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Neue Stoßdämpfer oder Überholung der vorhandenen für meinen Ferrari 308 – macht das Sinn?


Zur Lösung Gelöst von Dirk_B.,

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Geschrieben

Hallo Freunde,

ich bin jetzt mittlerweile rund 5.000 Kilometer super zufrieden mit meinem 308 unterwegs gewesen und habe das Auto technisch in den vergangenen Monaten wirklich in vielen Bereichen auf Vordermann gebracht.

Dazu gehörten neben Wechsel aller Flüssigkeiten, Kerzen, Filtern etc. unter anderem:
– Ventileinstellung durch einen Fachmann
– Abdichten verschiedener Schwachstellen (u. a. Schaltwellensimmeringe)
– diverse kleinere Arbeiten und Optimierungen
– sowie zuletzt auch die Behandlung sämtlicher Kontakte mit Kontaktchemie 60, WL und 61 – mit teilweise wirklich spürbar positiven Effekten an der gesamten Elektrik

Jetzt überlege ich, was ich dem Auto noch Gutes tun kann.

Dabei ist mir aufgefallen, dass die Stoßdämpfer mittlerweile ja auch rund 45 Jahre alt sein dürften. Im Fahrbetrieb fühlt sich das Ganze ehrlich gesagt teilweise etwas zäh und „teigig“ an – gerade in der Dämpfung.

 

Hinzufügen möchte ich, dass ich meinen 308, sobald Motor und Getriebe auf Temperatur sind, auch auf kurvigen Strecken gern richtig gut bewege und ein möglichst gutes Fahrwerk das A und O ist. Ich schreibe das nur, damit mir jetzt nicht jemand mitteilt: Für eine kleine Runde um den See ist es doch so ausreichend. Ja, das stimmt – aber ich möchte gern das Maximale herausholen. Außerdem fasziniert mich auch der Gedanke, wenn ich das Auto dann wirklich nicht wiedererkenne, wenn es dann eben wirklich so ist – von den Dämpfer-Kenndaten her wie 1982, wie seinerzeit eben in Maranello aus der Fertigung gekommen.

 

Ich habe dazu inzwischen auch mit einer Fachfirma gesprochen, die sich auf die Überholung alter Stoßdämpfer spezialisiert hat (inkl. neuer Öle, Dichtungen etc.). Dort wurde mir gesagt, dass ich das Auto danach vermutlich „nicht wiedererkennen“ würde, weil die Dämpfer wieder auf die ursprünglichen Werte ab Werk von 1982 gebracht werden.

Jetzt mal meine Frage an euch:

Haltet ihr es für sinnvoll, die originalen Dämpfer nach dieser langen Zeit überholen zu lassen?
Hat das vielleicht jemand von euch schon gemacht und kann aus eigener Erfahrung berichten?
Und gibt es ggf. Empfehlungen, welche Firmen das besonders gut können?

Ich bin gespannt auf eure Einschätzungen und Erfahrungen!

Viele Grüße
Golo

 

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  • Lösung
Geschrieben

In diesem Thread wurde alles schon einmal detailliert besprochen, das Lesen lohnt sich.

Neue Stoßdämpfer gibt es für überschaubares Geld von Koni. In meinem Fall hat sich die Revision nicht gelohnt, ich habe neue in Original-Spezifikation montiert.

  • Gefällt mir 3
Geschrieben
vor 36 Minuten schrieb Dirk_B.:

In meinem Fall hat sich die Revision nicht gelohnt, ich habe neue in Original-Spezifikation montiert.

In meinem auch nicht, allerdings wurden die hinteren Feucht, weswegen ich wechselte. Sehr viel mehr bringen neue Buchsen aber - das Fahrwerk/Auto ist nicht wirklich zum  Kurvenräubern gebaut. Geht, aber geht auch besser.

  • Gefällt mir 1
Geschrieben
vor einer Stunde schrieb Dirk_B.:

In diesem Thread wurde alles schon einmal detailliert besprochen, das Lesen lohnt sich.

Neue Stoßdämpfer gibt es für überschaubares Geld von Koni. In meinem Fall hat sich die Revision nicht gelohnt, ich habe neue in Original-Spezifikation montiert.

@Dirk_B. 

O.K., danke für dein Posting und den Link. Habe ich dann auch gerade als Lösung markiert und das dort zu Sehende einfach mal überflogen und denke jetzt, die gesamte Tragweite zu realisieren.

Ich muss gestehen, dass ich von Fahrwerkstechnik null Ahnung habe, da auch niemals selbst rangehen würde, sondern jemanden im Blick habe, der das vielleicht machen könnte. Jetzt erkenne ich aber wohl auch, dass es nicht bloß damit getan ist, wenn man die einzelnen Teile auseinander hat, die demontiert werden müssen, um vier neue Dämpfer zu montieren, sondern dass es sich dann auch empfiehlt, sämtliche Buchsen und alles direkt neu zu machen – richtig?

Ist es korrekt, dass ich hier einen Arbeitsaufwand von 50-60 Stunden gelesen habe?

Also wie würdet ihr zum Beispiel den reinen zeitlichen Aufwand taxieren, der erforderlich ist, um vier neue Dämpfer zu montieren und alles andere so zu belassen, wie es ist? Oder wäre das vor dem Hintergrund, dass eben ein ziemlich hoher zeitlicher Aufwand zu betreiben ist, letztendlich auch Schwachsinn – ähnlich wie beim Wechsel des Zahnriemens, wo man die Wasserpumpe direkt prophylaktisch mitmacht, weil man eben einmal dran ist? Ist das hier ähnlich gelagert?

Viele Grüße
Golo

P.S.: Wenn das wirklich auf eine so hohe Stundenzahl hinausläuft, schenke ich mir das Ganze und kaufe mir lieber wieder parallel eine Lotus Elise. Das wäre dann meine dritte – aber die Dinger machen auch höllenspaß. Dann kommt eben noch ein Auto dazu, egal.

  • Gefällt mir 1
Geschrieben

Wenn man konzentriert ran geht und nur die ollen Fahrwerkskomponenten wie Gummis und Buchsen sowie Stoßdämpfer ersetzt, sollte es in zwei Arbeitstagen zu schaffen sein. In meinem Fall kam dann noch strahlen und lackieren der Querlenker dazu. Darüber hinaus wurde alles in dem Bereich und da herum aufgehübscht, sofern notwendig. Und es war ein Feierabendprojekt im Winter. Da kam dann halt die eine oder andere Stunde zusammen.

  • Gefällt mir 3
Geschrieben
vor 7 Stunden schrieb Ferrarirookie:

ähnlich wie beim Wechsel des Zahnriemens, wo man die Wasserpumpe direkt prophylaktisch mitmacht, weil man eben einmal dran ist?

Nein, macht man nicht! So ein Blödsinn, schwirrt immer im Netz 'rum und wird dadurch nicht richtiger.

  • Gefällt mir 3
Geschrieben

ich habe im Winter alle Buchsen neu gemacht ( vorne und hinten) ...

ist schon Arbeit, da du ja beisbielhaft die Schweisspunkte aufflexen musst, damit du die neuen einpressen kannst... Tools für die Presse bauen etc :) , da geht einfach viel Zeit rauf...

Beeindruckt war ich von den Buchsen der Dämpfer... die waren richtig hart und fertig... und sehr eklig aus den Dämpfern rauszupressen!

 

die ganzen Querlenker, Dämpfer hast du relativ schnell aus und eingebaut... 

denk dran: einbauen im eingefederten Zustand !

 

mach erstmal das Fahrwerk, meine Empfehlung... alles Gummi ist nach 40 Jahren rack... ist so...

  • Gefällt mir 2
Geschrieben

Frage am Rande, warum holt man die ollen Buchsen aus den ollen Stossdämpfern raus?

Geschrieben

Hallo Ferrarirookie,

ich habe meine original Dämpfer bei akv suspension revidieren lassen. Die alten Dämpfer sind definitiv massiver wie die Konis die du heute bekommst. Nach der Revision waren meine Dämpfer wieder top. Fahrwerk vermessen ist ein Pain, da alle Einstellungen über Schimms gemacht werden.

Viele Grüße Jörn 

  • Gefällt mir 3
Geschrieben

@Joern K.

Hallo Jörn,

vielen Dank für deinen Hinweis.

Was mich in dem Zusammenhang interessieren würde: In welchem Modell waren deine Dämpfer verbaut und wie alt waren diese ungefähr zum Zeitpunkt der Überholung?

Vor allem würde mich dein subjektiver Eindruck der Veränderung interessieren: Würdest du das Fahrverhalten nach der Überholung als präziser beschreiben, weniger „teigig“ oder schwammig und insgesamt einfach stimmiger in allen Bereichen? Wie würdest du den Unterschied zwischen vorher und nachher in Worte fassen?

Für mich ist das aktuell sehr spannend, da ich mich gerade mit dem Gedanken trage, das ebenfalls umzusetzen. Eine spürbare Verbesserung würde mein Vorhaben natürlich deutlich bestärken.

Freue mich von dir zu hören.

Viele Grüße
Golo

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Geschrieben
Geschrieben

Hallo Ferrarirookie,

 

schau doch mal hier zum Thema Zubehör für Ferrari 308 / 328 (Anzeige)? Eventuell gibt es dort etwas Passendes.

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Geschrieben

Hallo Golo,

Messdaten zu den Dämpfern habe ich natürlich nicht 😉, allerdings eine objektive Verbesserung der Fahreigenschaften. Das Fahrverhalten ist von vielen Parametern abhängig. Rad/Reifen Kombination war vor und nach der Fahrwerksrevision gleich. Geändert hat sich folgendes: Dämpferrevision, 2cm kürzere Federn und komplett alle Lager und Dämpfer Buchsen neu. 

Was hat sich verbessert... das Fahwerksklappern / Klackgeräusche, prãziseres Einlenken,  weniger nachschwingen bei Bodenwellen. 

Ein Teil der Verbesserung ist sicher auf die neuen Lager und Buchsen zurückzuführen,  insbesondere das einlenken und zum Teil das Klappern. Die Dämpfung bei Bodenwellen ist sicher auf die Revision zurückzuführen. Das Fahrwerk war noch original aus 1978, ein Dämpfer hinten ist offensichtlich mal gewechselt worden. Wann kann ich nicht sagen, es ist ein original Koni, allerdings weniger massiv wie die drei anderen. 

AkV passt die Dämpfer auf dein Wunsch an. Dämpferöl, Schimms, Voreinstellung der Dämpfung. Die Konies kann man von der Dämpfung einstellen. Aber keine Angst, du musst keine technischen Vorgaben machen, sie fragen dich ob die Abstimmung sportlich sein soll, wie oft du fãhrst, ob alle Jahreszeiten, etc. Ich hoffe das hilft dir? 

Viele Grüße 

Jörn 

  • Gefällt mir 2
Geschrieben

@Joern K. 

Vielen Dank für deine Nachricht.

Die von dir genannten Punkte wie Fahrwerksklappern oder Nachschwingen bei Bodenwellen kann ich bei meinem Fahrzeug aktuell nicht feststellen.

Allerdings kam mir gerade ein Gedanke: Ich habe hierzu ein wenig recherchiert und gesehen, dass es tatsächlich Prüfstände gibt, bei denen die Stoßdämpfer im eingebauten Zustand getestet werden können, indem man einfach mit dem Fahrzeug darauf fährt.

Vielleicht wäre es sinnvoll, dies zunächst einmal zu machen. Es könnte ja durchaus sein, dass meine Dämpfer trotz ihres Alters noch in einem besseren Zustand sind als vermutet. Das Fahrzeug stand beim Vorbesitzer in Frankreich rund 8 Jahre in einer Tiefgarage und wurde in dieser Zeit lediglich etwa 500 Kilometer bewegt.

Möglicherweise befinden sich die Dämpfer also entgegen meiner bisherigen Annahme noch in einem gar nicht so schlechten Zustand, was ich durch einen entsprechenden Prüfstand ja recht einfach überprüfen lassen könnte.

Was meinst du?

 

Viele Grüße

 

Golo

  • Gefällt mir 1
Geschrieben

Hallo Golo,

im Prinzip kannst du auf jeden Dämpfer Prüfstand fahren. Oft haben die ADAC Center sowas im Haus. Dort bokommst du zumindest eine Aussage ob ein Dämpfer komplett hin ist und nicht mehr dämpft. Eine Aussage über die Qualität des Fahrwerkes, im Vergleich zu einem revidierten, bekommst du damit natürlich nicht, der Prüfstand regt halt jedes Rad kurz an und zeichnet dann auf wie schnell die Anregung gedämpft wird. Es ist aber zumindest ein guter Indikator was den Fahrwekszustand angeht.

VG Jörn 

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Geschrieben

Qualitative Ergebnisse bekommst du auf einem Multi-Post-Rig, z.B. bei KW (https://youtu.be/K4KmQD_71uQ?is=pbyfGM0iRb08ygxq), aber in der Regel sind Testruns teurer als das ganze Fahrwerk :D 

Funktionsprüfung beim ADAC weisen offensichtliche Probleme nach - Bauchgefühl immer an allen 4x Rädern die Federn & Dämpfer wechseln. Siehe auch hier bzgl. 308

 

 

 

  • Gefällt mir 3
Geschrieben

Ich bin ein großer Freund der Nachhaltigkeit und werfe erst etwas weg, wenn es wirklich nichts mehr taugt. Aber ernsthaft, der ganze Rotz ist 40 Jahre alt. Das Öl im Dämpfer hat nicht mehr die Eigenschaften, die es haben soll. Alles aus Gummi und Kunststoff darin ist steinhart oder rissig und brüchig. Man sieht es halt nicht. Da die Alterung nicht von jetzt auf gleich kommt, spürt man die Änderung auch nur im direkten Vergleich. Und wirklich teuer sind die Teile doch nicht.

Natürlich kann man das alte Gelump drin lassen, es fährt ja auch.

Aber halt nicht so wie es könnte.

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