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Teuerstes Photo der Welt für $4.338.500 versteigert


Atombender

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Geschrieben

Es ist wie beim Ei des Kolumbus:

"Machen kann es jeder, aber daran zu denken... das ist die Kunst"

Gruss, Andreas

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Geschrieben
"Machen kann es jeder, aber daran zu denken... das ist die Kunst"

Bei Gemälden ist es aber so, dass es eben nicht jeder machen kann, sondern nur ganz wenige. Das gilt übrigens auch für Werke von Leuten wie Kujau oder jüngst Beltracchi.

Seine Joggingstrecke zu knipsen finde ich jetzt nicht so eine dolle Leistung. Es gibt unzählige Fotos, die mehr hergeben. Auch wenn man den Wellengang des Flusses abpaßt, ein Kohlekraftwerk rauseditiert und im Großformat druckt.

Im Patentrecht gibt es den Begriff des erfinderischen Schrittes, der für ein Patent gegangen werden muß. Analog könnte man auch einen künstlerischen Schritt definieren. Für mich wurde dieser Schritt bei besagtem Foto nicht gegangen.

Völlig unabhängig übrigens vom betriebenen Aufwand. Man kann lange an einer Sache herumdoktern und es kommt trotzdem nichts Bahnbrechendes bei raus.

Geschrieben

Ich bitte nochmals darum, macht erstmal eine "Probefahrt" - schaut Euch das Bild erstmal an!

Ich habe das Bild vor langer Zeit mal gesehen - es ist schlicht überwältigend, seine Tiefe, seine Ausstrahlung...Und letztlich ist es das was zählt! Nicht die "Location" oder der Aufwand der betrieben werden mußte. Sowas ist mir immer egal und hat bestenfalls was mit der schlußendlichen Preisfindung zu tun.

Geschrieben

Im Patentrecht gibt es den Begriff des erfinderischen Schrittes, der für ein Patent gegangen werden muß. Analog könnte man auch einen künstlerischen Schritt definieren. Für mich wurde dieser Schritt bei besagtem Foto nicht gegangen.

Völlig unabhängig übrigens vom betriebenen Aufwand. Man kann lange an einer Sache herumdoktern und es kommt trotzdem nichts Bahnbrechendes bei raus.

Die sachkundige Beurteilung, ob hier eine formal bedeutsame Innovation im kunstgeschichtlichen Kontext geschaffen wurde, kann auch nur der Sachkundige vornehmen. Das ist nichts, was dem zufälligen Betrachter möglich wäre. Gleiches gilt im übrigen für die Beurteilung des ästhetischen Qualitätsniveaus. Auch hier benötigt es Sachkenntnis, allerdings haben diese schon wesentlich mehr Menschen, weil hierzu (vereinfacht gesagt) nur eine sehr regelmäßige Kontaktaufnahme mit hochwertiger Kunst erforderlich ist. Dann bildet sich das nötige Bauchgefühl fast immer relativ schnell heraus.

Der betriebene "Aufwand" bei der Entstehung der Arbeit ist sicherlich vollkommen (!) unerheblich für die Beurteilung der Qualität einer Arbeit, wie schon von anderen Postern herausgestellt.

Geschrieben

Die Frage ist: Ist diese Kunst einer Minderheit wirklich hochwertig oder ist es Schrott der von einer Minderheit mit Geld hochgejubflt wird. Ich tendiere zu zweitem...

Gursky hat schöne Fotos, hier sehe ich aber das super besondere nicht

Geschrieben

Ich frag einfach mal ganz naiv: Muss man das Besondere immer sehen?

Ich finde nicht.

Geschrieben
Die sachkundige Beurteilung, ob hier eine formal bedeutsame Innovation im kunstgeschichtlichen Kontext geschaffen wurde, kann auch nur der Sachkundige vornehmen. Das ist nichts, was dem zufälligen Betrachter möglich wäre. Gleiches gilt im übrigen für die Beurteilung des ästhetischen Qualitätsniveaus. Auch hier benötigt es Sachkenntnis, allerdings haben diese schon wesentlich mehr Menschen, weil hierzu (vereinfacht gesagt) nur eine sehr regelmäßige Kontaktaufnahme mit hochwertiger Kunst erforderlich ist. Dann bildet sich das nötige Bauchgefühl fast immer relativ schnell heraus.

Es geht mir nicht darum eine Art Prüfungsverfahren analog der Patentprüfung durchzuführen, vielmehr meine ich mit dem künstlerischen Schritt, dass für mich persönlich eine gewisse Hürde übersprungen werden muß, damit ich es als Kunst ansehen kann. Diese Hürde kann ja jeder für sich definieren, wie er will, aber bei mir hat er halt die Hürde in diesem Fall gerissen.

Es gibt ja auch Leute, die eingelegte Haie oder diamantbesetzte Schädel als Kunst anpreisen oder ansehen. Und manch einer macht auch in sich Geschäfte mit solchen Sachen.

Das ist dann vielleicht "kreativ" vermarktet, aber auch da ist für mich die Hürde nicht übersprungen worden.

Geschrieben
..........

Ja.

Finde ich zu flach gedacht, man kann sich auch mit Hilfe eines Fotos für einen Gedanken begeistern. Auch wenn man ihn nicht sieht.

Geschrieben
Finde ich zu flach gedacht, man kann sich auch mit Hilfe eines Fotos für einen Gedanken begeistern. Auch wenn man ihn nicht sieht.

Bei $4.338.500 sollte sich der Gedanke dann aber mindestens auf dem Niveau der Relativitätstheorie bewegen.

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Geschrieben
Geschrieben

Hallo Atombender,

 

schau doch mal hier zum Thema Zubehör für Aus dem Alltag (Anzeige)? Eventuell gibt es dort etwas Passendes.

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Geschrieben

Mann, mann, mann, schon 'mal darüber nachgedacht, daß sich Kunst und der damit verbundene, im Idealfall göttliche Impetus nicht mit Geld aufwiegen und in Vergleichswährungen bemessen läßt?

Und dann 'mal die Gewissensfrage:

Wer der Kommentatoren hier hat

1. besagtes Bild in realiter gesehen?

2. überhaupt einen Gursky in realiter gesehen?

3. Gursky kennen gelernt?

Denn ich denke, daß es nicht schadet, wenn man das Thema, über das man sich ausläßt, näher kennt.

Geschrieben

Also über Geschmack lässt sich ja bekanntlich streiten, aber unstrittig ist wohl, dass das Werk in diesem Falle in digitaler Form auf der Festplatte eines Computers liegt und daher beliebig oft vervielfältigt werden und in gleicher Qualität gedruckt werden kann.

Ein Preis entsteht normalerweise über Angebot und Nachfrage und hier wäre es problemlos möglich ein beliebig großes Angebot an 100% gleichwertigen "Originalen" (oder Kopien, wie man es eben sehen will) herzustellen und den Preis trotz Gewinn auf ein normales Level zu drücken. Deshalb finde ich es ein Armutszeugnis dieser "Minderheit", wenn da so künstlich die Preise gepusht werden, wobei das in diesem Fall nichts mit der künstlerischen Leistung zu tun hat!

Gursky (den ich nicht persönlich kenne) mag eine faszinierende Persönlichkeit sein und seine Bilder (die ich noch nicht live gesehen habe) absolut Atemberaubend, aber die Beatles haben eben auch nicht nur eine einzige Platte jedes Albums pressen lassen, welche dann für Millionen weiterverscherbelt wurde.

Geschrieben
Also über Geschmack lässt sich ja bekanntlich streiten, aber unstrittig ist wohl, dass das Werk in diesem Falle in digitaler Form auf der Festplatte eines Computers liegt und daher beliebig oft vervielfältigt werden und in gleicher Qualität gedruckt werden kann.

Ein Preis entsteht normalerweise über Angebot und Nachfrage und hier wäre es problemlos möglich ein beliebig großes Angebot an 100% gleichwertigen "Originalen" (oder Kopien, wie man es eben sehen will) herzustellen und den Preis trotz Gewinn auf ein normales Level zu drücken. Deshalb finde ich es ein Armutszeugnis dieser "Minderheit", wenn da so künstlich die Preise gepusht werden, wobei das in diesem Fall nichts mit der künstlerischen Leistung zu tun hat!

Gursky (den ich nicht persönlich kenne) mag eine faszinierende Persönlichkeit sein und seine Bilder (die ich noch nicht live gesehen habe) absolut Atemberaubend, aber die Beatles haben eben auch nicht nur eine einzige Platte jedes Albums pressen lassen, welche dann für Millionen weiterverscherbelt wurde.

Zu diesem Thema empfielt sich folgende Lektüre:

Walter Benjamin, "Das Kunstwerk im Zeitalter seiner technischen Reproduzierbarkeit", Paris 1936

Photokunst wird in einer bestimmten Auflage, die dem Erwerber bekannt ist, hergestellt und entsprechend numeriert.

Danach wird das Negativ bzw. die Datei zerstört.

Geschrieben

hugo es freut mich, dich voll in deinem Element zu sehen aber am Ende wurden über 4 Millionen USD für ein stinklangweiliges Photo von einem dreckigen Fluß ausgegeben und zwar einzig und allein wegen dem Namen des Urhebers. Aus rein kaufmännischer Sicht lässt sich dieses Geschäft nur rechtfertigen, wenn es sich in naher Zukunft für eine beträchtlich größere Summe verkaufen würde.

Trotzdem herrlich, wenn hier zwei völlig polarisierende Meinungen aufeinander treffen.

Ist es so viel Geld wert? Ja, anscheinend für den (extrem solventen) Käufer.

Beweggründe? Spekulationsobjekt, die Gewissheit, das teuerste Photo der Welt zu besitzen, Mega-Gursky-Fan etc.

Um den Begriff "funny money" wieder aufzugreifen, Garçon à la pipe von Picasso hat seine eigene Geschichte, wie ein Rekordpreis zustande kommen kann. Nämlich weil der Käufer einen Rekord erzielen will.

Geschrieben
Die sachkundige Beurteilung, ob hier eine formal bedeutsame Innovation im kunstgeschichtlichen Kontext geschaffen wurde, kann auch nur der Sachkundige vornehmen. Das ist nichts, was dem zufälligen Betrachter möglich wäre.aus. Auch hier benötigt....

Und das Lamm schrie "hurz"

Bei allem Respekt, aber Kunst als Wissenschaft zu bezeichnen, na ja... H.p. Hat das ja auf eine beeindruckende Art und weise demonstriert. Gem. Deiner Definition bin ich dann ja doof, weil mir der "Intellektuelle Zugang" fehlt. O.k. ;D

Geschrieben
Und das Lamm schrie "hurz"

"Ist das Kunst, oder kann das weg?".......... kam mir gerade so in den Sinn.

Und da wir hier mindestens einen Herrenreiter als Experten in Sachen Fotografie und Kunst unter uns haben,

würde jedes weitere Wort wiederum zum Konflikt führen. X-)

Gottseidank gibt es keinen äusseren Kaufzwang; auch nicht in der Kunstszene.

Wem es gefällt und wem es ins Budged passt, der kauft vielleicht; vielleicht auch nicht.

Aber sich wegen Kunst aufzuregen lohnt nicht.

Und wie Uwe schon angemerkt hat, kann man offensichtlich selbst für den größten Mist noch einen Kritiker finden, der am "Werk" gefallen findet.

Das stört mich so lange nicht, wie es meinen Geldbeutel nicht berührt.

Grüße

Wolfgang

Geschrieben

Atombender: Deine kaufmännischen in allen Ehren - aber hier handelt es sich nicht um eine Auto, sondern um Kunst (so dieser Unterschied für Dich ersichtlich ist).

Dieses Bild wurde nicht für einen Markt geschaffen sondern ausbfreiem Ausdruckwillen von Herrn Gursky. Zudem zu einer Zeit wo noch nicht davon auszugehen war, daß dieses Bild einmal derartig teuer werden würde. Von daher gehen hier kuafmännisches Sichtweisen ebenfalls weit am Ziel vorbei.

Und ja, um ein Stück Kunst entsprechend zu würdigen oder wenigstens zu einem gewissen Grad (komplett wird man es nie schaffen) zu "verstehen", braucht es eine Vorbildung die man sich nur durch Erfahrung erwerben kann. bibiturbo hat das gut ausgedrückt.

Geschrieben
Und wie Uwe schon angemerkt hat, kann man offensichtlich selbst für den größten Mist noch einen Kritiker finden, der am "Werk" gefallen findet.

Das stört mich so lange nicht, wie es meinen Geldbeutel nicht berührt.

Hallo Wolfgang,

nicht falsch verstehen... - ich weigere mich nur, Kunst als Wissenschaft zu bezeichnen.

Kunst liegt m. E. im Auge des Betrachters.

Ich finde das Bild HAMMER!!!

Es wäre mir halt nicht so viel wert...

Als ich vor ca. 10 Jahren durch das Hessischen Landesmuseum gegangen bin, um die Beuys Ausstellung zu sehen, habe ich mich ernsthaft gefragt, ob der Künstler uns nicht nur einfach alle verarschen wollte. Was bitteschön ist an einem Rattenkadaver und ein paar abgefressenen Fingernägeln KUNST???

Ich habe vergeblich nach einem Sketch mit Hella von Sinnen gesucht, in dem sie eine Malerin darstellt.

In einem Interview wurde sie mit allerlei hochtrabenden Quatsch befragt, dessen Antworten echt zum wegschmeissen komisch waren.

Sinngemäß:

Interviewer: "Der rote Fleck oben links in Ihrem Gemälde soll wohl den Untergang des Abendlandes auf plastische ... "

Sie: Nee - da ist mir die Pizza draufgefallen, da aber die Leinwand zu teuer war, habe ich es einfach draufgelassen.

Genau das meine ich. Da kommen irgendwelche hochtrabenen Erklärungen zu irgendwelcher "Kunst" und die Wahrheit dahinter sieht dann doch ganz anders aus.

Die Kunst beim Malen ist für mich die "Handwerkliche" Kunst.

Als ich in der sixtinischen Kapelle gestanden bin und zur Decke hinaufgeschaut habe, da empfand ich die Deckenmalerei von Michelangelo Buonarroti als Kunst, da sie so wahnsinnig plastisch waren. Ein Meisterwerk weil handwerklich perfekt gemacht!

Die Kunst in der Musik ist die PERFEKTE Beherrschung des Instruments und das Gefühl für Klang

Der Sketch von H.P. verdeutlicht das sehr gut.

Da werden irgendwelche abstrusen Metaphern bemüht, um Schwachsinn zu beschreiben - pseudointellektuelles Gequatsche.

Aber jedem, wie er mag.

Hugo schätze ich wegen seines Intellekts, wegen seiner Posts und wegen seines extremen Wissens.

Nur in der Kunst, da kann er mich überhaupt nicht begeistern - Kunst ist halt subjektiv :D

Von daher...

Für so ein Bild würde ich gerne ~2.500 - 3.000 € ausgeben.

Es gefällt mir und von den Materialkosten wäre es gerechtfertigt :)

Geschrieben

Hier haben einige Leute Schwierigkeiten, Wirtschaft und Kunst auseinanderzuhalten. Kunst und Musik an sich haben mit Geld überhaupt nichts zu tun. Die Preise drücken ausschließlich die Wertschätzung am Markt aus und stehen in keinem unmittelbaren Zusammenhang zur Qualität des jeweiligen Werks.

Weil aber viele Menschen kein künstlerisches Qualitätsbewusstsein haben, sind sie auf Preislisten oder Rezensionen angewiesen. Wobei letzteres noch besser ist als ersteres.

Was Beuys angeht, so ist es kein Problem, seine Kunst zu verstehen. Er hat genug an Informationsmaterial dazu hinterlassen. Man muss sich nur damit beschäftigen wollen, wenn man wirklich ernsthaft interessiert ist. Verarschung ist es in keiner Weise.

Gruß,

Markus

Geschrieben
Weil aber viele Menschen kein künstlerisches Qualitätsbewusstsein haben, sind sie auf Preislisten oder Rezensionen angewiesen. Wobei letzteres noch besser ist als ersteres.

Servus Markus,

das glaube ich nicht - nur weil was teuer ist, ist es nicht immer gut!

Es muß beides passen...

- in erster Linie muß es einem selbst gefallen

- wenn dann die finanziellen Spielräume nicht überschritten werden

KAUFEN und sich daran erfreuen.

Ich persönlich finde - wie schon auf den Post von Wolfgang eingegangen - dass das Bild wahnsinnig toll ist.

Es wäre mir aber nicht so viel wert - also verwirft man diese Gedanken wieder.

Ich weigere mich nur, Kunst zu einer Wissenschaft zu machen - sie ist es nicht!

Geschrieben
das glaube ich nicht - nur weil was teuer ist, ist es nicht immer gut!

Genau das sage ich ja, lies noch mal nach.

Natürlich ist Kunst keine Wissenschaft. Musik auch nicht. Beide stehen transzendental zur Wissenschaft. Das ist ja gerade ihr Wesen. Aber die Beschäftigung mit Kunst und Musik kann Wissenschaft sein.

Musikwissenschaft umfasst verschiedene Apekte, physikalische, technische, historische usw.

Dies bedeutet aber nicht, dass Musik Physik ist. Sie bedient sich nur der Physik.

Gruß,

Markus

Geschrieben

Die Kunst in der Musik ist die PERFEKTE Beherrschung des Instruments und das Gefühl für Klang

Aha :???:

Naja, Du wirst es ja wissen...

Geschrieben
Aha :???:

Naja, Du wirst es ja wissen...

Genau - mehr ist es für MICH nicht! :???:

Ich habe da genau so sehr das Wissen mit Löffeln gefressen, wie ihr.

Geschrieben
Zu diesem Thema empfielt sich folgende Lektüre:

Walter Benjamin, "Das Kunstwerk im Zeitalter seiner technischen Reproduzierbarkeit", Paris 1936

Photokunst wird in einer bestimmten Auflage, die dem Erwerber bekannt ist, hergestellt und entsprechend numeriert.

Danach wird das Negativ bzw. die Datei zerstört.

Sag ich doch, es wird künstlich ein Wert geschaffen, weil irgendwelche Snobs gerne so unheimlich exklusiv sein möchten mit ihren Bildern. Für mich ist das einfach ein Armutszeugnis dieser Menschen und zeigt, dass es hier nicht ausschliesslich um das Werk, bzw die Kunst an sich geht, sondern um eben diese Exklusivität und das "Drumherum" und deshalb finde ich (und viele andere bestimmt auch) diesen Personenkreis auch so abstoßend und irgendwie lächerlich.

Es gibt keinen rationalen Grund für diese Limitierung, im Gegenteil, man enthält vielen Menschen diese tollen Bilder vor und das liegt einfach daran, dass man doch garnicht WILL, dass der gemeine Pöbel die gleichen Bilder an der Wand hängen hat wie der Herr Kunstliebhaber XY.

Da wird auf der einen Seite so hochtrabend über irgendwelche Bilder erzählt und man hält sich für gebildet und elitär und auf der anderen Seite wird die primitivste Form der Missgunst gegenüber anderen raushängen gelassen und das genaue Gegenteil bewiesen.

Geschrieben
Sag ich doch, es wird künstlich ein Wert geschaffen, weil irgendwelche Snobs gerne so unheimlich exklusiv sein möchten mit ihren Bildern. Für mich ist das einfach ein Armutszeugnis dieser Menschen und zeigt, dass es hier nicht ausschliesslich um das Werk, bzw die Kunst an sich geht, sondern um eben diese Exklusivität und das "Drumherum" und deshalb finde ich (und viele andere bestimmt auch) diesen Personenkreis auch so abstoßend und irgendwie lächerlich.

Es gibt keinen rationalen Grund für diese Limitierung, im Gegenteil, man enthält vielen Menschen diese tollen Bilder vor und das liegt einfach daran, dass man doch garnicht WILL, dass der gemeine Pöbel die gleichen Bilder an der Wand hängen hat wie der Herr Kunstliebhaber XY.

Ich frage mich nur: wo ist das Problem?

In diesem Leben werde ich nicht genug Geld zur Verfügung haben, um auch nur daran zu denken, mir einen Gursky zu kaufen. So what? Wenn ich einen sehen will, gehe ich in eine Ausstellung. Das Eintrittsgeld krame ich gerade noch so zusammen.

Aber deshalb die Menschen schlecht zu machen, sie sogar als abstoßend und lächerlich zu bezeichnen, weil sie sich im Gegensatz zu mir so eine Anschaffung leisten können und wollen? Und die durch ihre immensen Ausgaben letztlich Kunstschaffende auch finanzieren und einen Kunstbetrieb am Leben halten?

Das würde mir nicht im Traum einfallen!

Aber auf Dich wirft es letztlich ein bezeichnendes Licht zurück, der Du innerlich vor Neid knirscht, Dir dies selbst aber nie eingestehen würdest und Dich deshalb in typischer Selbstschutzreaktion auf die moralinsaure Seite wirfst. So durchschaubar, so vorhersagbar, so typisch kleinbürgerlich - alles was über die graue Durchschnittsmasse hinausragt, willst Du und Deinesgleichen am besten einen Kopf kürzer machen.

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