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Zitat von Stefan_Schnuse Was Lamborghini angeht ist Raymond alias Countach QV der Mann hier! |
*hüstel*
Ferruccio
Lamborghini wird am 28 April 1916 im Sternzeichen des Stiers geboren. Er interessiert und begeistert sich schon früh für Technik, Mechanik, Maschinen usw., richtet sich als 16jähriger eine Werkstatt im Stall seiner Eltern ein, bis dieser bis auf die Grundmauern abbrennt. Er studiert in Bologna und erwirbt ein technisches Diplom. Im zweiten Weltkrieg verschlägt es ihn nach Rhodos, die Insel wird 1944 von den Briten befreit, er bleibt bis 1946.
Nach den zweiten Weltkrieg fehlt es in Italien an allem, er beginnt 1952 mit der Produktion von Traktoren, zuvor nimmt er 1948 noch mit einem "Testa D’Oro" benannten umgebauten Fiat 500 "Topolino" an der Mille Miglia teil. Seine Traktoren und vor allem die Technik und die Motoren derselben gelten als unerreicht, die Ventile kommen beispielsweise vom gleichen Zulieferer wie die Maserati’s. Das Imperium wächst, es kommen Heizungs- und Klimaanlagen hinzu, er erhält vom italienischen Präsidenten, den der leutselige
Lamborghini mit "Hallo!" begrüßt, den Titel des "Cavaliere del Lavoro" verliehen, "Ritter der Arbeit". Enzo
Ferrari war nur "Commendatore", davon gab es viele.
Sein Reichtum ermöglicht ihm, alle zeitgenössischen Sport- und Luxuswagen zu fahren, den
Ferrari zollt er jedoch im Vergleich den größten Respekt. Nichtsdestotrotz hat er mit den Wagen ständig Probleme und hält sie für noch nicht ausgereizt. Er modifiziert seine eigenen Wagen und fährt den Werkstestfahrern aus Maranello davon.
Irgendwann klagte er beim Commendatore persönlich ob der Kupplungsprobleme seiner
Ferrari, doch lassen wir Ferruccio selber sprechen: " 'Du kannst zwar einen Traktor fahren, aber einen
Ferrari wirst Du nie zu behandeln wissen!' Wäre mir Enzo
Ferrari an jenem Tag, als ich zum x-ten mal über Kupplungsprobleme an meinem
Ferrari klagte, nicht so dumm gekommen, hätte ich vielleicht nie meine
Lamborghini gebaut." Manche Historiker schwören, dass die beiden Rivalen nie aufeinandergetroffen sind, Enzo
Ferrari schwieg zeitlebens zu der Angelegenheit.
Der Rest ist Geschichte,
Lamborghini stampft 1963 die modernste Automobilfabrikat Europa’s aus dem Boden, sammelt junge engagierte Konstrukteure (Giotto Bizzarrini,
Ferrari 250 GTO), Techniker (Giampaolo Dallara), Ingenieure (u.a. auch zwei aus Deutschland, einer aus Japan) und Designer (später wird er eng mit Nuccio Bertone - siehe Foto - zusammenarbeiten) um sich und beginnt, die bald schnellsten italienischen Straßensportwagen zu bauen.
Obwohl seine Mannschaft hochmotiviert ist, nimmt er nie am ruhmreichen und medienwirksamen Motorsport teil. Es ist daher erstaunlich, dass
Lamborghini trotzdem in einem Atemzug mit
Ferrari und Maserati genannt wird, was den extremen und innovativen Straßensportwagen zu verdanken ist.
Der Miura ist der spektakulärste und schnellste Sportwagen der 60er Jahre, einer der ersten Mittelmotorsportwagen überhaupt, neben dem sich ein hochbeiniger
Ferrari 275 GTB/4 wie ein Relikt aus der Steinzeit ausnimmt.
Zum
Countach muss man kein Wort verlieren, Anfang der 70er Jahre kann nur eine UFO mehr Aufmerksamkeit auf sich ziehen als dieser Flügeltürer, der bis 1990 gebaut wird. Der
Countach gilt durch die Bank als der extremste Seriensportwagen, der je gebaut wurde, kein Auto hängt als Poster in mehr Jugendzimmern als der
Countach.
Ferruccio
Lamborghini verlässt das Unternehmen 1972, er wird bis zu seinem Tode am 20. Februar 1993 Wein anbauen. Er besaß im Übrigen immer einige
Lamborghini, er richtete auf seinem Weingut ein kleines Museum ein. Sein automobiler Liebling ist das große Frontmotor-Coupé Jarama...:
Die Firma
Lamborghini wandert durch mehrere Hände, wird schließlich und endlich 1987 von Chrysler gekauft. 1998 geht die Firma nach einem erneuten Besitzerwechseln endgültig an Audi.
Die
Lamborghini, vor allem die Mittelmotor-Supersportwagen, galten schon immer als optische Sensation, die schon im Stand schneller aussahen als die
Ferrari und
Porsche bei Tempo 200. Ebenfalls recht erfolgreich war der viersitzige Espada (Debut 196

, der bis in die 80er Jahre der schnellste Viersitzer der Welt war, auch optisch, denn er war im Gegensatz zu seinen Wettbewerbern flach, breit und erreichte die Endgeschwindigkeit eines
Porsche 911 Turbo. Die großen Frontmotor-Coupé’s floppten, ebenso die kleinen V8-Mittelmotor-Sportwagen.
Lamborghini definierte und definiert sich in den Köpfen der Fans und der Kunden zumeist über die großen V12-Mittelmotor-Supersportwagen.
Ferrari hingegen verzichtet (bis auf die limitierten Modelle) ja inzwischen auf diese Nische, der Murciélago also steht in seinem Segment praktisch konkurrenzlos da..., andere Mittelmotorsportwagen findet man nur bei den Exoten (Pagani, Saleen) oder eine Klasse tiefer (
Ferrari 360 Modena).