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Minimalisten - Haste nix, biste was


JoeFerrari

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Geschrieben

Seit ich das Buch "Simplify your Life" gelesen habe, bin auch ich davon überzeugt, daß eine sinnvolle Vereinfachung das Leben wesentlich angenehmer macht. "Ihm geht es darum, das Maß des für ihn Notwendigen zu finden und es nicht zu überschreiten" gefällt mir in dem Spiegel-Artikel besonders, denn ich habe nicht vor, auf meine Schuhsammlung zu verzichten; nicht jeder findet es notwendig, Hunderte von Schuhen zu besitzen, aber für mich sind sie keine Belastung. Überflüssiges empfinde ich jedoch als Ballast. Außerdem bin ich mir sicher, daß viele Menschen in einer chaotischen Umgebung keine klaren Gedanken fassen können, und daß eine äußere Ordnung eine innere Entspanntheit fördern kann.

Geschrieben

Mich stressen garnicht so sehr Besitztümer, eher Dinge wie Behörden, Steuererklärung etc. wo man wirklich riesigen Teilen der Bevölkerung das Leben leichter und für die Wirtschaft die Arbeit produktiver machen könnte. Macht man aber nicht.

Ich denke Besitz macht immer dann Stress, wenn man ihn sich nicht leisten kann (Zu Teure Besitztümer welche mit Lebensqualität bezahlt werden und sie nicht schaffen) oder wenn man zu sehr dran hängt und sich deshalb kirre macht.

Ich hab vor langer Zeit bereits einen Artikel über diesen neuen Minimalismus gelesen, aber für mich geht das garnicht. Ich kann nicht auf alles verzichten. Minimalisten nutzen ja auch den Umstand, dass andere keine Minimalisten sind und alles irgendwo leihbar/organisierbar ist.

Ordner mit alten Unterlagen wegwerfen? Da freuen sich die Herren der Steuerprüfung...den Scheiss darf ich 11 Jahre aufheben (und auch nochmal extra jeden Beleg einscannen und ausdrucken, weil die Tinte verschwindet...)

Minimalist kann man sein, wenn man Schüler oder Student ist oder in irgendwelchen hippen, jungen Berufen arbeitet und in der Grossstadt arbeitet. Meine Meinung.

Ansonsten stimmt es...einfach mal Zeug weggeben was man nicht braucht. Ich haue in der Regel alles was ne Zeitlang nur rumlag in eine Kiste, die kommt in den Keller, wenn ich ein Jahr später nicht reingekuckt hab wirds verschenkt und verkauft. Ausser Zeitschriften...macht zu viel Spaß irgendwann im Winter wenn mal wenig zu tun ist auf der Couch zu sitzen und alte Zeitschriften durchzusehen (Architektur, Design, Wohnen, Mode, Foto, Gute Automagazine)...

Geschrieben

Verzicht wird jetzt als Lifestyle verkauft?

Geil O:-)

Da kann man ja hervorragende VTs drauf aufbauen :D

Geschrieben

Ich denke nicht, daß es um Verzicht geht, sondern vielmehr darum, bewußter zu leben (habe mir gerade das xte Paar Schuhe gekauft, und bin glücklich wie nie). Aber ich versuche, bewußter zu konsumieren und somit zu genießen. Nicht raffen, weil es gerade günstig hergeht oder sogar umsonst ist, sondern im Gegenteil mir Dinge zu leisten, die mir wichtig sind. Und dann stellt man fest, daß das gar nicht so viele Dinge sind.

Geschrieben

Dabei hieß oder heißt es doch so oft von den hippen Ghetto-Gangster-Rappern: "blow all the money till i´m gone, 'cause i can´t take it when i´m gone" o.ä., was ja wenn mich mein Schulenglisch nicht im Stich gelassen hat soviel heißt wie...jetzt oder nie...man lebt nur einmal und da lässt man die sprichwörtliche Sau raus und hat eben auch das Geld locker sitzen. Wobei man sich da natürlich von dem vielen Bling-Bling und den vier Maybachs in den Videos vllt doch etwas blenden hat lassen...:lol:

Man kann es halten wie man möchte, ich finde diesen Ansatz des Minimalismus nicht uninteressant. Schaue mich gerade um und ja...hier könnte ich mich bestimmt von Vielem trennen, da entweder schon ewig nicht mehr im Gebrauch oder einfach nur "Nippes", der einstaubt o.ä., aber es hängt doch, wie auch schon im Spiegel-Artikel geschrieben, oft viel zu viel Emotionen daran. Das höchste der Gefühle ist dann wohl nur die Schachtel, die samt den Sachen in den Stauraum wandert...mehr ginge bei mir z.Zt. nicht...denke ich.

Aber wenn das so ist, dann müssten vor allem die Caterham-Lenker ein sehr ausgewogener und vor sozialen Kontakten strotzender Haufen sein. Da wundert es mich auch nicht, wenn man die häufig in Gruppen fahren sieht. O:-)

@Philipp: Was sind VTs?

Geschrieben

Ich finde die Zwischenzeile schön: "Wie viel Arbeit ist der Sportwagen wert?"

Wer bei einem soliden mittleren Einkommen einen neuen Porsche oder einen gebrauchten Ferrari kauft, der könnte als Alternative dazu ein halbes Jahrzehnt (oder mehr) eher in Ruhestand gehen. Das hängt natürlich immer von der individuellen Lebensgestaltung ab, doch wer Geld zählen und nicht wiegen muss, für den ist das immer eine Rechnung.

Toni

  • 2 Wochen später...
Geschrieben

Die Dinge die man besitzt, besitzen einen irgendwann selbst. So ist es tatsächlich, man ist irgendwie immer an seine Besitztümer gebunden. Ich finde das regelrecht einengend. Ich kann mir auch so einige Sachen gönnen, tue es aber bewusst nicht aus vielerlei gründen. Ich überlege mir 10 Mal ob ich gewisse Dinge wirklich brauche oder ob ich grad wieder angefixt wurde von einer Sache.

Wenn ich druch die Stadt laufe sehe ich wirklich nur Konsum überall. Alles Sachen die man nicht wirklich braucht. Allein die Gesellschaft gaukelt uns vor das wir gewisse Dinge benötigen und dann glauben wir es irgendwann selbst. Das Einzige wofür ich mein Geld wirklich inMassen ausgebe sind Nahrungsmittel. Aber damit tue ich der Hülle in der ich stecke was Gutes, wenn ich ausgewählte Lebensmittel zu mir nehme. Ansonsten brauche ich nicht viel zum glücklich sein. Klar ist es schön ab un an mal in eine neue Umgebung zu fahren und neue Dinge zu sehen. Aber ein Ort ist nur ein Ort und ein Schuh ist nur ein Schuh... Egal ob von adidas oder Prada.

Und ich hab auch keien Lust mich irgendwie einschränken zu müssen und mich anders verhlaten zu müssen aus Rücksicht auf die Dinge die ich benutze. Mein Handy muss nicht das Neueste sein. Mein altes kann auch mal runterfallen und ich mach mir keinen Kopf darum.

Geschrieben

Aber wenn das so ist, dann müssten vor allem die Caterham-Lenker ein sehr ausgewogener und vor sozialen Kontakten strotzender Haufen sein.

Nicht wenn der Caterham der Drittwagen ist.

Geschrieben

sagt der 23-jährige Abendschüler

Jemand schenke ihm mal eine Rolex Day Date aus Platin. Die behält er sicherlich auch nicht lange, nur landet die woanders als im Mülleimer.

Edit: Der ganze Bericht ist nur wieder ein überflüssiger Beitrag zum Thema "Geld macht nicht glücklich", der hervorragend zur derzeitigen Mentalität von selbsternannten "sozialen Bürgern" passt.

In 3 Monaten gibt's dann einen Bericht über Hoarder und die damit verbundenen sozialdynamischen Auswirkungen.

Anzeige eBay
Geschrieben
Geschrieben

Hallo JoeFerrari,

 

schau doch mal hier zum Thema Zubehör für Aus dem Alltag (Anzeige)? Eventuell gibt es dort etwas Passendes.

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Geschrieben

Noch mal im Zusammenhang bitte irgendwie steig ich da grade nicht durch.

LG Datloke

Geschrieben
Der ganze Bericht ist nur wieder ein überflüssiger Beitrag zum Thema "Geld macht nicht glücklich", der hervorragend zur derzeitigen Mentalität von selbsternannten "sozialen Bürgern" passt.

Schlimmer noch; der ganze Bericht ist einfach nur Schwachsinn.

1. Die Anzahl der Gegenstände hat mit Verzicht überhaupt nichts zu tun. Schließlich kann ich mir zigtausend Staubfänger oder einen Sportwagen kaufen.

2. Dinge wegzuwerfen und Dinge zu kaufen hat nichts miteinander zu tun. Wenn ich etwas bereits besitze und es ab und zu brauche, hebe ich es lieber mal auf. Dass man dagegen nicht bei jedem Artikel, den man sieht, schreit "Will ich!", ist etwas ganz anderes.

3. Die Frage ist tatsächlich, warum es keine 20-Stunden-Woche gibt, und dafür halt jeder nur die Hälfte besitzt. Aber diese Thematik wird garnicht angesprochen.

Geschrieben

Ich besitze auch viele Dinge, die ich bewußt nicht (mehr) benutze, ich sehe keine Grund, mich von ihnen zu trennen, weil ich genug Platz habe, sie zu behalten. Dazu gehören u. a. hunderte Schallplatten und (Schock) Bücher. Liegt also im Artikel ein Platzproblem vor?

1) Meine Wohnung ist klein, weil ich keine größere brauch' (Pseudofrugalität).

2) Meine Wohnung ist klein, weil ich mir - im Gegensatz zu anderen Leuten - keine größere leisten kann (finanzieller Frust, Sozialneid).

In wie vielen Fällen trifft Punkt 2 NICHT zu?

Ich bevorzuge auch nach wie vor, meine Musik über CD zu hören, so wie ich das die letzen 20 Jahre getan habe. Soll ich jetzt jede CD für 1 Euro verkaufen, um Platz zu machen für Sachen, die es nicht gibt? Und ich brauch auch kein teures iPad, um richtig hipp Musik unterwegs zu hören, mein 1GB No-Name MP3 Player für 30 Euro tut's auch.

Aber was soll man von einen 23-jährigen erwarten, der die Welt ohne Internet nicht kennengelernt hat.

Geschrieben
Nicht wenn der Caterham der Drittwagen ist.

Ja, Mi$t, das ist natürlich fast immer der Fall bei den Gefährten. Es soll aber auch Ausnahmen geben, bei denen ein Caterham zum Alltag gehört, wie der Kaffee samt Zeitung am Morgen. :)

Aber BTT...

Geschrieben

Weniger, aber besser. < Link

Das Credo eines gewissen Dieter Rams könnte hier ganz gut passen. Generell würde ich auch seinen Thesen zustimmen; also lieber ein paar weniger Sachen, diese dafür aber hochwertiger. Leider sieht meine Frau das oft etwas anders und bringt gern Zeug vom Trödel nach Hause... :???:

Geschrieben

Braucht vielleicht eine bessere Frau :)

Aber das Thema ist ja nicht Quantität > Qualität

Geschrieben

Ich gebe mich ja auch nicht kampflos geschlagen, aber eine Plüsch-Spinne, glitzer-Eichhörnchen und Reisig-Hirsch sind halt nicht auf meinem Mist gewachsen und mussten sich ihren Platz hart erkämpfen. Trotzdem würd ich mich bei den Rams' (Bild 1) nicht wohl fühlen und tue dies lieber bei mir daheim (Bild 2) auch wenn sich dort ein bisschen mehr nonsense findet.

Gruß,

Felix

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Geschrieben

Jo den Vergleich gewinnst du.

Und Geschenke behält man, ist doch Ehrensache. :wink:

Geschrieben

Ich empfinde den Artikel und Teile der Diskussion hier als willkommenen Denkanstoß.

"Besitz macht unfrei" ist eines meiner Lebensmottos, dem ich leider nur unvollständig folge.

Einen verkrampften Minimalismus um des Prinzips willen finde ich auch nicht gut, aber ich gehöre leider zu den Menschen, die dazu neigen, sich das Leben mit lauter Zeitfressern vollzustopfen. Ich finde es schwierig, abzuschätzen, ob die Zeit, die man für Gegenstände aufwendet, durch die Freude, die man an ihnen hat, aufgewogen werden. Erst kürzlich habe ich dem Impuls widerstanden, ein weiteres Auto zu kaufen ... das mich geschätzte 3 oder 4 Tage Freizeit im Jahr für Ölwechsel, Wäsche, Umparken, Reifenwechsel etc. etc. kosten würde. Dafür bin ich an anderer Stelle gescheitert und habe ein Wochenendhaus am Wasser gekauft ... und suche jetzt natürlich nach einem Motorboot, weil man dort so schön anlegen kann ... ein Zeitfresser par excellence ...

Geschrieben
Trotzdem würd ich mich bei den Rams' (Bild 1) nicht wohl fühlen und tue dies lieber bei mir daheim (Bild 2) auch wenn sich dort ein bisschen mehr nonsense findet.

Dem Herrn Rams fehlt ein großformatiges Bild an der Wand, das ordentlich Farbe in die Bude bringt.

Geschrieben
Dem Herrn Rams fehlt ein großformatiges Bild an der Wand, das ordentlich Farbe in die Bude bringt.

Als Schüler von Dieter Rams muß ich mich jetzt hier 'mal zu Wort melden.

Das obige Zitat ist natürlich völlig unerheblich, zeigt es doch, wie wenige Menschen den wahrscheinlich wichtigsten Designer des 20. Jahrhunderts verstanden haben.

Ich hatte mehrmals das Privileg, im Hause Rams in Kronberg zu Gast gewesen sein zu dürfen - es ist ein sehr behagliches, feines Haus, erkennbar aus den siebziger Jahren. Nicht zu vergleichen mit der postmodernen Verschmocktheit des "Fin du Siècle" der neunziger Jahre, die ja mittlerweile als Geschmacksrichtlinie im Mainstream angekommen sind und fleissig in Wohnmagazinen, Einrichtungshäusern und Iserlohner Zahnarztvillen propagiert werden.

Zum Verständnis von Dieter Rams empfiehlt sich das Buch "Die leise Ordnung der Dinge" und zum Thema Minimalismus das Buch "Minimalism" von John Pawson, es handelt sich hierbei nämlich keineswegs um einen Modetrend, sondern um eine ästhetisch-philosophische Lebenseinstellung, der ich im übrigen seit über dreissig Jahren versuche zu folgen.

Puristische Grüße, Hugo.

Geschrieben

So verstehe ich den Ansatz des Minimalismus auch.

Es ist ja kein Zwang, nichts zu besitzen oder sich von möglichst vielen Dingen zu trennen. Viel mehr ist es eine bewusste Lebensart.

Geschrieben

Die Sache ist ja die: wenn das jemand tut weil er es so fühlt, dann isses ja super. Wenn man auf so ziemlich alles verzichten kann und nichts begehrt dann passt das ja. Wenn das jetzt aber wieder als Trend hochgeschaukelt wird dann hat das mit der eingentlichen Idee nichts mehr zu tun, denn dann machen es die Leute um halt mal wieder IN und HIP zu sein. Gute Gelegenheit dann übrigens Schnäppchen bei Ebay zu machen.

Nur in 2-3-4-5 Jahren werden sich die Leute, die das jetzt als "ich hab eh kein Geld, also werde ich Minimalist" sehen, sicherlich bereuen. Und dann ist der ganze Plunder aber weg.

Und wenn ich so Sachen lese wie Fotos wegwerfem, dann stellt es mir die Nackenhaare auf. Na gut, als 23jähriger denkt man vielleicht so, aber später? Man kann sich nicht alles merken, und irgendwann verblassen die Erinnerungen. Ich auf jeden Fall liebe es die alten Fotoalben meiner Mutter durchzusehen. Und auch selbst werden die Fotos alle auf dem Computer archiviert, und zwar daheim auf dem privaten und im Büro auch noch mal zur Sicherheit, und zwar doppelt gebackupt. Einfach weil sie Teil meines Lebens sind. Vor allem weil ich Kinder habe.

Klar könnte man auf das eine oder andere locker verzichten, reicht ja wenn ich mich bei mir zu Hause umsehe... aber an jedem Stück hängen Erinnerungen. Jedes einzelne Stück hat seine Geschichte.

Als ich noch Single war, da war ich ja auch noch Minimalist. Das erste das in meiner Wohnung war war mein TV, die Playstation und die Surround-anlage. Erst viel später kamen ein Esstisch und die Couch dazu. Deko gabs nicht, brauchte ich nicht. Ich hab mich auch da wohlgefühlt, aber wie gesagt, es war ein Abschnitt in meinem Leben. Mittlerweile könnte ich das ehrlich gesagt nicht mehr.

Glücklich die, die können. Aber ich lebe auch so bewusst genug, auch mit den ganzen Dingen rund um mich rum.

Geschrieben
Das obige Zitat ist natürlich völlig unerheblich, zeigt es doch, wie wenige Menschen den wahrscheinlich wichtigsten Designer des 20. Jahrhunderts verstanden haben.

Mit Minimalismus hat das Zitat auch nix zu tun. Nur mit einer kahlen Wand, die geradezu prädistiniert für ein Gemälde ist. Und der Kontrast zum Schwarz-weiß bietet sich einfach an.

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