anderen User auf meine Bitte übernommen.

Würde sich sicher lohnen. Eigene Lieblingsbilder vorstellen, die Geschichte dazu. Meinungen, Erfahrungen, welche Motive, welche Maler sammelt man. Preise usw. usw.

Geschrieben

Finde ich eine tolle Idee. Threads wie diese bereichern Carpassion ungemein.

Geschrieben

Schließe mich an, finde die Idee einer Kunst-IG sehr gut.

Geschrieben

Gute Idee, gibt schließlich auch in der Außenwelt Irrenhäuser!

CP, nochmals danke für den Link zur Reportage.

Geschrieben

Vielleicht hat es dem Kaeufer ja einen "Kick" gegeben, dass er dieses Werk ersteigern konnte. "Happy for at least a minute".

Wenn ich fuer eine hier postulierte Rezeption erstmal dies und jenes erlebt, gesehen, gehoert, erfuehlt haben muss... dann

ist das kontraktiv zu einem "im naechsten Moment kann schon alles vorbei sein".

Muss man den Genuss nicht doch dann vor allem unter einem Zeitaspekt sehen?

Was ist denn da erstrebenswert? Die Grenze zwischen "Carpe diem" und "in den Tag hineinleben" und zu "ich muss erstmal 30 Jahre abzahlen" wird doch da schnell verwischt? Wo setzt man die Grenzen und Ziele -- zumindest mal fuer den eigenen(!) Erlebnishorizont?

Natuerlich kann man sich fragen, was eigentlich "bleibt" - aber muss einen das interessieren? Einige denken an eine Hinterlassenschaft an die eigenen Kinder (wenn ueberhaupt) oder wollen sich unsterblich machen - oder werden dies -- aber fuer wie lange?

Gegeben die technologische Macht und genug finanzielle Mittel, man wuerde sich ein Sternbild (gesehen vom irdischen Beobachter) in Form des eigenen Namens schaffen; wieviel Bestand hat das? Bis sich eine Sprache soweit entwickelt hat, dass der Sternhaufen literal garnichts mehr bedeutet?

Die These vom "Denkmodell der menschlichen, persoenlichen Aesthetik" finde ich sehr passend. Was fuer den einen "Kunst" ist, ist fuer den anderen voelliger Schwachfug.

Da sich die eigene Wahrnehmung nur im eigenen Gehirn abspielt, muss man ueberhaupt nichts gelesen, gesehen, .. haben. Jeder hat so sein eigenes Universum - es gibt Ueberlappungen (Konsens einiger) oder auch nicht.

Wenn's noch keiner gesagt hat: "jeder kann fuer sich gluecklich sein, und den Zustand oder Definition des Glueckes bestimmt er auch noch selbst".

Oh, on-topic. Ich finde das Photo sterbenslangweilig, was aber auch fuer die hier genannte Mona Lisa zutrifft. Aber wenn's den Kaeufer beglueckt, dann ist das Papiergeld doch erfolgreich ausgegeben.

Persoenlich lebe ich da lieber in den Tag hinein, schliesslich koennte heute der Letzte (fuer mich) sein - auch wenn ich das nicht so esoterisch wie Markus sehe.

Just my thoughts....

Geschrieben
Den Ball kann ich aber leicht zurückspielen. Hast Du Lust/Zeit ?

Stop, nicht drängeln - jeder bekommt nur eine!

Und ich hab "meine IG" schon. :wink:

---------------------

Roland wird sich über die Umbenennung in artpassion.com freuen :D

Geschrieben

oh, einen noch. So geschehen in .... 1997 oder so. Das benannte "wc -l in the logsdirectory" waere einfach nur die Aufzeichnungen eines Computersystems (genauer: sogar nur die Zeilenzahl der jeweilgen Aufzeichnungen) - aber das nur zum "man muss mal was vorher/nacher wissen.....) - zin ging's aber um's Ausdrucken von all diesem.

Bad joke: eine Rauhfasertapete kann fuer einen Blinden sehr kuenstlerisch sein.

<zin> Hm, 1,4 million lines as a result of wc -l in the logsdirectory

<zin> i wonder what im going to do with that

[..]

<zin> i was thinking more like printing it and place all the papers on the wall

of some large building and claim that it's a political statement, then

id be recognized as an artist and get lotsa red wine and have massive

analsex with strange selfstarved women who reads kafka

<Disciple> zin you have more ganja than I initially suspected

<zin> but really now guys, how hard can it be to recognized as an artist?

All you have to do is to make somthing so stuid no other sane person would

even contemplate doing, and wham, there you go, artsy groupies who

drinks tea at strange coffeshops (note, they wear berreys) whilst

discussing feminism and how it relates to their parents relationship.

Then you get hooked on wine. So you just get all these tickets to icky

artshows where all these other dopefiend-artists who make a living by

splattering paint on canvases can get blowjobs by heroin addicts.

<zin> I hate artists :-)

Geschrieben

Oh, on-topic. Ich finde das Photo sterbenslangweilig, was aber auch fuer die hier genannte Mona Lisa zutrifft. Aber wenn's den Kaeufer beglueckt, dann ist das Papiergeld doch erfolgreich ausgegeben.

Millimetergenau auf den Kopf getroffen, diesen Nagel!

Geschrieben

Hier sind teilweise mal wieder beglückende Kenner und Küchentischphilosophen am Werk.

Natürlich muß man erstmal dahin kommen ein Werk schätzen zu können.

Ganz einfaches Beispiel. Ihr braucht doch auch einige Zeit, bis Ihr Euch auf ein Auto eingestellt habt, oder? Vor dem Kauf versucht Ihr das Vehikel zu verstehen, studiert Prospekte, lest Kritiken, macht Probefahrten. Ihr versucht also, Euch dem Gegenstand anzunähern.

Nun ist das mit der Kunst prinzipiell nichts anderes, nur daß sie sich eben nicht so objektiv verifizieren läßt wie ein Auto, welches eben mehr oder weniger nur die Summe seiner Teile ist. Kunst ist da etwas schwieriger und - besonders in diesem Falle - deutlich abstrakter. Da kann man eben leider sich nicht mehr auf Hochglanzprospekte verlassen, sondern muß sich anfangen ein eigenes Bild zu machen, die dem Werk innewohnenden Maßstäbe zu ergründen und es daran messen. Das "Problem" bei Kunst ist ja, daß sie nicht erklärbar ist. Wäre sie es, wäre sie überflüssig. Also muß man sich als Rezipient daran mache diese "Sprache" zu erlernen - und da ist es natürlich besser je früher man damit anfängt. Da kann es also problemlos sein, daß einigen am Ende die Zeit knapp wird. Und vielen wird es eben nie gelingen, denen war es dann wohl auch nicht bestimmt, würde Markus vermutlich nicht zu unrecht sagen.

Kunst ist eben kein bequem konsumierbares Süppchen, sondern unbequem zu erarbeiten - jedenfalls für die meisten. Das hat dann auch zur Folge, daß viele es nie merken, was für höhere Einblicke ihnen entgehen. Diese Leute kann man nur bemitleiden

Geschrieben

"I beg to differ" (mancher Spruch geht nur in derjenigen Sprache).

Es wird wiederrum postuliert, dass nur ein "gebildeter" in der Lage ist, die "wahre Kunst" zu erkennen.

Ich postuliere einfach mal, dass der Kaeufer dieses Bildes es nur fuer einen Impetus gekauft hat: fuer noch mehr "Geld" zu verkaufen.

Verstand, Rezpetion? Nada. Evtl hat er ja was anderes verstanden, und seine Papier-Dollar von dannen gebracht.

Aber jenseits von das, ich hab vorhin schon geschrieben, dass man die Rezeption nicht als "gegeben" hernehmen kann.

Der "Depp" nimmt nichtmal das handwerkliche dieses Werkes wahr, der "naja-Depp" versagt sich der Kreativitaet dieses Werkes.

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