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IAA 2025 - eine pointierte Nachlese


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Geschrieben
Am 15.9.2025 um 16:29 schrieb nero_daytona:

 

 

 

IMG_0828.jpeg

Das ist aber ein alter Hut. Soweit war man bei Lancia schon viel früher. Meine k Berlina aus 1999 ist ebenfalls schon voll vegan. Statt mit tierischem Wildleder ist das Interieur mit synthetischem Alcantara überzogen. 

 

Und anstatt von echtem Holz (für das man ja Bäume hätte fällen müssen) ist auf der Mittelkonsole original Eco Wood verbaut. 😎

Die deutsche Motorpresse hatte sich im Zuge der Umweltbewegung Anfang der 90er Jahre tatsächlich darüber mokiert, dass bei Lancia echtes Rosenholz aus Afrika verbaut worden ist (beim Thema und Dedra). Derart verängstigt hat man dann für den Kappa veganes Eco Wood erfunden. 😉

 

Nur das Vegan-Siegel suche ich bislang vergeblich. Das hat man wohl erst für Lastenrad-Sören erfunden 😁

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Geschrieben

Sind nicht Bäume auch vegan? Da ist natürlich böser Kohlenstoff drin. Im veganen Essen aber auch. Ein woker Veganer darf also gar nicht vegan essen. Was isst er dann? Essen sie sich gegenseitig auf? Fragen über Fragen.

PS: Post kann wegen Blödsinn gelöscht werden.

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Geschrieben

"vegan zertifiziert"? Mit welchem Mist man sich heutzutage als Autohersteller brüstet........... 

Eventuell ist es aber auch nur ein Trick um den billigen Plastik-Mist teurer verkaufen zu können. 

 

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Geschrieben

Es ist eine Mischung aus beidem. So ein Sitzbezug aus Kunstleder (der auch in den 60er Jahren schon sehr populär war, sogar im Premiumsegment, z. B. Skai oder Naugahyde), ist sicherlich günstiger zu produzieren als ein hochwertig gegerbter Lederbezug. Und Artico klingt doch gleich viel schicker als MB-tex. 

 

Aber es steckt eben auch viel wirtschaftliche Notwendigkeit dahinter. Der Wurm muss dem Fisch schmecken, nicht dem Angler. Und viele "Fische", die beim Autokauf zubeißen sollen, legen eben mittlerweile doch sehr viel Wert darauf, tierfreie Produkte zu nutzen (Vegan Label). Darunter sind auch viele potenzielle Käufer der jüngeren Generation. Zudem besteht häufig ein eher geringes Wissen darüber, aus welchen Rohstoffen gewisse Produkte produziert werden. Und so sehen sich heutzutage auch Gemüsehersteller genötigt, ihren Rotkohl als "vegan" zu kennzeichnen. Für viele ist dieses Label tatsächlich kaufentscheidend. Mag es auch völlig selbstverständlich erscheinen.

 

Es ist halt eine große Minderheit, die es tatsächlich interessiert. Und auch Volvo macht ja ziemlich viel Werbung in diese Richtung. Am Ende muss Herr Källenius versuchen, alle Kundenschichten abzuholen, um das mit diesen Leuten verdiente Geld in Katar oder China (oder auch bei mir als treuem Kleinaktionär) abzuliefern.

Geschrieben

So einen Sitzbezug (= schwarzes Plastik"leder") hatte der Audi 80 meines Vaters Anfang der 70er auch schon. Keine Ahnung, ob man den ab Werk bestellen konnte. War jedenfalls die Reaktion auf mich: So konnte der "Kleine" hinten nämlich anstellen was er wollte - alles war einfach wieder ohne Reste wegzuwischen. Schlimm war nur, mit den kurzen Lederhosen im Sommer einzusteigen und sich die Oberschenkel zu verbrennen. Deswegen haben sich die "Großen" dann die Vordersitze mit Schaffellen "getunt" - war dann nicht ganz so vegan. Ich blieb dabei hinten aber unberücksichtigt.

Ja, ja - die 70er...

🫣

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Geschrieben

Junge, mit den "Schaffellen" hast Du mich fast gekriegt. Das mußte ich mir laut vorlesen ...

Markus

aus denselben Gründen im Peugeot 504 vorne mit Echt-Schaffell

Geschrieben
Zitat

"vegan zertifiziert"? Mit welchem Mist man sich heutzutage als Autohersteller brüstet........... 

Aber genau damit wird in der Automobilindustrie Geld gescheffelt. Und nicht gerade wenig. Ich habe mich vor einiger Zeit mal etwas intensiver mit dem Begriff „veganes Leder“ auseinandergesetzt.  Dabei bin ich zu einem nüchternen Ergebnis gekommen, was hier an der Stelle vielleicht ganz gut reinpasst:

 

Es handelt sich bei "veganem Leder" nicht um ein neues, innovatives Material, sondern schlichtweg um herkömmliches Kunstleder mit einem neuen Etikett. Der Begriff ist in meinen Augen ein klassisches Beispiel für Greenwashing. Er klingt gut, suggeriert Fortschritt und Nachhaltigkeit, kaschiert aber letztlich nur die Realität. In den meisten Fällen besteht sogenanntes veganes Leder aus Polyurethan (PU) oder anderen Kunststoffen auf Erdölbasis. Das sind in Wirklichkeit alles Materialien, die es schon seit Jahrzehnten gibt und die bislang stets unter der Bezeichnung Kunstleder liefen. Die Umbenennung in „vegan“ dient also primär lediglich der emotionalen Aufladung, nicht aber der sachlichen Unterscheidung.

Einige Hersteller betonen zwar gerne + plakativ, dass sie bei der Herstellung auf tierische Bestandteile wie Knochenmehl z.B. in den Klebstoffen verzichten. Dieser Sachverhalt ändert aber rein gar nichts am Grundmaterial selbst. Es bleibt am Tagesende ein synthetisches Produkt mit allen bekannten Vor- und Nachteilen. Besonders entlarvend ist in meinen Augen die Tatsache, dass viele Automobilhersteller auf Nachfrage zur Reinigung und Pflege ihres „veganen Leders“ genau dieselben Empfehlungen geben wie für klassisches Kunstleder. Ich habe diese Anfrage zwischen 2023 und 2024 mehreren Automobilherstellern per Email zugesandt und -wenn überhaupt- immer die gleiche trügerische Antwort erhalten. Wäre das "vegane Leder" tatsächlich ein neues Material, dann müsste es dafür auch eigene Richtlinien und Materialtests zur Beanspruchung und Qualität geben. Das bleibt jedoch aus, weil es eben keinen technischen Unterschied zum Kunstleder gibt.
Veganes Leder“ ist deswegen m.E. kein Fortschritt, sondern ein armseliger PR-Trick der Automobilindustrie. Es ist ein Marketingbegriff ohne Substanz. Hier wird ein altbekanntes Produkt schön mit einem moralisch aufgeladenen Label versehen. Und warum? Um eben schnell einem Markt zu gefallen, der sich zunehmend nach „nachhaltig“ und „ethisch korrekt“ sehnt. Leider unabhängig davon ob die tatsächlichen Eigenschaften des Produkts diesem Anspruch überhaupt gerecht werden. Mittlerweile wurden auch schon passend die ersten Reinigungs- und Pflegemittelchen von Autopflegeherstellern für veganes Leder auf den Markt gebracht. Das ist für mich der noch viel größere Humbug. Ich persönlich bezweifle ohnehin stark, dass sich dieser Begriff langfristig hält. Sobald die Euphorie um trendige Nachhaltigkeitsbegriffe abebbt oder der Fokus wieder stärker auf Transparenz und (hoffentlich mehr) Substanz liegt wird sich zeigen, ob und wie viel vom sogenannten "veganen Leder" wirklich noch übrig geblieben ist außer dem Etikett. 

 

Glänzende Grüße aus Detailing-Abteilung,

Sarah

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Geschrieben

Das ist genau so eine Mogelpackung wie die Autoaufschriften auf Lieferwagen und Lkw "Wir fahren klimaneutral." Kaufen die Emissionszertifikate, E-Fuel oder wie geht das?

 

Ich selbst habe auch eine tolle Klimabilanz. Krombacher hatte doch mal so eine Klimaaktion, pro Kiste 1 € für den Regenwald oder so ähnlich. Wie die das umsetzen? Keine Ahnung. Vielleicht kaufen die damit einen m² Regenwald. Soviel Krombacher, wie ich schon getrunken habe, müsste mir halb Brasilien gehören. Ich bin also fein raus. :lol:

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Geschrieben
vor 4 Stunden schrieb Sarah-Timo:

Aber genau damit wird in der Automobilindustrie Geld gescheffelt. Und nicht gerade wenig. Ich habe mich vor einiger Zeit mal etwas intensiver mit dem Begriff „veganes Leder“ auseinandergesetzt.  Dabei bin ich zu einem nüchternen Ergebnis gekommen, was hier an der Stelle vielleicht ganz gut reinpasst:

 

Es handelt sich bei "veganem Leder" nicht um ein neues, innovatives Material, sondern schlichtweg um herkömmliches Kunstleder mit einem neuen Etikett. Der Begriff ist in meinen Augen ein klassisches Beispiel für Greenwashing. Er klingt gut, suggeriert Fortschritt und Nachhaltigkeit, kaschiert aber letztlich nur die Realität. In den meisten Fällen besteht sogenanntes veganes Leder aus Polyurethan (PU) oder anderen Kunststoffen auf Erdölbasis. Das sind in Wirklichkeit alles Materialien, die es schon seit Jahrzehnten gibt und die bislang stets unter der Bezeichnung Kunstleder liefen. Die Umbenennung in „vegan“ dient also primär lediglich der emotionalen Aufladung, nicht aber der sachlichen Unterscheidung.

Einige Hersteller betonen zwar gerne + plakativ, dass sie bei der Herstellung auf tierische Bestandteile wie Knochenmehl z.B. in den Klebstoffen verzichten. Dieser Sachverhalt ändert aber rein gar nichts am Grundmaterial selbst. Es bleibt am Tagesende ein synthetisches Produkt mit allen bekannten Vor- und Nachteilen. Besonders entlarvend ist in meinen Augen die Tatsache, dass viele Automobilhersteller auf Nachfrage zur Reinigung und Pflege ihres „veganen Leders“ genau dieselben Empfehlungen geben wie für klassisches Kunstleder. Ich habe diese Anfrage zwischen 2023 und 2024 mehreren Automobilherstellern per Email zugesandt und -wenn überhaupt- immer die gleiche trügerische Antwort erhalten. Wäre das "vegane Leder" tatsächlich ein neues Material, dann müsste es dafür auch eigene Richtlinien und Materialtests zur Beanspruchung und Qualität geben. Das bleibt jedoch aus, weil es eben keinen technischen Unterschied zum Kunstleder gibt.
Veganes Leder“ ist deswegen m.E. kein Fortschritt, sondern ein armseliger PR-Trick der Automobilindustrie. Es ist ein Marketingbegriff ohne Substanz. Hier wird ein altbekanntes Produkt schön mit einem moralisch aufgeladenen Label versehen. Und warum? Um eben schnell einem Markt zu gefallen, der sich zunehmend nach „nachhaltig“ und „ethisch korrekt“ sehnt. Leider unabhängig davon ob die tatsächlichen Eigenschaften des Produkts diesem Anspruch überhaupt gerecht werden. Mittlerweile wurden auch schon passend die ersten Reinigungs- und Pflegemittelchen von Autopflegeherstellern für veganes Leder auf den Markt gebracht. Das ist für mich der noch viel größere Humbug. Ich persönlich bezweifle ohnehin stark, dass sich dieser Begriff langfristig hält. Sobald die Euphorie um trendige Nachhaltigkeitsbegriffe abebbt oder der Fokus wieder stärker auf Transparenz und (hoffentlich mehr) Substanz liegt wird sich zeigen, ob und wie viel vom sogenannten "veganen Leder" wirklich noch übrig geblieben ist außer dem Etikett. 

 

Glänzende Grüße aus Detailing-Abteilung,

Sarah

Ich glaube, das stimmt nicht. Veganes Leder stammt natürlich von Veganern, denen man das Fell über die Ohren gezogen hat 😎

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Geschrieben

Habe auch ein Auto mit so einem Kunstleder. Zum Ausgleich fahre ich in meinem Chevrolet Automatikgetriebe Dexron Type A Öl, das hat Additive aus Walöl, zumindest wenn man noch Restbestände von 1972 verwendet. Yin und Yang halt.

 

https://www.jalopnik.com/1949479/whale-oil-in-car-transmissions/

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Anzeige eBay
Geschrieben
Geschrieben

Hallo 806,

 

schau doch mal hier zum Thema Zubehör für Verschiedenes über Autos (Anzeige)? Eventuell gibt es dort etwas Passendes.

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Geschrieben
vor 10 Stunden schrieb Sarah-Timo:

Um eben schnell einem Markt zu gefallen, der sich zunehmend nach „nachhaltig“ und „ethisch korrekt“ sehnt. 

Polemisch betrachtet:

Ist das nicht derselbe Markt, der sich einerseits auf die Straße klebt, andererseits aber in den Urlaub nach Asien fliegt?

🤔

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Geschrieben
vor 15 Stunden schrieb NCC1701DATA:

Ist das nicht derselbe Markt, der sich einerseits auf die Straße klebt, andererseits aber in den Urlaub nach Asien fliegt?

nein, das ist der Markt, der sich einerseits über Mittelspurschleicher aufregt, andererseits Geschwindigkeitsbegrenzungen aber eher als "Empfehlungen" interpretiert. 

Geschrieben

Durch Zufall fand in dem Hotel, in welchem auch meine Uhrenhändlermesse alle paar Wochen läuft, vor 2 Wochen in den Konferenzräumen auch gerade ein Vorab-Briefing der Servicekräfte des Mercedes-Standes statt. Vor der Tür hatten sie da schon diesen komischen neuen CLA aufgebaut. Ursprünglich fand ich ihn sogar mal recht chic, aber dieses aktuelle Etwas können sie von mir aus behalten.

Seitdem die IAA nach München verlegt wurde, erspare ich’s mir, mir das anzutun. Wenn auf einer Internationalen AUTOMOBIL Ausstellung nach weit über einem halben Jahrhundert elektrisierten Zweirädern und ähnlichem grünen Dünnschiss der Vorrang gegeben wird, muss ich dazu keine Reise antreten. Dass dazu selbst schon auf der letzten Veranstaltung in Frankfurt nur noch ein Bruchteil der renommierten Hersteller vor allem im höheren und Sportwagensegment vertreten war, spricht schon Bände für sich; schon damals waren Ferrari, Maserati, Rolls Royce und selbst Alfa etc. nicht mehr vertreten. 

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Geschrieben

Toller Eingangsbericht! Ich kann leider vielem zustimmen. 

 

Für mich ist die IAA aus Frankfurt halt einfach in Frankfurt beerdigt worden. Aber die heißt ja in München eben auch IAA Mobility, mit dem ganzen Klima-Gedöns. Ich nutzte die IAA dann eher für Probefahrten. Ich kann aber dank guter Planung und Vorbereitung sagen, dass ich an dem Donnerstag 5 Probefahrten, mit einer Gesamtleistung von 3059 PS und einem Wert von 740.000 Euro hatte :D (um mal zu flexen :D) Highlight waren die beiden jeweils halbstündigen Fahrten im AMG GT 63 S E Performance Coupé, sowie dem Bruder AMG SL (usw. :D) mit nem V8 und 816 PS Systemleistung. Ich finds krass, dass man solche Waffen für Lau jedem in die Hand drückt, der 25 Jahre alt ist, und schnell genug war in den 5 Minuten, wo man die täglich buchen konnte, sich diese zu ordern. Dazu noch der babyblaue Hyundai 5N mit wohl auch 650 PS und super lachhaften (weil soo fake, wie Lolo Ferraris Fußbälle) "Motoren-Sound", den man sogar schalten kann und sonst in den "Drehzahlbegrenzer" geht. Ich find sowas super, weil man Soundfetischisten wie mich damit abholen will. Aber bisher ist das Ergebnis ja sowas weit weg von der Realität, wie wenn man Ledersitze verspricht und statt dessen nur groben Holzbänken mit Stofflappen darauf angeboten bekommt. 

 

Dann noch ein Q5 von Audi, der vom Werksmitarbeiter in den höchsten Tönen gelobt wurde. Und los gings mit nem Omoda.. noch nie gehört, aber wie beschrieben wurde.. alle Autos sind nur noch mittelgroße oder große SUVs. Man konnte oder wollte noch keinen Preis nennen, aber das Ding ist durchaus Schick, für den der solche Autos mag, und sogar ein Hybrid. 

 

Ja gibts überhaupt noch Messen, wo Ferrari, Lambo, usw auch ihre Neuheiten ausstellen?

 

 

Geschrieben
vor 6 Minuten schrieb Kazuya:

Ja gibts überhaupt noch Messen, wo Ferrari, Lambo, usw auch ihre Neuheiten ausstellen?

Wie wäre es mit einer Carpassion Show in München, alle zwei Jahre im Wechsel zur Mobiliy IAA?🤪

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Geschrieben

Naja meine losen Bekannten, organisieren ja das Myle Festifal in der Motorworld, aber bei ner eigenen Carpassion Show wäre ich für die Orga sofort dabei ^^

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