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Makrolon-Scheibe aufbereiten - Erfahrungswerte gesucht


Empfohlene Beiträge

Geschrieben

Hallo zusammen,

 

ich habe aktuell eine verkratzte Makrolon-Scheibe (Polycarbonat) aus einem Sportwagenprojekt vor mir und würde gern ein paar fundierte Meinungen einholen.

 

Da PC im Vergleich zu PMMA/Lack deutlich:

  • wärmeempfindlicher
  • lösungsmittelsensibler
  • und spannungsrissanfälliger ist,

würde mich interessieren, welche bewährten Vorgehensweisen ihr in der Praxis habt.

 

Insbesondere:

  • Schleifaufbau bei stärkeren Defekten
  • maschinelle vs. manuelle Aufbereitung
  • geeignete Finish-Polituren (Haze-Thema)
  • sowie Schutz danach (Coating ja/nein)

Danke euch vorab für eure Erfahrungen.

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Geschrieben

@Cantelli

Ich kann dir hier gerne erklären wie -und vor allem mit welchen Produkten- ich im Dezember letzten Jahres erst die Plexiglasscheibe der Motorabdeckung eines F40 komplett aufbereitet habe. Die war aus Polycarbonat und ich (und auch der Besitzer) mit dem Ergebnis sehr zufrieden. Die Anwendung dürfte deiner Sache wohl sehr nahe kommen.

 

Glänzende Grüße,

Sarah

  • Gefällt mir 3
Geschrieben

@Sarah-Timo du musst daraus aber, dem heutigen Trend folgend, schon eine Masterclass mit entsprechender Teilnahmegebühr machen. Als Ideengeber darfst du mich dann gerne mit 50 % an den Einnahmen beteiligen. 😉

  • Haha 5
Geschrieben

PMMA ist deutlich temperaturempfindlicher als PC, nicht umgekehrt. Und auch empfindlicher gegen Lösemittel.

Geschrieben

Mich würde das Thema auch interessieren da meine Fenster im 360 Challenge auch schon sehr milchig und verkratzt sind ebenso die Motorhaube hinten matt geworden ist,

also liebe Sarah ich weiß du bist der Fachmann darin ich bin gespannt 🙋‍♂️

Geschrieben

......... ääähm, .................. wegen indenditärer Aneignung heißt das jetzt: ....................... "Fachmännin" ................

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Geschrieben
vor 1 Stunde schrieb F430Scuderia:

Mich würde das Thema auch interessieren da meine Fenster im 360 Challenge auch schon sehr milchig und verkratzt sind ebenso die Motorhaube hinten matt geworden ist,

also liebe Sarah ich weiß du bist der Fachmann darin ich bin gespannt 🙋‍♂️

Hat der Lexan- oder Makrolon-Scheiben?

Geschrieben

Meiner Meinung nach besteht die Heckscheibe des CS aus Lexan. Zumindest habe ich sie immer auf dieser Materialbasis aufbereitet und hatte bisher nie Schwierigkeiten.

Was die Eingangsfrage von Forumskollege Cantelli betrifft werde ich die Tage gerne etwas ausführlicher auf das Thema eingehen, da ich beruflich wie sportlich gerade schwer eingespannt bin. Von der Aufbereitung des F40 habe ich einige schöne Fotoaufnahmen angefertigt, u.a. auch von der Heckscheibe. Allerdings möchte ich hier beim Fahrzeugbesitzer erst einmal vorfühlen, ob ich die Bilder ggf. hier posten bzw. verwenden darf. Dann kann man vielleicht besser verstehen was gemeint ist oder erklärt wird. Daraus lassen sich auch einige wichtige Punkte für die Aufbereitung der Fenster/Heckscheibe des CS ableiten, die unter anderem Forumsmitglied F430Scuderia interessieren könnten. 

 

Glänzende Grüße,

Sarah

  • Gefällt mir 9
Geschrieben

Sportlich eingespannt? Du brauchst doch keine Angst vor @Jerry88 haben. 🤣🤣🤣

  • Haha 8
Geschrieben
vor einer Stunde schrieb BWQ:

Sportlich eingespannt? Du brauchst doch keine Angst vor @Jerry88 haben. 🤣🤣🤣

:goodposting:

Anzeige eBay
Geschrieben
Geschrieben

Hallo Cantelli,

 

schau doch mal hier zum Thema Zubehör für Pflege und Aufbereitung (Anzeige)? Eventuell gibt es dort etwas Passendes.

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Geschrieben

@Sarah-Timo

 

Das klingt nach genau der Art Erfahrungswert, die ich gesucht habe – und ein F40 ist natürlich eine Ansage.
Wenn du dein Vorgehen teilen magst, lese ich sehr gern mit. 👍

@Jarama

 

Da hast du recht – PMMA ist in der Regel temperaturempfindlicher und lösemittelanfälliger als PC.
In der Aufbereitung fühlt sich PC aber trotzdem oft kritischer an, weil es bei falschem Vorgehen schneller schmiert oder zu Spannungsrissen neigt.

vor 6 Stunden schrieb Sarah-Timo:

Meiner Meinung nach besteht die Heckscheibe des CS aus Lexan. Zumindest habe ich sie immer auf dieser Materialbasis aufbereitet und hatte bisher nie Schwierigkeiten.

Was die Eingangsfrage von Forumskollege Cantelli betrifft werde ich die Tage gerne etwas ausführlicher auf das Thema eingehen, da ich beruflich wie sportlich gerade schwer eingespannt bin. Von der Aufbereitung des F40 habe ich einige schöne Fotoaufnahmen angefertigt, u.a. auch von der Heckscheibe. Allerdings möchte ich hier beim Fahrzeugbesitzer erst einmal vorfühlen, ob ich die Bilder ggf. hier posten bzw. verwenden darf. Dann kann man vielleicht besser verstehen was gemeint ist oder erklärt wird. Daraus lassen sich auch einige wichtige Punkte für die Aufbereitung der Fenster/Heckscheibe des CS ableiten, die unter anderem Forumsmitglied F430Scuderia interessieren könnten. 

 

Glänzende Grüße,

Sarah

Sehr spannend, danke dir für die Einordnung 👍
Gerade ein Praxisbeispiel mit Bildern bringt bei solchen Themen enorm viel.

Und völlig verständlich mit der Freigabe – ich bin gespannt, wenn du dazu mehr teilen kannst.

Geschrieben
Zitat

PMMA ist deutlich temperaturempfindlicher als PC, nicht umgekehrt. Und auch empfindlicher gegen Lösemittel.

Zitat

In der Aufbereitung fühlt sich PC aber trotzdem oft kritischer an, weil es bei falschem Vorgehen schneller schmiert oder zu Spannungsrissen neigt.

Ich habe mich in den letzten Wochen wie gesagt intensiv mit PMMA (Plexiglas/Acrylglas) sowie PC (Lexan und Makrolon) beschäftigt. Dabei lag mein Fokus insbesondere auf der Temperaturempfindlichkeit, der Materialhärte sowie dem Verhalten beider Materialien bei rotativen und exzentrischen Polierbewegungen. Auch nach meinen Tests auf klaren Materialmustern mit insgesamt acht verschiedenen Polituren sowie zwölf unterschiedlichen Politur-Pad-Kombinationen bin ich immer wieder zum selben Ergebnis gekommen: Makrolon lässt sich grundsätzlich deutlich schwieriger polieren als PMMA.

Makrolon ist weicher und spürbar temperaturempfindlicher. Beim Polieren neigt Makrolon deswegen gerne dazu sich elastisch zu verformen. Mikrokratzer werden eher verschoben als sauber abgetragen. Dadurch ist der effektive Materialabtrag geringer und die Wolken-/Haze-Bildung größer, was den Arbeitsaufwand im Endeffekt natürlich erheblich erhöht. Um auf Makrolon das gleichgute Ergebnis zu erzielen wie auf PMMA, ist auf Basis meiner gesammelten Erfahrungen in der Praxis etwa der doppelte bis dreifache Zeitaufwand erforderlich. Insbesondere bei rotativen Bewegungen oder bei etwas zu hohem Druck entsteht sehr schnell eine punktuelle Überhitzung, was das Risiko von Schlieren oder Oberflächenschäden erhöht. PMMA hingegen ist im direkten Vergleich deutlich kontrollierbarer und verzeiht dir Bearbeitungsfehler eher. Lexan- und Makrolonscheiben sind daher wesentlich komplexer in der Aufbereitung, als es auf den ersten Blick erscheint. Einfach mal so drauf los reinigen/polieren geht da definitiv in die Hose. Ich bin froh das ich vorab verschiedene Szenarien ausprobiert habe und hatte hierbei dankenderweise tolle Unterstützung von einem kleinen, aber sehr feinen deutschen Anbieter von Autopflegeprodukten (wohl 99% der Forumsmitglieder hier unbekannt), der speziell für PMMA bzw. PC-Scheiben entsprechende Produkte in Eigenregie entwickelt + produziert. Ich werde -wenn ich die Tage etwas mehr Zeit habe- wie bereits angeboten gerne einen detaillierten Beitrag dazu verfassen. 

  • Gefällt mir 4
Geschrieben

@Sarah-Timo

 

Sehr spannender und vor allem sauber differenzierter Beitrag, danke dir dafür.


Gerade der systematische Vergleich unter identischen Bedingungen bringt bei so einem Thema enorm viel Klarheit.

Deine Beobachtungen zum elastischen Verhalten von Makrolon und der damit verbundenen Haze-Thematik kann ich sehr gut nachvollziehen.

 

In der Praxis merkt man schnell, dass die reinen Materialkennwerte nur bedingt helfen – das reale Bearbeitungsfenster ist bei PC deutlich schmaler und weniger verzeihend als bei PMMA.

 

Dass Mikrodefekte eher „verschoben“ als sauber abgetragen werden, trifft es ziemlich gut. Genau das macht die saubere Defektkorrektur auf Makrolon so zeitintensiv und verlangt nach deutlich kontrollierterem Arbeiten, gerade was Druck, Temperaturmanagement und Padwahl angeht.

 

Ich bin sehr gespannt auf deinen ausführlichen Beitrag – insbesondere auf deine Erkenntnisse zu konkreten Setups und Prozessgrenzen. Gerade bei solchen Nischenthemen sind belastbare Praxiserfahrungen extrem wertvoll.

 

Liebe Grüße.

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