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Ingenieurdichte in den westlichen Ländern?


Massiveattack1987

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Geschrieben

Gerade las ich in der Zeitung, dass von den weltweit gezählten Ingenieurabschlüssen derzeit 34% auf China entfallen, 17% auf Europa und 4% auf die USA.

Kann man dem Glauben schenken?

Noch dazu:

http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,815727,00.html

Ich bin selber Asiate und deshalb weiß ich, wer aus China, Korea, Japan, Vietnam etc. kommt.

Es ist tatsächlich so, dass mehr als die Hälte in meiner Fakultät aus China kommen.

Selber in der Fakultät der Wirtschaftswissenschaften sind so viele Chinesen unterwegs.

Woran liegt es, dass viele Chinesen ohne deutsche Sprachkenntnisse nach Deutschland kommen und Ing. oder Wiwi studieren?

Weil die deutsche Ausbildung billiger und besser ist als sonstwo?

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Geschrieben

Das liegt wohl am Image, Deutschland ist das Land der Dichter und Denker, was leigt da näher, als hier eine Ausbildung im "technischen Denken" zu erhalten? Ich glaube auch heute noch ist das Studium in Deutschland umfassender, als anderswo...

Geschrieben

Gibt es Punkte fuer den "Duemmsten Thread ever"?

"Die Chinesen" moegen zwar sich mit dem Titel schmuecken, den sie so krachend bekommen haben.

"Netto" sagt das NULL aus.

Wer "nix kann" kann auch nacher "nix" - das "Problem" kann man dann dem Personaler zuschieben.

Geschrieben

Nein. Dass so viele Chinesen hier in Deutschland studieren, liegt ganz einfach an der Masse der Chinesen (Michael Mittermeier: "Chinesen sind viele!" und selbst Chinesen sagen das: 中国人很多). Zudem gibt es in China kein ernst zu nehmendes alternatives Bildungssystem. Wer was werden will MUSS an die Hochschule und der Ehrgeiz (raus aus der Armut) ist sehr groß in China.

Die meisten Chinesen studieren Ingenieurwissenschaften, da Ingenieure das höchste Ansehen in China haben. Selbst wer was in der Politik werden will, sollte am besten Ingenieur sein (!). Auch Hu Jintao ist wie die Mehrheit der KP-Funktionäre ein Ingenieur. Das setzt einen krassen Gegensatz zu unserer Politik, wo eher die Rechtswissenschaften sich durchsetzen konnten.

ALLE Chinesen (sofern nicht irgendwelche persönlichen Vorlieben bestehen, die in China aber nicht von hoher Bedeutung sind) bevorzugen die USA als Studienland. Die USA ist für ihre Eliteunis bekannt und Englisch eine bedeutende Sprache.

Demgegenüber stehen jedoch den harten Auswahlkriterien in den USA und bereits schon in China. Nur die aller besten Studenten werden von chinesischen Unis in die USA geschickt, denn dort wollen alle chin. Unis Eindruck schinden.

Deutschland steht gemeinsam (!) mit Frankreich und England auf Stufe 3. Japan übrigens auf Stufe 2 (jedoch nicht weit über Stufe 3 aber mit großem Abstand zu Stufe 1 - den USA). England hat den Englisch-Bonus, Französisch oder Deutsch zu lernen (ist notwendig wenn man hier studieren will) macht den wenigsten Chinesen Spaß, insbesondere auch wegen der heftigen Grammatik beider Sprachen.

Es ist dabei aber schon so, dass angehende chin. Ingenieure eher nach Deutschland gehen, angehende Ökonomen nach London und angehende Designer nach Paris. Die USA ist aber dennoch für alle interessant.

Ich bin jährlich immer wieder in China unterwegs und kenne etliche chinesische Studenten. Meine Frau ist Chinesin (in China und Deutschland studiert) und ich spreche die Sprache einigermaßen. Ich weiß wovon ich spreche...

Geschrieben

Moin,

also wenn ich mich jetzt darüber auslasse, welche gut ausgebildeten (einheimischen) Ingenieure ich in Vietnam, China (Hongkong) oder meinen anderen Tätigkeitsländern bisher getroffen habe, zeichnet das kein gutes Bild für die "normalen" Studienabschließer in diesen Ländern, also nicht von denen, die auf die ausländischen Eliteunis geschickt wurden.

Gruß von der Baustelle,

Björn

Geschrieben

Leute, worum geht's in diesem Thread eigentlich?

Luigi Colani, der übrigens selbst seit 12 Jahren in China an mehreren Universitäten Design unterrichtet (weil ihn laut eigenen Aussagen die Deutschen nicht verstanden haben und nicht haben wollten), hat vor 3 Jahren auf einem Vortrag in Wien erzählt, dass jährlich(!) von allen chinesischen Universitäten zusammen mehr Ingenieure ihre Ausbildung beenden als es in Deutschland insgesamt Ingenieure gibt!

Ob das jetzt Übertreibung ist oder nicht, Astra_GT bestätigt es im Großen und Ganzen, womit die 34% Anteil weltweit gesehen für mich vollkommen real klingen. Tendenz vermutlich steigend!

Viele Firmen (zB auch Apple) produzieren in China und soweit ich informiert bin läuft das dort nur in Form von Joint Ventures, was im Großen und Ganzen bedeutet, dass ein Technologietransfer nach China stattfindet. Das heißt natürlich nicht, dass Patentrechte etc. nicht eingehalten werden, aber sie kommen natürlich inhaltlich auf dasselbe Niveau wie die Patenthalter.

Im Vergleich zu unseren europäischen Ländern, wo alle auf der Bremse stehen und Politiker die Staatsbudgets nicht in den Griff kriegen - und ich sage jetzt nicht, dass ich die chinesische Regierungsform gut heiße (Beispiel Tibet!) - haben sie aber immerhin Kohle und werden in den nächsten Jahren ein Unternehmen nach dem anderen aufkaufen (Sie tun's ja jetzt eh schon) inklusive der Patente. :D

Da ich aber kein Rassist bin, ist mir das so oder so egal, ob ich ein Laptop von einer Firma kaufe, die amerikanischen oder chinesischen Investoren/Banken gehört.

Womit ich sagen will, dass ich natürlich keine Angst davor habe. Wozu auch. Das einzige was passieren wird, ist vermutlich, dass chinesisch zu einer immer wichtigeren Sprache im Geschäftsleben wird und man früher oder später nicht drum rumkommen wird, sie zu lernen O:-).

cheers

Euer Jürgen :-))!

PS: das ist natürlich auch nur meine bescheidene Meinung und reine Spekulation :D

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