Jump to content
EUROPAS GROßE
SPORTWAGEN COMMUNITY
Bern951

Jaguar XKR-S 2011

Empfohlene Beiträge

Jetzt registrieren, um Themenwerbung zu deaktivieren »
hugoservatius
Geschrieben

Jetzt sieht er endgültig aus wie ein Toyota Supra.

Schon eine reife Leistung, eine Marke, die einmal einen Ruf wie Donnerhall hatte (XK 120! C-Type! D-Type! E-Type! Mk II! XJ 12! Ja, sogar XJ-S!), so komplett und umfassend zu ruinieren.

Traurige Grüße, Hugo.

wasgehtab
Geschrieben

Eigentlich schönes Auto

Nur die Frittentheke hinten stört extremst.

CK
Geschrieben

Ich bin auch der Meinung, dass dieses Ding mit Jaguar nichts zu tun hat und hoffe inständig dass sie sich zukünftig von diesem verspoilerten Krawalldesign abwenden und wieder ansehnliche sportliche Coupés bauen.

Eine Richtung in die es gehen könnte zeigt Jaguar ja mit dem B99 Concept. Bis es soweit ist erfreue ich mich an den Modellen aus der Vergangenheit. (XK120, E-Type, XJC etc.)

Gruß

Christian

brobox
Geschrieben

Jaguar möchte eh nicht mehr das sein, was zumindest deutsche Automobilisten mit der Marke verbinden. Das Management ist halt der Meinung, mit der klassisch eleganten Richtung nicht genug Geld verdienen zu können. Deshalb baut man jetzt Autos für jeden, ohne Rücksicht auf die bisherige Stammkundschaft.

Bedanken tut sich Aston Martin, die können jetzt in aller Ruhe die verlassene Marktlücke besetzen. Ich bin sicher, dass wir sehr bald noch eine kleinere Limousine und einen Sportwagen unterhalb des V8 von Aston Martin sehen werden.

tap333
Geschrieben

Ich finde das aktuelle Coupe/Cabrio spitze. Vor allem in weiß.

Einfach lecker und nicht mehr so altbacken häßlich wie die alten Modelle.

gecko911
Geschrieben

Also ich steh ja teilweise auf Heckspoiler:D, aber an dem Auto passt das gleich mal überhaupt nicht...

Jonesy89
Geschrieben

Ich finde die "Jaguars der Modernen Zeit", wie der XK/R,XF/R eigentlich sehr schick und gut gelungen, der XJ ist auch noch ganz ok. Fande auch das Speedpack usw. als Option nicht schlecht. Finde dass eigentlich ziemlich schick, dass der XKR doch etwas mehr hervorsticht, trotzdem aber elegant und nicht zu protzig wirkt. (Ich weis, Meinungen sind verschieden O:-) )

Aber dass da geht ein klein wenig zu weit für meinen Geschmack. Der Spoiler muss überhaupt nicht sein.

Wenn so, dann bitte nur als optionales Package, damit derjenige, der meint einen UBER Jaguar fahren zu müssen, sich so etwas zulegen kann und der Rest von uns den schlichten und eleganten XKR kaufen kann.

Edit: Diese LED Tagfahrlicht gebimmelstreifen um die Scheinwerfer gehen auch gar nicht. Wenn ich sowas möchte, kaufe ich mir nen Audi oder V8 Vantage.

Felix
Geschrieben
Jetzt sieht er endgültig aus wie ein Toyota Supra.

Den Vergleich finde ich so passend wie schade. Der Bertone Entwurf für die Limousine lässt aber noch hoffen.

Daragorn
Geschrieben

Das geänderte Scheinwerferdesign mit der "Augenbraue" steht dem Auto wirklich gut!

Markus Berzborn
Geschrieben
Ich bin sicher, dass wir sehr bald noch eine kleinere Limousine und einen Sportwagen unterhalb des V8 von Aston Martin sehen werden.

Hoffentlich nicht.

Gruß,

Markus

Felix
Geschrieben

Um das noch mal ins Gedächtnis zu rufen, wir reden hier über einen Nachfolger für diese Ikone des Automobilbaus:

0301_jagxkr_07zoom+2003_Jaguar_XKR+Rear_Drivers_Side_View.jpg

Markus Berzborn
Geschrieben

Und diese Ikone des Automobilbaus (was ich dann doch leicht übertrieben finde 8) ) ist im Moment sehr günstig zu erstehen.

Gruß,

Markus

MarioRoman
Geschrieben

Ich bin sehr begeistert davon, samt Theke. Wer das nicht möchte holt sich halt einen normalen XK-R. Wo ist das Problem?

Felix
Geschrieben
Und diese Ikone des Automobilbaus (was ich dann doch leicht übertrieben finde 8) ) ist im Moment sehr günstig zu erstehen.

Gruß,

Markus

Okay Markus, da hab ich wohl etwas übertrieben 8) Dennoch halte ich den XK in Design und Proportionen für einen sehr großen Wurf.

Die Preise sind ja wirklich interessant im Moment. Leider habe ich für diese Saison schon ein neues Projekt. :wink:

Markus Berzborn
Geschrieben

Die Freundin - falls das nicht zuviel gesagt ist - von meinem Vater fährt einen solchen XK8 mit einer goldbraunen Lackierung. Sieht sehr gut aus. Den Wagen hat sie seinerzeit als Neufahrzeug von ihrem verstorbenen Mann geschenkt bekommen, und das Auto wurde seitdem nicht sonderlich viel bewegt, ist praktisch im Neuzustand.

Manchmal meint sie, ob man den Wagen nicht besser verkaufen sollte, aber ich glaube, sie ist nicht ganz über das aktuell wirklich sehr niedrige Preisniveau informiert.

Und es ist die Normalversion, wenn dann hätte ich gerne die Ausführung mit Kompressor.

Gruß,

Markus

1313
Geschrieben

Heckspoiler = unmöglich,

aber ansonsten ist der Wagen doch klasse.

Sieht doch sehr sportlich und brachial aus.

Jaguar musste doch endlich mal was machen, da die "alte" kundschaft" die auf "klassische optik" und "nur keine veränderung", stehen nun mitlerweile weggestorben ist.

Jetzt nur noch den Wagen in der GT- Motorsportwelt verankern und man könnte ja echt Spass mit der Marke Jaguar bekommen!

MarioRoman
Geschrieben

was habt ihr alle gegen den spoiler? sieht doch ganz gut aus.

Graunase
Geschrieben

Der obige Jaguar schimpft sich Nachfolger des unvergessenen XK8. Leider hat er in keinster Weise mehr die grazile Eleganz des traumhaften Vorgängers. Dieser blieb bei aller durchaus ostentativen (jedenfalls in der XK-R Variante) Präsenz stets ansehnlich und angenhem dezent.

Dieser neue XK hingegen hat nichts mehr von der gespannt-aufmerksammen Kraft einer Raubkatze, er ist ein fettes Auto geworden, dem man - um es "sportlich" wirken zu lassen eine Dopingkur angedeihen lies. Hierdurch bekommt der XKR eine dumpfe Agressivität und demonstrative Aufgeblasenheit, die ihn nun für eine halbseidene Partywelt (da er wohl auch den entsprechenden "Sound" hat) mit halbnackten Blondienen interessant machen könnte. Der standesbewusste (nicht statusbewusste!), soignierte "alte" Jaguarkunde wird sich von einer solchen Maschiene indigniert entfernen. Die "Frittentheke" auf dem Kofferaumdeckel ist da nur das greifbarste Symbol dieser bedauernswerten Entwicklung.

hugoservatius
Geschrieben

Wenn ich einen richtigen Sportwagen haben möchte, kaufe ich keinen Jaguar.

Wenn ich Spoiler, Sound und Rundenzeiten haben möchte, kaufe ich einen Porsche GT3. Oder einen Ferrari.

Ein Jaguar sollte ein Auto mit Eleganz, Würde und Stil sein, ein Auto, was auf der Auffahrt eines holsteinischen Herrenhauses ebenso eine gute Figur macht, wie vor dem Hotel Georges V oder dem Opernhaus in Covent Garden.

Aber ich stamme auch aus dem vorigen Jahrhundert... O:-)

Markus Berzborn
Geschrieben
Wenn ich einen richtigen Sportwagen haben möchte, kaufe ich keinen Jaguar.

Es sei denn, einen XJ 220. :)

Oder einen D-Type. 8)

Gruß,

Markus

Ferrari-V8
Geschrieben
Um das noch mal ins Gedächtnis zu rufen, wir reden hier über einen Nachfolger für diese Ikone des Automobilbaus:

Ach komm, der XK8 war und ist doch wirklich nichts Besonderes. Weder von der Technik, noch vom Design her, konnte der Wagen je überzeugen.

Da ist dann der Jaguar XKR-S schon aus einem anderen ganz anderen Holz geschnitzt. Zumindest stimmen hier jetzt schon mal die Fahrleistungen einigermassen. Auch beim Fahrwerk hat man zum Glück endlich Elemente aus diesem Jahrhundert verbaut. :wink:

Ich bin mal gespannt, wie der Nachfolger der heutigen XK-Reihe von Euch demontiert wird, wenn ihr schon dieses Auto nicht mögt. O:-)

Allerdings soll ja auch dringend eine neue Käuferschicht angesprochen werden. Diese rekrutiert sich nicht aus den alten Jaguar-Fans. Die meisten davon kaufen ja schon aus Altersgründen kein neues Auto mehr und halten nur noch verbal die alten Zöpfe hoch.

MarioRoman
Geschrieben (bearbeitet)

Aber ich stamme auch aus dem vorigen Jahrhundert... O:-)

Dann solltest du aber auch wissen das Jaguar schon in den 30ern immer wieder Rennerfolge geschrieben hat. Und wie gesagt, wer die S Version nicht mag kann ja zum R greifen.

bearbeitet von MarioRoman
Falsche Zahl ..
Markus Berzborn
Geschrieben

Ich fand das Design vom XK8 sogar sehr überzeugend. Darüber waren sich damals auch fast alle einig, kann mich noch gut an die Präsentation entsinnen.

Danach ging's dann so langsam bergab, das ging schon los mit dem XJ von 2002. Der war zwar noch als Jaguar zu erkennen, aber von den Proportionen her ziemlich verunglückt.

Was gelungenes Jaguar-Design ist bzw. sein könnte, zeigt die neue Studie von Bertone, die nächste Woche in Genf präsentiert wird.

Gruß,

Markus

hugoservatius
Geschrieben
Dann solltest du aber auch wissen das Jaguar schon in den 30ern immer wieder Rennerfolge geschrieben hat. Und wie gesagt, wer die S Version nicht mag kann ja zum R greifen.

Die Rennerfolge in den dreißigern dürften eher zu vernachlässigen sein.

Bedeutende Rennerfolge erzielte Jaguar in den fünfziger und sechziger jahren mit ausgesprochenen Rennsportwagen, nicht mit aufgepoppten GT's.

Und wer einmal einen D-Type fahren durfte, lächelt über den neuen XK ebenso wie über die Scuderias und GT3 dieser Welt.

Schreibe eine Antwort

Du kannst jetzt einen Beitrag schreiben und dich dann später anmelden. Wenn du bereits einen Account hast, kannst du dich hier anmelden, um einen Beitrag zu schreiben.

Gast
Auf dieses Thema antworten...

×   Du hast formatierten Text eingefügt.   Restore formatting

  Only 75 emoji are allowed.

×   Dein Link wurde automatisch eingebettet.   Einbetten rückgängig machen und als Link darstellen

×   Dein vorhergehender Inhalt wurde wiederhergestellt.   Editor leeren

×   You cannot paste images directly. Upload or insert images from URL.


  • Ähnliche Themen

    • Stig
      Auf vielfachen Wunsch (Danke für die netten Anfragen) schreibe ich hiermit einmal einen Erfahrungsbericht über meinen Jaguar XJ220.
       
      Noch gut kann ich mich an dessen Ankündigung erinnern: Bereits schon Ende der Achtziger-Jahre, genau wo der Sportwagen- und Spekulationshype losging, wurde bekannt, dass Jaguar etwas ganz Grosses plant und es mit den anderen Supersportwagenhersteller Bugatti, Ferrari, Porsche und McLaren aufnehmen will. Als die ersten Bilder von der Studie (noch mit Allrad und V12) auftauchten, war ich hin- und weg. Für mich als Jugendlicher das absolute Traumauto: schöner als EB110 und F1, dazu schneller als F40 und 959. Bald schon war auch das erste 1/10 R/C-Modell von Kyosho erhältlich, welches ich mir natürlich gleich im Spielwarengeschäft holen musste.  
      Der XJ220 war für mich ganz klar DAS TRAUMAUTO aus meiner Jugendzeit; als ich zum ersten Mal einen live beim Schweizer Jaguar-Importeur Emil-Frey sah, war dies für mich wie heute einem Hollywood-Superstar gegenüber zu stehen.
      Ich mag mich daran erinnern, dass kurze Zeit später beim AutoSalon Singen ebenfalls zwei dieser XJ220-Neuwagen standen (grün und bordeux); dazumal noch weit über dem Neupreis von mehr als einer Million D-Mark oder Franken (dazu später).
       
      Zur Auslieferung dieser Autos kam es bekanntlich erst ab 1992, dann aber nicht mit dem angekündigten Allradanrieb und auch nicht mit dem V12-Motor. Genau zu dieser Zeit begann die Wirtschaftskrise und damit der Zusammenbruch des Auto-Hypes dieser Epoche, wie aus dem Nichts wollte plötzlich keiner mehr diese ultrateuren Supersportwagen. Käufer (oder eher Spekulanten), welche einen solchen XJ220 bestellt haben, versuchten mit allen Mitteln aus ihrem Kaufvertrag herauszukommen, um diesen enormen Neupreis von CHF 1‘080‘000.- nicht bezahlen zu müssen. Jemand aus unserer Gegend, der dazumal ebenfalls einen solchen XJ220 bestellt hatte, verzichtete sogar auf seine gemachte Anzahlung von CHF 250‘000, um den Restkaufpreis nicht bezahlen zu müssen!
      Ein anderer Käufer, ein bekannter Möbelhändler ebenfalls aus meiner unmittelbaren Gegend, konnte zwar den vollen Kaufpreis seines bestellten XJ220 stemmen, wollte diesen aber nicht übernehmen, da er bei Ankündigung und Bestellung einen eher komfortablen 12-Zylinder-Jaguar-Sportwagen erwartet hatte und keinen nur leicht zivilisierten Gruppe-C-Renner mit 6-Zylinder-Biturbo-Motor haben wollte. So entschied er sich, das Auto beim Importeur als Neuwagen einzulagern (inkl. Trockenlegung und Konservierung) und ihn gar nicht zu fahren.
       
      Zwei Jahre später, etwa 1994, traf dieser Möbelhändler auf meinen Vater, welcher ebenfalls sehr angetan war von schönen Autos, dazumal aber noch eher für die Marke Ferrari schwärmte. Aus einem zuerst unverbindlichen Gespräch über diesen XJ220 entstand dann plötzlich eine spätabendliche spontane Besichtigung in einer Lagerhalle beim Importeur, wo sich dazumal auch die Auto-Sammlung von Walther Frey befand. Ich weiss noch, wie wir in diese grosse Halle kamen: da standen all diese Aston-Martin, Jaguar, Land-Rover etc. (welche sich heute im Classic-Center der EFAG befinden), und mittendrin dieser sensationell schöne XJ220!! Das Auto sieht schon im Stand nach LeMans und 350km/h aus, unglaublich die Präsenz dieses Autos! Dazu noch dieses edle Dunkelblau, WAHNSINN!
      Wir waren hin- und weg ab diesem Auto, der Kauf dann eine schnell beschlossene Sache. Der einzige Hacken: Das Auto musste zuerst noch in Betrieb genommen werden. Wir gingen davon aus, dass die Inbetriebnahme wegen der Konservierung keine allzu grosse Sache sein wird. War es aber: Ich glaube 80‘000 Franken kostete es zusätzlich, bis wir das erste Mal unseren 220er fahren konnten… Ich erinnere mich noch wie ich nach Hause kam und plötzlich in unserer kleinen EFH-Zweiplatz-Garage dieser Supersportwagen stand: ein ultrakrasses Bild!
       
      Gefahren sind wir ihn dazumal schlussendlich nur sehr wenig, bereits schon drei Jahre später verkaufte ihn mein Vater – natürlich gegen meinen Willen – an einen Deutschen Sammler weiter.
       Zu gross war die Angst vor unglaublich hohen Unterhaltskosten, zumal wir dazumal auch etwas wollten, was man ab und zu unkompliziert auf einer Rennstrecke fahren konnte. Aufgrund dessen, das eigentlich bis dato praktisch niemand einen XJ220 regelmässig fuhr, fehlte dafür auch die Erfahrung. Die meisten dieser XJ220 wurden nämlich gar nie immatrikuliert, zudem standen noch viele Neuwagen im Werk (Bloxham) rum, die keinen Käufer fanden. Offiziell fanden übrigens 20 der 275 gebauten Stück den Weg in die Schweiz. Schweizer Autos verfügen angeblich noch über etwas mehr Leistung (Ladedruck), es sollen über 600 PS sein.
       
      Die Jahre vergingen und ich selber wuchs ebenfalls zu einem Sportwagensammler heran. Die Preise der XJ220 fielen dann wirklich ins Bodenlose, die wenigen Autos auf dem Markt wurden zu einem Bruchteil des Neupreises gehandelt. Irgendwann stand dann bei meinem Mechaniker, welcher einige meiner Autos wartete, plötzlich so ein spektakulärer XJ220 auf dem Lift. Dieser wurde sogar regelmässig gefahren und verfügte meines Wissens über mehr als  20‘000km. Ich hatte gerade meinen ersten Testarossa da im Service als der Mechaniker mir erzählte, dass er den Unterhalt bzw. die Wartung dieser XJ220 als gar nicht so als grosse Herausforderung betrachte; dieser, welchen er da gerade gewartet hatte, lief stets problemlos (regelmässige Wartung vorausgesetzt), zudem sei die Ersatzteilversorgung auch kein Problem. Logisch – die von Jaguar gelagerten Teile wurden ja nicht gebraucht, da praktisch niemand seinen XJ220 fuhr.
       
      In mir entflammte dann wieder die etwas vergessen gegangene Begeisterung für dieses Geschoss, so dass ich mich selber auf die Suche machte nach einem XJ220. Siehe da, ein blaues Fahrtzeug mit knapp 2‘000km, also praktisch im Neuzustand, war sogar bei einem Schweizer Händler inseriert – selbe Kombination wie wir ihn Jahre zuvor schon hatten. Bereits mit einer gewissen Vorahnung hatte ich dann nach einem Telefonat Gewissheit: bei diesem Auto handelte es sich tatsächlich um „unseren XJ220“!! Der Deutsche Sammler ist ihn kein einziges Mal gefahren, das Auto stand die Jahre nur bei ihm rum. Für mich war klar: ich will unseren XJ220 wieder zurück! Hierfür musste ich u.a. zwei andere Autos eintauschen, die Sache war es mir aber wert, zumal ich noch „frisch ab Service“ einhandeln konnte.
       
      Seit dem Kauf sind nun bald sechs Jahre vergangen und ich habe ihn immer noch. Mittlerweile habe ich knapp 7‘000km auf dem Tacho und darf behaupten, nie grössere Probleme damit gehabt zu haben. Jede Fahrt mit diesem Auto ist wirklich ein Erlebnis und eine besondere Herausforderung; dies ist auch der Grund, warum ich nicht viel damit fahre. Einfach so eine kurze spontane Tour macht man damit nicht, eine Ausfahrt mit diesem Auto will geplant sein. Wie erwähnt, handelt es sich beim XJ220 um ein nahezu ungezähmtes Gruppe-C-Rennauto mit Strassenzulassung, die man irgendwie so hingekriegt hat. Die Bezeichnung „Rennwagen für die Strasse“ trifft bei keinem anderen Auto so zu wie beim XJ220, auch wenn dessen Optik und vor allem das Interieur etwas anderes vormachen. Ein F40 fährt sich im Vergleich dazu unkompliziert wie ein 348.
       
      Dazu kommt die schiere Grösse dieses Gefährts (5m lang, 2,2m breit), schmale Landstrassen sind wegen der enormen Breite kaum zu befahren. Als ideale Strasse sehe ich eine grosszügige und verkehrsfreie Passstrasse oder eine leere kurvige Autobahn. Stau oder Stadtverkehr ist der Horror, die Bedienkräfte von Kupplung, Bremse und Lenkung sind überirdisch.
      Hat man einmal freie Fahrt muss man zuerst einmal mit der unglaublichen Leistung und der explosiven Motorcharakteristik zurecht kommen. Die Fahrleistungen sind auch nach heutigem Massstab für Supercars ENORM, haben die Turbos erst einmal Druck, geht die Wildkatze unglaublich heftig zur Sache – untermahlt von wilden Turbogeräuschen und mittlerweile einem tollen Rennwagensound – dank eines Sportauspuffs von DonLaw, den ich montieren liess. Seither klingt der XJ220 im Leerlauf nicht mehr so nach kaputter Kaffeemaschine und hat nochmals deutlich mehr Leistung dank mehr Durchsatz. Der EB110 wirkt im direkten Vergleich geradezu lahm gegenüber dem Jaguar, dazu muss man sagen, dass der XJ220 auch abseits der Strasse unglaublich schnell war: die Rundenzeit auf der Nordschleife wurde 1992 ja bekanntlich mit 7:46min gemessen, was vor 26 Jahren eine unerreichbare Sensation war.
      Anfänglich immer etwas gewöhnungsbedürftig ist die Sitzposition; eher ist es nämlich eine „Liegeposition“. Dafür sind die Sitze sehr komfortabel, wenn auch extrem schmal.
      „Alltägliches“ wie Klimaanlage und Elektrik funktioniert problemlos wie bei einem Alltagsauto. Ebenso ist das Getriebe schön zu schalten.
      Ein bekanntes Problem, über welches viele Tester berichteten, sind die Bremsen: Es ist nicht so, dass diese unterdimensioniert wären, ganz im Gegenteil. Diese stammen nämlich auch direkt aus dem Gruppe-C-Rennauto. Problem: sind die Bremsen kalt, ziehen sie praktisch gar nichts. Es ist fast schon gefährlich, damit so rumzufahren. Haben Sie jedoch einmal etwas Temperatur, geht es ganz ordentlich damit im Strassenverkehr.
      Interessant ist auch immer wieder die Reaktion der Leute auf der Strasse; die meisten sind nämlich völlig überfordert und wissen gar nicht, was dies sein soll. Meistens wird dann fragend festgestellt: "Jaguar??" (was ist aus dieser Marke nur geworden...)
       
      Mittlerweile bin ich etwas an einem Scheidepunkt angelangt und weiss nicht, ob ich ihn noch weiter behalten soll. Einerseits hängt mir gerade dieser XJ220 besonders am Herzen, kann man nämlich irgendwie sagen, dass er sich noch „im Erstbesitz“ befindet. Zum anderen ist es schon immer etwas ein spezielles Highlight, damit ab und zu eine Ausfahrt zu machen, lässt er mich nicht wie letzte Woche wegen einer Kleinigkeit stehen…
       
      Falls Ihr euch hier auch für dieses Auto begeistern könnt: nur zu, haut in die Tasten. Ich beantworte Eure Fragen gerne.
       
      Gruss, R.










    • hugoservatius
      Diese Serie I E-Type-Coupés sind einfach unglaublich schöne Autos, kein Wunder, daß selbst Enzo Ferrari in Bewunderung verfiel...
      Hier noch einer im wunderschönen "Willow-Green", wobei der Silberne im obigen Beitrag eigentlich die besser passende Farbe hat.
       

       
      Farblich unentschiedene Grüße, Hugo.
       
      Moderationshinweis:
      Der Inhalt dieses Threads war Teil des Jaguar Bilderthreads.
       
    • JoeFerrari
      Ich verirre mich ja eher selten in dieses Unterforum und konnte mit den bisherigen Jags auch wenig anfangen.
      Doch der I-Pace hat es mir angetan und da er nun in nicht allzuferner Zukunft (2018) auf den Markt kommen wird, wäre es doch an der Zeit ihm einen eigenen Thread - auch bewusst außerhalb der Öko-Sportwagen Ecke - zu gönnen
      Hier die Seite von Jaguar
      http://www.jaguar.de/jaguar-modelle/i-pace-concept-car/index.html
       
      Hier eine Bericht von Autobild
      http://www.autobild.de/artikel/jaguar-i-pace-2018-fahrbericht-11028553.html
       
      Für mich noch spannender wie Teslas Model 3.
       
       
    • Thrawn
      Harry Metcalfe präsentiert seine neuste Errungenschaft: einen wunderschönes XJ Coupe,
      mit einigen interessanten Modifikationen...

      Das Auto ist der Wahnsinn!


    • S.Schnuse
      Jaja, ich weiß, es gibt einen Jaguar Bilderthread. Der Ordnung halber, und der Tatsache geschuldet dass wir hier ein Sportwagenforum sind, hat der XJ220 seinen eigenen Thread verdient. Oder nicht?












×
×
  • Neu erstellen...