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oli_kf

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Geschrieben

Schönen Nachmittag zusammen!

kurze Vorgeschichte

Ich arbeite in einem Mittelständischen Betrieb, in dem ich schon innerhalb der 2 Jahre wo ich jetzt dabei din, ziemlich weit gekommen bin! Es gibt in dem Betrieb gewisse Stellungen die ich in den nächsten 10 Jahren gerne Erreichen würde! Ich habe ganz klare Ziele, die so aussschauen: im Moment Gruppenleiter dann --> Abteilungsleiter --> Werksleiter

Bildungstechnisch liegen mir wenig Steine im Weg, weil so gut wie alle Qualifikationen vorhanden, bzw. in arbeit sind!

Allerdings habe ich ein großes persönliches Problem und das lautet schlicht aber leider dramatisch REDEN! Ich tue mir unheimlich Schwer aus mir rauszukommen, besonders im Gespräch mit höheren Vorgesetzen! Ich kann mich schlecht präsentieren und komme "zu schnell auf den Punkt"! Selbst mein Chef meinte "Sie müssen mehr um den heißen Brei reden" aber ich denke das liegt an meiner Allgäuer Natur! Nun stelle ich die Frage bewusst hier, weil sich einfach genügend erfolgreiche Unternehmer bzw. Führungskräfte in unserem Forum taumeln!

Habt Ihr Ratschläge für mich wie ich mir generell im Gespräch leichter tue, mich besser präsentieren kann?

Danke

Oliver

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Geschrieben

Allgemein schwer zu sagen. Generell aber mal mit dem Thema Rhetorik- und Führungskräfteseminare auseinandersetzen. Je höher Du steigst desto irrelavanter wird in vielen Positionen das (technische) Fachwissen. Die Aussage Deines Chefs ist nicht ungewöhnlich, spiegelt aber vermutlich eher seine persönliche Einschätzung der Lage im Unternehmen wieder. Und sie wäre eher doch eher typisch für Großunternehmen.

BTW: Ich würde meine Planung keinesfalls schon darauf abstellen in diesem (deinem ersten?) Betrieb gleich bis Z-Grabstein zu bleiben. Man sollte oder muss des öfteren mal wechseln, ansonsten wird man betriebsblind. Nicht direkt nach 1 oder 2 Jahren, aber auch nicht viel später als nach 5 Jahren.

Geschrieben

Es gibt sicherlich verschiedene Sorten von Trainings, die man da angehen kann. Eventuell sogar was im autogenen Bereich. Ich wuerde da erstmal mit so eine Art Online-Selbsthilfekurs oder entsprechender Fachliteratur anfangen. Man will ja nicht sofort mit Kanonen auf Spatzen schiessen... :)

Ansonsten, wenn mal wirklich was heikles ansteht kannst Du dir ja nen kleinen Flachmann einstecken und mal nen kraeftigen Schluck vor dem wichtigen Meeting goennen. :D Will ja nicht zum Alkoholismus oder so anstiften, aber das soll mal Wunder bewirkt haben.

Bei BMW verkaufen die in den Shops auch Weissbier. Die haben das wohl mal versucht, den Alkohol komplett zu verbieten bei den Werkern, allerdings sollen da wohl die Fehlerquoten deutlich zugelegt haben. Die Bayern halt... :D

Geschrieben

Danke schonmal für Eure Antworten!

Ist nicht mein erster Betrieb, sondern mittlerweile der 4 in dieser Branche! Hatte auch schon alles durch, vom Großkonzern, über einen Handwerksbetrieb mit 2 Mann bis zum Mittelstand mit ca. 500 Personen!

Geschrieben

Vor einiger Zeit habe ich an unserer örtlichen Volkshochschule zwei Seminare im Bereich der Rhetorik besucht. Schwerpunkt war hier aber das Reden vor anderen, bzw. großen Gruppen. Ich fand diese Wochenenden persönlich sehr hilfreich und zudem noch unterhaltsam. Teuer ist es auch nicht und unsere deutschen Volkshochschulen halte ich für ziemlich seriös.

Ich war mal so frei, und glaube bei euch gibt es auch gute Angebote. Etwas hinzu lernen kann man bestimmt: https://vhs-kaufbeuren.de/Programmbereich/cmx4f1d86693b2ca.html

Grüße,

Felix

Geschrieben

Die Frage ist natürlich, ob dir der "Gesprächsstoff" fehlt oder du Probleme hast,

dich entsprechend zu artikulieren. Wenn du Hemmungen hast hilft nur Übung, also sich daran gewöhnen.

Bestens eignen sich zunächst Reden im kleinen Kreis, also Familienfeiern,

Geburtstage oder ähnliche Anlässe.

Ich kenne genügend Leute, u.a. mich selbst:D, die damit massive Probleme hatten,

da hilft nur überwinden und durch.

Es gibt übrigens namhafte Manager und Politiker, die Schauspielunterricht genommen haben:wink:

Geschrieben

Ich bin auch jemand der eher schnell auf den Punkt kommt, es gibt Leute die kommen damit klar, und es gibt Leute die kommen damit nicht klar.

Ich bin ich und werde auch nicht anfangen um den heißen Brei herum zu reden, wozu auch, kostet nur Zeit.

Allerdings darf man das nicht damit verwechseln sensible Themen auch entsprechend sensibel anzugehen.

Meist gibt es noch größere Probleme wenn man anfängt sich zu verbiegen.

Geschrieben

@TE: Du kannst auch einen Toastmasters Club besuchen um deine rheotrischen Fähigkeiten zu verbessern und gleichzeitig kann man ganz einfach sein Netzwerk erweitern :)

http://www.toastmasters.org/

Gibt es in vielen größeren deutschen Städten

Geschrieben

Ich denke hier können gezielte Seminare zumindest etwas bringen, jedoch ist Kommunikation ein Teil der Persönlichkeit und die Läßt sich nun mal schwer ändern, da ja im Erwachsenenalter alles bereits ausgebildet ist. Daher würde ich von den Seminaren nicht zu viel erwarten, etwas für die Persönlichkeit zu trainieren und dann in der Praxis als wie schon immer gegeben zu präsentieren ist verdammt schwer.

Geschrieben

Ich denke auch, dass Seminare Hilfestellungen geben.

Ich hatte mal ein Seminar zum Thema Mitarbeiter(kritik)gespräche. Es waren kleine, aber hilfreiche Tipps, die ich bspw. dort mitgenommen habe.

Über den Kostenfaktor kann ich leider nichts sagen, da es vom AG getragen wurde.

Ich muss aber sagen, dass ich es nicht unbedingt als negative Eigenschaft empfinde, schnell auf den Punkt zu kommen, das ist auch eher meine Art der Kommunikation.

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Geschrieben
Geschrieben

Hallo oli_kf,

 

schau doch mal hier zum Thema Zubehör für Aus dem Alltag (Anzeige)? Eventuell gibt es dort etwas Passendes.

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Geschrieben
Ich muss aber sagen, dass ich es nicht unbedingt als negative Eigenschaft empfinde, schnell auf den Punkt zu kommen, das ist auch eher meine Art der Kommunikation.

Ich finde das sogar sehr angenehm und sehe eigentlich gar kein Problem. Gut, vielleicht kann man Manches etwas diplomatischer verpacken.

Dafür würde ich aber kein Seminar buchen. Einfach je nach Situation kurz inne halten, nachdenken und dann reden. "Problem" gelöst.

Geschrieben

Das "schnell auf den Punkt kommen" liegt uns Deutschen (ich unterstelle jetzt mal dass die meisten von uns hier aufgewachsen sind) natürlich oftmals schon, gerade auch den Männern. Damit kann man allerdings in anderen Kulturkreisen (viele Regionen südlich der Alpen oder erst Recht in Asien) schnell Schiffbruch erleiden.

Ich denke auch, dass Seminare - wenn sie gut gemacht sind - ein Stück weit weiterhelfen können, aber in Gänze ändern dazu bedarf es dann schon mehr.

Geschrieben
Ich denke auch, dass Seminare Hilfestellungen geben.

Ich hatte mal ein Seminar zum Thema Mitarbeiter(kritik)gespräche. Es waren kleine, aber hilfreiche Tipps, die ich bspw. dort mitgenommen habe.

So was finde ich immer ganz gut wenn man gezielt ein Thema angeht, sei es beurteilungsgespräch oder verhalten bei Kündigungsgesprächen etc. Da kann man viel mitnehmen. Schwieriger wird es dann wenn es wie beim hier geschilderten fall um allgemeinere Dinge geht, die man nicht direkt an einem Thema fest machen kann.

Geschrieben
Schwieriger wird es dann wenn es wie beim hier geschilderten fall um allgemeinere Dinge geht, die man nicht direkt an einem Thema fest machen kann.
Dieses "allgemeine" Probleme verschwindet ggf. mit der Zeit bzw. nach Teilnahme am ein oder anderen Themenseminar.
Geschrieben
Das "schnell auf den Punkt kommen" liegt uns Deutschen (ich unterstelle jetzt mal dass die meisten von uns hier aufgewachsen sind) natürlich oftmals schon, gerade auch den Männern. Damit kann man allerdings in anderen Kulturkreisen (viele Regionen südlich der Alpen oder erst Recht in Asien) schnell Schiffbruch erleiden.

Ich denke auch, dass Seminare - wenn sie gut gemacht sind - ein Stück weit weiterhelfen können, aber in Gänze ändern dazu bedarf es dann schon mehr.

Da ginge es dann ja mehr um landestypische Sitten und Gebräuche. Zudem kommt noch dazu, dass sich alles in einer anderen Sprache abspielt.

Aber, dass das in Bayern ein Problem sein soll, wundert mich schon ein wenig. Allein schon die Art mit "Pfiat’ Di " zu grüßen ist kurz, knackig und dynamisch. Auch sonst sind zumindest meine Erfahrungen in Bayern in kommunikativer Hinsicht eher robuster Natur.

Geschrieben
Allein schon die Art mit "Pfiat’ Di " zu grüßen ist kurz, knackig und dynamisch.

Ich mag mich ja irren, aber ich hab das nur als Abschiedsfloskel erlebt. Sonst hiess es zum Begruessen immer "Servus"...

Geschrieben

Guten Morgen Zusammen!

Vielen Dank für Eure Mühe! Es ist in der Tat so, das mir vorallen der Gesprächsstoff fehlt!

Gruß

Oliver

Geschrieben

Hallo,

es geht ja nicht darum, um den heissen Brei zu sprechen. Aber etwas strukturiert sollten Deine Ausführungen trotzdem sein: 1. Problemstellung, 2. verschiedene Lösungsansätze, 3. auf den Punkt kommen (weshalb ist Deine Lösung die richtige?). Wenn Du "direkt auf den Punkt kommst" weiss Dein Gegenüber nicht, von welchen Überlegungen und Voraussetzungen Du ausgehst und ob Du die Problematik als Ganzes begriffen hast. Dynamisch und chaotisch liegen nah beieinander.

Übung und gute Vorbereitung sind die Zauberworte (je mehr Übung Du hast, desto weniger Vorbereitung brauchst Du).

Gruss

Geschrieben
Ich mag mich ja irren, aber ich hab das nur als Abschiedsfloskel erlebt. Sonst hiess es zum Begruessen immer "Servus"...

Servus geht immer :wink:

Geschrieben

Wenn ich Oliver richtig verstehe, dann fehlt ihm lediglich etwas Übung im Small Talk.

Dafür sollte es aber auch Möglichkeiten zum Üben geben, auch wenn ich jetzt keine Adressen parat habe.

Geschrieben

Eine Übung, die von sog. Flirtexperten immer gerne gemacht wird um das vielleicht eher scheue Klientel zu mehr Offenheit zu bewegen und Smalltalk zu schulen ist ganz einfach:

Geh in der Stadt in eine Fußgängerzone oder ähnliches mit hoher Frequenz an vielen Leuten (Frauen). Dann beginnst du schrittweise, je nachdem wo du dich noch wohlfühlst:

- Einfache Begrüßung von Personal in Geschäften

- Kurze Fragen/Aussagen wie z.B. "Wie gehts?" oder "Schönes Wetter heute, nicht?"

- Mehr oder weniger wahllos Personen nach Blickkontakt auf offener Straße kurz grüßen

- Personen, die im Bus/Bahn/Cafe/Restaurant neben einem sitzen in kurze Gespräche verwickeln

- Gezielt Personen ansprechen, ebenfalls mit einfachen ganz kurzen Aussagen, Komplimenten oder Fragen ("schöne Sonnenbrille")

- immer längere Gespräche entwickeln....

Klar hat das primär in diesen "Seminaren" für den kommenden Aufreißer ganz andere Hintergedanken aber so verliert man langsam die Hemmung, man merkt welche Smalltalk Themen ankommen, welche man eher meidet, man bekommt positive Bestätigung...vielleicht ist da ja auch was dabei was sich bei dir im Alltag integrieren lässt. Und wenn es erstmal nur ist, dass du einmal am Tag versuchst mit einem Kollegen, den du irgendwo zufällig im Betrieb triffst ein kurzes Gespräch führst, egal ob du sonst mit ihm redest oder eher nicht.

Man kann viel in Seminaren lernen, aber ich denke es kommt auf jedenfall auch auf die Übung in der Praxis an, und wenn es dor schwer fällt in einer Runde zu Wort zu kommen oder dich überhaupt zu melden dann kannst du das auch ändern. :-))!

Geschrieben
Ich mag mich ja irren, aber ich hab das nur als Abschiedsfloskel erlebt. Sonst hiess es zum Begruessen immer "Servus"...

Eine Verabschiedung gehört doch auch zum Oberbegriff des "Grüßens", während ich das "Begrüßen" nur dem Vorgang des Ankommens zuordnen würde. Wie dem auch sei, die Verabschiedung war gemeint.

Zum Begrüßen einfach "Grüß Gott". Das wiederum rutscht mir auch im Norden ab und zu heraus, was dazu führt, dass Mancheiner doch etwas irritiert schaut. :D

http://de.wikipedia.org/wiki/Grüß_Gott

Geschrieben

Das ganze ist doch so oder so stark abhängig von der Region. Hier in Norddeutschland ist man etwas direkter, im Schwabenländle kann diese direkte Art schon mal zu Atemstillstand beim Gegenüber führen.

Geschrieben
Geh in der Stadt in eine Fußgängerzone oder ähnliches mit hoher Frequenz an vielen Leuten (Frauen).

Ein Kumpel von mir, der allerdings per se schon reden kann wie ein Wasserfall, hat zu Schulzeiten aus Jux und Dollerei Leute in der Fußgängerzone zu allerlei Themen interviewt. :D

Er hat sich einen Kassettenrekorder mit einem großen externem Mikro umgehängt und sah damit aus, als sei er von der Lokalzeitung. War wohl eine mords Gaudi für ihn!

Er fand übrigens den Weg in die Versicherungswirtschaft! :D

Es ist in der Tat so, das mir vorallen der Gesprächsstoff fehlt!

Vermutlich gehst Du solche Gespräche, bei denen es zunächst mal weniger um den Inhalt an sich geht, sondern vielmehr darum den kommunikativen Ball hin und her zu spielen, falsch an.

Der Trick liegt in der Wahl einer möglichst offenen Anfangsfragestellung, die dem Gegenüber die Möglichkeit überläßt das Gespräch in verschiedene Richtungen weiterzuentwickeln.

Um beim Thema Auto zu bleiben:

Falscher Ansatz: "Wie hoch ist die Spitzenleistung des Motors?" Antwort: "XYZ PS." Punkt aus. Gesprächsfaden abgebrochen.

Besserer Ansatz: "Ich habe das Fahrzeug X über die Landstraße bewegt. Dabei ist mir dieses und jenes Fahrverhalten aufgefallen. Können Sie sich vorstellen, woran das liegt?" Antwort beispielsweise: "Hm, Fahrzeug X bin ich noch nicht gefahren, aber in Fahrzeug Y hat sich ein ähnlicher Effekt gezeigt. Ich habe einige Zeit darübernachgedacht und bin zu folgendem Schluß gekommen: Es spielen vermutlich die Faktoren Y und Z zusammen. Das führt dazu, dass ... bla bla bla ... "

Optimalerweise kommt jetzt das Gespräch ins Rollen. Man kann den Ball kommunikativ hin- und herspielen und das Gespräch inhaltlich in die gewünschte Richtung weiterentwickeln.

Geschrieben
Das ganze ist doch so oder so stark abhängig von der Region. Hier in Norddeutschland ist man etwas direkter, im Schwabenländle kann diese direkte Art schon mal zu Atemstillstand beim Gegenüber führen.

Ich bin Schwabe und würde eigentlich sagen, dass man sich bei uns eher kurz und bündig faßt.

Stichwort "Maulfaulheit":

http://www.petermangold.de/schwaebische_anekdoten.htm

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