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Danke an alle Besitzer eines Organspendeausweises


HeidiMueller

Empfohlene Beiträge

Geschrieben

Vor ziemlich genau 10 Jahren wurde mein Sohn mit damals 13 Monaten lebertransplantiert. Auf ein Spenderorgan mußten wir über ein halbes Jahr warten, es kam dann gerade noch rechtzeitig eine passende Leber, bevor es Paul zu schlecht ging um transplantiert zu werden. Inzwischen führt er ein völlig normales Leben (bis auf die Medikamente, die er täglich nehmen muß), und ich bin so dankbar, daß damals Angehörige sich entschlossen, die Organe freizugeben. Ich kann verstehen, daß gerade durch die Berichte über Manipulationen an den Wartelisten die Bereitschaft sinkt, einen Organspendeausweis auszufüllen, aber es ist in meinen Augen trotzdem ein Thema, mit dem man sich beschäftigen sollte. Ich habe viele Babies und Kleinkinder sterben sehen, weil nicht rechtzeitig ein Organ zur Verfügung stand und ich danke jedem von Herzen, der einen Organspendeausweis ausgefüllt hat. Sollte jemand Fragen zu diesem Thema haben, so kann er mich gern per PN oder hier im Forum ansprechen.

Danke!

Connie

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Geschrieben

Alle Achtung eine Post der Hoffnung macht, zum Nachdenken anregt und sehr sensibel geschrieben ist. Grade Kinder, die ihr Leben noch vor sich haben sollten alle Chancen erhalten gesund zu bleiben oder wie in deinem Fall (trotz der Medikamente) wieder zu werden. :-))!

Ich gebe zu, dass ich keinen Ausweis habe, vermutlich ist es die Angst sich mit der eigenen Endlichkeit auseinander zu setzen. Werde mir aber nochmal intensiv Gedanken machen.

Geschrieben

Danke, Du kannst mir jederzeit Fragen stellen, ich bin immer noch ganz gut in dem Thema drin :)

Geschrieben

Ehrlich

.

.

.

ich hab zwar noch nicht vor meine Organe zu spenden,

aber so einen Ausweis hab ich schon lange.

Sollte jeder Sportwagenfahrer haben,

es geht schneller als man denkt,

und mit ein bißchen Glück sind ja noch ganz gute Gebrauchtteile drin!

Geschrieben
Ehrlich

.

.

.

ich hab zwar noch nicht vor meine Organe zu spenden,

aber so einen Ausweis hab ich schon lange.

Sollte jeder Sportwagenfahrer haben,

es geht schneller als man denkt,

und mit ein bißchen Glück sind ja noch ganz gute Gebrauchtteile drin!

Nicht nur jeder Sportwagenfahrer... JEDER sollte einen haben.

Geschrieben
mit ein bißchen Glück sind ja noch ganz gute Gebrauchtteile drin!

lol, you made my day Kai ;)

Ich habe auch noch keinen. Warum? Keine Ahnung. Tut mir ja nicht weh ;)

Werde mich mal schlau machen wo man sowas beantragen kann und wie das generess so abläuft.

Geschrieben
Nicht nur jeder Sportwagenfahrer... JEDER sollte einen haben.

Meine Organe sollte besser keiner bekommen :rolleyes: Waer da eher auf Spender angewiesen, irgendwann

Geschrieben

Thread gelesen, Google bemüht, Download, ausgedruckt, ausgefüllt, laminiert, in's Portemonnaie gesteckt, hat keine fünf Minuten gedauert. Wollte ich schon lange machen, danke für den letzen Tritt in den Hintern.

Geschrieben

Danke Dirk.

Man kann auch bestimmte Organe ausschliessen. Und das Alter des Spender spielt auch keine Rolle. Wichtig ist es auch, seine Angehörigen zu informieren wie man zu dem Thema steht. Denn egal ob man einen Ausweis besitzt oder nicht, die Angehörigen werden immer noch trotzdem gefragt.

Geschrieben
Thread gelesen, Google bemüht, Download, ausgedruckt, ausgefüllt, laminiert, in's Portemonnaie gesteckt, hat keine fünf Minuten gedauert. Wollte ich schon lange machen, danke für den letzen Tritt in den Hintern.

Wer nicht selbst laminieren will kann sich auch gleich einen Ausweis aus Plastik über die BZGA bestellen. Kostet nix und er fällt nicht so häufig auseinander wie der selbst ausgedruckte. :wink:

https://www.bzga.de/?uid=10b902819af425ba2ce2653a5aa886d1&id=main4&sid=2&sid=2

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Geschrieben
Geschrieben

Hallo HeidiMueller,

 

schau doch mal hier zum Thema Zubehör für Aus dem Alltag (Anzeige)? Eventuell gibt es dort etwas Passendes.

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Geschrieben

Ist schon makaber :oops: Es kommen als Organspender in erster Linie die Unfalltoten in Frage ...

Geschrieben
Ist schon makaber :oops: Es kommen als Organspender in erster Linie die Unfalltoten in Frage ...

An Hirntod sterben sonst selten welche. Kommt es sonst doch dazu, ist das Organ mit 80+ Jahren nicht unbedingt..

Geschrieben
Ist schon makaber :oops: Es kommen als Organspender in erster Linie die Unfalltoten in Frage ...

Das Thema ist ein sehr sensibles.

Man kann klinisch toten Menschen keine Organe mehr entnehmen.

Spender sind sind hirntot; man kann also keine Hirnaktivität mehr messen.

Dies Menschen haben aber noch einen Kreislauf; sie schwitzen und frieren; was sie tatsächlich fühlen oder denken weiss niemand.

Es gibt in dieser Hinsicht große Diskussionen um Organspenden und Organspender.

Man weiss in letzter Konsequenz nichts über ein Empfinden derer, welche wir als Hirntot bezeichnen.

Eigentlich müsste man alle lebenserhaltenden Maßnahmen einstellen, und warten bis das Herz nicht mehr schlägt.

Dann sind die Organe aber nicht mehr transplantierbar; also ein Teufelskreis.

Ich für meinen Teil habe für mich vor langer Zeit entschieden, im Falle meines festgestellten Hirntodes meine Organe zu spenden.

Man könnte den eigenen klinischen Tod vielleicht um wenige Stunden bis einige Wochen hinauszögern, wenn man sich der guten Sache verweigerte.

Wobei das Liegen im Hirntod im klassischen Sinne für mich nichts verlockendes hätte.

Da ist es doch eher tröstlich zu wissen, im schlimmsten Fall einige Tage oder Wochen dieser Zeit gegeben zu haben, damit ein anderer Mensch aktiv leben kann.

So macht auch der eigene Tod noch einen Sinn, der friedlich stimmt.

Also den Ausweis immer brav mitführen; es ist einfach ein gutes Gefühl.

Geschrieben

Ich will das jetzt hier nicht vertiefen, außer: bei uns war der Spender ein Selbstmörder. Und als ich auf der Intensivstation neben meinem halbtoten Sohn saß hörte ich, daß abgewogen wurde, ob es vielleicht doch eine 80-jährige Leber sein müsse oder ob man noch warten könne.

Geschrieben
...Man weiss in letzter Konsequenz nichts über ein Empfinden derer, welche wir als Hirntot bezeichnen. Eigentlich müsste man alle lebenserhaltenden Maßnahmen einstellen, und warten bis das Herz nicht mehr schlägt.

Dann sind die Organe aber nicht mehr transplantierbar; also ein Teufelskreis. ...

Ergänzung:

wenn der Hirntot festgestellt wurde, die Geräte in Abstimmung mit den Angehörigen abgestellt werden und das Herz kurz darauf aufhört zu schlagen, kann nach Zustimmung der Angehörigen unmittelbar transplantiert werden

.

Geschrieben

In unserem Umfeld gab es vor einigen Jahren einen tragischen Unfall, der für den damals 25 jährigen tödlich endete.

Für seine Familie war es aber eine sehr große Hilfe in dieser schrecklichen Situation, das durch den Tod des einzigen Kindes vier(!) andere Menschen weiterleben durften.

Geschrieben
Meine Organe sollte besser keiner bekommen :rolleyes: Waer da eher auf Spender angewiesen, irgendwann

Auch DU bestehst aus mehr als nur der Leber... O:-)O:-)O:-)

AKTION CP GOES ORGANIC!

@Rodemarc

Danke für den Link

HINWEIS: Links im blauen Bereich auf Organspende klicken, da kommen dann die verschiedenen Ausführungen

und weiteres Infomaterial zum Thema.

Hab mir gerade noch die Plastikkarte bestellt, kein 2 Minuten Aufwand, und sowieso kostenfrei!

Es gibt also keine Ausrede!

  • Mitglieder
Geschrieben
Es gibt also keine Ausrede!

Eben bestellt!

Wollte ich eigentlich schon lange mal machen..... kam nur irgenwie nie dazu und dann schiebt man sowas vor sich her bis man mal Zeit hat....

Fühl mich gleich besser....

Geschrieben

Unterhaltet Euch mal mit einem Chirurgen oder einem Anaesthesist über das Thema.

Ich habe es ausführlich getan und deshalb habe ich KEINEN Organspendeausweis.

Aber das muss wirklich jeder für sich selbst entscheiden.

Geschrieben

Wie man sich entscheidet, bleibt jedem selbst überlassen. Ich kann es gut akzeptieren, wenn jemand sich mit dem Thema auseinandergesetzt hat und dann sagt, ich mache es aus diesem oder jenem Grund nicht. Schade ist es nur, wenn man es aus Gleichgültigkeit unterlässt.

Oh, und die Chirurgen und Anästhesisten, die Paul die neue Leber eingesetzt haben, hatten da vermutlich eine andere Einstellung. Mit denen habe ich mich nämlich unterhalten, und sie kamen auch öfter vorbei auf der Intensivstation, um nach ihm zu schauen. Ich möchte niemanden überreden, sich einen Ausweis zuzulegen, aber man sollte vielleicht auch einmal auf die Kinderstationen in den Krankenhäusern schauen, die Transplantationen vornehmen. Die Wartelisten sind sehr lang, und den Kleinen geht es wirklich sehr schlecht.

Geschrieben

Ist ein heikles Thema das ich hier nicht ausbreiten möchte. Bitte akzeptiert das.

Allerdings sollte sich jeder etwas kritischer mit dem Thema befassen bevor er sich zu einem Spenderausweis entscheidet.

Ich habe das getan und meine Konsequenz daraus gezogen.

Geschrieben
Unterhaltet Euch mal mit einem Chirurgen oder einem Anaesthesist über das Thema.

Ich habe es ausführlich getan und deshalb habe ich KEINEN Organspendeausweis.

Aber das muss wirklich jeder für sich selbst entscheiden.

Die finanziellen Affinitäten dieser Berufsgruppe werden von Interessenvertretern gern hinter dem ja durchaus auch vorhandenen Engagement versteckt. Meine Werkstatt verdient auch an jedem Unfall. Trotzdem werden die Bremsen sorgfältig repariert.

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