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Senna und Ratzenberger 30 Jahre sind schon vergangen


Hermann F

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Ich habe mir die Tage erst eine interessante Dokumentation über Roland Ratzenberger angeschaut. Ich fand es einfach angemessen sie mir neben der Senna-Dokumentation auch einmal anzusehen. Wirklich ein Raben schwarzes Wochenende für den Motorsport. Hier wird auch der Unfall von Rubens Barrichello angesprochen, der ebenfalls hätte ziemlich schlimm enden können. Läuft aktuell auf Amazon (für Prime-Kunden kostenlos). Die Doku heißt „Roland Ratzenberger - Der lange Weg zum kurzen Glück“ und geht knapp 45-Minuten.

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Man sagt, dass bei großen Ereignissen wie dem Mord an JFK oder Nine-Eleven jeder (viele) noch genau weiß, wo er/sie zu dem Zeitpunkt war, als es passierte bzw. als man davon erfahren hat. Beim Mord an JFK war ich vier Jahre alt. An den medialen Schock habe ich daher keine Erinnerung. Bei Nine-eleven weiß ich noch genau, dass ich in meinem Büro saß und unsere Sekretärin leichenblass hereinkam und „von etwas Schrecklichem“ berichtete.

 

Beim Tod von Senna saß ich in meinem Arbeitszimmer. Ich hatte gerade erst die Steuerberaterprüfung bestanden und musste Arbeit nachholen. So arbeitete an einem Fall eines Mandanten, als meine Frau hereinkam und sagte: „Komm zum Fernseher, Senna ist tot.“

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So ist das.

 

9/11 weiß ich genau.

Und auch 1994, die Tragödie von Imola. Ich saß am Computer (286er, natürlich ohne Internet). Mein großer Bruder kam rein und sagte, Roland Ratzenberger ringe mit dem Tod. Das war nach Jahren ohne große Unglücke in der Formel 1 schon ein schlimmer Auftakt des Wochenendes. Das Rennen selbst (man entschied sich trotz der Tragödie um Ratzenberger, es zu starten) habe ich selbst verfolgt. Und natürlich auch den Unfall mit der Retungsaktion. Das TV live dabei und völlig unsicher und verunsichert (ähnlich wie 2010 beim live Unfall in "Wetten, dass...?"). Spekulationen usw. ("Blut", "Er hat den Arm bewegt ..."). So etwas vergisst man nicht.

 

Mittlerweile ist Formel 1 oder Motorsport kein Thema mehr für mich. Habe um 2002 herum aufgehört, Rennen zu schauen oder sogar regelmäßig zu schauen. Ich weiß aber, dass Hamilton und aktuell der junge Holländer gut sind.

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JFK war ich mit dem füllen meiner Windel beschäftigt.

9/11 war ich auf dem Weg zum German 500 Indycar - Rennen am Lausitzring.

Ratzenberger und Senna habe ich am Fernseher live verfolgt.

Ich lag auf der Couch noch etwas benebelt vom Vortag, muss oft an den Tag denken, einfach nur wirklich Heftig

1994 waren wir im Reisebus vom Snowboard Megafinale Sölden, auf dem Heimweg Höhe Oy Mittelberg (Allgäu).

 

Der Busfahrer wollte kurz den Verkehrsbericht hören, da brachte SWR die Info zum Tod von Senna.

 

Vorher noch "Pistenlaune" mit Rose´schorle etc., ............................. plötzlich war der ganze Bus mucksmäuschenstill. Alle waren sehr betroffen.

 

RIP Senna

Ich sehe schwere Unfälle in der F1 wie jene von 1994 noch aus einem anderen Blickwinkel. Motorsport war damals wirklich richtig gefährlich. Gefährlich ist Motorsport auch heute noch, aber sicherer als noch damals. Leider mussten erst schlimme Dinge passieren ehe strengere Sicherheitsmaßnahmen an den Strecken und Fahrzeugen eingeführt wurden. Ich denke an die Unfälle von Jules Bianchi oder Henry Surtess (Sohn von John Surtees) zurück. Allein die daraufhin erfolgte Einführung des HALO-Systems hat schon viele weitere schlimme Dinge verhindern können. Zum Beispiel die Hamilton/Verstappen-Kollision in Monza von 2021 - ohne HALO wäre Hamilton wohl erschlagen worden. So trauern wir um viele Helden des Motorsports die leider viel zu früh gehen mussten. Ihnen ist es jedoch auch ein großes Stück weit zu verdanken, dass viele weitere Helden weiterleben dürfen.

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Das Halo hat in der Tat in der Formel 1

schon mehrere Leben gerettet. Grosjean wäre ohne dem Halo auch (darf man an Stelle Witze machen 😇) einen Kopf kürzer gewesen beim Feuerunfall. 
Man braucht sich nur die Bilder ansehen wie da das Monocoque in der Leitplanke steckt. 
 

Hab letztens den Crash von Schumacher-Liuzzi in Abu Dhabi 2010 auf Social Media gesehen, ohne Halo damals war das auch Zentimeter Sache das Schumi das überlebt hat. 
 


Senna kann ich mich auch noch genau erinnern, paar Tage vor meinem 6. Geburtstag mit meinem Opa in dessen Wohnzimmer schauend. 

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  • 3 Wochen später...

Zu Ehren von Ayrton Senna fuhr Sebastian Vettel an diesem F1-Wochenende den alten McLaren MP 4/8 von Senna. Da kommen Erinnerungen hoch und die Bilder sorgten bei mir ehrlicherweise für Gänsehaut. Ich erlaube mir mal diese historische Fahrt hier zu verlinken:

 

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Geschrieben
Geschrieben

Hallo Hermann F,

 

schau doch mal hier zum Thema Zubehör für Motorsport (Anzeige)? Eventuell gibt es dort etwas Passendes.

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Das ist ja spannend. Vielen Dank für die Info @taunus. Ich wusste nur das Vettel Nigel Mansells ehemaligen FW14B erworben hatte und ebenfalls mit Biosprit fährt. Tatsächlich scheint die Rückkehr zu Verbrennungsmotoren ohne Hybridtechnik und nachhaltigem Kraftstoff eine Möglichkeit zu sein, welche die FIA für ein neues Motorenreglement ab 2030 in Betracht zieht. Wenn damit der Sound der früheren Motoren zurückkäme wäre das doch super!

vor 14 Stunden schrieb Sarah-Timo:

Zu Ehren von Ayrton Senna fuhr Sebastian Vettel an diesem F1-Wochenende den alten McLaren MP 4/8 von Senna. Da kommen Erinnerungen hoch und die Bilder sorgten bei mir ehrlicherweise für Gänsehaut. Ich erlaube mir mal diese historische Fahrt hier zu verlinken:

 

Zu Ehren von Senna und Ratzenberger, der Helm links Senna und rechts in Ratzenberger‘s Helmdesign lackiert.

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Hi @Hermann F,

Danke für deine Richtigstellung. Ich bitte um Verzeihung, denn es geht ihr hier schließlich auch irgendwo um ein sensibles Thema. Da sollte das natürlich schon korrekt erwähnt sein das der Helm eine Hommage an beide Fahrer war bzw. beidseitig lackiert gewesen ist. Dankeschön dafür!🙏

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  • 3 Wochen später...

Netflix produziert gerade eine Miniserie mit sechs Folgen über die Geschichte von Ayrton Senna. Die Serie soll noch dieses Jahr ausgestrahlt werden. Die Streaming-Plattform veröffentlichte dazu jetzt ein erstes Teaser-Video. Ich dachte es passt hier ganz gut rein. >>HIER<< kann man sich das Video anschauen. Macht einen guten Eindruck, ich denke ich werde mir das mal ansehen.

 

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Deswegen....und dies ist die "EINZIGE" Realität in der Bestandsaufnahme...

Es ist Unwiederruflich...

 

"Genieße deine Zeit,denn du lebst nur jetzt und heute.
Morgen kannst du gestern nicht nachholen
und Später kommt früher als du denkst."

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...eigentlich muss man sich nur das Rennen aus Donnington Park 1993 ansehen bzw. in Erinnerung rufen, das ist selbsterklärend und da braucht es kein Netflix oder sonstiges.:-))!

Gruß, Georg

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vor 11 Minuten schrieb GeorgW:

...eigentlich muss man sich nur das Rennen aus Donnington Park 1993 ansehen bzw. in Erinnerung rufen, das ist selbsterklärend und da braucht es kein Netflix oder sonstiges.:-))!

Gruß, Georg

=> Die beste erste Runde, die es jemals in der Geschichte der F1 gegeben hat. Legendär. Auch das Rennen.:-))!

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Am 2.5.2024 um 14:24 schrieb Sarah-Timo:

Ich sehe schwere Unfälle in der F1 wie jene von 1994 noch aus einem anderen Blickwinkel. Motorsport war damals wirklich richtig gefährlich. Gefährlich ist Motorsport auch heute noch, aber sicherer als noch damals. Leider mussten erst schlimme Dinge passieren ehe strengere Sicherheitsmaßnahmen an den Strecken und Fahrzeugen eingeführt wurden. Ich denke an die Unfälle von Jules Bianchi oder Henry Surtess (Sohn von John Surtees) zurück. Allein die daraufhin erfolgte Einführung des HALO-Systems hat schon viele weitere schlimme Dinge verhindern können. Zum Beispiel die Hamilton/Verstappen-Kollision in Monza von 2021 - ohne HALO wäre Hamilton wohl erschlagen worden. So trauern wir um viele Helden des Motorsports die leider viel zu früh gehen mussten. Ihnen ist es jedoch auch ein großes Stück weit zu verdanken, dass viele weitere Helden weiterleben dürfen.

Ich wünsche mir den Motorsport von Damals zurück. Ja Unfälle sind tragisch aber die Sicherheit ist auch nur eine Illusion, es ist pures Glück wenn auch heute nix passiert. 

Rennen heute sind emotionslos, es gibt Strafen wenn Fahrer sich mal kurz kebbeln, es wird am Funk rumgeheult wie gemein der andere war und wenn mal wie früher jemand auf dem Seitenkasten mitfährt gibts ne Strafe. Geschwindigkeitsbegrenzung in der Boxengasse von lächerlichen 80km/h und Ökovorschriften.


Und eines ist auch klar, ein Held wirst nur wenn du stirbst. Hätte Schumi seinen tragischen Unfall nicht gehabt wäre er heute nicht so gehypt, seine letzten zwei Jahre waren jetzt nicht so der Knaller.

 

Allerdings bewundere ich einen Senna und Schumacher nicht nur für Ihr ohne Zweifel einmaliges Talent sondern auch für die Eier die die Männer hatten.

Es ist ein Unterschied ob du einsteigst mit dem Risiko zu sterben oder ggf keine Vertragsverlängerung zu bekommen.

 

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  • Verwirrt 1
vor einer Stunde schrieb tollewurst:

Hätte Schumi seinen tragischen Unfall nicht gehabt wäre er heute nicht so gehypt

Das eine hat für mich mit dem anderen nichts zu tun.

Ich bewundere Michael Schumacher für seine sportlichen Erfolge, speziell mit Ferrari, und das völlig unabhängig von seinem privaten Unfall nach seiner aktiven Karriere als F1-Fahrer. Schumi machte aus einer italienischen Gurkentruppe ein WM-Team und fuhr schlichtweg grandios. Was er geleistet hat ist und bleibt für immer legendär. Wie man darauf kommt einen Hype in bzw. durch seinen Schicksalsschlag zu sehen kann zumindest ich nicht so recht nachvollziehen.

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Ich stimme Dir zu, was es mit dem Schicksalsschlag zu tun hat kann och auch erklären. Man kann einen Legendenstatus aufbauen und niemand kann ihn widerlegen. Würde er noch voll da sein dann könnte er einige der Mythen die entstehen selbst entzaubern. 

Ich schmälere dadurch nicht seine Leistung! Das hatte ich auch oben nicht. 
Aber eine Runde wie von Kimi Raikoennen wir in Portimao 2020 findet selten Erwähnung (in meinen Augen eine der Besten Runden der F1) Die ist aber in meinen Augen spektakulärer als so manche Aktion von Senna, der nun wirklich viele dunkle unsportliche Momente hatte, darüber wird aber eben nach seinem Tod nicht mehr gesprochen, was ich auch richtig und respektvoll  finde aber eben das Bild zum Positiven verzehrt und zum Nachteil der Lebenden.

 

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vor einer Stunde schrieb Sarah-Timo:

Schumi machte aus einer italienischen Gurkentruppe ein WM-Team und fuhr schlichtweg grandios.

Nach seinem Rücktritt bei Ferrari hätte er nicht wieder zurückkehren sollen. Bei Mercedes hat er nichts mehr erreicht, nur seinen Nimbus als GOAT angekratzt. Toni Kroos macht es aktuell anders: bei Real Madrid aufgehört mit dem 6. Championsleague-Titel, dann sofort Edeka (Ende der Karriere). Der kommt nicht zurück. So wird man zur Legende.

 

Andererseits war Schumi ein Racer. Racer wollen fahren, Legendenstatuts ist denen meist egal. Wobei ich letzteres bei Schumi bezeifle.

vor 47 Minuten schrieb Il Grigio:

Andererseits war Schumi ein Racer. Racer wollen fahren, Legendenstatuts ist denen meist egal. Wobei ich letzteres bei Schumi bezeifle.

Ich glaube das wäre jeder gerne, wenn einem das egal wäre hätte man glaube ich auch nicht den Ehrgeiz der Beste seien zu wollen. Und ich denke das ist unstrittig das es in der jeweiligen Zeit kaum talentiertere Fahrer gab als Schumacher und Senna. Beide zeichnet aus das sie Ihren eigenen Stil hatten und immer Perfektion wollten.

Und mir persönlich ist der Legendenstatus egal, ich fände es besser wenn sie alle nich hier wären, dazu war ich auch schon auf zu vielen Beerdigungen von Rennfahrern.

Allerdings kann ich Euch auch sagen es gibt einige die würden den Tod in Kauf nehmen wenn Sie dafür Legendenstatus erreichen. Vielleicht für einige nicht nachvollziehbar aber davon gibts mehr als man denkt.

Ich hatte mit der UIM ein Projekt für ein Sicherheitscockpit im Bootssport. Es wurde abgelehnt von den Fahrern weil der Thrill dann nicht mehr da wäre.

Im Gegensatz zur F1 wird die UIM von den Fahrern bezahlt, also wird gemacht was die Fahrer wollen und nicht was sinnvoller wäre.

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