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DHL, der schlimmste Paketversand ?


strikeforce

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Geschrieben

Also ich habe überhaupt keine Probleme mit DHL. Im Gegenteil, alle anderen Dienste haben bei mir schon gepatzt. Sowohl zu Hause (per Packstation), als auch im Büro verschicke und bekomme ich alle Sachen absolut schnell und zuverlässig. Es kommt gerade bei den Speditionen immer auf den lokalen Zusteller und lokalen Betrieb an. Da kann man Glück, aber auch viel viel Pech haben. Daraus aber auf den kompletten Dienst zu schließen ist falsch. Ja man kann jetzt argumentieren, dass DHL seine Partner eben besser kontrollieren muss, aber that's life. Es gibt immer Mitarbeiter und Niederlassungen die bessere und schlechtere Arbeit abliefern.

UPS beispielsweise hat bei meinen Eltern (zugegebenermaßen in einer kleinen Stadt in einer Sackgasse mit nur 3 Häusern) ein neues Laptop hinter einem großen Blumentopf an der Eingangstüre (Einzelhaus) hinterlegt und hat im Lieferstatus angegeben "geliefert an Herrn <unser Nachname>". Im Büro haben wir dagegen mit UPS auch sehr gute Erfahrungen gemacht.

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Geschrieben

Ich hatte das Weihnachtsgeschenk für die Freundin online bestellt und es wurde per DHL versendet.

Seit x Jahren lasse ich alle meine Pakete an den gleichen Paketshop liefern.

Diesesmal wurde versucht das Paket an einem Sonntag zuzustellen wo der Shop natürlich zu hat.

An der angegebenen Adresse ist ein alleinstehendes Haus in dem nur der Paketshop ist.

Lange Rede, kurzer Sinn das Paket wurde als Empfänger unbekannt wieder zurück geschickt.

Ich habe dann gleich am folgenden Tag angerufen bei der gebührenpflichtigen Hotline und ein Mitarbeiter sagte mir das Paket sei noch im Umlauf und er veranlasst eine erneute Zustellung.

Zwei Wochen später (Weihnachten war bereits vorbei) habe ich wieder angerufen da kein Sendungsstatus aktualisiert und auch kein Paket zugestellt wurde.

Die Dame an der Hotline erklärte mir dass es keine Möglichkeit gibt das Paket nochmal zuzustellen. Die Info des ersten Mitarbeiters war also einfach falsch.

Nachdem ich bis zur Abteilungsleiterin durchgestellt wurde ist die Lösung seitens DHL dass ich den Versender kontaktieren und auf meine Kosten neu versenden soll.

Problem seien die Aushilfsfahrer zu Weihnachten die sich nicht so auskennen (O-Ton!).

Natürlich streite ich jetzt wegen 4,90 Euro nicht länger rum aber es ist eine Frechheit dass sich niemand kulant zeigt wo doch der Fehler klar ist.

Das Geschenk ist bis dato noch nicht eingetroffen!

Fazit: Es war nicht das erste mal dass ich Probleme mit DHL hatte (verlorene Pakete usw.) und daher werde ich mit Sicherheit nichts mehr über diese Firma versenden.

lg Chris

Geschrieben

Mindestlohn: Da bin ich gespaltener Meinung. Auf der einen Seite muß es zwingend eine adäquate Honorierung der Leistungen geben. Andererseits ist es nun wahrlich keine Tätigkeit die zwingend ein Studium erfordert. Auch der Markt regelt natürlich das Thema "Lohn" darüber, was man bereit ist für einen Transport auszugeben.

Letzteres ist das Problem: im Bereich der Paketdienste gibt es keinen Markt auf der Arbeitnehmerseite. Das läuft überall ähnlich und der Überlastungsgrad der Fahrer hat mehr damit zu tun ob sie eine Katastrophenroute (viele Treppen, keine Parkplätze) oder etwas halbwegs Komfortables erwischt haben als mit dem Paketdienst für den sie arbeiten.

Und zum Kunden hin regelt der Markt auch nichts - Du kannst Deinen Paketdienst nicht danach auswählen wie gut sie ihre Fahrer behandeln. Mit UPS habe ich selber leider stark schwankende Erfahrungen über die Zeit.

Solange es genug Leute gibt die lieber für DHL / Co zu solchen Konditionen fahren als anderen auf der Tasche zu liegen haben die Paketdienste alle Trümpfe in der Hand. Und logisch, natürlich spielen die alle völlig sauber, sie können halt nur die vielen, vielen Subunternehmer nicht vollständig kontrollieren... 8-)

Das einzige was man noch machen kann ist den Fahrern mit denen man sehr zufrieden ist, gelegentlich mal was in die Hand drücken.

Geschrieben
. Andererseits ist es nun wahrlich keine Tätigkeit die zwingend ein Studium erfordert. Auch der Markt regelt natürlich das Thema "Lohn" darüber, was man bereit ist für einen Transport auszugeben.

.

Grundsätzlich stimem ich mit Dir über ein, jedoch darf man nicht vergessen, dass die Jungs hier jeden Tag mit relativ großen Autos durch die Gegend fahren und auch dazu gehört eine ordentliche Portion Verantwortung für seine Mitmenschen.

Ich mache mal eine einfache Rechnung auf:

Schnitt ist bei DHL 150 Pakete und Päckchen am Tag sagen wir mal im Mittel mit 6 Euro (Päckchen sind günstiger Pakete teurer)

Macht 900 Euro Umsatz am Tag mal 26 Tage im Monat. = 23.400 Euro Umsatz deutlich abgerundet auf 18.000 Euro durch Urlaub Krankheit und weil nicht jeder immer 26 Tage arbeitet.

Natürlich sind die Gemeinkosten mit Fuhrpark, Annahme, Logistik etc. recht hoch, wenn aber am Ende vom Umsatz nicht mal 10 % als Bruttolohn ausgezahlt werden, dann ist das arg wenig.

Letztendlich handelt es sich noch um einen Knochenjob mit Einsatz bei Wind und Wetter mal soll gar nicht glauben was da alles versandt wird, mein Bekannter lieifert z.B. regelmäßig dicke Netze Brennholz aus, die sich ein Kunde bestellt. Er hat jedoch fairerweise gesagt noch eine Altvertrag und bekommt mit Steuerklasse drei einigermaßen vernünftige Entlohnung. Die Verträge für neue Mitarbeiter sidn da aber gnadenlos schlechter.

Alle hier geschilderten negativ Erfahrungen sind ärgerlich, jedoch im Gesamtkontext der Menge an täglichen Paketen immer noch im ganz niedrigen Prozent oder Promollbereich was Fehler betrifft. (genaue Zahlen kenn ich jedoch nicht)

Gast Peter_Pan_
Geschrieben

Und wenn dann der derjenige, welcher die Dumpinglöhne zahlt, sich von diesen "ersparten Lohnkosten" einen Ferrari kauft und hier präsentiert,

dann ist er der Held im Erdbeerfeld.

Ja, die Welt ist schon verrückt.........

Aldi, KIK und Deichmann leben nur wegen unseres Geizes; wir wollen doch so billig als möglich kaufen.

Wir wollen auch so wenig als möglich für Porto ausgeben.

WIR sind die Ursache der Dumpinglöhne.

Jeden Vorteil, den der einzelne hat, den hat mindestens ein anderer als Nachteil; das darf man nicht vergessen.

Und wenn es gar zu wild wird mit den Dumpinglöhnen, dann nehmen wir einen Teil des gesparten und drücken es in Form von Steuern an den Staat ab.

Dieser kann dann eine Transferleistung an die Niedriglohnbezieher erbringen und sie somit zu "Almosenempfängern" machen.

Nein, die Welt ist nicht verrückt, sie ist aus den Fugen geraten.

Geschrieben

Wolfgang, da muss ich Dir mal recht geben ! Genau so sehe ich das auch !

Geschrieben
Nein, die Welt ist nicht verrückt, sie ist aus den Fugen geraten.

Man könnte auch sagen, dass sie wieder in ihr altes -jahrtausende-altes- Gleichgewicht zurückfindet ...

Geschrieben
Und wenn dann der derjenige, welcher die Dumpinglöhne zahlt, sich von diesen "ersparten Lohnkosten" einen Ferrari kauft und hier präsentiert,

dann ist er der Held im Erdbeerfeld.

Ja, die Welt ist schon verrückt.........

Aldi, KIK und Deichmann leben nur wegen unseres Geizes; wir wollen doch so billig als möglich kaufen.

Wir wollen auch so wenig als möglich für Porto ausgeben.

WIR sind die Ursache der Dumpinglöhne.

Jeden Vorteil, den der einzelne hat, den hat mindestens ein anderer als Nachteil; das darf man nicht vergessen.

Und wenn es gar zu wild wird mit den Dumpinglöhnen, dann nehmen wir einen Teil des gesparten und drücken es in Form von Steuern an den Staat ab.

Dieser kann dann eine Transferleistung an die Niedriglohnbezieher erbringen und sie somit zu "Almosenempfängern" machen.

Nein, die Welt ist nicht verrückt, sie ist aus den Fugen geraten.

Ein ganz großes DANKE!

Geiz ist nämlich nicht geil...

Geschrieben
Alle hier geschilderten negativ Erfahrungen sind ärgerlich, jedoch im Gesamtkontext der Menge an täglichen Paketen immer noch im ganz niedrigen Prozent oder Promollbereich was Fehler betrifft.
So sieht das sicher aus. Ich empfinde es jedoch mehr als ärgerlich, wenn man (um beim Beispiel DHL zu bleiben) trotz Kundennummer (d.h. als bekannter Kunde) im Konfliktfall keinen festen Ansprechpartner hat, mit dem man eine Lösung erarbeiten kann und zudem bei Kontaktaufnahme im Konfliktfall auch noch draufzahlen muß (Stichwort: 0180er Telefon-Hotline Nummer). Soetwas signalisiert mir, daß man als Kunde eher lästig als erwünscht ist. Und unter diesem Gesichtspunkt sieht die Zusammenarbeit mit UPS beispielsweise deutlich besser aus. Es gibt einen festen Ansprechpartner und die Kontaktaufnahme erfolgt ohne teure 0180er Telefon-Nummer. Genau damit wird für mich eine grundsätzliche Bereitschaft zur Konfliktlösung signalisiert, was manche Situation von vorneherein entspannt.
Geschrieben
(...)(um beim Beispiel DHL zu bleiben) trotz Kundennummer (d.h. als bekannter Kunde) im Konfliktfall keinen festen Ansprechpartner hat, mit dem man eine Lösung erarbeiten kann und zudem bei Kontaktaufnahme im Konfliktfall auch noch draufzahlen muß (Stichwort: 0180er Telefon-Hotline Nummer).

Zumindest hier kann man Abhilfe schaffen: http://www.0180.info/suche.html?s=dhl

Anzeige eBay
Geschrieben
Geschrieben

Hallo strikeforce,

 

schau doch mal hier zum Thema Zubehör für Aus dem Alltag (Anzeige)? Eventuell gibt es dort etwas Passendes.

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Geschrieben
Nein, die Welt ist nicht verrückt, sie ist aus den Fugen geraten.

Danke Wolfgang - komplett Deiner Meinung.

Geschrieben
Zumindest hier kann man Abhilfe schaffen: http://www.0180.info/suche.html?s=dhl
Und? Hast Du diese Alternativnummern schonmal probiert? Die funktionieren leider nicht. Teils wird auf Deiner Webseite auf die Einschränkungen bereits hingewiesen:

"(...)Hier sollte man dem Mitarbeiter eine Bearbeitungsnummer nennen können. Diese erhaltet ihr von der Hotline.(...)",

"(...) nicht für Erstkontakt! erst mit einer Bearbeitungsnummer (...) bekommt man nur an der Hotline. (...) ".

etc. pp.

Und die Nummern der örtlich zuständigen Paketzentren gibt es zwar noch, sind aber nicht mehr mit einem tatsächlichen Telefonapparat verbunden. D.h. man läuft ins Leere....

Geschrieben

Absolut mit! Diese kundenunfreundlichen sog "Hotlines" sind für mich immer mehr Ausschlußkriterium und zeigen doch den wahren Stellenwert, den ich als Kunde bei Unternehmen wie der Bahn, der LH und nahezu allen Versicherungen und Kreditkartenunternehmen, habe.

Mindestlohn:

Ja, dazu gibt es sicherlich verschiedene Sichtweisen. Und klar ist der Kunde/Konsument für bestimmte Entwicklungen verantwortlich. Aber eben oft auch Ausschreibungen der Auftraggeber und deren Einkaufsabteilungen......

Und wer findet es nicht toll, bei der neuen Nikon/Canon oder dem neuen LED-TV oder den online-Reifen ein "preiswertes" Schnäppchen zu machen. Die ganze Urlaubsbranche lebt von diesen Billigsuchern.

Deswegen boomt eben auch Rumänien oder Kroatien - weil es billig ist.

Und auch billigeren Sprit an der Metro-Tanke mag doch auch jeder.

Es ist eben generell nicht einfach den Mindestlohn zu diskutieren, wenn eben auch parallel alle Kosten (Behörden, Abgaben, Strom, Wasser, kommunale Abgaben, Kindergärten, Parkgebühren, ÖNV u.v.m.) es einem nicht so gut verdienendem schwer achen, einen adäquaten Lebensunterhalt (und der ist eben nicht in Bogenhausen oder berlin-Wannsee und auch kein neuer 3er BMW) zu bestreiten. Und das die AG die immer weiter auswuchernde Bürokartie im Sozialversicherungswesen und Arbeitsrecht umlegen und so geringe Löhne entstehen, ist auch klar.

Geschrieben
Absolut mit! Diese kundenunfreundlichen sog "Hotlines" sind für mich immer mehr Ausschlußkriterium und zeigen doch den wahren Stellenwert, den ich als Kunde bei Unternehmen wie der Bahn, der LH und nahezu allen Versicherungen und Kreditkartenunternehmen, habe.

.

Billig Telefon und Strom/Gasanbieter sind da auch ein Paradebeispiel.

Wobei man fairerweise sagen muss, dass die Jungs und Mädes an der Front beim Paketdienst ja hier nicht für die Entscheidungen der Geschäftsleitung verantwortlich sind solche dubiosen Hotlines bzw. Prozesse zu installieren.

Gast Peter_Pan_
Geschrieben
Absolut mit! Diese kundenunfreundlichen sog "Hotlines" sind für mich immer mehr Ausschlußkriterium und zeigen doch den wahren Stellenwert, den ich als Kunde bei Unternehmen wie der Bahn, der LH und nahezu allen Versicherungen und Kreditkartenunternehmen, habe.

Mindestlohn:

Ja, dazu gibt es sicherlich verschiedene Sichtweisen. Und klar ist der Kunde/Konsument für bestimmte Entwicklungen verantwortlich. Aber eben oft auch Ausschreibungen der Auftraggeber und deren Einkaufsabteilungen......

Und wer findet es nicht toll, bei der neuen Nikon/Canon oder dem neuen LED-TV oder den online-Reifen ein "preiswertes" Schnäppchen zu machen. Die ganze Urlaubsbranche lebt von diesen Billigsuchern.

Deswegen boomt eben auch Rumänien oder Kroatien - weil es billig ist.

Und auch billigeren Sprit an der Metro-Tanke mag doch auch jeder.

Es ist eben generell nicht einfach den Mindestlohn zu diskutieren, wenn eben auch parallel alle Kosten (Behörden, Abgaben, Strom, Wasser, kommunale Abgaben, Kindergärten, Parkgebühren, ÖNV u.v.m.) es einem nicht so gut verdienendem schwer achen, einen adäquaten Lebensunterhalt (und der ist eben nicht in Bogenhausen oder berlin-Wannsee und auch kein neuer 3er BMW) zu bestreiten. Und das die AG die immer weiter auswuchernde Bürokartie im Sozialversicherungswesen und Arbeitsrecht umlegen und so geringe Löhne entstehen, ist auch klar.

Es gibt kein "Mindestlohn-Problem".

Unsere Gesellschaft hat einen Wertewandel vollzogen, der einfach nicht mehr human zu nennen ist.

Wir bekommen mittlerweile einen Raubtierkapitalismus vorgelebt, der sämtliches Mitgefühl anderen gegenüber absterben lässt.

Diejenigen, welche sich absolut nicht wehren können, müssen tatenlos mit zusehen, wie schwer erarbeitetes Geld verwendet wird,

um die Rachen von Spekulanten zu füllen, welche den Gebenden, nämlich uns, sonst keine weiteren Kredite geben können.

Wir erziehen unsere Kinder zu empathielosen Wesen; alles, was wir nicht mit Vornamen kennen, ist für uns nicht mehr als Mitwesen erfassbar.

Das, was wir veranstalten, ist an Absurdität nicht mehr zu überbieten.

Ich warte nur noch darauf, daß das Pulverfass hochgeht; und ich werde es noch erleben.

Geschrieben
Und? Hast Du diese Alternativnummern schonmal probiert? Die funktionieren leider nicht. Teils wird auf Deiner Webseite auf die Einschränkungen bereits hingewiesen:

"(...)Hier sollte man dem Mitarbeiter eine Bearbeitungsnummer nennen können. Diese erhaltet ihr von der Hotline.(...)",

"(...) nicht für Erstkontakt! erst mit einer Bearbeitungsnummer (...) bekommt man nur an der Hotline. (...) ".

etc. pp.

Und die Nummern der örtlich zuständigen Paketzentren gibt es zwar noch, sind aber nicht mehr mit einem tatsächlichen Telefonapparat verbunden. D.h. man läuft ins Leere....

Bei DHL noch nicht, da hatte ich aber bislang auch noch keine wirklichen Probleme :wink:

Ansonsten nutze ich die Alternativnummern aber oft und erfolgreich.

Geschrieben

Raubtierkapitalismus [...] Ich warte nur noch darauf, daß das Pulverfass hochgeht; und ich werde es noch erleben.

Na, da sind wir ja wieder in rasender Eile von der Betrachtung der realen Defizite einer Branche auf den allgemeinen deutschen Weltuntergangsschmerz und die allgemein übliche depressive Zukunftsperspektive eingeschwenkt. Das ging aber schnell.

Meine Herren, so ist die Welt einfach. Es gibt Entwicklungen, es gibt Fehlentwicklungen. Diese muß man dann korrigieren. Mal funktioniert das besser, mal schlechter. Das ist business as usual oder noch einfacher: so ist das Leben.

In der blühenden Logistikbranche (übrigens ein Rückgrat der deutschen Wirtschaft) gibt es offenbar Fehlentwicklungen in der Behandlung der Mitarbeiter.

Und weder der Markt noch eine Organisationsform wie die Tarifpartner schaffen es von alleine, einem Mitarbeiter mit einer 40- oder mehr Stundenwoche einen Lohn zu verschaffen, der diesem wiederum ein auskömmliches Leben ermöglicht.

Soweit, so schlecht.

Also gilt es zu überlegen, ob es hier einer Regelung bedarf, um eine Lücke im Arbeitnehmerschutz zu schließen.

Nicht mehr, nicht weniger.

Deshalb geht die Welt nicht unter.

Und der erwähnte "Raubtierkapitalismus" schafft es als einzige Wirtschaftsform dieses Planeten, Armut spürbar zu verringern. Zweifler mögen sich die entsprechenden Hunger- und Armutsberichte der WHO ansehen, in welchen jährlich über weltweit deutliche Rückgänge von Hunger, Armut, Kindersterblichkeit und gleichzeitig entsprechend sich verbessernde Gesundheits- und Hygienelage berichtet wird. Inklusive des "Zugangs zu Trinkwasser".

So, wenn es also in einem der nach wie vor reichsten Länder der Welt zu Friktionen kommt, ist deshalb noch nicht das Ende des Abendlandes in Sicht. Wenn, dann schaufeln wir uns das durch Pessimismus nur selbst.

Geschrieben

Vespasian in Hochform: wegen fehlendem Danke-Button gleich nochmals - DANKE!

Kleiner philosophischer Exkurs als Ergänzung:

Meines Wissens gibt es genau eine Welt, und die definiert sich als Summen von uns allen, wir sind die Welt die wir so gerne schlecht reden. Wenn diese also den Bach runter geht denn auch nur weil jeder einzelne von uns entweder totalen Mist gebaut oder dann einfach nur schön vor sich hin gepennt hat.

Nun schnell wieder zurück zum Forum: Spätestens beim nächsten Thread, in dem jemand nach der Meinung eines Fahrzeugs frägt und ich wie praktisch immer lesen muss "lass es, ist zu teuer", werde ich an diesen Thread hier denken. :wink:

Geschrieben
Und der erwähnte "Raubtierkapitalismus" schafft es als einzige Wirtschaftsform dieses Planeten, Armut spürbar zu verringern. Zweifler mögen sich die entsprechenden Hunger- und Armutsberichte der WHO ansehen, in welchen jährlich über weltweit deutliche Rückgänge von Hunger, Armut, Kindersterblichkeit und gleichzeitig entsprechend sich verbessernde Gesundheits- und Hygienelage berichtet wird. Inklusive des "Zugangs zu Trinkwasser".

Ich mag Deine Posts weil sie sachlich und fundiert sind. Hier möchte ich Dir aber vehement widersprechen. Wenn Du tatsächlich der Meinung bist, dass "Private Equity" und "Rohstoffhandel" und "Patente auf Lebensmittel" und "Handel mit Lebensmittel" dazu beitragen, die Welt humaner zu machen, dann zweifel ich Dein Bild von der Welt doch an. Genau wie Wolfgang finde ich die Aussage von Dir arg überzogen!

Ein Unternehmen wie Mosanto als "human ausgepägtes" Unternehmen zu bezeichnen, wäre sehr vermessen. Solche Unternehmen - die ich übrigens als Sparte des Raubtierkapitalismus sehe - sind es, die Armut noch forcieren. Aber ich denke, dass dieses Thema doch zu weit von dem eigentlichen Thread abschweift.

Geschrieben

Wo wurde denn bitteschön ein einzelnes bzw. spezifisches Unternehmen als "human ausgeprägt" bezeichnet? Vespasian hat von Wirtschaftsformen gesprochen, die eine Reduzierung der Armut ermöglichen - dies als Reaktion auf einen Beitrag, in dem eine Gesellschafts- bzw. Wirtschaftsform perse für alles moderne Übel der Menschheit verantwortlich gemacht wurde. Und Vespasian hat davon geschrieben, daß es im Falle von Fehlentwicklungen einzelner(!) Branchen entsprechender Korrekturen durch übergeordnete Stellen bedarf. Vor allem, wenn es die direkt beteiligten Kräfte selbst nicht schaffen.

Geschrieben
Es gibt kein "Mindestlohn-Problem".

Unsere Gesellschaft hat einen Wertewandel vollzogen, der einfach nicht mehr human zu nennen ist.

Wir bekommen mittlerweile einen Raubtierkapitalismus vorgelebt, der sämtliches Mitgefühl anderen gegenüber absterben lässt.

Diejenigen, welche sich absolut nicht wehren können, müssen tatenlos mit zusehen, wie schwer erarbeitetes Geld verwendet wird,

um die Rachen von Spekulanten zu füllen, welche den Gebenden, nämlich uns, sonst keine weiteren Kredite geben können.

Wir erziehen unsere Kinder zu empathielosen Wesen; alles, was wir nicht mit Vornamen kennen, ist für uns nicht mehr als Mitwesen erfassbar.

Das, was wir veranstalten, ist an Absurdität nicht mehr zu überbieten.

Ich warte nur noch darauf, daß das Pulverfass hochgeht; und ich werde es noch erleben.

Lieber Peter_Pan, warum wird, wenn es unangenehm wird, immer von "Wir" gesprochen?

Jeder Bürger dieses landes kann für sich in seinem Kosmos, in seinem Unternehmen anfangen daß möglicherweise defizitäre abzustellen.

Um mal mit den Worten von J.F. Kennedy zu sprechen: Frage nicht, was Dein land für Dich tun kann, sondern frage, was Du für Dein land tun kannst.

Jeder Bürger trifft hier jeden tag (Kauf-)Entscheidungen und kann diese auch jeden Tag subjektiv ändern. Jeder kann dem Briefträger oder DHL-Fahrer bei der Paketübergabe 10,00 EUR in die Hand drücken.....und so aktiv die vermeindlich nicht akzeptablen lebensumstände Einzelner aktiv beieinflussen und positiv verändern.....

Gast Peter_Pan_
Geschrieben

Hallo Toni,

wenn ich "wir" schreibe, dann zähle ich mich explizit dazu.

Mit anderen Worten: Ich betrachte mich als Teil des Problemes.

Ich für meinen Teil kann nicht alles abstellen, was anderen möglicherweise schade.

Ich will es genau genommen auch nicht, da ich mich sonst von unserer Gesellschaft abkoppeln würde.

Meine zentrale Überlegung ist aber recht einfach:

Für wenig Geld kann man nicht viel Leistung bekommen.

Wenn doch, dann wird irgend jemand schäbig oder gar nicht bezahlt.

Bestes Beispiel sind Billig-Urlaube in der Türkei.

Und Du hast natürlich recht: Das Fegen fängt an der eigenen Haustüre an.

Und der erwähnte "Raubtierkapitalismus" schafft es als einzige Wirtschaftsform dieses Planeten, Armut spürbar zu verringern. Zweifler mögen sich die entsprechenden Hunger- und Armutsberichte der WHO ansehen, in welchen jährlich über weltweit deutliche Rückgänge von Hunger, Armut, Kindersterblichkeit und gleichzeitig entsprechend sich verbessernde Gesundheits- und Hygienelage berichtet wird. Inklusive des "Zugangs zu Trinkwasser".

So, wenn es also in einem der nach wie vor reichsten Länder der Welt zu Friktionen kommt, ist deshalb noch nicht das Ende des Abendlandes in Sicht. Wenn, dann schaufeln wir uns das durch Pessimismus nur selbst.

Nein, bestenfalls trotz Raubtierkapitalismus verändert sich das eine oder andere in eine bessere Richtung.

Ach ja, die Trinkwasserversorgung zählt NICHT zu den Sternstunden der Verbesserungen; das Gegenteil ist der Fall.

Übrigens glaube ich Regierungsberichten und den Regierungen nahestehenden Organisationen noch weniger als der BLÖD-Zeitung.

Grüße

Wolfgang

Geschrieben
...

In der blühenden Logistikbranche (übrigens ein Rückgrat der deutschen Wirtschaft) gibt es offenbar Fehlentwicklungen in der Behandlung der Mitarbeiter. ...

Hierzu möchte ich ergänzen, dass gerade auch diese Branche massiv dazu beigetragen hat den schwierigen Übergang in eine Dienstleistungsgesellschaft zu vollziehen. Gerade für gering qualifizierte oder auch so genannte "ungelernte Arbeit" bietet die Industrie immer weniger Arbeitsplätze. Gleichzeitig wird es aber immer Menschen geben die nicht so gut qualifiziert sind. Aus welchen Gründen auch immer, keine Lust auf Schule haben und vielleicht lieber so schnell wie möglich „malochen“ und Geld verdienen wollen. Daran ist auch wenig auszusetzen, denn meist fand diese Gruppe Arbeitsplätze im produzierenden Gewerbe, oder der Landwirtschaft. Zudem kann ein Gesellschaft nicht nur aus Anwälten und Mediendesignern bestehen.

Ein Teil meiner Großeltern arbeitete damals bei einem örtlichen Sägewerk oder als Näherin. Das Problem ist nur das dieses Arbeitsplätze und Industrien heute weg sind. Selbst in der Landwirtschaft fahren die großen Maschinen dank GPS sogar schon ganz von alleine ihre Runden. Die Müllabfuhr ist auch nicht mehr zu viert unterwegs, sondern nur noch der Fahrer welcher zudem den Roboter-Arm bedient.

Weil es aber immer einen Prozentsatz an Menschen gibt, die in diesem eher gering qualifizierten Bereich Arbeit suchen, kann es doch nur gut sein, dass sich in den letzten Jahrzehnten eine starke Logistik- bzw. Dienstleistungsbranche etabliert hat die dieses Leute aufnimmt. Viele Europäische Nachbarstaaten haben das leider nicht so gut geschafft.

Nichtsdestotrotz gibt es Fehlentwicklungen und zu geringe Entlohnung, aber ich finde es für mich einen guten Vorsatz in Zukunft einfach mal (mehr) Trinkgeld zu geben. Denn meist arbeiten die Zusteller hier sehr zuverlässig.

Viele Grüße,

Felix

Geschrieben
Ein Unternehmen wie Mosanto als "human ausgepägtes" Unternehmen zu bezeichnen, wäre sehr vermessen. Solche Unternehmen - die ich übrigens als Sparte des Raubtierkapitalismus sehe - sind es, die Armut noch forcieren. Aber ich denke, dass dieses Thema doch zu weit von dem eigentlichen Thread abschweift.

Uwe, eigentlich hat matelko ja bereits in exzellenter Weise geantwortet und mir "die Worte aus dem Munde genommen".

Ich möchte (abgesehen davon, daß ich Dir zustimme dieser Thread würde nun ziemlich OT werden) jedoch zusätzlich noch auf einen Umstand hinweisen: jenen nämlich, daß wir hier im reichen und sehr satten Europa gerne vergessen, daß die meisten Menschen dieser Welt nicht von Biofleisch und -gemüse satt werden können. Und von gentechnikfreien Zonen erst recht nicht.

Für den derzeit im Gang befindlichen "Umbruch der Welternährung" mit all seinen Herausforderungen (nicht vollständige Liste: kein Wachstum der Anbauflächen mehr möglich, Aridisierung der bestehenden Flächen, Wassermangel, weitere Zunahme der Bevölkerung, steigender Fleischkonsum der aufsteigenden Mittelschichten in Asien & Co, Wegnahme von Anbauflächen durch Besiedelung (Ägypten etc.), Umwidmung von Fläche in die Erzeugung von Energiepflanzen durch Fehlallokation in den Industrieländern etc.) ist eine weitere Rückführung des "hungernden Menschheitsteils" nur durch weitere Intensivierung der Landwirtschaft möglich. Diese Ernährung kann nicht durch "alte Arten" sichergestellt werden und ihren vergleichsweise schmalen Ertrag! Möglicherweise dann, wenn weltweit die Produktion von Fleisch unter Strafe verboten würde (ein 300g Steak benötigt ca. 4.800 LITER Wasser zu seiner Erzeugung)...

Die Ernährung von 7 Milliarden Menschen erfordert deshalb:

1. Wissenschaft, 2. Technik, 3. Geld für 1. + 2.

Für "Landwirtschaft im Stil meines Großvaters", von uns Nachkommen ohnehin nur überaus romantisiert gedeutet, ist da kein Platz mehr.

Dieses Kapital (also oben "3. Geld") wiederum kann weder durch edle Spender noch durch Entwicklungshilfe aufgebracht werden. Dafür braucht es - sic! - sich um Reichtum bemühende Kapitalisten, die Kapital investieren um die so entstehenden Produkte teuer verkaufen zu können.

Damit wären wir endlich bei monsanto.

Ich bin (weiß Gott!!) weit davon entfernt, diese Leute toll zu finden. Am liebsten wäre mir eine Welt, in der eine sanfte Weltregierung Wissenschaftler Getreidearten erforschen ließe, die dann frei von Lizenzen und Patentgebühren an alle Landwirte verteilt würden. Haben wir nicht. Werden wir auf absehbare Zeit nicht haben. Während dessen aber ist durch monsanto & Co trotz aller ekelhaften Begleitumstände ein Umbruch in der Landwirtschaft im Gange, der vor allen Dingen eines erreicht: die Produktion von Lebensmitteln hält mit der Zunahme der Bevölkerung nicht nur mit, sondern überflügelt diese. Also sind die "Raubtiere und Heuschrecken" in dieser Phase so notwendig wie Wasser. Die wollen verdienen - und als "Abfallprodukt" dieser Gier ... überleben Menschen.

Zum Abschluss dieses Sermons ein paar wenige Zahlen, Quelle: earth-policy.org, das Earth Policy Institute ist eine NGO, damit auch Peter-Pan seine Ruhe hat und nicht wieder eine Regierungsverschwörung wittert.

Jahr--Anbaufläche--Ernte---Bevölkerung

1960--202---------824-----2982

2011--222--------2304-----6972

(Anbaufläche in Mio. Hektar, Ernte in Mio.Tonnen, Bevölkerung in Mio.)

Dies entspricht einem Zuwachs von:

Anbaufläche: +9,9%

Weizenproduktion: +179,6%

Bevölkerung: +133,8%

...dieser Erfolg ist ohne moderne Saatgutarten in keiner Weise denkbar. Das Problem ist weniger monsanto, auch hier sind wir selbst das Problem: unser egozentrisches Beharren auf Gentechnikfreie Nahrung, auf Bioanbau, auf 5x Fleisch und Fisch zu skandalös niedrigen Preisen. Wir = die gesamte Mittelschicht dieser Erde. Und ja - auch ich esse noch Fleisch. Würde aber sofort wenn verfügbar (die Forschung kommt schnell voran) auf eine aus adulten Stammzellen gezüchtete Fleischvariante umsteigen, die mit einem Bruchteil an Ressourcenverbrauch erzeugt werden könnte.

Neue Wege sind gefragt, Optimismus ist gefragt, aber die Patente von monsanto laufen auch irgendwann mal aus.

Geschrieben

Sorry .. das Grundproblem liegt nicht bei Monsanto (wobei die sofort weg gehoeren).

Wir - alle - erleben gerade eine Endphase eine Waehrung, die nur ueber Schulden erzeugt wird.

Wat? Ja genau. Christlich "zahlt" man einen zehnten - also 10%. In Russland zahlt man 13%. Steuern.

Warum braucht der Staat Steuern? Weil er Zinsen zahlt. An wen?

Fuer das "moderne" Finanzsystem empfehle ich mal das "Die Kreatur von Jekyll Island" - das ist KEIN Roman.

Die Anfaenge der aktuellen Finanzdiktatur beginnen zwischen Medici und Fugger - rein von den Quellen muss es da aber noch Vorlaeufer geben, wer da was mit "auf Papier" weiss, bitte an mich.

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