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Arbeiten und leben in der Schweiz als Deutscher?


Kazuya

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Geschrieben
Das stimmt nicht, vielmehr ist es so dass manchmal die Deutschen die "hoppla jetzt sind wir da" Mentalität an den Tag legen, das kommt bei den mehrheitlich bescheiden auftretenden Schweizern gar nicht gut an.

Das sprachliche gewahndte Auftreten tut dann noch ein übriges, so dass sich einige in den Arroganz-Vorwurf flüchten.

naja, für "sprachliche gewandtheit" können wir ja auch nichts, wenn wir halt so sprechen.

in deutschland spricht auch jeder seinen dialekt... wir im ruhrpott oft "DAT WAT(T)" etc. aber bisher wurde ich überall in deutschland super verstanden.

ich denke niemand hat mit anderen dialekten probleme, solange man sie auch versteht. bisschen dialekt ist ja kein ding, aber warum muss man die sachen so stark anders aussprechen, als sie geschrieben werden?

aber um ehrlich zu sein. kollegen und ich waren vor ca. zwei wochen auch in leipzig und dort sprechen sie auch ziemlich komisch (aber meiner meinung im negativen sinne), über dieses ossideutsch haben wir uns teilweise lustig und manchmal auch extra mit "WATT HASSE GESACHT?" gekontert, wenn es uns zu bunt wurde :D mag sein, dass das als arrogant rüberkommt, aber spaß muss sein.

dialekt hin oder her, sprache sollte zumindest ein bisschen ähnlichkeit mit dem geschriebenen haben und da sehe ich zumindest in vielen teilen der schweiz schwarz. (aber auch in wenigen teilen deutschlands) ....

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Geschrieben

Neue Serie im Blick. Das Ganze wird dann leider noch mehr in die Polemik rutschen.

blick.jpg

Geschrieben

Oh Gott, das scheint ja alles ernster zu sein, als ich je gedacht habe.

Man kann ja zur Qualität solcher Gazetten sagen was man will, aber geschrieben wird meist über Themen, die populär sind.

Geschrieben
Oh Gott, das scheint ja alles ernster zu sein, als ich je gedacht habe.

Ja, es ist schon ein Thema, dass die Leute bewegt. Wir haben für diese Woche eine Deutsche Aushilfe bekommen. Eine Osi aus Thüringen.

Eine der ersten Fragen die ich ihm gestellt habe war, wo all die ganzen West Milliarden hin sind. O:-) Seit her mag er mich, so glaube ich, nicht mehr so. :wink:

  • 3 Wochen später...
Geschrieben

Im aktuellen "Spiegel" ist ein interessanter Artikel über das Thema.

Gruß

Christian

Geschrieben
Eine der ersten Fragen die ich ihm gestellt habe war, wo all die ganzen West Milliarden hin sind. O:-) Seit her mag er mich, so glaube ich, nicht mehr so. :wink:

Richtig gemacht Roger... ich wüsste es auch gerne O:-)

  • 3 Wochen später...
Geschrieben

Habe kürzlich einen Bericht zu diesem Thema bei Spiegel TV gesehen.

So wie ich das sehe ist das einfach ein Stein, den der "Blick" ins Rollen gebracht hat.

Natürlich gibt es in jedem Land einen Anteil von Bürgern, die einer Zuwanderung von Ausländern eher skeptisch gegenüber stehen.

Da findet man immer welche, die sich entsprechend negativ äussern.

(...und wir Schwyzer müsset ga go stämple...)

Mit Zuwanderung hat doch jedes Land umzugehen, wenn es zu den besser gestellten gehört.

Bei dem Motiv für eine Migration, irgendwo hinzugehen weil man da mehr Geld verdient, kann man vom Volk dieses Landes ja nicht unbedingt Zuspruch erwarten. "Ja kommt her, es hat genug für alle..."

Da wird das Denken schnell einmal reduziert darauf, dass man doch erst mal sehen sollte, dass man die eigenen 3% Arbeitslosen unterbringt, bevor man einen Deutschen reinlässt.

(gibt´s eigentlich mehr Teutonen oder mehr Leute aus dem Balkan in CH ? :D )

Ich halte das eigentlich für sehr menschlich.

Im Endeffekt ist es aber doch so, dass der Arbeitsmarkt sich selbst reguliert.

Jede Bewerbung wird doch im einzelnen auf die Tauglichkeit des Bewerbers und darauf geprüft, ob nun ein Ausländer für die zu besetzende Position geeignet ist. Ein Ausnahmebeispiel mag dann eine solche (wie im Bericht dargestellte) Klinik unter deutscher Leitung sein, in der schon 25% der Belegschaft aus Deutschland kommt.

Der Leiter der Klinik behauptete, es wäre sehr schwierig in der Schweiz noch qualifiziertes Pflegepersonal zu finden. Der Markt sei praktisch ausgetrocknet.

Ich weiss nicht, wie ernst man diese Aussage nehmen kann, aber ich vermute doch, dass es gerade in solchen Berufen, wo es um die Nähe zu Patienten und um das Vertrauen von diesen geht, kein Vorteil für die Klinik ist, wenn dort nur Deutsche ihren Dienst verrichten.

Es ist also meines Erachtens nach kein Anlass gegeben, da in irgendeiner Weise einen Hahn zuzudrehen. Kein Schweizer Unternehmen ist doch gezwungen einen Ausländer einzustellen, wenn nicht auch Staatsangehörige für den Job zur Verfügung stehen.

Im Gegenteil: Eine Firma muss sogar den Nachweis erbringen, dass sie sich zuvor ausreichend um eine Kraft aus dem Inland bemüht hat, bevor ein Ausländer eingestellt wird.

Und eine Aufenthaltsbewilligung gibt´s auch nur mit einem entsprechenden Arbeitsvertrag, der vor der Einwanderung abgeschlossen wurde.

Also sehe ich das irgendwie falsch ?

Eigentlich ist doch alles in Ordnung.

Der Punkt, dass bei Schweizern Komplexe entstehen, weil die Deutschen so ein loses Mundwerk haben, also wegen ihres "perfekten" Hochdeutsch deshalb

als arrogant und überheblich angesehen werden, wurde übrigens auch in diesem Bericht von einem Schweizer konstatiert.

Auch wurden Deutsche gezeigt, die sich in einem Sprachkurs bemühen, diese "Barriere" abzubauen.

Na klar, verstehen muss man die Menschen schon.

Wie sagte eine Teilnehmerin noch so treffend: "Die Sprache ist nun mal der Schlüssel zu einer Kultur..."

Aber sich einen abzubrechen, um "mitreden" zu können, halte ich nach wie vor nicht für den Schlüssel zur eigenen Integration.

Wenn jemand in der Lage ist, einen Schweizer auf die richtige Art zu bitten, schriftdeutsch zu reden, weil er Problem mit dem Verständnis hat, kostet das unter Umständen überhaupt keine Sympathiepunkte.

Ich bin nach wie vor der Meinung, dass dies alles Sachen sind, über die man sich gar nicht den Kopf zerbrechen sollte.

Gerade was irgendwelche Komplexe innerhalb der Verständigung oder Herkunft betrifft - auf beiden Seiten.

Überall gibt es Hardliner, die aufgrund solcher Attribute verurteilen.

Ich denke, wenn man Menschen verstehen WILL, kommt der Rest von alleine.

Geschrieben

Ich denke nicht, dass ein Schweizer/Österreicher irgendwelche Probleme hätte, einen normal sprechenden Deutschen zu verstehen. Andersrum scheint das nicht immer der Fall zu sein...

Na Gott sei Dank, die Piefkes müssen ja nicht alles verstehen was wir sagen ...

X-)O:-)

Im übrigen verstehen wir Tiroler die Schweizer recht gut, die Voralberger tun das sowieso ...

Geschrieben

Hallo!

Bin auch Tiroler und arbeite für ein Österreichischen Unternehmen in der Schweiz (Basel, Bern, Biel). Ich habe auch keine schwierigkeiten mit den Dialekt in der Schweiz, ausser im Grenzgebiet zu Voralberg/Liechtenstein tu ich mir schon schwer :rolleyes: .

Geschrieben

Ich habe hier jetzt nicht alles gelesen. Somit sorry, wenn schon etwas in der Richtung geschrieben wurde.

Ich sehe die Problematik in der Richtung:

In der Schweiz und in den benachbarten, wirtschaftlich starken Ländern war es bis anhin und in den vor allem letzten ca. 30 Jahren so, dass grösstenteils nicht qualifizerte Jobs von Ausländern besetzt wurden. Dies hat vor allem die Bauwirtschaft, das Gastgewerbe und die Pflegeberufe betroffen.

Nun ist es aber so, dass durch die Schengen-Regelung viele qualifizierte und hochqualifizierte Deutsche etc. Arbeitnehmer in die Schweiz kommen. Dies bewirkt einen stetigen Rückgang des Durchschnitts-Einkommens. Und wie kommen die zu den entsprechenden Jobs und verdrängen einheimische Bewerber?

Wenn eine Firma die Wahl hat zwischen zwei gleichqualifizierten Bewerbern, nimmt sie 1. den Jüngeren und 2. den Billigeren.

Meine Erfahrungen zum Vergleich von z.B. Deutschen und Schweizer-Kaderleuten:

Die Deutschen sind ausgeprägt zahlenorientiert und streng sachlich. Es zählen vor allem auch Statistiken und darauf wird aufgebaut.

Die Schweizer sind ausgeprägt beziehungsorientiert. Eine gute Beziehung zum Kunden wird gepflegt, vielfach auch privater Natur. Es wird auch häufig mit Empfehlungen gearbeitet, was wiederum Beziehungen voraussetzt.

Dies zeigt sich auch in der Personalführung. Die Deutschen sind, überspitzt formuliert, streng sachlich und kühl. Nur Zahlen zählen. Damit haben sehr viele Schweizer Mühe.

Gerade letzte Woche hörte ich einen deutschen CEO mit der Aussage: Dieser Kunde (der Drittgrösste der Firma) interessiert mich nicht, nur die Zahlen die er bringt.

Leider stelle ich persönlich eine solche Einstellung in der Schweiz immer mehr fest.

  • 4 Wochen später...
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Geschrieben
Geschrieben

Hallo Kazuya,

 

schau doch mal hier zum Thema Zubehör für Aus dem Alltag (Anzeige)? Eventuell gibt es dort etwas Passendes.

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Geschrieben

Gestern kam auf 3sat die Wiederholung einer Diskussion zum Thema "Die Deutschen und die Schweizer". Erstsendung vom 6.2.2007.

Hat das jemand gesehen?

Es trat unter anderem der Herr Mörgeli von der SVP auf. Sind dessen Ansichten zu diesem Thema repräsentativ für größere Bevölkerungsschichten in der Schweiz?

Geschrieben

Es trat unter anderem der Herr Mörgeli von der SVP auf. Sind dessen Ansichten zu diesem Thema repräsentativ für größere Bevölkerungsschichten in der Schweiz?

Ohne Herren Mörgeli (was für ein geiler Name!) oder dessen Ansicht zu kennen, aber deiner Frage nach zu urteilen und der Tatsache nach, dass Herr Mörgelie (einfach köstlich) der SVP angehört, kann man diese Frage vermutlich totzdem mit "ja" beantworten.

Wenn du mal schreibst, wie seine Haltung zu dem Thema ist, erfahre ich auch, ob ich richtig liege :D

Geschrieben
Wenn du mal schreibst, wie seine Haltung zu dem Thema ist, erfahre ich auch, ob ich richtig liege :D

Ich weiß nicht, ob das richtig rüberkommt, wenn man es nicht selber gesehen hat und ich hier meinen vielleicht subjektiven Eindruck wiedergebe. Ich habe es leider nicht aufgenommen und kann daher die Passagen hier nicht einstellen.

Daher meine Frage nach dem Eindruck anderer Zuschauer.

P.S.: Ich hatte übrigens während der Sendung zunächst Herr Nörgeli verstanden. O:-)

  • 1 Jahr später...
Geschrieben

Heute morgen habe ich im St. Galler Tagblatt etwas interessantes zu diesem Thema gefunden, was meiner Meinung nach das "Problem" schön beschreibt:

Höflich, nicht freundlich

Wir Schweizer sind nicht freundlich, wir sind höflich. Die Höflichkeit ist eine grundlegend helvetische Tugend. Die Deutschen, bei deren Umgangsformen die Höflichkeit nicht zuvorderst steht, unterliegen dem Fehler, die schweizerische Höflichkeit als Freundlichkeit zu interpretieren. Daher kommt die Begeisterung der Deutschen für die Schweiz. Dass die Deutschen uns mögen, ist die Folge eines Missverständnisses.

Unsere ausgeprägten Höflichkeitsformen erlauben es uns, in der Schweiz trotz kultureller und sprachlicher Unterschiede friedlich zusammenzuleben. Die schweizerische Höflichkeit dient dem Frieden, der Stabilität und somit dem Wohlstand. Der Deutsche, der unsere Höflichkeit mangels besseres Wissen persönlich nimmt, ist sofort begeistert von der Schweiz. Bleibt er hier, wird er aber bald mit der Distanz konfrontiert, die die Höflichkeit von der Freundlichkeit unterscheidet. Er trifft auf eine Reserviertheit, die er nicht erwartet hat. Auch merkt er, dass er bei den Schweizern nicht ankommt. Trotz freundlicher Gesinnung mangelt es ihm an Höflichkeit.

Noch einmal zum unerschöpflichen Thema «Schweizer und Deutsche»: «Deeskalierend höflich» betitelt der Kabarettist Andreas Thiel (CH) seinen Beitrag in den Schweizer Monatsheften vom August.

Geschrieben

Interessanterweise ist es wie bei den ex-Rauchern, es sind nun die ärgsten Feinde des Rauchens.

Unsere deutschen Kollegen wettern über ihre Landsleute da staunen wir Schweizer nur... :-o

Geschrieben
Heute morgen habe ich im St. Galler Tagblatt etwas interessantes zu diesem Thema gefunden, was meiner Meinung nach das "Problem" schön beschreibt:

:( klingt leider nachvollziehbar... und ich dacht schon die Schweizer sind nett... naja... zumindest eine ganz liebe kenn ich schon :)

Im Ernst? Ist das nur bös überspitzt oder wirklich so? Tatsächlich war ich vor einem Jahr in der Schweiz mit meinen Brüdern am Bodensee in einem Lokal essen. Eine Gruppe älterer Personen kam und grüßte uns, verwundert grüßten wir "freundlich" zurück... alles nur Fassade?

Überhaupt, dann lieber unhöflich aber freundlich, was aber irgendwie meiner Meinung nach ein Paradoxum darstellt.

Geschrieben
alles nur Fassade?

Überhaupt, dann lieber unhöflich aber freundlich, was aber irgendwie meiner Meinung nach ein Paradoxum darstellt.

nein, keine Fassade. Es gibt halt solche und solche Leute. In der Schweiz genausoviele freundliche/unfreundliche Menschen wie in Deutschland auch! Leider auch prozuental auch genauso viele *****en... so unterschiedlich sind wir nicht... und es zählt immer die goldene Regel "wie man in den Wald hineinruft, so schallt es heraus"

Geschrieben

Bevor wir hier über die Freundlichkeit zwischen Deutschen und Schweizern diskutieren, sollten wir erstmal die nationalen Kompetenzen klären. :D

Mal im Ernst, ich finde es gibt auch in Deutschland recht große Unterschiede seitens des Umgans / der Freundlichkeit.

Als ich noch kleiner war, bin ich mit meinen Eltern oder Großeltern immer in den Schwarzwald gefahren, dort hat man im Wald immer gegrüßt. Auffällig war, dass dies immer nur die "Einheimischen" und nie die Touristen gemacht haben.

Wenn ich mir vorstelle, dass ich mal in Duisburg durch den Park laufe und dort grüße ... Wahrscheinlich würde ich mir gleich ein Paar einfangen.

Geschrieben

Wenn ich mir vorstelle, dass ich mal in Duisburg durch den Park laufe und dort grüße ... Wahrscheinlich würde ich mir gleich ein Paar einfangen.

Probier's mal aus. Die grüssen zurück.

Ich weiss zwar jetzt nicht, wie das speziell in Duisburgh ist.

Aber in Köln und Berlin klappt das.

Es sei denn, Du siehst so aus:

khalijb2.jpg

Geschrieben

Nur in den Fussgängerzonen wirkt es etwas befremdlich, ich seh am Grüßen aber auch kein Problem.

Zum Umgang mit den Eidgenossen:

Ich mag sie und hab keine schlechten Erfahrungen mit ihnen. Ab Oktober bin ich wieder fürn halbes Jahr "drüben" und ich freu mich richtig drauf. :-))!

Geschrieben
Als ich noch kleiner war, bin ich mit meinen Eltern oder Großeltern immer in den Schwarzwald gefahren, dort hat man im Wald immer gegrüßt. Auffällig war, dass dies immer nur die "Einheimischen" und nie die Touristen gemacht haben.

Das ist bei uns daselbe, in Städten grüsst man diejenigen die man kennt, auf'em Dorf ist die Sache familiärer und da grüsst man alle.

Wir fühlen uns in unserem Dorf äusserst wohl.

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