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Lebensmittelverkauf über das Internet


oli_kf

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Geschrieben

Guten Abend Zusammen!

Seit einiger Zeit schwirrt mir der Gedanke im Kopf herum spezielle Lebensmittel über das Internet zu vertreiben, zuerst mit einem ebay Shop!

Nun wollte ich Euch fragen ob das so einfach Möglich ist, und ob ich Probeweiße als Privatmann ohne Gewerbschein erste Lebensmittel verkaufen kann? Soll nicht aus eigener Herstellung sein, sondern Praktisch nur der Vertieb der Fertigprodukte!

Gruß

Oli

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Geschrieben

Ein Gewerbeschein kostet irgendwo um die 20,- € und den brauchst Du zwingend, wenn Du gewerblich tätig sein willst. Wegen den paar Euros würde ich mir keinen Ärger einhandeln wollen.

Geschrieben

bin gerade dabei genau sowas zu machen. gewerbeschein hat mich in niedersachsen 11,25€ gekostet. ich kann dir nur sagen, sobald du sachen über ebay ohne ein gewerbliches konto verkaufst, wirst du eine abmahnwelle von anwälten erhalten. google einfach mal abmahnwelle ebay-shop.

organisier das ganze gut, du musst an alles denken. gewerbehaftplicht u. rechtschutz, falls dich einer wegen irgendwas an deinem produkt verklagen bzw. schadensersatz haben will. geeignete software + startkapital. wenn du dafür einen kredit aufnehmen musst und gewisse komplikationen auftreten, kann das ganz schnell das aus für dein unternehmen bedeuten.

was meinst du denn mit fertigprodukten?

Geschrieben

Der Ole hat recht es gibt kein Probe Gewerbe, so mal testen ob es klappt oder nicht. Stell dir mal vor es klappt aber nur so etwas, nicht ganz wie erhofft aber er bringt x Euro nebenbei, dann lohnt es sich so Grade, ach komm dann lass ich das doch so laufen... Da hat dann aber das Finanzamt was gegen, Gewerbe ist Gewerbe egal ob Kleingewerbetreibender oder voll.

Geschrieben

Ein paar stichpunktartige Hinweise, so als Brainstorming:

- Du hast schon mit dem ersten Verkauf eine konkret Gewinnabsicht, benötigst dafür einen Gewerbeschein. Praktisch könntest du aber sicherlich ein oder zwei Verkäufe tätigen als Privatperson. Auf professionelle Werbetexte verzichten. Sehr kleines Risiko.

- An deiner Rechtschreibung arbeiten! Ist schon sehr wichtig für Händler.

- Kleingewerbe ist möglich, dann keine Mehrwertsteuer. Im Handel kann es jedoch Sinn machen, auf diese Regel zu verzichten, da als Kleinunternehmer auch kein Vorsteuerabzug möglich.

- Ein Gewerbeschein bringt keine Pflicht zur Ausübung des Gewerbes. Steuerlich relevant sind die Gewinne. Liegen keine Umsätze vor, also auch keine Geschäftstätigkeit und Gewinne, wird nach 2-3 Jahren das Finanzamt das Gewerbe nicht mehr anerkennen. Macht ja nichts.

- Lebensmittel unterliegen eventuell einigen gesetzlichen Sondervorschriften (kenne ich mich nicht mit aus)

- Falls du die Produkte importierst, bist du Erstimporteuer und rechtlich hast du Pflichten eines Herstellers (Produkthaftung). Risiko!

- Mit Gewerbeschein bist du Einzelunternehmer, haftest voll. Risiko!

Geschrieben

Hi Oli,

ob ich Probeweiße als Privatmann ohne Gewerbschein

frag doch mal dein Finanzamt ;-)

Spaß beiseite, ich glaube, die Frage hast dir schon fast selber beantwortet. Wenn du es "richtig" machen willst, dann ziehe es auch richtig auf! Alles andere wird nichts. Und, ich will dir jetzt nicht den Wind aus den Segeln nehmen, aber die großen Supermarkt-Ketten haben sich daran schon versucht und sind hier (bisher) in Deutschland ziemlich gescheitert. Ich bin mir sicher, dass wir hier irgendwann auch Lebensmittel übers Internet bestellen können und innerhalb weniger Stunden geliefert bekommen, nur leider fehlt dazu noch die Infrastruktur. Ebay als Vertriebsweg würde ich eh nicht nehmen, da die sich schon mal grob 10% deines Umsatzes genehmigen und es wohl auf recht wackligen Füßen steht, ob du da überhaupt Lebensmittel verkaufen darfst. Und es gibt noch zig andere Vorteile, so ein spezielles Vorhaben über einen eigenen Shop umzusetzen. Zumal du deine Kunden ja auch an dich binden möchtest, dafür ist Ebay nicht geeignet.

Soweit ich weiß, gibt es in der Schweiz einen großen Händler, der im Internet recht erfolgreich Lebensmittel vertreibt. Allerdings ist die durchschnittliche Höhe des Warenkorbs dort recht hoch ( > 100 €), und nur so scheint es auch zu funktionieren. Sonst bestellt einer für 30 Euro bei dir, reißt die Hälfte auf und schickt sie dir wieder Retoure zurück und verlangt sein Geld zurück, weil ihm das Produkt nicht gefällt.

Geschrieben

@peppa: Alles richtig. Aber für einen eigenen Shop wird er schon einen fünfstelligen Betrag ausgeben müssen. Grob geschätzt 25 000 Euro inkl. viel SEO. Und dann steht es noch auf wackeligen Beinen, wenn er da nicht besonders clever im Marketing ist. Wirklich erfolgreiche Shops haben meistens noch weit mehr investiert (eine oder zwei Nullen mehr).

Dann lieber doch Ebay so als Einstieg :lol:

Geschrieben

Die Idee selbst ist ersteinmal gut, Lebensmittel sind wohl noch Bekleidung der zweite große Wachstumsmarkt im ecommerce.

Ich arbeite selbst in diesem Umfeld und würde zunächst auch von der Betreuung eines eigenen Shops abraten, da der Aufwand immens ist, man kommt selbst unter Nutzung von shop-frameworks auf Mannjahre Entwicklungszeit.

Wichtig ist auch sich über die Logistik Gedanken zu machen, d.h. Lagerhaltung, Abwicklung von Retouren usw.

Gerade bei Lebensmitteln muss man auch den Markt tagesaktuell im Auge behalten, um die Preise anzupassen. Der Thread-Ersteller wird wohl nicht darum herum kommen, die Preise automatisiert zu pflegen, z.B. über Importschnittstellen der Lieferanten. Mit einem kleinen von Hand pflegbarem Sortiment würde ich nicht starten, der Kunde erwartet in diesem Bereich Auswahl. Wie vom Thread-Ersteller erwähnt, will er sich ja spezialisieren, das ist sinnvoll. Die "Großen" machen es ähnlich und starten dann z.B. erst einmal mit einem Shop für Wein o.Ä. und rollen das Konzept dann weiter aus.

Geschrieben
@peppa: Alles richtig. Aber für einen eigenen Shop wird er schon einen fünfstelligen Betrag ausgeben müssen. Grob geschätzt 25 000 Euro inkl. viel SEO. Und dann steht es noch auf wackeligen Beinen, wenn er da nicht besonders clever im Marketing ist. Wirklich erfolgreiche Shops haben meistens noch weit mehr investiert (eine oder zwei Nullen mehr).

Dann lieber doch Ebay so als Einstieg :lol:

Er muss ja nicht direkt einen Frontalangriff starten (mit dem Budget und einer neuen Seite (ohne Brand!) eh nicht). Anfangs eBay oder Amazon (inkl komplettem Fulfilment) zu nutzen, halte ich für sinnvoll - alleine um den Markt kennen zu lernen. Gewinn wird dabei nicht zwingend überbleiben, aber einiges an Know-How kann aufgebaut werden.

Für die weitere Vermarktung muss auch nicht zwingend Google Vertriebsweg Nummer eins sein. AdWords ist im Supplement-Markt kostspielig, im organischen Ranking kommst Du auch nicht ohne weiteres nach vorne. Hier kann man parallel zum Aufbau eines eigenen Shops eher über Kooperationen mit lokalen Vereinen, Online-Foren (Fitness, Body-Building, Teenager :D) etc. nachdenken, um Produkte an den Mann zu bringen und durch perfekten Service einen guten Ruf aufzubauen.

Wenn man dann einen Namen hat, kann man sich an die Google-Geschichte wagen. Dieser Weg ist zwar langsamer, jedoch deutlich besser zu planen und finanziell besser zu stemmen.

Geschrieben

Ich habe selber gerade ein Gewerbe gegründet und starte am Anfang auch nur mit einem kleinen Ebay Shop um Erfahrung zu sammeln.

Deine Ware testweise privat zu verkaufen sollte eigentlich kein Problem sein solange du nicht über einen längeren Zeitraum x Artikel pro Tag verkaufst.

Wegen ein paar neuen Artikeln schreit Ebay noch lange nicht und du weißt zumindest mal ob überhaupt jemand kaufen will.

Anzeige eBay
Geschrieben
Geschrieben

Hallo oli_kf,

 

schau doch mal hier zum Thema Zubehör für Aus dem Alltag (Anzeige)? Eventuell gibt es dort etwas Passendes.

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Geschrieben
Ich habe selber gerade ein Gewerbe gegründet und starte am Anfang auch nur mit einem kleinen Ebay Shop um Erfahrung zu sammeln.

Deine Ware testweise privat zu verkaufen sollte eigentlich kein Problem sein solange du nicht über einen längeren Zeitraum x Artikel pro Tag verkaufst.

Wegen ein paar neuen Artikeln schreit Ebay noch lange nicht und du weißt zumindest mal ob überhaupt jemand kaufen will.

Die frage ist nur ob man dann so einfach an Ware kommt. Ich will auch einen EBay Shop eröffnen, aber hab ein bisschen Angst vor dem buchhalterischen, Finanzamt, etc...

Geschrieben

Ich habe vor dem ersten Einkauf von Ware das Gewerbe offiziell angemeldet und zumindest da wo ich meine Sachen beziehe wurde definitiv nach einer Firmennummer usw gefragt.

Wenn du einen Kontakt findest der dir die Ware privat verkauft könntest du das zwar machen aber du musst ja normalerweise immer eine gewisse Stückzahl abnehmen bei der du beim Privatverkauf Probleme bekommen könntest und ich denke auch wirst.

Meine Aussage dass es kein Problem ist testweise ein paar Artikel privat zu verkaufen bezog sich eher darauf wenn man die Ware schon hat oder sie selber produziert.

Geschrieben

das Problem mir dem Privatverkauf ist auch nicht Ebay, sondern die Abmahnanwälte oder in der Folge Richter, die bei dem Verkauf von vorwiegend "neuer" Ware und/oder Stückzahl um 30 pro Quartal (die tatsächliche Zahl kann höher oder niedriger sein) davon ausgehen werden das es gewerblich ist und damit gibt es ein paar Anforderungen die erfüllt werden müssen (Umtausch/AGB/Wettbewerbsbedingungen) neben dem Gewerbeschein/Finanzamt und evtl. Hygienevorschriften bei der Lagerung

Geschrieben

Eine Gewerbeanmeldung kostet, soweit ich mich erinnern kann, ungefähr 25€, daran sollte es doch nicht scheitern. Das bissl Buchhaltung ist auch überschaubar, gerade am Anfang wird man nicht gleich 1000 Rechnungen pro Woche schreiben. Da wächst man dann rein.

Wichtig ist halt noch ein gescheites Impressum etc., um sich vor Abmahnungen zu schützen, aber das Thema ist auch schon so ausgelutscht, dass man da eigentlich keine Probleme habe sollte.

Wenn der TS mit Fertigprodukten handeln möchte, sehe ich auch keine Probleme bzgl. irgendwelcher Hygienevorschriften. Die hat man ja erst, wenn man etwas produziert oder verarbeitet.

Es wäre natürlich interessant zu wissen, womit er genau handeln möchte. Dann kann man darauf näher eingehen oder bessere Ratschläge geben. Gerne auch per PN.

Geschrieben

Habe dazu gerade ienen Artikel im Hamburger Abendblatt gelesen. Ein Hamburger Unternehmer hat das auch versucht, unter www.supermarkt.de. Der war damit nicht erfolgreich und hat den Laden wieder dicht gemacht, auf der Homepage heißt es nun:

Liebe supermarkt.de Besucher,

mit großem Zuspruch der Kunden haben wir im vergangenen Jahr erfolgreich die Auslieferung eines Vollsortiments von Lebensmitteln und Haushaltswaren mit über 4.000 Produkten aufbauen können.

Wir konnten eine treue Stammkundschaft gewinnen, welcher wir hiermit ein herzliches Dankeschön aussprechen möchten. Aufgrund der ausgebliebenen Anschlussfinanzierung wird supermarkt.de auf unbestimmte Zeit den Lieferdienst einstellen.

Sollten Sie als Investor oder Käufer Interesse an der Gesellschaft, deren Sachwerte oder Erkenntnisse zum Proof-of-Concept haben, erreichen Sie uns unter info@supermarkt.de

Hier gibt's den Artikel aus dem Abendblatt: http://www.abendblatt.de/hamburg/article113319071/Supermarkt-de-stellt-den-Verkauf-ein.html

Ich will dir jetzt keine Angst machen, aber ich bezweifle, dass sich der Verkauf von Lebensmitteln im Internet durchsetzen wird. Mit Discounter-Preisen wirst du - allein wegen der Versand- bzw. Lieferkosten - nicht mithalten können und das ist bei vielen anderen Produkten ja das ausschlaggebende Argument für den Kauf im Internet.

Geschrieben

So pauschal würde ich das nicht sagen. Kommt drauf an, was genau er verkaufen möchte, deswegen ja meine Frage.

Mit einem Vollsortimenter wird man aber wohl nicht konkurrieren können. :D

Geschrieben

Ich wollte auch nicht schwarzmalen, denke nur, dass es einfachere und lukrativere Produkte für den Internethandel gibt als Lebensmittel. Wenn er damit Erfolg hat, hat er sich umso mehr unseren Respekt verdient :wink::-))!

Geschrieben

Hinzu kommt, dass einzelne Supermärkte mittlerweile Lieferservice anbieten.

Ab einem Bestellwert von 50,00 Euro plus wird einmal die Woche kostenlos angeliefert

(natürlich nur in einem bestimmten Umkreis).

Dazu kommt, was machst du mit den Lebensmitteln, wenn der Paketbote deinen Kunden nicht antrifft bzw. die Zustellung 3 Tage länger dauert...

  • 2 Wochen später...
Geschrieben

Welche Supermärkte bieten Lieferservice?

Ich habe gerade nachgeschaut, aber konnte leider kein Lieferservice finden.

Es gibt heutzutage "Zutaten-Box" mit Rezepten.

Siehe Hellofresh.de oder Kochzauber.

Solche Ideen sind zwar nett, aber bezweifle, dass es auch in Deutschland durchsetzt.

Wenn es um Lebensmittelverkauf geht, dann würde ich nur die Produkte anbieten, die ganz selten oder nie in einem Supermarkt zu finden sind.

Geschrieben

Bei Supermärkten hängt das von jeweiligen Betreiber ab.

Bei uns gibt es REWE Märkte, die diesen Service 1-mal wöchtenlich anbietenl.

Geschrieben
Welche Supermärkte bieten Lieferservice?[...]

REWE über rewe-online.de, Amazon liefert (teilweise) über lokale Händler und die lokalen Supermärkte bieten das in der Regel auch an - wenn auch wenig promoted.

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