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aktuelles Thema "Steuerhinterziehung"


Sumita

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Geschrieben
1.) Wie kommst Du zu der Annahme, das unser Steuersystem nicht ungerecht ist?

Weil ich persönlich es für gerechter halte als z. B. das Steuersystem in den USA. Dort wird tatsächlich der Reiche immer reicher und die Armen immer ärmer - oder willst Du das abstreiten?

Warum beschäftigen sich denn dann tagein und tagaus Finanzgerichte mit dem "gerechten" Steuersystem. Warum läuft z.B. eine Verfassungsklage hinsichtlich der Pendlerpauschale.

Aus einem anderen Grund als der Ursprung der Diskussion - Steuerhinterziehung! Wenn Du meinen Post richtig gelesen hättest, dann hättest Du auch gelesen, dass eine Vereinfachung unseres Steuersystems dringend erforderlich ist - trotzdem bleibt es aber "gerechter" als andere.

2. Warum listest Du nich noch die Länder auf, deren Steuersätze niedriger sind, als bei uns?

Weil ich ledglich zeigen wollte, dass - entgegen der Meinung Anderer - auch Bürger anderer Länder ihre Steuersorgen haben und nicht nur D ein raffgieriges Steuersystem hat!

Alle Konsumenten rennen vom Media-Markt zum ProMarkt und zurück, nur um die Digicam 10,00 EUR billiger zu kaufen. Wenn das aber ein Steuerpflichtiger macht, ist das asozial. Da fehlen mir schlichtweg die Worte.

Sorry, Du verwechselst hier Äpfel mit Birnen - was bitte hat den das Konsumverhalten mit Steuerhinterziehung zu tun. Wenn ich bei einem preiswerteren Mitbewerber kaufe, hat das nichts mit der gesellschaftlichen Steuerungspolitik zu tun. Den Grundgedanken der Steuer habe ich in meinem Post dargelegt - ich wiederhole ihn aber sehr gerne noch einmal und führe ihn auch gerne noch ein bischen aus:

Prinzipiell verfolgen Steuern drei Zwecke. Der erste, der Fiskalzweck, ist weniger steuernd - er bedeutet lediglich, das Steuern Staatseinnahmen erzeugen und somit den Staat und seine Aufrechterhaltung tragen, z.B. in Infrastruktur und Logistik fließen. Daneben gibt es noch den Lenkungszweck und den Umverteilungszweck.

Der Lenkungszweck kann das Verhalten der Bürger steuern, z.B. durch Tabaksteuern das Rauchen eindämmen. Erinnern wir uns an die letzte Diskussion zurück - genau, Benzin. Die dortige Ökosteuer sollte auch das Verhalten der Bürger lenken/steuern und damit den Schadstoffausstoß regulieren.

Komisch, warum ist den jetzt gerade in Frankfurt das Geschrei der Bürgermeisterin Roth so groß? Weil die Börse AG eben den Sitz aus Frankfurt nach Eschborn verlegt und somit im Jahr circa 200 Milliomnen an Gewerbesteuer spart. Das hat Frau Roth aber vorher gewußt, als sie den deutschlandweit höchsten Gewerbesteuerhebesatz in Frankfurt beschlossen hat.

Hier wäre der Vergleich zwischen Media Markt und Saturn in Ordnug. Ich habe in meinem Post die Gewerbesteuer als solche nie gut geheissen - ich habe nur erklärt, dass diese Steuer eine Kommunalsteuer ist und somit dem Bürger unmittelbar wieder zufließt. Mehr nicht.

Wir sind damals auch aus FFM nach MKK mit dem Unternehmen gezogen weil die Gewerbesteuer in FFM so hoch ist.

4. Wollen uns nicht laufend die SPD und die Linken verkaufen, daß in Deutschland Armut herrscht. Kinderarmut, ist ja auch nun bei uns schon auf dem Niveau der Sahelzone, wenn mann den Politikern glauben schenken darf.

Bitte übertreibe nicht - aber grundsätzlich herrscht in D in manchen Regionen tatsächlich Armut. Soziale wie finanzielle - es ist leicht, von seinem beheizten Wohnzimmer im schicken Eigenheim aus alles zu verdrängen. Aber wenn Du den Mut hast, dann besuche doch mal die Randgebiete in München Parsing, Berlin Neukölln oder Frankfurt Seckbach - dort wird Dir Armut vorgelebt! Es ist aber ganz leicht, das zu verdrängen - man muß den Fernseher nur aus machen und die Tageszeitung zur Seite legen.

Als armutsgefährdet gelten Menschen, die pro Monat weniger als 856 Euro hatten, das sind 60 Prozent des mittleren Einkommens von 1427 Euro. Eine Familie mit zwei Kindern ist demnach armutsgefährdet, wenn ihr weniger als 1798 Euro zur Verfügung stehen.

5. Was ist denn bitte die Schwarzarbeit? ...

Genau das gleiche wie die Steuerhinterziehung. Es wird der Gesellschaft auf unrechtmäßige Weise Geld entzogen und gehört genau so bestraft. Habe ich in meinem Post etwas gegenteiliges behauptet?

6. Wenn alles halb so schlimm ist und bei uns ja alles hinischtlich der Steuern so in Ordnung ist, dann frage ich mich nur, warum die ganzen Ereignisse -und das seit Jahrzehnten!- passieren.

Welche?

Warum kommen denn dann, wenn alles ach so toll und easyx bei uns ist, nicht die Holländer, Dänen, Schweden, Spanier und die Polen und die Rumänen und legen hier das Geld an?

Weil es in anderen Ländern ev. bessere Anlagemöglichkeiten gibt. Dennoch ist es doch Unsinn - was glaubst Du denn, wie viele Fonds bereits ihr Geld in deutschen Unternehmen haben - allein bei de T-Com ist Blackwater mit 20% drin. Und das ist sicherlich nur die Spitze des Eisberges. Warte mal ab, wenn der chiniesische Staatsfonds auch in D einkaufen geht!

Aber was hat das mit Steuerhinterziehung und dessen Verwerflichkeit zu tun?

Fakt ist, das sich der Standort Deutschland, mit seiner Gesamtheit im internationalen Wettbewerb befindet. Nur meinen bei uns viele Bürger und nahezu alle Politiker, das sich der Rest der gesamten Welt nach uns richten muß und wir die Weisheit mit Löffeln gefressen haben.

Nein - definitiv nicht. Nur haben viele Bürger in D noch nicht erkannt, dass globaler Wettbewerb aber auch heißt, dass wir uns einem Wettbewerbstellen müssen, bei dem auch wir mal Verlierer sind. "Made in Germany" war einmal und ist zumindest beim Autobau immer noch ein Garant!

...werden sich eben auch Luxemburg, Lichtenstein, die Schweiz oder Österreich nicht vorschreiben lassen, was sie mit Ihrem Steuersystem machen.

Den Vergleich verstehe ich nicht! Was läßt sich Liechtenstein (um dieses Land ging es ja ursprünglich) von D vorschreiben. Liechtenstein ist ein sourveräner Staat - er hat ein anderes (ein attraktiveres) Steuermodell als D. Es steht jedem frei, die Anlagemöglichkeiten von Liechtenstein zu nutzen - aber halt aus versteuertem Geld. Dann ist das doch auch kein Verbrechen mehr.

Als Beispiel mögen hier nur Nokia und BenQ erwähnt werden.

Hier weichen wir schon wieder vom eigenlichen Thema ab aber ...

Nokia hat sich rechtens verhalten. Sie haben Subventionen für einen Investitionszeitraum von 12 Jahren erhalten. Durch diese Subventionen wurden über einen Zeitraum von 12 Jahren Einkommensteuer, Gewerbesteuer, Körperschaftsteuer, Mehrwertsteuer uvm. durch Nokia, Mitarbeiter, Zulieferer und deren Mitarbeiter, Konsum, etc, zurückgezahlt. Ich bin mir zu 100% sicher, dass der Betrag der zurückgeflossenen Gelder bei weitem das Subventionsvolumen übertreffen.

Da prangern die deutschen Autobauer und auch die Politik die Klimaziele, die z.B. Frankreich (aus Eigeninteresse) fordert als Protektionismus an. Deutschland will, weil fast nur große Autos prodiziert werden, Sonderregelungen durchsetzen. Warum soll also bitte nicht auch Lichtenstein, deren Wirtschaftszweig das Bankwesen ist, Sonderregelungen erhalten?

Welche Sonderregelungen denn? Das verstehe ich nicht. Liechtenstein braucht keine "Sonderregelungen". Liechtenstein hat ein Finanzierungskonzept, bei dem sich jeder beteiligen kann. Wenn Du dein versteuertes Geld nach Liechtenstein tragen willst, dann mach' das doch. Herr Z. hat aber Geld nach Liechtenstein geschleppt, dass NICHT versteuert war!

Und wenn, wie schon wieder polemisch gefordert, die Strafen erhöht werden, wird dies nichts an der Zunnahme der Steuerflucht ändern. Die Personen werden dann komplett wegziehen. Wie dann der Staat die Beträge für die "verbliebenden", die nichts zum BSP beitragen finanzieren will, kann sich mir nicht erschließen.

Steuerflucht ist für 90% der Bürger in D überhaupt nicht möglich - dazu reicht das Einkommen überhaupt nicht! Und der Rest ist ehrlich gesagt Unsinn! Willst Du etwa sagen, dass alle, die hier "bleiben" arbeitslos und dumm sind und sich auf Kosten (ja von wem denn dann noch?) ausruhen?

Das Steuersystem muß drastisch vereinfacht werden und die Steuersätze müssen deutlich minimiert werden. Alle Subventionen gehören abgeschafft.

Etwas anderes habe ich auch nie behauptet obwohl Subventionen überhaupt nichts mit der persönlichen Verpflichtung zur Steuerzahlung zu tun haben.

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Geschrieben

Welch heißblütige Debatte....:-o Genau wie in der Gesellschaft wird auch hier das Thema sehr hitzig diskutiert.

Ich denke das es um zwei Dinge geht, die man getrennt betrachten muss.

1. Steuerhinterziehung.

2. utopisch hohe Bezüge von Managern.

zu1)

Sehe ich genauso wie die Voredner.

Solange die Steuergesetze so sind wie sie sind, wird es immer wieder vorkommen, das die Gier nach "mehr Kohle" immer wieder dazu führt, das jemand, der schon alles hat, noch mehr will.

Hier hilft meiner Meinung nur eine drastische Vereinfachung der Steuergesetzgebung, ohne Schlupflöcher und doppelten Boden.

zu 2)

Meine Meinung ist schon lange, das man der Gier der Manager einen Riegel vorschieben muss, indem man einfach hingeht und sagt, das

z.B. ab einem Einkommen von >2 Mio Euro/Jahr jeder Euro drüber mit z.B. 80 % oder mehr versteuert wird. Dadurch wird der "soziale Friede" gekauft und machen wir uns nichts vor......

Wenn ich mal Herrn Wiedeking als Beispiel ranziehen darf....!

60 Mio Jahreseinkommen bedeuten dann:

2 Mio mit sagen wir mal 45 %: bleiben 1.1 Mio übrg

die restlichen 58 Mio mit 80%: bleiben immer noch 9,6 Mio über

Macht zusammen "lächerliche" 11 Mio Netto. Davon können 99,9999% der Bevölkerung nur ansatzweise von Träumen.

Ob ein Herr Wiedeking überhaupt 60 Mio Euro/Jahr verdienen muss steht auf einem ganz anderen Blatt.

Ich glaube nicht. Verantwortung hin oder her. ein Arzt hat auch Verantwortung, und die sogar über Leben und Tod.

Nur mal meine Gedanken für 2,34 euro (versteuert) dazu.

Michael

Geschrieben

Ich habe hier zu keinem Zeitpunkt über eine Partei geschimpft. Ich habe nur die Äußerungen einiger Politiker und Teile des Parteiprogramms angesprochen.

Ob dies nun die SPD, die Linken, die Grünen, die CDU oder die CSU oder die FDP ist, ist irrelevant. Fakt ist aber, daß viele Forderungen aus bestimmten Richtungen formuliert werden. Und wenn nun, wie aktuell nachzulesen, das deutsche Bankgeheimniss komplett abgeschafft werden soll, den Ämter und Behörden allgemein eine jederzeitige Einsicht in alle Kontodaten ermöglicht werden soll, dann sind wir hier nicht mehr weit von der DDR entfernt. Mit Demokratie hat das alles dann nicht mehr viel zu tun.

Wo wir doch alle wissen, daß Verbote und hiohe Strafen allein nichts regeln.

Sonst gäbe es in Schweden ja auch keine Alkoholkranken. Und wo ein silches Verbot hinführt, wissen wir alle noch aus den Zeiten der Prohibition. Ist jetzt etwas überzogen, soll aber nur die Richtung vorgeben. Ohne das Hauptproblem, die im internationalen Vergleich zu hohen Steuern und Abgaben, anzugehen, wird das Thema der Steuerflucht eher zunehmen anstatt abnehmen.

Es ist für mich absolut erschreckend, wie hier mit zweierlei Maß gemessen wird. Der "angebliche" Steuerflüchtling (noch ist ja in allen Fällen nichts bewiesen) wird als "asozial" hingestellt, daß aber der deutsche Staat, Unterlagen von einem verurteilten Verbrecher eines anderen EU-Landes kauft, wird als "Gottes Geschenk" hingestellt. Würden wir zukünftig auch die Lieferantenlisten von verurteilen Drogenhändlern kaufen? Mit dem, wie ich finde, mehr als dubiosen Kaufgebaren der dt. Steuerbehörden wird das Problem nicht mal im Ansatz gelöst. Nein, das Finanzministerium stellt sich auf die selbe Stufe mit rechtskräftig verurteilten Straftätern und fordert parallel Ehrlichkeit ein. Das ist doppelzüngig.

Und dann wird hier wie auch in der öffentlichen Diskussion auf dem Thema "asozial" und "Soziale Gerechtigkeit" rumgeritten.

Was heißt das bitte? Nach der derzeitigen Diskussion heißt doch soziale Gerechtigkeit nur, daß ein anderer (der mehr hat) dem anderen (der weniger hat) abgeben muß. Und der der weniger sagt dann auch noch, was er meint, benötigen zu müssen. Also soll defacto ein Anderer das eigene Leben, die eigenen Unzulänglichkeiten bezahlen und finanzieren. Nicht mehr und nicht weniger. Das ist für mich völlig unsozial.

Wer soll denn das bezahlen, wenn die hohen Einkommen generell aus Deutschland wegziehen?

Welchen Ertrag hat eigentlich Herr Zumwickel über den globalen Ausbau der Deutschen Post unserer Republick gebracht? Lohnsteuer, SV-Abgaben, Arbeitsplätze usw. usw.

Adios

Geschrieben

80% besteuerung?

Welchen anreiz soll mann denn dann noch haben mehr als 2 millionen euro verdienen zu wollen ;-)

nene - eine solche besteuerung halte ich für falsch!

die jetzige besteuerung ist doch in ordnung wenn man sie einfach mal ein wenig entflechten würde ;-)

Geschrieben
.... Herr Z. hat aber Geld nach Liechtenstein geschleppt, dass NICHT versteuert war!

...

Hallo Uwe,

das wird von den Meinungsmachern wohl ganz bewußt missverständlich dargestellt, ich meine das Geld war schon versteuert, lediglich die in Liechtenstein angefallenen Erträge daraus sind nicht versteuert worden.

Gruß, Georg

Geschrieben
Sehr fair wer sich also den ***** aufreisst muss für die Faulen bluten.(nicht pauschal gemeint)

Das wird zu einer reinen Neiddebatte und vollkommen am Thema vorbei. Es spielt keine Rolle, ob ich 20.000 oder 1.000.000 verdiene. Ich habe meinen gesetzlichen Anteil davon als Gemeinschaftsabgabe zu entrichten.

Da werden Sportvereine gefördert "Streetworker" finanziert die die Entgleisungen Jugendlicher versager beschwichtigen sollen, oder Jugendzentren beschlossen weil gescheiterte Eltern Ihre verzogenen Nachkommen als Hyperaktiv bezeichnen. Vorteile für mich als Gewerbe ?? WO

Genau da, wo ich in meinem Post geschrieben habe, dass wir uns einen sozialen Frieden erkaufen. Ich muß Deine Einstellung zu den sozialen Randgruppen nicht teilen aber ich gebe zu bedenken, dass man nicht immer damit hausieren gehen kann, dass man alles schafft, wenn man nur will!

Hast Du früher Fußball gespielt oder irgend eine andere Sportart in einem Verein? Prima, dann hast auch Du von den Steuern profitiert, weil auch damals schon Vereine gefördert und wurden.

Streetworker finde ich gut - helfen sie doch vielleicht, Vorfälle wie in München zu vermeiden! Gleichzeitig helfen Sie auch Dir mit Deinem Gewerbe - wird doch weniger eingebrochen und geklaut um am Konsumverhalten zu partizipieren. Oder etwa nicht?

Du schreibst von gescheiterten Eltern? Findest Du das nicht etwas überheblich? Kann es eventuell sein, dass beide Eltern arbeiten gehen müssen, damit Miete, Strom, ... bezahlt werden können.

Ich verstehe nicht, warum immer so schnell davon ausgegangen wird, dass alle immer selbst schuld sind an ihrer Misere - sei lieber froh, dass es Dir besser geht. Du zahlst Steuern und bist dennoch nicht arm, oder?

Wenn ich jemanden etwas schenke als vererbe woher nimmt dann bitte ein dritter das recht sich daran zu bereichern.:evil:

Weil das Steuersystem klipp und klar davon besagt (um es mal einfach auszudrücken), dass von allen Erträgen, die Dur zufließen, ein Teil dem Staat gehört. Dennoch möchte ich auch noch einmal sehr gerne auf den Link in meinem Post verweisen. Bis mal Steuern anfallen, muß schon ein enormer Wert vererbt/verschenkt werden.

Geschrieben

das lustige an der ganzen diskussion ist doch, dass hier zwar ständig auf die politik geschimpft wird, diese aber in diesem fall nur am Rande beteiligt ist!

Meinungsmacher sind ganz klar die Medien!

Die Neiddiskussion wird auch nur durch die Medien geschürt!

Wer hat denn das ganze öffentlich gemacht?

Die Medien!

allen voran die Liebe Bild - vielleicht sollte man die mal in frage stellen, und ergründen,ob die nicht für gewissen sozialen unfrieden verantwortlich sind

Geschrieben

Was heißt das bitte? Nach der derzeitigen Diskussion heißt doch soziale Gerechtigkeit nur, daß ein anderer (der mehr hat) dem anderen (der weniger hat) abgeben muß. Und der der weniger sagt dann auch noch, was er meint, benötigen zu müssen. Also soll defacto ein Anderer das eigene Leben, die eigenen Unzulänglichkeiten bezahlen und finanzieren. Nicht mehr und nicht weniger. Das ist für mich völlig unsozial.

Adios

Dann ziehe doch bitte auf eine einsame Insel. Nur so, wie du es trefflich beschrieben hast, können Gesellschaften funktionieren.

Welchen Ertrag hat eigentlich Herr Zumwickel über den globalen Ausbau der Deutschen Post unserer Republick gebracht? Lohnsteuer, SV-Abgaben, Arbeitsplätze usw. usw.

Ich darf dir den aktuellen "Spiegel" ans Herz legen, dort stehen einige interessante Fakten, z.B. hat Herr Zumwinkel die Post um 150000 Mitarbeiter verschlankt.

Und Wenn Herr Zumwinkel so viele tolle Sachen gemacht hat, warum schoss die Aktie der Post bei Bekanntgabe der Festnahme nach oben?

Gruß

Christian

Geschrieben

Wo versteuert eigentlich Herr Diekmann sein Geld und wieviel bekommt er? Das wäre doch mal interessant in dem Zusammenhang...

Geschrieben

@Uwe Sollte übrigens "dich" heißen.

BTT: Meiner Meinung nach ist das Verhalten der Bundesregierung richtig. Steuern sind ja schließlich für das Volk da. Steuerbetrüger schaden somit ihren Mitbürgern und solches ist kategorisch abzulehen und zu bestrafen.

Wer meint, weniger Steuern zahlen zu müssen, sollte sein Wohnsitz ins Ausland verschieben, aber nicht hier wohnen und seine Mitmenschen betrügen.

Gruß

Christian

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Geschrieben
Geschrieben

Hallo Sumita,

 

schau doch mal hier zum Thema Zubehör für Aus dem Alltag (Anzeige)? Eventuell gibt es dort etwas Passendes.

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Geschrieben

Hat sich schon mal jemand Gedanken gemacht, wie die deutschen Fahnder zu Ihrem Material gekommen sind?

Einer meiner ersten Gedanken letzte Woche war:

Ich finde es zumindest fragwürdig, dass der deutsche Staat, mit Wissen von Regierungsmitgliedern, illegal beschaffte Daten von einem verurteilten Straftäter kauft.

Ausserdem frage ich mich, wer die ganzen Reporter morgens um 7.10 vor das Haus von Zumwinkel bestellt hat.

Grüsse

AlexM

Geschrieben
Hallo Uwe,

das wird von den Meinungsmachern wohl ganz bewußt missverständlich dargestellt, ich meine das Geld war schon versteuert, lediglich die in Liechtenstein angefallenen Erträge daraus sind nicht versteuert worden.

Gruß, Georg

Grüß Dich Georg,

selbstverständlich hast Du recht - dieses "wichtige" Indiz habe ich hier unterschlagen. Es ist nicht unversteuertes Geld nach Liechtenstein sondern die Erlöse nicht versteuert worden. Vielen Dank für die Klarstellung....

Geschrieben
Hat sich schon mal jemand Gedanken gemacht, wie die deutschen Fahnder zu Ihrem Material gekommen sind?

Einer meiner ersten Gedanken letzte Woche war:

Ich finde es zumindest fragwürdig, dass der deutsche Staat, mit Wissen von Regierungsmitgliedern, illegal beschaffte Daten von einem verurteilten Straftäter kauft.

Ausserdem frage ich mich, wer die ganzen Reporter morgens um 7.10 vor das Haus von Zumwinkel bestellt hat.

Grüsse

AlexM

Nunja, bei den Fahndern war es zuerst der BND. Ich weiß zwar nicht genau, was die genau dürfen und was nicht, aber laut deren Rechtsabteilung war der Kauf der DVD rechtens.

Dass die Presse als vierte Gewalt über soetwas berichtet ist in einem demokratischen System sehr wichtig.

Geschrieben
Dann ziehe doch bitte auf eine einsame Insel. Nur so, wie du es trefflich beschrieben hast, können Gesellschaften funktionieren.

Tolles Argument. Das wird immer gerne dann gebraucht, wenn die echten Argumente ausgehen. Hilfreich, zutreffend und stimmig war es deshalb aber noch lange nicht.

Aber genau dieses Anspruchsdenken ist mittlerweile in unserer Republik zum Standard geworden. Deswegen noch mal die Frage, wie soll das System finanziert werden, wenn die Personen, deren Geld man "umverteilen will", nicht mehr da sind oder aber auch einfach sagen, ich arbeite weniger oder gar nicht mehr?

Und es geht hierbei nicht um die wirklich Bedürftigen. Für die ist die Allgemeinheit eines Staates jederzeit gern bereit (wie es ja das jährliche Spendenaufkommen eindrucksvoll demonstriert) zu helfen.

Nochmal die Frage: Warum wachsen denn Wirtschaftsregionen mit geringeren Steuersätzen (Irland) stärker als wir?

Nochmal die Frage: Warum hat mittlerweile Spanien ein höheres Pro-Kopf-Einkommen als der Bundesbürger?

Steht es etwa im Grundgesetz, daß eine Siemens AG oder eine Daimler AG oder eine Infineon AG den Sitz in Deutschland haben muß?

Wenn ich das alles so lese, kann ich ja feststellen, daß es viele Mitmenschen gibt, die das derzeit alles so in Ornung finden und eigentlich nicht die Notwendigkeit von Veränderungen sehen. Ok, dann machen wir alle eben weiter so wie bisher. Nur dann sollten auch viele die Ehrlichkeit besitzen und die Tragweite dieser Haltung, die ja völlig legitim ist, zu kommunizieren.

Indien wächst stärker als Deutschland. Dubai wächst exorbitant. China ist eine der kommenden Wirtschaftsmächte. Korea boomt. Die Zunahme von Millionären ist in diesen Ländern und in Rußland exorbitant. In Singapur und Dubai herrscht weitgehende Steuerfreiheit. Erinnert sei hier nur an das Cash-Vermögen des indischen Stahlgiganten. Was ist denn dagegen noch ein Stahlwerk in Salzgitter? Ok, heute noch alles im Lot - und in 5 oder 10 Jahren?

Und richtig, Cerberus hat sich bei der Telekom eingekauft. Aber doch nicht weil der Standort Deutschland so toll ist, sondern weil er als Investor meint, kurz- mittel- oder langfristig viel Geld zu verdienen. Welches Interesse hat denn ein chin. Staatsfonds, der sich an einem deutschen Unternehmen beteiligt oder dieses gar kauft. Hat er ein Interesse an den sozialen Errungenschaften? Hat er ein Interesse an der Stärkung der Mitbestimmung? Hat er ein Interesse an einer höheren Steuerbelastung? Hat er ein Interesse am gewerbesteuerfinanzierten Ausbau einer Kindertagesstätte? Wohl kaum. Er macht Kasse, kassiert ggf. Subventionen und zieht dann das Geld ab. Die deutschen Mitarbeiter und ähnliches, so erschreckend das klingen mag, interessieren nicht wirklich. Ein chin. Investor hat nur das eigene chin. Interesse vor Augen.

Und wenn jetzt schon eine 80%-Besteuerung von Einkommen ab 2 Mio. gefordert wird, löst es a) das Problem nicht, B) ist nichts als eine reine Neiddebatte und c) wird eben dazu führen, daß diese Personen dann gleich den Wohnistz und den Arbeitsplatz im Ausland haben.

Wollen wir jetzt hier wirklich sozialistische DDR-Verhältnisse?

Dann kann der Staat ja auch per Gesetz, zum Wohle der sozialen Gleichmacherei, auch nur noch zwei Fahrzeuge, ein 125ccm-Motorrad und ein 1,2 Liter Lupo, genehmigen. Wo ist das Problem?

Adios

Geschrieben

Hallo Toni,

Es ist für mich absolut erschreckend, wie hier mit zweierlei Maß gemessen wird. Der "angebliche" Steuerflüchtling (noch ist ja in allen Fällen nichts bewiesen) wird als "asozial" hingestellt, daß aber der deutsche Staat, Unterlagen von einem verurteilten Verbrecher eines anderen EU-Landes kauft, wird als "Gottes Geschenk" hingestellt. Würden wir zukünftig auch die Lieferantenlisten von verurteilen Drogenhändlern kaufen? Mit dem, wie ich finde, mehr als dubiosen Kaufgebaren der dt. Steuerbehörden wird das Problem nicht mal im Ansatz gelöst. Nein, das Finanzministerium stellt sich auf die selbe Stufe mit rechtskräftig verurteilten Straftätern und fordert parallel Ehrlichkeit ein. Das ist doppelzüngig.

Über die Beschaffung der Unterlagen wurde nie debattiert. Ich finde die Art und Weise der Beweisbeschaffung mehr als zweifelhaft. Insbesondere für einen demokratischen Staat. Im Gegenzug muß man aber auch sagen, dass alles ins Leere gelaufen wäre, wenn eben besagtes "Vergessen von Erlösen in Steuererklärungen" nicht passiert ware - und genau darum geht es ja in diesem Thread. Es geht um die moralische und gesellschaftliche Wertschätzung von Steuerhinterziehung.

Und dann wird hier wie auch in der öffentlichen Diskussion auf dem Thema "asozial" und "Soziale Gerechtigkeit" rumgeritten.

Mich würde interessieren, wenn Du

- 1 Euro-Jobber wärst

- mit Deiner Familie von der Hand in den Mund leben müsstest

- einfach auf Grund deiner Qualifikation keinen ausreichenden Job findest

- Dir dein Sozialhilfesatz gekürzt wird, weil den Kommunen das Geld ausgegangen ist.

Bitte vergiß bei allen aufgeführten Argumenten eines nicht: Jeder Euro, den ein Steuerhinterzieher einbehält, wird "UNS" in Form von unvermeidbaren Steuererhöhungen wieder aus der Tasche gezogen. Damit bist Du also - trotz aller Befürwortung - ebenfalls Betroffener; Du mußt dazu noch nicht einmal arm sein!

Was heißt das bitte? Nach der derzeitigen Diskussion heißt doch soziale Gerechtigkeit nur, daß ein anderer (der mehr hat) dem anderen (der weniger hat) abgeben muß.

Genau - diese und auch das Umverteilungsprinzip der Rente - sind ein wichtiger Garant für den sozialen Frieden in unserem Land.

Wer soll denn das bezahlen, wenn die hohen Einkommen generell aus Deutschland wegziehen?

Glaubst Du wirklich, dass das Gross der Steuereinnahmen aus dem Säckel der Besserverdiener kommt? Das ist doch nicht Dein Ernst, oder?

Ich vermute mal, dass bei Dir auch der freundliche Bankberater vor der Tür steht und als Hauptargument für die Investion den Steuervorteil anführt. Oder tut er das nicht? Ich kenne es nicht anders!

Geschrieben

Hast Du früher Fußball gespielt oder irgend eine andere Sportart in einem Verein? Prima, dann hast auch Du von den Steuern profitiert, weil auch damals schon Vereine gefördert und wurden.

Streetworker finde ich gut - helfen sie doch vielleicht, Vorfälle wie in München zu vermeiden! Gleichzeitig helfen Sie auch Dir mit Deinem Gewerbe - wird doch weniger eingebrochen und geklaut um am Konsumverhalten zu partizipieren. Oder etwa nicht?

Ich weis nicht ob ich die große Ausnahme bin aber ich habe nie irgendwelche Sportarten betrieben die gefördert wurden, es ist nunmal so das ich schon als Kind technikbegeistert war und welche Komune fördert Motocross Parks oder Go-Kart Bahnen, keine Sau im gegenteil es werden Unterschriften gesammelt damit kleine Rallys auch noch verboten werden. Aber die Diskussion hatten wir schon woanders das jugendliche mit solche Interessen auf der strecke bleiben weil mann Sie für Spinner hält nur weil Sie nicht hinter einem Ball herlaufen möchten. Und mein Gewerbe muss ich sowiso von einem Unternehmen schützen lassen da ein Streetworker sicher keinen Enbruch verhindern wird und wenn wird er mich später zulabern ich solle doch keine Anzeige machen weil der junge nichts dafür kann.

Du schreibst von gescheiterten Eltern? Findest Du das nicht etwas überheblich? Kann es eventuell sein, dass beide Eltern arbeiten gehen müssen, damit Miete, Strom, ... bezahlt werden können.

Ich verstehe nicht, warum immer so schnell davon ausgegangen wird, dass alle immer selbst schuld sind an ihrer Misere - sei lieber froh, dass es Dir besser geht. Du zahlst Steuern und bist dennoch nicht arm, oder?

Ich wollte das keinesfalls pauschalisieren, komischerweise kommen prozentual mehr vernünftig erzogene Kinder aus genau den von dir Beschriebenen Familien und nicht von Leuten die Zeiten hätten zu erziehen.

Ich bin auch froh wie es mir geht, aber ich möchte auch das es so bleibt da es aber bei der jetzigen entwicklung im Land anders ist kann ich das nicht gutheisen.

gruß

tomy

Geschrieben
Tolles Argument. Das wird immer gerne dann gebraucht, wenn die echten Argumente ausgehen. Hilfreich, zutreffend und stimmig war es deshalb aber noch lange nicht.

Aber sicher, wenn ich als Mitglied einer Gesellschaft, dass auf staatliche Hilfe nicht angewiesen ist, nicht bereit bin, (sozial/finanziell) Schwache zu unterstützen, dann habe ich in dieser Gesellschaft nix zu suchen.

Geschrieben
Aber sicher, wenn ich als Mitglied einer Gesellschaft, dass auf staatliche Hilfe nicht angewiesen ist, nicht bereit bin, (sozial/finanziell) Schwache zu unterstützen, dann habe ich in dieser Gesellschaft nix zu suchen.

Diese Aussage habe ich zu keinem Zeitpunkt getroffen. Und das Du mir nun unterstellst, ohne mein persönliches Engagement zu kennen ".. dann habe ich in dieser Gesellschaft nichts zu suchen." empfinde ich als absolute Unverschämtheit.

Genau diese schwarz-weiß-Argumentation gewinnt noch lange nicht durch die Anwendung dieser, an Richtigkeit.

Kaum paßt einem nicht die andere Meinung, wird diese abgetan und der andere kann ja "wegziehen". Leider ist es vielen Menschen nicht möglich zwischen der Sache, über die man ja trefflich streiten kann, und dem Menschen zu unterscheiden.

Mit solchen Aussagen ist für mich die Diskussion an dieser Stelle mit diesem User beendet.

Adios

Geschrieben
Aber genau dieses Anspruchsdenken ist mittlerweile in unserer Republik zum Standard geworden. Deswegen noch mal die Frage, wie soll das System finanziert werden, wenn die Personen, deren Geld man "umverteilen will", nicht mehr da sind oder aber auch einfach sagen, ich arbeite weniger oder gar nicht mehr?

Nun, genau dieses Anspruchsdenken äusserst Du doch auch! Um es einfach auszudrücken: "Der Staat nimmt zu viel von Deinem Reichtum weg" Das ist doch der Tenor Deiner Aussagen

Und es geht hierbei nicht um die wirklich Bedürftigen. Für die ist die Allgemeinheit eines Staates jederzeit gern bereit (wie es ja das jährliche Spendenaufkommen eindrucksvoll demonstriert) zu helfen.

Hmm, also schaffen wir jetzt HIV und Sozialhilfe ab und spenden stattdessen? Das wird sicherilch nicht funktionieren. Ich bin mir sicher, dass damit automatisch eine neue "Weimarer Republik" einher geht - darauf würde ich sogar wetten!

Nochmal die Frage: Warum wachsen denn Wirtschaftsregionen mit geringeren Steuersätzen (Irland) stärker als wir?

Weil sie durch EU-Gelder so reich geworden sind, dass zunächst einmal keine hohen Steuern verlangt werden mußten. Warte einfach mal ab, was passiert, wenn die EU-Gelder nicht mehr so reichlich fließen.

Steht es etwa im Grundgesetz, daß eine Siemens AG oder eine Daimler AG oder eine Infineon AG den Sitz in Deutschland haben muß?

Die Wirtschaft hat nichts mit dem GG zu tun - ev. mit Art. 14 GG. Aber auch da nur am Rande!

Wenn ich das alles so lese, kann ich ja feststellen, daß es viele Mitmenschen gibt, die das derzeit alles so in Ornung finden und eigentlich nicht die Notwendigkeit von Veränderungen sehen.

Das lese ich in keinem der Posts. Vielmehr lese ich aus den einzelnen Posts, dass das Prinzip der Steuerzahlungen als solches nicht in Frage gestellt wird aber ein erheblicher Verbesserungsbedarf besteht!

Indien wächst stärker als Deutschland. Dubai wächst exorbitant. China ist eine der kommenden Wirtschaftsmächte. Korea boomt.

Wenn Du die obigen Länder mit Deutschland vergleichst, dann ist das kompletter Unsinn! Indien und China boomen auf Kosten ihrer Bürger. Menschrechte in China? Fehlanzeige. fehlender Arbeitsschutz, Kinderarbeit, Krankenversorgung, ... Da redest Du von "Boomen" - Toni, das ist einfach nur geschmacklos und unter Deinen Niveau - sorry!

Dubai ist eine Enklave, die es auf Grund der vielen Petrodollars geschickt verstanden hat, das Geld zu investieren. Aber auch dort solltest Du mal hinter ie Kulissen schauen. Frag' doch mal Reni nach der Bezahlung von Hauspersonal, etc. Dann wirst Du auch dort feststellen, dass das Motto gilt: Aussen hui innen pfui.

Die Zunahme von Millionären ist in diesen Ländern und in Rußland exorbitant. In Singapur und Dubai herrscht weitgehende Steuerfreiheit. Erinnert sei hier nur an das Cash-Vermögen des indischen Stahlgiganten. Was ist denn dagegen noch ein Stahlwerk in Salzgitter? Ok, heute noch alles im Lot - und in 5 oder 10 Jahren?

Na klar - Indien mit 1,2 Milliarden Einwohnern ist sicherilch ein passender Vergleich für die Anzahl der Millionäre, sicherlich auch Russland. Wen wir schon bei solchen Vergleichen sind, dann ist auch Nordkorea ein Land, dass vor Millionären aus den Nähten platzt :???:

Und richtig, Cerberus hat sich bei der Telekom eingekauft. Aber doch nicht weil der Standort Deutschland so toll ist, sondern weil er als Investor meint, kurz- mittel- oder langfristig viel Geld zu verdienen. Welches Interesse hat denn ein chin. Staatsfonds, der sich an einem deutschen Unternehmen beteiligt oder dieses gar kauft. Hat er ein Interesse an den sozialen Errungenschaften? Hat er ein Interesse an der Stärkung der Mitbestimmung? Hat er ein Interesse an einer höheren Steuerbelastung? Hat er ein Interesse am gewerbesteuerfinanzierten Ausbau einer Kindertagesstätte? Wohl kaum. Er macht Kasse, kassiert ggf. Subventionen und zieht dann das Geld ab. Die deutschen Mitarbeiter und ähnliches, so erschreckend das klingen mag, interessieren nicht wirklich. Ein chin. Investor hat nur das eigene chin. Interesse vor Augen.

Und was hat das jetzt direkt mit der im Eingangsthread erwähnten Steuerhinterziehung zu tun?

Und wenn jetzt schon eine 80%-Besteuerung von Einkommen ab 2 Mio. gefordert wird, löst es a) das Problem nicht, B) ist nichts als eine reine Neiddebatte und c) wird eben dazu führen, daß diese Personen dann gleich den Wohnistz und den Arbeitsplatz im Ausland haben.

Das ist Bild-Polemik und entbehrt jeglicher Grundlage - wir sollten auch weiterhin versuchen, durch sachliche Argument zu überzeugen und nicht durch solchen Blödsinn!

Wollen wir jetzt hier wirklich sozialistische DDR-Verhältnisse?

Die will bestimmt keiner (na ja - Christel Wegner vielleicht schon; aber die will ja sogar die Stasi wiederhaben :evil: )

Dann kann der Staat ja auch per Gesetz, zum Wohle der sozialen Gleichmacherei, auch nur noch zwei Fahrzeuge, ein 125ccm-Motorrad und ein 1,2 Liter Lupo, genehmigen. Wo ist das Problem?

Die Lobby der Automobilindustrie :D

Geschrieben
Aber sicher, wenn ich als Mitglied einer Gesellschaft, dass auf staatliche Hilfe nicht angewiesen ist, nicht bereit bin, (sozial/finanziell) Schwache zu unterstützen, dann habe ich in dieser Gesellschaft nix zu suchen.

Tolle Aussage 8) Wäre nur schön wenn man sich aussuchen könnte wen man unterstützt und wen nicht!

Des Weitern wird sich der sozial Schwache auch bemühen müssen, der Gesellschaft nur grade so lange wie möglich zur Last zufallen. Und hapert es doch gewaltig bei einem Großteil der Leistungsempfänger.

Wo der eine bei Harz IV "unten" abzockt weil er alle Tricks kennt, so hinterzieht der andere nun mal "oben" Steuern wo es geht. Wer zuerst da war, und wer welche Reaktion bei wem verursacht, dass spielt dann keine Rolle mehr.

Geschrieben
Ich weis nicht ob ich die große Ausnahme bin aber ich habe nie irgendwelche Sportarten betrieben die gefördert wurden, es ist nunmal so das ich schon als Kind technikbegeistert war und welche Komune fördert Motocross Parks oder Go-Kart Bahnen, keine Sau im gegenteil es werden Unterschriften gesammelt damit kleine Rallys auch noch verboten werden.

Siehst Du - meine Eltern hatten damals noch nicht einmal das Geld um mir ein Mofa zu kaufen. Damit war ich automatisch "Randgruppe" in meiner Clique.

Kart-Bahnen gibt es ja mittlerweile an jeder Ecke und - na ja, einen MotoCross-Park hätte ich ehrlich gesagt auch nicht gerne vor meiner Haustüre :D .

Ich wollte das keinesfalls pauschalisieren, komischerweise kommen prozentual mehr vernünftig erzogene Kinder aus genau den von dir Beschriebenen Familien und nicht von Leuten die Zeiten hätten zu erziehen.

Es kam aber so rüber X-) .

Ich bin auch froh wie es mir geht, aber ich möchte auch das es so bleibt da es aber bei der jetzigen entwicklung im Land anders ist kann ich das nicht gutheisen.

Genau - ich auch nicht. Und deswegen ist es auch gut, dass bei Steuerhinterziehung so hart durchgegriffen wird.:-))!

Geschrieben
Diese Aussage habe ich zu keinem Zeitpunkt getroffen. Und das Du mir nun unterstellst, ohne mein persönliches Engagement zu kennen ".. dann habe ich in dieser Gesellschaft nichts zu suchen." empfinde ich als absolute Unverschämtheit.

Genau diese schwarz-weiß-Argumentation gewinnt noch lange nicht durch die Anwendung dieser, an Richtigkeit.

Kaum paßt einem nicht die andere Meinung, wird diese abgetan und der andere kann ja "wegziehen". Leider ist es vielen Menschen nicht möglich zwischen der Sache, über die man ja trefflich streiten kann, und dem Menschen zu unterscheiden.

Mit solchen Aussagen ist für mich die Diskussion an dieser Stelle mit diesem User beendet.

Adios

Hallo,

ich habe dir in keiner Weise irgendetwas unterstellt. Meine Aussagen sind bewusst abstrakt generell gehalten. Ich würde nie über jemanden urteilen, den ich nicht kenne. Wenn du belegst, dass ich exemplarisch dich in meine Aussagen miteinbezogen habe, werde ich mich dafür entschuldigen.

Aber zurück zum Thema,

du hast geschrieben:

Was heißt das bitte? Nach der derzeitigen Diskussion heißt doch soziale Gerechtigkeit nur, daß ein anderer (der mehr hat) dem anderen (der weniger hat) abgeben muß. Und der der weniger sagt dann auch noch, was er meint, benötigen zu müssen. Also soll defacto ein Anderer das eigene Leben, die eigenen Unzulänglichkeiten bezahlen und finanzieren. Nicht mehr und nicht weniger. Das ist für mich völlig unsozial.

Adios

Wenn ein Mensch ohne Chancen auf dem Arbeitsmarkt zur Arbeitsagentur geht und Hartz IV beantragt und somit am Existenzminimum (ich hasse dieses Wort) lebt, ist es dann unfair, dass er im Prinzip zu den Menschen geht, die mehr haben, um zu bitten, so viel zu bekommen, dass es gerade ebenso reicht?

Geschrieben

Hallo Chip,

Wo der eine bei Harz IV "unten" abzockt weil er alle Tricks kennt, so hinterzieht der andere nun mal "oben" Steuern wo es geht. Wer zuerst da war, und wer welche Reaktion bei wem verursacht, dass spielt dann keine Rolle mehr.

Ich finde sehr wohl, dass es eine Rolle spielt.

Beides ist sozial mehr als fragwürdig; lediglich die Beweggründe für die Hinterziehung/erschleichung von Leistungen sind andere:

Beim HIV-Empfänger ist es sicherlich zu einem kleinen Teil auch die Habgier aber ev. verschweigt er auch nur einen kleinen Geldbetrag, weil er davon für seine Familie was zu essen kauft und erschleicht sich deswegen den Wohnzimmerschrank für 200.00 €

Bei Millionären, die ein paar 100k an Steuerzahlungen hinterziehen, geht es ncht um lebensnotwendige Güter sondern ausschließlich um die Habgier.

Geschrieben

In eurer Diskussion finde ich interessant das keiner wirklich an die Zukunft denkt.

Es wird vermutlich so sein das der Linksdruck grösser wird. Fleissige und Reiche müssen demnach die Ärmeren und Fauleren unterstützen (natürlich sind Arme nicht grundsätzlich faul).

Eine Umverteilung ist unausweichlich um den sozialen Frieden wie z.B. URicken ihn beschreibt zu Gewährleisten. Wie es derzeit passiert ist es aber der falsche Weg. OK nur meiner Meinung nach, aber wir sprechen uns einfach in 10-15 Jahren wieder :) ... Dann wird doch folgendes passieren: Diejenigen die immer mehr geben müssen werden irgendwann GEHEN, Deutschland verlassen, weil sie es nicht mehr Einsehen für ihren Fleiss und Erfolg auch noch bestraft zu werden. Dabei geht es nicht um ein paar Prozentpunkte sondern um viele KLEINERE Punkte die im grossen Ganzen irgendwann zuviel sind.

Oder habt ihr eine andere Prognose wie das enden wird ?

Auch der Vergleich zu anderen EU Ländern hinkt. Selbst wenn Teilweise Steuern höher sind haben die Menschen dort mehr Geld. Grundkosten sind oft geringer, fängt ja z.B. schon an beim Benzin, Versicherungen, Strom, Wasser etc.

Geschrieben
Hallo Toni,

Glaubst Du wirklich, dass das Gross der Steuereinnahmen aus dem Säckel der Besserverdiener kommt? Das ist doch nicht Dein Ernst, oder?

Ich vermute mal, dass bei Dir auch der freundliche Bankberater vor der Tür steht und als Hauptargument für die Investion den Steuervorteil anführt. Oder tut er das nicht? Ich kenne es nicht anders!

Hi Uwe,

Nach der landläufigen Meinung und dem Blick in zahlreiche Parteiprogramme fängt der oft zitierte Besserverdiende bei EUR 120.000 (bei Ehepartnern) an.

Wir reden doch nicht über die 40 DAX und M-Dax Vorstände.

Und nein, vermeindliche Steuersparmodell haben mich noch nie zu einer Investition "überredet". Das würde nämlich nur funktionieren, wenn der Steuersatz bei 100% liegen würde, was er ja, ein Glück, nicht tut.

Und bei der Betrachtung der "sozialen Seite" fällt doch auf, das gerade dieser Anteil der Bevölkerung zunimmt. Mittlerweile ist eben der Anteil der "scheinbar Bedürftigen" so groß geworden, daß die tatsächlich Bedürftigen nicht mehr ausreichend Mittel zur Verfügung gestellt bekommen. Die gnadenlosen Nutznießer korumpieren dieses an sich gute System zu Lasten der wirklich Bedürftigen.

Die Unterstützung der wirklich Bedürftigen durch Geld- und Sachleitungen hat doch keiner jemals ernsthaft in Frage gestellt. Ganz im Gegenteil.

Du hast die schlecht Bildung als Grund angeführt. Das ist durchaus ein wichtiger Punkt. Gerade für die Zukunft unseres Landes.

Aber: Warum soll die Allgemeinheit für einen Schulabbrecher, der einfach keinen Bock mehr auf den Schulstreß und den Lehrer hat, deswegen nur rudimentär die Grundrechenarten beherrscht und kaum richtig lesen und schreiben kann, deswegen (logischerweise auf dem freien Arbeitsmarkt kein Chance hat) auch noch dauerhaft finanziell unterstützen.

Soziale Unterschiede hat es schon immer gegeben. Seit Menschengedenken.

Es geht aber darum, den wirklich Bedürftigen zu helfen. Nicht den Faulen und denjenigen, die es sich in diesem System, ohne Arbeiten zu gehen (und damit über Steuern und SV-Abgaben zum Gemeinwohl beizutragen) monetär zu bedienen.

Am Ende ist es eben wie immer. Es gibt eben auch hier und da Ausnahmen, die aber die Regel (der Steuerehrlichen) bestätigen. Es muß alos darum gehen, die negativen Auswüchse, die hier und da herrschen, zu minimieren. Vor diesem Hintergrund kann ich die Steuerfahndung genauso gut unterstützen und Befürworten, wie die regelmäßigen Kontrollen der Sozialämter. Absolut in Orndnung und notwendig.

Adios

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