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Querlenkerbuchsen und Schlagen an Achse


Zur Lösung Gelöst von Henry2,

Empfohlene Beiträge

Geschrieben

Moin Guys and Girls,

 

ich habe an meinem nun die Querlenkerbuchsen unten + Spurstangenkopf rechts gewechselt, da dort Spiel herrschte

 - und da Matflix meinte, ich soll mal einen Erfahrungsbericht einstellen kommt dieser hier:

 

Auto auf Hebebühne, Räder ab, sowie die große Schraube vom Gelenk unten. Da ich die Manschetten retten wollte und auch um besser agieren zu können, habe ich noch die Federbeinschraube demontiert. Dabei gleich mal die Koppelstange aus dem Stabi geschraubt um anhand der OE-Nummer Alternativen zu suchen.

 

Das Lager im Querlenker ging problemlos mit einer 46er und einer 32er-Nuss herauszudrücken. Problemlos heißt hier: ein Stück M12 8.8 Gewindestange mit zugehörigen Scheiben und Muttern. Hätte es dort gravierende Gegenkräfte gegeben, hätte ich abgebrochen. Ich schätze aber, ich habe mit 40-50Nm die Muttern angezogen und Klack, fiel es in die 46er Nuss.

 

Danach alles picobello von Kleberesten befreit und die Nuten für die Seegeringe peinlichst gereinigt.(Trotzdem nicht peinlich genug, da einer dann doch nicht ganz rein wollte) peinlichst genau deshalb, da die Nuten vom Maß her Normmaß haben(ca. 1 zehntel mm breite als ein Ring), aber die Ringe den Gummi anvulkanisiert haben und dadurch breiter sind. Ich habe mir dazu ein 2cm x 1cm -großes Dreieck aus 1mm Blech schön scharf geschnitten, damit ich etwas habe um bis in die 2 Ecken der Nut alles reinigen zu können. - gibt dazu aber sicher auch was besseres.

Die neuen Lager dann mit dem, hier im Forum empfohlenen, Loctite 9466 eingeklebt.

- Am besten geht dies mit Einweghandschuhen, es reicht auf dem Lager und im Querlenker ein dünner Film, welchen man mit dem Finger aufträgt. Trotzdem schiebt es Überschuss oben raus. Mit Pinsel oder Schraubendreher wird viel zuviel aufgetragen. Ich habe versucht alles an überschüssigen Kleber wegzuwischen, damit die Manschetten nicht ankleben, aber die werden wohl trotzdem fest sein, da ein bischen in die Nut kam.

Wichtig ist, das Lager festzuhalten, da der Kleber zwar erstmal "pappt", dann aber nochmal homogen wird und schmiert. Das Lager also ständig drin halten, alles von Klebeüberschuss entfernen, untere Manschette drüber und mit Seegeringzange den Ring in die Nut setzen. Falls er nicht ganz reinrutschen will, helfen ein paar Setzschläge bis er in die Nut schneppst (und dann, wie gelernt, zur Sicherheit und Kontrolle, noch einen zarten Schlag in jedes Loch, damit er sich in der Nut radial nach außen setzt)

...dann noch obere Manschette und alles wieder zusammenbauen.

 

Zur Hinterachse:

Mein anfänglicher Verdacht auf ein Schlagen an der Hinterachse hat nun ein lachendes und ein weinendes Auge bekommen. Eine "angschraubte" Art Achse gibt es ja nicht, die Querlenker sind direkt an den Aluminium-Body geschraubt(geiles Auto) und neben dem Anschraubpunkt lacht ein, als Relief gegossener, Cavallino Rampante.

Das schlagen kommt beim Fahren von den Wellen, wie als wenn die Achse gesperrt ist. (Antriebswellenmanschetten etc.sind in Ordnung).

Brachial merke ich es beim langsamen Kurvenfahren im 1.Gang mit volleingeschlagenem Lenkrad. Das ist dann wie beim Traktor, wenn man die Achse voll sperrt. Das Heck macht dann ein Gewatschel wie eine Ente(Das Tier🦆, nicht der CV).

Beim rollen mit 100-120kmh durch eine Kurve, habe ich ein schwammiges Ausbrechen des Hecks, es ist wie, als will das kurveninnere Rad nicht langsamer drehen und schiebt die Fuhre gen Kurvenäußeres.

Kann hierzu jemand etwas sagen? Kann man die Differentialsperre einstellen? Ferrari schreibt im Rep.Handbuch, wenig hilfreich: "Diff. muss ausgebaut und eingeschickt werden"

 

Matflix gab den Tip(Danke dafür) auf einen defekten Getriebeölkühler -> Wasser im Öl-> Differentialschaden, woraufhin ich gleich mal die Suppe abließ und erneuerte.

Wasser hatte ich keins im Öl, das Öl, doch schon bräunlich, roch aber auch wie alt und leicht verbrannt.

Mit neuem Öl schaltet es sich irgendwie besser, finde ich. Das Zwischengas im Sportmodus ist sanfter und er schaltet die Gänge schärfer. Trotzdem ist die Kraftentfaltung sanfter, nicht so schlagartig, war so mein Gefühl gestern. Da es dann anfing mit regnen hab ich die Testfahrt abgebrochen - das Schlagen im Getriebe war ja der Grund und nachwievor da

 

 

bg

 

Henry
 

 

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Geschrieben

Moin

Ich hoffe mal, du hast die Querlenkerbuchsen bei abgelassenem Auto in eingefedertem Zustand angezogen, sonst kannst du in Kürze alles nochmal machen...

MfG Ulf.

Geschrieben

Hallo Ulf,

 

das war falsch ausgedrückt von mir,ich habe die äußeren Gelenke/Traggelenke gewechselt.

Ich hatte diese Woche noch an einem anderen Fahrzeug die inneren Buchsen und war dadurch noch auf diese Bezeichnung "eingeschossen".

Aber dazu gleich die Frage, bei vulkanisierten Buchsen ist das natürlich klar. Aber hat der 360er nicht welche die mit Passung feinstgeschliffen ineinander drehen, wodurch es egal ist, weil sich ja nichts falsch verspannen kann.

Oder irre ich mich da?

 

MfG

 

Henry

  • Lösung
Geschrieben

Man hofft natürlich, dass niemand dieses tiefergehende Thema erwischt, aber um das Thema abzuschließen, ein kleiner, vielleicht hilfreicher Nachtrag:

 

Das gesperrte Differential im 360er hat ja Reibscheiben, welche die Sperrwirkung erzeugen und das durchrutschen dieser Lamellen führt zum eigentlichen Fahrkomfort, d.h. zum unterschiedlich schnellen drehen der linken und rechten Welle. Ich hatte nun die These aufgestellt: Falls das enthaltene Öl zu alt war und die Schmierwirkung, insbesondere die enthaltenen Slip Modifier/Reibwertbegrenzer im LS-Öl ihre Wirkung versagen und den Reibwert nicht begrenzen, dann hab ich ein gesperrtes Differential. Ich hatte schon den Gedanken, sollten die Reibscheiben partiell verklebt sein und ich erhöhe den Anteil an Slip Modifier, sind die noch intakten Stellen früher gewillt zu rutschen und führen so zum Losbrechen der verklebten Stellen. Ich nahm aber vorher Kontakt mit limitedslip.de auf und Herr Seibold bemerkte treffend u.a. dass, wenn es Probleme gibt, diese nicht einseitig auftreten. Auch erwähnte er, dass in dem empfohlenem Öl Slip Modifier enthalten sind und es mit neuem Öl funktionieren muss(es sei den, es liegt ein Schaden vor). Darauf hin fuhr ich gestern nochmals eine größere Testrunde und suchte Plätze, wo ich in Ruhe Kreise mit voll eingeschlagenem Lenkrad in beiden Richtungen fahren konnte. ....Was soll ich sagen.....egal, ob anfangs mit rel.kaltem oder später mit warmen Getriebe, vorwärts/rückwärts egal, das Problem ist weg.

Ich kann mir dies(so fern es daran lag) nur damit erklären, dass die Reibscheiben sich bei der Fahrt im Regen nicht besonders verdreht haben, da der Reifen auf nasser Fahrbahn eher nachgeben kann, bevor das Diffi seiner Arbeit nachkommt. Evtl. brauchte es in Summe auch einfach nur die Zeit und die km, damit das neue Öl zwischen die Lamellen wandert, diese nun wieder rutschen und die Raddrehzahl ausgleichen können.

 

 

 

 

 

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