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Achsvermessung + H&R Federn für Ferrari F430


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Hallo zusammen,

 

ich möchte heute einen Erfahrungsbericht (zumindest aktuell erste Eindrücke) geben bezüglich meines neuen Setups. Ich bin ja wieder von 20 Zoll auf 19 Zoll. Ich wollte wieder eine aggressivere Optik, jedoch sollte auch die Performance nicht leiden. Im Gegenteil - die Performance sollte sich sogar wesentlich verbessern. 

 

Ich habe mich also für OZ Ultraleggera HLT entschieden, worüber ich auch schon geschrieben hatte:

 

Gegenüber der Serie sind da schon 6 kg gespart. Hinten mit 10er Distanzen und vorne ohne, da hier keine mehr rein passten. Schon länger habe ich beim F430 etwas bemängelt, was sich im ersten Moment komisch anhört: Er ist mir deutlich zu weich gefedert, bzw. schlägt schnell mal durch bei sportlicher Fahrweise und Bodenwellen. Dabei war ich nicht einmal wirklich tief. Ich fand die Seitenneigung in Kurven auch zu groß, ebenso beim Beschleunigen oder Bremsen ist er zu stark eingeknickt. Konnte man gut auf Bildern sehen, die in diesen Szenen aufgenommen wurden. Da war mir dann klar wieso er manchmal aufsetzt bei Bodenwellen und sportlicher Fahrweise. Probleme mit Abfahrten etc. hatte ich den Höhe eigentlich nie, war also wirklich ein Problem des Fahrwerks. Zumindest hatte ich es als Problem ausgemacht.

 

Hier noch einmal Bilder davor - OZ Ultraleggera HLT, VA Radmitte mit Kotflügelkante 34 mm, HA Radmitte zu Kotflügelkante 36 cm, hinten 10er Distanzen und vorne keine (passten nicht):

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Nun hatte ich schon häufig mit den H&R Federn geliebäugelt, aber es gab da ein Problem: Die Traglast aus dem Gutachten war etwas zu gering für mein Fahrzeug. Mein Spider wiegt zwar mit vollem Tank nur 1.525 kg, aber im Schein stehen eben die 1.665 kg und Achslasten von 830 und 960 kg. Im Gutachten sind aber nur 800 und 940 kg aufgeführt. Das trägt einem natürlich kein Prüfer so ein. Damals hatte Ferrari einfach die Achslasten geändert (nicht real sondern auf dem Papier) und die Gutachten sind für den 360 und den F430, aber eben zu  den Anfängen des F430. Nachtragen wollte man das nicht. Ich habe nun endlich eine Bestätigung von H&R bekommen für die Unbedenklichkeit der minimalen Erhöhung der Traglast und somit ist die Eintragung auch kein Problem. Wenn also jemand mal eintragen will und das Gutachten passt nicht, einfach bei mir melden! Übrigens bin ich kein H&R Händler, falls das jemand denkt. 

 

Die Federrate der Serienfedern sind VA 55N/mm und HA100N/mm. Das ist schon ziemlich weich. Die H&R sind VA 77N/mm und HA 148N/mm, also ca. 1/3 härter und zudem noch progressiv gewickelt (Serie linear). Das heißt gegen Ende des Federwegs wird die H&R etwas härter und die Serienfeder bleibt immer gleich, was dann zum Durchschlagen führt. Das waren ja schon einmal gute Voraussetzungen. 

 

Ich habe also die H&R Federn gekauft und beim Mario einbauen lassen. Zudem haben wir den maximal möglichen legalen und TÜV konformen Wert bezüglich der Fahrzeughöhe gewählt. Tiefer würde schon noch gehen, aber eben nicht mehr legal und meiner Meinung nach auch nicht mehr sinnvoll. Wir sind jetzt bei Radmitte zu Kotflügelkante VA bei 33 cm und HA bei 34 cm. Das ist optisch schon ein Knüller. Natürlich muss ich jetzt bei Abfahrten zu Tiefgaragen in Hotels etc. mehr aufpassen, aber was wirklich zählte war eine Frage: Kann man so wirklich sportlich fahren ohne aufzusetzen oder zu "hoppeln"? 

 

Bevor ich euch den ersten Eindruck mitteile (Pässe und viele Kurven hintereinander bin ich nämlich noch nicht gefahren) noch Infos zu den Einstellwerten bezüglich der Achsvermessung. Ich hatte bisher hinten 2 Grad negativen Sturz und vorne 1 Grad und 30 Minuten negativ. Ich wollte es doch etwas mehr auf Kurven ausrichten, ohne Sicherheit bei 300 km/h auf´s Spiel zu setzen oder mir die Reifen kaputt zu machen. Ich habe dann auch vorne auf 2 Grad negativen Sturz einstellen lassen. Das hatte zur Folge das nun auch vorne 10er Scheiben rein passen, was aber auf den folgenden Bildern noch nicht montiert ist. War aber fast klar, da das Rad oben natürlich nun deutlich weiter innen steht.

 

Nun aber der erste Eindruck nach 150 km Autobahn und etwas Landstraße mit schnellen Kurven:

Das war die beste Entscheidung einer Tuningmaßnahme die ich vielleicht je hatte. OK sicher ist für mich der Auspuff und der Sound noch wichtiger, aber rein vom Effekt für die Performance war das der Knüller. Ich bin heute auch mal 280 gefahren, ohne mich unsicher zu fühlen. Die 2 Grad negativer Sturz erfordern zwar Konzentration, aber es ist gar kein Problem. Das Auto federt komplett anders. Es ist natürlich härter, ohne aber hart zu wirken. Unebenheiten werden "smooth" weg gefedert, aber ohne tief einzutauchen. Auch wirklich harte Bodenwellen bei hoher Geschwindigkeit hatten kein Durchschlagen oder Aufsetzen zur Folge, trotz der aktuellen Tiefe. Das Auto liegt brutal satt auf der Straßen und die Seitenneigung in Kurven quasi gar nicht mehr vorhanden. Alles harmoniert wundervoll. Das Zusammenspiel zwischen Federn, Felgen, Achseinstellung und Reifen sind eine Wucht. Der Grip ist wirklich heftig.

 

Werde euch weiter auf dem Laufenden halten bezüglich Passfahrten etc., kann aber sagen: Absolute Empfehlung!!!! :-))!

 

Nun die aktuellen Bilder, vorne noch ohne Distanzen, wirkt optisch daher vielleicht noch etwas tiefer.

 

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Achso und falls jemand über die Sauberkeit meines Lackes meckert: Es hat auf der Hinfahrt brutal geregnet und auf der Rückfahrt gab es auch einen Schauer. Wenigstens die Versiegelung konnte sich beweisen und hat bestanden. :D

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Ja sorry... ich Trottel... :D Habe Roland schon gebeten das zu ändern. Wenn aber jemand bei sich nachmisst, kommt da aber hoffentlich jeder drauf das mm nicht stimmen können. :D

  • Haha 1

Nein in Königsbrunn bei Augsburg. Ist mittlerweile ein guter Freund von mir und leistet top Arbeit. Gerade bei der Achsvermessung muss man einen Profi ran lassen.

 

Du meinst den Miguel, der ebenfalls gute Arbeit leistet, aber wenn du 1x selbst zufrieden warst bleibst du eben dort. :wink:

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vor 16 Stunden schrieb jo.e:

Nein in Königsbrunn bei Augsburg. Ist mittlerweile ein guter Freund von mir und leistet top Arbeit. Gerade bei der Achsvermessung muss man einen Profi ran lassen.

 

Du meinst den Miguel, der ebenfalls gute Arbeit leistet, aber wenn du 1x selbst zufrieden warst bleibst du eben dort. :wink:

Ja stimmt, sein Name war Miguel 👍🏻

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  • 3 Wochen später...

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      Anmeldung:
      Bitte ausschließlich über mich. Gerne per PN oder wer meine Nummer hat telefonisch oder WhatsApp mit Angabe, Name, Fahrzeug, Anzahl Personen.
       
      Info/Wunsch:
      Es ist immer relativ aufwendig so einen Tag für alle zu organisieren. Daher bitte ich euch bei einer Zusage auch am ganzen Tag dabei zu sein. Zu oft kam es schon vor "50 km von der Route passen mir gut, da fahre ich mit" oder "morgens habe ich Zeit". Das ist nahezu nicht planbar für mich und ihr nehmt dann auch Anderen den Platz weg, denn mehr als 20 Autos bekommen wir wahrscheinlich nicht gestemmt. Ich würde mich also freuen, wenn ihr bei einer Zusage den ganzen Tag dabei seid. Für Teilnehmer mit weiterer Anreise gibt es ja auch noch das Hotel.
       
      Ich werde hier immer wieder die Teilnehmerliste posten, damit ihr auch einen Überblick habt. Für Rückfragen stehe ich euch gerne zur Verfügung und freue mich ansonsten schon sehr auf einen schönen gemeinsamen Tag mit viel Zeit für gute PS-Gespräche!
       
      Liebe Grüße
      Jochen
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      als ich gesten Abend zu einer kleinen Feierabendtour starten wollte ging die Fehlermeldung "Aufhängungsanlage " am. Infolge dessen konnte ich die Gänge weder hoch noch runterschalten, dies ging von alleine. Als ich angehalten hatte um das Auto neu zu starten war die Fehlermeldung immer noch da.
       
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      Vielen Dank im Voraus 
       
      Gruß Lot 
    • Hallo zusammen,
       
      im August hatte ich meinen schönen schwarzen F430 Spider verkauft. Warum? Das Angebot war einfach zu gut unter Berücksichtigung der Vorgeschichte von dem Auto. Mit dem hatte ich ja wahrlich viel erlebt - sowohl Gutes als auch Schlechtes. Schlechtes aber eher bezüglich des Händlers wo ich ihn gekauft hatte und seiner Vorgeschichte. Ansonsten war mein schwarzer F430 genauso ein treuer Begleiter wie die bisherigen beiden Ferraris. 
       
      Ich setzte mir also ein maximales Budget und machte mich auf die Suche nach einem 360 Spider und beschloss dann das Budget auf 85.000 € zu erhöhen und nach einem Handschalter zu suchen. Ich will jetzt nicht sagen das die Suche sehr lange war, aber sie war schon auch frustrierend. Vor wenigen Jahren war es noch einfacher einen guten 360 Handschalter zu bekommen zu einem annehmbaren Preis. Die Handschalter waren ja beim 360 auch nicht ganz so selten wie beim F430. Meine Besichtigungen liefen aber alle nach dem gleichen Schema ab. Irgendetwas war immer! Entweder völlig undurchsichtige Historie und Herkunft, völlig inakzeptables Scheckheft, schlechter Zustand oder einfach noch viel zu investieren. Hierbei war es egal ob das Auto für 75.000 € oder 90.000 € inseriert war. Scheinbar denken viele "Handschalter = teuer, egal wie das Auto ist". Ich suchte aber das nahezu perfekte Auto und hatte natürlich auch im Hinblick auf Farbe und Ausstattung meine Vorstellungen. Dann gab es natürlich auch noch die potentiell vielleicht noch besseren Autos, aber inseriert für 100.000 - 130.000 € und da schenke ich mir dann einfach einen Anruf. Es kam auch nahezu nichts auf den Markt. Immer die gleichen Autos waren inseriert. 
       
      Einen F430 hatte ich dabei als Plan B nie ausgeschlossen, musste dann aber perfekt sein und auf jeden Fall bestimmte Voraussetzungen erfüllen. Es musste ein in 2008 gebauter 430 sein, da ich das Getriebe mit den zwei Sensoren wollte. Das wurde quasi vom Scuderia übernommen und eine F1 aus 2008 hatte mit einem 2007er oder davor rein gar nichts zu tun. Woher ich das weiß? Mein erster Ferrari war ein Coupe aus 2009 und mein Spider aus 2007. Das war aufgrund der anderen F1 ein anderes Auto. Als die Leute die F1 vom Scuderia lobten, fand ich den Unterschied nicht sehr groß. Da war ich aber auch mein 2009er Coupe gewohnt. Als ich dann mein 2007er gefahren bin wusste ich wieso so viele von der F1 vom Scuderia begeistert waren. Dann waren für mich die Racing Sitze Pflicht und möglichst viel Carbon. Nice to have waren die Scuderia Embleme ab Werk und die Keramikbremse war ab 2008 sowieso Serie. Farbe sollte sowohl beim 360 als auch beim Plan B gelb sein oder alternativ rot. Gelb als Ursprungsfarbe von Ferrari fand ich schon immer super, vor allem wenn das Auto noch diverse Teile als Kontrast hatte (z.B. beim 360 der Challenge Grill). Aber gelb ist wirklich selten zu finden und dann noch ein Auto bei dem alles passt wäre quasi der Jackpot. 
       
      Ich hatte eigentlich gar keinen Druck, denn vor März/April musste ich auch kein Auto haben. 1-2 Jahre wollte ich aber auch nicht suchen oder so lange die Marktentwicklung abwarten. Eigentlich dachte ich aufgrund Corona werden die Fahrzeug eher noch etwas günstiger, aber das kann ich nicht bestätigen. "Leider" für Interessenten und "gut" für Besitzer. Scheinbar sind Sachwerte weiterhin beliebt und werden noch beliebter. Auf eine wirkliche Wertsteigerung würde ich kurzfristig zwar nicht setzen, aber viel verlieren werden die 360 und 430 auch nicht mehr, denn diese Art von Auto wird es nie wieder geben und die Guten werden auch nicht mehr. Somit ist es ein gewisser Sachwert der zwar auch im Hinblick auf Wartung und Unterhalt wohl nicht sehr attraktiv ist, aber ein Sachwert der vor allem folgenden Komponenten bietet: Spaß, Emotion und Leidenschaft! Und gerade in der jetzigen Zeit und in der Zukunft sind diese Faktoren doch auch sehr wichtig. 
       
      Ein F430 Spider nach meinen Vorstellungen lag doch eigentlich auch deutlich über meinem Budget welches ich mir setzte. Und Autos mit ausweisbarer Steuer gibt es da noch selten, was es aber wieder interessanter für mich machen würde. Zunächst hatte ich mir auch immer die Laufleistung auf maximal 50.000 km gesetzt. Warum? Ich wollte das nächste Auto länger behalten und Ferrari hat ja leider oft noch den Ruf "mit viel km kannst du keinen mehr kaufen" und die Definition "viel" setzen hier ja viele schon ab 60.000 km. Dabei kenne ich Autos mit über 140.000 km ohne große Probleme und auch über 200.000 km gibt es, nur werden die wohl so nie wieder verkauft. Bei einem Porsche würde man bei 60.000 km sagen: "Der ist gerade erst eingefahren." Eigentlich völliger Quatsch, wenn man bedenkt wie viele Modelle doch arge Motorprobleme hatten. Motor und Getriebe schätze ich beim 360 und 430 sehr robust ein und wie immer zählt Historie und Pflegezustand für einen langanhaltenden Spaß. Also beschloss ich zumindest auf 60.000 km zu erhöhen. 
       
      Dann erschien er mir in der Suche eine gelbe Diva. F430 Spider mit ausweisbarer Steuer, Racing Sitzen, viel Carbon, EZ 10/2008 usw. Das Auto stand bei Thomas Sportwagen in Radebeul und dort habe ich auch sofort angerufen. Ich telefonierte mit Herrn Hübler der mich gleich freundlich alle meiner Fragen beantwortete. Nach dem Gespräch dachte ich: "Zu schön um wahr zu sein. Ein nahezu perfektes Auto? Kann der wirklich so gut sein? Sagt ja jeder Verkäufer!" Also blieb nur hin fahren und besichtigen. Ich machte mich also auf die 500 km lange Reise und die Erwartungen waren hoch. Nach einem netten Empfang sah ich dort erst einmal einige Fahrzeuge, die ich noch nie live gesehen hatte, wie z.B. einen schon verkauften SP2. Der F430 stand schon im Verkaufsraum und wartete auf die Besichtigung. Ich hatte sofort ein Gefühl, welches ich bei den bisherigen Besichtigungen nicht hatte. Was für ein Wahnsinns-Auto!!! Der Zustand war wirklich so wie beschrieben und mit 56.000 km auch noch in Ordnung. Die Ausstattung hat mich schon wieder umgehauen. Racing Sitze und sogar mit Alcantara ab Werk, was ich so nicht kannte. Hatte ich noch nie vorher gesehen. Auch teilweise in den Türen und an der Mittelkonsole und dem Subwoofer. Gelbe Nähte passten perfekt. Was man selten bei den 2008er hat waren nicht nur die Carbon Armaturen sondern auch Tacho, Lenkrad und Schaltwippen. Belederte Einstiege, das große Soundsystem, die Carbon Mittelkonsole und der Drehzahlmesser in giallo rundeten den für mich perfekten Innenraum ab. Außen die gelben Bremssättel, die Scuderia Embleme und am Heck die Carbonblende - ich war fast sprachlos. Der Lack war in sehr gutem Zustand quasi ohne Steinschlag. Das wurde erst kürzlich nachlackiert aufgrund Steinschläge und das auch ziemlich gut. Ich habe mich wirklich bemüht etwas zu finden was gegen das Auto spricht. Zweite Hand mit Auslieferung bei Thomas Sportwagen und auch der Zweitbesitzer war dort Kunde. Scheckheft gepflegt bei Ferrari und ein 3 cm dicker Ordner mit Rechnungen und TÜV-Berichten. Neuwagenrechnung über 220.000 €. Der Preis war weder günstig noch teuer, wahrscheinlich aber dem Fahrzeug angemessen. 
       
       
      Nach der Besichtigung und kurzen Probefahrt auf dem Gelände gingen wir in das Büro von Herrn Hübler. Der Cappuccino war ausgezeichnet und sorgte auch noch zusätzlich für die richtige Stimmung. Wirklich clever. 
       

       
      Nach kurzer Verhandlung war klar: Preislich wenig Spielraum, aber ein neues CTEK und das Paletot. Zudem ein neuer großer Service mit Stempel. Technisch hatte ich im Prinzip maximale Sicherheit- Das Auto sollte mit einer Approved verkauft werden und somit wurde schon im Vorfeld der Check gemacht und alle Teile getauscht die den Bedingungen nicht mehr entsprachen. Die getauschten Teile reichten über diverse Querlenker, Magnetventile, Ventildeckeldichtung etc. Da wurden Arbeiten im Wert von ca. 15.000 € ausgeführt, also passte das. Ich hatte auch keinerlei Spiel am Lenkrad, was ich beim 430 selten erlebt habe. Die haben ja oft auch das Problem mit der Lenkstange und der Verzahnung direkt hinter dem Lenkrad. 
       
      Ich bin im größten Schneesturm wieder nach Hause gefahren und am nächsten Tag habe ich noch mit meiner Frau gesprochen. Dann war schnell klar: KAUFEN!!!  Ein supergeiles Auto mit einer einwandfreien und sauberen Historie. Kupplung und Bremse auch bei 25% - es sprach nichts dagegen. Und so freue ich mich jetzt extrem auf das Auto. Jetzt wird noch der Service gemacht und sobald kein Schnee und Salz mehr liegt hole ich die gelbe Göttin ab.
       
      Ich freue mich ab März/April auf den Umbau und auf die Aufbereitung. Es dürfte nicht sonderlich überraschend sein, dass das Auto natürlich einen Kline Endschalldämpfer bekommt.  Bei den Felgen bin ich mir noch nicht sicher. Bezüglich der Aufbereitung habe ich schon einen Plan und ich werde wie immer alles dokumentieren! Ich lasse euch gerne wieder teilhaben und freue mich auf gemeinsame Ausfahrten und Austausch!
       
      Hier noch einige Bilder:
       
       
       
      Liebe Grüße 
      Euer jo.e

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